Was sich niemand mehr zu sagen traut. Mit Maxim Biller
Shownotes
Paul Ronzheimer spricht mit dem Schriftsteller Maxim Biller über seinen neuen Roman „Schwarze Samstage“, seine jüdische Familiengeschichte und die Frage, warum Antisemitismus für ihn bis heute ein wiederkehrender Teil deutscher Geschichte ist. Biller erzählt von seinen Erfahrungen seit dem 7. Oktober, seiner Kritik am Umgang mit Israel und dem Antisemitismus von links.
Außerdem geht es um die politische Entwicklung in Berlin, die Linke und die gesellschaftliche Mitte. Biller erklärt, warum er eine mögliche Koalition von SPD und Grünen mit der Linken ablehnt – und weshalb er die zunehmende „Dämonisierung der christdemokratischen Mitte“ für gefährlich hält.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Antisemitismus und Kommunismus, links sein was auch immer sind einfach sehr mäßige Zwillinge die bei der Geburt nicht getrennt wurden.
00:00:09: Das ist da eingebaut!
00:00:13: Ich freue mich heute auf ein sehr besonderes Gespräch denn mein Gast ist der Schriftsteller Maxim Biller.
00:00:19: er wurde neunzigzehntig in Moskau geboren wanderte mit seinen Eltern zunächst nach Prag aus und später nach Hamburg, und lebt heute in Berlin.
00:00:27: Er gehört – das kann man ganz klar so sagen zu den wichtigsten deutschen Schriftstellern – unserer Zeit.
00:00:34: seine Bücher erscheinen im Kippenheuer- und Witschverlag und er ist dem Kolumnist derzeit!
00:00:39: Jetzt könnte man sich ein bisschen fragen warum Lade ich als politischer Journalist jemand, der einen Roman geschrieben hat.
00:00:46: Aber Maxim Willer ist auch sehr politisch.
00:00:50: Er hatte nach dem Beginn des Ukrainekrieges gesagt, dass er keinen neuen Roman mehr schreiben werde und nun hat er doch ein Roman veröffentlicht, der viele Menschen ... Da bin ich ganz sicher!
00:01:00: Ich hab ihn mir angehört mit der Stimme von Christian Berke.
00:01:04: Sehr begeisternd interessiert, manchmal sicherlich auch ärgern dürfte wie es bei Maxim Willer, nun mal so ist.
00:01:10: Der Titel ist Schwarze Samstag-Roman eines Jahres und es ist ein hochpolitisches Buch das ich wie gesagt gehört habe aber dass man eben auch lesen kann.
00:01:22: Es ist eine Roman über Deutschland und Israel über Journalismus und Antisemitismus über Recht und Linke Und ich freue mich sehr, dass Maxim sich entschieden hat hier in meinem Podcast Das erste große Interview dazu zu geben.
00:01:33: Hallo?
00:01:33: Maxime!
00:01:34: Und ich freu mir sehr wirklich mit dir zu sprechen nicht über die Einladung oder Thank you for having me.
00:01:38: Ich freue mich, mit dir zu
00:01:39: reden.".
00:01:40: Ich freu' mich auch, Maxim!
00:01:42: Das was ich gerade gesagt habe nach dem Ukraine-Krieg als du gesagt hast, Zitat das war ein Unterzeile deiner Zeit.
00:01:51: Die Überschrift war alles umsonst und warum ich kein Schriftensteller mehr sein will.
00:01:57: Wie war das damals?
00:01:58: Warum hast Du das geschrieben?
00:02:00: Warum... Ich
00:02:01: hab's gedacht, ich hab es gefühlt.
00:02:06: Schriftsteller, manchmal solche Sachen behaupten.
00:02:11: Dann ändert sich wieder alles und das war mir aber egal!
00:02:14: Ich hab ja keinen Vertrag unterschrieben mit einer Bank oder ich habe einfach nur das ausdrücken wollen was ich wollte und... Was passiert war?
00:02:23: Nutzendt achten sechzig?
00:02:25: Ich bin acht Jahre alt.
00:02:27: Ich erzähle es nicht so lange stehen eines Tages russische Panzer in dem Park indem ich normalerweise im Murmeln spiele Und danach ändert sich alles.
00:02:37: Ich hab da vorgemerkt, die Aufbruchsstimmung in der damaligen Schüsselerkei, das langsame Abschütteln des kommunistischen Systems durch die lustigerweise oft noch ehemalige Kommunisten und das wäre über das Gorbatschaft nie möglich gewesen... ...und ich hatte einfach einen Déjà-vu!
00:02:55: Ich hatte BDSD, ich weiß nicht mehr, was sein sollt.
00:02:57: Das war krass für mich, war wieder alles zurückgekommen.
00:03:01: Meine Eltern mit vierzig ohne Deutsch zu können, haben das alles auf sich genommen.
00:03:06: Sie sind ausgerechnet auch vor den Truppen dieses Landes geflohen in den glücklichen freien Westen.
00:03:15: Da geht es wieder los und dass worüber ich schreibe geschrieben habe sehr oft viel mehr... Das ist ein bisschen so eine Fehleinschätzung meiner Arbeit, vielmehr eigentlich über die Spuren, die der Stalinismus hinterlassen hat in Familiengeschichten.
00:03:32: als der Holocaust, das war von mal wieder alles da und alles umsonst.
00:03:38: Und es hat einfach nur weh getan, furchtbar wehgetan und ich habe es halt geschrieben weil ich es geschrieben habe und die haben's gedruckt.
00:03:47: so jetzt muss sich natürlich immer wieder dazu was sagen hab aber kein Problem damit weil ich wie gesagt ich habe keinen Wahlversprechen abgegeben Ich habe keine Bank betrogen
00:03:59: Die Panzer in dem Park wo du Mummel gespielt hast.
00:04:03: Hast du die dann dort gesehen?
00:04:05: Natürlich!
00:04:06: Wir hatten, ich meine diese russischen Soldaten.
00:04:08: Die waren ja genauso ahnungslos damals wie sie es oft auch in der Ukraine war.
00:04:13: Wir hatten als Kinder... Kannst du dich erinnern an diese... Wie nennt man das?
00:04:17: Diese Metamaße, die man rauszieht.
00:04:19: Ja.
00:04:20: Diese Metalldinge.
00:04:21: Ich weiß nicht was die heißen.
00:04:22: Die zieht man so aus einer Box.
00:04:22: Ja, also die Küchensohde.
00:04:24: So
00:04:24: wir waren achtjährige, zehnjährige Jungs und wir sind damit rumgelaufen.
00:04:28: Haben das rausgezogen, damit sich eine Antenne aussieht?
00:04:30: Haben so sind wir umgelaufen Und die haben uns gejagt.
00:04:34: Die haben gedacht, wir sind irgendwie tschechoslowakische Agenten.
00:04:37: Ja also daran kann ich mich sehr gut erinnern.
00:04:41: Sollte was passiert?
00:04:42: Nein aber ab und zu hätte man dann doch meinen Schuss.
00:04:46: Wir mussten auch meine Schwester und ich.
00:04:49: unser Kinderzimmer war ursprünglich das war eine Seitenstraße direkt am Park in einer schönen Straße.
00:04:54: Die ging nach vorne und wir sollten dann erst mal ein paar Monate nach hinten schlafen.
00:04:58: Ich glaube, im Arbeitsraum meines Vaters, weil man Angst hatte ... Weil die immer wieder einfach durch die Gegenschausten, die waren sehr unkontrolliert.
00:05:05: Vielleicht kennst du die Bilder von dem Kampf um das Rundfunkgebäude?
00:05:12: Die kennt ja eigentlich jeder!
00:05:12: Die sind ja wirklich historisch.
00:05:15: Wir verwohnten drei Straßenzüge weiter.
00:05:18: Da muss ich auch nicht mehr vorbeigegangen sein.
00:05:20: Ich weiß nicht wo die Fotografien oder meine Erinnerung sich überschneiden.
00:05:26: Die Emigration bedeutete dann für immer die Tür zu seiner Heimat zuzumachen.
00:05:34: Niemand wusste, dass es in den Fall der Mauer geben würde, den Sturz des Eisenentvorhangs.
00:05:42: Das war für immer und das alles verbinde ich mit diesen Tagen dieses Trauma natürlich als Schriftstilke im Nichts Besseres passiert.
00:05:52: Wie lange ging dieses Traumer danach?
00:05:55: Ähm, als dann der April, den Februar zwanzig passierte du diese Bilder gesehen hast.
00:05:59: Du dich erinnerst hast an deine Kindheit.
00:06:02: Wie lange ging dir das so?
00:06:03: Dass du gesagt hast, du willst eigentlich nicht mehr Schriftsteller sein.
00:06:07: Ganz kurz in Klammern Das Trauma.
00:06:09: ich dachte dass meinst du zuerst das Trauma des Nichts zurückkehren könnt meinen geliebten Großvater in Moskau Zurückgelassen zu haben der dann starb Drei Jahre später weil er uns nicht besuchen durfte was hierum meine Mutter fertig gemacht hatte.
00:06:23: Dieses Trauma löste sich erst dann als ich das erste mal mit der ich der Achtziger nach Prag gefahren bin.
00:06:28: Das Trauma, nach dem Vierzwanzigsten Februar, löste sich insofern... weil ... Ich hatte schon einen Roman fertig kurz davor und er hieß auch noch Mama Odessa.
00:06:46: Und der handelte von einer russisch-jüdischen oder udesitischen, ja das kann man nicht so unterscheiden, intellektuellen Familie.
00:06:58: Die Vater ist ein Zionist, die Mutter ist die Mutter.
00:07:02: Die Stärkerin die Klügere, die Zionist-Spindrom.
00:07:05: Der KGB versucht ihn natürlich mit seiner Novicschalkaftener Materie umzubringen.
00:07:13: Er schaffens nicht die Emigrieren nach Hamburg und gleichzeitig entdeckte ich mal wieder zum zehnten Mal in meinem Leben meine Liebe zu Vladimir Vysotsky dem großen russischen Baden, Obdillen der Sowjetunion sagt man Das alles zusammen ergab auf einmal so... Ich musste ja das bearbeiten, dass man es kript.
00:07:36: D.h.,
00:07:36: es passierte der fünftzwanzigste Februar, ich schreibe meinen Text.
00:07:39: alle denken, ich spinne und ich denke mir, nee, ich Spinne nicht meinst du?
00:07:42: Ich muss nur noch diesen einen Roman fertig kriegen und danach werde ich wahrscheinlich Schuhändler.
00:07:47: Und wer nicht das machte, kam mich wieder zu mir als Schriftsteller Anders kann ich's nicht sagen.
00:07:52: Und dann passierte ... Der siebte Oktober
00:07:56: Ja!
00:07:59: Passierte dieses...
00:08:00: Ja, das ist wirklich gut beschrieben.
00:08:02: Es passierte mir!
00:08:04: Ich wollte das nicht.
00:08:05: Ich wollte es wirklich nicht.
00:08:06: Das kann ich jedem der mir vorwürftig hätte gesagt.
00:08:08: Ich würde nie wieder schreiben zu meiner Entschuldigung sein.
00:08:17: Ich habe mich gefragt wie kann man, dass gibt ja keine politischen Bücher die zugleich literarisch sind und gut sind?
00:08:23: Das gibt's ja nicht!
00:08:23: Das ist dann immer agitprop.
00:08:25: Das ist immer Agitation.
00:08:26: Das is' immer Manipulation.
00:08:29: Literatur ist ja erzählen.
00:08:32: Oh Gott, jetzt klingle ich schon wie Ulolf Augstern.
00:08:34: Also wie es ist nicht bewerten!
00:08:36: Das ist ja die Dinge nicht bewährten und das habe ich auch bei diesem Buch versucht Nicht zu bewerten, zu erzählen Einerseits von dieser Zeit.
00:08:46: Es haben andere Schriftsteller in Deutschland gemacht.
00:08:48: Ich denke gerade ein Jahrestage von Uwe Jonsson zum Beispiel habe das später glaube ich gemacht.
00:08:54: Man notiert, Reinhold Götz macht's ja auch.
00:08:57: Man notiert sozusagen eigentlich das, was man erlebt.
00:09:00: Aber das war mir zu wenig.
00:09:01: Weil ich hab währenddich also erzählen wollte... Erzählen ist ja eigentlich sehr oft des Rausreißen seiner eigenen Seele.
00:09:13: die Kontrolle verlassen über die Worte und Sätze um gleichzeitig die Kontrolle behalten.
00:09:21: Das ist ein sehr emotionaler und sehr rationaler Zustand.
00:09:24: Und während mich da befand merkt ich plötzlich Mich interessiert eine, eine wichtige Sache.
00:09:32: Nicht was ist Antisemitismus?
00:09:34: Das fragt sich mein Held Ari nicht!
00:09:36: Der übrigens so ähnlich wie ich aus Prag stammt in Hamburg aufwächst in den siebziger Jahren.
00:09:40: das ist ja so ne...
00:09:42: ...das Drindlviertel?
00:09:43: Genau.
00:09:44: Nein er fragts sich also er sieht zum Beispiel Erich Fried.
00:09:48: Den kennt heute wahrscheinlich nicht mehr so viel.
00:09:51: Erich fried war ein jüdischer Emigrant der nach England geflohen war vor den Nazis extrem links, grosses Idol des siebziger Jahre Studenten.
00:10:04: und es gibt so ein Kapitel in dem Buch wo Ari mit seinen deutschen Freunden in einer Lesung des großen Dichters im Philosophenturm in Hamburg sitzt.
00:10:20: Das ist dort der Uni Und er fängt an und sofort ist er dabei.
00:10:25: wie geil Ulrike Meinhoff ist.
00:10:28: Sie und Rosaluxenburg sind eigentlich Schwestern.
00:10:33: Und Ari wird schlecht davon, davor sind die doch gerade geflohen.
00:10:38: diese Familie auch sein Vater wie der Vater in Mama Odessa wird natürlich als vermeintlicher aber auch als echter Zionist von den Behörden verfolgt.
00:10:47: und dann sitzt er da drin in diesem Vorlesungssaal im Hamburger Uni im Philosophenturm und versteht die Welt nicht.
00:10:56: er versteht sie nicht mehr sondern versteht sich Und stellt sich die Frage nicht, was ist an Dysemitismus?
00:11:02: Sie hat für uns ja tausendmal erzählt.
00:11:04: Warum?
00:11:05: Von einer Szene, die mich auch sehr bewegt hat von Ari noch vorher, wo er in der Schule ist und sein Vater dann gerufen wird zu dem Lehrer, der Wehrmachtsoffizier war.
00:11:20: Und nochmal mir dieses Bild kam beim Zuhören... Wo ich dachte, Wahnsinn.
00:11:28: Jemand der genau weiß dass zwanzig dreißig Jahre vorher dieser Lehrer, der ihm nun vorsteht ihn vergaßt hat.
00:11:37: Na ja er vergastet entweder nicht aber hätte dafür gesorgt das er wirklich vergaust werden würde.
00:11:42: Wenn du das gerade erzählt hast fände ich ganz schön liest mir kalt über den Rücken.
00:11:46: also danke dafür dass du meinen Buch mehr sozusagen noch mal nahe gebracht hast.
00:11:51: diese Situation ist teilweise Sehr, sehr fiktional und teilweise war das denn wirklich so.
00:11:59: Ich hatte...
00:11:59: Das habe ich mich genau auch gefunden!
00:12:01: Ja, das erzähle ich gerne.
00:12:03: Mich haben mehrere Leute geprägt.
00:12:06: Mich hat geprägt natürlich mein Vater, meine Mutter, meine Schwester.
00:12:13: Die Söhne sind auch Bosse nicht wenn du nach Israel rast.
00:12:18: Aber mich haben auch ein paar Pädagogen geprägen.
00:12:23: Strahlender Held meiner Kindheit Ein Lehrer, den wir bekamen in der siebten Klasse.
00:12:29: In Hamburg am Kaiser Friedrich-Ufer-Gymnasium.
00:12:32: Der Unterrichtete... Ich muss mal zusammenkriegen!
00:12:34: Also ein klassischer Romanist.
00:12:35: Latein, Sozialkunde Deutsch Geschichte, vier Fächer.
00:12:41: Er wollte nicht, dass wir Vokabeln auswendig lernen hat gesagt.
00:12:44: Es können nur die Blöden sollen ja auch Vokabel auswändig lernen.
00:12:47: ich will das.
00:12:47: ihr denkt.
00:12:47: Ihr könnt euch bei den Schularbeiten gerne euer Wertebuch benutzen.
00:12:56: Und er sagte, wenn ich euch frage was ist expressionistisch an diesem oder jenem Gedicht von Walter Hasenclever?
00:13:05: und ihr sagt dann das ist überhaupt nicht expressionistische.
00:13:09: Wenn ihr das gut begründet kriegt die genauso eins.
00:13:13: Und er hatte nur noch einen Armstumpf.
00:13:18: also hat er einen Arm und das andere war ein Armstupf.
00:13:21: Er war im Krieg hatte den Arm verloren, er hasste den Krieg.
00:13:26: Er zeigte ihn uns zwei, drei Mal.
00:13:28: Ich sehe das Bild bis heute und hat uns gesagt, schaut mal!
00:13:33: Das macht dieser Unsinn mit einem Menschen.
00:13:36: Das ist der erste Pädagoge, der auf mich wirklich Einfluss gehabt hatte.
00:13:41: Dieser Dr.
00:13:42: Renz in dem Buch, der in Wahrheit etwas anders hieß – und die Geschichte ist ja teilweise erfunden – d.h.
00:13:48: Ari hat Ärger mit einem linken Lehrer.
00:13:53: Der schickt ihn zum Direktor Und der Direktor holt sich dann den Vater und sagt, sagen sie ihm Wenn er Ärger hat mit den Jungs Dann soll er direkt zu mir kommen.
00:14:03: Es ist vollkommen klar dass dieser Mann wirklich ein Andre geworden ist.
00:14:09: Ja da mache ich keine Abstriche Da sage ich nicht, er war.
00:14:12: aber nein Er ist ein André geworden.
00:14:15: Für mich auch sehr, es bewunder ich so sehr.
00:14:19: Das ist ja etwas, was... Dass
00:14:21: das überhaupt möglich ist?
00:14:22: Ja und es ist auch auf eine gewisse Art.
00:14:24: Ich weiß gar nicht schriftstallig weil wir als Weicht in zwölf, vierzeh... Es ist auch eine sehr, sehr literarische Situation!
00:14:30: Und wenn heute es einen Jugend gibt die von nichts nichts weiß und im Prinzip blöder daher redet als mein ehemaliger Direktor der in der NSRP war und mich aber schützen wollte vor dem kleinen Antisemiten in der Schule dann denke ich mir hat Gott denes nicht gibt.
00:14:46: das kommt ja in den Buch oft vor diese Formel hat er sich echt schon wieder einen guten Witz ausgedacht.
00:14:51: Wenn wir über heute sprechen und dann zentrales Thema in dem Buch, was dann nach dem siebten Oktober passierte... Und auch das beschreibst du ja im Roman dieser Tag als die Nachrichten des siebsten Oktoberes über die Welt gehen, um die Welt zu gehen Wie war das bei dir?
00:15:16: Also wie hast du persönlich den siebten Oktober erlebt.
00:15:21: Ich überlege gerade, ob ich überhaupt darauf antworten soll weil das ist halt so eine betroffenen Frage, das müsstest du Sascha Reimowicz fragen.
00:15:29: Das ist eigentlich egal!
00:15:30: Ich weiß nur eins... also wir wissen alle wie es war.
00:15:40: Es gab kaum Mitgefühl schon gar nicht wirklich tief empfundenes Mitgefühlen.
00:15:45: da bin ich sehr glücklich zu sehen einen Bundeskanzler, den heute alle beschimpfen.
00:15:49: Der wirklich auf so einer Demo ist am Brandenburger Tor... Brandenburg-Tor?
00:15:55: ...der wirklich Tränen in Naung halt.
00:15:59: Das sind die Szenen, die ich mich erinnere.
00:16:04: Ansonsten ja Gleichgültigkeits-Sympathisantentum.
00:16:09: Das kannte ich auch schon alles aus dem Siebzigern und das war vielleicht auch eine der Gründe, dass wir der Antrieb dieses Buch zu schreiben.
00:16:16: nochmal warum
00:16:17: aber hat dich das überrascht?
00:16:19: Nein, ja doch jetzt kann ich dir was Witziges erzählen.
00:16:23: Eine Woche lang rufen mich ständig Freunde und nicht sehr Freunde an und sagen Maxim du hattest schon immer recht weil ich immer allen gesagt habe vergisst es.
00:16:34: das ist eine trügerische Ruhe die um uns herum herrscht
00:16:38: oder sich Jahre vorher
00:16:39: eben.
00:16:39: Ich hab das doch mitbekommen.
00:16:41: wie gesagt seit den siebzigern neben mir saßen im der Schulklasse, in der achten Klasse und in der zehnten Klasse Leute in Palästinenser tüchern.
00:16:52: In dem Roman gibt es ja eine fantastische Szene die meine Lieblingsszene ist man zu sagen da wo Ari sich mitten im französisch Unterricht plötzlich einem Mitschüler in so einem Schwachkopf seine Kefir ich weiß auch nicht warum die alle heute Kufir sagen.
00:17:07: sie sagten immer kefir wegnehmt sich die Hose aussieht um die Beine bindet auf ein Tisch springt einen imaginierten arabischen Bauchtanz tanzt.
00:17:19: Und die liebe französische Lehrerin sagt, okay, Ari jetzt haben wir es verstanden, komm bitte runter und ließ weiter
00:17:24: Floberfo.".
00:17:26: Das hab ich ja alles gesehen!
00:17:31: Als sich auf die Welt kamen und die ersten Jahre gelebt habe, haben sehr schnell meine Eltern gemerkt der Junge ist immer sehr skeptisch.
00:17:39: das war bei uns so eine Redewendung zu Hause.
00:17:41: Es gibt auch nen russischen Witz, der ist ein bisschen versaut.
00:17:45: Das heißt, wenn man skeptisch ist und Jude isst, dann hat man es als Prophet super leicht.
00:17:51: Denn die Katastrophe wiederholt sich immer wieder!
00:17:53: Und wir hatten eine goldene Zeit.
00:17:57: Davon handelt dieser Roman auch von der goldenen Zeit, die übrigens nicht die Siebziger waren sondern die Achtziger-Ninziger für den Helden in diesem leichten bohemmhaften München das eigentlich all die Versprechen machte wie das Berlin dann der Nullerjahre.
00:18:15: Aber dort wurden sie gebrochen durch diesen Geldwarnsinn und hier werden sie halt gebrochend durch irgendwie eine drohende linke Bürgermeisterin.
00:18:24: Aber ganz wichtig, ich hab's erwartet!
00:18:31: Ich war nicht überrascht.
00:18:32: Und es hat trotzdem weh getan?
00:18:35: Ich muss dann immer denken an diese jungen Männer die sich freuen auf den Ersten Weltkrieg... ...und Hurra schreien für ein Kaiser!
00:18:46: Und drei Wochen später sitzen Sie irgendwo im Schützengraben und scheißen sich voll.
00:18:50: Ja, du weißt nicht wie es wird wenn's dann da ist.
00:18:53: So eine Katastrophe Aber noch mal zurück.
00:18:56: Warum gibt es den Antisemitismus?
00:19:00: Ich bin sicher dass Du vielleicht einmal darüber nachgedacht hast.
00:19:03: Du hast bestimmt noch keine Antwort drauf gehabt.
00:19:05: Oder weißt Du warum es Antisemitismus gibt?
00:19:08: Kein Test!
00:19:08: Nein nein
00:19:09: ich denke immer wieder neu darüber nach Und bei vielen verschiedenen Formen des Antisemitism Gibt es immer Neues Nachdenken und Antworten, aber ich habe nie eine Abschließende gefunden.
00:19:23: Gut also Ari der ist ja ein bisschen idiosynkratisch und Ist ein bisschen sehr empfindlich und er denkt drüber nach und er kommt zu dem Schluss Es ist eine nicht mal These ist ne Hypothese.
00:19:39: Er ist in einem verrückten Grunde waren es gerade die Juden und Abraham Und der dachte Leute wir müssen hier irgendwie aus unserer schön gegen den UNKD verschwinden und Wir müssen irgendwie dann nach Kanan.
00:19:49: und da ist irgendwie Passten nicht so viele Leute auf uns auf und da machen wir unseren eigenen Schild.
00:19:55: Und das wird einfach sein, eine Art Religion mit einem Gott den es eigentlich gar nicht gibt!
00:20:02: Wir müssen aber auch noch uns gut benehmen.
00:20:05: Das war dann Moses später bei den zehn Geburten.
00:20:08: Wir dürfen dies nicht, dies nicht... ...und das wird uns sozusagen zu guten Menschen machen.
00:20:16: soweit's
00:20:17: geht.".
00:20:19: Und natürlich gab es ja immer wieder Rückfälle und es gab den Tanz ums Goldene Kalt.
00:20:24: Es gab im besetzten Kanan immer irgendwelche Bekloppten, Juden die dann anfingen plötzlich Partys in irgendwelchen Tempeln zu feiern und mit den Tempeldienerinnen zu schlafen aber alles in allem man blieb auf der Spur.
00:20:39: das heißt vereinfacht gesagt so kam die Moral in die Welt Und zwar nicht eine bürokratische Ordnung, wie es sie vielleicht im Sumer gab oder im Babylon.
00:20:51: Sondern wirklich zwischen den Menschen.
00:20:55: Das war natürlich erst mal für die Nicht-Juden krass nervig seltsam und unverständlich... ...und so haben Sie also bei Bahnen gesagt das gefällt uns nicht!
00:21:07: Wir wollen auch weiter einfach Brandschatzen.
00:21:10: wir wollen.
00:21:10: Wir wollen irgendwie mit der Frau unseres besten Freundes schlagen wenn wir Lust drauf haben.
00:21:15: Wer ist denn da oben?
00:21:16: Wer will uns das verbieten, haben gar nicht verstanden, dass es diesen Gott ja gar nichts mehr gibt.
00:21:20: Der existiert ja gar nicht!
00:21:21: Es hat eine Trick der Jugend.
00:21:23: Und dann passierte Jesus und die Gründung des Islam.
00:21:29: Sie schienen es doch irgendwie angenommen zu haben, diesen Weg tief drin – wie sie gut freut sagt, das habe ich beim Schreiben dieses Buchs erst später gemerkt – über die Christen schlecht getauft.
00:21:40: Das ist noch da.
00:21:42: Die Juden haben zweitausend Jahre, achtzehnhundert Jahre keine Waffe in die Hand genommen.
00:21:47: Wir haben euch ... Paul!
00:21:48: wir haben euch eine Chance gegeben.
00:21:50: Achtzehn hunderte Jahre haben wir keine Waffe in die handgenommen.
00:21:55: Erstens sind wir immer noch da.
00:21:56: das nervt auch tierisch.
00:21:57: und zweitens was hat es gebracht?
00:22:02: Und so endet dieser Roman mit einem Gespräch von Ari Mit seinem linken religiösen Schwager den London lebt Wo sie diese Dinge besprechen, der ihm dann sagt herzu.
00:22:15: Der Antisemitismus wird erst dann verschwinden wenn die endlich die Gebote ernst nehmen von Moses und... Die Rabbiner haben sich für die Geurchen was Schönes ausgedacht das heißt die sieben Gebote nur es Das sind nicht alle.
00:22:29: Es ist nur ich kann das jetzt nachschauen es ist irgendwie nicht ehe brechen und... Nicht töten.
00:22:35: und so als weniger Wenn dem Moment wo das passiert Bist auch kein Antisemitismus geben wir den Menschen gutzelt werden.
00:22:42: Das ist die Geschichte, die in diesem Roman erzählt wird.
00:22:45: Und das war der Motor eigentlich.
00:22:48: weil du fragtest wie habe ich eigentlich angefangen zu schreiben?
00:22:52: Genau dadurch!
00:22:52: Weil ich wollte es wissen und mit mir wollte er Heldwissen des Ormans.
00:22:59: Du hast das Mitgefühl angesprochen oder das Mangel mit Gefühl dass nicht kam so wie du es dir gewünscht hattest... Ich hab's
00:23:09: mir nicht gewünschte Oder
00:23:10: du hast es dir nicht gewinnt.
00:23:13: Das war traurig, aber gewünscht hab ich's mir.
00:23:17: Was kann man sagen?
00:23:21: Was das richtige Maß gewesen wäre nach dem siebten Oktober?
00:23:24: also hätte man sich du sagst du hast nicht gewünschte andere hätten sich gewünsche Demonstrationen also dass es irgendwie weiß er nicht dass sich hunderttausende Millionen auf den Straßen versammeln.
00:23:35: oder ist das auch Quatsch?
00:23:36: was?
00:23:37: millions auf den Straßen für die Juden ist ja schon schön.
00:23:40: Aber
00:23:40: drei fuß auch nicht bekommen Das kriegen wir nicht.
00:23:43: Nee, nee.
00:23:45: Das war ... Sag mal, ich hatte kein Playbook heute?
00:23:48: Ich hatte keinen Playbook für Sympathie nach dem siebten Oktober.
00:23:51: Ich wusste nicht nur so war das nicht.
00:23:54: Schau mal vor drei Tagen ein Re-enactment von EnTable also der verhinderte Amsturz der Dubai-Maschine.
00:24:05: irgendwelche Nachrichten, ich will es niemanden extra denunzieren.
00:24:09: Ganz am Ende, zuerst kommt in die dreißig Stunden lang Versicherung und Tankrabatt.
00:24:17: Wahnsinnig!
00:24:18: Die Deutschen sollten eigentlich mal darüber nachdenken ob sie nicht ein bisschen zu sehr besessen sind von Zahlen und Prozenten und Kürzungen.
00:24:26: Ganz am ende warge ja David ist das passiert?
00:24:31: man weiß natürlich nichts.
00:24:32: Das ist so ein bisschen wie wenn heute in Deutschland die eine dreihundert Leute abschichten.
00:24:36: Man weiß nichts über seine Motive.
00:24:39: Also weiß man nicht, nur dieser Netanyahu der behauptet und so.
00:24:44: Abmoderation-Korrespondent in Tel Aviv auf den Dächern von Tel Avive, wahrscheinlich genau dort wo auch dieser Film NASA gedreht wurde, sprich das ist sozusagen so ein Mikro, dann spricht er ins Mikro und sagt dass es das passiert?
00:24:57: Ich paraphraseere jetzt.
00:24:58: Interessant wird es werden wie die Parteien diesen Vorfall für ihre Wahlkampagnen instrumentalisieren werden.
00:25:07: Ja!
00:25:09: Was soll man dazu noch sagen?
00:25:10: Ja,
00:25:10: das heißt... Man sucht es immer.
00:25:14: Aber ich bin ja ein Deutscher!
00:25:18: Ich will sagen, dass die Gefühle der anderen halbwegs sich mit meinen decken.
00:25:27: Nicht die Gedanken, die Gefülle.
00:25:29: und das hatte ich tatsächlich zum Beispiel in den Achtzigern.
00:25:33: Ich hatte ja das unendlich große Glück, aber du musst mich unterbrechen.
00:25:36: Nein ich finde
00:25:36: es sehr spannend!
00:25:38: Ich
00:25:38: würde schon unterbrennen.
00:25:39: Keine Sorge.
00:25:41: Ich habe für mich geschrieben, dass ich Geld verdiene.
00:25:46: und so geriet dich in den Journalisten.
00:25:48: Ich war auf der Journalistenschule, wo ich mehrmals was rausgeflogen wäre...
00:25:54: Was hast Du gemacht?
00:25:56: Ah, das war einmal ganz witzig.
00:25:57: da hatten wir Unterricht.
00:25:59: Das sind ja immer Kurse, das ist ja praktischer Unterricht.
00:26:02: Bayerische Rundfunk Radio Nachrichten, Kurs-Radio Nachrichten.
00:26:09: Wir also dann vom Altheimer Egg so hieß es zum Bayerischen Rundfunk da im Bahnhof irgendwo in diesem Hochhaus Studio alles sehr aufregen.
00:26:17: Hab hier vorhin gerade eine Gruppe gesehen.
00:26:19: das war wahrscheinlich so ähnlich.
00:26:20: Wie sitzen Sie uns da rein?
00:26:22: Es ist das Jahr Herbst' repository.
00:26:27: Wir setzen uns da reingekommen zu einem Herr in seinem schwarzen Anzug sieht eigentlich aus wie irgendein Religionslehrer aus den fünftiger Jahren Und sagt, guten Tag!
00:26:36: Grüß Gott an meinen Damen und Herren.
00:26:38: Freue mich dass Sie da sind.
00:26:39: ich spiele.
00:26:39: zuerst einmal wir wollen Nachrichten machen üben.
00:26:42: Ich spielen erstmal Nachrichten vor des Bayerischen Rundfunks wie so Modellhaftzi Das ist ja auch mal mehr.
00:26:50: Dann sendet der fünf Minuten Nachrichten dann ist es zu Ende?
00:26:58: Dann muss ich mich mal erinnern.
00:27:02: Dann sagt ihr Ihre Meinung was ihnen aufgefallen.
00:27:07: Wortmeldungen Habe ich mich gemeldet und habe gesagt, ja bitte.
00:27:11: Was haben Sie dabei gedacht?
00:27:14: Aber es klang wirklich genauso wie Radio DDR.
00:27:18: Das war sehr offizieus damals.
00:27:22: Er reagiert nicht, dreht sich weg... Ich hab ihn noch nie vorher gesehen!
00:27:29: Und ich sehe übrigens im Prinzip ... Ich hab jetzt nicht irgendwie einen langen Rabbinerbad und so sah ich mir sechzehn aus.
00:27:37: Die Haare waren ein bisschen mehr, aber eigentlich war alles wie jetzt.
00:27:41: Drehte sich zu jemandem anderen?
00:27:43: Beginnt mit ihm kurz zu reden?
00:27:45: Plötzlich drehte sie mich um?
00:27:48: Rot angelaufenes Gesicht und schreit mich an!
00:27:50: Ich soll nach Israel zurückgehen, wo ich herkomme.
00:27:55: Ja, weil das ist halt normal.
00:27:58: Ich komme ja auch zum Ostblock.
00:27:59: Mein Großvater ist von Russchaufsleuten gehängt worden dafür dass er angeblich in die Schwarzmarktgeschäfte gemacht hat.
00:28:06: Geh ich raus, glaubst du es geht irgendeinem hinter mir her?
00:28:13: Und dann wollte er das sich mich entschuldigen.
00:28:17: Und sonst würde er den Ausbildungsvertrag mit der Midgern Journalisten Schule beenden.
00:28:23: Ich mein... Ich weiß nicht, ich würde heute genauso handeln aber damals hat mir das was Spaß gemacht.
00:28:27: Ja soll sein!
00:28:30: Ich soll mich entsschuldigen?
00:28:32: Nachdem wer das gesagt
00:28:33: hat?
00:28:33: Genau.
00:28:33: und dann fuhr ich nach Hamburg in den Semesterferien.
00:28:36: Mein Vater auch war auch der Meinung, ich soll mich nicht entschuligen meine Mutter sowieso.
00:28:40: Und irgendwann kam ich, ich weiß jetzt nicht vom Einkaufen nach Hause und mein Vater sagt, ja der XY hat angerufen.
00:28:47: Der Dozent und war sehr gut verstanden.
00:28:49: Der ist ein großer Freund des jüdischen Volkes.
00:28:51: Er war auch mal Kursponent in Israel.
00:28:56: Diese Verdrehtheit um jetzt mal von davon wegzukommen, ist ja schon wieder so eine schöne literarische Szene.
00:29:03: Davon kann man ja erzählen was es da passiert?
00:29:07: Warum so und dann so und anso Und warum später auch noch.
00:29:14: Da war ich Korrespondent im Vatikan, da hat er Schwierigkeiten bekommen wegen irgendwas.
00:29:18: Das will ich jetzt nicht groß erzählen.
00:29:20: Das ist eine Lebensgeschichte, die eigentlich entlang an meiner Lebensgeschicht wie ein kleiner kurzer Roman mir scheint und das fasziniert mich und damit konnte ich natürlich über Jahre viele Jahre hinweg eigentlich mich sozusagen moralisch hier über Wasser halten
00:29:38: Weil du die Medien ansprichst?
00:29:40: Also aus der Zeit, wenn wir das jetzt übertragen auf die Berichterstattung nach dem... oder direkt nach dem siebten Oktober.
00:29:50: Wie hast du die Berrichterstattungen empfunden?
00:29:54: Das weiß ich nicht so genau.
00:29:55: tatsächlich!
00:29:56: Ich will jetzt auch noch ganz wichtig nicht alle beim Kampf scheren.
00:30:00: Nee, überhaupt
00:30:00: nicht.
00:30:00: Nein,
00:30:01: ich weiß gar nicht.
00:30:02: Ich kann mich nicht... Ich finde heute krasser.
00:30:04: Heute fällt die Einseitigkeit viel mehr auf.
00:30:09: Also auf Englisch sagt man ja, die meisten unsere Leitmedien sind auf jeden Fall voreingenommen bzw.
00:30:18: beierst eindeutig.
00:30:19: aber ich werde es jetzt nicht belegen, sonst langweilig für uns.
00:30:23: Meine Berichterstattung war ne Ernst andere!
00:30:26: Ich hab halt einfach jeden Abend das.
00:30:27: auch das erzähle ich wieder Ari.
00:30:30: Da kommt zu ihm ein Freund und jammert Und der Ari sagt zu ihm, dass später aufzuspinnen du Hollsuse.
00:30:35: Die geht's doch gut!
00:30:36: Du fliegst morgen nach Mexiko und bist Maler und hast viele Mädchen.
00:30:40: Unseren Kaum ist er weg.
00:30:41: Setzt sich Ari in die Küche und fängt an so... Auf Instagram Reels von irgendwelchen Hamas-Typen und Angriffen zu... Also das war auch schon ein bisschen Hamasporno.
00:30:54: Ja?
00:30:55: Das ist ganz klar.
00:30:56: Und ich fand es ekelhaft.
00:30:58: Ich habe auch wirklich die schlimmsten Sachen nicht angeschaut.
00:31:01: Bist du da auf Instagram viel unterwegs gewesen?
00:31:05: Geht so, aber ich weiß ... Ich wusste wo ich schauen sollte.
00:31:08: Eine Zeit lang ging es auf Twitter.
00:31:11: Ich wollte halt sagen unsere Heldentaten sehen und nicht irgendwie unsere Opfer.
00:31:16: Und das ging irgendwie auch.
00:31:21: Aber es hat dann auch aufgehört weil es einfach nirgendwo hingeführt hat.
00:31:25: Das war meine Berichterstattung die ich wahrgenommen habe.
00:31:30: Wahrscheinlich war ich wie so ein Beklopter, der eigentlich gar nicht mehr so menschenmedien stimmt aber nicht.
00:31:35: Habe ich nur daran habe ich keine große erinnerung.
00:31:37: Ich will auch heute von heute aus niemanden beschuldigen Wie er oder was er gesagt hat vor zweieinhalb Jahren.
00:31:46: das kann ich dir schwer sagen.
00:31:48: es gab paar gute Ausnahmen.
00:31:51: Ich hab der gesagt mit März.
00:31:52: Es gab noch einige andere.
00:31:53: Das hat mir eigentlich schon gereicht.
00:31:55: Nur nochmal!
00:31:56: Ich bin Deutscher.
00:31:59: Aber wenn du sagst, heute war's krasser?
00:32:00: Was meinst du damit?
00:32:01: oder heute ist
00:32:02: es... Nein.
00:32:02: Heute gibt es eine Übereinkunft aber ich bin ja nicht blöd.
00:32:06: Wir werden jetzt gerade politisch.
00:32:09: Das will ich nur halb Ja.
00:32:11: Ist das so politisch?
00:32:13: Ja weil wir sagen dir wo wir gelandet sind.
00:32:15: Wir sind grade bei dem bei den bösen G-Wort gelandete.
00:32:18: Ja Irgendwann haben es die Hamaspropagandisten geschafft Nicht durch die Tat sondern durch viele andere Aktionen.
00:32:25: Vieles wird ja auch zum Beispiel Amerika Viele Universitäten werden ja bezahlt vom Qatar zum Beispiel.
00:32:31: Also da wird er viel länger, es geht rein in die Post-Colonial Studies und so weiter.
00:32:37: also wir haben auch Franka Albanese zum Beispiel.
00:32:41: ich kanns dir anders beantworten.
00:32:43: Ich werde nicht die Frage diskutieren ob die Juden das Blut kleiner Jungs für ihre Matzes verwenden.
00:32:50: darüber rede ich nicht.
00:32:51: Deshalb würde ich's auch hier gar nicht tun.
00:32:54: aber dass ist das.
00:32:55: Es gibt eine Übereinkunft, das hat sich reingefressen.
00:32:58: In das Bewusstsein jetzt inzwischen des Mainstreams?
00:33:04: Wie den Juden noch mehr Schmerz hinzuzufügen, indem zu sagen Ha ha ha!
00:33:10: Am siebten Oktober hat nicht die Gegenseite ein Genozid an euch versucht, sondern nein, dass seid ihr.
00:33:21: Interessiert mich nicht, finde ich lächerlich.
00:33:23: und jeder intelligente... Nicht jede intelligente Mensch, jeder Mensch mit Verstand Sollte das auch verstehen, dass in mittelalterlicher Ritualmord lügen?
00:33:32: Inklusive sagen der Kinder.
00:33:34: Ach die Kindheise, ach die Kinder!
00:33:37: Aber das ist ja nicht der Punkt.
00:33:38: ich hab mit diesem Buch eigentlich versucht abzuräumen Mit vielen dieser Lügen.
00:33:48: Ich geb den Beispiel Nicht jetzt doch weil ich Werbung machen bitte Nein nein nein Quatsch also für die Mir war.
00:33:56: ich sage es ehrlich mir war noch nie ein buch so wichtig weil ich glaube Es ist aufklärisch.
00:34:00: Dennis Schäck hat neulich ... Beim
00:34:02: Weißberger.
00:34:03: War das beim Weißberg?
00:34:04: Beim
00:34:04: Weissberger hatte er auch immer dich geredet.
00:34:08: Ach, darum ist das Bayer mal so und so hochgegangen!
00:34:10: Nein aber er hat halt einfach gesagt, er würde sich freuen wenn es ein Schulbuch werden würde.
00:34:14: Ja, weil das in Schule gelesen wird.
00:34:17: Er hat auch von einem Alltags-Antisemitismus gesprochen und das was eben seit Jahrzehnten da ist.
00:34:25: Ja ja klar, ich will mich nur erinnern was ich eigentlich dir erzählen wollte.
00:34:31: Es gibt ein Kapitel in dem Buch, es gibt ja verschiedene Kapitels.
00:34:33: Das ist auch leider ich kann's verstehen man hat wenig Platz und man ist nicht so intelligent.
00:34:38: Es gibt viele verschiedene historische Exkuse in diesem Roman die aber sehr sehr – ich hoffe du hast das als Leser empfunden – sehr literarisch sind.
00:34:49: Mich hat immer sehr beeindruckt.
00:34:51: Hans-Erich Nossack den Jean-Paul Sartre für den wichtigsten deutschen Nachkriegsschriftstelle hielt in den ersten Jahren nach dem Krieg.
00:35:01: Vierziger Jahre lebt in Hamburg, während des Kriegs und dann beschließt er eines Tages mit seiner Frau endlich nach ein paar Jahren aufs Land zu gehen.
00:35:12: In die Heide.
00:35:14: Und genau in der Zeit... Überlebt
00:35:16: dadurch?
00:35:18: Er sieht den Feuersturm, nannte man das Feuersturm glaube ich.
00:35:21: Er sieht diesen Feuerstorm, er sieht die Zerstörung Hamburgs.
00:35:25: Kommt zurück und seine Wohnung ist... So
00:35:27: kommt zurück, seine Wohnung, dann ist das Haus Die Wand ist weg, es aufgeklappt.
00:35:34: Sie guckt wie so ein offenes Gehirn und geht da durch und dann denkt er ich will jetzt nicht... Ich kette eine Stelle vorlesen aber ich erzählte sie und dachte wir haben's nicht anders verdient?
00:35:44: Wir haben das begriffen!
00:35:46: Diese Lektion mussten wir kriegen.
00:35:48: auch ich war von diesen Gedanken verseucht die den Nazis unter die Menschen brachten.
00:35:54: Wir haben sie nicht aufgehalten.
00:35:56: Das ist unsere Strafe, dass ist unsere Lektionen und das ist die Möglichkeit für uns bessere Menschen zu werden.
00:36:02: Und ich kenne niemanden, schreibt er.
00:36:06: In Hamburg der jetzt auf die Alliierten schimpft.
00:36:10: Die schimpfen alle auf Hitler und das Kapitelt endet mit den Worten – mit Aris Worten!
00:36:23: Jetzt ist jeder Mensch selbst dazu aufgerufen zu sagen in Bezug auf die heutigen Ereignisse auch in Bezug auf den Kriegengaser wie er es sehen möchte.
00:36:35: Ich überlasse ihm den Zurteil.
00:36:36: Das Buch ist ja nicht polemisch, du hättest... das hätte ich dich vorhin gefragt.
00:36:39: Ich habe mir sogar Notizen gemacht!
00:36:40: Man macht sich heute dann gar keine Notizen mehr in so Sendung.
00:36:43: aber ich hab' mir... Du hast gesagt bei der Vorstellung du hattest dich geärgert?
00:36:48: Nein, ich hab gesagt manche mögen sich möglicherweise darüber.
00:36:51: Nicht ich, nicht ich.
00:36:52: Ah okay, gut.
00:36:53: Ich hab mich gar nicht
00:36:54: geärgert.
00:36:54: Weil das hat ärgert mich wiederum dass immer wieder eingeleitet wird eine Vorstellung meiner Person mit den Worten.
00:37:02: Streitlustig, streitbar, der ärgerte uns und so.
00:37:06: Das sind die, wie man heute sagt.
00:37:07: Das sind alte antisemitische Tropes?
00:37:09: Nein nein ich hab mich gar nicht
00:37:10: gehört.
00:37:11: Na gut, na dann bin ich umso voll!
00:37:14: Aber was in dem Zusammenhang natürlich diskutiert wird, erlebe ich ja auch als Reporter der nach dem sieben Oktober ganz schnell dort hingereist ist versucht hat zu berichten, ich sage versucht weil es dann als der Krieg begann für uns Reporter nicht möglich war noch Gaza zu kommen.
00:37:33: bis heute darf kein Reporter von dort berichten, was wir auch alle immer stark kritisiert haben.
00:37:38: Man konnte mit der israelischen Armee rein, aber eben nicht alleine.
00:37:41: so etwas die Berichterstattung schwierig macht.
00:37:43: und dann die Frage über die Kriegstrategie und das Ausmaß der Zerstörung, die hier geführt wird was in Deutschland bis heute heftige Debatten auslöst, egal wo man hingeht.
00:37:57: Was
00:37:57: das ihr nicht reingekommen seid?
00:37:59: Das leider nicht groß genug würde ich sagen.
00:38:01: Das wurde medial kritisiert.
00:38:02: Das kann
00:38:03: ich dir erklären warum nicht!
00:38:04: Ja, dort werden Sicherheitsgründe aufgeführt von der israelischen Regierung übrigens auch von Ägypten aber ich meine es wäre ja unser Job gewesen dort zu sein.
00:38:15: Stell dir vor Paul Ronsheimer wird von der Hamas entführt.
00:38:23: einfach so punkt und du bist im selben tunnel wie diese armen armen israelis.
00:38:28: ja gut aber damit könnte man argumentieren dass man uns in gar keinen kriegsgebiet oder krisengebiet mehr lässt.
00:38:33: vielleicht
00:38:34: ist das eine andere gegner als andere gegener.
00:38:38: also ich finde da einfach nur sozusagen falsch finde ich zu schnell, aber ich finds besser wenn ihr es kenntet irgendwie so.
00:38:51: Aber es gibt wirklich teilweise Gründe, die nicht zu eurem Schutz übrigens sind.
00:38:56: Das sind die Gründe zum Schutz Israels!
00:38:58: Weil wenn – stelle vor nochmal ausländische Korrespondenten werden Hamas geiseln kippt alles, gedreht sich alles noch mal.
00:39:08: Ja?
00:39:09: Das ist noch einmal eine ganz andere Geschichte aber darüber haben wir gerade gar nicht geredet.
00:39:12: also du sagst das siebt Oktober, du bist Berichterstatter
00:39:16: Genau und ja ab einem bestimmten Zeitpunkt.
00:39:21: Was mich verwundert hat als Berichterstatter damals, dass klar am Anfang gab es diese unglaublichen Schock.
00:39:29: Diese tausender Zweihundert Menschen die massakriert worden sind.
00:39:34: darüber gab's dann auch Berichterstattung aber das drehte relativ schnell.
00:39:38: so schnell hätte ich nicht empfunden.
00:39:41: Dann auf Gaza.
00:39:44: Klar Israel entschied sich für militärische eingreifen dort und von da an Jetzt sind wir bei dem Begriff Mitgefühl sofort weg von dieser Seite, sondern es konzentrierte sich alles auf Gase.
00:39:58: Das hat mich damals überrascht!
00:40:01: Das war doch auch schon bevor überhaupt der Krieg angefangen hatte.
00:40:06: Du musst immer angucken ich habe vorhin extra nochmal geguckt wie Gase aussah vor dem siebten Oktober.
00:40:13: Hübsche kleine orientalische Stadt und dann Wir haben bestimmte Leute in dieser Stadt, die sich da auf diesen Moment vorbereitet haben seit die Israelis in Gaza überlassen hatten.
00:40:27: Darüber muss man ja auch sprechen.
00:40:28: Das ist für eine wirklich politisches Gespräch.
00:40:31: Hier habt ihr es!
00:40:33: Baut hier Singapur auf?
00:40:34: Nein wir wollen lieber Tunnel bauen.
00:40:38: Die haben auf diesem Moment gewartet und ich muss dann immer an diese deutschen Truppen denken, die hinter ukrainischen und russischen Zivilisten verstecken auf dem Vormarsch verstecken sich also hinter ihren eigenen Leuten.
00:40:50: und dann beginnt das, was heute als Zerstörung Gasa es jetzt mal objektiv so benannt.
00:41:03: Sich schon lange nicht mehr eigentlich fortsetzt.
00:41:08: Was dich überrascht ist das Erwartbarer?
00:41:13: Das war ja der Plan!
00:41:16: Und ich muss immer wieder auf ihre Tour kommen.
00:41:19: aber Monsieur Sinwa wollte ein Roman schreiben.
00:41:26: Im Moment scheint es so gelungen.
00:41:31: Feuer über Gaser, das ist der Titel.
00:41:35: Das ist ihm im Moment gelungen weil scheinbar die Israelis keine Ausweg hatten.
00:41:40: Sie konnten ja nicht reagieren.
00:41:43: Aber ich beginn mal mit dem Jahr thirty-six Drei Jahre Krieg Weil ich glaube die Pilkommission gesagt hat wir versprechen dass sie in Palästina aufgeteilt Kleinen Teil Angriff durch die fünf arabische Armee.
00:42:02: Am Ende Arafat, der sieben und neunzig Prozent haben kann.
00:42:04: ich sehe immer wieder Bill Clinton vor mir, der weinend erzählt Ich habe es nicht verstanden, die hätten alles haben können bis auf drei Prozent.
00:42:14: Und das ist unser Kontext.
00:42:16: Die haben ihren Kontext und wir haben unseren Kontext.
00:42:21: Ich hab' immer eine Vision.
00:42:24: Dann würde ich gern wieder irgendwie weg von dieser großen Politik.
00:42:28: Stell dir vor Es gebe im Palästina jemanden wie Gandhi.
00:42:37: Stell dir vor, die legen alle ihre Waffen nieder.
00:42:42: Sechziger Jahre, siebziger Jahr heute... Die legen ihre Waffennieder!
00:42:47: Sie ziehen sich Laken an und gehen demonstrieren.
00:42:53: Ich schwöre dir in fünf Jahren haben sie alles was sie wollen.
00:42:56: Warum?
00:42:57: Weil man keine Angst mehr vor ihnen haben muss.
00:43:02: Aber das wird wahrscheinlich Hoffentlich doch noch passieren, aber vielleicht nicht unser Beiderleben.
00:43:10: Aber nochmal also wenn ich so ein Buch schreibe in Deutschland ist noch was anderes?
00:43:13: Ich bin ja...ich bin ja nicht der Berichterstatter, der UNO-Berichterstattter für Nahen Osten!
00:43:21: Ich bin ein deutscher Schriftsteller, der in einer deutschen Gesellschaft seit seinem zehnten Lebensjahr geprägt wird mit ihr ringt und nicht als verdammte Heine oder Birne enden will Wie Heine in dem, wie nannte er das?
00:43:42: Das gibt ein Wort dafür.
00:43:45: Todkranker Mann.
00:43:46: Fünf Frauen kümmerten sich um ihn im Paris und hatte so viele merkwürdige Krankheiten dass ich sicher bin es war das psychosomatisch der kommt sich nicht bewegen konnte zum Schluss nicht sehen.
00:43:56: und so also wie eine deutsche Gesellschaft heute mit einem deutschen Schriftsteller umgeht dessen Thema eben nicht die Provinz In der Uckermark ist, wie bei ...
00:44:11: Moritz Wallesler?
00:44:12: Nee.
00:44:13: Die Arme, dass ich ihren Namen jetzt unsere Bundespräsidentin die Zukunft dinge.
00:44:19: Das ist so toll das mir da mal nicht einfällt.
00:44:20: Weißt du es ist die krasseste Beleidigung, die man überhaupt irgendwie ... Die
00:44:23: zukünftige... Juli-Zee!
00:44:25: Ah, sorry.
00:44:26: Entschuldigung,
00:44:26: Juli Zee.
00:44:29: Das is mein Thema, aber ich bin deutscher Schriftsteller.
00:44:32: Mein Deutsch ist so Deutsch als das Deutsch eines anderen.
00:44:37: Das ist mein Thema, das heißt am Ende der siebte Oktober macht nicht was mit mir wegen Israel.
00:44:43: Sondern die Siebte oktober macht etwas mit mir gegen Deutschland.
00:44:48: Das ist das Entscheidende und darum will ich und hoffe ich dass meine sehr, sehr literarische Literatur so gelesen wird als wäre ich nicht der Feind?
00:45:00: Nicht der Fremde?
00:45:02: So ging es eben Heine und Birne Sondern als Teil dieser Gesellschaft.
00:45:09: Nur, ich habe einen Vorteil!
00:45:13: Ich muss in der NSRP-Kartei kein Opa googeln und das verstehe ich.
00:45:19: Das tut mir natürlich weh Dass da jemand vor dir steht Und dann sind wir wieder zurück bei den Zehen geboten.
00:45:25: Der ist nicht schuld?
00:45:26: Ich bin aber nicht schund.
00:45:27: Oh, dann machen wir ihn doch schuldig wenigstens für Gaza.
00:45:31: Das ist der Mechanismus.
00:45:34: Dennoch muss sich da noch eine Frage zu stellen und dann kommen wir kommen wir davon wegversprochen.
00:45:40: Der Vorwurf, auch an mich und andere – ich nehme das mal weg von dir – ist dass wir nicht genügend Mitgefühl zeigen mit den Menschen in Gaza.
00:45:50: In der Berichterstattung angesichts der vielen toten Zivilisten, angesichts von Kindern die dort getötet werden...
00:45:59: Wie siehst du das?
00:46:00: Ich habe dir etwas mitgebracht!
00:46:02: Es gibt in dem Buch ein Kapitel über eine deutsche Friedenspreisträgerin Die ist sich auch schon da, wo ich beschreibe wie sie sich Gedanken darüber macht nach dem siebten Oktober.
00:46:12: Und sagt wer bin ich?
00:46:13: Ich kann das nicht fühlen.
00:46:14: und dann aber... Also ich kann das jüdische Leid nicht fühl'n!
00:46:18: Ich paraphraseere, aber ich fühle das leid Gaza und es kapitel endet damit dass sie sich auf all people in mascha gessen unterhält in ihrem podcast die ja berühmt wurde mit der behauptung Gaza sei was ausgetun und ausschwitz und dafür sofort erstmal eine arrenpreis bekommen hat was ich Hannah Arendt auch wirklich wünsche, weil die war ja auch nicht ganz sauber.
00:46:43: Und jetzt gibt es von dieser selben Friedenspreisträgerin – der Name spielt gar keine Rolle – ein Buch und einen Vorabdruck im SZ-Magazin?
00:46:53: Darf ich ganz kurz?
00:46:54: Bitte!
00:46:57: Dann beschreibt sie in diesem Vorabdrück, dass hier einen aus der israelischen Haft entlassene Palästinenser trifft.
00:47:11: Sie spricht von seiner infantalischen Angst nach diesen Misshandlungen und Erfolter in israelischen Gefängnissen.
00:47:21: Das ist erst mal nicht belegt, aber gut!
00:47:24: Und dann steht da folgendes... sie sieht seine Schuhe, latschen.
00:47:30: Dann steht der Folgendes und kommt die rhetorische Frage, darf ich beim Anblick des zerrissenen Latschen Eines palästinensischen Jungen im West-Jola-Dant, der fünfundzwanzig aus israelischer Haft entlassen wurde an eine Zeile von Primo Levi über die Schuhe in Auschwitz denken.
00:47:52: Dieser Vorabdruck handelt davon ob man Mitgefühl haben kann und wieviel Mann für wen hat ja?
00:47:57: Und dann kommt Für alle die später diese Passage aus dem Zusammenhang reißen und mir Relativierung des Holocaust unterstellen wollen also das bin ich jetzt nicht gerade schreibe ich es noch mal Denke ich, dass diese Erfahrungen identisch sind?
00:48:17: Also... ...Israelisches Gefängnis und Holocaust.
00:48:21: Dass sie auch nur annähernd gleich sind?
00:48:24: Nein!
00:48:25: What the
00:48:26: fuck?!
00:48:27: Du hast doch gerade gesagt das du es vergleichst.
00:48:29: Was ist denn das für ein Taschenspieler-Trick?
00:48:33: Das ist nicht ehrlich, ja?
00:48:35: Und das endet dann damit – Ich will jetzt nicht langweilen mit Zitaten–.
00:48:39: Auch diese Autorin behauptet die Palästinien so bekämen Nicht genug mit Gefühl.
00:48:45: Und mich erinnert, dass daran wie im Sozialismus immer behauptet würde die sozialistischen Staaten sein, demokratische Staaten und der Kapitalismus faschistisch?
00:48:55: Also jede Ideologie behauptete von sich sie sei dann die Ware, die Richtige und am Ende die Glückmachende womit es übrigens sehr nah bei einer Religion ist.
00:49:08: aber ging kommst du nicht an?
00:49:10: wollen wir jetzt vergleichen?
00:49:12: wollen wir messen?
00:49:13: Es gab jetzt, glaube ich einen nolligen Bericht.
00:49:15: Aber ich kenne ihn wirklich nur aus Überschriften weil ich kann das nicht mehr lesen.
00:49:18: New York Times Studien belegen sei bei der Berichterstattung über Gaza vor Eingenommen gewesen.
00:49:25: Man kann es machen.
00:49:28: wir beide glaube ich werden's nicht tun.
00:49:30: Wir haben nur ein Gefühl und Ich bin so froh und das sage ich wirklich ernsthaft dass ich gerade mit dir hier reden kann Weil ich spüre du willst mit mir reden?
00:49:42: Und Du willst sagen dich nicht mit mir kloppen Ich
00:49:46: will mich grundsätzlich eigentlich ungern kloppen.
00:49:48: Also manchmal haben wir Streit folgen, aber ich versuche tatsächlich erstmal zu verstehen und das hoffentlich ohne Ideologie, aber natürlich gehören die Debatten dazu.
00:50:01: genauso wie jetzt wenn wir uns die Bilder aus Frankreich anschauen in den letzten Tagen, wenn wir darauf schauen was hier in Berlin diskutiert wird ist jetzt gerade, finde ich eine Zeit wo viel darüber gesprochen wird.
00:50:17: Was ist bei den Linken los?
00:50:19: Was ist mit linkem Antisemitismus?
00:50:21: also in der Jetztzeit und ich frage mich immer wieder und diskutiere das auch ganz viel in verschiedenen Gruppen oder wenn mich Leute darauf ansprechen.
00:50:31: Ich habe letztens Geschichten erzählt wie mich manchmal am Flughafen leute irgendwie.
00:50:37: Das war nicht linke Antisemitism sondern muslimischer Islamistischer.
00:50:43: Aber lasst uns mal bei dem Linken bleiben, wie erklärst du dir den linken Antest?
00:50:48: Oh,
00:50:48: da habe ich dir was mitgebracht!
00:50:50: Als
00:50:51: hätten wir uns abgesprochen... Nein
00:50:53: wirklich, weil es macht mich so wahnsinnig sitzen die bei Maischberger drei irgendwie Meinungsführer Deutschland und für ihnen glatte Fläche, da ist nix.
00:51:04: Die haben keine Notizen, sie haben keine Archivunterlagen dabei.
00:51:10: Ich hab auch nie Notizen dabei.
00:51:11: Ja,
00:51:12: weil du bist ein Genie!
00:51:13: Das geht
00:51:14: so...
00:51:16: Karl Marx Was ist der weltliche Grund des Judentums?
00:51:21: Das praktische Bedürfnis der Eigennutz.
00:51:24: Und was is' der weltliche Kultus des Juden?
00:51:27: Der Schacher Was es sein weltlicher Gott das Geld?
00:51:33: Das ist alles.
00:51:36: Antisemitismus und Kommunismus.
00:51:38: links sein, was auch immer Sind einfach sehr mäßige Zwinge Zwillinge, die bei der Geburt nicht getrennt wurden.
00:51:45: Das ist da eingebaut!
00:51:47: Wenn du gegen den Kapitalismus bist und im neunzehnten Jahrhundert das schreibst dann kann es dir passieren wenn du so ein dumm Kopf wie Karl Marx bist dass du sagst die besonders typischen Repräsentanten dieser neuen Ordnung des Kapitalismus sind die Juden.
00:52:06: was ist aber wirklich passiert?
00:52:07: weiß natürlich kein Mensch weiß irgendwie kein Kefir Kind aus Charlottenburg.
00:52:13: Die Juden waren eingepfercht in Gettos Jahrhunderte, zum Beispiel in Deutschland, Frankreich.
00:52:20: Durch die Aufklärung durch Napoleon haben sie die Möglichkeit bekommen, in die Gesellschaft einzutreten.
00:52:29: Da ist plötzlich nach der Revolution und nach der Französischen nicht mehr darum ging was dein Stand ist?
00:52:35: Wie bist du geboren, sondern was du leistest?
00:52:39: Gleichzeitig wurden die Gesetze für die Juden sehr stark liberalisiert Auch in den deutschen Ländern, die auch der Napoleon besetzt hatte und kaum war geschlagen haben sie sofort wieder zurückgeschraubt.
00:52:51: Jedenfalls die Juden haben das natürlich als Möglichkeit zur Gesellschaft dazugehören genutzt – Die Arbeit!
00:53:05: Du konntest es als Arzt machen?
00:53:07: Als Jurist aber natürlich auch als Fabrikant.
00:53:10: du kennst das Dinge erfinden.
00:53:11: ich kenne jemanden dessen Familie wurde reich weil ihr Großvater erfunden hatte Vakuumverpackung für Lachs Damit Lax nicht mehr eine jüdische Familie, nicht nur was für Reiche ist.
00:53:24: In dem Moment wo der Lax Wacom verpackt war konnte man ihn natürlich überall hin transportieren.
00:53:29: er wurde billiger und so weiter.
00:53:30: ja auf so Sachen kommt man wenn man einfach ausm Ghetto rauskommt.
00:53:36: aber für jemanden wie Karl Marx sind das die Leute den ich mit ihrer eigenen Hände Arbeit Geld wirtschaften sondern durch Geschäfte.
00:53:46: Da kommt das her,
00:53:46: d.h.,
00:53:47: die Frage nach dem Antisemitismus und der Linken ist eigentlich pleonastisch.
00:53:53: Das ist halt so!
00:53:55: Das war immer so.
00:53:56: Der Ostblock war immer... Du weißt ja dass die Juden als Nächste dran waren unter Stalin Und er hat schon angefangen.
00:54:05: Er hat jüdische Ärzte irgendwie verurteilt und teilweise hingerichtet.
00:54:10: Dann ist er zum Glück in sein Bett gestorben.
00:54:13: Lustige Geschichte weil sogar seine eigenen Leute Angst hatten und er liegt da so röchelnd.
00:54:18: Und alle haben Angst, rein zu kommen!
00:54:23: Also es gehört einfach dazu.
00:54:26: auch das ist nicht überraschend.
00:54:28: und jetzt ist halt nur wirklich die große große Frage.
00:54:33: So schön in Berlin damit wir ein bisschen praktisch gehen.
00:54:35: Absolut
00:54:35: du bist und wohnst in Berlin?
00:54:37: Du darfst hier wählen ich auch.
00:54:38: Genau
00:54:39: werden jetzt die Grünen und die Sozialdemokraten hier in der Stadt So schwach sein?
00:54:50: Ich sag einfach nur so Schwachsein, ich sag noch mal machtgierig.
00:54:53: Mit dieser Partei in der so vieles gar nicht sauber ist auch gegen im Verhältnis zu Juden, zu koallieren.
00:55:00: und da kann ich nur die SPD appellieren!
00:55:02: Ich mach jetzt hier gerade...ich bin jetzt wie Gardin Politiker.
00:55:05: ihr habt damals das Ermächtungsgesetz den Nazis nicht unterschrieben.
00:55:10: Deshalb dürfte er heute auf keinen Fall eine Koalition mit solchen antidemokraten...oh hab' ich antidemokraten gesagt...mit solchen guten Demokraten wie den Linken.
00:55:21: Kann man das wirklich vergleichen?
00:55:23: Nein,
00:55:24: natürlich nicht!
00:55:25: Ich arbeite jetzt mit den Methoden einer gewissen Prienspreistregel.
00:55:29: Das kann man überhaupt nicht vergleichbar sein.
00:55:32: Aber
00:55:34: die Debatte ist ja, die geführt wird.
00:55:37: auf der einen Seite massive Kritik und die Antisemitismusvorwürfe von denen ich auch sagen würde, wenn ich sie jetzt in den Debatten der letzten zehn, zwanzig Jahre aus der Bundespolitik gesehen habe.
00:55:48: Dieser Moment mal Leute, ja da gibt es viele Fälle oder da gibtes Fälle aber das betrifft doch nicht die ganze Partei.
00:55:56: also dass ist ja die Argumentation.
00:55:58: und dass Frau Erard das eben nicht sei und dass das hier eine übertriebene Kampagne ist usw.
00:56:04: Darauf kann ich dir überhaupt nichts sagen außer dass ich einfach sehe geniale Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag aus Protest gegen den Berliner.
00:56:16: Ja, ein Berliner!
00:56:17: Danke dass er dann sofort in die rote Hilfe eintritt also die wiederum vom hier hiesigen Verfassungsschutz als linksextreme Organisation beobachtet
00:56:31: wurde.
00:56:31: Äh, wir wollen's doch nicht zerreden bitte.
00:56:36: Guck mal was mit der deutschen Fußball-Nationalmeinschaft ist.
00:56:38: da wird auch immer alles so viel zeredet.
00:56:39: es ist...
00:56:40: Also du findest das sehr klar einfach?
00:56:42: Ja natürlich finde ichs klar und natürlich ich weiß nicht is'n das Techia oder isses einfach Parteitaktik.
00:56:50: Aber dieses Machtargument zumindest ähm oder dieses.
00:56:52: die wollen jetzt schnell die Posten Das verstehe ich gar nich denn die könnten ja Mit der CDU koalieren Und würden wahrscheinlich mehr rausschlagen.
00:56:58: So,
00:56:59: ist dir mal was aufgefallen der sogenannte Mainstream furchtlos auf März rumhakt.
00:57:10: Ich möchte eine Woche erleben, dass so rumgehackt wird auf den Granden der AfD oder auf den neuen Granden in der Linken wie man auf Merz rum hakt.
00:57:23: Passiert nicht!
00:57:24: Ja gut
00:57:24: jetzt ist es März, der Bundeskanzler?
00:57:25: Das ist ja.
00:57:26: nee das ist egal.
00:57:27: ich will nur die Haltung weil du sagst ja die Haltung.
00:57:29: warum ist es so wirklich so dringlich das nicht zu tun.
00:57:36: Weil es leicht ist, das zu ignorieren, sich schönzureden ein bisschen zu hoffen, dass so einen Staatstiebstahl – so nenne ich das ja was irgendwie euphemistisch Enteignung oder Staatsverstaatlichungen genannt wird.
00:57:52: Ein Staat darf ja nicht Leuten etwas stehlen, egal ob sie dreckige Kapitalisten sind oder nicht.
00:57:57: Das ist ja bereits aus meiner Sicht nicht juristischen Sinn.
00:58:01: Sicht!
00:58:02: Ist das ja bereits Nicht legal.
00:58:06: Jemanden etwas wegnehmen ist nicht legal, ja?
00:58:10: Aber das findest du vielleicht geil!
00:58:12: Weil du denkst, am Ende kann ich auch als Einzelne davon profitieren was natürlich ein Traum ist.
00:58:16: Schau dir mal an welchen Zustand die sozialistischen Staaten waren nach siebzig Jahren.
00:58:21: Ist alles Bullshit Nur... Die Frage ist doch die Warum nicht?
00:58:28: Fragst du mich warum nicht?
00:58:34: Wenn die doch gar keine Macht wollen?
00:58:37: Ach, sie wollen Macht.
00:58:38: Die wollen wenigstens ein Büro... ...die wollen wenigsten ein Gehalt für vier Jahre.
00:58:43: Das dürfen Sie nicht!
00:58:44: Sie dürfen es einfach nicht.
00:58:46: Und was ich aber eigentlich dir damit mit dem ganzen kleinen Exkurs sagen wollte Darum sagte ich Merz Ich weiß noch nicht mal den Namen des Berliner Spitzenkandidaten in der CDU Wie heißt er?
00:58:59: Yves
00:58:59: Stéphaneira?
00:59:01: Für Sie ist Evers der Gott sei bei uns Weil er einfach CDU ist.
00:59:07: Ich fühle mich schon wie über den Siebzigern, wo Strauß als Faschist galt.
00:59:12: Also die Dämonisierung der Christdemokratischen Mitte – und übrigens ich bin rechter Sozialdemokrat, das möchte ich feststellen!
00:59:21: Die Demonisierung der christdemokratische Mitte ist das größte Problem was wir im Moment haben.
00:59:28: Das macht unsere Gesellschaft kaputt.
00:59:32: Das darf nicht sein und das ist halt wie früher.
00:59:34: Nur damals bekam die CDU was weiß ich, vierzig Prozent Und Helmut Kohl konnte dann problemlos regieren.
00:59:43: Heute sind die Folgen eines solchen Denkens natürlich sehr viel.
00:59:48: Gehst
00:59:49: du davon aus dass Grüner und Linke in Berlin das machen werden mit den Grünen und SPD?
00:59:55: Solche Fragen stellt man doch glaube ich.
00:59:57: Dann würde ich jetzt mal in seiner Talkshow würde ich irgendwie etwas sagen und dann würde ich sagen nein So kannst du eine Frage ja oder nein und dann ich würde sagen, das ist ja eigentlich Problemat.
01:00:07: Woher soll ich das denn wissen?
01:00:08: Ich wünsche es mir nicht!
01:00:09: Was passiert mit dieser Stadt wenn es passieren sollte?
01:00:13: Kann ich dir genau sagen nur noch die Hälfte der Schwimmbäder weil ich geltendag schwimm wird funktionieren Und in fünf Jahren haben wir einen AfD.
01:00:20: Bürgermeister.
01:00:21: Das wird passieren.
01:00:24: Maxim Biller herzlichen Dank.
01:00:26: dass war erst ein Teil unseres Gesprächs.
01:00:28: den Wald.
01:00:29: zu spannend ist Mit dir zu reden gibt's einen zweiten Teil, der morgen ausgestrahlt wird.
01:00:34: bis hierhin.
01:00:35: Vielen vielen Dank!
01:00:36: Ich kann es nochmal empfehlen.
01:00:37: dein Buch man kann es kaufen und hören.
01:00:40: Man muss es unbedingt lesen wie ich zumindest finde.
01:00:43: Vielen Dank für diese spannende erste Stunde und im zweiten Teil werden wir noch etwas politischer auch wenn du das gar nicht so möchtest.
01:00:50: Danke dir!
01:00:51: Danke,
01:00:54: dass ihr wieder zugehört habt.
01:00:55: Vielen Dank auch für das viele Feedback auf ronsheimer.tv.
01:01:00: Da findet ihr auch alle meine Social Media Accounts wo Ihr mich persönlich kontaktieren könnt.
01:01:06: Das glauben manchmal die Leute gar nicht aber ich schauen wir die Kommentare tatsächlich selbst an und ich bitte darum lasst weiter Likes da bei Spotify Apple wo immer ihr den Podcast hört bei YouTube natürlich wo ihr dem podcast auch sehen könnt Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert und das hilft uns
01:01:27: wirklich
01:01:27: sehr.
01:01:28: Und ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philipp Jatoff in der Redaktion, bei Liven Jenrich in der Produktion und natürlich an meinen Producer Daniel van Moll!
01:01:43: Herzlichen Dank und alles Liebe!
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