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Solche Umfragen hat Deutschland noch nie erlebt. Mit Peter Matuschek

Shownotes

Paul Ronzheimer spricht mit Peter Matuschek, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, darüber, warum sich immer mehr Menschen von Merz und der Union abwenden. Matuschek erklärt, weshalb die AfD weiter zulegen konnte, wohin die verlorenen CDU-Wähler gegangen sind – und warum Merz für die Krise der Union eine zentrale Rolle spielt.

Außerdem geht es um die Frage, ob Merz seine extrem niedrigen persönlichen Werte überhaupt noch drehen kann, wie realistisch die Debatte über einen Kanzlerwechsel ist und welche Rolle mögliche Alternativen wie Hendrik Wüst oder Markus Söder spielen.

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Redaktion: Filipp Piatov und Lieven Jenrich u. Magalie Mohler | Team Social: Jan-Philipp Borchert & Etienne Fruchtmann | Executive Producer: Daniel van Moll

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Transkript anzeigen

00:00:00: Diesen Kompetenzvorsprung hat die Union verloren.

00:00:02: Das sind im Grunde diese beiden Facetten, also eine starke Führungsfigur meistens dann auch ein Kanzleramt und diese Generalkompetenz, meist getrieben durch eine ökonomische Kompetenz, dass man am ehesten zugelordert die wirtschaftlichen Probleme zu lösen, hat sie verloren.

00:00:18: Und das hängt bei März natürlich eng zusammen.

00:00:20: von daher sehe ich im Moment noch nicht wie die Union das schaffen will sozusagen an der wichtigsten Figur vorbei wieder mehr Vertrauen zu gewinnen.

00:00:32: Es gibt kaum etwas, was mehr diskutiert wurde in den vergangenen Wochen als die Umfragen und zwar um Fragen für den Kanzler, für die CDU, SPD aber eben auch für die AfD.

00:00:43: Und die Frage ist wie kommen diese Tiefswerte der Koalition und des Kanzlers momentan zustande?

00:00:51: Ich möchte wissen sind es wirklich Tiefswerte Im?

00:00:56: Was konkret sorgt dafür, dass Menschen sich jetzt vom Kanzler abwenden oder der AfD zuwenden und kann diese Entwicklung eigentlich ungekehrt werden.

00:01:07: Mein Gast ist heute einer der renommiertesten Meinungsforscher Deutschlands Peter Matuszek.

00:01:13: er isst Geschäftsführer bei Vorsah.

00:01:15: herzlich willkommen!

00:01:17: Hallo ich grüße Sie

00:01:19: Herr Matuszek, es gab in der vergangenen Woche war's glaube ich eine Regierungspressekonferenz wo der Regierungssprecher zugegen war.

00:01:26: Stefan Cornelius und dem wurden wie so häufig Fragen zu Umfragen gestellt und der sagte dann einen Satz der mich hat aufhorchen lassen und viele andere Journalisten auch.

00:01:38: dieser Satz lautet Zitat Keines dieser Institute, die in dieser Frequenz Umfragen auf den Tisch legen haben die Finanzressourcen um solche Umfragungen zu machen.

00:01:49: Also sollten wir vielleicht mal sehr vorsichtig mit diesem Instrument umgehen!

00:01:55: Als Sie das gehört haben was ging Ihnen da durch den Kopf?

00:01:59: Ach, ich würde das ehrlich gesagt nicht wirklich überbewerten.

00:02:02: Ich habe mir das selbst ja nochmal angeschaut auf YouTube.

00:02:04: Das ist ja ein Untersetting eine Bundespressekonferenz viele Fragen.

00:02:09: die Meinungswerte für März sind ja nicht gut seit langen.

00:02:16: also ich glaube wir und auch andere haben die Ressourcen solche umfragen zu machen.

00:02:21: Machen sie auch regelmäßig und wir für RTL und NTV seit über dreißig Jahren.

00:02:29: Von daher haben wir das einordnen können, wobei auch wir sagen müssen dass die Kritik in der Pauschalität natürlich so nicht wirklich angemessen ist.

00:02:40: Zumal wir ja nur wiedergeben was die Leute uns sagen und das war ja auch in diesem Fall der Fall.

00:02:46: Jetzt vielleicht mal zur Erklärung, woher kommen denn eigentlich die Gelder für Umfragen?

00:02:51: Also das was Herr Cornelöster angesprochen hat.

00:02:54: Sie sagen es, sie arbeiten für RTL NTV aber was kostet das wenn man so eine Umfrage in Auftrag gibt?

00:03:00: Ja das ist so unterschiedlich wie die umfragen sind.

00:03:04: wir haben ja verschiedene Instrumente,

00:03:07: d.h.,

00:03:07: wir haben einerseits telefonische Umfragen die wird durchführen und wir haben eine Sumiervorsage hat eine Mehrthemen-Umfrage Bevölkerungsumfrage die jeden Werktag durchgeführt wird mit zweieinhalb tausend Wahlberechtigten in die Woche also fünfhundert pro Tag.

00:03:23: da hat man eben als Auftrag über die Möglichkeit einzelne Fragen einzuschalten an verschiedenen Tagen auch innerliche Fragen thematische Fragen zu stellen entsprechende Preise pro Frage und je nach Zahl der Befragten oder Länge der Frage, dann gibt es Umfragen die sozusagen sich einem einzelnen Thema widmen für die man eine Stichprobe zieht.

00:03:47: Eine Zahl an befragten befragt tausend ballberechtigte Bundesweit in einem Bundesland oder einer Kommune und die dann nur zu einem Thema befragt.

00:03:59: Das hängt immer wirklich sehr vom Umfang der Umfrage und vom Setting her.

00:04:04: Können Sie da denn nochmal eine Zahl sagen?

00:04:06: Also nehmen wir mal die typische Umfrage einmal die Woche.

00:04:09: Zwei tausend Leute ungefähr, die befragt werden wen sie bei einer Bundestagswahl wählen würden.

00:04:16: also was muss man da bezahlen?

00:04:18: Ja also wenn wir das in unserer telefonischen Mehrthemen umfragen durchführen dann liegen wir dazwischen eine jachzahl der Befragten zwischen tausenden und zweitausend Euro pro Frage Wobei man sagen muss, dass man natürlich nicht immer eine Einzelfrage stellt.

00:04:34: Das macht ja wenig Sinn, sondern jede Umfrage auch wenn sie kleineren Umfang hat fragt natürlich nicht nur etwa nach der Wahlabsicht, sondern fragt noch nach anderen Indikaturen wie wir das ja auch regelmäßig machen.

00:04:47: Dem traut man meist die Problemlösung zu.

00:04:49: Wie sieht es mit dem Personal aus?

00:04:51: Was sind die wichtigsten Themenprobleme?

00:04:54: Wie interessiert man sich?

00:04:55: und so weiter.

00:04:55: also das ist jetzt... Eine Frage ist eigentlich stellt man normalerweise nicht allein.

00:05:03: Wenn wir uns diese Debatten um Umfragen anschauen, dass ja auch das was der Regierungsprecher damit offenbar sagen wollte ist, dass viele Politiker und das höre ich auch immer wieder sich sehr getrieben fühlen von fast täglichen Umfragen, sehr vielen Instituten.

00:05:17: jetzt haben sie ja da auch einige Konkurrenten.

00:05:20: wie blicken Sie darauf als Expert im Vergleich zu sagen mal zehn oder zwanzig Jahren?

00:05:27: Wie hat sich das verändert?

00:05:29: Ist in der Tat interessant, sich das nochmal im Rückblick anzuschauen.

00:05:33: Es gab einen Satz von einem Politikwissenschaftler-Wahlforscher, neunzehntsechsten-siebzig im Wahlkampf Max Kase, der seinerzeit schon sagte – ich glaube im Spiegel wurde jetzt zitiert – wieder geht ein Wahlkampf zu Ende, indem nie zuvor die politische Stimmung erforscht wurde und es nie sinngemäß so viele Umfragen gab wie diesmal.

00:05:53: also dass Lamento über so viele umfragen ist eigentlich nicht neu, wobei wenn man sich das anschaut doch dass die Zahl der Institute, die wirklich Wahlforschung betreiben überschaubar ist.

00:06:04: Ich kann ehrlich gesagt das nicht ganz nachvollziehen.

00:06:06: Es gibt ja immer wieder Diskussionen auch aus den Parteien und auch die Intervention von Kühnertt und Noripur glaube ich vor Kurzem unter einem nicht näher genannten CDU Minister, dass man sagt man sollte doch die Umfragen ausdünnen vor der Wahl und es bringt die Parteien durcheinander.

00:06:24: Das kann ich ehrlich gesagt nicht wirklich nachvollziehend denn Das ist ja immer eine Frage, wie man damit umgeht.

00:06:30: Und es gibt mittlerweile eine völlig veränderte Medienlandschaft, das gibt Social Media, es gab's nicht vor zwanzig, dreißig Jahren und da wird auch nach Regulierung gerufen aber ich hab trotzdem nicht in ähnlicher Weise ähnliche Vorschläge gehört.

00:06:46: also die Frage ist ja, wie geht man damit so?

00:06:49: Und das Instrument der Umfragen, wie gesagt besteht ja nicht nur aus der Frage wen würde man denn wählen?

00:06:58: den Politiker und den Parteienraten auch nicht zu hektisch draufzuschauen, das ändert sich natürlich.

00:07:03: Auch von Woche zu Woche.

00:07:04: aber wir tun ja noch viele andere Dinge.

00:07:08: Wir fragen die Menschen wie kommen sie denn zu ihren Urteilen?

00:07:10: Warum wollen Sie denn diese Partei wählen?

00:07:13: Warum werden sie die nicht mehr wählen?

00:07:14: was stört sie an der Person X?

00:07:17: Was sind so die großen Linien?

00:07:20: Wie kommen die Leute eigentlich zu ihrem Entscheidung?

00:07:25: und da kann Meinungsforschung ein ganz wichtiges Hirschmittel sein, wenn man es denn vernünftig einsetzt.

00:07:32: Martin Schacht wie nehmen Sie die Politiker wahr?

00:07:34: Wie sehr die sich für die einzelnen Umfragen interessieren?

00:07:38: in der Öffentlichkeit tun sie häufig so Sinne von ja das sind nur Umfragen aber mein Eindruck ist dass viele sich davon fast täglich eigentlich dafür interessieren wo sie persönlich stehen und auch die Parteien stehen.

00:07:53: also wie nehmen sie da die Politika selbst war?

00:07:57: Ja, in der Tat so wie Sie sagen.

00:07:58: Also offiziell oder in der Öffentlichkeit wird ja häufig gesagt, na interessiert mich nicht, richten uns ja nicht nach Umfragen.

00:08:06: Ich höre aber natürlich von Kolleginnen und Kollegen von Ihnen das dann immer als erstes nachgefragt wird gibt schon die neue Umfrage zu dem und dem Thema.

00:08:15: Wie sieht es denn da aus?

00:08:17: Also das ist genau das, was ich sagte.

00:08:19: Das ist immer dieser oder häufig so einen unausgebrugener Umgang mit Umfragen.

00:08:24: also wie gesagt Persönlichkeitswerte können sich ändern Partei-Werte wenn man auch die Fehler Toleranz mitein berechnet.

00:08:32: es ist ein Unterschied von ein zwei Punkten pro Erhebung statistisch noch im Rahmen der Fehlerschwankung.

00:08:40: Wenn ich aber Ergebnisse habe, wo ich über einen längeren Zeitraum sehr festgefügtes Meinungsbild hab.

00:08:46: Wo ich mehr halten von Achtzig Prozent für oder gegen etwas erkenne... ...dann sind das im Grunde schon rote Linien die ich als Politiker bin und auch als Politicker ernst nehmen muss.

00:08:56: Aber dieser ausgewogene, souveräne Umgang damit umfragen als eine Informationsquelle unter vielen zu betrachten,... ...denn der fehlt dann doch häufig soweit ich da zu beobachten

00:09:08: kann.".

00:09:09: Lass uns anfangen, über die einzelnen Parteien zu sprechen.

00:09:12: Das was ja viele Menschen.

00:09:14: bewegt ist vor allem das Erstärken der AfD.

00:09:17: bei der Bundestagswahl im Februar, kam die AfD auf knapp damals einundzwanzig Prozent und jetzt steht sie in Umfragen je nach Umfrage bei siebenundzwantig bis neunundzwanzig Prozent.

00:09:30: Was können Sie darüber sagen woher diese neuen Wähler kommen?

00:09:34: Also zunächst muss man vielleicht nochmal darauf hinweisen, dass wir im Moment relativ festgefügtes Meinungsbild haben was die Parteipräferenzen auf Bundesebene angeht.

00:09:45: Das bewegt sich ja also grundsätzlich von den letzten Wochen nur noch minimal.

00:09:51: Wir haben die AfD jetzt schon seit längerem eigentlich seit Anfang des ersten Jahresviertel deutlich vor der Union liegen.

00:10:00: Zwischenseitig gab es mal einen kleinen Wechsel.

00:10:03: Das heißt, das ging im Grunde genommen ab April noch mal deutlich nach oben für die AfD und nochmal deutlich nach unten für die Union.

00:10:10: Auch im Grundes-Zeit gleich auch mit den Werten für Friedrich Merz.

00:10:16: Und in der Tat also nachdem wir schon zweitschlechtigsten Wahlergebnis bei der Bundestagswahl ist, die Union jetzt bei sie bei zwanzig und die AfD bei ... Wir haben sie bei siebenzwanzig im Moment, also deutlich vor der Union.

00:10:31: Das ist im Grunde genommen, hat sich noch mal fortgesetzt was wir vor der Wahl gesehen haben.

00:10:35: Es gab eine Frustration auch schon in der Ampelzeit als die AfD ihren Wert verdoppelt hat, wenn nicht der Merkel-Ihrer lag sie noch bei zehn Prozent.

00:10:47: Dann ist dann auf zwanzig gesprungen und hat jetzt nochmal zugelegt.

00:10:52: und das hat natürlich zu tun mit einer Enttäuschung über neue Bundesregierung, die Ankündigung aus denen nichts gefolgt ist nach Meinung vieler und den gebrochenen Wahlversprechen teilweise auch.

00:11:06: Die dann dazu geführt haben im Grunde an ist es eine Gemengelager.

00:11:09: also man kann das nicht an einem Thema unbedingt auf festmachen.

00:11:12: aber alles das zusammen hat dann noch die wieder aufflammenden Streitigkeiten innerhalb der Koalition.

00:11:18: da haben dann dazugeführt dass die AfD ihr Potenzial nochmal weiter nutzen konnte.

00:11:23: oder kann das sie ja?

00:11:26: Kann man das wirklich so genau sagen?

00:11:28: Also dass der Streit oder die Debatten, die geführt werden.

00:11:31: Die einen sagen ja auch Moment mal natürlich müssen wir irgendwie diskutieren in einer Koalition andere sagen hört auf zu streiten aber es ist ja nunmal die mediale Rezeption.

00:11:40: kann man anhand ihrer Werte die sie sehen wirklich sagen dass das der AfD-Wähler zutreibt?

00:11:46: Ja es ist eine Kombination aus verschiedenen Faktoren.

00:11:50: also das eine ist natürlich die Enttäuschung über Friedrich Merz und den Bundeskanzler, der natürlich auch im Unionslager doch für starke Enttäuschung gesorgt hat.

00:12:06: Das andere ist die Frage, wann kommen denn die Reformen, die angekündigt wurden?

00:12:12: Also das ist ja auch ein großer Thema auch für viele.

00:12:17: Und das andere ist natürlich diese doch jetzt verbreitete Wahrnehmung, dass sich die Regierung auch diese Regierung nicht ausreichend um die Probleme kümmert.

00:12:29: Die die Leute bewegen.

00:12:31: und das ist ein erster Linie des Thema Wirtschaft in all seinen Facetten oder steigenden Preise, ob das was den Mittelstand umtreibt.

00:12:39: Und da ist der Frust relativ groß sozusagen handwerklich sich intern auch noch streitet, das kommt natürlich noch hinzu.

00:12:50: Also ich glaube es ist so ein Bündel an Faktoren die dazu führen dass die AfD jetzt nochmal zugelegt hat.

00:12:57: Sie haben die Reform angesprochen und da wenn ich mir bestimmte Daten anschaue ist es eben nicht so klar.

00:13:05: sie haben gerade gesagt da gibt's Menschen die sagen was ist denn jetzt mit den Reformen?

00:13:09: aber gleichzeitig haben wir grade bei den Ostwahlen erlebt dass es dort auch viele gab, die gesagt haben Moment das ist ungerecht was hier passiert bei der Rente oder auch bei der Pflege, bei der Gesundheit.

00:13:20: Also wie stehen denn die Leute wirklich zu den Reformen?

00:13:23: Weil auch in der Bundesregierung sagen ja die einen wir müssen das jetzt knaller durchziehen da kriegen wir vielleicht nicht Applaus aber dann irgendwann.

00:13:30: und andere sagen moment mal die Wahlergebnisse haben doch gezeigt dass genau diese Reformen die wir den Menschen dort verkaufen wollen ebenso nicht funktionieren beziehungsweise dafür sorgen dass wird er nicht mehr gewählt werden.

00:13:42: Das ist in der Tat ein sehr interessantes Thema.

00:13:44: Also wir haben da verschiedene Befunde, der eine ist das doch eine sehr große Mehrheit.

00:13:49: wenn wir danach fragen, ist ja das Rennsystem so?

00:13:52: In dieser Form kann man damit noch weiter machen.

00:13:56: dann sagt aus dem großen Mehrheit nein das sind grundlegende Änderungen nötig.

00:14:00: das gleiche gilt für das Gesundheitssystem die Pflege und so weiter.

00:14:02: also die überwiegende Auffassung ist doch dass es hier Veränderung braucht.

00:14:09: Das andere ist natürlich Der Begriff der Reform mittlerweile ja negativ konnotiert ist, weil die Leute damit natürlich in der Regel eine Verschlechterung verbinden und das zeigt sich eben jetzt auch.

00:14:21: In der Frage dieses riesigen Pakets waren nicht nur die Renten die Rentenkommissionsvorschläge dir zur Abstimmung stehen sollen demnächst sondern auch Arbeitsmarktreformen.

00:14:31: Da haben wir gerade unlenkst für die Kollegen von RTL und NTV gefahren.

00:14:37: Soll der Bundestag das jetzt so beschließen, wie man sich im Sommer schon verständigt hatte?

00:14:43: Oder soll man noch mal Änderungen vornehmen?

00:14:46: Eine große Mehrheit?

00:14:47: soll man nochmal Änderung vornehmen weil man den Eindruck hat – und das ist das was der Union auch mittlerweile schadet – dass die Mehrheit den Eindruck hat, dass es nicht sozial ausgewogen ist Und die Rente wird rein sechzig, mag da ein Symbolthema sein.

00:15:03: Aber das heißt bei Reformen kommt es natürlich immer darauf an dass die Politik den Leuten auch klarmachen kann was sich dann dadurch verbessert und warum das wirklich notwendig ist.

00:15:17: Das sehe ich im Moment nicht, dass das wirklich passiert.

00:15:20: Wobei wie gedacht?

00:15:21: Die große Mehrheit sagt wir brauchen ja Veränderungen und mehr sieht.

00:15:24: auch angesichts der demografischen Lage wird das nicht ewig so weitergehen können.

00:15:28: Ich möchte, bevor wir zur Union kommen nochmal ein bisschen tiefer darauf eingehen was die AfD gerade so stark macht im Bund aber auch in den Ländern.

00:15:37: Also bei welchen Themen sehen Sie das die AfD dort einfach wieder holt?

00:15:43: Bei meinen Gesprächen nicht geführt habe, hab ich hier auch schon häufiger ein Podcast gesagt.

00:15:48: War es gerade im Sommer auch wieder sehr intensiv das Thema Ukraine in Verbindung mit Reformen?

00:15:56: Also ich hab ganz viel auf den Marktplätzen gehört dass mir Leute gesagt haben also es kann doch nicht sein, dass wir hier Hilfe an die Ukraine geben und gleichzeitig bei mir gespart wird.

00:16:06: Sehen Sie das in Ihren Daten auch, dass das Thema Konsequenzen hat oder Wirkung hat möglicherweise für die AfD?

00:16:20: Offengesagt ist das Thema Ukraine ja angesichts der anderen Themen und Probleme, die wahrgenommen werden in den letzten Monaten eher etwas in den Intergrund berückt.

00:16:29: Also wenn wir uns unsere Themenradar anschauen wo wir jeden Tag offen fragen welche Themen beschäftigen einen am meisten aus der Medienberichterstattung dann ist das thema ukrainer Grunde so ein Dauerthema was immer irgendwo warbert und auch konstant auftaucht, aber es hat eine deutlich geringere Bedeutung als das noch vor ein, zwei oder drei Jahren der Fall war.

00:16:50: Das ist eigentlich ganz interessant, wobei man sagen muss in der Tat, dass ukrainische Thema selbst ist keines, wo man in Deutschland klare Mehrheiten für die eine oder andere Seite hat... Überwiegend die Mehrheit sagt, es ist richtig, dass Deutschland die Ukraine unterstützt und man sieht auch wenig Hoffnung, dass man damit Putin irgendwie weiter kommt oder dass er irgendwie veranlosbereit wäre.

00:17:15: Kritischer wird's dann bei der Frage wie viel soll man die Ukrainer mit Waffen unterstützen usw.. Und es ist ein Thema, was in der Tat also vor allen Dingen Ost und West auseinander driften lässt.

00:17:29: Die westdeutschen haben eine ganz andere Haltung als die ostdeutsche und parteipolitisch hat man im Grunde auf der einen Seite die Anhänger der Union oder der Grünen, die stärksten Befürworter der Ukraine sind oder von Hilfen für die Ukraine und die SPD irgendwo dazwischen und am anderen Ende BSE oder jetzt vor allem die AfD.

00:17:49: Von daher ist es sicherlich ein Thema, wo die AfD-Anhänger eine klare Haltung haben.

00:17:54: Aber ich sehe nicht, dass das jetzt in der letzten Zeit besonders wirkmächtig gewesen

00:18:00: wäre.".

00:18:01: Was mich bei der AfD noch interessiert, können Sie anhand Ihrer Daten sehen?

00:18:06: welcher Kurs und auch welche Rhetorik am besten verfängt, um neue Wähler weitere Wähler anzusprechen.

00:18:13: Denn wir erleben ja eine Debatte darüber das einige in der AfD besonders radikal auftreten also Björn Höcke im Teil noch Alice Weidel.

00:18:22: dann gibt es Leute wie Ulrich Siegmund die er dort positiven Optimismus und Bilder teilen, die irgendwie eine Fröhlichkeit zeigen.

00:18:36: Dann gibt es Leute wie ein Holm in Mecklenburg-Vorpommern, die auch eher unauffälliger sind.

00:18:43: Können Sie mal sagen, inwieweit ja die Menschen angesprochen werden von welcher Rhetorik oder auch welche Art des Auftretens bei der AfD?

00:18:53: Also soweit wir das sehen können, hat es eigentlich wenig Einfluss.

00:18:55: Denn wenn Sie sich zurückerinnern als Höcke vor Jahren vom Mahnmal der Schandesprach mitten in Berlin, weil die Annahme dass jetzt der AfD schaden würde im Gegenteil.

00:19:05: Es hatte überhaupt nicht geschadet, weil viele das ja durchaus der Anhänger durchaus in Ordnung fanden und ich glaube die AfD zeignet sich dadurch aus, Unsensibel sind für das Führungspersonal, sondern die wird gewählt.

00:19:25: Eigentlich egal wer da an der Spitze ist oder wer da jetzt im Vordergrund steht.

00:19:30: Wir sehen ja auch dass die Ballergebnisse in den verschiedenen Ländern relativ gut sind ob da Herr Hölm oder Siegmund angetreten ist oder bundesweit Frau Weidel vorne steht.

00:19:46: Das spielt eigentlich eine relativ wenige geringe Rolle, weil die AfD entweder aus tiefer Überzeugung gewählt wird oder von denen, die neu hinzugekommen sind.

00:19:58: Sie gründer ein Auffangbecken ist für Unmut über die anderen so.

00:20:05: aber ob da jetzt Herr Höcke oben steht oder Frau Weidel ist da relativ unerheblich.

00:20:11: Aber das finde ich einen interessanten Punkt, weil wenn man noch mehr Wähler als neunundzwanzig Prozent, also wenn man über dreißig kommen will dann würde ich doch denken dass eine AfD-Strategie so aussehen müsste.

00:20:23: Dass man mehr in den Mainstream geht und das machen sie ja gerade eben nicht zum Beispiel auch Verweide indem Sie noch kurz vor den Landtagswahlen erneut bekräftigt hat, den Euro-Raum, also raus ist dem Euro will.

00:20:40: Also die Währung verlassen will was ja jetzt zum Beispiel ein Thema ist, das nicht von der großen Mehrheit der Deutschen geteilt wird und wo auch viele Wirtschaftsexperten sagen würden dass wäre ziemlich schlecht für Deutschland.

00:20:53: Wie stellt man sich da oder wie nehmen Sie das wahr?

00:20:55: Stellt man sich programmatisch auf bei der Frage Was sind eigentlich Massenthemen und was sind Ischenthämen, die dann im Zweifel viele ansprechen gewissen Kreis?

00:21:09: Ja, wie gesagt die AfD muss man da also aus wahlforscherischer Sicht ein bisschen mit anderen Maßstäben sehen.

00:21:18: Wenn die anderen Parteien versuchen ja auch immer wieder die AfD inhaltlich zu stellen sagen das funktioniert doch gar nicht und denen dann so sagen guck mal hier das hätte ja die und die Konsequenzen.

00:21:29: es scheint aber der wenig zu verfangen, weil einfach offenbar die Anhänger der AfD, die sie jetzt wählen würden sagen das mag sein ist mir aber egal ich will die trotzdem.

00:21:40: So wie da gilt für das Personal als auch für die einzelnen Inhalte wobei ich bezweifeln würde dass es gilt aber auch für andere Parteien, dass sich jeder Wahlberichtige im Detail mit den Ballprogrammen auseinandersetzt oder wenn sind in eisenden innerhalblichen Vorschlägen.

00:22:00: Lassen Sie uns auf die Union schauen.

00:22:02: Also bei der Bundestagswahl, achtundzwanzigkommar fünf Prozent und jetzt steht die Union bei ungefähr neunzehn bis einundzwantig Prozent.

00:22:10: kann man sagen wo diese Wähler hingegangen sind?

00:22:15: Die sind interessanterweise nicht in Massen zur AfD gewandert.

00:22:21: wir haben uns das mal angeschaut.

00:22:22: also diejenigen die bei den letzten Bundestags Wahlen noch die union gewählt haben sie auch jetzt nicht mehr wählen würden von denen geht etwa einen fünftel ist zur afd gewandert immerhin aber Vier Fünftel sind eben nicht zur AfD gewandert und die bei einem Drittel sind sie zu den Grünen, zur SPD oder auch zur FDP in Teilen gegangen.

00:22:44: Der größte Teil ist aber in die Enthaltung gegangen das heißt die würden im Moment überhaupt nicht wählen.

00:22:49: Das heißt es ist insofern interessant als innerhalb der Union immer diskutiert wird wie gehen wir jetzt damit um?

00:22:57: Es gibt Abwandungen auch zur AfD, aber die ist viel, viel geringer als die zu anderen Parteien oder vor allen Dingen in die Enthaltung.

00:23:07: Was müsste dann die Union daraus aus diesen Erkenntnissen für Konsequenzen ziehen?

00:23:13: Also wie muss man auftreten um die zurückzugewinnen also die jetzt sich vor allem enthalten?

00:23:22: Die Union ist ja ein bisschen mit dem Versprechen angetreten oder vor allem auch März im Wahlkampf sozusagen diese Ära Merkel Abbrück abwickeln zu wollen, jetzt auch schon länger und sagen wir müssen uns wieder mehr profilieren.

00:23:37: Wir müssen wieder sichtbar werden wie der März CDU pur so und dieses CDU pur war.

00:23:43: dann für achtundzwanzig kümmer fünf Prozent der Stimmen gut mehr als davor, aber auch nicht deutlich unterdreißig.

00:23:56: Solange die Union sozusagen es nicht wieder schafft das zu verbringen was die Union ja immer geschafft hat in den letzten Jahrzehnten und guten Zeiten auch die SPD geschafft hat nämlich Volkspartei zu sein und breitere Schichten anzusprechen mit einem Profil was aus Sicht der Kritiker natürlich CDU pur sein kann oder nicht nur CDU, sondern konservativer Kurs sein kann.

00:24:18: Sondern eben auch die Mitte stärker abdecken muss.

00:24:23: Wo sich ja die Mehrheit der Wahlbericht nach wie vor verortet wird sie weiter bei zwanzig Prozent bleiben oder sogar noch darunter fallen.

00:24:34: Welchen Anteil hat der Bundeskanzler und der CDU-Chef Friedrich Merz daran?

00:24:39: Wo die Union, wo vor allem die CDU gerade steht?

00:24:44: Ja, er hat einen sehr großen Anteil daran.

00:24:48: Denn er steht ja erstens für diesen Kurswechsel in den letzten Jahren.

00:24:56: und das Problem beim März ist natürlich dass man mit ihm jemanden aufgestellt hat als Kanzlerkandidaten der ja keine ganz unbekannte Figur war im Politikbetrieb auch wenn er lange aus dem Politikbetrieb draußen war einen Profil hatte, was sich seitdem nicht wirklich geändert hat.

00:25:17: Das ist ja interessant und wir haben uns mal Fragen angeschaut zu seinen Werten also auch mal als möglicher Kanzlerkandidat in der Diskussion war, zweitausend Folgen.

00:25:27: Das heißt dieses Eigenschaftsprofil kommt nicht sehr sympathisch an.

00:25:34: bei den Leuten weiß ich nicht welche Probleme die Menschen bewegen.

00:25:39: Das haben wir dann jetzt auch wieder gefunden, das war aber schon zweitausend und zwei tausend eins angelegt.

00:25:45: Auch die Probleme Jüngere anzusprechen, Frauen, Leute in Großstädten also sozusagen die Wählerinnen und Wähler, die Merke noch so mit Öonot bei der letzten Wahl noch an die CDU oder die Union gebunden hat.

00:25:59: Die kriegt März natürlich nicht und hatte er auch nicht bekommen.

00:26:03: Und dann im Amt wo man ja sagen muss Am Anfang war einer seiner Sofrienheitswerte nicht einhehrend so schlecht, die jetzt warten fast zu einem Gleichstand.

00:26:13: Nach seinem Besuch in Washington im letzten Sommer bei Trump war es die Leute gedacht haben gut für internationaler Bühne kommt er ja offenbar gut zurecht und vertritt das Land gut im Ausland ist ja dann im Herbst sozusagen, was der Herbstreform angekündigt war.

00:26:28: Aber dann sozusagen nicht kamen sind die Werte ja deutlich zurückgegangen und sind ja jetzt nach anderthalb Jahren auf einen neuen Tiefstand gefallen.

00:26:36: Das heißt Werts hilft der Union nicht nur nach oben sondern er zieht sie im Grunde nach unten durch Werte, die wir beim Kanzler so noch nicht gesehen haben.

00:26:45: Was sind das für Werte?

00:26:47: Und gibt es da ein historisches Beispiel für diese Unbeliebtheit von Friedrich Merz?

00:26:51: Es gibt kein Beispiel, weil wir noch keinen Kanzler hatten, bei dem wir so negative Werte gemessen haben.

00:27:01: Im März liegt er jetzt in der Zufriedenheit, also Leute die sagen sie sind mit seiner Arbeit zufrieden elf Prozent.

00:27:08: Und Scholz zum Vergleich hat am Ende seiner Amtszeit, also spät Sommer Herbst, vierundzwanzig lag er bei zwanzig, dreinzwanzigt Prozent und war auch schon ein schlechter Wert.

00:27:21: aber da liegt mehr jetzt noch drunter.

00:27:24: Das besorgeserregende für die Union ist ja das oder für ihn auch eine Mehr derjenigen, die jetzt noch die Union wählen würden sagen dass sie nicht zufrieden sind von den Abgewanderten ganz zu schweigen.

00:27:36: Also das ist wirklich ein dramatisches Ergebnis und da ist momentan nicht wirklich absehbar, wie er das nochmal rumdrehen möchte.

00:27:46: Sie sagen dass es nicht absehmbar, wenn man das umdreht will?

00:27:50: Da gibt's auch viele Unionspolitiker die so argumentieren, dass wenn man einmal so im Keller ist, dass eigentlich kaum möglich ist... Wie ginge das jetzt mal theoretisch gesprochen?

00:28:00: Also gibt es dafür Beispiele also Politiker die so im Umfrage Keller waren und sich da wieder rausgekämpft haben?

00:28:10: Na, bei Kohl war es ja zumindest so.

00:28:12: Der war zwar auch innerhalb der gesamten Wählerschaft jetzt von einigen Ausnahmen abgesehen und das ist ja der Einheit herum, der keine berauschenden Werte hat aber er hatte zumindest immer mit dem neunzig Prozent seiner Anhänger hängt er sich.

00:28:26: Die waren mit ihm zufrieden, die wollten ihn als Kanzler behalten.

00:28:30: Das ist ja jetzt beim März auch nicht mehr der Fall.

00:28:32: Also das ist natürlich ein Riesenproblem.

00:28:35: Mein Grundsätzlich könnte man sagen, dann müsste die Regierung irgendwie versuchen trotz seiner negativen Werte sozusagen bei den Themen voranzukommen und durch Regierungsarbeit zu überzeugen.

00:28:48: Bei ihm persönlich ist es einfach schwierig weil sich das Bild jetzt so verfestigt hat und ja auch sozusagen ist da auch schon eine Vorgeschichte gab aber noch mal in der Regierungsarbeit sich so verfestigt hat.

00:29:00: Aber ich höre, also die eins der einzige Auswirk für die Regierung wird sein.

00:29:03: Dass sie sich nochmal irgendwie zusammenrauft und zu Entscheidungen kommt und dann sagen diese zweieinhalb Jahre, die es noch hat maximal

00:29:11: nutzt.".

00:29:13: Wenn Sie als Meinungsforscher verfestigen sagen, was meinen sie damit genau?

00:29:17: Also wie lange braucht es das sich ein Bild so verfestigt.

00:29:21: Sie und ich und andere beschäftigen sich jeden Tag mit Politik aber viele Menschen haben dafür nicht viel Zeit weil sie Familie Arbeit und eben dass nichts mit Politik zu tun hat.

00:29:30: also Wie lange dauert sowas bis dann auch menschen sagen okay Das ist jetzt mein bild Von diesem politiker von dem bundeskanzler und das ändere ich auch nicht so schnell.

00:29:39: also wie gesagt es gab ja bei Es gibt ja verschiedene Fälle.

00:29:44: Bei Scholz war es so, dass er am Anfang nach der Zeitenwenden rede, da Werte kamen von über sechzig Prozent, die mit ihm zufrieden waren und dann begann ein langsamer Abstieg, der sich dann über die drei Jahre hinzog.

00:29:57: Ähnlich auch bei anderen Politikern Habeck ist im Fall oder Baerbock, die langsam benieren werden, in ihrer Beliebtheit zurückging.

00:30:07: Bei Schulz, aber schon beim März ist das ja so, Er durchaus ja so ein erstes, geines Zwischenhoch hatte und das aber so in Schüben dann dieser Vertrauensrückgang passierte.

00:30:18: Das fing dann im Spätsommer an im letzten Jahr.

00:30:21: Dann lag er noch bei etwa zwanzig Prozent zur Friedenheit und dann kam nochmal so einen Einbruch Anfang diesen Jahres nach dem April wo er dann auf in die Nähe der Zehen gerutscht ist.

00:30:30: So kann ich als Politiker immer sagen naja Fragen sind flüchtig.

00:30:35: das ändert sich auch wieder.

00:30:37: Was ich mit verfestigen meine ist, dass sich das ja jetzt über Monate hinweg nochmal in eine Richtung entwickelt hat und verstärkt hat.

00:30:45: Das heißt weil es kein Ereignis was zu einem Einbruch geführt hat keinen bestimmtes Fehlverhalten sondern das im Grunde hat sich über längeren Zeitraum so nach unten bewegt Und da fehlt uns eigentlich irgendein Beispiel wo man sagen könnte Da ist dann noch mal so ein Turnaround gelungen.

00:31:06: Jetzt wäre das eine, dass Friedrich Merz dieses Jahr in Teilen undenkbare Schaft und diesen Turnaround zusammen mit der Union herstellen kann.

00:31:15: Das andere was in den vergangenen Wochen debattiert wurde war der sogenannte Kanzler-Tausch, Kanzlerssturz.

00:31:21: es wurde auch über Neuwahlen diskutiert.

00:31:24: wie haben sie da die Stimmung in der Bevölkerung wahrgenommen in den vergangenen Wochen?

00:31:30: Also wir hatten unlängst vor letzte Woche für RTL und NTV mal wirklich die Frage gestellt, soll der Kanzler eigentlich jetzt zurücktreten oder nicht?

00:31:41: Da hat man eine Kappe mehr.

00:31:42: Die gesagt hat Merz sollte das Amt niederlegen.

00:31:45: aber noch recht starke Minderheit über vierzig Prozent haben gesagt er soll weiter im Amt bleiben.

00:31:54: Ganz kurze Zwischenfrage.

00:31:55: Mathias hat gesagt weil es ja interessant ist Dass diese Werte so auseinandergehen, also das ist auf der einen Seite diese maximale Unbeliebtheit gegenüber März.

00:32:02: Dass eben aber nur eine leichte Mehrheit bei ihnen jetzt gesagt hat er soll zurücktreten.

00:32:08: womit erklären sie dass die Sorge vor Instabilität dann wenn ein Kanzler tatsächlich zurücktritt oder getauscht wird was wir in der Geschichte nicht ständig haben in Deutschland?

00:32:17: Absolut, ich denke auf jeden Fall dass das damit zu erklären ist.

00:32:21: Denn wir haben auch gesehen bei den SPD-Anhängern war auch über den Grünen Anhängern eine knappe Mehrheit der Meinung er sollte weiter im Amt bleiben weil natürlich die Frage der Stabilität hier essentiell berührt ist.

00:32:34: Das ist bekanntermaßen ja nicht so einfach in Deutschland einfach ein Kanzler zu tauschen.

00:32:38: also er könnte zurück treten aber dann bräuchte man ja auch jemanden der an seine Stelle tritt der von beiden Koalitions oder allen drei Koalitionsparteien auch wieder gewählt wird und so weiter.

00:32:51: Das ist in der Tat interessant, dass der Anteil dieser Möge zurücktreten hinter dem Anteil zurückbleibt, die mit ihm unzufrieden sind.

00:33:01: Aber das erklärt sich sicherlich durch diese Sorge um die Stabilität gerade in der jetzigen

00:33:07: Zeit.".

00:33:08: Wie gehen die Menschen mit dem Argument um was von Merz indirekt aber seinen Unterstützer direkt genannt wird?

00:33:15: Dass März ein Garant für außenpolitische Stabilität sei in solchen schwierigen Zeiten, hat er da gute Werte bei den Menschen?

00:33:25: Also der Außenkanzler, der er ja von Anfang an sein wollte.

00:33:31: Also diese erste noch positiven Werte die im letzten Sommer waren natürlich schon darauf zurückzuführen dass er seinen Agieren im Ausland als recht positiv wahrgenommen wurde.

00:33:47: Andererseits haben wir auch mehrfach abgefragt, ob er denn eigentlich eine Führungsrolle einnimmt in Europa, was er immer für sich gefordert hat.

00:33:59: Auch für Deutschland geforderte.

00:34:00: da ist eine Mehrheit doch eher skeptisch.

00:34:02: also ich würde auf die Rolle der Außenpolitik gibt es für seine Ford kommen oder für sein Ansehen etwas relativieren?

00:34:12: Denn für die Leute hier ist ja, wie wir mehrfach ermittelt haben wirklich diese Frage der wirtschaftlichen Erholung und Wirtschaftsgesundungen an allererster Stelle.

00:34:25: Und das außenpolitische Panorama ist natürlich irgendwo im Hintergrund und es ist immer da.

00:34:31: aber gemessen wird er am Ende des Tages darin ob er es schafft, die Versprechen, die er für Deutschland und den Wirtschaftsstandort gegeben hat auch umzusetzen.

00:34:40: Ist es möglich, Herr Matoshek, dass März weiter unbeliebt bleibt?

00:34:44: Also nicht signifikant stark.

00:34:47: Und die CDU dennoch in den Werten wieder nach oben kommt?

00:34:50: oder ist das beides immer miteinander verbunden?

00:34:53: jetzt auch mal die Geschichte geblickt?

00:34:55: Ich fürchte schon, dass es sehr stark miteinander verbundet ist wobei sie einen wichtigen Punkt ansprechen der noch hinzukommt.

00:35:01: also wenn man von der Schwäche der Union spricht muss man natürlich auch sprechen von ihrer Kompetenzverahnehmung.

00:35:10: Es war ja so bei der Union, wenn man die letzten Jahre Jahrzehnte zurückblickt dass die Union immer davon profitiert hat

00:35:18: a.)

00:35:18: Dass sie den Kanzler gestellt hat und aber auch das ihr am meisten zugetraut wurde mit dem Problem im Land fertig zu werden.

00:35:26: Wir stellen immer diese Frage nach der Generalkompetenz also nicht nach Politikfeldern kann man auch machen.

00:35:31: Aber wem traut man denn am ehesten zu?

00:35:33: die Probleme im Land zu lösen, die es gibt so.

00:35:35: Da hatte die Union unter Merkel immer Werte von dreißig mal vierzig in Corona-Zeiten sogar fünfzig Prozent.

00:35:42: Die sagten der Union heute das am ehesten zu und der SPD widersprechend weniger als zehn, zwanzig Prozent in Schulters Zeiten.

00:35:51: Gute Zeiten vielleicht auch mal mehr.

00:35:54: Und das hat die Union im Grunde schon zu Beginn der erlaschet oder slaschet nominiert wurde als Kanzlerkandidat einundzwanzig verloren.

00:36:02: Da sang es sich bei der Kompetenz deutlich ab.

00:36:05: und sie liegt jetzt, wenn wir fragen, wem traute denn am ehesten zu die Probleme zu lösen?

00:36:09: Ich ziehe gerade noch bei zehn, elf Prozent.

00:36:12: Die AfD legt auch nur bei drei, zehn oder zwölf Prozent.

00:36:14: also da traut man auch nicht viel mehr zu.

00:36:16: aber das dramatische ist ja dass die Union so viele verloren hat.

00:36:19: Das BD traut einen Traum noch weniger dazu.

00:36:22: Aber diesen Kompetenzvorsprung den hat die Union verloren.

00:36:25: Und das sind im Grunde diese beiden Facetten Also eine starke Führungsfigur meistens dann auch ein Kanzleramt Und diese Generalkompetenz, meist getrieben auch durch eine ökonomische Kompetenz.

00:36:36: Dass man ja meist zugelordert die wirtschaftlichen Probleme zu lösen hat sie verloren und das hängt bei März natürlich eng zusammen.

00:36:43: von daher sehe ich im Moment noch nicht wie die Union das schaffen will sozusagen an der wichtigsten Figur vorbei wieder mehr Vertrauen zu gewinnen.

00:36:54: Sie sprechen von Führungsfiguren.

00:36:56: Jetzt werden im Zusammenhang mit dieser Kanstertauschtdebatte immer zwei Namen genannt, Hendrik Wüst der NRW-Ministerpräsident und Marco Söder der Bayerische Ministerpräsident.

00:37:07: Kann man sagen wer von beiden beliebter ist in der gesamten deutschen Bevölkerung?

00:37:14: Also wenn wir auf unsere Politiker Ranking schauen dann Sehen wir, dass wüst bundesweit immer im oberen Drittel sich bewegt.

00:37:29: Also hinter Pistorius Im oberem Bereich in unserem RTLNTV-Trendbaumeter sich beweagt.

00:37:37: Da kommt dann etwas dahinter.

00:37:41: Was eine andere Frage ist natürlich die ob man den beiden dann auch zutrauen würde das Kanzlerabend zu übernehmen.

00:37:49: da haben wir momentan keine aktuellen Zahlen.

00:37:52: Aber das ist natürlich generell eine interessante Frage, weil wir aus anderen früheren Kontexten gesehen haben.

00:38:00: Dass sich die Popularität in einem Bundesland auch bei beliebtem Ministerpräsidenten sich nicht automatisch und auf die Bundespolitik überträgt.

00:38:09: Das wissen wir einfach noch nicht.

00:38:11: Der Wüst kommt hinzu, dass er noch eine Wahl im NRW vor sich hat und bundesweit noch nicht diesen Bekanntheitsgrad hat.

00:38:21: in unseren bundesweiten rankings liegen beide relativ weit hoch.

00:38:27: kann man sagen wie sich die kurven der beiden entwickelt haben.

00:38:30: in den letzten Monaten letzten jahren muss man ja sagen

00:38:33: der söder hat etwas nachgelassen die letzten jahre.

00:38:37: Wüst ist relativ stabil, hat auch etwas nachgelassen.

00:38:42: Es gilt aber eigentlich für die gesamte politische Riege, die wir da abfragen mit außen und auch Pistoriums wobei immer noch alle Spitze sich bewegt so als wirklich mit Abstand auch.

00:38:58: Die Werte verändern sich natürlich immer auch im Hinblick auf auf die Wahrnehmung.

00:39:07: Wir sehen dann manchmal auch so gewisse Schübe, dass dann auch die gesamte politische Klasse irgendwo abgestraft wird.

00:39:15: Aber da müssen wir abwarten wie sich das die nächste Zeit weiterentwickelt.

00:39:20: Kann man eigentlich sagen, wie sehr der Union diese Debatten um ihn sparen?

00:39:24: Erst die Leimutter-Affäre, jetzt die Debatte um seinen Trip nach Sardinien wo er im Haushaltsausschuss gefehlt hat und offenbar dort Riesenärger entfacht hat.

00:39:40: Das hat dann dafür gesorgt, dass er da auch wieder seinen Platz aufgegeben hat.

00:39:44: Es gibt eine CDU-Doko im ZDF die für viel Aufregung gesorgt hat wo man unter anderem Philipp Amthor sieht wie er sich einen Strandkorb ins Kanzleramt bestellt.

00:39:54: diesen Strandkorben ist jetzt wieder los geworden.

00:39:56: Auch da Riesenaufregungen kann man messen inwieweit solche Social Media Stürme sind es ja durchaus Auswirkungen auf den Blick, auf die Partei und dann auch eben auf die Werte haben.

00:40:11: Das ist ja bei Spanisch ein interessantes Beispiel dafür dass jemand doch schon lange unbeliebt war, auch wenn er medial ja häufig noch sehr, sagen wir mal sehr prominent irgendwo als möglicher Nachfolgekandidat oder Kanzlerkandidat in Spiegel handelt wurde.

00:40:33: Also, in unserem Politiker-Ranking für RTL und MTV lag Spahn seit die Regierung angetreten ist auf den untersten Plätzen was sich da ein Wettbewerb geliefert mit Katharina Reicher also wobei er während der Corona-Pandemie sehr gute Werte hatte weil er dann nämlich zum Lagervorsicht gehörte so wie auch wie Merkel und Söder im Übrigen interessanterweise.

00:40:58: Aber seit die Region im Amt ist, hat er immer extrem negative Werte.

00:41:04: Von daher war jetzt diese Frage der Leimutterschaft was eine Mehrheit auch nicht verstanden hatte, der Wählerinnen und Wähler aber das zwar dann auch lieber Aufwerk geben für seine Wahrnehmung.

00:41:16: Können Sie eigentlich sagen, was sich die Menschen in diesen Zeiten von Politikern wünschen?

00:41:21: Also welche Fähigkeiten Was wünschen sich die Menschen in Deutschland gerade von ihren Spitzenpolitikern?

00:41:30: Ich glaube, es sind keine anderen Eigenschaften als in den letzten Jahren.

00:41:39: Ein interessantes Beispiel ist tatsächlich Pistorius der ja Amt immer noch auf sehr, sehr hohe Beliebtheitswerte kommen.

00:41:50: Von dem man früher gesagt hätte das es an Schleudersitzt und daher hält sich niemand länger als zwei drei Jahre oder ohne dass er im persönlichen Ansehen irgendwo schaden leidet.

00:42:01: also ich glaube was Immer noch sehr entscheidend ist es einfach die Frage der Glaubwürdigkeit.

00:42:09: Ich glaube, er ist ein Beispiel dafür, dass man auch den Leuten die Wahrheit sagen kann – ich löse die Probleme im Verteidigungswesen in zwei Jahren oder ich tue was ich kann!

00:42:20: Und das wird dauernd so.

00:42:23: Das andere ist natürlich neben der Authentizität, dass man auch eine Sprache spricht die die Leute verstehen also nicht mit Berliner Blasen und Speich daherkommt sondern irgendwo noch klar und verständlich sich ausdrücken kann.

00:42:36: Man muss ja in die Bundesländer schauen und man findet Ministerpräsident oder Präsidentin denen das offenbar noch gelingt und ihr auch damit Wahlen gewinnen können.

00:42:45: Also ich glaube, neben Kompetenz und Glaubwürdigkeit ist es einfach auch diese Authentizität.

00:42:52: Und eine klare Sprache, die den Leuten aufvermittelt.

00:42:55: Da weiß jemand, worum's eigentlich geht.

00:42:58: Ich

00:42:58: weiß nicht, wo es bis zu dieses Ansprechen in Verteidigungsminister für große Diskussionen hat.

00:43:03: Auch das Gespräch vom Außenminister von Johann Wadefuhl mit Sergio Lavrov dem russischen Außenminister gesorgt der das erste Mal eben am Rande der UN-Versammlung in New York dort Lavrov getroffen hat.

00:43:17: Wenn Sie sich die Werte anschauen, die sie messen, kann man darüber urteilen ob die Deutschen wollen dass verhandelt wird?

00:43:25: Inwieweit hat möglicherweise auch der Vorfall, der Drohnenvorfall in Leipzig Konsequenzen für das Meinungsbild was die Ukraine angeht aber den Blick natürlich auch nach Russland angeht.

00:43:38: Also ich glaube ohne dass wir dazu aktuelle Zahlen hätten für die meisten vermutlich ein vernünftiger Schrittwahlen.

00:43:47: Wir sehen ja immer in den Befragungen, die wir gemacht haben, dass er doch eine Mehrheit den Eindruck hat auch wenn sie dafür ausspricht die Ukraine zu unterstützen von deutscher Seite aus das man aber doch irgendwo ein bisschen damit hadert, dass sie Deutschland und auch die Europäer in den Amerikanern und der Trump-Administration da irgendwo auch ohne eigene Stimme jetzt dastehen.

00:44:10: Und Fadefuhl hat ja um keine Zusagen irgendwelche Art gemacht, aber er hat eben offenbar mal das Gespräch gesucht in New York.

00:44:21: Die Umfragen die wir dazu durchgeführt haben zeigen schon dass man zumindest eine Mehrheit möchte, dass man von europäischer Seite da ein bisschen aktiver ist.

00:44:31: Herr Matoszek hochspannend von Ihnen mal wieder eine Analyse zu hören was die Meinungsumfragen angeht wie es um Friedrich Merz und die CDU und um die internationalen Fragen steht.

00:44:42: Herzlichen Dank für Ihre Zeit!

00:44:45: Sehr gerne

00:44:46: Danke, dass ihr wieder zugehört habt.

00:44:48: Vielen Dank auch für das viele Feedback auf ronsheimer.tv.

00:44:52: Da findet ihr auch alle meine Social Media Accounts wo Ihr mich persönlich kontaktieren könnt.

00:44:58: Das glauben manchmal die Leute gar nicht aber ich schauen mir die Kommentare tatsächlich selbst an Und ich bitte darum, lasst weiter Likes

00:45:06: da

00:45:07: bei Spotify, Apple, wo auch immer ihr den Podcast hört.

00:45:11: Bei YouTube natürlich, wo ihr dem Podcast auch sehen könnt!

00:45:14: Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert

00:45:18: und

00:45:18: das hilft uns wirklich sehr.

00:45:20: Und ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philipp Jatoff in der Redaktion, bei Liven Jenrich in der Produktion und natürlich an meinen Producer Daniel von Moll!

00:45:35: Herzlichen Dank und alles Liebe!

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