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Wie Putin den Krieg eskalieren kann. Mit Alexander Stubb

Shownotes

Alexander Stubb hat deutsche Warnungen vor einem russischen Angriff auf die NATO bis 2029 zurückgewiesen. Auch einen Einsatz von Nuklearwaffen hält Stubb für unwahrscheinlich. Die einzige Möglichkeit für Russland, den Krieg zu eskalieren, bestehe aus einer Mobilmachung – nur so könne Putin den Krieg fortsetzen.

Paul Ronzheimer hat Stubb im Präsidentenpalast in Helsinki zu einem ausführlichen Gespräch über Russland, die Ukraine und die Zukunft des Krieges getroffen. Der finnische Präsident erklärt, warum er einen russischen Angriff auf die NATO für unwahrscheinlich hält und auch nicht mit einem Einsatz von Atomwaffen rechnet.

Gleichzeitig sieht Stubb Wladimir Putin zunehmend unter Druck. Russland könne seine Kriegsanstrengungen in diesem Tempo nicht mehr lange aufrechterhalten. Nach den russischen Wahlen hält er sogar eine neue Mobilisierung für möglich – mit potenziell gefährlichen Folgen für Putins Macht im eigenen Land.

Warum Stubb dennoch wieder einen direkten europäischen Dialog mit Russland fordert. Was er über Donald Trump und dessen veränderten Blick auf die Ukraine sagt. Und warum für ihn feststeht: „Wenn die Ukraine verliert, verlieren wir.“

Das Videointerview (DE/ENG) findet Ihr auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=TJFZXiXiklA

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Redaktion: Filipp Piatov und Lieven Jenrich u. Magalie Mohler | Team Social: Jan-Philipp Borchert & Etienne Fruchtmann | Executive Producer: Daniel van Moll

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Transkript anzeigen

00:00:01: Erinnern Sie sich, Putins Ziel war es die Ukraine zu russifizieren.

00:00:05: Die ist europäisch geworden.

00:00:07: Russlands Ziel war sie eine Erweiterung der NATO zu verhindern.

00:00:10: Finnland und Schweden sind beigetrieben.

00:00:13: Russlands Ziel war's die europäischen Verteidigungsausgaben niedrigzuhalten.

00:00:18: Wir

00:00:18: gehen auf fünf Prozent hoch!

00:00:20: Schon das bloße Überleben der Ukraine – das sehr wahrscheinlich ist – wird bedeuten dass die Ukraine diesen Krieg gewonnen

00:00:25: hat.

00:00:27: In den vergangen Tagen wurde sehr viel darüber spekuliert, was der CIA-Chef in Moskau gemacht haben könnte.

00:00:35: Wir haben Donald Trump den US-Präsidenten erlebt, der versucht hat das Ganze etwas runterzuspielen.

00:00:42: Gleichzeitig gab es Berichte darüber dass möglicherweise eine Warnung ausgesprochen wurde, das Russland nicht NATO-Staaten angreifen solle.

00:00:53: Darüber wurde spekuliert im Wall Street Journal in der New York Times auch bei Politico und ich bin nach Helsinki nach Finnland gereist denn dort gibt es einen Präsidenten der sehr mächtig ist.

00:01:09: Es ist zwar ein kleines Land aber Alexander Stuck ist wahnsinnig geschätzt international.

00:01:16: Er spielt Golf mit Donald Trump, er wird immer wieder eingesetzt gerade bei Verhandlungen und ich habe mit ihm ein langes Gespräch darüber geführt wie er auf die Lage blickt, wie groß er die Gefahr sieht dass Russland einen NATO-Staat angreifen könnte.

00:01:34: natürlich haben wir über den Ukrainekrieg und die Chancen oder Nichtchancen für Verhandlung gesprochen Und wir haben darüber diskutiert, wie die wirtschaftliche Lage gerade wirklich in Russland ist.

00:01:48: Was es für das Regime bedeutet?

00:01:51: Besonders spannend fand ich dass er sehr viel widersprochen hat was in Deutschland und auch in Europa Commonsense is und deswegen dachte ich gebe euch dieses Interview Englisch geführt haben.

00:02:05: Wenn man es auf Englische schauen will, kann man das auf YouTube.

00:02:08: hier haben wir's in unserem deutschen Podcast übersetzt aber ich dachte mal vielleicht interessiert euch das ist komplett zu hören?

00:02:16: Es ist nämlich auch das kann ich sagen anders als alle Interviews die mit deutschen Politikern geführt habe.

00:02:21: Ich hatte nie das Gefühl dass da irgendwelche Floskeln kam.

00:02:24: ich bin gespannt wie es euch gefällt.

00:02:26: hier das interview Mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stupp.

00:02:34: Herr Präsident, vielen Dank, dass Sie uns hier im Präsidentenpalast empfangen.

00:02:38: Wir sind nur zwei Stunden von der Grenze zu Russland entfernt!

00:02:41: Wie ist die Stimmung in Helsinki – in Finnland – in diesen Tagen mit einer so langen Grenze?

00:02:51: Also,

00:02:52: wie immer – cool, ruhig und gelassen.

00:02:54: Diese Grenze haben wir seit Jahrhunderten.

00:02:56: Wir waren siebenhundert Jahre lang Teil Schwedens, fast einhundertzehn jahrelang Teil Russlands und jetzt sind wir seit mehr als einhundredzehn Jahren unabhängig.

00:03:04: Über die Jahre sind wir mit Russland und der Sowjetunion ausgekommen aber gleichzeitig hatten wir im Laufe der Jahrhunderte dreißig Kriege unscher Mützel mit ihnen Aber ich glaube, die Finnen sind sehr ruhig.

00:03:16: Wissen Sie?

00:03:17: Wir sind auf alles vorbereitet und wir weichen nicht zurück!

00:03:25: Was passiert an der Grenze?

00:03:26: Sehen Sie noch viele Flüchtlinge, die aus Russland kommen?

00:03:31: Nein.

00:03:31: Die kurze Antwort lautet wohl im Moment nicht viel aber es gibt zwei Dinge, die wir immer beobachten.

00:03:37: das eine ist der Ausbau der militärischen Infrastrukturen der Grenzen Denn als der Krieg in der Ukraine begann wurden natürlich die meisten Brigaden aus dem Militärbezirk Leningrad in die Ukraine verlegt Tatsächlich vier von ihnen.

00:03:49: was Soldaten angeht ist es dort also ziemlich leer Aber die Infrastruktur wird ausgebaut Und das sagt uns natürlich, wenn der Krieg vorbei ist wird es an unserer Grenze eine militärische Aufrüstung geben.

00:04:00: Das zweite Thema dass wir stoppen konnten waren illegale Migranten.

00:04:04: in den baltischen Staaten kommen nach wie vor viele über die Grenze aber in Finnland ist es seit etwa eineinhalb Jahren ziemlich ruhig seit wir ein Gesetz verabschiedet haben das uns vermutlich etwas mehr Befugnisse gegeben hat das abzuwehren.

00:04:17: auch diese Lage ist also ziemlich ruhige.

00:04:23: Wie sichern Sie die Grenze und worin besteht dort die Bedrohung?

00:04:28: Nun, wir haben natürlich eines der stärksten und eines der größten Militärs Europas.

00:04:33: Und es gibt verschiedene Wege, die Grenzen zu sichern.

00:04:37: Bei unseren militärischen Planungen spielen wir durch was im Ernstfall passieren würde.

00:04:41: Wir haben einen sehr starken Grenzschutz mit viertausend Kräften.

00:04:45: Wir haben eine bestimmte Zahl von Kontrollpunkten, einige davon sind eingezäunt und andere nicht.

00:04:53: Wir setzen auch viel moderne Technologie ein und dann gibt es natürlich noch ein zusätzliches Element, über das nicht so viel gesprochen wird.

00:05:01: Landmine!

00:05:02: Wir wissen also wo die Engenstellen liegen aber moderne Kriegsführung ist ganz anders.

00:05:07: sie ist nicht mehr so wie im Winterkrieg oder im Fortsetzungs-Rieg.

00:05:10: deshalb müssen wir uns stark auf Drohnen konzentrieren auf Raketenabwehr usw.. Das entwickelt sich ständig weiter Aber unsere Grenze ist sehr sicher.

00:05:20: Viel sicherer kann eine Grenze in Europa kaum sein!

00:05:28: Wie verteidigen Sie sich gegen Drohnen?

00:05:30: Wir hatten viele mögliche Drohenangriffe und es gibt eine große Diskussion darüber, was am Flughafen Leipzig passiert ist.

00:05:37: Viele Experten glauben Russland stecke dahinter.

00:05:40: Wie gehen sie in Finnland mit dieser Bedrohung um?

00:05:46: Man muss zunächst die Grundannahme verstehen, dass man in moderner Drohenkriegsführung niemals eine hundertprozentige Abwehr erreichen kann.

00:05:54: Es wird immer Drohnen geben, die durch das System kommen.

00:05:57: Das sehen wir bei ukrainischen Drohne, die nach Russland fliegen oder bei russischen Drohn, die in der Ukraine fliegen.

00:06:03: Man muss also grundsätzlich seine Fähigkeiten ausbauen und dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

00:06:09: Es gibt klassische Maßnahmen zur Drohenabwehr.

00:06:11: Es sind verschiedene Raketentypen, die man einsetzen kann.

00:06:14: Man kann elektronische Kampfführung einsetzen und wir alle lernen auf diesem Gebiet dazu und konzentrieren uns darauf.

00:06:25: Auch in Deutschland gibt es eine große Diskussion mit den Nachrichtendiensten und den verschiedenen Ministerien darüber, wie man beweisen kann, dass Russland hinter einem möglichen Drohnenangriff steckt oder steckt.

00:06:40: Ja, das ist immer ziemlich schwierig.

00:06:43: Man muss sich nahezu hundertprozentig sicher sein aber es hängt davon ab wie die strategische Kommunikation aussehen soll.

00:06:50: Wir hatten Vorfälle in der Ostsee bei denen Kabel durchtrennt wurden.

00:06:53: wir hatten auch Vorfelle mit Drohnen.

00:06:55: Luftraumverletzungen sind ziemlich leicht zu verifizieren und deshalb auch zuzuordnen.

00:07:00: Auch das ist gewissermaßen eine Form hybrider Kriegsführung.

00:07:03: Dann gibt es Cyberangriffe.

00:07:05: auch da muss man sich sehr sicher sein.

00:07:07: bevor man sie jemandem zuschreit muss man den richtigen Moment nutzen.

00:07:12: Und natürlich gibt es Sabotage, wir haben in Europa viele unterschiedliche ziemlich merkwürdige Explosionen erlebt die sich dann häufig auf Aktivitäten des GRU oder russischer Nachrichtendienste zurückführen lassen.

00:07:25: Man muss also sehr gezielt entscheiden wann man eine echte Zuschreibung vornimmt und wann man verifiziert wer es getan hat.

00:07:32: und wie.

00:07:35: Sie sagen, man müsse hundertprozentig sicher sein.

00:07:38: Aber kann man überhaupt hundert prozentig sichern?

00:07:41: Manchmal ist es möglich, sich hundert-prozentige sicher zu sein.

00:07:44: Wenn wir genau wissen was passiert ist und es verifizieren konnten dann schreiben wir's auch zu.

00:07:49: aber dann stellt sich die Frage ab welchem Grad der Gewissheit nimmt man eine Zuschreibung vor wenn man zu fünfzig Prozent sicher ist?

00:07:56: zu sechzig Prozent?

00:07:57: das hängt vollständig vom jeweiligen Fallab aber ich denke die Grundannahme ist häufig wenn es Sabotage ist wenn es ein Cyberangriff ist Dann haben zumindest einige dieser Fälle ziemlich klare russische Wurzeln.

00:08:10: Wenn sie sicher wären, wenn zum Beispiel die deutsche Regierung im Fall des Flughafens Leipzig sicher wäre – was sollte dann getan werden?

00:08:19: In diesem konkreten Fall wäre es eine Dimarche.

00:08:22: Man erklärt also im Rahmen öffentlicher Kommunikation und macht deutlich, dass man weiß wer es getan hat – und anschließend unternimmt man auf diplomatischer Ebene eine Dimarsch.

00:08:31: Aber genau deshalb geht es wieder um die Frage der Eskalationsstufe.

00:08:35: Und um auf cool, ruhig und gelassen zurückzukommen, ich halte es für sehr wichtig, auf solche Dinge mit klarem Kopf und rational zu reagieren.

00:08:46: Was bedeutet das?

00:08:49: Nun

00:08:49: ist bedeutet dass es in der heutigen Welt zwei Arten von Kriegsführung gibt.

00:08:54: Die

00:08:54: eine ist kinetisch und dieser Kriegsführung sehen wir jetzt zwischen Russland und der Ukraine.

00:09:00: Das ist echter Krieg.

00:09:01: und dann gibt es hybride Kriegs Führung.

00:09:02: Hybride-Kriegsführungen sind wie eine Amöbe.

00:09:05: Sie hat viele unterschiedliche.

00:09:07: Wenn man sie aus militärischer Sicht definieren will, kann man sagen es ist alles was unterhalb von Artikel fünf stattfindet.

00:09:13: Das können Cyberangriffe sein, Sabotage oder viele andere Dinge und man muss sehr ruhig und vorsichtig damit umgehen.

00:09:22: Aber ist ein Angriff auf einen Flughafen mit einer Drohne, mit Sprengstoff wirklich hybride Kriegsführung sowie Cyberangriffe oder Sabotage die sie gerade erwähnt haben?

00:09:34: Stellen Sie sich vor diese Explosion wäre tatsächlich passiert.

00:09:38: Wäre das nicht ein Angriff?

00:09:41: Nun auch das hängt davon ab, die Welt ist nicht schwarz und weiß.

00:09:45: Und tatsächlich sind auch Krieg und Frieden nicht mehr schwarz-und-weiß.

00:09:48: Die Grenze zwischen Krieg & Frieden ist verschwommen.

00:09:50: Auf Finnisch sagen wir es ist wie eine Linie, die man ins Wasser zeichnet – sie bewegt sich.

00:09:55: Sie ist in die eine oder die andere Richtung verformbar.

00:09:59: Wenn wir definieren müssten was Kriegsführung ist würde das unter den Zweiunddreißig NATO Verbündeten geschehen.

00:10:05: Wenn es also einen Angriff auf ein Kabel gibt, wie's ihn der Ostsee gegeben hat richten wir in der NATO Baltic Century zur Überwachung ein.

00:10:13: Wenn es einen Drohnenangriff gibt, wie es ihnen Polen gegeben hat, richten Wir Eastern Century ein um zu überwachen und die Lage zu sichern.

00:10:21: Ich halte es deshalb für sehr wichtig bei solchen Dingen ruhig zu bleiben Denn wir leben heute natürlich In einem Kommunikationszeitalter indem man sehr leicht im sozialen Medien oder in den Medien explodieren kann Und das hat folgen.

00:10:33: ich glaube Es ist besser solche Dinge sehr ruhig Zu bearbeiten.

00:10:38: keinen Krieg.

00:10:39: Ich glaube nicht, dass Russland jemals das mächtigste Militärbündnis der Welt die NATO angreifen wollen

00:10:45: würde.".

00:10:48: Warum glauben Sie das?

00:10:50: Nun,

00:10:50: erstens habe ich Nachrichtendienstinformation.

00:10:53: Zweitens haben wir eine Abschreckung und diese Abschreckung ist stärker als die jeder anderen Militär macht irgendwo auf der Welt.

00:11:00: Sie beruht auf konventionellen Streitkräften auf Raketen und auf Nuklearwaffen.

00:11:04: Für keine Macht der Welt gibt es einen Sinn darin, die Entschlossenheit dieses Bündnisses zu testen.

00:11:12: Aber testet Russland uns nicht bereits!

00:11:14: Wir haben über Drohnenangriffe gesprochen.

00:11:17: passiert ist.

00:11:18: Wir sehen Cyber-Angriffe, ist das nicht schon ein Test?

00:11:24: Nein ich glaube mehr dass es einen Reizen oder provozieren.

00:11:28: Das ist eine andere Art von Spiel.

00:11:30: was Russland wirklich testet ist die Ukraine und das sei aus dem Jahr hier.

00:11:35: Das war ein völlig anderes Spiel und ich denke in diesem Fall sollten wir weiter hinter der Ukraine stehen denn für mich war der Krieg in der Ukraine im ersten Jahr ein Kampf ums Überleben.

00:11:44: Die nächsten drei Jahre ging es um Widerstandsfähigkeit und jetzt geht's um Zahlen.

00:11:48: Und die Zahlen sind auf der Seite der Ukraine, dort liegt der eigentliche Test für Europa und für die

00:11:53: Ukraine.".

00:11:57: Aber ich möchte verstehen, warum sind Sie so sicher, dass Russland uns nicht angreifen würde?

00:12:04: Nun man kann sich in dieser Welt bei nichts hundertprozentig sicher sein.

00:12:07: Aber ganz offen – bei allem was wir sehen und lesen und besprechen – sehen wir das zu diesem Zeitpunkt einfach nicht.

00:12:15: Und der Grund ist sehr einfach!

00:12:16: Die russischen Truppen sind der Ukraine gebunden und derzeit haben sie sogar ein Defizit.

00:12:21: Um ihn noch einmal Zahlen zu nennen, seit Dezember liegt die Zahl geschalteten, kampfunfähig gemachten russischen Soldaten irgendwo zwischen dreißigtausend und fünfunddreißig

00:12:33: tausend im

00:12:34: Monat.

00:12:34: Denken Sie darüber nach die Sowjetunion hatte in zehn Jahren achtzehntausend tote Soldaten.

00:12:39: jetzt sind es dreißzig bis fünfunddeißig Tausend Tote im Monag.

00:12:45: Bekrutieren können sie nur etwa siebenundzwanzigtauend.

00:12:48: Sie haben also immer weniger Soldaten in einer komplexeren Welt.

00:12:53: Dass sie jetzt plötzlich an zwei Fronten mobilisieren, kann ich mir schlicht nicht vorstellen.

00:13:01: Braucht man so viele Soldaten um die NATO anzugreifen?

00:13:03: Kann man sie nicht einfach testen?

00:13:05: Darüber gibt es eine große Diskussion.

00:13:07: Man kann false Flag Operationen haben, man kann hybride Aktionen haben aber dann ist die Frage was wir tun und ich glaube bislang habe mir das Richtige getan.

00:13:17: Wir sind ruhig geblieben!

00:13:18: Wir haben unsere Verteidigung aufgebaut.

00:13:20: Wir erhöhen unsere Varteidigungsausgaben.

00:13:22: Wir verbessern unsere Fähigkeiten.

00:13:24: Wir modernisieren unsere Fährigkeiten zur Kriegsführung.

00:13:27: Wir gruppieren uns neu.

00:13:29: Wir haben die NATO erweitert.

00:13:30: Deshalb komme ich immer wieder zu demselben Punkt entspannt euch, breitet euch immer auf das schlimmste vor um es zu verhindern.

00:13:39: Also denkt etwas finnischer seit nicht so dramatisch.

00:13:44: Sind Europa und die NATO zu dramatisch?

00:13:49: Nein ich glaube die meisten NATO-Mitgliedstaaten sind tatsächlich ziemlich besonnen und bodenständig.

00:13:55: Interessant ist natürlich dass wir jetzt die Entwicklung einer neuen NATO sehen oder einer NATO III.

00:14:01: Fähigkeiten verlagern sich stärker nach Europa, die Verteidigungsausgaben steigen.

00:14:07: Wir sehen eine echte Zeit, wenn in Deutschland, Finnland und Schweden sind der NATO beigetreten – und wir lernen aus der ukrainischen Kriegsführung.

00:14:15: In diesem Sinne stehen wir heute viel besser da als im Jahr oder gar

00:14:20: im Jahr.

00:14:22: In vielerlei Hinsicht spüren wir den Druck aus dem Osten, den Druck Russlands, unsere Sicherheit zu

00:14:27: gewährleisten.".

00:14:29: Und zugleich sehen wir den politischen Druck aus dem Westen und aus den Vereinigten Staaten mehr für unsere Verteidigung zu tun.

00:14:37: Für ein Land wie Finnland ist das kein Problem, wir haben es immer

00:14:39: getan.".

00:14:44: In den vergangenen Tagen gab es eine große Diskussion über die Reise des CIA-Chefs Redcliff nach Moskau – und darüber was dort wirklich passiert ist!

00:14:54: Was wissen Sie da rüber?

00:14:58: Alles in allem würde ich sagen, dass Nachrichtendienste ein außerordentlich wichtiger Teil der Außensicherheits- und Verteidigungspolitik sind.

00:15:07: Wir haben manchmal diese nostalgische Vorstellung von CIA oder MI Six – Spione mit Block und Stift, Hut und Zeitung.

00:15:15: Aber natürlich geht es um viel mehr!

00:15:16: Heute geht es darum, Informationen zu sammeln und manchmal auch Lösungen zu finden.

00:15:22: Ich habe mit meinen amerikanischen Freunden nicht über die Reise nach Moskau gesprochen aber ich bin sicher das Botschaften übermittelt wurden.

00:15:31: Ich

00:15:31: würde annehmen – und das ist wirklich nur eine Annahme – dass es eher um unterschiedliche Wege zu einem Friedensabkommen

00:15:37: ging.".

00:15:40: Wie bewerten Sie so eine Reise des CIA-Chefs?

00:15:43: Ich finde sie gut, wirklich.

00:15:45: Ich glaube es muss einen Dialog geben.

00:15:47: ich halte es für gut dass die Amerikaner auf höchster Ebene mit den Russen im Gespräch sind.

00:15:53: Ich finde es gut das sie Verhandler in unterschiedlichen Formaten haben.

00:15:58: Ich denke die Nachrichtendienste sprechen miteinander und ich hoffe auch dass das amerikanische Militär mit dem russischen Militäre spricht.

00:16:07: Wir brauchen diesen Dialog, denn meine große Sorge bei diesem Schweigen ging bei Russland ist derzeit dass dort Vorstellungen darüber entstehen was Europa beispielsweise im finnischen Meerbusen in der Ostsee oder Kaliningrad tun könnte und wir planen nichts.

00:16:22: Deshalb halte ich es für gut das die Amerikaner sprechen und auch die Nachrichtendienste diesen Austausch

00:16:28: führen.".

00:16:32: Das Wall Street Journal berichtete, es habe eine Warnung an Russland gegeben die NATO nicht anzugreifen.

00:16:40: Ich bin nicht das Wall Street journal deswegen kann ich deren Quelle nicht verifizieren

00:16:45: Aber haben Sie etwas in dieser Richtung gehört?

00:16:49: Ich möchte überhaupt nicht spekulieren.

00:16:51: Wir erledigen viel Arbeit im Hintergrund, ich fühle mich sehr wohl mit dem Stand dieser Gespräche.

00:16:57: Wir versuchen unseren Tal Europas hier im Nordosten sicher zu halten!

00:17:01: Wir versuchen den Amerikaner und den Ukrainern und unsere europäischen Freunden Informationen darüber zu geben wie wir die Lage strategisch einschätzen.

00:17:15: Also noch einmal, in meiner Funktion als Oberbefehlshaber und Präsident Finnlands schlafe ich nachts ziemlich gut.

00:17:32: Nun, eine berechtigte Sorge gibt es immer.

00:17:35: Wir haben eine Tausendreinundvierzig Kilometer lange Grenze mit Russland.

00:17:39: Die baltischen Staaten haben eine Kürzere aber sie haben ebenfalls eine Grenze.

00:17:43: Sie haben historisch etwas anderer Erfahrung gemacht als wir.

00:17:46: Deswegen halte ich ihre Angst und Sorge für berechtigt.

00:17:49: Gleichzeitig gebe ich Ihnen ein Beispiel aus den vergangenen Tagen.

00:17:53: Ich glaube der ästnische Außenminister sagte dass ihn der Besuch von John Ratcliffe in Moskau nicht beunruhigt.

00:17:58: Im Gegenteil erhielt ihn für gut.

00:18:00: Ich glaube auch, die Baltischen Staaten sagen dass sie derzeit keine unmittelbare bevorstehende militärische Bedrohung oder ein Angriff aus Russland sehen.

00:18:08: Das halte ich für eine sehr vernünftige Sprache unserer baltischen Freunde.

00:18:16: Was halten Sie von konkreten Jahreszahlen?

00:18:18: Etwa wenn deutsche Nachrichtendienste sagen das es bis

00:18:28: Wenn jemand diese Kristallkugel hat, wunderbar.

00:18:31: Aber ich sehe dafür schlicht keine Belege oder Fakten.

00:18:34: Ich glaube wir müssen uns auf unterschiedliche Szenarien vorbereiten.

00:18:39: Nehmen wir hypothetisch an der Deutschen Nachrichtendienst ist zu dem Schluss gekommen das dies eines der Szenarianen ist.

00:18:45: Da nimmt man dieses Szenario und fragt wie sehen zu diesem Zeitpunkt die Verteidigungsfähigkeiten Deutschlands

00:18:51: aus?

00:18:53: Wir sehen die Verteidigungsfähigkeit in Polens, der baltischen Staaten, Finnlands, Schwedens, Norwegens.

00:18:58: Was tun wir gemeinsam und Russland davon abzuhalten das zu tun?

00:19:02: Und dann schaut man welche Fähigkeiten hat Russland bei der derzeitigen Entwicklung überhaupt dafür?

00:19:07: Wir könnten zum Beispiel berechnen wie viele ballistische Raketen Russland produzieren kann – derzeit ungefähr hundert pro Monat!

00:19:14: Dann berechnet ihr wie viele davon in der Ukraine eingesetzt werden… Wie viele

00:19:18: durchkommen?!

00:19:19: Mein Punkt ist also wieder Bereitet euch auf das schlimmste um es zu verhindern und bleibt ruhig.

00:19:29: Sie haben gesagt, dass ein Dialog mit Russland nötig ist?

00:19:32: Was ist in dieser Phase

00:19:33: möglich?".

00:19:36: Man kann das auf unterschiedlichen Ebenen betrachten – die erste Ebene ist für ein Land wie Finnland ganz praktisch!

00:19:42: Unsere Grenzschützer, unsere Grenzgeneräle die Leute, die dafür sorgen dass die Grenze im Takt bleibt treffen sich.

00:19:48: Sie treffen sich regelmäßig um praktische Fragen im Zusammenhang mit der Grenze zu besprechen.

00:19:55: Wie

00:19:55: ist die Stimmung zwischen ihnen?

00:19:57: Ziemlich ruhig

00:19:57: sie sind sehr professionell.

00:19:59: Militärs sind immer professionell.

00:20:01: Manchmal besprechen sie technische Dinge manchmal etwas politischere.

00:20:06: Was würden Sie besprechen?

00:20:08: Genauer gesagt praktische Fragen im Zusammenhang mit unserer Grenze.

00:20:12: Eine Zeit lang haben sie zum Beispiel auch über illegale Migranten gesprochen, die zweite Ebene ist die diplomatische.

00:20:18: Wir haben eine russische Botschaft hier in Helsinki.

00:20:21: wir haben eine finnische Botschaft in Moskau also sprechen und kommunizieren Diplomaten miteinander.

00:20:26: Und die dritte Ebene isst die politische Ebne.

00:20:29: dort sind wir allerdings noch nicht Ich glaube wegen der Umstände.

00:20:35: Im Moment konzentrieren wir uns alle sehr stark auf den Krieg.

00:20:38: Der Winter kommt.

00:20:39: Die Ukraine braucht Unterstützung bei der Luftverteidigung, sie braucht Unterstützung beim Energieversorgung und finanzielle Unterstützung.

00:20:47: Und als Finne halte ich es auch für wichtig im Hintergrund zu arbeiten.

00:20:51: Ich sehe meine Aufgabe – und vielleicht auch die Aufgabe des norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gasteure – darin den Amerikanern zu helfen, die Ukraine zu verstehen, den Ukrainer in Amerika zu verstehen und den Europäer beide zu

00:21:03: verstehen.".

00:21:06: Wir liefern also Informationen.

00:21:08: Aber ich bin sicher, dass wir uns zu dem Zeitpunkt nähern, in dem es für Europäer sinnvoll wäre wieder direkter mit Russland in Kontakt zu treten.

00:21:16: Vor allem weil wir Missverständnisse vermeiden müssen?

00:21:19: Der Dialog wird irgendwann beginnen aber ich kann Ihnen kein Datum nennen, weil ich es nicht weiß.

00:21:25: Wann hatten

00:21:26: Sie zuletzt Kontakt zu einem russischen Politiker Zu Vladimir Putin?

00:21:30: Nun, ich habe die Politik.

00:21:33: Es war damals und als ich später ein einfacher Professor am Europäischen Hochschulinstitut in Florentz war und der Krieg begann schickte er Sergei Lavrov eine Textnachricht und schrieb das er diesen Wahnsinn stoppen müsse.

00:21:46: Wir tauschten einige Textn Nachrichten aus aber ich war damals Professor.

00:21:51: Was war die Antwort?

00:21:52: Sie war

00:21:52: soll ich sagen sehr stark in Richtung des russischen Narratives.

00:21:56: verzerrt.

00:21:57: endet dieser Austausch dann.

00:21:59: Das war, um ihnen eine völlig direkte Antwort zu geben das letzte Mal.

00:22:04: Glauben Sie dass Politiker wie Lavrov für diesen Krieg waren oder waren sie überrascht?

00:22:10: Dazu

00:22:10: kann ich Ihnen keine Einschätzung geben, das wäre zu spekulativ.

00:22:14: Darüber wird viel nachgedacht aber unabhängig davon was die Überlegungen damals waren glaube ich dass Russland in drei Punkten einen kolossalen strategischen Fehler gemacht hat.

00:22:24: Erstens hat es das ukrainische Militär und dessen Entschlossenheit unterschätzt.

00:22:30: Zweitens hat ist das eigene Militäre überschätz.

00:22:36: Und drittens hat es die westliche Einheit unterschatzt, und jetzt sind wir mehr als ein tausend sechsunter Tage in diesem Krieg ohne dass er in Endin Sicht wäre.

00:22:45: Ich glaube also es war ein Fehler.

00:22:46: daran würden wohl alle übereinstimmen.

00:22:48: Die Frage ist jetzt nur wie kommen wieder wieder raus?

00:22:51: Das war's.

00:22:55: Ich erinnere mich an den Beginn des Krieges.

00:23:23: Das

00:23:28: ist

00:23:28: schwer zu sagen.

00:23:29: Und ich weiß es nicht, weil ich erst in die Politik zurückgekehrt bin als ich zum Präsidenten gewählt wurde.

00:23:36: Ich war an dieser Zeit sehr stark auf der akademischen und analytischen Seite und hatte vermutlich weniger Informationen als sie.

00:23:44: Das bezweifle ich wenn Sie mit Loughroff Textnachrichten ausgetauscht haben!

00:23:50: Sie haben es an der Front gesehen.

00:23:52: Ich glaube, am Anfang gab's ein ernsthaftes Bemühen, Frieden zu finden.

00:23:56: Aber in vielerlei Hinsicht ist dieser Krieg für Russland und für Putin zu groß um ihn zu verlieren.

00:24:01: Als die Menschen insbesondere Europäer und sogar Amerikaner erkannten dass sie ihn nicht beenden würde verlagerte sich der Fokus auf etwas anderes Und ich bin wirklich froh das wir die Ukraine weiter unterstützen.

00:24:16: Ich war erst diese Woche zum ukrainischen Unabhängigkeitstag am vierundzwanzigsten August in der Ukraine und wieder habe ich es aus nächster Nähe gesehen.

00:24:24: Bei der Zeremonie zum Unabhängigkeitstag sah ich Familien, die Angehörige verloren

00:24:29: hatten.".

00:24:31: Ich war in Drohnen und Raketenfabriken, ich sprach mit den ukrainischen Nachrichtendiensten und dem Militär.

00:24:39: Ich

00:24:39: hatte den Eindruck von Zuversicht natürlich auch von Trauer angesichts der vielen Toten aber zugleich von Ruhe und Vertrauen das was sie tun.

00:24:47: jetzt bereiten wir uns glaube ich auf einen kalten Winter vor und wir müssen die Ukrainer weiter unterstützen Denn sie in Deutschland und wir in Finnland müssen verstehen, die Ukraine ist die beste Sicherheitsgarantie, die wir gegen Russland haben.

00:25:02: Wenn die Ukraine verliert, verlieren wir!

00:25:09: Haben Sie Donald Trump nach Ihrem Besuch eine Nachricht geschickt?

00:25:13: Ich habe dem Präsidenten der Vereinigten Staaten nach dem Besuch keine Nachricht geschickt.

00:25:18: Ich hatte andere Kontakte, wie wir sie in der Diplomatie immer haben – ich sortiere meine Gedanken noch und sammle Informationen weil gerade so viele interessante Dinge

00:25:27: passieren.".

00:25:29: Wie ist seine Stimmung in diesen Tagen?

00:25:32: Ich habe in letzter Zeit nicht mit ihm gesprochen.

00:25:35: Ich war Ende Juli bei Lindsay Graham's Beerdigung, hab ihn aber auf dieser Reise nicht gesehen – weil Solenski in der Stadt war und Netanyahu ebenfalls.

00:25:44: Aber

00:25:44: wir führen viel von diesem Austausch über Hintergrundkanäle im Gesprächen hinter den Kulissen.

00:25:51: Ich habe den Eindruck, dass die amerikanische Regierung inzwischen sehr deutlich erkennt, das die Ukraine diesen Krieg nicht verlieren wird.

00:25:59: Wenn ein großes Land ein kleines Land angreift und versucht ihm Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität zu nehmen dann bedeutet schon, dass Bloße überleben, dass das kleine Land gewonnen hat.

00:26:11: Und wenn man sich die Zahlen ansieht ich nenne ihn nur eine einfache Zahl Territorium.

00:26:16: In diesem Jahr haben die Russen im Osten der Ukraine in Donetsk ungefähr neun Aber die Ukraine hat achthundert Quadratkilometer zurückerobert und befreit.

00:26:29: Wir sprechen hier also beinahe von einem Gleichstand Und wenn man die Kosten des Krieges betrachtet, führt die Ukraine in wesentlich kosteneffizienter.

00:26:42: Wenn man die markaberen Zahlen der Gefallenen betrachtet, schwankt das Verhältnis zwischen eins zu drei und eins zu acht eingetöteter Ukrainer auf drei bis acht Russen.

00:26:52: In

00:26:52: diesem Sinne liegt die Ukraine derzeit vorn – aber sie braucht dringend Luftverteidigung!

00:26:57: Deshalb konnte Finnland zum Beispiel während unseres Besuchs einige entscheidende Hilfe leisten.

00:27:07: Sie haben den US-Präsidenten viele Male getroffen.

00:27:10: Es gab und gibt weiterhin große Hoffnungen, das höre ich auch von deutschen Politikern – dass sie etwas bewirken können, dass sie vielleicht Donald Trump's Sicht auf bestimmte Dinge verändern können weil er sie mag!

00:27:22: Sie spielen zusammen Golf.

00:27:23: Wie ist es mit einem Präsidenten zusammenzusitzen wenn sie auf die vergangenen Monate zurückblicken?

00:27:31: Ja ja aber ich möchte meine Rolle gegenüber President Trump überhaupt nicht aufblasen.

00:27:36: Ich hatte das Glück, eine Beziehung zu ihm aufzubauen.

00:27:39: Teilweise durch Golf, teilweise dadurch dass wir elf Eisbrecher verkauft haben, teilweise weil wir diese lange Grenze zur Russland haben und teilweise weil wehr vierundsechzig F- thirty gekauft haben.

00:27:52: Es gibt also eine Art Interessensbeziehung aber mein Einfluss auf ihn ist minimal.

00:27:59: ich sage immer wenn ich zehn Ideen habe und der eine davon übernimmt sollte ich ziemlich zufrieden sein.

00:28:06: Ich glaube also nicht, dass sich großen Einfluss habe auf ihn und ich glaube das sehen wir sogar innerhalb seiner eigenen Regierung.

00:28:14: ob man ihn mag oder nicht er ist einer der konsequentesten amerikanischen Präsident in der Geschichte.

00:28:19: Er tut Dinge und setzt sie durch.

00:28:21: Manchmal hört er zu manchmal nicht.

00:28:24: Aber können Sie uns ein Gefühl dafür geben, wie es ist mit ihm zusammenzusitzen und zum Beispiel über die Ukraine zu sprechen?

00:28:31: Wenn wir auf seinen Wahlkampf und die ersten Tage und Wochen zurückblicken.

00:28:35: Wir alle haben gesehen was im Oval Office passiert ist und wie er Zelensky unter Druck gesetzt hat dann hat sich etwas verändert.

00:28:42: Hat sich seine Sicht auf die Ukraine und den Krieg wirklich verändert?

00:28:45: Wie interpretieren sie seine Aussagen?

00:28:48: Auch hier möchte ich keine umfassende Analyse abgeben Und ich glaube was im oval office passiert bleibt Insbesondere wenn es sich um bilaterale Gespräche handelt, was per Textnachricht oder am Telefon besprochen wird bleibt ebenfalls in diesem Rahmen.

00:29:02: Aber ich kann Folgendes sagen Wenn man das Ereignis im Oval Office, dass sie erwähnt haben als Ausgangspunkt nimmt und es mit der heutigen Situation vergleicht dann ist das wie Tag und Nacht Und zwar deshalb weil die Ukraine heute in einer stärkeren und besserem Position ist als zu jedem anderen Zeitpunkt dieses Krieges militärisch politisch und finanziell.

00:29:22: Die Ukraine liegt vorn und sie wird diesen Krieg gewinnen.

00:29:24: Aber ich glaube die Amerikaner verstehen das, jetzt stellt sich die Frage wie bringt man die Russen dazu?

00:29:30: das ebenfalls zu verstehen

00:29:32: ist.

00:29:34: Was meinten Sie damit diesen Krieg zu gewinnen?

00:29:36: Wenn man überlebt, wenn man unabhängig bleibt und ein souveräner Staat bleibt, dann ist es ein Sieg!

00:29:43: Ich

00:29:43: persönlich glaube dass die Ukraine Mitglied der Europäischen Union werden wird.

00:29:47: Ich glaube daß die Ukraine-Mitglied der NATO werden wird... Erinnern sie sich, Putins Ziel war es, die Ukraine zu russifizieren.

00:29:55: Die ist europäisch geworden.

00:29:56: Russlands Ziel war es, eine Erweiterung der NATO zu verhindern.

00:30:00: Finnland und Schweden sind beigetrieben.

00:30:02: Russland's Ziel war sie die europäischen Verteidigungsausgaben niedrigzuhalten.

00:30:07: Wir

00:30:07: gehen auf fünf Prozent hoch!

00:30:09: Schon das bloße Überleben der Ukraine – das sehr wahrscheinlich ist – wird bedeuten dass die Ukraine diesen Krieg gewonnen hat.

00:30:20: Aber Sie haben gesagt... Trump und andere Putin jetzt überzeugen müssen, dass er einen Deal macht.

00:30:30: Trump hat das versucht.

00:30:31: Er hat ihm getroffen?

00:30:33: Er hat Wittkopf und Kuschner geschickt – sie haben viel Zeit in Moskau verbracht!

00:30:37: Es liefen viele Verhandlungen … Und irgendwann, so würde ich es analysieren, haben Sie verstanden.

00:30:44: Okay… die Russen wollen keinen Deal den die Ukraine akzeptieren können.

00:30:48: Was muss passieren damit es ein Deal geben

00:30:50: kann?!

00:30:55: Der Ausgangspunkt

00:30:59: ist leider, dass Friedensverhandlungen und Friedens- vermittlung oft Geduld und sehr viel Arbeit erfordern.

00:31:05: Wie wir gesehen haben kursierten oder wurden eine ganze Reihe unterschiedlicher Friedenspläne zwischen Amerikaner, Ukrainern und Russen diskutiert –

00:31:12: Peace Plans!

00:31:14: Ich glaube was wir brauchen ist ein einfacher Prozess in zwei Phasen.

00:31:22: Phase eins, wir brauchen eine Waffenruhe.

00:31:25: Das Töten muss aufhören!

00:31:26: Im Moment sterben zu viele Menschen.

00:31:29: Sobald das Töden aufhört beginnen wir mit Verhandlungen auf Grundlage des Achtundzwanzig-Punkte-Plans – auf Grundlager ukrainischer Vorstellung wahrscheinlich russischer Vorstellungen sowie amerikanischer und europäischer Vorstellung.

00:31:42: Also nichts über die Ukraine ohne die Ukraine.

00:31:45: Nichts über Europa, ohne Europa!

00:31:48: Wir versuchen einen Anker für den Frieden zu finden.

00:31:51: Dann fragen sie mich was muss passieren?

00:31:54: Wenn man es vereinfacht glaube ich nicht dass Russland diesen Krieg wegen eines wirtschaftlichen Abschwurz beenden wird, den wir derzeit tatsächlich sehen.

00:32:05: Das glauben Sie nicht?

00:32:06: Nein das glaub' ich nicht.

00:32:07: Warum?

00:32:08: Weil man niemals die Fähigkeit schätzen sollte, wirtschaftlich harte Zeiten durchzustehen.

00:32:14: Man muss nur in die Soviet-Zeit zurückgehen um das zu

00:32:17: verstehen.".

00:32:18: Also all'die Angriffe auf Wildberries, Ölrafinerien...

00:32:22: Nein nein nein!

00:32:22: Das hatte wirtschaftliche Auswirkungen.

00:32:24: aber ich sage nicht der Hubelkurs wird diesen Krieg beenden.

00:32:28: Es wird kein Bankenansturm sein es wird nicht die Inflation sein, es werden nicht die Zinsen sein.

00:32:36: Warum sind Sie sich da so sicher?

00:32:38: Der Druck ist doch da, oder?

00:32:41: Der Druck ist da.

00:32:42: Aber man muss verstehen, dass ein Land im Krieg wesentlich mehr aushalten kann als ein Land das nicht in den Krieg

00:32:48: ist.

00:32:48: Zweitens glaube ich nicht, dass dieser Krieg aufgrund russischer Verluste enden wird.

00:32:54: Denn wir sehen, dass der Fleischwolf alleine diesem Jahr mehr als zweihundertfünfzig tausend russische Tote oder Verlust produziert.

00:33:02: Ich weiß nicht wie es möglich ist – aber es ist möglich!

00:33:09: Wie ist das möglich?

00:33:10: Warum gibt es keinen Protest von Soldatenmüttern, warum gibt es keine...

00:33:16: Manche

00:33:17: sagen, es liegt an Putins finanziellem Paket für müttergefallener Soldaten.

00:33:22: Das variiert etwas je nach Region der man lebt und passt aber eine beträchtliche finanzielle Entschädigung Zunächst dafür, dass man als Soldat unterschreit und anschließend für den gefallenen oder verwundeten Soldaten.

00:33:37: Was aber das Fass zum Überlaufen bringen könnte – falls das der richtige Ausdruck ist?

00:33:41: Wäre, dass die Menschen das Gefühl bekommen, dass das derzeitige Regime bedroht ist!

00:33:47: Nach meiner Einschätzung befinden wir uns laut durchaus seriösen Meinungsumfragen inzwischen an einem Punkt, an dem sixty-fünf Prozent der Russen diesen Krieg beenden wollen.

00:33:59: Und dieser Wunsch nach einem Ende des Krieges hängt mit den Langstreckenangriff auf Ölrafinerien

00:34:04: zusammen.".

00:34:05: Die Russen dazu gezwungen haben, an Tankstellen Schlange zu stehen und die Abgabe auf Fünfzig bis Sechzig Liter pro Tankvorgang zu rationieren.

00:34:14: Auch Logistikzentren sind betroffen – Wildberries haben sie gerade erwähnt!

00:34:18: Wenn dieser Krieg also für Menschen in St.

00:34:21: Petersburg oder Moskau Realität wird, wenn es nach den russischen Wahlen im September zur einer Mobilisierung kommen sollte….

00:34:29: Erwarten Sie das passiert?

00:34:31: Wir

00:34:31: wissen es nicht.

00:34:32: Ich glaube, es gibt eine gewisse Erwartung dass sie sich in diese Richtung bewegen müssen.

00:34:37: Wenn man sich die Gesetzgebung ansieht, die Sie jetzt voran bringen im Grunde Grenzschließungen und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit ist das eine Hinweis.

00:34:46: Denn die Wahrheit ist bei diesem Tempo können Sie Ihre Kriegsangststrengung nicht mehr allzu lange aufrechterhalten.

00:34:51: Es hängt ein wenig von der jeweiligen Schätzung ab.

00:34:53: Manche sagen maximal drei Jahre selbst mit Mobilisierung Aber natürlich werden diese drei Jahre kürzer wenn man den Druck durch Sanktionen und so weiter erhöht.

00:35:04: Ist das Regime derzeit bedroht?

00:35:06: Ist Putin

00:35:07: bedrohnt?".

00:35:08: Das

00:35:09: ist schwer zu sagen.

00:35:10: Natürlich analysieren wir die Lage und verfolgen sie, aber ich glaube, dass Regime befindet sich in einer unbequemen Lage – und das ist noch harmlos ausgedrückt.

00:35:21: Nimmt Putin selbst diese Einschätzung vor?

00:35:28: Wir wissen es nicht!

00:35:29: Und deshalb komme ich wieder auf die Idee des Dialogs zurück.

00:35:33: Ich glaube, jemand in Europa oder einige Menschen in Europa müssen den Dialog mit Russland wieder öffnen um zu verstehen was dort vor sich geht und auf politischer Ebene zu sprechen.

00:35:44: Ich weiß dass es dagegen Widerstand gibt.

00:35:46: manche werden sagen genau das will Russland aber ich glaube wir müssen uns fragen was wollen wir?

00:35:51: Wollen wird der Krieg weitergeht?

00:35:53: Nein.

00:35:53: Wollen wir, dass die Ukraine gewinnt?

00:35:55: Ja!

00:35:56: Wollen wie ein Friedensabkommen?

00:35:57: Ja und damit das geschehen kann, kann man nicht einfach auf Stummschalten.

00:36:02: Man muss das Gespräch eröffnen

00:36:05: Aber wenn man sich für einen Dialog zusammensetzt, muss man etwas anbieten

00:36:10: Nicht unbedingt als Europäer.

00:36:12: Wir haben nichts zu nehmen, wir haben nix zu geben.

00:36:14: Wir machen unser eigenes Ding, wir bauen unsere eigene Abschreckung.

00:36:17: Was ist mit Gas?

00:36:20: Nun, wir brauchen es nicht.

00:36:21: Ich glaube, wir sollten uns vollständig von der Abhängigkeit von russischer Energie lösen.

00:36:26: Ein Land wie Finnland hatte ein extrem breit aufgestelltes Energieportfolio.

00:36:30: Das bedeutete als uns das russische Gas abgedreht wurde, brauchten wir es nicht.

00:36:35: Wir waren in dieser Hinsicht autark – wir hatten Kernenergie.

00:36:41: Also selbst nach einem möglichen Frieden kein Gas aus Russland?

00:36:45: Das sehe ich in absehbarer Zukunft nicht.

00:36:47: Die Frage die man sich stellen muss lautet Wären Sie in diesem geopolitischen Klima bereit, in Russland zu investieren?

00:36:55: Die Antwort der Unternehmen lautet vermutlich nein.

00:36:57: Würde man nach Kriegsende Handel mit Russland reiben wollen – vielleicht wenn Sanktionen unter bestimmten Bedingungen aufgehoben würden.

00:37:05: Aber in der heutigen Welt muss man seine Risiken wirklich absichern und sehr bewusst entscheiden worauf man

00:37:10: setzt.".

00:37:12: Was ich immer noch nicht verstehe und ich würde sagen, das ist die eine Million Dollar Frage.

00:37:18: Eine Million Euro?

00:37:19: Die eine Millionen-Euro-Frage natürlich... was würde Putins Meinung ändern?

00:37:31: Ich glaube, eine Bedrohung des Regimes steht an erster Stelle.

00:37:35: Aber darauf sollte man nicht setzen.

00:37:39: Es geht um Geduld und Durchhaltevermögen.

00:37:44: Russland muss zu dem Schluss kommen, dass es wie auch immer seinen eigenen Sieg definiert für das Regime nicht mehr von Vorteil ist diesen Krieg fortzusetzen.

00:37:56: Wann das passiert weiß ich schlicht nicht.

00:37:58: Deshalb ist unser Szenario sehr einfach.

00:38:01: Wir bereiten uns jetzt auf einen harten Winter in der Ukraine vor und wir müssen sie so gut unterstützen, wie wir

00:38:07: können.".

00:38:10: Was?

00:38:11: Wenn Putin, wenn Russland weiter eskaliert?

00:38:14: Wenn wir uns ansehen was in den vergangenen Wochen passiert ist?

00:38:18: Leipzig erwähnt!

00:38:19: Und es passieren sehr viele Dinge in Europa.

00:38:22: Es sieht so aus als würde er gerade eskalieren.

00:38:26: Wir haben über die Bedrohungen für das Baltikum gesprochen.

00:38:29: Wir haben gesehen, wie der CIA-Chef nach Moskau gegangen ist und sogar über eine nukleare Bedrohrung wird wieder

00:38:36: diskutiert.".

00:38:38: Auch hier müssen wir eine Sache klarstellen... Russland ist sehr gut im Informationskrieg.

00:38:43: Russland möchte, dass wir Europäer hier sitzen und diskutieren – wird Russland eskalieren?

00:38:48: Wird Russland Atomwaffen einsetzen?

00:38:50: Würd Russland die Naht unter Europa angreifen?

00:38:54: Werden Sie es tun, Atomwachs?

00:38:56: Nein!

00:38:56: Warum sind sie sich da so sicher?

00:38:59: Zum Beispiel hatte ich diesen Sommer den chinesischen Außenminister bei mir zu Besuch und ich habe das Thema angesprochen.

00:39:05: Er sagte, wir werden niemals zulassen dass das passiert Und ich glaube, das ist eine ziemlich gute Abschrecken.

00:39:11: Man muss also auch über Selbstschutzmechanismen nachdenken.

00:39:14: Wie weit kann man überhaupt eskalieren?

00:39:16: Im Moment in Russlands Eskalationsmöglichkeiten ziemlich begrenzt.

00:39:20: Das einzige womit Sie noch eskalierend können Ist eine Mobilisierung sich nach innenpolitische Auswirkungen Russland haben.

00:39:29: Also wieder bleibt ruhig, bleibt cool, bleibt gelassen, bleibt wachsam.

00:39:33: Dramatisiert nicht!

00:39:35: Bereitet euch auf das schlimmste vor um es zu verhindern.

00:39:39: Wäre die Ukraine in der Lage mehr Territorium zurückzuerobern?

00:39:43: Ich glaube sie tut es gerade.

00:39:45: ich habe vorhin schon die achthundert Quadratkilometer alleine diesem Jahr erwähnt.

00:39:50: Und was braucht sie von uns, von Europa?

00:39:53: Luftverteidigung.

00:39:54: Denn die Ukraine sind ziemlich gut bei Langstreckenraketen und Drohnen aber Sie brauchen Luftverteiligungen, Sie brauchen Patriotsysteme und andere Systeme zur Abwehr ballistischer Raketen.

00:40:04: Wie schaffen wir das?

00:40:05: Wir haben hier keine große Produktion und beim Patriotssystem sind wir von den USA abhängig.

00:40:10: Es gibt verschiedene Möglichkeiten.

00:40:12: es gibt Länder außerhalb Europas die über viele Patriotraketen verfügen.

00:40:16: Ich möchte niemand in eine unangenehme Lage bringen nenne ich keine Namen.

00:40:20: Schauen Sie in öffentliche Quellen!

00:40:22: Wir haben europäische Staaten, die auch noch helfen können.

00:40:25: Dann gibt es natürlich die amerikanische Produktion und hoffentlich amerikanliche

00:40:28: Lizenzierung.".

00:40:30: Und dann gibt es diese neue Allianz zur Raketen bzw.

00:40:33: Luftverteidigung namens Freya.

00:40:36: Das wird natürlich einige Zeit dauern, aber denken Sie daran, Innovation war ein großer Teil dieses Krieges.

00:40:41: Als der Krieg begann, produzierte die Ukraine null Drohnen.

00:40:44: Heute produziert sie zehn Millionen im Jahr.

00:40:47: Sie können das also.

00:40:48: Ich habe beim meinem Besuch in Kiew eine dieser Fabriken besichtigt.

00:40:53: Sie haben die Fähigkeit sehr schnell zu produzieren Aber sie brauchen die Systeme dringend.

00:40:58: Deshalb ist es gut, dass ein kleines Land mit einem großen Militär wie Finnland entscheidende Hilfe leisten

00:41:03: kann.".

00:41:08: Wenn der US-Präsident Sie heute Abend anrufen würde und Sie über die Ukraine und Russlands sprechen würden – was wäre Ihre Botschaft?

00:41:16: Wir würden wahrscheinlich über zwei Dinge sprechen.

00:41:18: Erstens Wie erhöhen wir den Druck Und wie stellen wir bereit, was die Ukraine gerade braucht?

00:41:23: Ich würde ihm also berichten, was ich während meiner Achtundvierzigstunden in Kiev gehört gesehen und gefühlt habe.

00:41:28: Dann würden wir vermutlich über Frieden sprechen – aber ich glaube er ist im Moment zu beschäftigt.

00:41:36: Sehen Sie eine Chance auf Verhandlungen?

00:41:38: Auf ein Treffen?

00:41:40: Präsident Trump?

00:41:41: Vladimir Putin?

00:41:42: Zelensky?

00:41:43: vielleicht Sie?

00:41:44: Ich würd sagen nicht mich!

00:41:46: Aber bei diesen Dreien hoffe ich, dass es dazu kommt.

00:41:48: Zelenski fordert das Trump fordert aber Putin ist dem bislang nicht nachgekommen und hat es auch nicht getan Und das ist sehr bedauerlich.

00:41:56: Mein Punkt ist also die Ukraine will Frieden Die Vereinigten Staaten wollen Frieden.

00:42:00: Russland will noch keinen Frieden.

00:42:02: Das bedeutet, dass wir die Ukraine weiter unterstützen und den Druck auf Russland weiter erhöhen müssen.

00:42:07: Herr Präsident vielen Dank für Ihre Zeit.

00:42:10: Vielen Dank Danke, dass ihr wieder zugehört habt.

00:42:13: Vielen Dank auch für das viele Feedback auf ronsheimer.tv.

00:42:18: Da findet ihr auch alle meine Social Media Accounts wo Ihr mich persönlich kontaktieren könnt.

00:42:23: Das glauben manchmal die Leute gar nicht aber ich schaue mir die Kommentare tatsächlich

00:42:28: selbst an

00:42:29: und ich bitte darum

00:42:30: lasst

00:42:31: weiter Likes da bei Spotify Apple wo auch immer ihr den Podcast hört Bei YouTube natürlich wo ihr dem podcast auch sehen könnt Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert und das hilft uns wirklich sehr.

00:42:46: Ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philipp Jatoff in der Redaktion, bei Liven Jenrich in der Produktion und natürlich an meinen Producer Daniel van Moll!

00:43:00: Herzlichen Dank und alles Liebe!

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