Buchen Sie jetzt über Seven.One Audio eine individuelle Native Producer Read Ad, gesprochen von einer authentischen Sprecherstimme.

Mehr Informationen finden Sie hier!

Was die Deutschen so wütend macht. Mit Florian Hager (ARD-Chef)

Shownotes

Paul Ronzheimer trifft ARD-Chef Florian Hager zum Gespräch über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Hager räumt Fehler bei der Berichterstattung über Migration ein, spricht über fehlende Perspektiven in den Redaktionen und die Frage, warum immer mehr Menschen den Medien misstrauen.

Wie gefährlich werden die Pläne der AfD, den Rundfunkstaatsvertrag zu kündigen? Warum kostet der öffentlich-rechtliche Rundfunk Milliarden? Und wie reagiert die ARD auf den Vorwurf einer einseitigen Berichterstattung über Israel und Gaza?

--

Wenn euch der Podcast gefällt, lasst gerne Like & Abo da!

Pauls offizielle Website & Forum: https://ronzheimer.tv

Podcast Community: Diskutiert mit Paul, Filipp & unseren Gästen über die aktuelle Folge auf joincampfire.fm/ronzheimer

Paul auf Instagram | Paul auf X | RONZHEIMER. auf YouTube!

Redaktion: Filipp Piatov und Lieven Jenrich u. Magalie Mohler | Team Social: Jan-Philipp Borchert & Etienne Fruchtmann | Executive Producer: Daniel van Moll

Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/ronzheimer

Transkript anzeigen

00:00:00: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, und da mache ich auch keinen Held drauf.

00:00:02: Er hat natürlich auch einen politischen Hintergrund.

00:00:06: Die Überlegung der Alledeten war damals, dass das nie mehr so werden darf wie im Zweiten.

00:00:10: Weltkrieg.

00:00:11: Dafür wurde ein Mediensystem geschaffen, das auch politisch gewollt war zur Unterstützung einer entstehenden Demokratie auffunktionieren kann.

00:00:19: Wenn mal irgendwann politisch die Meinung ist, dass es nicht notwendig ist ... Wir haben keine Unendlichkeitsgarantie.

00:00:27: Das ist uns schon bewusst!

00:00:33: Wir reden hier im Podcast immer wieder über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, verschiedene Themen und immer wieder spielen ARD ZTF natürlich eine Rolle.

00:00:42: Und ich wollte schon lange mal die ARD besuchen und heute mache ich das!

00:00:46: Ich bin zu Gast beim hessischen Rundpunkt genauer gesagt bei Florian Hager der momentan auch gleichzeitig ARD Chef ist und ich will mit ihm darüber sprechen was die Menschen momentan bewegt.

00:00:59: Wenn Sie an die ARD denken, es gibt große politische Debatten um den Rundfunkstaatsvertrag.

00:01:06: Wir wissen das.

00:01:07: Ulrich Siegmund wenn er denn AfD-Ministerpräsident in Sachsen anhalt würde dass er diesen abschaffen will, dass er ihn kündigen will und über diese Themen werde ich heute sprechen mit Florian Hager.

00:01:19: Hallo Florian wir kennen uns ein bisschen deshalb duzen wir uns.

00:01:24: Ich hab hier auch ganz viele andere Medienschaffende schon zu Gast gehabt.

00:01:27: Giovanni DiLorenzo, andere Chefredakteure und so Schöner... Das heute der ARD-Chef bei mir ist!

00:01:32: Du bist das seit Januar zwanzig fünfundzwanzig?

00:01:36: Man isst das immer für zwei

00:01:37: Jahre?!

00:01:38: Kannst du dann jeden Tag überall anrufen und sagen mach mal was anderes.

00:01:42: oder wie läuft das wenn man ARD Chef isst?

00:01:45: Ja genau so nicht und es hat natürlich ja auch eine historische... Komponente drin.

00:01:51: Die ARD wurde gegründet als Gegenentwurf zu dem, wie es in der NS-Zeit war so dass einfach niemand mehr an einem von einer Stelle aus das ganze System steuern kann.

00:02:00: also auch wenn der Vorfuß jetzt ist er macht ja gar nichts, kriegt gar nix hin.

00:02:04: und das ist im System so angelegt zumindest auch inhaltlich.

00:02:07: und von daher nein natürlich nicht.

00:02:09: aber ich versuche meinen Teil dazu beizutragen dass sich die ARD weiterentwickeln.

00:02:13: Aber wie muss man sich deine Arbeit vorstellen, auch als Intendant und dann jetzt eben als AD-Chef?

00:02:18: Das wechselt ja immer.

00:02:20: Wie inhaltlich ist das?

00:02:21: Also wenn du sagst Mensch, das müssten wir doch eigentlich größer machen.

00:02:24: Wir reden da gerade in den Tagen rund um die Proteste in Frankreich.

00:02:29: Ist es so, wenn dir was auffällt dass ihr dann irgendwie schnell darüber diskutieren könnt?

00:02:34: oder ist das so ein großes Gebilde, dass man da gar nicht so viel Einfluss nehmen kann?

00:02:38: Naja ehrlicherweise hat nichts mit dem großen Gebildet zu tun sondern mit einer ganz klaren Arbeitsteilung.

00:02:43: Das Inhaltliche, das verantworten bei uns die Redaktionen und die Chefredakteuren vor allem.

00:02:49: Mein Job als Intendant und dann am Ende auch alle Intendanten oder auch der ARD-Vorsitzende ist eigentlich den Raum zu schaffen, die Strukturen zu schaffen dass die Programmschaften möglichst gut arbeiten können.

00:03:00: Das heißt nicht, dass wir nicht auch Kritik äußern können aber die inhaltlichen Entscheidungen werden ganz klar von den zuständigen Redakzonen getroffen.

00:03:08: Das ist in der ARDSO da ist auch die innere Redaktionsfreiheit.

00:03:12: Das ist auch ein bisschen der Vorwurf ab und zu von außen, der immer kommt ja her.

00:03:15: Dann ruft da jemand an und dann was durchgesetzt?

00:03:17: Nein!

00:03:17: Wir haben auch keine Blattlinie, das ist ein Unterschied.

00:03:20: Wir haben den Auftrag... wir suchen uns nicht aus, was wir machen, wir haben unseren Auftrag, deren Gesetzestext ist.

00:03:27: Da stehen auch konkrete Dinge drin, was die tun müssen oder was wir eben auch nicht tun sollen.

00:03:31: Aber wir haben keine Blatlinien, die wir verändern weil wir andere Leute erreichen wollen.

00:03:35: Wir müssen auch und es ist auch nicht im Material Gerade in der digitalen Welt ein Angebot an alle machen.

00:03:41: Wir können uns jetzt nicht eine Zielgruppe ältere, jüngere oder was auch immer aussuchen.

00:03:45: Von daher ist es immer eine sehr komplexe Diskussion.

00:03:48: Aber deine Frage war, was kann ich da inhaltlich entscheiden?

00:03:51: Ich kann Strukturen verändern und das sehe ich als meine

00:03:53: Aufgabe.".

00:03:54: Jetzt sattest du aber gerade dass du durchaus auch mal Kritik äußerst hast.

00:03:57: Wann war das letzte Mal wo du dachtest naah da lagen wir nicht so ganz richtig oder das hätten wir anders machen sollen?

00:04:04: Ehrlicherweise ist es relativ häufig, was den hessischen Rundfunk anbetrifft.

00:04:08: Aber auch in der ARD... Ich habe da schon oft eine klare Meinung, die ich auch äußern kann.

00:04:14: Ich bin eine Stimme der ARDS, jetzt eine, die jetzt zwei Jahre lang nicht ganz unwichtig ist und die versuche ich schon mit einzubringen.

00:04:21: Und auch da ein klares Signal Die Kritik, die an uns herrscht, geht nicht an uns vorbei.

00:04:27: Das ist ja auch so ein bisschen davor, das sucht die alle gar nicht, das stimmt nicht.

00:04:31: Also viele Dinge kommen bei uns an.

00:04:33: An vielen Stellen wird da auch sehr kontrovers diskutiert.

00:04:36: Ist es genug?

00:04:36: Weiß ich nicht, ne?

00:04:37: Auch darüber können wir noch mal diskutieren.

00:04:39: aber ja... Wir diskutieren schon sehr häufig über Fehler die wir gemacht haben.

00:04:44: Lass uns mal ein bisschen aufs aktuelle Schauen weil das ja so ist wo die Leute dann gerade den Gefühl haben.

00:04:49: Ich habe die Frankreich-Proteste angesprochen.

00:04:51: Ich persönlich fand es total schwierig, da gerade am Wochenende irgendwie durch den Wust von sozialen Medien und ich ritt dann noch mit Korrespondenten oder Leuten die ich kenne.

00:05:00: Aber irgendwie so ein wirkliches Bild zu bekommen.

00:05:03: Und ich sehe das auf beiden, ich nass es mal beide Seiten.

00:05:05: ja, eine Seite vor allem schießt sich dann auf euch ein und sagt Die Verharmlosen da wieder und Wahnsinn!

00:05:11: Es gibt doch nur Migration hier.

00:05:14: und wieso sagen sie das nicht klarer?

00:05:15: Dann werden irgendwelche Schalten euch geklippt, wo man gar nicht genau weiß.

00:05:19: ja wie viele Tage sind die jetzt her?

00:05:21: oder wie kriegt man das hin?

00:05:23: Dann auf der anderen Seite gibt es diejenigen die sagen oder die dann irgendwie, ja ich nisse mal soziale Medien angreifen und sagen ihr überspitzt doch völlig.

00:05:33: Wie erlebst du das wenn wir das mal so in unserem konkreten Beispiel wie jetzt diese gewalttätigen Proteste oder die Gewalttiktik gewordenen Proteste Samstag und Sonntag am Wochenende in Frankreich betrachten?

00:05:44: Was die Protestin Frankreich anbetrifft, mal abgesehen davon dass sie mir große Sorge machen.

00:05:49: Weil die ja so müssen die Frage aufwerfen was passiert dann auch nächstes Jahr in Frankreich bei der Wahl?

00:05:53: Was heißt das für Europa?

00:05:54: Was ist deiner Mende auf unsere Rolle in Europa?

00:05:57: Du hast ein bisschen umschrieben wie Kontrovers dann auch Berichterstattung diskutiert wird.

00:06:02: wir müssen feststellen dass es einfach kaum mehr Zeit gibt auch mal in Ruhe zurückzustehen und man nochmal einmal kurz nachzudenken sondern es wird alles ganz wild geteilt und da stehen auch relativ schnell aus der Erregung heraus eben auch Informationen.

00:06:16: Ich glaube schon, dass wir als Öffentlich-Rechtliche und da ganz konkret in der Tagesschau alle Seiten zu Wort kommen haben lassen und nichts verschwiegen haben.

00:06:25: die Frage ist am Ende wie ausgewogen kann so was sein?

00:06:28: Auch in einer einst dreißig Nachricht, die in der tagesschau läuft.

00:06:31: Da arbeiten wir dran.

00:06:32: aber ich glaube jetzt das Beispiel konkret anbetrifft ist uns die Tragweite bewusst und wir haben ja schon nix verschwiegend im Sinne.

00:06:41: Die meist geäußerte Kritik, nicht nur in eure Richtung eigentlich generell an, ich nenne es jetzt mal traditionelle Medien ist das in Sachen Migration nicht so berichtet wird wie zumindest manche das empfinden.

00:06:53: Wenn wir jetzt Frankreich nehmen, ist dann die geäußerte Kritik ja, man würde nicht darauf eingehen dass es doch vor allem im Migranten sein.

00:07:01: oder dritte Generation.

00:07:04: also Wie gehst du mit dieser Kritik um?

00:07:07: Einfach eigentlich sofort kommt, gerade euch gegenüber.

00:07:11: Ihr verschweigt da doch was?

00:07:12: Das ist irgendwie eine linke Welt sich... ihr wollt das Thema nicht benennen weil es irgendwie unangenehm ist.

00:07:19: Wie ist dein Gefühl gerade?

00:07:20: Du

00:07:20: sprichst ja darauf an wie weiß ich, dass die Zahl bei glaubevierzig Prozent der Menschen ganz allgemein beim Thema Migration in Eindrück kamen.

00:07:26: Das sind die Medien.

00:07:27: also was ist die Medien?

00:07:28: aber nicht nur öffentlich rechnen sondern dass es in den Medien nicht richtig berichtet wird.

00:07:32: Bei uns ist die Schwierigkeit dass wir natürlich den vielen Angeboten, die wir machen.

00:07:39: Wir machen zweitausendfünfhundert Stunden audiovisuelle Inhalte am Tag.

00:07:43: Dass wir da ganz stark viele Perspektiven mit drin haben, die habe ich als Einzelperson ja gar nicht konsumieren kann.

00:07:48: Von daher glaube schon, dass wir in dem wie wir aufgestellt sind sehr viel Perspektive abbilden können.

00:07:54: Beim Thema Migration muss man wahrscheinlich auch selbstkritisch sagen, haben wir in der Vergangenheit auch nicht alles richtig gemacht und waren an manchen Stellen wahrscheinlich kritisch genug haben Dinge nicht hinterfragt.

00:08:06: Wenn ich im Austausch bin, auch jetzt... Ich versuche auch sehr viel mit Kommunen in Kontakt zu sein, Bürgermeister und ähnliches.

00:08:11: Und wenn ich höre wie da auch Dinge vor Ort einfach nicht funktionieren dann haben die vielleicht einfach auch in unserer Berichterstattung zu wenig stattgefunden.

00:08:19: Von daher müssen wir da mit dem Thema schon etwas selbstkritisch umgehen?

00:08:22: Dass die weniger Stadt gefunden haben liegt es auch an einer politischen Ausrichtung oder einer Redaktion, die vielleicht eben nicht so politisch vielfältig ist, wie man sich wünscht.

00:08:36: Das sind zwei Themen glaube ich über die man nachdenken muss.

00:08:39: Einerseits tatsächlich sind die Redaktionen so aufgestellt dass möglichst viele Perspektiven drin sind und da glaube ich gilt es nicht nur für uns und es gibt ja auch Studien des Zeignets das ganz generell Journalismus natürlich eher in einem progressiveren Umfeld ist.

00:08:53: also Menschen wollen Dinge verändern und das auch in den Redaktion nicht.

00:08:58: Ich glaube, wir haben nicht die Probleme, dass es an Antworten fehlt.

00:09:00: Aber manchmal werden nicht alle Fragen gestellt und dass wir daran arbeiten müssen... Warum

00:09:05: ist das so?

00:09:06: Weil's dann schon so einen Redaktions internen Common Sense gibt und wahrscheinlich einfach auch nicht immer alle Perspektiven da sind und der Mut fehlt auch mal eine andere Perspektive zu haben.

00:09:17: Also da wünsche ich mir schon, dass mehr Streit stattfindet und zwar Streit in positiven Sinne.

00:09:22: Was ist das für ein Kommerzenz, den du mal hattest?

00:09:24: Naja ich glaube wir sind also.

00:09:27: jetzt kann ich mir an der Stelle auch nicht bin kein Journalist.

00:09:30: Ich bin eigentlich Ingenieur.

00:09:32: von daher gucke ich lieber dass sich versuche die Strukturen zu verändern in denen Menschen arbeiten können und da haben wir auch eine Aufgabe wie verändert wir Strukturendass Menschen mit anderen Perspektiven auch bei uns Den Weg des Journalisten der Journalistin wählen?

00:09:44: Da tun wir sehr viel.

00:09:45: Wir haben alle Barrieren abgebaut Also brauchst auch keinen Abi braucht auch keine Studium man ähnliches und versuchen quasi Menschen mit einer Lebenswirklichkeit an Bord zu holen, die wir so nicht haben.

00:09:57: und die Ausbildung.

00:09:59: Das ist unser Job.

00:10:00: Machen wir auch, drei Tausend Fünfhundert Menschen pro Jahr werden bei uns ausgebildet – nicht nur für uns sondern eben auch für andere, die gehen ja auch teilweise raus.

00:10:08: Die Schwierigkeit ist glaube ich das dass wir die Orte auch schaffen, an dem dann ein wirklicher Diskurs stattfindet, einen Streit stattfindete.

00:10:15: Ich weiß nicht, und deine Frage zieht wahrscheinlich so ein bisschen darauf ab.

00:10:18: Weil dann auch immer das mit links- und rechts- oder konservativ- oder nichtkonservativ... ich weiß nicht ob konservativ oder nicht konservatif, ob das noch Kenngrößen sind ne?

00:10:28: Da ist ja so ein bissel dahinter dieses Gefühl dass wir bei all den Problemen die wir haben eine Ausgewogenheit hatte.

00:10:33: immer das ist die Metapher der Waage.

00:10:35: es gibt die eine Meinung und die andere Gegenmeinung.

00:10:38: Wir können gerne einmal darüber diskutieren, was ist denn konservativ?

00:10:40: Von daher glaube ich nicht dass das Element des Perspektiven sind auch alt und jung.

00:10:45: Junge Perspektive haben wir auch viel zu wenig in unserem Programm.

00:10:49: Von daher glaub ich nicht, dass es mir mit links und rechts fest machen kann.

00:10:52: Lass uns einmal bevor wir gleich tiefer nochmal auf die inhaltlichen und politischen Dinge eingehen ganz grundsätzlich warum findest du das öffentliche System so wichtig für Deutschland?

00:11:04: weil du für sechzig Cent von der Kulturberichterstattung über regionales bis hin zu auch Krisen und am Ende auch der Kriseninfrastruktur, wie gesagt, für sechszig Cent am Tag alles bekommst.

00:11:17: Weil wir eine Säule der Medienlandschaft in Deutschland sind.

00:11:21: Wir sind nicht die Einzige und ich glaube auch da sollten wir uns nicht hinstellen dass wir die Einzelne sind, die die Demokratie quasi am Leben halten.

00:11:27: aber wir sind ne wichtige Säuble.

00:11:29: Ich kann jetzt mit dem Auftrag um die Ecke kommen.

00:11:32: Wir sollen zur Meinungsbildung beitragen.

00:11:35: Wir haben eben auch im Auftrag dringend, dass wir die Demokratie fördern und Europa erklären den Zusammenhalt zwischen Bund und Ländern zu fördern.

00:11:42: Alles so Themen, die uns einen klaren Vorabfall machen.

00:11:47: Ich glaube das klappt an vielen Stellen noch sehr gut und in Ergänzung zu dem was andere Medien machen sind wir nicht für eine Bildungselite sondern wir sind barrierefrei.

00:11:58: Uns kann jeder nutzen.

00:12:00: Das ist auch unsere Aufgabe an der Stelle und von daher halte ich das für extrem wichtig.

00:12:04: Wenn wir diese Demokratie, wenn wir das Betriebssystem, dass diese Demokratien im Leben erhält weiter so aufrechterhalten wollen dann sind wir ein wichtiger Faktor.

00:12:13: Es gibt aber auch viele Länder in Europa und der Welt wo es das nicht gibt und da sieht man jetzt nicht die Demokratie einstürzt.

00:12:21: Na ja, es gibt, wie gesagt Studien ist immer so schwierig.

00:12:24: Es gibt wahrscheinlich auch X-Gängen aber da gibt's schon klare Studien die beweisen dass die Länder in denen es einen starken öffentlich rechtlichen Rundfunk gibt zumindest was das Thema Desinformation und auch Demokratiefestigkeit deutlich besser dastehen als andere Und darauf aufbauen kann man schon sagen dass wir ein wichtiger Faktor sind.

00:12:40: Wie gesagt nicht der einzige aber ein wichtiger faktor.

00:12:43: Was wäre wenn man den Öffentlich Rechtlichen Rundenfunk halbieren würde sagen würde ADZF zusammenlegen eine Menge abbauen, damit es günstiger wird.

00:12:52: Weil insgesamt liegen wir bei fast zehn Milliarden.

00:12:56: Bei über acht Milliarden Jahren ja und das ist ein Riesenzahl.

00:12:59: von daher bin ich der Letzte, der sagt dass wir da nicht auch Einsparungen einlösen müssen.

00:13:05: Mein Punkt ist immer die Basis, dass wir möglichst viel Perspektiven haben ist, dass Wir inhaltlich redaktionell möglichst viele Möglichkeiten haben an vielen Stellen Programme entstehen.

00:13:16: Ich habe es gerade beschrieben In der AD gibt es nicht die eine Stelle die sagt so läuft's Wir haben keine Blattlinie an die quasi ich alle dann binden kann und ich kann die auch nicht einfach verändern, weil die Blatt-Linienanführungsstrichen bei uns ein Gesetz ist.

00:13:28: Das heißt die Überlegung dass es an vielen Stellen dezentral möglichst viele Redaktionen gibt die Inhalte erstellen halte ich für richtig und würde auch immer dafür kämpfen das das weiter aufrechterhalten wird gerade auch Und ich weiß, was ich da sage.

00:13:43: Wenn wir sehen, dass es in vielen auch gerade ländlichen Regionen einfach keine eigenständige Informationsstrukturen, Infrastruktur mehr gibt...

00:13:50: Weil Lokalzeit umfasst?

00:13:51: ...weil

00:13:51: Lokal sein wechseln ist gar nicht gegen Lokalität sondern eher in Ergänzung und das ist auch mein Ansinnen.

00:13:58: Vielleicht können wir darüber sprechen, dass wir da viel enger zusammenarbeiten weil ich glaube, da können wir uns besser zwischen Öffentlich-Rechtchen und Nicht-Öffentlich-Rechten zusammen tun, weil die letzte Meile ist unglaublich wichtig zu den Menschen und von daher ist das ein Bereich, den ich immer schützen würde wo ich komplett bereit bin über alles zu reden.

00:14:15: Das quasi der Technik in der Verwaltung.

00:14:18: Und es tun wir auch digital zumindest jetzt.

00:14:20: Wir gehen auf eine gemeinsame Plattform Open Source ADZDR von Deutschland Radio.

00:14:24: Also wir haben verstanden dass er so nicht weitergehen kann vor allem im Digitalen.

00:14:28: Da haben sich die der Reformschlatzvertrag also des Gesetzes quasi unseren Auftrag ergänzt.

00:14:33: Er hat sich da jetzt auch klar kommentiert.

00:14:35: Jetzt gab es insgesamt fünf wichtige Wahlen dieses Jahr auf Landesebene, Bavaria, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

00:14:45: Und ich war selbst unterwegs in Sachsen Anhalt viel, hat mir da auch vor dem Hintergrund meiner Ukraineberiederstattung einiges anhören müssen.

00:14:53: was ich aber persönlich interessant fand und was ich immer wieder gehört habe ist eben dass das schwindende Vertrauen gegenüber Medien insgesamt aber eben insbesondere öffentlich rechtlicher Rundfunk Und mein Eindruck ist im Vergleich zu zwei, drei, vier Jahren noch einmal intensiver geworden.

00:15:09: Also diese regelrechte Wut, die man da spürt auf das System und das System gleichgestellt öffentlich-rechtlich.

00:15:16: Jetzt sagst du ihr seid so wichtig für Demokratie?

00:15:20: Mein Eindruck in bestimmten Regionen kann man natürlich nicht überprüfen was schauen sie jetzt noch wirklich?

00:15:25: oder was schauen Sie nicht?

00:15:26: aber dass das Image nochmal weitergelitten hat.

00:15:31: und deswegen meine Frage wen erreicht ihr da überhaupt noch?

00:15:37: Das sind die eine der ganz zentralen Fragen und ich will da gar nicht lange drum herum reden, das ist was uns natürlich Sorgen macht.

00:15:45: Wir haben den Auftrag allen Menschen Angebot zu machen.

00:15:46: deswegen können wir jetzt nicht einfach sagen Hagen dran!

00:15:48: Die erreichen wir nicht mehr, die Zahlen du dir auch erwähnst, die gelten für alle Medien.

00:15:53: ne, fünfzehn Prozent glaube ich der AfD wählenden... Wisst

00:15:59: ihr wie viele im AfD Wähler also Ihr erreicht mit politischer Berichterstattung in der ARD?

00:16:06: Gibt es da Messgrößen?

00:16:08: Nein, sehr viele lehnen uns ab an dieser Stelle.

00:16:11: Weißt du

00:16:12: wieviel Prozent das ist?

00:16:13: Ich habe nur fünfzehn Prozent im Kopf die quasi überhaupt... Wir

00:16:18: euch schauen!

00:16:18: Ja

00:16:19: und von daher aber ganz generell Medien nicht nur uns.

00:16:23: oder.

00:16:23: der schwierige Punkt an der Stelle ist ja wenn ich mir jetzt die Einschaltquoten einfach nochmal anschaue auch in Sachsen anhalt Dann im linearen Fernsehen jeden Abend, egal zu welchem Tagzeit oder zu welchen Informationszeitpunkt an einem Dienstagabend wo nichts passiert ist.

00:16:40: Schauen auch in Sachsen-Anhalt über die Hälfte aller Fernsehzuschauenden öffentlich rechtlich also ADZF und eben der andere.

00:16:47: Wie viel sind das noch?

00:16:48: Genau da kommst du natürlich wieder Richtung Fragesummel, das sind deutlich immer weniger.

00:16:53: aber auch im Radiobereich ist es so und online.

00:16:57: ich kann dir den konkreten Zahlen nicht sagen.

00:17:00: Aber wie gesagt, wenn wir es im Vergleich zu anderen sind sie wird durchaus da was Mediengattungen anbetrifft immer noch sehr erfolgreich.

00:17:07: Ich will das Problem aber überhaupt nicht kleinreden und wir nehmen das auch sehr ernst an der Stelle.

00:17:11: Was für uns spannend war du warst vor Ort?

00:17:15: Hast du alles gehört?

00:17:17: Wir haben im MDR – wir sind da vor Ort!

00:17:18: Wir müssen dann nicht hinfahren und gucken mal was da los ist und sind dann wieder weg sondern wir sind vor Ort mit dem MDR in den Studios auf den Straßen und erleben das natürlich auch täglich.

00:17:30: Was dann doch etwas spannend war in der Diskussion, deswegen hat der MDR ja auch im Vorberichtzustand also vor der Wahl die Aktion gestartet auch mal schwarz zu ziehen, also Radio einfach mal auszusetzen um zu zeigen was dann auch wegfällt.

00:17:46: Und da waren schon die Reaktionen ganz vielen Stellen die öffentlich-rechtlichen den Trauma nicht mehr aber halt mal langsam nähter MDR, nähdet ihn mein wir eigentlich gar nicht damit.

00:17:54: Also Diakonex zu dem, was wir machen und was die Institution an der Stelle ist, ist nicht immer gegeben.

00:18:02: Wenn gleich uns das wie gesagt trotzdem große Sorge macht in unser Auftrag ist ... Wir können nicht sagen, sie sind verloren sondern werden und müssen auch diesen Menschen Angebot machen.

00:18:11: Aber du sagst, die sind nicht verloren.

00:18:13: aber wenn ich mir das anschaue welche Medien sie dann im Zweifel konsumieren oder in den sozialen Medien will ich sagen, naiv aber zu glauben dass man die dann wieder zurückbekommt oder?

00:18:26: Also das die plötzlich wieder sagen okay jetzt vertraue ich irgendwie öffentlich-rechtlich oder wem auch immer weder.

00:18:33: Na

00:18:33: ja Vertrauen ist ja eh eine große Faktor und deswegen macht es mir also Sorgen, dass die Basis dessen unseres Tuns ist ja, dass irgendwie ein Grundvertrauen herrscht und ohne Vertrauen wird auch ne Demokratie nicht funktionieren.

00:18:46: und Ich bin nicht naiv zu glauben, dass das von einem Tag auf den anderen wieder zurückzuholen ist.

00:18:52: Unsere Aufgabe ist, da weiter unseren Job zu machen.

00:18:55: Da zu sein hinzufahren was vielleicht jetzt auch nicht kurzfristig aber mittelfristig durchaus Veränderungen wiederherstellen kann ist wenn auch so ein bisschen der Impact unserer Arbeit spürbar ist.

00:19:05: also wenn sich etwas verändert ich glaube das haben wir aber nicht nur wir wenn man sich auch mal die Zahlen anschaut was die großen Parteien überhaupt für Mitgliederzahlen im Osten noch zusammen.

00:19:16: damit wird einem schon klar dieses völlig unmöglich vor Ort zu sein, bei den Themen zu sein.

00:19:20: Dass wir da wieder mehr unsere Rolle übernehmen können und dass wir auch vor Ort Dinge verändern können, das die Leute den Eindruck haben ihre Themen kommen bei uns vor.

00:19:30: Da glaube ich immer noch daran, dass wir eine große Chance haben, auch wenn es kurzfristig sicher jetzt kein einfacher Umschubung sein wird.

00:19:37: Kannst du eine Zahl nennen oder gibt es da irgendwelche Hochrechnungen?

00:19:41: Wie viele Prozent aller AD-Zuschau also insgesamt die AfD wählen?

00:19:49: Ich glaube, ich habe die Zahlen nicht.

00:19:51: Nein!

00:19:51: Die wird nicht erfasst.

00:19:53: Deswegen kann ich dir da gar keine Zahlen nennen.

00:19:56: Deswegen komme ich auch mit dem Hilfskonstrukt, dass wenn man sich die Mediennutzung anschaut – egal auf welchem Ausspielweg oder in welchem Bundesland – die Öffentlich-Rechtlichen nehmen nur die ARD damit rein immer noch eine hohe Glaubwürdigkeit, einen Sechzehprozent vertrauen uns an der Stelle noch, die Tagesschau ist auf allen Ausspielwegen die Medienmarke, die genutzt wird.

00:20:18: Die auch von jungen Menschen genutzen wird.

00:20:19: Von daher tue ich mir das ein bisschen schwer zu sagen nein also wir erreichen die Menschen gar nicht mehr.

00:20:25: Ich glaube tatsächlich auch nicht dass es eine Parteidiskussion ist sondern dass es vielmehr eine Diskussion um die Inhalte ist und dass die Menschen immer weniger den Eindruck haben dass wir die Probleme so beschreiben wie sie sich vor Ort empfinden.

00:20:39: woran liegt das?

00:20:41: Das ist ja ein ganz grundsätzliches Problem und ich weiß nicht, wie weit ich da ausholen will.

00:20:47: Aber am Ende geht es ja auch um die Demokratie in Deutschland als repräsentative.

00:20:53: Es ist eben keine Basisdemokratie sondern wir sowohl politisch also auch indem wir die Medienlandschaft gestalten gibt es eine gewisse Repräsentation für Themen und das fühlen sich einfach immer weniger Menschen repräzentiert von der Politik von Parteien, aber alle anderen Zutaten eigentlich auch Gewerkschaften.

00:21:11: All die sind unter Druck.

00:21:17: Natürlich kann man sich es einfach machen und sagen ja das ist halt auch das kleine Populistenhandbuch und das funktioniert an der Stelle auch gut.

00:21:25: Das wäre mir zu einfach.

00:21:27: ich habe schon den Eindruck dass die Orte an dem du auf andere Menschen triffst, die dich gegebenenfalls in irgendeiner Form irritieren, weil sie nicht deine Lebenserfahrung haben oder keine Sicht auf die Dinge haben.

00:21:41: Dass diese Orte immer weniger werden und dass vor allem im Digitalen auch immer weniger sind.

00:21:47: Ich glaube nicht so sehr an diese Filterbubble-Theorie.

00:21:50: Ich habe eher den Eindruck, dass wir ständig quasi auf nicht vereinbare Lebenswirklichkeiten treffen und die Zeit gar nicht da ist es mal auszudiskutieren in Ruhe hinzusitzen und zu überlegen wo hast du deinen Punkt?

00:22:01: Wo hab ich meinen Punkt und versuchen einen Konsens herzustellen.

00:22:05: das heißt Ich glaube, das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem.

00:22:08: Aber wir als Medien haben auch so ein bisschen unterschätzt, dass es doch sehr wichtig ist, dass wir die Probleme vor Ort näher betrachten und den Zusammenhang zu den politischen Themen, die vor allem natürlich auch in Berlin diskutiert werden.

00:22:24: Jeder lebt das selber.

00:22:25: Ich bin Vater von vier Kindern und lebe in einer Kleinstadt auf dem Dorf aufgewachsen.

00:22:29: wenn ich mit die Diskussion in Berlin manchmal anhört, dann habe ja auch den Eindruck das hat mir einfach gar nichts.

00:22:33: Also immer weniger zu tun und es kommt auch bei mir immer weniger an!

00:22:37: Ich bin aber austausch mit vielen Interessensverbänden, wir haben neugierende Diskussionen auch mit den Polizeivertretern gehabt, wenn du den Eindruck hast dass du seit, keine Ahnung, zehn, fünfzehn Jahren in deinem Job immer in das gleiche etwas schwierige Wohngebiet fahren musst und egal wer regiert hat, das hat sich einfach nicht verändert dann bist du irgendwann in dem Punkt, wo du merkst okay die hören mich halt einfach nicht.

00:23:01: und wenn dann keine wirklichen Entwürfe auch politischen Entwörfe entstehen wie soll es in der Zukunft aussehen?

00:23:08: sondern eigentlich nur Problembeschreibungen da sind.

00:23:10: Dann kann ich mir schon vorstellen dass du an einem gewissen Punkt dann aussagst ok also jetzt muss man jemand anderes ran.

00:23:15: das ist natürlich inhaltlich schwierig aber nachvollziehbar.

00:23:20: Jetzt ist es aber ja zwischen öffentlich-rechtlichem und AfD schon längst mehr als die schauen oder hören, vielleicht nicht mehr so viel euer Programm.

00:23:29: Sondern das ist ja ein richtiger Kampf entstanden in den vergangenen Jahren.

00:23:34: Also die AfD-Politiker gehen auf euch frontal los – ich habe Uri Siegmund angesprochen – nur vom Staatsvertrag.

00:23:41: Gleichzeitig gibt's natürlich Gegenwehr auch von der öffentlich- rechtlichen Seite, wo man sich gegen diese Angriffe wehrt.

00:23:49: Also dieses, das würde ich sagen schon längst mehr als nur Misstrauen.

00:23:54: Wie kommt man?

00:23:55: Weil wenn wir jetzt sehen dass die AfD bei fast dreißig Prozent in den Umfragen liegt, kommt man da wieder raus?

00:24:01: oder könnt ihr dann akzeptieren, dass ein nicht erheblicher Teil der Bevölkerung mit euch nichts mehr zu tun haben will oder zumindest Vertrauen verloren hat,

00:24:12: die vielleicht?

00:24:14: Also, ich versuche eine Trennung zu machen zwischen den AfD-Politikern und den Menschen die die AfD wählen.

00:24:20: Ich weiß nicht ob es mir dazu einfach mache aber deswegen klar und deutlich... Die Themen, die die Menschen haben, die sie wählen dürfen uns nicht egal sein!

00:24:29: Und wenn da das Gefühl herrscht dass wir sie nicht vertreten, dass wir nicht gesehen werden oder dass sie uns nicht mehr vertrauen können Dann ist es ein riesen Thema für uns und dann kann man nicht sagen, ne?

00:24:42: Ist deren Problem sondern das ist unser Problem.

00:24:45: Dass wir AfD-Politiker gegenüber uns agieren, ist für uns natürlich deutlich schwieriger.

00:24:50: wenn uns angedroht wird dass mit den Staatsverträgen kündigt werden Dann ist das eine Bedrohung unserer Existenz an der Stelle.

00:24:59: Wir sind ein Teil dessen, was verändert werden soll, Medienstaatsvertrag zu kündigen und heißt auch dass die Rechtsgrundlage für das duale Rundfunksystem nicht mehr gegeben ist.

00:25:07: Das heißt Privatradios haben dann auch einen Thema weil auch diese sind quasi Medienstaatverträge organisiert von Jugendschutz.

00:25:14: bis also da wird er mehr versucht als nur die öffentlich-rechtliche abzuschaffen.

00:25:19: Das heißt darauf müssen wir uns vorbereiten, ob wir da – also da sehe ich auch kein Common Ground.

00:25:25: Wir haben in unserem Auftrag ganz klar drin dass wir die Demokratie stärken sollen und dazu beitragen sollen für das Demokratieferständnis habe ja schon gesagt unsere Zusammenhalt.

00:25:38: wenn sich jemand außerhalb des demokratischen Systems sieht und auf uns blickt, dann sind wir Systemmedien.

00:25:44: Das ist so.

00:25:45: ne?

00:25:46: Wir sind Medien des demokratischem Systems... Siehst du die

00:25:50: AfD außerhalb das demokratische System?

00:25:52: Nein!

00:25:53: Aber an den Stellen wo sie nachweislich vom Verfassungsschutz markiert sind da sehe ich sie schon.

00:25:59: Was ja zum Beispiel in Sachsen-Anhalt der Falle ist was bedeutet es jetzt?

00:26:03: dass er sieht und sagt er will daraus und er gute Chancen hat jetzt im Dezember gewählt zu werden.

00:26:09: Was konkret bedeutet das für euch?

00:26:11: Das bedeutet für uns erst

00:26:12: mal,

00:26:14: dass wir uns natürlich darauf vorbereiten müssen und... Wie

00:26:19: bereitet ihr euch

00:26:21: vor?

00:26:21: Wir bereiten uns rechtlich drauf vor.

00:26:23: was es dann bedeuten würde ist ja inzwischen bekannt, dass das nicht so einfach ist.

00:26:28: In Schatzhauer kann man zwar einfach kündigen aber es gibt eine Frist die dann eben auch zwei Jahre geht.

00:26:34: Da muss dann an die Stelle auch was anderes treten, denn wir haben eben auch im Grundgesetz Themen drin und in der Verfassung Themen drin, die dann gewährleistet werden.

00:26:43: Da kann es nicht ersatzlos streichen.

00:26:45: Das heißt da ist das am Ende gar nicht so einfach und rechtlich gibt es sehr viele Möglichkeiten auch dagegen vorzugehen.

00:26:50: aber am Ende bedeutet ganz klar für Sachsen-Anhalt und für den MDR am Ende der zwei Jahre dass Dinge wegfallen werden und dass es ihm Bundesland für das Bundesland deutlich weniger Programmen geben wird.

00:27:02: Aber wie gefährlich wird das für den gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunk?

00:27:07: Also, dass da was ins Rollen kommt.

00:27:09: Und wenn man sich Meinungsumfragen anschaut gibt es ja durchaus eine Anzahl an Menschen in Deutschland die das gut finden, was Herr Siedmund da gefordert hat.

00:27:18: Die Frage, also die er dargestellt wurde ist eben eine Systemfrage und ich habe schon auch den Eindruck deutlich mehr Menschen gibt, die eine andere Meinung dazu haben.

00:27:29: Die dann in der Diskussion ein bisschen hinten runterfallen.

00:27:32: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und da mache ich auch keinen Held drauf ist natürlich auch zumindest die ARD aber auch das CDF hat natürlich auch einen politischen Hintergrund.

00:27:41: Das ist...die Überlegung der Alliierten war damals dass das nie mehr so werden darf wie im Zweiten Weltkrieg und dafür wurde ein Mediensystem geschaffen dass auch politisch gewollt war, sodass es eben zur Unterstützung einer entstehenden Demokratie funktionieren kann.

00:27:57: Wenn mal irgendwann politisch die Meinung ist das nicht mehr notwendig ist dann wir haben keine Unendlichkeitsgarantie.

00:28:05: Das ist uns schon bewusst an dem Punkt Zimmer aber auf keinen Fall und deswegen müssen jetzt damit umgehen Der AfD an der Stelle klare Ankündigungen gemacht haben, Siegmund hast du ja schon erwähnt.

00:28:17: Aber dass wir als System darauf reagieren müssen und dass wir das System weiter stabil halten werden?

00:28:22: Wie werdet ihr darauf reagiert?

00:28:24: Also nehmt man an.

00:28:24: Siegmond mit Ministerpräsident hat er gesagt in den ersten Wochen oder wie auch immer will er kündigen was geht das dann weiter?

00:28:33: Dann heißt es jetzt erstmal direkt gar nichts weil wie gesagt es gibt Fristen Die dauern zwei Jahre, also erst mal passiert gar nichts.

00:28:43: Das bedeutet auch nicht, dass das automatisch dazu führt, dass die Menschen in Sachsen-Anhalt keinen Beitrag mehr bezahlen müssen.

00:28:50: Es bleibt weiter ein Rechtsgrundsatz bis ein anderes System an die Stelle tritt, wo auch die Finanzierung überhaupt nicht geklärt ist und dann verfassungsrechtlich geprüft werden müsste.

00:29:02: Ganz offen, was passieren wird ist natürlich eine ganz große Verwirrung.

00:29:06: Und da ist unser Job weiter stabil zu bleiben und unseren Job zu machen und weiter gut und ausführlich und journalistisch auch richtig und wertvoll aus der Region zu berichten und dran zu bleiben.

00:29:20: Kann man da denn noch objektiv bleiben?

00:29:23: Also wenn jemand einen abschaffen will – also nehm ich jetzt an, ich bin der Reporter für den MDR und weiß diejenigen über die ich berichte Die wollen eigentlich mir den Job wegnehmen.

00:29:33: Mega-Frage und wir sind genau für solche Momente sind wir geschaffen worden, umsprühe ich mal.

00:29:40: Und das ist natürlich die wahrscheinlich schwierigste Anforderung einer Journalisten an die Journalistin in den Momenten weiter ganz sauber zu arbeiten.

00:29:50: aber ich habe da ein ganz großes Vertrauen.

00:29:53: Im Journalist ist nicht jemand, der sich selber wird so bezeichnet.

00:29:56: Sondern da ist auch eine Qualifikation dahinter ne Ausbildung dahinter und ich bin mir ziemlich sicher und finde MDR hat das jetzt auch gezeigt Auch in der Berichterstattung über die Wahl Dass wir weiter unseren Job machen ihn gutmachen werden auch wenn es mit Sicherheit extrem schwierig wird Und auch sehr unangenehm für die Kolleginnen und Kollegen

00:30:14: Das hast du gerade gesagt dass ihr immer noch sehr viele Menschen erreicht auch im Osten beim MDR wenn wir uns das insgesamt anschauen.

00:30:24: Wenn wir in die Statistik reingehen würden, würde man sehen sehr viele ältere und wird immer schwächer.

00:30:29: also gerade die jüngeren Das sind ja auch vor allem diejenigen die entweder AfD oder Linkspartei gewählt haben in vergangenen Wahlen.

00:30:37: Die erreicht ihr immer schwieriger Wenn wir da mal ansetzen und ein bisschen zurückgehen.

00:30:43: nehmen wir in den letzten zehn Jahre Was würdest du sagen hat mit zu einem Vertrauensverlust auch der öffentlich-rechtlichen geführt.

00:30:53: Ich glaube, das sind zwei Themen drin.

00:30:54: Die Medienutzung hat sich radikal verändert.

00:30:56: Gerade wenn der jüngere Menschen anbetrifft, anderen schaust es hat nicht zwingend was mit gleich mit dem Thema Vortrauen zu tun.

00:31:03: aber ich will das nicht umgehen ne?

00:31:04: Ich glaube dass tatsächlich die rasante Veränderung der Medienutzungen uns als Massenmedien, MassenMedium schon stark getroffen hat und ich glaube wir haben es zu lange weggeschoben.

00:31:16: Dass wir schon... Und das habe ich ja mal gesagt, ich werde da auch dafür kritisiert Gerade dieses Ende der Massenmedien, gerade den Massen-Medien natürlich eine Höllenangsteinjagd.

00:31:25: Und das heißt...

00:31:26: Was meinst du mit Ende der Massmedien?

00:31:28: Fernsehen nicht mehr die Monopolstellung hat und dass es Podcast gibt und dass ist... Ja, die

00:31:34: Monopollstellung weiß ich nicht.

00:31:36: Die gab's vielleicht mal ja, das ist richtig aber eher so, dass Du mit dem Medium Fernsehen Noch immer, viele Menschen reist noch immer viel mehr Menschen als du anderswo reißt.

00:31:46: Die Tagesschau hat immer nur sechs bis neun Millionen Zuschauer zuschauen die jeden Abend.

00:31:50: das musst erst mal hinkriegen Du machst dein Bestes und

00:31:54: äh... Noch sind wir nicht da.

00:31:55: aber mit solchen Gästen natürlich dann kommen wir immer näher.

00:32:01: Aber wir müssen natürlich schon einfach klar sehen, dass wir an einem Samstagabend früher mit dreißigvierzig Prozent Marktanteil halt die Gassen leer geräumt haben und das ist längst nicht mehr so.

00:32:11: Aber das eine sind ja die Formate!

00:32:13: Und dass es mehr gibt und mehr Konkurrenz.

00:32:15: Ich meinte das eher und dann nochmal drauf zurück.

00:32:17: und wenn da sicher bei Protesten, wenn ich da bin... Ja?

00:32:20: Und ich krieg's ja auch ab habe ich ja gerade erzählt aus anderen Gründen vielleicht, weil man sagt Mensch du bist da viel zu nah dran in der Ukraine oder was auch immer.

00:32:27: So aber wenn jetzt bei anderen Protesten irgendwie ein AD-Mikrofon zu sehen ist.

00:32:32: Dann heißt es Lügenpresse, das kennen wir aus der Corona Zeit aber eben auch danach.

00:32:35: dann kommen Themen wie Migration und die Frage was wird abgebildet?

00:32:38: also wo siehst du da Punkte?

00:32:40: Wo du sagst Mensch!

00:32:41: Das war falsch oder der ewige Punkt der kommt in Richtung ARD.

00:32:45: Das ist oder öffentlich rechtliche die sind doch alle viel zu links.

00:32:51: Da gibt's keine Durchmischung auch an politischen Positionen.

00:32:57: Wie siehst Du denn diese Entwicklung?

00:32:59: Also nochmal, ich wollte mich ja auch gerne um die Vertrauensfrage drücken.

00:33:03: Wir haben glaube ich da wirklich ein bisschen unterschätzt wie sehr das dann eben auch mit unserem Auftrag übereingeht wenn wir als Massenmedium nicht mehr... substanziell viele Menschen an einer Stelle erreichen, sondern in der digitalen Welt uns deutlich diversifizierter aufstellen müsst.

00:33:18: Der andere Punkt den du umschreibst ist natürlich richtig und da müssen wir auch selbstkritisch sein dass wir etwas Corona angesprochen haben.

00:33:26: Du hast alles angesprochen das wir in diesen Zeiten nicht nur wir diese Lügenpressen vorgehen ja nicht gegen uns, sondern gegen die Medien im Allgemeinen aber im speziellen dann nochmal zu uns alle Perspektiven damit irgendwie eingefangen haben und da müssen wir kritisch mit umgehen.

00:33:42: Ich glaube auch, dass wir in der Stadtland-Diskussion deutlich städtischer geprägt sind.

00:33:47: also ich glaube das ist noch ganz andere Themen und jung und alt hast du auch schon erwähnt?

00:33:51: Dass wir in den Auswahl der Themen nicht immer alle Lebenswirklichkeit mit einbezogen haben und dadurch natürlich einen gewissen Vertrauensverlust einhergegangen ist.

00:34:01: Ich sage es nicht weil ich mich darauf ausruhe wie sind immer noch wenn jegliche Studie liest, was die Glaubwürdigkeit anbetrifft sind wir immer noch auch unter den Medien, die die höchsten Werte haben.

00:34:15: Aber sie gehen runter und das nimmt uns natürlich auch sorgenvoll.

00:34:19: Deswegen ist für uns gerade wenn die Welt digitale wird und über KI haben wir noch gar nicht geredet ne?

00:34:25: Ich bin der Meinung dass die KI auf die Mediennutzung also wir reden ganz viel über KI aber wir sehen nicht ganz was das mit der Mediennitzung auch machen wird dann wird unsere einzige Möglichkeit sein, eine relevante Rolle auch in Zukunft spielen zu können wenn wir bei den Menschen vor Ort sind.

00:34:41: Damit meinst du regional Reporter-Büros?

00:34:45: Absolut richtig!

00:34:45: Das eine ist vor Ort seinen Reporter haben das andere sind aber eure Strukturen die massiv in der Kritik stehen.

00:34:52: ich habe vorhin schon gefragt warum kann man nicht einen öffentlich rechtlichen mit fünf Milliarden Euro machen?

00:34:56: Warum nicht?

00:34:58: Weil es von heute auf morgen nicht geht.

00:35:00: Das ist alles, ne?

00:35:01: Ich bin da auch kein Verteidiger und finde wirklich selber ja auch diese Zahl wirklich absolut hoch.

00:35:07: Kannst du das so... Wenn du jetzt... Du sagst kommst vom Dorf, gehst in deine Dorfkneipe und dann sagt er dann gegenüber also dass es doch irre Summen warum braucht ihr so viel Geld um diese Programme zu machen?

00:35:21: was ist da deiner Antwort im Drei-Setz?

00:35:24: Na erstmal habe ich Verständnis dafür, dass die Menschen mit der Summe nix anfangen können und auch oft dann nicht, dass die sagen, was kriege ich denn dafür eigentlich?

00:35:35: Und das ist auch total berechtigt.

00:35:37: und wenn ich einen Eindruck habe, ich kriege nichts dafür.

00:35:39: Dann ist es eine Diskussion die wir führen

00:35:41: müssen.".

00:35:42: Aber wie fühlst du sie dann?

00:35:43: Was

00:35:43: sagst du denn was Sie da wirklich bekommen?

00:35:45: Nein, indem ich tatsächlich auch in die Diskussion einsteige und über die Mediennutzung mit denen rede, dann nochmal reinhör, was da eigentlich vorkommt...

00:35:54: Ich würde ja sagen mache ich TikTok auf Instagram oder schaue Spiegel, Bildwelt, FAZ Süddeutsche kann ich zumindest einiges vor Free bekomme.

00:36:03: Ja an den sozialen Medien hab' ich schon angesprochen.

00:36:05: Also was ist es, warum brauche ich dann unbedingt?

00:36:08: Naja weil und das haben wir ja ganz am Anfang auch gesagt.

00:36:11: Weil wir natürlich durch unsere Unabhängigkeit ganz viele Themen abbilden können.

00:36:17: Wir haben über die Reporter in den Flächen geredet.

00:36:19: Das ist einfach ein Aufwand.

00:36:21: Den können nicht alle Medienhäuser darstellen.

00:36:24: Hier sind vor Ort.

00:36:25: Wir haben auch einen Korrespondentnetz weltweit.

00:36:27: Auch das ist eine Sache, die vielen dann nicht so ganz bewusst ist, was von Aufwand es sind zu betreiben, dass man wirklich vor Ort... Du bist selber ja auch vor Ort ne?

00:36:36: Aber du als Person kannst jetzt auch nicht alle Themen abdecken, die täglich passieren, dass wir da ein ganz arg wichtiger Auftrag haben den wir erfüllen also quasi... Ich hab

00:36:44: tolle Reporterinnen und Reporter, will ich noch mal sagen, sehr häufige hier auch zu Gast im Rottgas egal ob Ukraine oder sonst international echt

00:36:53: Genau.

00:36:53: Und quasi diese Spannbereite zwischen, jetzt komme ich vom Hessischen Rundfunk, zwischen dem Dorffest in Hessen und der Weltpolitik in Moskau, in den USA oder auch anderswo auf der Welt, quasi die Spannbreite darstellen zu können ist einfach ein gewisser Aufwand.

00:37:12: Dann ist es extrem wichtig dass wir federal aufgestellt haben.

00:37:15: Federalismus ist kein Fehler im System sondern das ist unsere... Grundzusammenstellung als Bundesland oder als Bundesstaat, aber eben auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

00:37:26: Von daher wir haben einen gewissen Aufwand und deine Fragen sind immer total konkret und mag es nicht wenn ich rumlaube.

00:37:33: Aber es ist ganz klar und deutlich völlig unmöglich von heute auf morgen quasi so ein System umzubauen.

00:37:39: Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt... Also

00:37:41: zur Hälfte geht nicht!

00:37:45: Wir haben jetzt mal abgesehen davon, dass wir Teil der kritischen Infrastruktur sind und allein dieses Sendermastennetz das es in Deutschland gibt ist immer noch.

00:37:54: Das hast du ja wahrscheinlich auch zu Hause ein Batterie betriebendes UKW-Radio weil das ist nämlich Pflicht für jeden.

00:38:01: und diese Sendernetz wenn irgendwie Krise ist dann ist die Sendernetz quasi die Grundstruktur unserer Informationsarchitektur unser kritischen All die Dinge, die sind auch mit da drin.

00:38:14: Das ist mich nochmal nachfragen.

00:38:16: also verstanden es geht nicht aber warum braucht ihr?

00:38:19: ich glaube es sind mittlerweile wir mal über die Struktur gesprochen weil mehr als zwanzig Chef Redakteure und dann fast so viele Programmdirektoren Verwaltungsdirekturen usw.

00:38:30: Ich meine davon hat doch kein Zuschauer wirklich was oder?

00:38:33: Naja doch das ist das was sie vorher meinte.

00:38:38: Im Programm kriegst du mich nicht, dass ich da sage, wenn es Doppelstruktur ist dann bauen wir sie gerade ab.

00:38:45: Aber auch da gibt's Diskussionen.

00:38:48: Keine Ahnung wie viel die Tarantum-Magazine im öffentlich rechtlichen gibt?

00:38:52: Da kann man doch sagen das reicht eins ja aber nur dann hast du halt nur die eine Buchbesprechung und dann hast Du nur die einzige Perspektive gegebenenfalls.

00:38:58: Also von daher auch da ist eine große Diskussion.

00:39:01: Im Programmlichen würde ich dir da immer versuchen, möglichst hart zu widersprechen dass das Problem im Programm liegt.

00:39:08: Ich glaube in der Struktur außerhalb des Programms können wir uns besser aufstellen.

00:39:12: Habt ihr schon erwähnt was die Technik anbetrifft?

00:39:14: Braucht man so viel Unterhaltung Fußballspiele all das was wirklich für Geld kostet?

00:39:20: oder könnte es auch ein Modell sein zu sagen Wir konzentrieren uns wirklich über die Auf-die-Information und gehen eben noch mehr, weiß ich nicht, in das Regionale was wegfällt?

00:39:29: In die Korrespondenten.

00:39:33: Wo politische Berichterstattung und Auslandsberichterstatter stattfindet.

00:39:36: Faktisch tun wir es schon längst.

00:39:38: Kann man auch nachweisen.

00:39:40: Sport hast du erwähnt.

00:39:41: Ich halte Sport für unglaublich wichtig.

00:39:44: wenn wir uns nur auf Information beziehen würden dann würden wir dem Auftrag allen Menschen zu erreichen würden wir gar nicht erfüllen können.

00:39:53: an der Stelle weil du's mit Informationen Eigentlich nur scharfst Menschen emotional zu erreichen, wenn Krisen ist.

00:39:59: Das merken wir auch immer.

00:40:00: Wenn irgendwo eine Krise ist haben ja ganz viele Menschen die wieder auch linear gucken.

00:40:04: Also Information ist dann emotional, wenn es eine Krisensituation ist und wir müssen aber außerhalb der Krisensituation möglichst viele Menschen mit Inhalten erreichen... Warum

00:40:13: müsst ihr das?

00:40:14: Weil... Sonst

00:40:14: ein Auftrag ist, wir können doch nicht...

00:40:16: Aber euer Auftrag is ja nicht möglichst viele zu erreichen sondern euer umfassend zu informieren.

00:40:22: Unser Auftrag ist ein Gesamtangebot, dass für alle Menschen was dabei ist und das hat zwei Komponenten zur Meinungsbildung beizutragen.

00:40:30: Das ist es, was du mit informieren umschreibst.

00:40:32: auch da kann man durchaus überlegen wie wir das machen und wie wir so einen Zugrufe machen müssen also im Sinne von dass wir die Menschen in ihrer Meinungsbildung unterstützen und eben auch nicht, was unser Aufruf von den Belären sind oder ähnliches.

00:40:46: Und der andere Aspekt ist die Zusammenhalt fördern und dazu gehört eben auch dass wir unterhalten sind, dass wir anders unterhalten.

00:40:58: Ehrlicherweise, wenn wir es so einfach wären dann würde man einfach sagen okay das kann alles weg.

00:41:02: Aber du kannst ja nicht vorstellen wie viele Menschen ihren Beitrag bezahlen weil sie bei uns genau das wollen und bei Sport auch.

00:41:10: das kann man vielleicht nachvollziehen.

00:41:12: ah das nochmal als klare Aussage.

00:41:15: unser sportrechte Etat ist gedeckelt.

00:41:16: Wir arbeiten schon längst mit dem ZDF zusammen.

00:41:18: wir haben jetzt auch bei dieser.

00:41:20: bei der WM haben wir den Zuschlag nicht bekommen.

00:41:23: wir haben quasi nur Sublizenzen von der Telekom.

00:41:26: also Es ist deutlich dass wir auch da zurückfahren.

00:41:29: Aber wir brauchen immer noch, wenn die deutsche Mannschaft spielt erwarten auch ganz viele Menschen das es AM Free TV ist und beten, dass sie dafür ihren Beitrag bezahlen.

00:41:37: Jetzt sagst du ihr wollt nicht belehrend sein?

00:41:40: Wie oft seid ihr noch belehrend?

00:41:43: Dadurch, dass ich jetzt auch nicht komplett alles gucke aber... Wir haben's ja vorher schon angesprochen, dass in den Redaktionen wir nicht immer alle Perspektiven haben.

00:41:56: Mir fällt es auch auf.

00:41:57: Kann ich mich erouten, dass das manchmal gar nicht der eigentliche Beitrag ist sondern vielleicht die Anmoderation.

00:42:02: Ein Wort, das man da verwendet ... Man kann sagen... Das werdend

00:42:06: ist

00:42:06: in einer Form?

00:42:08: Zumindest, dass nicht werdende intendiert ist aber das werdende aufgefast werden kann.

00:42:12: wenn man sagt scharf kritisiert warum reicht nicht einfach kritisierter an der Stelle oder ähnliches?

00:42:17: also die ganzen... Ich habe früher als Referentgeber Da wurde mir immer alle attraktive und Adverbien rausgeschrieben.

00:42:25: Ich glaube schon, dass wir in der Sprache wie wir Dinge darstellen.

00:42:29: Dass wir da an der einen oder anderen Stelle und ich glaube auch immer weniger weil wir uns dessen auch immer mehr bewusst werden, dass da zumindest die Annahme entstehen kann das wir belehrend sind.

00:42:41: Ich komme gerade aus einer Diskussion so runter mit dem Hessischen Bauernverband also nur um auch das Zeichen zu setzen Wir versuchen auch da wirklich im Austausch zu sein Und da kommt es auch ganz stark, dass ihr aus der Staatsakt uns jetzt Hier der Tankrabatt, da war gestern Abend einen Beitrag in der Hessenschau bei uns.

00:43:00: Der eine Kollege, der wirklich emotional am überkochen war, wo dann wieder nur ein Oberstudienrat aus Frankfurt interviewt wurde.

00:43:13: Ich glaube dass wir da sehr wohl in der Art und Weise wie wir Dinge besprechen an Texten oder auch welche Menschen dann zu den Themen zum Wort kommen, dass wir da noch Verbesserungspotenzial haben.

00:43:25: Sagtest

00:43:25: du ja gerade das auch ein bisschen das Problem daseit, dass eben vielleicht die politische Vielfalt nicht so gegeben ist?

00:43:31: Auch in den Redaktionen insgesamt.

00:43:33: Was glaub ich nicht nur ein Problem

00:43:34: ist... Ich weiß gar nicht ob es eine politische vielfalt ist!

00:43:36: Also reuchtet

00:43:36: ihr mehr Leute, die jetzt mal ganz plump gesagt die AfD nicht ganz so schlimm

00:43:41: finden?!

00:43:44: Lass uns mal davor, es gibt glaube ich davon noch ein paar andere Aspekte bevor wir quasi darüber diskutieren.

00:43:53: Wie nochmal?

00:43:54: Mir geht's nicht um die AfD sondern mir gehts um die Probleme oder die Themen der Menschen die die AfD wählen.

00:43:59: Ja da bräuchten wir deutlich mehr diese Problemethemen auch sehen.

00:44:03: Welchen Themen?

00:44:04: Von bis vor Ort Versorgung, Sicherheit für die Leute ernst nehmen.

00:44:13: Dafür braucht es tatsächlich mehr Passport.

00:44:16: Woran liegt das?

00:44:16: Weil wir alle, also die Journalisten zu viel in Großstädten, in Bubbles ...

00:44:21: Ich glaube tatsächlich dass wir... Also wenn du dir auch die Journalistenausbildung anschaust, es waren lange Jahre einfach teilweise Jahrgangsbeste, die dann mit irgendeinem Zertifikat irgendwo studiert haben Und dann sind nur die besten ins Volontariat gekommen aus Akademikerfamilien.

00:44:39: Also ich glaube, dass die Lebenswirklichkeit nicht immer die gleiche ist.

00:44:44: Das darf nicht Ausrede sein, weil Journalismus nochmal eine Profession ist.

00:44:49: D.h.,

00:44:49: du musst auch in der Lage sein eigentlich die andere Seite zu sehen.

00:44:53: aber ich habe den Eindruck das es manchmal einfach deutlich schwieriger geworden ist sich auch in die anderen Seite zu versetzen.

00:45:00: wir versuchen jetzt tatsächlich das zu unterstützen, dass wir auch immer einfach aus Prinzip die Gegenmeinung diskutieren.

00:45:09: Aber das ist ein Prozess in den wir einsteigen und von daher kann ich schon verstehen, dass manche Menschen den Eindruck haben, dass sie an der einen oder anderen Stelle belehrend rüberkommen?

00:45:18: Das ist vielleicht auch mit dem Fakt einhergehen, den ich vorher kurz erwähnt habe, dass gerade jüngere Menschen gar nicht immer das Ergebnis der Recherche und Ähnliches nur präsentiert haben wollen sondern vor allem auf den Weg mitgenommen werden um am Ende selber eine Entscheidung treffen zu können.

00:45:34: Und das ist schon der andere Form von Journalismus, dass du eigentlich einen Raum schaffen musst in den du Fakten mit reinbringst.

00:45:41: und auch ne?

00:45:41: Den du steuerst aber... Du machst nicht das Erklärvideo!

00:45:44: Also ich finde Erklärvideos für dich ganz arg schwierig weil die so nach dem Motto sind jetzt guckst du es mal schnell und hinterher hast du es kapiert und dann äh... ...und so ist es.

00:45:54: Ich will zum Schluss noch ein bisschen über Auslandsberichterstattung sprechen.

00:45:59: Hab grad schon angesprochen wie viele tolle Kolleginnen und Kollegen ich immer wieder kennengelernt habe auch in den vergangenen Jahren.

00:46:06: Und die ja auch hier zu Wort kommen, es gibt aber auch gerade wenn wir nach Ost anschauen immer wieder starke Kritik an der ARD, auch im ZDF generell, allen Medien, auch an mir, an allen Kollegen.

00:46:19: Aber auch dort kann man sagen öffentlich-rechtlich steht dann immer im Zentrum so einer Kritik.

00:46:25: Bei der Berichterstattung über Israel ist es eben so, dass das unter besonders scharfer Beobachtung steht.

00:46:32: Und dann gibt's einerseits die Kritiker, die deutschen Medien vorwerfen, das Leid der palästinensischen Bevölkerung nicht ausreichend genug zu zeigen und andererseits gibt es Vorwürfe einer anti-israelischen Schlagseite.

00:46:44: Wenn zum Beispiel sehr viel über das Leiden in Gaza berichtet wird, dass ja heftig ist und groß ist entsteht dadurch aus deiner Sicht automatisch eine israelkritische Haltung?

00:46:56: oder müssten Journalisten sagen dass die Hamas dafür verantwortlich war, dass der Krieg begonnen wurde und weiter ging.

00:47:03: Also wie schaust du auf diese wirklich teilweise sehr stark Kritik an euch?

00:47:08: Aufgrund einer Ausberichterstattung?

00:47:11: Ich nehme die auf jeden Fall ernst!

00:47:14: Und nicht nur ich sondern das geschauen ist natürlich auch ganz konkret.

00:47:19: wenn die Kritik dann kommt auch die Beiträge an und es ist durchaus so, dass wieder eine oder andere Stelle dem auch Rechnung tragen und dann in der Diskussion, das ist wieder nicht ich sondern in den Chefredaktionen und den Runden darüber diskutiert wird.

00:47:33: Ganz klar und deutlich wenn ich mir das Gesamtangebot anschaue, dann ist es mitnichten so dass die ARD in irgendeiner Form israel-feindlich oder ähnliches ist.

00:47:44: ganz im Gegenteil Und das ist am Ende auch kein PA Problem Wenn dann Kritik kommt Sondern wir gehen dem wirklich nach Die Schwierigkeit und der Vorwürfe ist ein bisschen, wir würden ja Israel immer als Aggressor darstellen.

00:47:59: Wenn es an dieser Stelle dann eben auch von israelischer Seite Kritik gibt.

00:48:03: und da kann ich ganz klar sagen nein das ist auch keine Intentionen an der Stelle schwierig bleibt und das ist ja auch das was du auch immer erwähntest ne wie schaffst du's?

00:48:16: Wenn ein Vorfall ist, in Eins Dreißig oder ähnlich einer Tagesschau, wie schaffst du es wirklich dann immer jedes Mal auch die Herleitung mitzubringen?

00:48:24: Die Perspektiven auch mit hinein zu holen?

00:48:26: und im interessanter Weise oder besorgniserregenderweise fehlt vielen Menschen der Kontext.

00:48:32: Und eigentlich müsstest du nochmal ganz woanders anfangen.

00:48:35: Deswegen versuchen wir auch immer – das geht halt ja der Tagesshow nicht – sondern das muss dann den anderen Angeboten sein möglichst viel Kontext zu bieten, wo eben all diese Perspektive auch mit reinkommen.

00:48:45: Ich halte es für extremst schwierig und mein, das weißt du auch.

00:48:47: Du warst auch da vor Ort in einen so komplexen Thematik dann tatsächlich auf den Punkt einst dreißig für die Tagesschau zu machen.

00:48:56: Und da kann es durchaus sein dass er der eine oder anderen Stelle nicht immer alle Perspektiven gleich gut oder gleich richtig dargestellt werden.

00:49:06: aber ganz klar deutlich die AD ist auf keinen Fall essseilfeindlich.

00:49:10: Es gibt ganz generell kann man sagen glaube ich den Vorwurf andere Kriege auf der Welt, mit denen Israel nichts zu tun hat sehr viel weniger berichtet wird auch im öffentlich-rechtlichen.

00:49:20: Gibt es dort so eine... also woran liegt das aus deiner Sicht?

00:49:25: Wow jetzt kommst du... wie gesagt das ist tatsächlich eine inhaltlichere Diskussion.

00:49:31: Also Afrika geben wir in Sudan auf nur Ratnotiz nach einer Tagesschau

00:49:37: Ja Und da bin ich bei dir, ne?

00:49:41: Das hat jetzt glaube ich gar nicht so sehr mit Israel und Gaza zu tun.

00:49:45: Es ist ja ganz generell so, dass es andere Themen oder Krisenherde deutlich öfters in die Nachrichten schaffen als dann eben die, die du jetzt erwähnt hast.

00:49:55: Also wir haben ... Bei uns werden die Themen redaktionell ausgewählt und nach einer Relevanz das Thema aktuell einfach auch für die Diskussion in Deutschland hat Definitiv so, dass dann manche dem deutlich häufiger vorkommen als andere.

00:50:08: Ob das gut oder schlecht ist?

00:50:11: Lasse ich jetzt mal offen aber das sind eine redaktionelle Diskussion.

00:50:13: Was ist

00:50:14: denn Israel-Fixierung?

00:50:16: Das glaube ich nicht!

00:50:18: Aber und du hast recht bestimmte Themen, aber wie gesagt es würde dich gerne trennen auch von dem Thema Israel oder Nichtisrael ganz generell finden deutlich weniger statt Und auch das wundert mich manchmal, aber das ist gar nicht so bei den Öffentlich-Rechtlichen sondern ganz allgemein so.

00:50:33: Florian, wenn wir vorausblicken.

00:50:35: Nächsten fünf Jahr... Du bist jetzt noch ein Jahr ARD-Chef?

00:50:38: Nee, Ende des Jahres.

00:50:39: Endet es also ja mit das ablaufende Jahr?

00:50:42: Mit welchem Gefühl gehst du daraus?

00:50:43: Du bleibst dann ja Intendant Dann geht das Zepter weiter.

00:50:48: Also wie gefährlich wirds für euch in den nächsten fünf Jahren In den nächsten zehn Jahren?

00:50:53: Wie wahrscheinlich ist es dass ihr das alles überlebt was dort auch aus der Politik kommt?

00:50:58: Wir haben Siegmund angesprochen Es gibt aber auch aus anderen Parteien Ja fast täglich, wöchentlich massive Kritik an euch und dieses Gefühl Mensch das kostet aber ganz schön viel.

00:51:09: Lass mich eine Grunde größer ziehen weil die nächsten fünf Jahre also ich hab auch keine Glaskugel und gefährlich weiß ich nicht ob das richtige Wort ist.

00:51:16: nochmal wir sind Genau für solche Situationen gegründet worden.

00:51:22: Auch wenn es jetzt um größere Diskussionen auch um die Demokratie gibt, sind wir eine wichtige Säule und daher bin ich immer noch der Meinung dass wir auch gut aufgestellt sind unseren Job von denen wir da sind den auch in fünf zehn zwanzig Jahre noch machen zu können.

00:51:34: Wir müssen uns verändern.

00:51:36: Die Themen Finanzierung und ähnliches sind gerade ganz aktuell.

00:51:40: Wir haben verstanden das wir da auch viel enger zusammenarbeiten müssen.

00:51:44: Die Schwierigkeit ist, es wird eine Weile dauern.

00:51:46: Das kannst du nicht von heute auf morgen machen.

00:51:48: Lass mich denen aber noch ein bisschen größer... Also das betrifft am Ende uns ja nicht allein als öffentlich-rechtlich, sondern was passiert mit der Medienlandschaft in Deutschland?

00:51:57: Die einem wirklich unglaublich reichhaltig ist, einer der reichhaltigsten ist die es gibt auf der Welt mit den Öffentlichen, aber sehr wohl auch mit den Privaten und auch mit den Verlagen.

00:52:06: Da mal in die Zukunft zu schauen, was passiert jetzt mit der ganzen Plattform Ökonomie?

00:52:11: Was passiert mit KI?

00:52:13: Wo kommen Informationen noch her?

00:52:14: Brauchst du überhaupt noch Informationen aus Deutschland wenn du die aus keine Ahnung wo übersetzen kannst?

00:52:19: Also die Diskussion würde ich gerne einfach ein bisschen größer ziehen und da mache ich mir schon Sorgen dass die Medienbranche insgesamt vor einer großen Disruption steht Und halt es für wichtig, dass wir eher gemeinsam also öffentlich-rechtliche Private und Verleger genau diese Themen auch adressieren.

00:52:35: Dass wir die politische auch adressesieren.

00:52:37: Das wird da eine Bewusstsein dafür schaffen, dass sich da gerade maximal was verändert.

00:52:41: Dass die Informationsordnung wie wir seit seventy fünf Jahren in Deutschland haben im großer Gefahr ist.

00:52:47: Was das von der Auswirkung auf unsere Gesellschaft haben kann, dann habe ich so einen Eindruck bei vielen noch gar nichts auf dem Schirm.

00:52:52: Von daher werden wir als Medienbranche in Deutschland vor schwierigen Zeiten stehen Und halte es für sinnvoll, wenn wir uns da, wo es möglich ist einfach unterhaken und gemeinsam vorangehen.

00:53:02: Weil dann glaube ich können wir diese Informationsbasis schaffen die wir brauchen um unsere Bürgerinnen-Bürger informiert zu halten.

00:53:11: Aber auf den öffentlich rechtlichen Rundfunk bezogen.

00:53:14: also was sind fünf Jahren?

00:53:16: Was ist in zehn Jahren?

00:53:17: Na klar und deutlich hier werden uns was die Infrastruktur anbetrifft deutlich synergetischer Aufstellen.

00:53:25: Ich wünschte mir, dass da auch politisch quasi nochmal erkannt wird das wir als Öffentlich-Rechtliche auch da eine Grundstruktur schaffen könnten.

00:53:32: Die ein Gegengewicht wäre zu amerikanischen Plattformen.

00:53:35: Es klingt immer so bisschen lächerlich ja jetzt kommt ihr um die Ecke und wollt jetzt irgendwie Meter oder ähnlichem.

00:53:40: aber ich glaube schon, dass wir eine GrundStruktur auch mit dem was an Fediverse und anderen Projekten darstellen können.

00:53:49: Das heißt, da ist ein ganz wichtiger Bestandteil Und ich mache mir ehrlicherweise um unseren Auftrag keine Sorgen.

00:53:55: Der ist aktueller denn je und von daher bin ich auch gut im Mutus, dass wir mit Sicherheit in kleinerer Struktur zumindest was Verwaltung und Technik anbetrifft aber weiter ein reichhaltiges Programm anbieten können das auch bei den Menschen

00:54:11: vor Ort ankommt.

00:54:12: Florian Hager vielen Dank für die Zeit war sehr spannend.

00:54:15: vielen dank dass ich hier zu Besuch sein durfte.

00:54:17: danke dir Paul.

Dein Kommentar wurde abgeschickt.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.