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Warum wir Politikern nicht mehr glauben. Mit Gerald Hüther (1/2

Shownotes

Paul Ronzheimer spricht mit dem bekannten Hirnforscher und Bestsellerautor Gerald Hüther über die politische Krise in Deutschland. Hüther kritisiert die Machtkämpfe der Parteien, erklärt, warum Politiker aus seiner Sicht immer häufiger an den Problemen der Menschen vorbeireden, und schildert eine Begegnung mit einem überzeugten Demokraten, der plötzlich AfD wählen will.

Außerdem erzählt Hüther von seiner spektakulären Flucht aus der DDR mit gefälschten Stempeln, seinen Erfahrungen mit der Stasi und der Frage, was Angst, Unsicherheit und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit mit unserem politischen Verhalten machen. Ein Gespräch über die Psychologie hinter dem Erfolg der AfD, die Grenzen unserer Politik und die Frage, was sich grundlegend ändern muss.

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Redaktion: Filipp Piatov, Lieven Jenrich, Magalie Mohler und Oskar Luis Bender | Team Social: Jan-Philipp Borchert & Etienne Fruchtmann | Executive Producer: Daniel van Moll

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich glaube, man hat es am Anfang, als man sich noch ganz sicher war, dass die AfD hier nichts zu suchen hat und das die wohl auch nie sehr viele Stimmen kriegen werden.

00:00:10: Da hat man geglaubt, man könne deren weitere Entwicklung verhindern indem man sie verteufelt.

00:00:20: Man kann ja die defamieren – das ist ja in Ordnung!

00:00:23: Und bloß stellen auch.

00:00:24: aber da muss man selbst auch besser

00:00:25: sein.

00:00:29: Ich berichte hier eigentlich jeden Tag, dass Aktuellste vom aktuellen oft auch Breaking News nur wenige Stunden nach dem Ereignis und wir versuchen dann immer das hier irgendwie einzuordnen zu verstehen.

00:00:41: Oftmals mit Journalisten natürlich auch mit Politikern Mit anderen oder Historiker Und manchmal lade ich auch Gästerein mit denen ich ein bisschen raussoumen möchte also eine andere Perspektive einzunehmen.

00:00:57: und heute ist bei mir jemand zu Gast der bekannteste Neurobiologe- und Bestsellerautor.

00:01:05: Deutschland ist Gerhard Hüter, er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Frage wie unser Gehirn eigentlich funktioniert was uns Menschen antreibt und warum es uns oft so schwer fällt unsere Denken und Verhalten zu verändern.

00:01:19: Deswegen möchte ich mit ihm alle Themen besprechen, die Deutschland derzeit beschäftigen.

00:01:26: Um besser zu verstehen!

00:01:27: Denn das war oftmals hier auch ein kommentarer Thema.

00:01:30: Das Leute geschrieben haben taucht da doch noch mal tiefer ein.

00:01:34: Also warum sich unser Land mit vielen Dingen aktuell so schwer tut?

00:01:39: Herr Hüter, ich freue mich dass Sie heute bei mir sind.

00:01:42: Ich freu mich auch.

00:01:43: Danke für die Erinnerung.

00:01:44: Wie geht Ihnen das?

00:01:46: In der täglichen Berichterstattung hören Sie, schauen Sie viel oder sagen Sie da geht das große Ganze was mich eigentlich interessiert er verloren?

00:01:55: Nein ich schaue mir sehr gerne an wie mit Problemen umgegangen wird in den Medien und auch in der Politik.

00:02:04: Und es ist ja dann so ein bisschen wie ein Theaterbesuch.

00:02:08: also ich sitze unten und gucke mir das an und wundere mich was im ersten Akt läuft frag mich schon, wie das im zweiten Akt weitergeht und ahne schon die Tragödie im dritten Akt oder die glückliche Lösung, die es ja auch manchmal gibt.

00:02:21: Worüber wundern Sie sich derzeit?

00:02:26: Die meisten Menschen gehen ja mit auf die Bühne und wollen das Spiel mitspielen.

00:02:31: Und da bin ich wahrscheinlich jetzt in einem Stadion meines Lebens angekommen wo ich mich an dem Spiel nicht mehr beteilige.

00:02:38: aber es interessiert mich sehr was oben gespielt wird.

00:02:41: Was wird gespielt?

00:02:43: Theater!

00:02:45: Machtkämpfe, der Versuch ehrlich in bestimmte Rahmenbedingungen zu schaffen, indem das was man sich wünscht dann auch verwirklicht werden kann.

00:02:59: Aber es ist doch ein ziemliches Durcheinander und dann sitze ich als Hirnvorschudder und sage ja eigentlich ist wie auf einem Hühnerhof wo die Hühnerser alles so durcheinander gacken Und wenn man eine gewisse Ordnung in einer menschliche Gemeinschaft bringen möchte, also zum Beispiel in eine Familie oder in eine Kommune oder in die Schule oder im Unternehmen.

00:03:22: Dann braucht es so etwas – das nennt man im Deutschen ein gemeinsames Andichten.

00:03:28: Also die Beteiligten, alle Mitarbeiter des Unternehmens müssten ein bestimmtes anliegen haben, ein Herzensanliegen was sie verfolgen.

00:03:37: Nicht irgendein Ziel das sie Karriere machen wollen sondern irgendwas was ihnen wirklich am herzenden muss sagen.

00:03:43: wenn ich dazu beitragen könnte dass das wahr wird gehe ich ihnen da gerne zur Arbeit und wir machen ja solche Prozesse wo wir dann helfen so ein gemeinsames Anlieben zu finden und es interessant ist dass wenn man den Menschen ein bisschen behilfliches vorderkundig verfolge die alle unterschiedliche Ziele Aber unten drunter sitzt er selber an Degen.

00:04:05: Sie wollen ja alle keinen Menschen unglücklich machen, sie wollen ja dazu beitragen dass das Land wieder vorankommt und die Menschen wieder Lust kriegen auf Arbeiten.

00:04:14: Das ist alles richtig aber jeder hat eine andere Idee wie das gehen könnte.

00:04:18: Und so kann das gemeinsame Anliegen nicht zum Tragen kommen weil die individuellen Partikularinteressen zu sehr in den Vordergrund geraten.

00:04:26: Sie haben gerade gesagt da gackern ganz viele.

00:04:28: damit meinen sie Politiker Experten sich auch Journalisten wie mich und andere die rumgackern und diskutieren.

00:04:34: Jetzt kann man sagen, einerseits gehört das zu Demokratie also unterschiedlich Interessen.

00:04:39: aber das große Ziel was sie gesagt haben Das müsste doch eigentlich

00:04:45: Ich

00:04:46: nenne es jetzt mal Wohle des Landes sein oder?

00:04:50: Erstes wohl eines Landes glaube ich ist schon ungünstiger aus Druck weil das sind ja Menschen um die es geht.

00:04:58: Aber die Politiker arbeiten doch dafür dass es Deutschland gut gehen soll und den Menschen in Deutschland.

00:05:04: Ja, so wird das gesagt.

00:05:05: Aber wenn ich dann unten sitze im Theaterraum und mir das oben angucke... Wo ist

00:05:09: der Theaterraum?

00:05:10: Ihr Wohnzimmer oder

00:05:12: vom TV-Schrank?

00:05:13: Kann ich auch jetzt im Moment hier aufbauen und uns beiden hier zuschauen von der Vogelperspektive.

00:05:22: Das ist natürlich klar dass die Politiker alle ihre jeweiligen Vorstellungen haben und dass sie, sagen wir mal, die Wolle natürlich alles das Beste!

00:05:32: So, und dann hört man wie jeder ruft was seiner Meinung nach das Beste ist.

00:05:37: Und das führt dazu dass nichts Gemeinsames gefunden werden kann.

00:05:42: Man sich in den Bemühlen seine Vorstellungen die man ja für die einzig richtigen Held durchzusetzen In dieser ganzen Regierungsarbeit völlig verheddert.

00:05:54: Jetzt beobachten Sie das schon etwas länger.

00:05:57: hat sich dieses Theater noch einmal verändert?

00:06:00: Ja, ich glaube es ist noch heftiger geworden.

00:06:02: So schlimm habe ich das noch nie erlebt.

00:06:03: Ich kann mir eigentlich nur damit erklären dass die Politiker zu sehr getrieben sind schnelle Ergebnisse zu liefern.

00:06:13: Früher war das ja immer alle vier Jahre wurden sie neu gewählt da hatte man wenigstens mal Pause.

00:06:17: jetzt ist allen Nasen an irgendeine Sonne Landeswahl und natürlich sind sie ständig getrieben von den Medienvertretern, die da mit dem Mikrofon vor ihnen stehen.

00:06:26: Das Gaps beides ja auch schon vorher.

00:06:27: also die Landtage wurden auch vorher regelmäßig gewählt der Bundestag auch, kamen die Europawahl, Kommunalwahlen... Also das ist jetzt nicht wirklich eine andere Situation?

00:06:37: Doch es ist schon!

00:06:38: Es gab früher als ich noch vor zwanzig dreißig Jahren gabs Kaum Nachrichtensendung.

00:06:45: Also solche Sender, die den ganzen Tag noch nicht...

00:06:47: Achso, ein Live-Nachrichten!

00:06:48: Und

00:06:49: das gucken sich die Leute alles an und dann die Leute müssen sich ja auch beschäftigen.

00:06:53: Die können ja nicht NTV oder Welt so machen ohne dass sie da irgendwas zu sagen haben.

00:06:59: also rennen die dann überall umher Wo es eventuell irgendwas gibt, was man abgreifen kann und was man denn hinaus besauen kann.

00:07:07: Und so ist dann wieder Politiker der eigentlich in Ruhe mal nachdenken müsste, was er eigentlich will und wie er das umsetzt.

00:07:14: Ständig gezwungen irgendetwas von sich zu geben.

00:07:17: Das ist nicht immer ganz leicht.

00:07:19: Wenn sie nichts sagen kriegen Sie Ärger!

00:07:22: Wenn sie etwas sagen, was nicht durchdacht ist, kriegen sie Ärger.

00:07:27: Manchmal kriegen sie auch Ärger, wenn Sie genau das sagen.

00:07:29: Was unbedingt dringend gesagt werden muss, weil es so viel bisher wirklich nicht mehr weitergehen kann.

00:07:34: Können Sie von der Wohnzimmer-Couch im Fernsehraum ins Gehirn schauen?

00:07:42: So ein bisschen ... Wenn Sie Talks Sendung sehen zum Beispiel oder sich Podcast bei YouTube anschauen was auch immer Sie tun und dort Politiker sehen Und Sie versuchen tiefer reinzuschauen eben nicht nur das Gackern.

00:07:56: Also ich bin ja kein Therapeut und habe deshalb auch diese ganzen Theorien über irgendwelche Schäden oder über psychische Abartigkeiten mir nicht so sehr zu eigen gemacht.

00:08:08: Ich weiß, dass es eine riesengroße Variabilität gibt.

00:08:11: das ist die Diversität.

00:08:13: die brauchen wir auch.

00:08:14: jeder Mensch ist einzigartig und jeder ist etwas ganz Besonderes.

00:08:19: Und dann habe ich eben lange genug als experimentelle Hirnforscher gearbeitet, um so ein bisschen zu verstehen was da in diesem Hirn abläuft und wie sich das organisiert.

00:08:29: Das kann ich dann anwenden.

00:08:30: Da kann ich zum Beispiel sehen dass es Menschen gibt denen ist die kurzfristige Lösung wichtiger als die langfristig-und nachhaltige Lösung.

00:08:40: Die werden immer wieder sagen jetzt müssen wir erst mal wieder so machen.

00:08:43: Man weiß schon, in dem Moment wo sie das sagen, dass es langfristig unangenehme Folgen haben wird.

00:08:50: Aber im Moment ist es erst mal besser so zu machen weil sonst gibt's im Moment zu viel Ärger.

00:08:55: Das kann ich mir dann hinten angucken und kann dann sagen was ist denn das eigentlich für ein Problem?

00:08:59: Was der da hat?

00:09:01: Und dann stelle ich fest er ist unsicher.

00:09:04: Der möchte gerne... Es ist einem Wahlvolk oder für wen auch immer er auftritt rechtmachen.

00:09:10: Er möchte auch immer ein bisschen gemocht werden Und deshalb versuchte jetzt irgendwas zu sagen, damit es erst mal überhaupt den Eindruck macht.

00:09:20: Als hätte er zu diesem Thema etwas zu sagen und dass da eventuell dann hinten etwas nachkommt an Konsequenzen weil er jetzt was gesagt hat was am Ende entweder nicht umsetzbar ist oder sich als fatal herausstellt.

00:09:36: das hat er dann nicht überlegt.

00:09:37: und so etwas nennt man eine unzureichende Fähigkeit zur Handlungsplanung und zu vorausschauenden Denken.

00:09:44: Gibt es da große Unterschiede bei den Politikern, die sie wahrnehmen?

00:09:47: Riesig!

00:09:48: Und nicht nur beim Politikern auch, weil wir die vertreten und allen anderen auch... Wir nennen das exekutive Frontalienfunktionen.

00:09:57: Die liegen gleich unter der Stirn, das ist die sogenannte Präfrontalerinde.

00:10:02: Also schöner finde ich es ja, dass man das Frontallappen nennt.

00:10:08: Dieser Frontalllappen ist mehr oder weniger gut Connected.

00:10:13: Also da ist mehr oder weniger gut Netzwerken aufgebaut worden und diese Netzwerke, die möglichen dann die Verwirklichung dieser exekutiven Frontalienfunktion an dir heißen Handlungsplanungen Folgenabschätzung auch die Fähigkeit Impulsma gelegentlich zu kontrollieren auch Frustrationstoleranz auch die fähigkeit sich in eine andere Person hineinzuversetzen um die wichtigsten zu nennen.

00:10:43: Und das Problem ist, dass es bei jedem unterschiedlich gut ausgeprägt wird.

00:10:47: Wir sehen das manchmal beim Fußball, wo einem die Schnüre reißen und der da ein Zeug macht, wo man sagt wie kannst du denn nur?

00:10:57: Das passiert einem häufiger, dass man so durchdreht und hirnlos reagiert wenn man in Situationen ist, wo Man Angst hat, wo Mann verunsichert wird.

00:11:08: Normalerweise kann ich doch in einer schwierigen Situation meine ganzen Erfahrungen und meine Kompetenzen, und meine Fähigkeiten die da oben in diesem Frontalien abgelagert sind oder im Cortex abgelagert sind.

00:11:21: Und mit Hilfe des Frontaliens kann ich das dann alles ordnen und auch auf eine vernünftige Art und Weise von mir geben.

00:11:28: Aber wenn ich jetzt in einer Situation komme wo ich verunsichert werde, wo ich nicht ganz genau weiß ob das jetzt richtig ist oder was ich machen soll, dann breitet sich im Heren eine Art Unruhe aus.

00:11:38: Das heißt Incoherenz!

00:11:41: Und erfeuern die Nervenzellen alles so durcheinander.

00:11:43: Es gibt kein richtiges Handlungsleitendes Muster und könnte auch sagen, es wird Asynchron oder das fällt aus der Resonanz.

00:11:52: Nennen wir mal diesen Begriff mit der Coherenz.

00:11:55: Das Hirn strebt ständig zu einem Zustand an – nicht das Hirn sondern jede Zelle im Hirn, strebt einen Zustand ein wo sich jede Zlle mit den anderen so verknüpft dass es möglichst coherent ist, dass es gut passt weil das der Zustand ist in dem die wenigstens Energie verbraucht wird.

00:12:11: Und das ist spannend, dass sich das ganze Hirn und offenbar auch das was ein Mensch so macht.

00:12:16: Auch das was eine ganze Gesellschaft macht.

00:12:18: Auf das was einen Ameisenhaufen macht nach dem richtet... ...dass die Beziehungen zu organisiert werden müssen und immer wieder neu organisiert wird bis ein Zustand erreicht wird wo weniger Energie verbracht wird als vorher.

00:12:31: Das ist Energieminimierung und das hat etwas mit dem zweiten Aufzusehen der Thermodynamik zu tun.

00:12:35: Wenn ich an dem Punkt bin finde ich es so großartig weil es sich plötzlich dann auch die Hirnforschung sozusagen als etwas erweist, was nur beschreibt, was in diesen Grundgesetzen der Physik schon verankert ist.

00:12:47: Da hat das hier eine Lösung gefunden und es muss sich selbst mit den Verknüpfungen so organisieren dass nicht so viel Energie verbraucht wird.

00:12:57: So etwas kommt, wo alles durcheinanderkommt.

00:12:59: Da wird irrsinnig viel Energie verbraucht.

00:13:01: Das kennt man ja.

00:13:02: Das rutscht dann so runter und ... Dann

00:13:04: wird man da

00:13:05: wurscht?

00:13:05: Es ist in die Knie herunter.

00:13:06: Die Knie war ich und die Haare stehen zu Berge.

00:13:08: Man weiß überhaupt nicht mehr.

00:13:10: Und denken kann man da nicht mehr!

00:13:11: Da ist Frontalien Ende.

00:13:13: Und dann macht mal was.

00:13:15: Was macht man denn?

00:13:16: Kopflos.

00:13:17: Dann sagt man irgendwas.

00:13:18: Also das, was man häufig sieht, das können Sie auch.

00:13:22: Das ist mein Feld angesichts einer bestimmten Problematik.

00:13:27: Beispielsweise, wenn man Kinder hat und merkt das läuft jetzt nicht so.

00:13:30: Und man kommt nicht mehr weiter.

00:13:33: Fällt man zurück in alte Muster die man nie mehr nachmachen wollte.

00:13:38: So wie Papa damals.

00:13:40: Rumpullen, Türen schlagen irgendwie oder abbauen also ich mache dann immer was ganz besonders Tolles.

00:13:47: Ich fange dann an Wenn ich richtige ernsthafte Probleme mit jemand habe.

00:13:50: Dann erlebe ich mich plötzlich Wie ich im Büro bin und aufräume.

00:13:56: Das hilft doch überhaupt nichts.

00:13:57: Können Sie sich daran erinnern, wann sie das letztlich fangen?

00:14:00: Ich weiß ... Ja, das hab ich öfter.

00:14:04: Wann passiert das bei Ihnen?

00:14:06: Das kommt dann wenn ich in eine Situation gerate wo ich keine Lösung finde.

00:14:12: Wo ich merke da bin ich hilflos, ohnmächtig.

00:14:17: Weiß nicht wie ich das ... Nee, das deren soll sind ja meistens zwischen menschliche Probleme und auch meistens... Prämie erst mal Probleme mit nahen Angehörigen und emotionalen Beziehungen.

00:14:26: Und wenn das da drin Rumpelt, wird es ganz schwierig, weil wir da alle in diesen... Das holt uns sofort sozusagen aus dem Vandalien raus und es wird dann ernst.

00:14:37: und dann schafft man noch so ein Muster aus der Kindheit zu aktivieren was ja weiter unten abgelegt ist und älter ist und dann auch noch funktioniert, wenn's da oben alles heiß läuft.

00:14:48: aber Das ist dann manchmal auch so, dass man damit auch nicht weiterkommt mit diesen Kindesmus.

00:14:54: In der Situation wo man das einsetzt kann man sich ja sowieso nicht kontrollieren weil das ist ja... Auch der Beobachter hier oben ist ausgefallen und das kommt aus einem Raushinter ärgert man sich, dass mal so bescheuert gewesen ist und die Frau angeht oder die Partnerin da angebrüllt hat.

00:15:09: aber es ist eben passiert.

00:15:10: Aber ich

00:15:10: kenne das auch von Interviews.

00:15:13: Dass manche Interviews gerade... Also es ist ja ein Unterschied wenn wir jetzt im Podcast zum Beispiel bei uns sind Journalisten zu Gast, Experten zu Gast.

00:15:20: Aber eben auch Politiker und die Art der Interviewführung ist dann eben anders weil bei dem Experten oder so jetzt wie mit ihnen da muss ich oder da fühle ich mich nicht journalistisch sozusagen die ganze Zeit unter Druck gesetzt zu widersprechen oder zu sagen, und zumal ich da jetzt was Neurobiologie angeht um es vorsichtig auszudrücken.

00:15:46: Ja,

00:15:47: dann natürlich nicht mithalten könnte.

00:15:49: aber wenn ich jetzt so ein Politiker nehme und mir Politikerinterviews anschaue im Rückblick die ich so geführt habe gibt eigentlich mehr die aus meiner Sicht nicht so gut gelaufen sind oder wo ich hinterher nicht zufrieden war als die die ich geführt

00:16:03: Und der Schlag an dem Politiker.

00:16:05: An mir

00:16:05: würde ich immer, naja gut jetzt können Sie sagen das Problem mit Politikern ist eben häufiger besprechen wir auch und habe hier auch im Podcast schon besprochen dass eben die Sprache oft bei den Menschen ja Fernab ist.

00:16:21: Und dann regt man sich so auf?

00:16:22: Ja,

00:16:23: das ist die Stufe der Geflussigkeit.

00:16:25: Man kann nichts anderes machen als sich aufregen

00:16:28: und das kommt

00:16:29: in den Kopf aus.

00:16:31: Genau!

00:16:32: Dann haben Sie das Gefühl sie sitzen an einer Flostelmaschine gegenüber und sie wissen eigentlich weil sie vielleicht sogar auch die Person schon eine andere Situation erlebt haben dass sie das eigentlich Ja, ganz anders empfindet oder anders sagt.

00:16:45: Aber aus den bestimmten Gründen die es am Anfang gesagt haben weil dann auch eine Gesellschaft und Medien und so funktionieren wie sie funktionieren sagt die Person das anders.

00:16:54: Und dann ist eben die Frage Wie reagieren Sie da als interviewer drauf?

00:16:57: also dann können Sie natürlich sagen ich für gar keine interviews mehr mit politikern weil Das führt zu nichts.

00:17:03: aber das kann ja auch nicht Aufgabe von dualismus sein dass man das gar nicht mehr macht.

00:17:08: Oder sie führen nur noch mit politikanen interviews die anders reden oder die irgendwie, weiß ich nicht besonders in den News sind.

00:17:18: Aber ich merke beim Publikum kommt es einfach gar nicht mehr an.

00:17:23: Also das ist... und wisst was anderes interessanterweise?

00:17:26: Gut ist auch eine andere Situation und es ist einfach ein bisschen weiter weg.

00:17:31: so.

00:17:31: ja wenn es ausländische Politiker sind also mit Alexander Stubb zum Beispiel einen sehr spannendes Interview gefühlt oder zu letzt mit Dmitro Kullibar oder in der Vergangenheit Zelenski, oder wie noch immer.

00:17:45: Weil es dann irgendwie so eine höhere Ebene hat und es geht im Zweifel nicht um das Daily Business in Deutschland.

00:17:53: Vielleicht ist es das?

00:17:55: Da haben Sie schon in einer gewissen Weise das gemeinsame Interesse.

00:17:58: Und sie treffen jemand aus einem anderen Kulturkreis, aus einer anderen Situation Und der trifft sie.

00:18:05: und jetzt haben Sie das gemeinsame Interesse für Menschen draußen, verständlich zu machen was das für eine blöde Situation ist.

00:18:11: So und schon ist es etwas, was sie verbindet.

00:18:14: Das ist das Andigen.

00:18:15: Das gemeinsame Andigen verbindet sie und dann können Sie's auch aushalten wenn Ihr Partner da mal zwischendurch sagt also so will ich das nicht oder passt mir nicht oder auch irgendeinem anderen beschuldigt, wo sie sagen der kann doch gar nichts dazu.

00:18:30: Also das hält man dann alles aus da muss man nicht immer gleich wie eine Furie drauf zugehen.

00:18:34: Oder wir Journalisten und damit meine ich mich auch eingeschlossen haben.

00:18:38: das Problem dass wir dann manchmal als einerseits ist ja unsere Aufgabe kritisch zu hinterfragen noch mal nachzufragen und vielmals nachzufragen aber das nervt ja auch vor allem wenn Sie dann Leuten ins Wort fallen müssen.

00:18:50: dann sagen die Zuhörer oder Zuschauer momentmal warum fallen Sieh dem immer ins Wort.

00:18:57: Ja, aber auch da muss man natürlich eine gewisse Balance schaffen weil wenn sie die Politiker... Ich will jetzt nicht generalisieren, aber ich mache es erstmal.

00:19:07: Es sind natürlich trainiert darauf auch möglichst lange Antworten zu finden und dann so sagen jetzt lassen sie mich mal ausreden So und dann haben sie natürlich eine Gewisse ja Eskalationsebene in einem langen Gespräch irgendwie Ja, die ich eigentlich nicht mag.

00:19:25: Aber die eben dann kommen vor allem weil sie dann auch diesen Druck haben gerade als Journalist.

00:19:30: das wieder Unterschied ja wer nennt sich Journalist wenn ich da dann irgendwie auch im Zweifel hart zu widersprechen oder hart nachzufragen.

00:19:39: Weil Sie das so im Kopf haben das müssen Sie jetzt aber so tun.

00:19:42: Ja, aber da merken Sie doch spielen zwei in Rolle.

00:19:45: Die sind gar nicht authentisch, die begegnen einander gar nicht.

00:19:48: der Politiker hat kein anderes Interesse als gut in deiner Rolle zu sein

00:19:52: Und der Journalist auch.

00:19:54: Danke, danke dass Sie das sagen weil Ihnen bleibt noch nichts anderes übrig.

00:19:57: sie müssen jetzt irgendwie versuchen die Erwartungen der Leute da draußen zu erfüllen und dann reden Sie immer wieder das Gleiche und fragen immer wieder die gleichen Fragen und er gibt immer wieder gleich mit Leuten Antworten und da wäre es mir manchmal lieber.

00:20:10: ganz selten erlebt man das mal dass deine Frage gestellt wird auf die der nicht vorbereitet ist.

00:20:16: also eine der furchtbarsten Fragen die ich ... an Wissenschaftler-Kollegen fragen konnte, die sich mit irgendwas... irgendeinem Detail da im Hirn oder sonstwo beschäftigt haben.

00:20:25: Habe ich dann gefragt um warum interessiert dich das?

00:20:29: Was war die Antwort?

00:20:29: Krammenlange Pause!

00:20:30: Ja,

00:20:31: Pauset, die wissen das nicht.

00:20:32: Die können das gar nicht sagen.

00:20:33: Ist doch interessant.

00:20:34: Ich sag für wen ist das interessant?

00:20:35: Für

00:20:36: Dich?!

00:20:37: Naja, für mich schon.

00:20:38: Ah, so eine Lüge da.

00:20:39: Da

00:20:39: machst du deine Wissenschaft für Dich damit Du was Interessantes findest.

00:20:43: Nee, nee, nee und dann kommt dann irgendwas.

00:20:45: Wir wollen ja Krankheiten heilen und irgend sowas Aber ich kriege ihm plötzlich in eine Situation, wo er mit dem üblichen Geplapper nicht weiter kommt.

00:20:52: Und das übliche Plapper heißt wir haben schon wieder große Entdeckungen gemacht aber wir brauchen jetzt noch mehr Geld und noch mehr Forschung um das noch weiter zu bestätigen und zu verfestigen.

00:21:02: Das hörst du überall?

00:21:04: Ist immer der Abschluss eines Interviews mit einem so einen Wissenschaftler und ähnlich sind ja auch die Abschlüsse bei den Politikern.

00:21:11: also alles in Ordnung alles richtig gemacht.

00:21:13: Wir brauchen nur nochmal ein bisschen mehr und dann machen wir weit so Und das muss man durchbrechen.

00:21:17: Ich glaube, aus meiner Sicht ist es auch journalistisch nicht so ...

00:21:22: Läuft nicht so meistens?

00:21:23: Nee, ist auch nicht gut.

00:21:25: Also ich hätte als Journalist einen anderen Ehrgeiz an mich selbst.

00:21:28: Ich würde mit das nicht bieten lassen und da ich den nicht verändern kann, muss ich meine Art und Weise die Fragen zu stellen ändern.

00:21:36: Da kann ich mir schon ganz gut vorstellen, dass mir das eine oder andere einfiele.

00:21:40: Ja, manchmal funktioniert.

00:21:41: Man nennt das dann aufs Stradteilsfirmen.

00:21:43: Das Interessantste was man machen kann ist eine andere Person mit der man in so einem Wettstreit ist oder so ein Widerspruch steht, in einen Dilemma führt.

00:21:54: Das is grandios!

00:21:56: Also der hat jetzt ne feste Überzeugung, da müssen sie alles so gemacht werden.

00:22:01: und dann kommt man um die Ecke herum und sagt aber wie sieht's denn damit aus?

00:22:06: Also am schlimmsten... Du willst, dass die Schulen so und so werden.

00:22:10: Aber was ist nur mit deinem Kind?

00:22:12: Der Junge ist doch auch in so einer

00:22:13: Schule.".

00:22:14: Und dann kommt er in ein Dilemma... ...und Dilemmertal lassen sich ja nicht dadurch lösen, das man mehr von dem einen oder mehr vom anderen macht.

00:22:24: Sonst wäre es kein Dilema!

00:22:25: Ein Dilemmer lässt sich nur lösen indem die betreffende Person, die in dem Dilemar steckt auf eine Mitterebene geht weiter oben hin und das von oben anguckt, ah das ist das, das ist Von hier aus betrachtet sieht es ganz anders aus.

00:22:41: Und dann lösen Sie das!

00:22:43: Das wäre zum Beispiel ein geschicktes Vorgehen und da weiß ich nicht, wie die Journalisten alle ausgebildet werden oder was denen so mit auf den Weg gegeben wird aber ich könnte mir vorstellen, dass noch eine ganze Menge Luft nach oben.

00:22:55: Ganz sicher bei mir auch, bei vielen anderen sich ja auch.

00:22:59: Hötter lassen sie uns ein bisschen zurück an den Anfang.

00:23:03: Sie haben das Theater beschrieben und ich will's mal versuchen... positiv zu besetzen.

00:23:10: Wer macht das denn gerade?

00:23:12: und jetzt gehe ich weg von den Journalisten, weil ich dann jemanden bewerten möchte?

00:23:16: Sondern ich komme tatsächlich zu Politikern!

00:23:19: Wer macht es denn gut gerade aus Ihrer Sicht?

00:23:22: Gibt's da jemanden?

00:23:24: Ja, ich habe diese Tagung der EU über den Finanzplan ein bisschen im Zuschauerraum verfolgt und da muss ich sagen dass ist ja eine sehr verfahrene Situation.

00:23:38: Also man weiß, dass man was tun muss.

00:23:40: Man meint auch genau zu wissen wofür jetzt das ganze Geld gebraucht wird, aber man hat es nicht.

00:23:48: und jetzt wird so ein Tisch durchgezogen der eine oder andere da und jeder passt auf, dass er nicht zu kurz kommt und es ist jetzt schon abzusehen, dass das nichts wird.

00:23:57: So

00:23:57: d.h.,

00:23:57: das ist völlig Verfahren!

00:23:59: Und ich weiß auch nicht, wie es sich die Politiker denen geht, sie müssen sich ja auch ab und zu mal in ihre Wähler, also in die Menschen im Land hineinversetzen.

00:24:11: Und dass man jetzt nicht irgendwo her wie viel waren es?

00:24:13: Zwei Billiarden!

00:24:16: Das sind zwei tausend Milliarden Euro braucht man für diesen Finanzplan.

00:24:22: Da sitzt der arme Bürger zu Hause im Sessel und schnappt nach Luft und sagt, wo sollte das herkommen?

00:24:28: So, überall wirds gebraucht und überall bräuchten was.

00:24:32: und dann machen die solche endlosen Diskussionen Die auch verständlich sind.

00:24:39: Aus der Perspektive der Franzosen darf und auf keinen Fall die Zuwendung an die Landwirtschaft kürzen, aus der Perspective von den anderen.

00:24:48: So kommt man plötzlich in eine Situation wo jeder durchaus recht hat mit seinen Forderungen aber so kommt man nicht weiter.

00:24:55: Das ist wieder die Frage Wo ist denn jetzt eigentlich bei diesen Vertretern der EU das Gemeinsame andiegen?

00:25:02: Und wer macht es gut?

00:25:03: war meine Frage gerade vielleicht auch Deutschland bezogen?

00:25:08: Da fällt mir nichts ein.

00:25:10: Nee, das ist wirklich...

00:25:11: Weil es keine fangen Frage?

00:25:12: Würde ich niemanden.

00:25:13: Nein, nein!

00:25:14: Ich muss ehrlich gestehen.

00:25:15: Ich weiß nicht, wer's gut macht.

00:25:16: Ich sehe, dass keiner mit der Situation umgehen kann.

00:25:21: Vielleicht ist es auch so, dass alles zu neu ist was wir im Augenblick erleben.

00:25:24: Dafür gibt's ja keine Rezepte.

00:25:26: also dazu ist so wie bisher scheint sich weiterzugehen und da ist irgendwas grundsätzlich anders geworden in unserer Welt vielleicht durch die Technologien durch die digitalen Medien oder was auch immer, oder eben dadurch dass dann plötzlich sich auch die Einstellungen und Haltungen Überzeugung geändert haben.

00:25:44: Und Wirtschaftsinteressen sich geändert hat und geopolitische Umbauprozesse in Gang gekommen sind.

00:25:51: also ist irgendwas ganz grundsätzlich anders geworden und in diese neue Welt passt die alte Politik es mein Eindruck vom Sessel aus nicht mehr rein Die Parteien, in denen das alles so hierarchisch zugeht und wo man dann jahrelang kämpfen muss.

00:26:06: Dass man endlich so ein Parteivorsitzender wird.

00:26:08: Ich bin meine Zeit lang bei den Grünen gewesen als ich gerade aus der DDR abgehauen war.

00:26:12: Da dachte ich, da kannst du doch jetzt mitmachen.

00:26:14: Ich habe zwei Versammlungen besucht und bin wieder ausgetreten weil schon dazu sehen, was.

00:26:19: das ging im Wesentlichen um Posten und um die Frage kann ich denn euch alle davon überzeugend dass ihr mich zum nächsten Parteitag delegiert?

00:26:30: Und so erzeugt die das.

00:26:31: Das hatte mit den Anliegen der Grünen gar nichts zu tun.

00:26:34: Fand sie aus der DDR abgehauen?

00:26:36: –

00:26:37: Neunundsiechzig!

00:26:38: – Neuneunundsechzig, wie haben Sie das geschafft?

00:26:41: Ach, das ist nur ... Also ich mach's ganz kurz.

00:26:45: Ich habe gelernt, wie man Stempel fälscht.

00:26:48: Das müssen wir jetzt aber nicht in die Rheine... Doch, das interessiert

00:26:51: mich sehr.

00:26:51: Okay,

00:26:52: Sie haben also gebräuchten, wenn Sie DDR-Bürger gewesen wären.

00:26:55: damals hätten Sie eine Großbutter oder einen Großvater gebraucht, der als Rentner schon mal hin und ihr erfahren darf Und dann hätten Sie diese Oma darüber fahren lassen nach Frankfurt.

00:27:06: Wenn sie zurückgekommen wäre, hätte die Oma ein Visumstempel in ihrem Paar es gehabt und dann hätten sie einen Fotoapparat genommen und das abfotografiert.

00:27:15: Dadurch haben sie plötzlich einen Negativ von dem Visun.

00:27:19: Dann nehmen Sie einen Kopierapparat, wo Sie normalerweise Positive Papierfotos machen und projizieren dieses Negativ auf eine Fläche, und das ist ne Glasplatte beschichtet mit Fotomaterial.

00:27:33: Und dann kriegen sie eine Glasplatten, auf der in der richtigen Größe ihr Stempel abgebildet ist – auch positiv!

00:27:38: Also ein Visum für... Den zu

00:27:40: lesen können.

00:27:40: ja,

00:27:41: schwarz-weiß?

00:27:41: ... zur Ausreise.

00:27:43: Ja da ist jetzt mein Stempeln für die Ausreiße auf dieser Glasplattin.

00:27:47: Jetzt überschiechte ich die Glasplatte mit einem Kunstharz schön dünn, einen Millimeter sowas.

00:27:51: Haben

00:27:51: Sie das selbst gemacht oder so?

00:27:53: Ja, haben wir alles selber erfunden.

00:27:56: Wie sind Sie darauf gekommen?

00:27:58: Nein, das habe ich ausgedacht.

00:27:59: Da gab es noch keinen Interdettor, mal nachgucken.

00:28:02: Keine Sensibilität!

00:28:06: Also sie saßen zu draussen und haben sich überlegt Sie wollen hier weg?

00:28:11: Ich hab mir nicht überlegt ob ich hier weg gehe sondern ich konnte es nicht mehr aushalten bis vor mir.

00:28:16: Ich war in einem Zustand wo ich eigentlich ziemlich sicher wart dass ich demnächst wenn ich so weiter mache dann auch verhaftet werde und dann wäre da alles umsonst gewesen was ich bis dahin gemacht habe.

00:28:27: Ich habe dann hinterher diese Stasiunterlagen gesehen.

00:28:29: Die hatten ja schon, die waren ja schon in dem Meer her.

00:28:32: Es wird hier alles registriert wo man hingeht und wie man sich unterhält.

00:28:38: Der Hüter war also schon ein Höchstverdächtiger und so stand das auch drin für eine akademische Laufbahn ungeeignet.

00:28:45: Das wusste ich aber nicht.

00:28:46: Aber ich hab geahnt es wird hier nichts mehr... Und

00:28:49: was haben Sie bis neunundsiebzig gemacht?

00:28:51: Dadurch biologisch studierte ich mit achtzehn Habitur gemacht.

00:28:56: Das Studium dauerte dann vier Jahre, dann war ich Diplombiologe.

00:29:03: Dann habe ich drei Jahre Forschungsstudium gemacht und da war ich promoviert.

00:29:09: Und dann habe ich noch zwei, drei Jahre gearbeitet an wissenschaftlichen Instituten – das war damals das Zoologische Institut in Jena.

00:29:19: Und diese Idee?

00:29:20: Da muss man drauf kommen!

00:29:21: Also wie ist das

00:29:23: entstanden?!

00:29:26: Jetzt kommt wieder der Hirnforscher wenn man ein Bedürfnis hat dann findet man auch ein Weg.

00:29:32: Das ist der Unterschied.

00:29:33: nebenbei gesagt, das müssen wir jetzt nicht noch extra besprechen.

00:29:36: aber künstliche Intelligenz also diese KI-Systeme unterscheiden sich vom Menschen dadurch dass sie keine Bedürfnisse haben.

00:29:44: und weil Sie kein Bedürftnis haben können Sie auch eine kreative Idee entwickeln wie Sie das bedürfnis stillen.

00:29:51: und weil sie gar keine idee haben wie das ginge können Sie die Intentionalität den Willen nicht aufbringen um es umzusetzen.

00:29:57: so ich hatte Bedürfenes Ja, eine sehr kreative Idee.

00:30:03: Und ich habe das dann konsequent umgesetzt.

00:30:05: Einschließlich der Tatsache dass ich keinem damals davon erzählen durfte.

00:30:09: Das haben Sie durchgehalten?

00:30:10: Niemand mehr erzählt?

00:30:12: Ich hab doch... Das ist vorausschauendes Ding.

00:30:14: Ich wusste doch, dass die hinterher verhört werden und zwar kräftig.

00:30:17: meine Eltern haben sie da mehrere Tage in so einem Verhör gehabt hier so ähnlich wie hier mit diesen Lampen und einem DM das so gegenüber sitzen.

00:30:25: Und Sie wollen mir behaupten, Sie wüssten nicht und hätten nicht gewusst so.

00:30:29: Also muss man durchhalten.

00:30:31: wenn man da was weiß fängt man an weich zu werden.

00:30:33: dann kriegt man Schweißausbuchte kommt der Frontalappen durcheinander.

00:30:38: Wie war der von Tarlappen, als sie durch die Grenze sind?

00:30:41: Also erst mal haben Sie es geschafft das so umzusetzen technisch.

00:30:44: Ja da gibt es dann so einen... ich weiß es kennen Sie vielleicht auch wenn man alles richtig optimal vorbereitet hat.

00:30:52: So was im Sport zum Beispiel war mal Hochspringer.

00:30:54: Wenn man wirklich gut trainiert hat, alles richtig gut gemacht hat, dann hatten wir keine Angst mehr vor dem Sprung.

00:31:00: Dann ziehst du dann so und das war bei mir.

00:31:03: Ich hatte das Gefühl habe alles gemacht was geht um zu vermeiden, dass ich da drei Jahre in den Knast gesteckt werde wie wegen Republikflucht.

00:31:09: Ich habe mich dann mit der Bahn abgehauen und ich hatte auch die Stempel schon gefälscht für die DDR-Ausreisebehörden und die tschechischen Einreisebehörden, sodass sich mein gefälschtes Wieso mit diesen beiden Einreisestempeln das erste Mal vorzeigen musste als ich unnasset bin.

00:31:35: Und dann haben die dazugestempelt und die Ungarn haben das zugestempelten.

00:31:38: Dann bin ich weiter nach Belgrad, dann haben sie juch geschlafen.

00:31:41: Es wurde immer gültiger mein Stempel.

00:31:43: Ich bin zu Deutsch auf dem Botschaft gegangen und da muss ich sagen, da war ich so was von glücklich, dass das stimmt, was mir Gerüchte weiß erzählt haben.

00:31:50: Nämlich, dass ich da hingegangen bin und habe gesagt hier, das hab' ich gemacht, bin eben angekommen mit dem Zug.

00:31:55: Das ist alles gefälscht!

00:31:56: Und dann hat der Botschaftsamtbeamte gesagt, das war gute Arbeit Herr Hütter.

00:32:01: Hier haben Sie was weiß ich zwar an der D-Mark Kaum sich eine Fahrkarte und nehmen sie gleich den nächsten Zug, bevor hier noch irgendwie man in der Innerkommt.

00:32:09: Und fahren zu Hause und hier kriegen Sie so einen Zettel für ein Abhandengekommenen oder geklauten

00:32:16: Pass

00:32:17: als Ersatz.

00:32:18: Ach, Sie haben dann dort so getan, als kämen Sie das bestmöglich?

00:32:22: Ich habe gesagt, dass ich erst mit Astridit erkommer.

00:32:24: Aber Sie brauchen das um dann...

00:32:26: Und die musste ja aber jetzt irgendeinen Dokument haben.

00:32:28: Ich konnte dieses von mir gefälschte Teil... um in Westen zu fahren.

00:32:31: Das geht dann auch nicht, also habe ich das dann dort gelassen und hab ihn da mit diesem Zettel.

00:32:35: Der fragte dann haben sie auch eine Passbildartig alles dabei?

00:32:39: Das ist vorausschauendes Ding.

00:32:42: Selbstes Passbilder

00:32:43: bei.

00:32:44: Wow!

00:32:47: Okay aber das war ja auch nur ne Episode... Die haben sich furchtbar geärgert.

00:32:52: die ganz Beamten oder diese Straßyspitze und wie sie alle heißen weil sie nicht rauskriegt haben wie ich abgehauen bin glaube ich relativ lange, bis die wirklich dann endlich aufgrund von... weil es irgendjemand mal irgendwann so erzählt hat.

00:33:08: Haben Sie's denn gehört?

00:33:08: Weil später, weil sie das dann geteilt haben?

00:33:10: Ja, weil

00:33:11: ich das habe ich meinem Onkel erzählt und noch einer erzählt und so ist es auch zu ihnen gekommen aber die wussten nicht wie ich abkam bin und ich konnte in den Straßenunterlagen nachlesen dass die offenbar so einen Druck gekriegt haben.

00:33:23: Sie sollten jetzt bis zum Jahresende herauskriegen wie der Hüter hier weg ist Und dann haben die irgendwas gelogen.

00:33:28: Dann haben sie überhaupt nicht sich selbst mit Fluchthelfe abgehauen, nur damit Sie das sozusagen ablegen konnten.

00:33:35: Wie geht's?

00:33:36: Die Jahresbleiben erfüllen so rießt das damals.

00:33:41: Also was Sie da durchgemacht haben und auch im Nachhinein wenn Sie Ihre Stasiakt lesen und wenn Sie daran zurückdenken, was Sie sich ausdenken mussten um da wegzukommen... Was geht Ihnen durch den Kopf?

00:33:53: Das war jetzt wieder zu hören, zu sehen während der Wahlen, Sachsen-Anhalt.

00:34:00: Aber auch ... Michel Mouffort-Pommern Berlin also die Wahlen teilen zumindest in Ostdeutschland.

00:34:08: wenn dann so eine neue DDR oder ist überhaupt neu DDR-Nostalgie einsetzt bei manchen zumindest den man auch im Interview hört und wo dann Leute sagen Mensch er früher war halt besser.

00:34:19: Ich

00:34:19: glaube dass wir hier im Westen wenn ich jetzt mich mal auch in den besten setze Wir verstehen das nicht wirklich fast da drüber läuft wie die denken.

00:34:27: Ich hatte, also vor der Wahl in Magdeburg ungefähr so drei Wochen vorher klickte ich einen Armeruf von meinem damaligen Professor bei dem ich noch in Leipzig Biologie gelernt habe.

00:34:40: Hab den immer bewundert.

00:34:41: Bosartiker Typ war lieb in der Stasi oder in der Partei und hat trotzdem muss fachlich so gut gewesen sein dass sie den gerne genommen haben im Magdeburg die das Zoologisch-Inz oder das Biologische Institut gegeben als Chef.

00:34:57: Ich noch in der DDR Zeit, dann ist die Wende gekommen und er hat diese runden Tische in Magdeburg organisiert, hat mitgeholfen dass sich die Universität demokratisiert und die alten Stasi-Spitze alle rauskommen war also wirklich Demokrat durch und durch!

00:35:11: Also vorbildlicher geht es gar nicht mehr.

00:35:13: und der ruft mich an und sagt Gerald ich kann nicht mehr, ich kann diese alten Parteien nicht mehr wählen.

00:35:19: Die betrügen uns vorn und hinten.

00:35:23: Was haben Sie gesagt?

00:35:25: Ich habe gesagt, was soll ich dazu sagen.

00:35:28: Wenn der mir das erzählt ist hat mich nur erschreckt und es hat mir etwas vor Augen geführt, was glaube ich hier im Westen nicht so ganz klar ist.

00:35:41: Medien schaffen, da neigen dazu.

00:35:43: diese Leute drücken im Osten für Blödsinn zu erklären.

00:35:46: Die wissen nicht wie es geht, die haben nicht richtig zugehört und noch nicht begriffen das hier der Faschismus schon wieder wo der Tür steht Das kann man alles so sagen.

00:35:53: aber dieser Professor der alte der sich um den Bände gekümmert hat und aufgepasst hat dass es demokratisch zugeht wenn der dann zu so einer Auffassung kommt Da muss doch irgendwas vorgefallen

00:36:05: sein.

00:36:06: Und haben sie ihn gefragt was ist vorgefallene?

00:36:08: Er hat gesagt ich glaube die betrügen uns.

00:36:10: Was die CDU erzählt, kann ich nicht mehr glauben.

00:36:13: Daran werden hier Versprechungen gemacht.

00:36:14: so wie die SPD sich verhält das ist ja unmöglich.

00:36:17: Die blockieren ja alles.

00:36:19: Die Grünen sind offenbar total verrückt geworden und die Linken habe ich noch nie gewählt.

00:36:22: So hieß es.

00:36:24: Jetzt ist das aber längst kein Ostphänomen mehr alleine.

00:36:27: Wenn wir uns die Entwicklung auch in westdeutschen Bundesländern anschauen ist der AfD wird dort immer stärker.

00:36:34: natürlich ist es nur noch im Osten eine andere Ein anderes Verhältnis gerade, also auf die Zahlen, die dann jetzt zur letzten Sachsen-Anhalt passieren.

00:36:42: Die gibt es da nicht aber dennoch kämpfen die in Teilen und Platz zwei oder auch im Platz eins.

00:36:48: Also wir können ja nicht mehr sagen das ist jetzt irgendwie wie verstehen die da nicht?

00:36:51: weil das gibt es ja.

00:36:53: oder wenn wir uns kommunen anschauen auch in NRW viel über der

00:36:57: Kommandochen dessen was ist?

00:36:58: Das ist kein DDR Phänomen, das ist dem doch vorne wegmarschiert.

00:37:05: Ja, wie gehen wir damit um?

00:37:07: Also jetzt wieder aus der Perspektive.

00:37:11: Es ist ja so dass man das Gefühl hat, dass beim Thema AfD viele überhaupt nicht mehr miteinander reden können.

00:37:18: und das gilt eben dann auch für diese emotional aufgeladenen Themen also Migration, Energiewende, Ukraine da es so viel verhärtet.

00:37:27: Wir versuchen das immer hier auch im Podcast unterschiedlichste Leute einzuladen Sensibel damit umzugehen, auch wenn ich bei Themen wie der Ukraine natürlich eine ganz klare Haltung habe im Reportagen immer wieder versucht eben auch andere Gefühle, Meinungen dort einzufangen.

00:37:44: Aber warum ist es in großen Teilen der Gesellschaft so verhärtet?

00:37:48: oder wird das medial so aufgeladen?

00:37:50: Es ist überhaupt gar nicht

00:37:53: so.

00:37:53: Ich glaube man hat es am Anfang als man sich noch ganz sicher war dass die AfD hier nichts zu suchen hat und dass sie wohl auch nie sehr viele Stimmen kriegen werden.

00:38:03: Da hat man geglaubt, man könne deren weitere Entwicklung verhindern indem man sie verteufelt und das hat man ja dann auch gemacht.

00:38:16: Und was man wieder frontalieren hätte... Wenn Sie ein bisschen nachgedacht hätten, hätten Sie gemerkt müssen wenn das jetzt so ist dass wir die die vermieren Dann kriegen die immer mehr Zulauf.

00:38:29: Warum ist es so logisch?

00:38:32: Ja, man kann ja die defamieren.

00:38:35: Das ist ja in Ordnung und Bloßstellen auch aber da muss man selbst auch besser sein Und das haben sie gar nicht hingekriegt.

00:38:40: also wir haben immer davon geredet dass Sie alles besser machen wollen Aber es ist ja nichts besser geworden und die Bürger merken ja die.

00:38:47: Nicht die merken sicherlich die Worte sondern die orientieren sich an den Realitäten und diese sind nicht so günstig gewesen und deshalb konnte man dann mit dem die Vermierungen der der Rechten und der Nazis oder der AfD.

00:39:03: Relativ viele Leute dazu bringen, dass sie gesagt haben das ist jetzt auch nur eine Strategie wie diese unfähigen alten Parteien versuchen sich dieses neue Formals zu halten.

00:39:14: Jetzt sagen Sie die Bürger orientieren sich in Realitäten?

00:39:17: Jetzt gibt es aber auch viele Leute.

00:39:18: jetzt kann man natürlich über die vergangenen Jahre sagen die große Probleme sind was auch mit den Kriegen zu tun hat Ukraine Iran die Neuordnung die Konkurrenz in der Weltwirtschaft sicherlich auf Versäumnisse.

00:39:29: Aber man könnte immer noch auch zu der Kenntnis kommen, dass es sehr vielen Menschen in Deutschland doch immer noch ziemlich gut geht.

00:39:35: Und das ist ja nicht so, dass nur diejenigen, die AfD plötzlich gut finden oder sie wählen, die wenig haben sondern gibt viele sehr wohlhabende Menschen, die sagen, Sie wählen jetzt AfD?

00:39:54: Ich glaube, das wäre die richtige Gelegenheit um nochmal darauf hinzuweisen nicht Geld und Macht und Einfluss glücklich macht.

00:40:03: Interessant an dem Moment?

00:40:04: Offenbar.

00:40:04: was anderes, und das habe ich ja nun in meiner Forscherlaufbahn versucht rauszufinden weil mich hat immer interessiert warum also es menschlich hier ist plastisch ist formbar es gibt nichts was dazu performiert hat und das organisiert sich auch selbst anhand der Erfahrungen die wir unterwegs so machen.

00:40:22: und dann hat es mich immer interessieren wenn Wenn wir so ein formbares Hirn haben, dann kann es uns doch auch passieren dass wir auf der Suche wie es geht uns verirren.

00:40:33: Und wenn man dann merkt man hat sich irgendwie da auf dem Weg... Man ist vom Weg abgekommen und dann wird's immer schwerer.

00:40:39: und dann setzt der zweite Hauptsatz der Thermodynamik einen der Energieaufwand wird immer furchtbarer das man das ganze nun trotzdem noch weitergeht.

00:40:47: Nun hatten wir aber sehr große Energierserven.

00:40:49: deshalb sind wir sehr lange weitergelatscht obwohl wir schon längst hätten die Kurve kriegen müssen.

00:40:55: Und jetzt ist es auf einmal so, dass derjenige, der die ganze Zeit proklamiert hat.

00:41:00: Dass es anders nicht geht und zu muss, das jetzt weiter durchgezogen werden.

00:41:03: Jetzt müssen die Reformen gemacht werden.

00:41:06: Der ist natürlich in eine sehr menschliche Situation kommt, weil das was er da fordert, ist gar nicht mehr das, was man braucht.

00:41:16: Das was man bräuchte, nennt das immer Zugehörigkeitsgefühl.

00:41:22: Wir haben zwei Grundbedürfnisse, mit denen wir schon auf die Welt kommen.

00:41:25: Außer den körperlichen Essen trinken man so.

00:41:27: Gibt es zwei Selische?

00:41:29: Das eine ist Verbundenheit.

00:41:32: Zeitwebens dieses Sehnsucht in der Gemeinschaft mit anderen zusammen zu sein – das sind soziale, angeborene Elemente und soziale Wesen.

00:41:44: dabei ist die Maus keinen Faden ab.

00:41:46: Und angelegt wird das durch diese neun Monate im Mutterleib.

00:41:49: So sehr war man noch nie mit jemandem verbunden, dass sitzt... Man könnte sagen in jeder Faser des menschlichen Organismus dieses Sehnsucht nach Verbundenheit.

00:41:58: und das andere ist auch schon vor der Geburt erlebte Fähigkeit selber was gestalten zu kann.

00:42:06: Man glaubt ja gar nicht was so ein Embryo also so ein Fotos im Mutterlebers, der da tagsüber alles anstellt.

00:42:12: Er entdeckt seine eigenen Hände, seine eigenen Füße mit den Mundwerkzeugen arbeitet der schon und übt schon mal sprechen oder was weiß ich, was alles.

00:42:20: Guckt wie die Mutter beschaffen ist indem man das von unten ausprobiert.

00:42:25: Der kommt schon ganz klug zur Welt, weiss sogar wie die Mutter redet und was sie so am liebsten hört.

00:42:30: Weiß wie sie riecht.

00:42:31: und dann kommt er auf die Welt und denkt es geht da draußen soweit, dass er einfach die Welt entdecken kann.

00:42:38: Und auch was gestalten kann und dann autonom wird und frei.

00:42:42: Dann haben wir diese zwei Grundbedürfnisse.

00:42:44: Das eine heißt Verbundenheit und das andere heißt Freiheit.

00:42:48: Und jetzt kommt der schöne Satz, wir haben in unserer Gesellschaft es bisher noch nie geschafft eine Art von Umgang miteinander herauszubilden wo die Menschen, die da leben sich gleichermaßen und gleichzeitig ganz frei und ganz verbunden fühlen.

00:43:05: Die meisten Menschen kennen Verbundenheid ja aber immer schon auch ein bisschen klebrig.

00:43:10: dann ist man verbunden auf so einer dörflichen Gletsche Und manche die hauen ab, weil sie einfach dieses Enge nicht aushalten und sind ganz frei und flattern in der ganzen Welt umher.

00:43:21: Und irgendwann kommt's dann... Da ist das deutsche Sprache eine schöne Sprache!

00:43:25: Die kriegen dann heim weh.

00:43:27: Das heißt es den Schmerzen.

00:43:30: Und der andere kriegt fern weh auch Schmerz.

00:43:32: Weil des Grundbedürfnis nach Verbundenheit oder nach Freiheit

00:43:36: geht.

00:43:36: nur eins von beiden?

00:43:38: Ich glaube, es gibt nur die zwei.

00:43:39: Es gibt natürlich auch viele Psychologen, die da acht und zehn und zwölf Grundbedürfnisse definieren.

00:43:44: Aber wenn man genauer runterbricht, sind's nur die Zwei.

00:43:46: Und ich glaube, das ist auch richtig so.

00:43:48: Weil das ist ja auch schon in der asiatischen Betrachtungsweise mit dem Jinn und dem Jan.

00:43:54: Das verknüpft sich miteinander – und das muss zusammen!

00:43:57: Wenn ich erleben muss als Kind, dass ich in eine Welt reinwachse, wo diese Beide Grundbedürfnisse sind nicht gestillt werden können, dann habe ich ein Problem.

00:44:05: Dann bin ich ein Bedürftiger und dann muss ich gucken dass sich das irgendwie... Ich kann die Elternmeister sich ändern und die Erzieher und die Lehre und die Vorgesetzten auch nicht, aber muss ich sehen, dass ich einen Weg finde wie es auszuhalten ist.

00:44:19: Und jetzt kam wir von der AfD dahin?

00:44:21: Wie haben wir das gemacht?

00:44:23: Das war meine Ursprungsfrage die Zunahme ... der AfD-Wähler.

00:44:30: und dann hab ich... Ich

00:44:30: muss einen Weg finden, die es auszuhalten ist.

00:44:33: Und dann greife ich nach jeden Strohhalm.

00:44:35: Wenn ich erlebe dass ich in einem Land bin wo die Regierenden auf die ich mich bisher immer verlassen habe Die ich top vorgewählt habe als Arbeiter die SPD und das Intellektueller die FDP oder keine Ahnung und die machen so ein Scheiß Und können sich auf nichts mehr einigen.

00:44:51: und das am Ende bleibt nix weiter übrig, als dass sie ständig versuchen durch neue Steuern irgendwie noch die Staatskasse zu füllen.

00:44:58: Wenn ich das dann erlebe ... Dann ist in meinem Hirn alles durcheinander.

00:45:02: Mein Gefühl nach Verbundenheit mit denen es erledigt.

00:45:06: Meine eigenen Gestaltungsmöglichkeiten sind am Ende?

00:45:09: Und wenn jetzt einer kommt und mir verspricht in meiner Nähe und mit uns zusammen kannst du was gestalten!

00:45:18: Hier wirst du aufgenommen und warm empfangen, weil wir haben noch eine Vorstellung davon was Heimat bedeutet.

00:45:23: Aber glauben die Leute das wirklich?

00:45:25: War ganz viel wird ja auch darüber diskutiert dass es um Protest geht, weil der Glaube, dass jetzt die AfD nehmen wir an sich käme an die Regierung nicht

00:45:31: umglauben ist geht.

00:45:33: Glaube ist ja das ist etwas Kognitives so wie wir das verwenden.

00:45:38: also man glaubt diesen diese Sätze und die Aussagen Das, was hier passiert ist ja man hat einen Bedürfnis.

00:45:49: Oft ist das gar nicht aussprechbar.

00:45:51: Es wird einfach empfunden.

00:45:52: ich fühle mich hier nicht wohl weil ich das Gefühl habe dass sich mit Menschen zusammen sind in deren Nähe ich mich nicht wohl fühle.

00:46:01: Ich brauche andere Menschen um mich herum die bin ich es ein bisschen zu ähnliche Ideen haben wie ich.

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