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Deutschland hat verlernt zu Streiten. Mit Christoph Werner (dm-Chef)

Shownotes

Paul Ronzheimer spricht mit Christoph Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung von dm, über die Kontroverse um die NGO Campact und deren Kampagne gegen bestimmte YouTube-Kanäle. Werner erklärt, warum dm Kanäle wie „Nius“, „Tichys Einblick“ oder „Weltwoche“ nicht pauschal von Werbung ausschließt und weshalb Unternehmen aus seiner Sicht keine Wahlempfehlungen abgeben sollten. Im Zentrum steht die Frage, wie viel Meinungsvielfalt eine Gesellschaft aushalten muss – und warum Werner eine zunehmende Polarisierung seit der Corona-Pandemie beobachtet.

Außerdem geht es um die deutsche Wirtschaftskrise. Werner warnt, Deutschland verliere international den Anschluss, fordert tiefgreifende Reformen und erklärt, warum längere Legislaturperioden, Amtszeitbegrenzungen und Verfallsdaten für Gesetze das Land wieder handlungsfähiger machen könnten.

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Redaktion: Filipp Piatov und Lieven Jenrich u. Magalie Mohler | Team Social: Jan-Philipp Borchert & Etienne Fruchtmann | Executive Producer: Daniel van Moll

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Transkript anzeigen

00:00:00: Das zweite was dazugekommen ist, so eine affektive Polarisierung.

00:00:04: Das heißt dass wir sagen mit dem brauche ich gar nicht sprechen.

00:00:08: wenn dir diese Meinung vertritt ist es sowieso ein Spinner und deswegen brauche Ich mir das gar nicht anhören.

00:00:14: also die tatsache dass die meinung von dieser person kommt bedeutet schon ich setze mich damit gar nicht mehr auseinander.

00:00:20: Und und das ist natürlich ein echtes problem weil dann fangen wir an uns nur noch mit Meinungen zu unter zu umgeben die uns sympathisch sind.

00:00:28: Aber gerade im Nachdenken anderer Meinung können wir ja zu neuen Gesichtspunkten

00:00:32: kommen.

00:00:59: Weil er als Unternehmer eine, so kann man sagen etwas andere Haltung

00:01:03: zu Brandmauer

00:01:04: vertreten hat und vertritt als der Mainstream.

00:01:07: Heute ist Christoph Werner bei mir im Podcast zu Gast Und ich möchte mit ihm überall da sprechen über Kampakt die Brandmauern in der Wirtschaft und auch den Wirtschaftsstandort Deutschland natürlich.

00:01:19: Ich grüße Sie Herr Werner.

00:01:20: schön dass sie da sind.

00:01:22: Hallo Herr Ronsheimer schön bei Ihnen zu sein Herr Werner,

00:01:25: Kampak hat im August war es rund sechzig YouTube-Kanäle ausgewählt.

00:01:31: Die die Organisation als sogenannte Hetzkanäle bezeichnet und Unternehmen aufgefordert dort keine Werbung mehr auszuspielen.

00:01:41: Kampack erklärte anschließend öffentlich DM Gehöre zu diesen Unternehmen, die ihre Speerlisten anpassen würden also darauf reagieren würden.

00:01:50: sie haben dann dieser Darstellung später widersprochen.

00:01:54: Können Sie einmal aus Ihrer Sicht erzählen, auch für diejenigen, die davon gar nichts mitbekommen haben.

00:02:00: Was da aus ihrer Sicht in den vergangenen Wochen und Monaten passiert ist?

00:02:04: Ja kann ich gerne zusammenfassen.

00:02:06: also worum es ging war um das Ausspielen von Werbung auf YouTube Kanälen.

00:02:12: dazu muss man wissen dass das ausspielen Von Werbung Auf Youtube Kanäle sich unterscheidet von dem was in den klassischen Medien sonst ist.

00:02:18: wenn man wirbt Kauft Man In Der Regel Sendeplätze Also Ist Das Programm Bekannt Und dann entscheidet man sich, welche Sendeplätze man kaufen möchte in Abhängigkeit der Zielgruppen die man erreicht.

00:02:30: Auf YouTube ist es ein bisschen anders.

00:02:32: da ist es nicht so dass man Sende Plätze gezielt kauft sondern der Algorithmus von Google spielt Werbefilmer aus.

00:02:39: also wenn man auf Youtube sich irgendwas anguckt und dann kommt Werbung kennen wir ja alle Dann ist das jetzt nicht speziell gebucht sondern das wird von dem Algorithmos nach irgendwelchen Kriterien ausgespielt.

00:02:50: Das heißt als werbetreibender kann man nicht direkt Einfluss drauf nehmen.

00:02:53: Man kann lediglich sagen, gewisse Kanäle möchte ich sperren um dort nicht gezeigt zu

00:02:58: werden.".

00:02:59: Das ist also der große Zusammenhang.

00:03:01: und dann gab es jetzt einen Anschreiben wo in welchem von dieser NGO über sechzig Kanälen genannt wurden die der rechten Hetze zugeordnet wurden und Unternehmen wurden aufgefordert die zu sperren beziehungsweise ihre Sperrlisten zu überarbeiten.

00:03:19: Und bei dem Trogariemarkt ist es so, wenn wir angeschrieben werden dann schauen wir uns das natürlich an und so haben wir auch diese sechzig Kanäle uns angeschaut beziehungsweise des Team welches dafür verantwortlich ist.

00:03:29: Da waren einzelne dabei die in der Tat abgründig sind und deswegen haben wir dann vermeldet auf die Fragen die wir gestellt bekommen haben dass wir eben unsere Liste überarbeitet haben.

00:03:41: Daraufhin hat dann die NGO in einer Pressemitteilung verkündet das viele Unternehmen sich dieser Kampagne angeschlossen hätten und da wurden wir auch genannt.

00:03:54: Die Herausforderung war jetzt die Interpretation, also alle oder einige oder wenige?

00:04:00: Und das wurde halt durcheinander geworfen und es hat dann dazu geführt dass die Rede davon war, dass wir das insgesamt übernommen hätten einfach weil des von dieser NGO gekommen wäre was allerdings so nicht gestimmt hat, weil wir es nach eigenen Kriterien uns nochmal angeschaut haben

00:04:18: Damit man das versteht, wie läuft so was ab?

00:04:21: Also erstmal für diejenigen, die Kampakt nicht kennen.

00:04:26: Was ist das aus ihrer Sicht jetzt für ein Verein und wie läuft das ab, dass dann dieser Verein Unternehmen, wie sie anschreibt und es zu einer Situation kommt?

00:04:38: Ist das ein normaler Vorgang, kommt das häufiger vor dass sich Vereine Verbände bei ihnen melden und sie zum Beispiel auffordern, irgendwo nicht mehr zu werben oder ist das eine eher außergewöhnliche Situation?

00:04:50: Ja ich würde mal sagen es kommt jetzt nicht tagtäglich vor aber es kommt schon vor.

00:04:54: Und in meiner Einschätzung ist es Teil einer pluralistischen Gesellschaft.

00:04:59: da gibt's also unterschiedliche Meinungen, da gibt es Initiativen die sich für gewisse Anliegen einsetzen.

00:05:04: Das ist auch absolut in Ordnung.

00:05:06: und was dann auf Unternehmen zugegangen wird mit Vorstellungen Wünschen Forderung gehört auch dazu.

00:05:13: Ich glaube entscheidend ist, dass als Verantwortlicher ich mich dann fragen muss und wir als Unternehmen uns fragen müssen wie gehen wir jetzt damit um?

00:05:20: Und wir müssen das tun was wir für richtig halten.

00:05:24: Schwierig wird es halt wenn eine Kampagne draus gemacht wird also so nach dem Motto kauft nicht dort und dort weil die verhalten sich so und so Da wird's schwierig.

00:05:33: das etwas was wir im Zusammenhang mit dieser NGO ja auch Ende letzten Jahres intensiv erfahren hatten da hatte ich mich damals gegen auch zur Wehr gesetzt.

00:05:42: Und jetzt sind wir wieder angeschrieben worden und es wurde dann eben vermeldet, dass wir uns dem angeschlossen hatten.

00:05:50: Was ich persönlich nicht so schlimm finde.

00:05:52: ehrlich gesagt die können ja schreiben was sie wollen und was sie auch für richtig halten.

00:05:57: entscheidend ist für mich das wenig unter Druck gesetzt werden.

00:06:01: in diesem fall hatte ich jetzt zumindest das was bei mir anbelangt angelangtes hatte ich auch nicht den eindruck dass Sie uns massiv unter druck gesetzt hätten.

00:06:10: Sie haben halt einfach etwas über uns gesagt und wir haben das dann noch mal richtig gestellt.

00:06:15: Jetzt ist es so, dass in dieser Pressemerteilung von Kampak ist ja vor allem um Kanäle wie News, Apollo News, Weltwoche, Tichis Einblick gegen also zumindest eine Öffentlichkeit sind auch Kanälen die eher bekannter sind.

00:06:30: Und insbesondere bei diesen haben sie gesagt, dass sie als DM nicht von der Werbung ausgeschlossen haben.

00:06:40: Aber diese Kanäle haben das zunächst so wahrgenommen oder interpretiert aufgrund der Pressemitteilung von Kampak.

00:06:49: Was ist dann passiert?

00:06:50: Also als diese Kanähle gesagt haben, ja schaut her DM und andere wollen bei uns nicht mehr werben was ist da über sie reingebrochen?

00:07:00: Ja gut es wurde dann von einzelnen der genannten Kanälen wurde in der Tat darüber auch recht ausführlich berichtet.

00:07:06: Und was was dann halt geschehen ist dass wir sehr viele Zuschriften gekriegt haben, die in erster Linie die Frage gestellt haben wie kommt es denn jetzt Herr Werner auch nach Sie bei Lanz Ende letzten Jahres sicher für Debattenkultur ausgesprochen haben und jetzt dort eigentlich nicken.

00:07:23: Das war so der Vorwurf der dann im Raum stand weil es ja so ist in der Tat dass wir uns für Debatting Kultur einsetzen.

00:07:31: Wir halten das für ganz wichtig in einer liberalen und lebendigen Demokratie Dass unterschiedliche Gesichtspunkte debattiert werden um einen gesellschaftlichen Erkenntnisprozess auch zu haben.

00:07:43: Interessant war bei den Zuschriften, und das hat sich in meiner Wahrnehmung auch unterschieden von dem was wir Ende letzten Jahres hatten dass da gerade zu Anfangs doch viele Zuschriften waren wo deutlich wurde dass ich da die Menschen echt Sorge gemacht habe, dass sie gesagt haben warum boykottiert ihr gewisse Nachrichtenkanäle wenn Meinungspluralismus in Deutschland wollen.

00:08:09: Also das war interessant, dass die jetzt gar nicht gesagt haben ich finde jetzt einen von diesen Kanälen jetzt besonders wichtig sondern einfach es geht doch um ein breites Meinungsspektrum weil manche die uns angeschrieben hatten den Eindruck hatten dass wir dieses Meinungspektrum so in Deutschland nicht mehr haben außerhalb auch dessen was auf YouTube gesendet wird.

00:08:29: Ja und das war für mich auch ganz interessant, es so zu erleben.

00:08:32: Also es war nicht viel Polemik vor allem am Anfang.

00:08:35: gegen Ende wurde das dann alles wieder ein bisschen standardisiert würde ich sagen.

00:08:39: Da hat man gesehen dass da auch wahrscheinlich ChatGPT ein Helfer war bei der Formulierung.

00:08:45: aber am Anfang diese echte Sorge und das fand ich jetzt mal interessant als Bürger zu verfolgen.

00:08:51: Und letzten Endes muss ich Ihnen sagen Herr Rohnzheimer fand ich es auch ein positives Signal jetzt mal unabhängig davon wie man zu diesen einzelnen Kaninen stehen mag Aber wenn wir Menschen haben, die sagen Meinungspluralismus ist wichtig um sich eine Meinung zu bilden dann ist es schon mal ne ganz wichtige Grundlage für eine funktionierende Liberale und lebendige Demokratie.

00:09:09: Jetzt haben sie gesagt Sie haben sich diese Kanäle angeschaut oder ihr Team hat sich hier angeschauen Und bei einigen haben sie dann reagiert und bei denen eben genannten nicht weil das für sie zum Meinungs-Pluralismus dazugehört.

00:09:23: Wo ziehen sie denn als Unternehmen die Grenze wo?

00:09:26: sie sagen also bis hierhin und ich weiter Und da soll, will wollen wir nicht auftauchen.

00:09:33: Ja also Herr Ronsammer das ist schwierig ne?

00:09:35: Das ist schwierig weil es ja nicht schwarz oder weiß sondern das sind viele, viele Krauschartierungen die da bestehen.

00:09:42: aber für uns war's jetzt wesentlich gewesen dass Kanäle die wirklich extrem ins lächerliche ziehen und zwar sozusagen ins zynische Destruktive dass wir das nicht zulassen oder auch das, was so als moderne Ausbringung des Gonzojournalismus bezeichnet wird.

00:10:05: Also, da welche permanent G-M zu irgendwelchen Veranstaltungen gehen, Menschen bedrängen... Da gibt es auch Beispiele für... Das ist auch etwas wo wir gesagt haben, das entspricht sogar nicht dem wofür wir eigentlich stehen möchten.

00:10:20: Bei den anderen Kanälen die Sie jetzt genannt haben, da gibt es unterschiedliche Meinungen zu.

00:10:24: Aber das ist für mich sozusagen in diesem Graubereich, wo es unserer Meinung nach durchaus in einer liberalen und lebendigen Demokratie zumutbar ist.

00:10:39: Dass es sowas auch gibt und Menschen sich da eine eigene Meinung bilden können.

00:10:43: Aber wenn Sie sagen zynisch oder destruktiv dann würden jetzt Kritiker sagen also Moment mal dass es nun ganz sicher gegeben bei News auch bei Tichis Einblick zum Beispiel.

00:10:56: Also was sagen Sie Kritikern?

00:10:58: Die sagen, naja gehen diese Kanäle nicht über das hinaus, was sie da gerade beschrieben haben.

00:11:04: also ist es am Ende dann Hetze wie Kampaktes formuliert.

00:11:11: Na ja also wenn wir jetzt mal bei dem Beispiel Tichies Einblick nehmen ne Es war ja so dass auf dieser Liste waren ja links auch als er konnte man drauf klicken und kann sich das dann anschauen.

00:11:21: Und bei Tiches Einblick, das Beispiel was da genannt wurde war ein Interview mit dem Kandidaten der AfD in Sachsen-Anhalt.

00:11:32: Richtig Mund!

00:11:34: So jetzt kann man... für mich ist die Frage, wenn Spitzenkandidat einer der Parteien der große Stimmeanteile vorausgesagt werden von einem Format interviewt werden?

00:11:46: Ist es etwas, was im Hetzkanal ist?

00:11:50: Schwierig Ich glaube eher nicht.

00:11:53: Wir sind jetzt auch ehrlich gesagt nicht ganz in die Tiefe gegangen, das sehen wir auch nicht als unsere Aufgabenstellung sondern einfach die Links.

00:11:59: haben wir uns angeguckt, die da dabei waren?

00:12:01: ich habe mir einige angeschaut vor allem von denen wo wir gesagt haben sie wollen wir tatsächlich sperren hab dann auf YouTube entsprechendes Sachen immer angeboten gekriegt.

00:12:11: danach Herr Ronsheimer das ist abgründig zum Teil was es da gibt aber auch dasses Teil des Meinungsspektrums.

00:12:19: Und ich glaube, die entscheidende Frage ist doch nicht so sehr wie kann das verhindert werden?

00:12:23: Sondern wie kann es gelingen dass in der gesellschaftlichen Debatte solche Debattenbeiträge kommen, solche Vorschläge kommen.

00:12:30: Dass sich die Menschen für das würde ich mal sagen ausgewogene und vernünftig auch wirklich interessieren Das sollte der Zugang sein.

00:12:37: darüber sollten wir uns viel mehr unterhalten als uns mit den Outlayern zu beschäftigen Die es halt in einer liberalen Gesellschaft gibt.

00:12:46: Sie haben da im Zusammenhang mit Kampak gesagt, dass sie Zitat sich von einer NGO nicht verhören und bedrohen lassen wollen.

00:12:55: Das ist ja eine sehr scharfe Formulierung.

00:12:57: Was haben sie da genau gemeint?

00:13:00: Im Umgang mit Kampaakt?

00:13:02: weil am Ende würden die wahrscheinlich sagen das hier überhaupt niemand irgendwie bedroht oder zensiert wird und dass jeder Kanal so senden kann und jedes Unternehmen das machen kann aber sie eben als NGO dass öffentlich machen, wer solche Kanäle unterstützt.

00:13:16: Also warum diese harte scharfe Formulierung von ihnen?

00:13:23: Ja die war jetzt als Antwort auf eine Frage, die mir einen Journalist der Welt gestellt hat habe ich das sogar äußert und das ist einfach nochmal in dem Zusammenhang gewesen der Interaktion, die wir mit dieser NGO hatten.

00:13:35: da war es ja so, dass wir Ende letzten Jahres ultimativ aufgefordert wurden aus dem Verband der Familienunternehmer auszutreten.

00:13:44: Und ich war auch persönlich angeschrieben worden und mir wurde eben gesagt, dass entweder wir da jetzt austreten oder das bekannt gegeben würde, dass wir die AfD als Unternehmen unterstützen.

00:13:59: Mir wurde ein Gespräch angeboten mit Verantwortlichen dieser NGO.

00:14:03: Mir wird aber auch gesagt dieses Gespräch würde live gestreamt werden – das waren sozusagen die Bedingungen!

00:14:07: Ich habe damals auf diese Anfrage nicht reagiert, weil ich das als Nötigung gesehen habe.

00:14:14: Und daraufhin hat mir jetzt der Journalist Sergario Zerrao diese Frage noch mal gestellt und dann habe ich es in diesem Zusammenhang gesagt dass ich also nicht verpflichtet bin wenn ich von einer NGO aufgefordert werde mich zu etwas zu äußern dem Folgezuleisten und das unterscheidet sich eben davon wenn das Bundeskriminalamt mich vorlädt und zu einer Sache zu befragen, dass ich selbstverständlich dann nicht dem zu unterziehen habe.

00:14:42: Das ist eben der Unterschied zwischen der staatlichen Behörde und einer NGO die halt für irgendwelche Dinge eintritt was ja auch ihr gutes Recht ist aber die keinen Anspruch darauf hat das ich mich entsprechend unterziehe.

00:14:56: Wie ist das, wenn Sie sagen... also da wird man aufgefordert zu einer Art Bekenntnis.

00:15:01: Also gegen die AfD?

00:15:02: oder im Zweifel würde Kampak dann sagen für die oder für Medien, die die AfD unterstützen und dann steht man irgendwo in eine Ecke entweder nach ein oder anderen?

00:15:12: Was macht das mit einem Unternehmen wie Ihrem?

00:15:15: Und wenn wir uns die Umfragen anschauen, dann ist ja ganz sicher so dass sie viele Mitarbeiter haben wie überall in Deutschland mittlerweile die AfD wählen oder auch sehr viele Kunden haben die mittlerweile AfD wählen.

00:15:28: Wie wäre das denn eigentlich, wenn man jetzt als Unternehmen sagen würde?

00:15:33: Wir lassen uns da nicht unter Druck setzen aber wir haben auch kein Problem mit der AfD.

00:15:39: Würden Sie dann noch einen massiven Shitstorm heute erleben oder hat sich das verändert in den letzten Jahren durch die Stärke der AfD?

00:15:46: Naja also zunächst mal glaube ich ist es wichtig dass wir unterscheiden zwischen Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern.

00:15:52: Unternehmen wählen keine Parteien, Unternehmen sind nicht zu Wahlen zugelassen.

00:15:57: Also wenn es um politische Parteien geht.

00:15:59: Bürgerinnen und Bürgers sind zugelassene Und ich glaube da gilt das einfach zu unterscheiden.

00:16:03: als Unternehmen sind wenig parteipolitisch.

00:16:06: Als Bürger Bin ich wahlberechtigt Wenn in Baden-Württemberg gewählt wird oder wenn auf Bundesebene oder kommunaler Ebene in baden-württmberg gewählt werden.

00:16:15: Da kann ich wählen, da habe Ich eine Meinung aber das ist ein geheimes Wahlrecht.

00:16:19: Es ist auch gar nicht notwendig dass ich mich dazu äußere.

00:16:23: Wenn wir als Unternehmen uns äußern, ist es wichtig dass wir uns nicht parteipolitisch äußeren.

00:16:27: Weil das hat keine Relevanz weil wir nicht wählen können.

00:16:31: Wir können uns aber natürlich politisch äussern und das bedeutet die Rahmenbedingungen, die wir in Deutschland haben.

00:16:35: Ich denke das ist auch gut.

00:16:37: Dass wir uns da äußert Das geschieht dann meistens durch mich Als dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Und so ein bisschen des Gesicht nach außen.

00:16:45: Aber da ziehe ich eine ganz klare Linie.

00:16:47: Deswegen glaube ich auch, dass das Aufrufe bei Wahlen von Unternehmen wie man sich, wie man wählen soll letzten Endes keinen großen Einfluss haben.

00:17:00: Das ist auch nicht zu beobachten gewesen.

00:17:01: in der Vergangenheit war im Übrigen auch nicht in den USA zu beoberten im Zusammenhang mit der letzten Präsidentschaftswahl wo es ja auch einige scheinbare Opinienlieder gab die sich dazu geäußert haben.

00:17:13: und ganz wesentlich ist für mich gerade wenn's dann solche solche Stürme im Wasserglas gibt, ist immer zu gucken was tut sich denn tatsächlich in unseren DM-Märkten?

00:17:23: Werden die Kolleginnen und Kollegen angesprochen sehen wir es in den Umsatzzahlen.

00:17:27: Und da war es jetzt in der Vergangenheit so dass das wir das gar nicht sehen konnten.

00:17:31: also in dieser virtuellen Welt hat's getobt aber in der analogen Welt in der wirklichen Welt war es nichts zu beobachten und das natürlich auch unheimlich wichtig in der Einschätzung dann was für eine Signifikanz ein Vorgang hat.

00:17:44: Sie springen jetzt wahrscheinlich die Situation an in den Wochen, als sie sich zu Brandmauer geäußert haben.

00:17:52: Gibt es diese Brandmauer zur AfD in Unternehmen und Verbänden?

00:18:00: Also DAG ist es glaube ich wichtiger Rundzimmer zu unterscheiden was die Aufgabe von Unternehmen ist und was die Möglichkeiten für Bürgerinnen und Bürgern sind.

00:18:11: Also als Unternehmen geht es ja darum, dass wir für unsere Kunden und Kunden eine gute Leistung erbringen die dazu führt das sie in unserem Fall zu uns kommen um bei uns einzukaufen.

00:18:23: Das bedeutet, wenn es darum geht, dass Entscheidungen getroffen werden sagen wir mal Investitionsentscheidungen Genehmigungen dies braucht wo mit Funktionsträgern in unserer öffentlichen Verwaltung ist darum geht Gespräche zu führen.

00:18:40: Das da wichtig ist, dass das Parteibuch keine Rolle spielt.

00:18:42: Sondern da ist jemand in eine öffentliche Funktion gewählt oder zendet der Entscheidungen trifft und mit dem gilt es zu sprechen.

00:18:50: Da kann ich jetzt nicht sagen weil er einer gewissen Partei angehört, sprechen wir mit dem nicht und deswegen ist dann keine Genehmigung einzuholen.

00:18:58: wenn wir so vorgehen würden glaube ich würden wenig mehr kundenorientiert sein.

00:19:04: was anderes ist es als Unternehmen sich mit Parteien zu treffen, ins Gespräch zu gehen.

00:19:11: Und da ist es schon immer so dass wir bei der M-Torgeriemarkte auch relativ restriktiv sind.

00:19:15: also wir haben keine Auftritte jetzt von Politikern bei uns gehabt, bei Belegschaftsversammlungen beispielsweise oder bei so All Hands Meetings wie genannt wird und sogar bei Betriebsversammlung.

00:19:26: das gibt's nicht und das hat meine Sachnis da auch keinen Platz.

00:19:29: ich finde das Wahlrecht, also das passive jetzt in die aktive Wahlrecht zur Wahl gehen zu können ist ein Bürgerrecht, was wir in Deutschland haben.

00:19:41: Es ist die Basis für eine demokratische Gesellschaft und das ist etwas, was jeder Bürgerin jedem Bürger ganz persönlich zusteht.

00:19:50: es ist nicht an mir als Verantwortlicher von DM den Menschen da Empfehlungen abzugeben oder gewisse Versprechen auch zu machen oder das in irgendeiner Form zu incentivieren.

00:20:02: ich glaube wie als Unternehmen was wir machen können, dass durch die Art und Weise wie wir Zusammenarbeit gestalten Wie wir miteinander umgehen, das Zutrauen in eine pluralistische Gesellschaft, in eine Debattenkultur stärken.

00:20:15: Und ich glaube, dass hat dann auch Auswirkungen darauf wie wir in der Gesellschaft mit Fragestellung umgehen.

00:20:21: Das ist der wesentliche Beitrag, glaube ich den wir leisten können die wirklich wirksam ist.

00:20:26: Die anderen Dinge sind wohlfeil und es nur zu machen weil ne NGO das fordert würde ich sagen für die Galerie

00:20:33: Sie haben jetzt mehrfach schon die Debatten-Kultur angesprochen dass eben in Deutschland nicht mehr debattiert wird.

00:20:41: Wie würden Sie denn den Zustand aktuell beschreiben?

00:20:46: Wird das wieder besser, offener, wird es noch zugespitzt?

00:20:50: Wie nehmen Sie das persönlich

00:20:51: wahr?".

00:20:52: Also wir haben ... In der Debatte haben wir schon eine Herausforderung.

00:20:57: also die Frage ist immer wie gespalten ist.

00:20:58: die Gesellschaft kommt immer ein bisschen darauf an wo man hinschaut.

00:21:01: Wenn man mit Menschen spricht, erlebe ich das es sehr viele vernünftige Menschen in Deutschland gibt.

00:21:07: Wenn wir die öffentliche Debatte uns anschauen auch die Berichterstattung darüber ist es oft, wirkt es oft extrem polarisiert.

00:21:14: Ich glaube was wir beobachten können sind vor allem zwei Phänomene des.

00:21:17: eines ist eins was er schon immer gegeben hat und das andere ist eher neu.

00:21:21: Was er schon einmal gegeben hat ist dass in Sachfragen es sehr unterschiedliche Meinungen gibt bis zu unterschiedlichen Ideologien.

00:21:30: Aber das kann durchaus auch so sozusagen diese kreative Spannung sein, die es gibt damit wir uns als Gesellschaft immer wieder mit Fragen beschäftigen und neue Erkenntnisse haben und uns nach vorne entwickeln.

00:21:40: Aber das zweite was dazu gekommen ist eine affektive Polarisierung.

00:21:45: Das heißt dass wir sagen mit dem brauche ich gar nicht sprechen.

00:21:49: wenn dir diese Meinung vertritt ist es sowieso ein Spinner und deswegen brauche Die Tatsache, dass die Meinung von dieser Person kommt bedeutet schon ich setze mich damit gar nicht mehr auseinander.

00:22:01: Und das ist natürlich ein echtes Problem weil dann fangen wir an uns nur noch mit Meinungen zu umgeben, die uns sympathisch sind aber gerade im Nachdenken anderer Meinungen können wir ja zu neuen Gesichtspunkten kommen.

00:22:13: Ist zumindest auch das was sich in der Zusammenarbeitskultur jetzt bei dem Drogeriemarkt erlebe und deswegen auch sehr hochhalte.

00:22:19: Und diese affektive Polarisierung ist etwas was ich nach meiner Beobachtung verschärft hat eigentlich seit der Corona-Pandemie, wo es zum ersten Mal so zu einem richtigen Riss gekommen ist und das setzt sich jetzt fort.

00:22:31: Wird natürlich auch verstärkt durch die Öffentlichkeit, die wir haben oder diese scheinbare Öffentlichkei, in den sozialen Medien also dieses Phänomen der Echo Kammern, wo man sich eben mit Gleichgesinnten umgibt, auch getrieben durch den Algorithmus, der ja auf Engagement geht, der sehr emotionalisiert Das kennen wir alle, wenn wir nur noch mit Gleichgesinnten zusammen sind und uns gegenseitig permanent bestätigen in unseren Ansichten.

00:23:00: Dass wir eine Meinung irgendwann mal zur Wirklichkeit erheben.

00:23:03: Und es führt dann dazu dass jemand der mit einer anderen Meinung kommt von uns gar nicht mehr gehört wird das wir sogar allergisch reagieren sehr dünn heute und am Ende uns nur noch anschreien und gar nicht bereit sind dem anderen zuzuhören.

00:23:14: Ich glaube das ist ein Phänomen was wir haben und das ist ne echte Aufgabenstellung der wir auch begegnen müssen im Hinblick auf die Gestaltung des öffentlichen Raums.

00:23:23: Gerade da mache ich auch immer wieder Vorschläge, was da verändert werden könnte.

00:23:28: Also wenn Sie wollen können wir auch ein bisschen darüber sprechen.

00:23:31: Ich

00:23:31: würde gerne es interessiert mich... Was tun sie persönlich dagegen?

00:23:34: Dass sie nicht in der Echo-Kammer landen also mit welchen Menschen?

00:23:37: und halt sie sich oder wo treffen sie die ähm wo sie komplett unterschiedlicher Meinung sind?

00:23:44: Ja jetzt mal ganz im Unternehmen haben wir ja auch grundsätzlich das Problem dass man wenn man in der Geschäftsführung tätig ist sozusagen im Elfenbeinturm nur noch in seiner Blase ist und gar nicht mehr mitkriegt, was so im Unternehmen passiert.

00:23:56: Wir bei DM gehen ganz konkret damit so um das.

00:23:59: wir versuchen alles dafür tun dass die Hierarchie möglichst flach bleibt, dass wir immer nah da sind wo tatsächlich der Kontakt mit unseren Kundinnen und Kunden auch stattfindet also unsere vielen DM-Märkte.

00:24:11: deswegen bin da viel unterwegs spreche viel mit Menschen Also das mal so im Unternehmen Die Methode und die wende ich auch außerhalb an.

00:24:19: Ich versuche mir immer, ein umfassendes Bild zu machen indem ich mich informiere.

00:24:23: Lese mehrere Zeitungen höre viele unterschiedliche Podcasts gerne auch Podcast wo ich nicht der gleichen Meinung bin einfach um mal andere Gesichtspunkte zu hören.

00:24:31: Viele Interviews.

00:24:32: deswegen bin ich auch empfängt ihres Podcast weil sie eben mit Menschen sprechen und dann das ist eben keine Interpretation jetzt durch einen Journalisten sondern es sind Journalist der gute Fragen stellt damit derjenige der dann interviewt wird eben möglichst tief blicken lässt und man versteht aus welchen Motiven so jemand handelt.

00:24:50: was ich auch gemacht habe jetzt gerade in diesen Situationen, die wir eingangs angesprochen haben ist Zuschriften einfach mal persönlich beantworten.

00:24:58: Um einmal zu gucken, was passiert?

00:25:00: Auch bei dem, was jetzt in der August war, hab' ich auch mal mit einer der Menschen gesprochen und hab sie einfach mal angerufen.

00:25:08: Wann ging's da... also in der Agustie Brandmauer-Debatte richtig?

00:25:12: Ja, in dem Fall ging es jetzt um die Frage ja warum setzt sich DM nicht für Meinungspluralismus ein.

00:25:19: Warum stehe ich nicht zu dem was ich damals bei Markus Lanz auch geäußert habe?

00:25:24: Und ich hab ihr geantwortet und sie hat dann nochmal geantworten und hatte ihre Telefonnummer dabei und dann habe ich sie einfach angerufen.

00:25:29: Sie hat doch tatsächlich abgenommen und dann haben wir uns sehr gut unterhalten.

00:25:34: Es ist für mich insofern interessant gewesen weil Weil ich natürlich dann einfach auch verstehe, warum reagierenden Menschen so.

00:25:40: Natürlich ist es jetzt endgleich eins, ne?

00:25:42: Ist nicht repräsentativ.

00:25:43: jetzt mal unter Marktforschungsgesichtspunkten oder statistischen Gesichtspunkte aber sind ja immer einzelne Einblicke und ich glaube das ist unheimlich wichtig gerade wenn man auch starke Überzeugungen hat dass man das permanent hinterfrägt und sich klar macht.

00:25:57: da kann's auch anders sehen.

00:25:58: Und das Wichtige auch, Herr Ronsalman, glaube ich ist, dass gerade wenn wir ins Gespräch gehen dann können wir auch feststellen, dass es doch deutlich mehr Schnittmengen gibt als Dinge die uns auseinandertreiben.

00:26:07: Es gibt ja gerade diese Initiative Deutschland spricht von der Zeit, die auch von anderen Medienhäusern unterstützt wird.

00:26:15: Springer ist beispielsweise auch dabei aber auch die Süddeutsch-Zeitung eine Initiative, die wir bei DM-Trogeriemarkt ja auch unterstützen.

00:26:21: Wir haben das kommunikativ unterstützt.

00:26:22: Ich habe auch mal an so einer Session teilgenommen von Deutschland spricht wo über eine App herausgefunden wird, wie man zu gewissen Sachthemen steht.

00:26:30: Und dann werden die Menschen zusammengebracht, die sich diametral gegenüberstehen in ihre Einschätzung zu diesen Fragen.

00:26:37: und so habe ich da auch mit jemandem gesprochen der aus Berlin war und es war wirklich interessant dann zu sagen aha also sie sehen das ganz anders erzählen Sie doch mal wie kommen Sie denn zu dieser Einschädzung?

00:26:46: Wir haben das wechselseitig getan und haben gesehen dass man dann doch im Grundsatz des gleiche Anliegen hatte aber halt unterschiedliche Perspektiven auf Lösungswege hatte.

00:26:55: Und es gibt immer viele Wege nach oben und deswegen sind Debatten ja so wichtig, damit wir die unterschiedlichen Wege uns einfach mal vorstellen.

00:27:02: Und idealerweise im Gespräch dann sagen... Es gibt diesen Weg den Sie jetzt hatten, es gibt den Weg den ich hatte aber wenn wir jetzt gemeinsam drüber sprechen wird uns plötzlich ein dritter Weg auch noch macht, er schließt sich auch noch und das ist vielleicht ein Weg dem man dann gemeinsam gehen kann.

00:27:17: Im Übrigen alle, das ist eigentlich genau das was in Koalitionsverhandlungen entstehen sollte.

00:27:21: Aber das ist offensichtlich nicht so einfach wie wir im Moment hier auch beobachten können.

00:27:25: Ja, total wichtiger Punkt.

00:27:26: Mir geht das auch immer so, gerade wenn es um Themen geht die mir wahnsinnig im Herzen liegen aber wo ich dennoch finde dass man da eben offen sein muss zum Beispiel ein Thema Ukraine-Ukraine Hilfe Waffenlieferung erlebe ich immer wieder Die Leute mich irgendwo auf der Straße erkennen und das Thema eben viele bewegt Und ich dann auch offen bin darüber zu diskutieren und die Leute nicht sofort irgendwie abstempeln will weil sie eine andere Haltung haben die man einfach für nicht respektieren muss diskutieren muss.

00:27:54: und das ist uns wirklich etwas abhandengekommen, da gebe ich ihn total recht.

00:27:58: Auf der anderen Seite frage ich mich gerade wenn wir jetzt über ihre Situation auch ihres Unternehmens sprechen in dieser Kampaktdiskussion aber auch davor haben wir am Ende vielleicht auch zu viele Bereiche unseres Lebens politisiert.

00:28:18: also muss wirklich überall Politik diskutiert werden, also im Unternehmen am Familientisch an in den Vereinen.

00:28:25: Also ich sag mal so früher wäre wahrscheinlich die Wahl einer Drogerie oder vielleicht ist heute auch nicht so aber es wird ja dazu gemacht irgendwie fast zu einer politischen Entscheidung dann.

00:28:36: Heute kann die Frage so wo ein Unternehmen wirbt oder mit welchem Verband man zusammen ist oder was auch immer einen riesigen politischen Konflikt auslösen und ich glaube das war früher anders.

00:28:48: Ein Zeichen für eine lebendige Gesellschaft.

00:28:51: oder läuft da gerade etwas schief in dieser Politisierung?

00:28:56: Also ich persönlich halte es für ein Ausdruck einer lebendigen Gesellschaft, weil die Wirklichkeit der Rondseimer ist ja auch selbst wenn's solche Forderungen gibt und solche Shitstones.

00:29:05: In den virtuellen Welten.

00:29:07: In der Wirklichheit ist das nicht zu beobachten.

00:29:09: Das heißt es ist ne Diskussion die sehr intensiv in gewissen Kreisen geführt wird.

00:29:13: aber für den überwiegenden Teil der Bevölkerung die sich jetzt die Frage stellen, wo besorge ich meinen trokistischen Bedarf spielt es keine Rolle.

00:29:21: Deswegen ist glaube ich unheimlich wichtig dass wenn man damit konfrontiert wird das man nicht gleich reflexhaft reagiert sondern erst mal tief durchatmet und sich mal den Sachverhalt anschaut um dann auch adäquat damit umgehen zu können und zwar so wie man's persönlich vertreten kann.

00:29:38: Und Ich glaub Es sind tolle Zeiten in denen wir leben für Zivilcourage.

00:29:42: Wir brauchen jetzt doch Menschen, die sich da nicht treiben lassen sondern die Position beziehen.

00:29:47: Und wenn es jetzt auch gelingt dass in den Medien solche Gesichtspunkte dann auch angesprochen werden und eben eben nicht nur nicht nur dann die Diskussion sozusagen weiter polarisiert wird sondern das dann gefragt wird was passiert hier eigentlich.

00:30:00: gerade also analytischer angegangen wird glaube ich dass dann daraus auch etwas Positives entstehen kann.

00:30:08: Jetzt als Unternehmer ist meine Herangehensweise ja sowieso die, dass ich sage.

00:30:12: Die Verhältnisse sind zunächst mal so wie ich sie vorfinde.

00:30:16: Die wird gestaltet von ganz unterschiedlichen Interessengruppen und Menschen mit Anliegen.

00:30:20: Und jetzt auch was es drauf ankommt, das der unternehmerische Blick zu sagen wo liegen denn da Chancen drin?

00:30:27: Ich muss Ihnen sagen Herr Rohns, was ich da erlebt habe Ende letzten Jahres und jetzt Ende August für mich super steile Lärmkurve.

00:30:35: also Auch ich musste mich die Frage, mit der Frage auseinandersetzen.

00:30:38: Ja wie stellst du dich denn dazu?

00:30:40: Wie gehst Du denn damit um?

00:30:42: Was doch bedeutet jetzt Meinungspluralismus?

00:30:45: Wo willst du da Grenzen ziehen?

00:30:46: Das ist ja alles nicht so eindeutig!

00:30:48: Da gibt es meine Sachen auch kein richtig oder falsch also absolut, ne?

00:30:52: Sondern da gibt's nur die Möglichkeit sich selbst zu fragen für was möchte ich stehen, was ist mir wirklich wichtig und welche Entscheidung treffe?

00:31:02: Und dann die Frage, was geschieht denn jetzt daraus?

00:31:05: und muss ich nachjustieren oder kann ich das verantworten?

00:31:10: Was aus dieser Entscheidung erwachsen ist.

00:31:13: So gehe ich damit um.

00:31:14: Insofern bin ich da ganz froh und mutz.

00:31:18: Aber ich muss auch sagen... Ich setze da sehr auf Medienschaffende und auch auf Multiplikatoren.

00:31:24: Da sind sie ja auch einer mit ihrem Podcast, der eine enorme Reichweite mittlerweile hat.

00:31:28: Die Art und Weise wie Sie Diskussionen in Deutschland anstoßen, eine wesentliche Auswirkung darauf hat.

00:31:36: Inwiefern es uns als Gesellschaft gelingt und mit den wesentlichen Dingen zu beschäftigen oder uns an den Nebensächlichkeiten aufzureiben?

00:31:45: Wie hat sich das bei Ihnen persönlich weiterentwickelt?

00:31:50: die Debatte Sie haben die Landsendungen angesprochen und die Reaktion da ging's ja auch schon um die Brandmauer.

00:31:54: aber ich habe das Gefühl zwischen wann war es Januar oder Winter Und heute, also Herbst diesen Jahres ist so viel passiert.

00:32:02: Also politisch und auch gesellschaftlich... Wie ist das bei Ihnen im eigenen Denkprozess weitergegangen seitdem?

00:32:09: Wo stehen Sie da heute?

00:32:12: Ja wo stehen wir als Gesellschaft bei dieser Frage?

00:32:17: Naja ich glaube die Herausforderung, die wir ja im Moment haben oder die wir grundsätzlich haben im Unternehmen wie auch als Gesellschaft sind, wie machen wir uns zukunftsfähig?

00:32:27: Wie müssen die Entscheidungen sein, die wir heute treffen, damit die Möglichkeiten in Zukunft größer werden und nicht kleiner werden?

00:32:32: Also das ist für mich der Begriff von Zukunftsfähigkeit oder auch von Nachhaltigkeit.

00:32:39: Und das ist halt die große Diskussion, die Wir in der Gesellschaft im Moment führen und als Unternehmer interessiert mich das natürlich unheimlich weil es ja genau die gleiche Frage ist, die uns auch im Unternehmen umtreibt.

00:32:49: also der M is jetzt dreienfünfzig Jahre alt.

00:32:52: Einzelhandelsunternehmen, die deutlich über einhundert Jahre alt geworden sind, sind meistens nicht in einem guten Zustand.

00:32:58: Weil sie irgendwie die Zukunftsfähigkeit nicht hingekriegt haben.

00:33:01: Also das ist ein Thema was mich enorm interessiert und ich natürlich auch im in der gesellschaftlichen Diskussion verfolge.

00:33:08: Und da haben wir im Moment glaube ich eine heftige Debatten in Deutschland.

00:33:13: Ich glaub dass es auch gut weil natürlich das Geschäftsmodell Deutschland welches uns jahrelang getragen hat Jahrzehntelange tragen hat so nicht mehr funktioniert, ist ja mehrfach drüber berichtet worden.

00:33:23: Also diese drei Säulen einmal Sicherheit durch die weinlichen Staaten günstige Energie durch Russland und Exportmotor und damit Wirtschaftsmotor durch China.

00:33:34: Diese drei Söllen sind nicht mehr da.

00:33:36: wir sind in Deutschland im Moment mit der Frage konfrontiert Ja Und was bedeutet das jetzt für uns?

00:33:40: Wie müssen wir uns aufstellen damit wir zukunftsfähig bleiben?

00:33:43: dass diese Debatten geführt werden is wichtig auch wenn im Moment noch nicht so ganz sich abfeichnet, wie wirklich die Erfolgsstrategie aussehen wird.

00:33:51: Es ist interessant dass Sie das sagen weil mein Eindruck ist, dass wir diese Debatten also um die Zukunftsfähigkeit Deutschlands in Wahrheit nur am Rande führen und sehr viel stärker eben – und das tun wir auch in diesen Tagen und diesen Wochen und Monaten – die politischen Kämpfe zwischen den Parteien, um den Kanzler, die AfD, Sachsen-Anhalt so und da spielt natürlich die Wirtschaft immer irgendwo eine Rolle, aber diese entscheidende Frage, die sie gerade aufwärfen, also die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.

00:34:19: Das ist ja kein zentrales Thema grade erstaunlicherweise finde ich zumindest in der öffentlichen Debatte.

00:34:27: Also parallel zu diesen, ich würde es jetzt mal sagen Kulturkämpfen, ist ja eigentlich die größte Herausforderung dieser Wirtschaftskrise.

00:34:38: Wenn Sie jetzt darauf schauen wie schlimm ist es denn grade und Schlimm könnte es dann auch werden, jetzt ohne Horrorszenarien an die Wand zu malen.

00:34:46: Aber ich meine wir müssen erst einmal über die Gegenwart sprechen!

00:34:50: Ja also Die Wirtschaft eine prosperierende Wirtschaft ist ne Voraussetzung für eine prosperierte Gesellschaft.

00:34:58: Also konnte man nach dem zweiten Weltkrieg ja sehr gut sehen Wohlstand Für alle hat auf eine konsequente Wettbewerbswirtschaft gesetzt Mit Kartellgesetzgebung die da damals eingeführt wurde.

00:35:08: das hat letzten Endes zu diesem enormen Aufschwung geführt der sich im im Lebensstandard dann niedergeschlagen hat.

00:35:16: Und die Frage jetzt von den Rahmenbedingungen, damit wir als Gesellschaft weiterhin prosperieren können ist die eigentliche Frage weil eben das alte Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert welches wir in Deutschland hatten.

00:35:30: also das ist das zentrale Thema.

00:35:32: ich gebe Ihnen recht dass wir in der Diskussion uns mit den Nebensächlichkeiten letzten Endes verlieren.

00:35:40: Und deswegen, glaube ich, sind auch alle die da im Moment in der politischen Gestaltung sind wirklich aufgerufen sich daran nicht zu verlieren sondern das zentrale Thema wieder in den Mittelpunkt zurück.

00:35:52: Da ist es halt einfach so dass wir meines Erachtens einen Grundsachverhalt uns vor Augen führen müssen.

00:36:02: Der für Unternehmen gilt aber der auch für Staaten gilt und den kann man meines erachtens folgendermaßen in Worte fassen Wenn die Veränderungsgeschwindigkeit außerhalb eines Landes größer ist als innerhalb eines Landes, verliert das Land den Anschluss.

00:36:17: Das ist das was wir im Moment beobachten können.

00:36:19: Wir sind in Deutschland sehr auf Beständigkeit ausgelegt Eigentlich seit dem zweiten Weltkrieg durch unsere ganzen föderalen Strukturen Die alle wirklich ihre Miriten haben.

00:36:29: Aber das macht Entscheidungsprozesse sehr langsam.

00:36:32: Das führt dazu dass es nicht so einfach ist Dinge einfach durchzusetzen Also so ein Parteiprogramm pur zu machen, wenn man nicht über die absolute Mehrheit verfügt.

00:36:43: Das bedeutet dass Anpassungsprozesse sehr langsam sind.

00:36:46: Wir sind auch in einem Land wo sehr viel reguliert wird, wo der Staat, wo dem Staat sehr viel zugetraut wird weil der Staat auch sehr viel verspricht.

00:36:56: und das führt jetzt dazu, dass wenn plötzlich die Veränderunggeschwindigkeit außerhalb des Landes deutlich an Dynamik gewinnt und ist das was wir beobachten?

00:37:04: Weil diese drei Säulen uns als Geschäftsmodell zusammengebrochen weil wir auch nicht mehr in einer Zeit leben, wo eben die Stärke des Rechts gilt sondern wieder das Recht des Stärkeren.

00:37:15: was in Klammern auch eher der Normalzustand in der Feldentwicklung ist muss man auch sagen.

00:37:21: Da tun wir uns unheimlich schwer uns anzupassen sind sehr langsam und deswegen verlieren wir im Moment international den Anschluss.

00:37:29: Weil wir als exportorientierte Nation plötzlich Dinge unterworfen sind, die wir selbst nicht in der Hand haben Und wir verlieren ein Wettbewerbsfähigkeit.

00:37:40: Das können wir eben daran sehen, dass die Netto-Investition in Deutschland rückläufig sind.

00:37:43: Es heißt es wird weniger investiert als abgeschrieben wird.

00:37:46: Das heißt wir leben von der Substanz.

00:37:48: Arbeitsplätze werden nicht mehr in erster Linie in Deutschland beschaffen sondern die Produktion geht mehr und mehr ins Ausland.

00:37:54: Das haben Menschen in Deutschland auch gewollt – das ganze Degrosnarrativ ging genau in diese Richtung.

00:38:06: Auch was wir mit der Automobilindustrie gemacht haben, das war schon eine Strategie die von Menschen auch verfolgt wurden.

00:38:13: Die auch in den Medien zum Zeit zelebriert wurden und dafür bekommen jetzt im Moment die Quittung.

00:38:18: Also jemand der da mit Wachenaugen drauf geguckt hat, der hat es sehen können.

00:38:24: aber das Schöne in dem Fall also in Anführungsstrichen ist ja... Wir haben es uns selbst eingebrockt, also können wir's auch wieder verändern?

00:38:31: Wir müssen es nur anpacken!

00:38:33: Wir müssen die Ärmel hochkämpeln Und ich glaube ein gutes Bild für das, was Deutschland ist.

00:38:40: Wie Gulliver im Lande Lilliput als Riese unter den Zwergen uns nicht mehr bewegen können, weil lauter kleine Regulierungen und Vorschriften wie Bindfäden uns am Boden halten.

00:38:51: Deswegen ist es auch nicht eine Sache sozusagen eingesetzt, was wir verändern müssen.

00:38:55: Wir müssen uns das Gesamte schon mal angucken damit der Riese im Lande Lidiput wieder aufstehen kann und seine Kraft auch wirklich entfalten kann.

00:39:05: Ich glaube, da gibt es Dinge die wir machen könnten, die wir machten sollten aber das bedeutet natürlich dass alle bereit sein müssen sich zu verändern.

00:39:13: Welche Dinge sind das?

00:39:15: Also ich trete vor allem für drei Dinger ein wo ich sage, das würde wirklich einen Unterschied machen.

00:39:20: Und zwar, ich glaube wir bräuchten längere Legislaturperioden.

00:39:24: So etwas was Verdehnern von Schirach ja auch schon ins Gespräch eingebracht hat finde ich wirklich, wirklich nachdenkens- und bedenkenswert.

00:39:32: Mit vier Jahren die wir haben jetzt auf Bundesebene oder auch auf Landesebene ist es halt einfach so das Reform bis sie erstmal implantiert werden ja Zeit brauchen und dann jede Entwicklung hat eine J-Form wie der Buchstabe J. Das heißt also es geht erst mal noch unten bevor's nach oben geht und dann auch sehr lange nach oben gehen kann.

00:39:52: Das Problem ist dass wenn wir Reformen anpacken gehts erstmal in diesem J nach unten Und in der Regel sind wir dann schon wieder im Wahlkampf für die nächste Wahl.

00:40:02: Und diese Veränderungsschmerzen müssen gut erklärt werden, mit einer starken Vision auch erklärt zu werden aber sind natürlich sehr leicht auseinanderzunehmen und es führt dazu dass politische Verantwortungsträger oft sich nicht mehr zutrauen wesentliche Reform anzupacken weil sie die Sorge haben im nächsten Wahlkampf abgewählt zu werden.

00:40:23: Wenn wir längere Legislaturperiode hätten, beispielsweise nicht vier Jahre sondern sechs Jahre.

00:40:28: Dann wäre einfach die Möglichkeit auch schon sozusagen wieder auf den Aufsteigenden Teil des J's zu kommen wenn der nächste Wahlkampf ist und dann auch die Früchte dieser grundlegenden Reformen zu ernten.

00:40:42: Auch die Möglichkeit im Zusammenhang mit der Legislatur perioden dass wir vielleicht uns mal überlegen ob wir die vielen wahlen die es immer wieder gibt war.

00:40:48: so ein bisschen bündeln Ist nicht so leicht weil wenn wenn regierungsbündnisse zerbrechen gibt es neue Wahlterminen, also man kann das nicht immer alles auf die gleiche Zeit.

00:40:56: Aber dass man schon mal ein bisschen überlegt wie kann man das vielleicht koordinieren um da eine Ruhe zu haben?

00:41:00: Das ist der erste Vorschlag!

00:41:02: Der zweite Vorschlag Herr Ronsheimer ich glaube wir sollten wirklich auf konsequente Amtszeitbegrenzung bei Wahlämtern setzen.

00:41:09: Also wenn wir längere Legislaturperiode hätten und würden auf zwei Amtsperioden gehen und damit auf zwölf Jahre dann hätte das wesentliche Auswirkungen Auf unsere Zustände in unserem Land.

00:41:21: Weil das würde bedeuten, dass Menschen die in die Politik gehen auf Wahlämter sich bewerben.

00:41:26: Dass denen klar wäre, dass nach zwölf Jahren Schluss wäre.

00:41:30: Das heißt sie würden sich davor schon Gedanken machen, in welchem Beruf möchte ich danach auch weiterarbeiten?

00:41:36: Werden viel mehr Menschen in unseren Parlamenten, die auch wirklich schon im Beruf gestanden hätten.

00:41:39: Ich glaube es würde uns gut tun!

00:41:42: Es hätte auch die Folge, dass viele Menschen in diese Ämter kommen könnten weil es eben nicht möglich wäre über Jahrzehnte, über Dekaden Ämter zu besetzen.

00:41:52: Sondern auch Parteien müssten permanent schauen wo sie neue Kandidaten herbekommen die diese Wahlämter dann auch tatsächlich antreten könnten.

00:42:00: ich glaube ist mir auch mehr Beherztheit weil wenn klar ist das nach der zweiten Amtsperiode ohne Hinschluss ist muss sich nicht darauf spekulieren irgendetwas zu machen was kurzfristig vielleicht dazu führt dass ich wieder gewählt werde.

00:42:11: also werden mehr politischen Mut wir hätten eine engere Verbindung zwischen politischen Parteien und Bevölkerung Und wir hätten mehr Engagement der Bürgerinnen und Bürger sich auch politisch einzubringen.

00:42:21: Das ist der zweite Vorschlag, und der dritte Vorschlag ist das was im Allgemeinen als Sunset-Klauseln bezeichnet wird also Auslaufklauseln wäre des Deutsche Bord.

00:42:30: Das heißt dass wir bei Gesetzen die erlassen werden uns immer schon committen auf ein Verfallsdatum und auf ein verpflichtendes Widervorlagedatum.

00:42:40: Je nach Gesetz kann es variieren in der Länge Aber das würde dazu führen, dass zum Zeitpunkt des Wiedervorlagedatums sehr genau geprüft wurde ob denn die Gesetze, die bestehen weiterhin die Wirkung entfalten, die intendiert waren als sie in Kraft gesetzt wurden.

00:42:53: Weil auch am Zeimer des Problems sind ja nicht schlechte Gesetzen per se.

00:42:56: Das Problem sind Gesetzer, die aus der Zeit gefallen sind weil sich die Zeit weiter gedreht hat.

00:43:01: Es wird also dazu führen ,dass gerade diese Veränderungsgeschwindigkeit dieser Veränderungspfitness-Veränderungsfähigkeit dadurch sozusagen institutionalisiert werden würde.

00:43:09: Parlamente würden sich vielmehr mit dem Bestehenden beschäftigen und würden nicht immer neue Gesetze bringen, sondern würden das Bestehende wirklich erneuern.

00:43:16: Weil das Geheimnis von Zukunftsfähigkeit ist klare Visionen- und Erneuerungsfähigkeit.

00:43:21: Und ich glaube, das würden wir damit wirklich voranbringen.

00:43:23: Deswegen werden es drei Vorschläge, die ich glaube – die wirklich den Rahmen verändern würden bei uns und eine Verfasstheit geben würde, die uns besser in die Lage versetzen, dass diese Dinge geschehen, die jetzt wirklich in die Zukunft führen können.

00:43:36: Wenn Sie jetzt auf die aktuelle Regierung schauen, alle Probleme, über die wir hier auch täglich im Podcast sprechen.

00:43:44: Gibt es da etwas, was sie noch Hoffnung haben lässt?

00:43:48: Dass die das hinbekommen also die Reformen, dass da etwas angepackt wird damit Deutschland nach vorne kommt?

00:43:55: oder ist das so vertragt, dass das nur noch schwer funktionieren kann?

00:44:01: Ja Ronzheimer ich glaube das ist vor allem eine Fragestellung an die politischen Verantwortungsträger.

00:44:06: ja Als Bürger sage ich jetzt mal, die Sonne geht immer wieder auf am nächsten Tag.

00:44:11: Die Erde dreht sich weiter oder wie mein Großvater zu mir gesagt hat, die Karawane zieht weiter.

00:44:18: Wenn diese Regierung in dieser Konstellation das nicht hinbekommt, dann passiert es nächste und was danach passiert ist nicht der Weltuntergang Deutschlands.

00:44:28: Die Dinge werden sich weiterentwickeln.

00:44:29: Entscheidend ist doch dass diejenigen, die in die politische Verantwortung wollen dass die wirklich Wirkung erzeugen.

00:44:36: Weil Bürgerinnen und Bürger halten sich an die Wirkung, an das was wirklich geschieht nicht an das, was versprochen wird.

00:44:42: Ich glaube das Problem, was wir in Deutschland im Moment haben ist, wir haben viel Analyse ohne Vision.

00:44:47: Und wir haben viele Erkenntnis ohne Tat!

00:44:51: Das ist etwas, was auf Dauer nicht gut geht.

00:44:54: Wir brauchen starke Visionen weil – und das ist auch meine Erkenntnisse als Unternehmer – wenn ich eine starke vision habe bedeutet es ja, ich beschreibe ein Zielstudio Zielzustand zu dem wir wollen.

00:45:06: Und jetzt ist ja die Frage, wie komme ich von dem Jetzt-Zustand in den Zielzustands?

00:45:10: Das geht nur durch Veränderung!

00:45:12: Das heißt wenn wir eine starke Vision haben, ist Veränderungen ein Aufbruch um zu diesem Zielzustrand zu kommen.

00:45:18: Also ich bin bereit um mal das Bild von Kassen Marschmeyer zu verwenden, welches er kürzlich gesagt hat.

00:45:25: Um zur Oase zu kommen muss sich durch die Wüste gehen.

00:45:28: Aber die Oase gift mir die Kraft auch durch die Würste zu gehen.

00:45:32: Wenn ich aber diesen Zielzustand nicht habe, dann ist eine veränderungene Zumutung.

00:45:37: Weil da muss ich mich aus meiner Komfortzone bewegen in der Ich-Moment bin und viele Menschen leben halt verständlicherweise auch nach dem Prinzip lieber das Bekannte Unglück als das Unbekannte Glück.

00:45:48: Deswegen glaube ich sind gerade die Menschen, die im Moment in der politischen Verantwortung sind aufgerufen mal klar zu definieren was ihr Zielzustands ist Was ihre Vision für unser Land ist Und ich glaube dass würde auch die menschen wirklich zusammenbringen und dann würden Reformen von den Menschen auch akzeptiert werden, weil es eben eine Sprosse sind auf der Leiter zu dem Zielbild wo wir eigentlich hin wollen.

00:46:12: Herr Werner herzlichen Dank für Ihre Zeit.

00:46:16: das war hochspannend.

00:46:17: bedank mich für die Antworten und alles Liebe!

00:46:20: Ja vielen dank Herr Ronsheimer und alles Gute.

00:46:25: Danke, dass ihr wieder zugehört

00:46:26: habt.

00:46:26: Vielen Dank auch für das viele Feedback auf ronsheimer.tv.

00:46:31: Da findet ihr auch alle meine Social Media Accounts wo Ihr mich persönlich kontaktieren könnt.

00:46:37: Das glauben manchmal die Leute gar nicht aber ich schauen mir die Kommentare tatsächlich selbst

00:46:42: an

00:46:42: und ich bitte darum lasst weiter Like Star bei Spotify Apple wo immer ihr den Podcast hört

00:46:49: bei YouTube

00:46:50: natürlich wo ihr dem podcast auch sehen könnt Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert und das hilft uns wirklich sehr.

00:46:59: Ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philipp Jatoff in der Redaktion, bei Liven Jenrich in der Produktion und natürlich an meinen Producer Daniel van Moll!

00:47:14: Herzlichen Dank und alles Liebe!

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