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Ist eine riesige AfD-Überraschung möglich? Mit Janina Mütze

Shownotes

Paul Ronzheimer spricht mit Janina Mütze, Gründerin des Meinungsforschungsinstituts Civey, über die aktuellen Umfragewerte vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und die Frage, wie genau sich Wahlergebnisse überhaupt vorhersagen lassen. Mütze erklärt, warum sich das Antwortverhalten der Menschen verändert hat und AfD-Wähler heute weniger Hemmungen haben, ihre Wahlabsicht offen anzugeben.

Außerdem geht es darum, welche Unsicherheiten trotz moderner Umfragemethoden bleiben, wie groß kurzfristige Verschiebungen sein können – und ob am Wahlabend tatsächlich eine riesige AfD-Überraschung möglich ist.

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Redaktion: Filipp Piatov und Lieven Jenrich u. Magalie Mohler | Team Social: Jan-Philipp Borchert & Etienne Fruchtmann | Executive Producer: Daniel van Moll

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Transkript anzeigen

00:00:00: Dieses Problem gibt es in der Form heute nicht mehr.

00:00:04: Es hat da so einen gewissen Durchbruch stattgefunden, dass die Menschen nicht mehr Angst haben zu sagen, dass sie die AfD wählen – zumindest nicht mehr im gleichen Maße wie noch in den letzten Jahren.

00:00:14: Wenn ich in

00:00:14: diesen Tagen mit Politikanspreche telefoniere, dann können die meisten Politiker direkt aufsagen, wie die genauen Umfragen der verschiedenen Institute gerade im Fall Sachsen-Anhalt sind.

00:00:26: Denn in Sachsen Anhalt Da geht es um alles, denn diese Zahlen könnten nicht nur für das Bundesland aber eben auch für die Bundesregierung.

00:00:33: Für ganz Deutschland und auch für Kanzler Merz persönlich absolut entscheidend werden.

00:00:39: Deswegen möchte ich heute ein bisschen mehr erfahren darüber wie diese Umfrage eigentlich zustande kommen und wie sie dann auch wahlen beeinflussen ob Sie wirklich richtig

00:00:48: liegen

00:00:48: oder auch mal falsch lagen.

00:00:50: Im Klammern ja dass lagen sie auch in der Vergangenheit immer wieder Und vor allem, wie stark sie sich bis zum sechsten September dann ist die Wahl in Sachsen-Anhalt noch ändern können.

00:00:59: Mein Gast ist heute Janina Mütz.

00:01:02: Sie isst Gründerin des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens CIVVY... ...und beobachtet die politischen Umfragehebung ganz genau!

00:01:10: Ich freu mich, dass sie da ist.

00:01:12: Grüß dich!

00:01:13: Hallo

00:01:13: ich freu' mich hier zu sein!

00:01:15: Lass uns mal einsteigen mit einer ja vielleicht ganz grundsätzlichen Frage für eine Wahl Wie wichtig sind da vorher die Umfragen?

00:01:26: Ich glaube, das liegt ganz im Auge des Betrachters.

00:01:29: Ich selbst denke immer so wichtig kann die einzelne Sonntagsfrage doch gar nicht sein!

00:01:34: Da steckt auch viel mehr dahinter.

00:01:36: aber ich merke schon an den Rezipienten insbesondere... an den Politikerinnen und Politikern, die jeweils im Wahlkampf sind.

00:01:42: Dass sie schon ganz schön stark auf Umfragen schauen.

00:01:45: Und ihr also du und deine Kollegen ja tatsächlich auch?

00:01:47: Also da gibt es schon eine gewisse Aufmerksamkeit für würde ich sagen

00:01:50: Wie merkst Du das bei den Politikern rufen die dann nähe so einem Wahltermin häufiger an wollen genauer die Daten wissen oder was passiert da?

00:01:58: Ja das gibt's schon.

00:01:58: Es gibt natürlich Politiker Die sind deutlich Datenafiner als andere.

00:02:04: Es gibt Menschen die hören einfach stärker auf ihren Bauch.

00:02:07: Der ist bei Politikern meistens sehr gut, muss ich sagen.

00:02:10: Und es gibt andere die gucken wirklich in die Zahlen rein und ehrlicherweise ... Ich glaub das Beste ist eigentlich wenn es Mitarbeitende im Team gibt, die auf die Zahlen schauen, die wirklich auch Zeit haben Querverbindungen zu schaffen und nicht nur auf den einen Null-Kommer X Prozentpunkt Wert in der Sonntagsfrage schauen weil das ist oft so kurzgegriffen.

00:02:28: also ein bisschen Ursache und Wirkung dahinter zu verstehen macht meistens mehr Sinn.

00:02:32: Du sagst Politiker haben häufig ein gutes Bauchgefühl.

00:02:36: Wie zeigt sich das?

00:02:38: Mir fällt es oft auf im Gesprächen mit Spitzenpolitikern vor allem, dass man ihnen Sachen zeigt die ich selbst für spannend halte und dann merkt man aber schon, dass da sehr stark ihrem Gefühl aus den Gesprächen von Menschen beispielsweise irgendwie auch entspricht.

00:02:52: Also dass sie nicht immer... Man schafft natürlich auch oft mal eine Überraschung, aber dass man oft auch irgendwie... Das ist risoniert!

00:03:00: Wahlumfragen jetzt im Fall von Sachsen-Heinheit zustande.

00:03:03: Also wie läuft das rein technisch ab?

00:03:06: Wie wird da gesprochen, telefoniert online umgefragt?

00:03:09: Wie passiert es?

00:03:10: Genau, survey habe ich vor etwas mehr als zwölf Jahren gegründet und wir erheben reine Online.

00:03:16: also es gibt ja am Markt verschiedenste Player.

00:03:18: es gibt Institute die fragen noch ganz klassisch face to face also gehen wirklich auf die Straße befragen Menschen.

00:03:24: es gibt Institute die befragen am Telefon Und es gibt eben zunehmend mehr Institute die Online-Befragen.

00:03:30: Es ist eine Frage, wo erreicht man die Menschen und mit welchen Verzerrungen muss man jeweils leben?

00:03:35: Jede Methode hat so ihre Vor- und Nachteile und wir befragen Reihen online.

00:03:39: als wir uns im Jahr zwei Tausend Fünfzehn gegründet haben, haben wir einfach gesagt Wir glauben dass in Zukunft mehr Online stattfinden wird als am Festnetztagdophon.

00:03:49: Das war so die Tese damals und man sieht jetzt auch an vielen anderen Instituten das sie zunehmt auch mindestens in ein oder zwei Modi mehr befragen als vielleicht noch vor einigen Jahren.

00:04:00: Und bei Sachsen-Anhalt ganz konkret, also wo und wie fragt ihr da online ab?

00:04:04: Wie schafft es das, dass dann repräsentativ ist?

00:04:08: Das ist ja wichtig!

00:04:08: Da unterscheidet sich Sachsens Anhalt überhaupt nicht von anderen Bundesländern oder vom Bund.

00:04:12: Wir befragen in unserem eigenen Panel – das ist ein Online-Panel, das rekrutiert sich aus Menschen die im Internet unterwegs sind.

00:04:20: wir rekrutieren Menschen online.

00:04:23: Wie macht

00:04:23: ihr das?

00:04:25: Ich glaube, einen Einkanal ist sehr einleuchtend für viele.

00:04:29: Wir haben in den letzten Jahren immer wieder kleine Umfrage-Widgets auf Webseiten eingebunden beispielsweise bei Webseite von Axel Springer aber auch beim Spiegel und ganz vielen Regionalzeitungen oder Nachrichtenportalen Und wir haben immer so kleine Umfragen eingebunden, die zum Artikel gepasst haben und haben versucht Menschen davon zu überzeugen, regelmäßig bei uns abzustimmen.

00:04:50: Und sich bei uns zu registrieren.

00:04:52: Über den Weg haben wir schrittweise eben einen sehr großen Pool an Befragten aufgebaut.

00:04:56: Da muss man dann angeben wie alt?

00:04:58: Beruf, Einkommen...

00:05:01: Genau!

00:05:01: Wir brauchen nicht so zu demografiker aber darüber hinaus auch viel mehr weil man natürlich genauso wie am Telefon auch falsche Angaben machen kann, aber online mag das vielleicht noch ein bisschen leichter im ersten Schritt sein.

00:05:12: Das heißt da finden auch regelmäßig Plausibitätschecks statt und genau wir brauchen gewisse Angaben über den Menschen bevor wir ihnen unseren Stichproben berücksichtigen können.

00:05:22: Aber was wir machen ist in diesem Pool der Befragten In dem Pool unserer Datenbank werden Fragen gestellt und daraus eine Stich Probe gezogen aus denjenigen die mitmachen und die Stichprobe, also wer Statistik eins mal irgendwann im Leben studiert hat der weiß es gibt sowas wie die Zufallstichproben.

00:05:38: Also ich hab gar nichts studiert, deswegen musst du mir alles erklären!

00:05:42: Also so sind wir so.

00:05:42: in the best way ist im Grunde immer die Zufallstich-Probe.

00:05:46: Ich befrage zufällig beispielsweise tausend Menschen und dann müsste ich in der perfekten Reihenlehre gar nix mehr machen weil dann wäre die Antwort automatisch ein perfektes Abbildergrundgesamtheit.

00:05:56: In der Praxis funktioniert das oft leider so nicht, weil wenn wir tausend Menschen befragen immer eine Verzerrung drin haben.

00:06:02: Also ich ruf am Festnetztelefon wen an und wer nimmt dann noch dran teil?

00:06:06: Wir sind die Menschen, die heute ein Festnetzelefon haben und bereit sind sich an Umfragen zu beteiligen.

00:06:11: Ich frage online, wer nimmt denn da teil?

00:06:13: Wer hat denn Zeit und Lust und muss sich zu Themen zu äußern?

00:06:17: Genau meine Frage ist, dass das wahrscheinlich eher junger ist bei Online?

00:06:20: Nein tatsächlich nicht!

00:06:23: Also unser Panel ist auch älter als der Bundesdurchschnitt.

00:06:27: Ich erkläre mir das immer so, dass ich mir vorstelle, dass man vielleicht in einer gewissen Alterskohorte, in den älternen Gruppen vielleicht noch mehr Verbindlichkeit hat – also ich werde gefragt, also antworte ich und die Jüngeren schon ein bisschen mehr mit sehr einfach zu merken, ach, da ist irgendwas im Internet, ich muss jetzt auch nicht überall mitmachen!

00:06:48: Genau.

00:06:48: Also das ist nicht so, dass jetzt automatisch nur weil man online ist eher die Jüngeren erreicht.

00:06:52: Man muss sich ja vorstellen es sind irgendwie achtundneunzig Prozent der Menschen insgesamt im Land sind Online unterwegs.

00:06:58: also Das ist keine altersfrage keine reine Altersfragen Es ist kein neuland mehr würde ich sagen.

00:07:03: aber dennoch hat man natürlich online Verzerrungen.

00:07:05: man erreicht eben nicht jeden und diese Verzerringen müssen in So einer stichprobe dann nachgewichtet werden.

00:07:11: also habe Ich beispielsweise die tendenz dass mehr Männer gerne ihre meinung äußern.

00:07:16: muss ich die Frauen etwas höher gewichten oder muss ich irgendwie länger warten, bis mehr Frauen teilgenommen haben usw.

00:07:20: Wer liegt besser so in den letzten Jahren?

00:07:22: Diejenigen, die das per Telefon machen oder dies online machen, wo wart ihr als Zivil besonders nah dran am Ergebnis und wo besonders weit weg?

00:07:31: Also wir sind... Wir schneiden gut ab in den Wahlumfragen, so wie andere auch.

00:07:36: Also ich glaube bei der letzten Bundestagswahl gab's irgendwie... Wenn ich das richtig in Erinnerung habe war es allen Bach-Forschungsgruppe Wahlen und Zivil auf den ersten drei Plätzen.

00:07:44: Wie viel Abstand dann sozusagen?

00:07:45: Die sind

00:07:46: relativ nah beieinander.

00:07:47: also wir können so vergleichen kann man eben die mittleren Abweichungen die kann man sich anschauen.

00:07:53: Im Grunde sind die Wahlumfragen in Deutschland im Schnitt, glaube ich sehr gut.

00:07:57: Ich glaube da können wir sehr zufrieden sein.

00:07:58: Ich bin mir sicher, wir sprechen noch über Fälle, in denen es mal nicht gut gelaufen ist.

00:08:02: Nämlich

00:08:02: in Sachsen-Anhalt vor

00:08:03: fünf

00:08:04: Jahren?

00:08:05: Aber man muss sagen überall ... Wir sind ja erst seit einigen wenigen Jahren am Markt.

00:08:10: aber jetzt in der Zeit muss ich schon sagen, wir schneiden gut ab mit den anderen Instituten und andere Institute auch.

00:08:16: also wir haben... Ich glaube man kann sich als Bürger wenn man in diesem Land auf Wahlumfrage schaut, kann man eine gewisse Verlässlichkeit daraus ableiten.

00:08:22: Warum passiert dann so etwas wie bei der letzten Wahl in Sachsen-Anhalt, wo es teilweise – und ich will da gar nicht um einzelne Institute gehen, sondern mich interessiert das Methodische.

00:08:32: Wo es zehn Prozent Abweichung gab also vom tatsächlichen Ergebnis, was da wurde.

00:08:37: Bei der letzten Landtagswahl ein Kopf an Kopfrennen zwischen CDU und AfD damals gemeldet und am Ende lag der damalige Ministerpräsident Reiner Haselow fast zehn Punkte vor der AfD?

00:08:50: Ja Da erinnere ich mich gut dran.

00:08:54: Es gab... Interessanter war, dass ja viele Institute einen sehr großen, also immer ein sehr knappes Rennen zwischen den beiden Parteien gesehen haben.

00:09:02: Ich glaube das im Schnitt lagen die durchschnittlichen Abweichung bei vier Prozent.

00:09:06: Das war jetzt nicht ganz katastrophal über alle Parteien hinweg aber man hat CDU massiv unterschätzt sie hat deutlich stärker abgeschnitten und es hat natürlich verschiedene.

00:09:19: Es kann verschiedene Gründe geben, grundsätzlich muss man erst mal sagen eine Wahlumfrage die wir heute durchführen hat nicht den Anspruch das den Wahlausgang zu prognostizieren.

00:09:29: Also eine Wahl um Frage.

00:09:30: Heute hat den Anspruch die Stimmung der Grundgesamtheit im Hier und Jetzt zum Essen.

00:09:37: in der Regel führt man die Wahl Umfragen ja auch nicht mehr am Samstag vor der Wahl durch sondern es endete ein paar Tage vorher Und da gab es ja schon, wenn ich das Richtigen erinnere, ein bisschen aufwärtstrennt.

00:09:48: Der schien sich fortgeführt zu haben und das hat man nicht mehr richtig gemessen.

00:09:53: Ist das jetzt wieder möglich aus deiner Sicht?

00:09:56: Ich habe auch darüber nachgedacht.

00:10:00: Was wir damals gesehen haben war, dass wir eine sehr starke AfD in unseren Köpfen prognostiziert haben und eine schwache CDU relativ gesehen.

00:10:14: Ich glaube, die Lage ist aus verschiedenen Gründen heute anders.

00:10:17: Ich glaube... Also erst mal damals hatten wir diesen Amtsinhaber-Bonus von Rainer Haselhoff.

00:10:23: Er war Ministerpräsident und man kannte ihn.

00:10:25: Er konnte eine Landesvaterkampagne spielen und man wusste auch was man bekommt, was vertraut ist.

00:10:30: Es ist ja heute für die CDU anders.

00:10:32: Und gleichzeitig ist das, was wir mit der AfD in Sachsen-Anhalt sehen kein isoliertes Sachsenanhaltthema mehr.

00:10:41: Da ist die AfD jetzt besonders stark und das wird eine Zäsur sein, sollte es so kommen wie wir das aktuell in den Wahlumfragen sehen.

00:10:47: Aber wir sehen dass Erstärken der AfD auch in anderen Bundesländern und wir sehen's auch im Bundesschnitt.

00:10:52: Und wir sehen das auch nicht nur im Osten sondern wir sehen auch im Westen einen starken Wachstumsuffund.

00:10:59: daher würde ich schon sagen kann man sich darauf verlassen, dass die AfD ein sehr starkes Ergebnis erzielen wird.

00:11:06: Ob das jetzt bei neun-dreißig Prozent liegt oder bei zweiundvierzig, oder bei fortyfünfeinzig Prozent kann heute niemand, weiß heute niemand.

00:11:14: Da gibt es noch Bewegung in den nächsten Tagen eventuell.

00:11:17: Oder vielleicht auch nicht?

00:11:18: Aber wir wissen es heute nicht!

00:11:20: Diese mindestens vierzig, einviertze, zweieinvierzig Prozent, die dafür im AfD gemessen werden... Was ich mich schon in den vergangenen Wochen gefragt habe ist das wenn man sich jetzt auch vergangene Wahlen und Umfragen anschaut Hilft das einer Partei so wenige Wochen vor der Wahl oder kann es auch gefährlich werden?

00:11:38: Also gefährlich im Sinne von, dass dann Leute die vielleicht diese Partei wählen wollen in dem Fall die AfD möglicherweise sich denken ach jetzt muss ja doch nicht mehr zur Wahl gehen.

00:11:46: Oder aber auch es gibt so eine Ja man sieht das ja auch bei den Veranstaltungen kommen viele hin so ein Euphorie und ich will bei den Gewinnern sein.

00:11:54: also was lässt sich da zu sagen?

00:11:57: Also es gibt all diese Effekte, dass man beispielsweise als Wähler auf den Gewinner setzen möchte.

00:12:06: Dass man bei dem Stärkeren gerne mitläuft und das kann man sich jetzt bei einer Vierzig-Plus-Partei gut vorstellen.

00:12:12: Wenn man davon ausgeht, dass die Ballumfragen stimmen werden sie einen krachenden Sieg erzielen.

00:12:17: Das macht doch dann Spaß wenn ich auch da mitgewählt habe und dabei bin So, weil es ist die AfD natürlich nicht irgendeine Partei.

00:12:22: Das heißt so ganz leichtfertigen nur deswegen wird man vielleicht nicht mitziehen.

00:12:26: aber diesen Effekt gibt's und gleichzeitig gibt das natürlich auch Sättigungseffekte im Sinne von na die führen Jesu Haus hoch da muss ich gar nicht mit abstimmen.

00:12:36: Dann ist ja in Sachsen-Anhalt auch nochmal sehr spannend dass der Erfolg der AfD sehr stark davon abhängt wie viele Parteien überhaupt in den Landtag einziehen.

00:12:43: also je mehr Parteien an der fünf Prozent Hürde es schaffen in den landtag einzuziehen desto geringer die Wahrscheinlichkeit absolute Mehrheit bekommen, das heißt viele gehen ins taktische Wählen auch rein.

00:12:54: Also ich glaube da ist so viel Bewegung drin und da spielen so viele Effekte auf Individualebene mit dass man Stand heute sagen kann es gibt all diese Effekten und die gibt's auf Individualebene en masse.

00:13:04: wie sie dann in Summe sich verteilen, das wird man sehen.

00:13:07: Was kann man bei diesen Effektern stand jetzt also zwölf Tage vor dieser Wahl messen?

00:13:14: Die sind schwer zu messen, die kann man bisweilen gar nicht messen.

00:13:17: deswegen sind die auch ein sehr theoretisches Konzept.

00:13:20: Gibt es, wenn man diese Werte jetzt sieht, also diese vergangenen Wochen.

00:13:24: Ich habe die Zahl genannt, gibt's dann eine Möglichkeit dass ein Partei noch komplett abstürzen kann?

00:13:31: Oder ist das jetzt, wenn one in der Vergangenheit schaut eigentlich nicht mehr möglich?

00:13:36: Ja definiere Absturz meinst du jetzt bei der AfD?

00:13:43: Gute Frage, also stand heute würd ich sagen wir messen über alle Institut egal ob online offline Telefon face to face.

00:13:49: Egal ob letzte Woche diese Woche Wir messen sehr starke Werte und das erscheint einer gewissen Robustheit zu folgen.

00:13:56: Wir sehen ja auch im Bund einen gewissen Trend.

00:13:58: was die AfD angeht der ist jetzt nur ein bisschen abgeflachten.

00:14:03: Wir schauen uns nicht mehr täglich hin aber es hat einen Normalisierungseffekt in der AfD stattgefunden.

00:14:11: Was kann passieren?

00:14:12: Es können natürlich immer kurzfristig externe Shocks passieren.

00:14:17: Man will das jetzt wirklich nicht beschwören, aber es können Anschläge passieren.

00:14:21: Es können Naturkatastrophen passieren und alles schon in Wahlkämpfen vorgekommen.

00:14:24: Man kann im falschen Moment lachen... Ich befürchte nur, oder ich befürchtete einen Anführungszeichen der AfD ... Das Risiko, dass bei der AfD ein Fehler passiert ist gegeben, aber dass das überhaupt einen Unterschied macht in der Wahllabsicht bezweifelig.

00:14:39: Also das haben wir ja auch schon an vielen Stellen gesehen, auch in den Korruptionsvorwürfen.

00:14:43: nähe zu rechtsradikalen Netzwerken ist.

00:14:45: scheint ihr alles nicht so schaden?

00:14:47: Jetzt habt ihr bei diesen Messungen der AfD.

00:14:51: in der Vergangenheit gab es dort immer wieder auch die Aussage dass die AfD eher noch zu niedrig gemessen würde weil Menschen im Zweifel nichts sagen würden, dass sie die AfD wählen also dass es eine gewisse Scham gab auch bei Umfragen am Telefon.

00:15:07: Wie ist da die Entwicklung, wie hat sich das verändert?

00:15:10: Das gab es zu Beginn in den ersten Jahren nach der Gründung der AfD.

00:15:16: Das gab's vor allem eher bei den Telefonbefragungen.

00:15:19: also ich erinnere mich auch dass ich bei anderen Instituten gesehen habe, dass sie die AfD mal bis zumal zwei hochgerechnet haben.

00:15:27: wir als reines Online-Institut hatten eher eine gegenteilige Situation und wir haben die AfD eher halbiert weil weil wir online diese Schwelle nie hatten.

00:15:36: Also es gab nicht diesen Interview bei, es nennt man das, dass man sich nicht traut zu sagen, dass die AfD wählt.

00:15:41: Es war auch relativ egal, weil ich glaube dieses Problem gibt es in der Form heute nicht mehr.

00:15:47: Es hat da so einen gewissen Durchbruch stattgefunden, dass sie Menschen nicht mehr Angst haben zu sagen , dass sie die AfD Wählen.

00:15:52: Zumindest nicht mehr im gleichen Maße wie noch für den Jahr.

00:15:55: Was fragt ihr noch ab bei diesen Wahlumfragen momentan, die ihr durchführt?

00:16:00: Also online.

00:16:01: Geht es da allein um die Partei?

00:16:03: wisst ihr auch mehr über die Gründe?

00:16:05: mittlerweile schon?

00:16:06: also was?

00:16:07: wie könnt Ihr so den Trend der vergangenen Wochen und Monate in Sachsen-Anhalt da beschreiben?

00:16:13: Klar wir gucken viel auf die Themen, die die Menschen bewegen.

00:16:17: Wir versuchen eine Einschätzung zu erzielen, ist es jetzt ein Trend der aus dem Bund kommt.

00:16:22: Ist das wirklich ein rein isoliertes Landesthema?

00:16:26: Und wir schauen auch auf die Gründe weshalb man dann glaubt, die AfD könne etwas und da ist muss ich sagen etwas was uns in den letzten Monaten bis Jahren immer sehr beschäftigt hat nicht nur im Sachsen-Anhalt sondern bundesweit ist dass die AfD eben einfach keine Protestpartei mehr ist, sondern man ihr zunehmend zutraut Probleme zu lösen.

00:16:44: Und nicht nur im Bereich der Migration oder der inneren Sicherheit mit der sie ja sehr lautstark rausgeht in den Themenfeldern, sondern wir haben schon wirklich so absurde Sachen gesehen dass bei der Digitalisierung der Verwaltung am ehesten Zutraut voranzukommen.

00:16:58: Aber

00:16:58: warum absurd?

00:16:59: Weil sie mussten ja bislang noch nicht beweisen, ob sie es können oder

00:17:01: nicht können... Das macht's ja so absurd!

00:17:03: Ich denke man hat den Beweisengrund und nicht, ob Sie es können doch nicht.

00:17:08: Man projiziert darauf dass die es können.

00:17:10: Liegt

00:17:10: das daran, dass aus Sicht derjenigen, die da befragt werden eben die Parteien CDU, SPD andere daran gescheitert sind und dass man einfach was Neues sucht?

00:17:20: Genau ich denke das ist ein großer Grund So ein bisschen ratlos als einfach ist und sagt, ich habe es jetzt bei der CDU angeschaut.

00:17:26: Ich hab mir die SPD angeschault.

00:17:27: Ich habe mir die FDP angeschauert.

00:17:28: Ich haben mir die Grünen angeschaudet.

00:17:31: Ich weiß auch nicht mehr.

00:17:32: Also das ist zurückzuführen aus so eine Grundstimmung in Deutschland, die einfach nicht mehr zuversichtlich ist sondern sehr im Stillstand verraten.

00:17:42: Wir haben früher hat man immer gesagt naja die deutschen Schimpfen auf die Wirtschaft, auf die Konjunktur, auf diese schlechte Lage und die Unsicherheit im Land.

00:17:50: aber ihnen Selber geht's eigentlich noch ganz gut.

00:17:52: Wann war früher?

00:17:53: Ich würd' mal sagen, so vor zwei drei Jahren war das immer so ein Konsens in den vielen Studien, dass man gesagt hat, naja die Stimmung ist schlecht aber ihn selbst geht es eigentlich noch sehr gut.

00:18:04: Ich hab wenn ich in unsere Daten schaue, das Gefühl, das dreht sich ein Stück weit.

00:18:07: Insofern als wir sehen beispielsweise heute, dass jeder Zweite in Deutschland sagt, er davon ausgeht, in den nächsten fünf Jahren wirds ihm finanziell schlechter gehen als heute.

00:18:16: Wie war das vor zwei Jahren?

00:18:19: habe ich jetzt keinen ganz konkreten Vergleichswert dabei, aber es war nicht so hoch wie heute und ich finde das ist einfach eine krasse Erkenntnis.

00:18:27: zu sagen jeder Zweite geht davon aus dass es ihm finanziell schlecht da gehen wird.

00:18:32: Und das führt in einer direkten Konsequenz zu mehr Stimmen für die AfD?

00:18:37: Es führt erstmal dazu, dass die Menschen nicht positiv in die Zukunft schauen, dass sie im untergegebenen Bedingungen nicht glauben, dass es besser wird.

00:18:45: Und ob sie jetzt die Schuld direkt den regierenden Parteien, ob sie ihr geben weiß ich nicht immer ganz so klar formuliert.

00:18:54: Sie sagen auf jeden Fall trauen der CDU nicht zu diese Probleme zu lösen und sie trauen es auch dem Bundeskanzler Friedrich Merz beispielsweise nicht zu.

00:19:01: Gab's da einen Punkt in den vergangenen Monaten oder seit der Bundestagswahl wo sich das besonders krass verschoben hat?

00:19:09: Also wo man erkennen konnte in euren Umfragen

00:19:16: Ja, also ich glaube eine erste ... die Zahlen von meinem inneren Auge nicht perfekt visualisiert.

00:19:22: Aber so eine erste Bewegung nach unten haben wir sehr stark in dem Sommer gesehen.

00:19:30: nach der Bundestagswahl

00:19:33: Sommer, April.

00:19:34: Genau, März hat ja angekündigt also die Stimmungswende vor Sommer und als sie nicht kam das hat man schon sehr deutlich gesehen dass sich da so eine erste Enttäuschung breit gemacht hatte.

00:19:43: Sie hatte gesagt er will schon, dass man im Sommer spürt ist geht aufwärts.

00:19:48: Das war sehr deutlich und das war ein bisschen auch das Programm und ich...das hat man eben nicht gespürten.

00:19:53: es gab ja auch keine Initiativen vor der Sommapause-Fünfundzwanzig die dazu angeregt hätten zu glauben, dass sich etwas verbessert.

00:19:59: So dann blieb der Herbst der Reform aus.

00:20:02: So gingen die Umfragen immer weiter nach unten.

00:20:04: Man muss jetzt auch nicht die jeden einzelnen Wert da durchgehen, jetzt wurde ja auch vor kurzem wieder darüber berichtet dass die Werte schlechter sind für die jetzige Regierung als für die Amperregierung damals und die waren schon sehr schlecht.

00:20:15: Es hat glaube ich nicht nur was mit der Leistung der Politikerinnen und Politiker zu tun, die in der Regierung sind es hat auch etwas damit zu tun.

00:20:20: ist die Stimmung im Land einfach so schlechtes um das ein bisschen in Relationen zu sehen?

00:20:24: Ich glaub man kann heute als Bundeskanzler auch mal seinen Job an in Anführungszeichen besser macht als Friedrich Merz, kann man nicht mehr auf die gleichen Ergebnisse kommen wie Angela Merkel vor einiger Zeit oder bevorgegangener Daumen.

00:20:36: Und Multipler Krisen, Iran, Ukraine, die Wirtschaftssituation?

00:20:40: Ja

00:20:41: und ich glaube genau es ist einfach... Ich glaube wir sind ja mit dem Land von einem großen Transformationsprozess und das wird sich sehr viel verändern und wir werden sicherlich auch noch durch schmerzhaftere Phasen durchgehen und die Leute spüren das sehr deutlich.

00:20:53: sie haben wie gesagt diese Erwartungshaltung dass es ihnen erstmal finanziell schlechter gehen wird Und sie haben natürlich, genau.

00:20:59: Sie haben diverse Sorgen und sie spüren so eine gewisse Grundohnmacht weil sie nicht sehen welche Institutionen, welche Instanz eigentlich die Probleme lösen kann und das führt glaube ich einfach gerade zu einem abwarten Vakuum.

00:21:13: Bevor wir gleich noch mal auf den Bundeskanzler und die Bundesregierung zu sprechen kommen.

00:21:18: aber lasst uns nochmal kurz bei Sachsen-Anhalt bleiben.

00:21:22: wie sehr ist diese Wahl von Bundesthemen geprägt vom Bundestrend?

00:21:27: Wie sehr hat es mit Ulrich Siebmund zu tun?

00:21:29: Ich war gerade dort, waren ein paar Tage in Sachsen-Anhalt unterwegs und habe viele Themen dort wahrgenommen.

00:21:35: Mein Eindruck war, dass es viel Wirtschaft war auch Wut darüber das die Bundesregierung aus der Sicht nicht liefert.

00:21:41: Das was du auch gerade gesagt hast dann sehr viel gut kann auch mit meiner Person zusammengehangen haben.

00:21:46: aber das ist sehr viel um Ukraine und um Ukraine Hilfen und Ungerechtigkeit.

00:21:50: was passiert bei den Reformen?

00:21:52: ja also dort wird.

00:21:53: der Ukraine wird geholfen bei Gesundheit und Rente Er wird eingespart, wie kann das sein?

00:21:57: Wie ist es zu erklären.

00:21:59: Migration war auch Thema aber gar nicht so umfassend.

00:22:02: Was sind das für meine gefühligen Dinge die ich dort wahrgenommen habe?

00:22:07: Was sagen die Zahlen?

00:22:08: Was sind die Themen, die die Leute in Sachsen-Anhalt bewegen?

00:22:12: Das ist immer super spannend, dieses qualitative Feedback von dir zu hören und offen reinzufragen.

00:22:17: Wir erheben viel in geschlossenen Fragen.

00:22:20: Wir sehen alle Punkte, die du genannt hast.

00:22:23: Einen Punkt, den du nicht genannt hattest bei uns sehr weit oben Ist in den Umfragen, ist das Thema Gesundheitsversorgung.

00:22:29: Also wie komme ich irgendwie zu einem Arzt?

00:22:31: Gibt es überhaupt noch einen Arzt für mich?

00:22:33: Aufgrund

00:22:34: der dörflichen Strukturen...

00:22:35: Genau sehr, sehr ländliche Strukturen.

00:22:37: Eine Ärzte.

00:22:38: Es ist das älteste Bundesland im Bundesschnitt also auch das ist nochmal interessant.

00:22:42: ja eigentlich über forty- acht Prozent.

00:22:43: drei Jahre sind die Menschen im Schnitt alt damit man deutlich älter als beispielsweise Berlin.

00:22:49: Schon Themen, wo Menschen vielleicht auch dieses Gefühl was Herr Ulrich Siegmund auch anspricht erleben.

00:22:54: Früher war das doch besser ich hatte doch ein Hausarzt der erreichbar war.

00:22:58: Das hat doch mal alles funktioniert hier.

00:23:01: Also es ist eine der Symbole die ich damit spüre natürlich genau Wirtschaft Arbeitsplätze.

00:23:06: Ich glaube das Thema innere Sicherheit Migration Es ist da Auch wenn man sich nicht als allererst genannt wird aber es wird ja auch im Wahlkampf sehr stark gespielt von der AfD.

00:23:16: Ich glaube Ulrich Siegmund ist sicherlich jemand, der diesen Wahlkampf jetzt eben sehr gut inszeniert und auch gut bespielt.

00:23:23: Auch auf Social Media.

00:23:24: was mir damit Blick auf die Umfragen auffällt ist wir sollten ihn auch nicht überhöhen.

00:23:29: also in den Wir neigen, glaube ich auch gerade in der Medienberichterstattung sehr stark dazu die Social Media Reichweite zu nehmen und zu sagen das ist das wie Sachsen-Anhalt draufblickt.

00:23:39: Aber so ist es natürlich nicht.

00:23:40: Also Social Media-Reichweiten sind ein Kanal und...

00:23:43: Finde ich eine hochspannende Frage.

00:23:44: Das habe ich mich auch die ganze Zeit in den vergangenen Wochen gefragt.

00:23:48: Wie sehr dass eben einzelne Blasen sind?

00:23:51: Ja also sowohl TikTok durch X

00:23:54: usw.,

00:23:55: YouTube die an eine Menge Leute erreichen aber wie viele Davon möglicherweise auch gar nichts mitbekommen.

00:24:00: Kann man das irgendwie in Zahlen nennen?

00:24:03: Ja, also was mir erstmal von hinten angefangen aufgefallen ist... Wir stellen ja auch mal eine Direktwahlfrage.

00:24:08: Also wen würden Sie gerne direkt wählen wenn man Ministerpräsidenten direkt wählern könnte?

00:24:12: und da führt Sven Schulze sogar ganz ganz leicht vor Ulrich Sigmund Und ganz viele würden sagen auch keinen der genannten.

00:24:18: vielen Dank.

00:24:20: Interessant, dass zum Beispiel eine Zahl die kaum thematisiert wird.

00:24:24: Ja aber das geht auch über.

00:24:25: also kann man bei vielen Instituten sich anschauen.

00:24:27: ich denke das ist überall recht ähnlich.

00:24:30: Woran liegt es, dass er dafür

00:24:33: hat?

00:24:33: Bei uns sind's jetzt einigermaßen auf dem Gleichstand.

00:24:35: Ich will nur sagen dieses Haushof führen was wir so... Mir ging es zumindest in den letzten Tagen so.

00:24:41: Ich habe dieses Social-Media-Reichweiten gesehen, ich sehe immer mehr Berichterstattung darüber und dann haben wir über das Spiegelkapper diskutiert und hatten das Gefühl, dass ein Personenwahlkampf ist.

00:24:49: Und ich glaube, das ist es nicht.

00:24:51: Die AfD ist bundesweit so stark.

00:24:53: Da muss ich kurz nachvollziehen.

00:24:54: Du sagst, du glaubst oder siehst das anhand der Zahlen?

00:24:56: Wir sehen das an Hand der Zahlen also darauf referiere ich.

00:25:00: Ich versuche vorsichtig zu formulieren aber... Ich würde einfach dazu raten, jetzt ihn nicht zu sehr zu überschätzen.

00:25:07: Ich glaube er topediert den Wahlkampf nicht aber ist einfach ein Funktionär in der AfD und das Konzept AFD geht auf Nichtes Konzept Ulrich Sigmund

00:25:15: Das finde ich sehr spannend.

00:25:16: welche Zahlen sagen dir das noch?

00:25:18: Also du sagst einerseits diese Direktwahlzahl.

00:25:20: was gibt es da noch für Daten die diese These untermauern?

00:25:24: Genau also dieser Direktfall Würde Reduziert Ulrich Siegmund erstmal im direkten Vergleich gegenüber dem wie ich's momentan medial wahrgenommen Erlebe.

00:25:35: Und das andere ist, dass wir eben die Kompetenzfragen bei der AfD haben.

00:25:38: Also wir haben ja nicht nur die Sonntagsfragen in den Ländern und im Bund wo wir sehen, dass die AfD einfach sehr stark zugelegt hat.

00:25:46: Sondern wenn es darum geht zu verstehen warum die AfD zugelegt hat, versuche ich immer auf mir die Kompatenzwerte anzuschauen und da sieht man eben, dass ihr so viel zugetraut wird.

00:25:54: also Ich traue es den anderen nicht mehr zum Problem des Landes zu lösen aber ich traue aus der AfD zu.

00:25:58: Bei

00:25:58: welchen Themen?

00:26:00: durch die Bank weg mittlerweile.

00:26:01: Also früher war es innere Sicherheit, Migration.

00:26:03: Mittlerweile sehen wir das auch im Bereich Wirtschaft, Arbeitsplätze ... Ich hatte sehr schnell erwähnt, auch in dem Bereich Digitalisierung hatten wir es mal relativ weit vorne gesehen.

00:26:13: Sie kriegt zu durch die bank weg eben mehr Kompetenzzuspruch und das bestätigt ja einfach so ein bisschen das Bild.

00:26:19: sie ist jetzt einfach da und ich glaube In Sachsen-Anhalt sehen wir jetzt einfach diese Zäsur als erstes.

00:26:25: Da hat's jetzt einen Punkt erreicht wo sich sicherlich alle Anhänger und Wähler der anderen demokratischen Parteiten so ein bisschen machtlos fühlen können, auch zu der Frage welche Effekte kann so eine Wahl haben.

00:26:36: Aber ich glaube es ist nicht nur ein Thema in Sachsen-Anhalt.

00:26:38: wir sehen's jetzt an vielen Punkten und es hat was damit zu tun dass man den anderen einfach weniger zutraut.

00:26:43: Wie wichtig ist die Wahlbeteiligung für das Wahlergebnis in Sachseneinhalt?

00:26:49: Und kann man sagen welcher Partei von einer hohen Beteiligung profitieren würde.

00:26:54: Ja das ist eine komplexe Frage.

00:26:56: Die Wahlbedeiligung ist natürlich erstmal sehr wichtig für alle die Wahlkampf machen.

00:27:00: Sie ist aber auch eine der größten Unsicherheiten, die wir haben.

00:27:04: Also früher hat man immer gesagt – und mit früher meint ich jetzt in den letzten Jahrzehnten von einer hohen Wahlbeteiligung profitiert vor allem die Mitte, das haben wir in den

00:27:14: vergangenen Jahren ja

00:27:16: gerne auch die Konservativen, die auch dann genau so gerne zur Wahl gehen.

00:27:20: Wir haben früher Wir haben jetzt aber in den letzten Wahlen ja auch oft gesehen, dass eine hohe Wahlbeteiligung vor allem der AfD genutzt hat.

00:27:27: Weil es ihr gelungen ist nicht Wähler zu mobilisieren so und da ist sicherlich ne Veränderung drin die wir in den Letzten Jahren gesehen haben.

00:27:34: ich glaube das eine ist Die Frage wie sicher ist es?

00:27:37: Dass man zur Wahl geht?

00:27:38: Das ist sehr interessant für Wahlkämpfer.

00:27:41: Und die andere frage ist Wie sicher ist man sich in einer persönlichen wahlentscheidung um?

00:27:44: was wir sehen Es sind dass die aft anhängen und die afd-wähler dass sie sehr sicher sind in ihrer wahlen Entscheidung.

00:27:50: Sie sind aber von Ihrer gesamten Struktur auch diejenigen, die eher mal nicht zur Wahl gehen würden?

00:27:57: Wenn wir auf diese Wahlbeteiligung schauen dann wird jetzt schon berichtet dass es einen hohen Anteil an Briefwählern gibt in Sachsen-Anhalt.

00:28:07: Und jetzt haben mir CDU Politiker gesagt ja da hoffen sie weil normalerweise in der Geschichte in den vergangenen Jahren war's so oder sei es so gewesen das Brieffehler vor allem zum Beispiel der CDU geholfen haben, ist das so?

00:28:24: Ja.

00:28:26: Wer nutzt Briefwahl?

00:28:26: sind entweder Menschen die schon wissen dass sie im Urlaub sind nicht da sind vielleicht noch sehr mobil sind aber es sind auch häufiger ältere Menschen den vielleicht den Gang zur Wahlurne vermeiden wollen.

00:28:37: also das kann durchaus so sein.

00:28:39: ja

00:28:41: Also... Aber es kann auch theoretisch anders sein diesmal.

00:28:45: oder ist das etwas Beständiges?

00:28:48: Na ja, was wir sehen, die Briefwahl erfordert ein gewisses Vertrauen in Institutionen.

00:28:54: Ich gebe meine Stimme nur per Brief ab wenn ich auch glaube es kommt an und damit wird dann eben kein Schindluder betrieben.

00:29:01: Das spricht eher gegen eine hohe AfD-Beteiligung bei der Briefweile.

00:29:07: Ebenfalls aus der CDU gehofft, dass man selbst auf solche Effekte wie ein Auswärtsspiel in dem Fall vom ersten FC Magdeburg, den glaube ich.

00:29:15: Wenn nicht mich ihre in Berlin spielen am Wahltag gegen Hertha und das dann an diesem Wahltag eben meist jüngere Männer das Bundesland verlassen können und einem so kleineren Bundesland.

00:29:30: Dass das schon wieder Auswirkungen haben könnte weil sie es dann vielleicht nicht bis achtzehn Uhr zurück schaffen.

00:29:36: Ja, man würde ihnen empfehlen dann vorher wählen zu gehen.

00:29:38: Das ist sicherlich gut bei so einem Auswärtsspiel die sind ja eher nachmittags.

00:29:43: Ich glaube es ist eine schöne Anekdote.

00:29:45: aber wenn sich jetzt überlegt dass irgendwie fünf tausend Fans sind

00:29:48: tausendsens

00:29:49: Es gibt elf Tausend auswärts Tickets hatte ich gelesen.

00:29:53: Ja wir sind hier im Nullkommabereich der Wahlbeteiligten selbst, auch wenn es Bundesland klein ist.

00:29:59: Und das sind einst Komma sieben Millionen Wahlberechtigte.

00:30:01: Auch die könnten Prieferpriefwahl werden.

00:30:03: Man

00:30:05: sieht daran ja schon die Verzweiflerung oder?

00:30:06: Dass man über solche Effekte plötzlich spricht also ernsthaft spricht.

00:30:10: Das ist jetzt nicht...

00:30:11: Ja und ich verstehe als man kennt das ja von Wahlkämpfern.

00:30:15: Die werden ja alle irgendwann so ein bisschen leben Sie dann in ihren eigenen Welten und jeder Grashalm hoffen wird dann auch oder jeder Strohhalm Hoffnung.

00:30:24: Man

00:30:24: schaut sich das Wetter an, genau.

00:30:26: Das sind ja auch alles Effekte die können... Die gibt es durchaus aber sie sind wirklich im Nullkommabereich.

00:30:32: Wie

00:30:32: hilft Regen?

00:30:34: Oh, das weiß ich nicht.

00:30:36: Also das kann... Aber das würde bedeuten mehr Leute zu Hause.

00:30:41: Die Frage ist ja, gibt es eine Systematik, wer bleibt zuhause?

00:30:44: Wer bleibt bei Regens vor Hause?

00:30:47: Man hat ja früher den konservativen Nachgesag, die gehen ihren Bürgerpflichten treuer nach.

00:30:53: Die würden dann trotzdem wählen gehen.

00:30:55: Dann hätte man früher vielleicht eher so im linken Lager vermutet das dann Wählerstimmen abhandenkommen.

00:31:02: Heute sieht man auch bei den Grünen beispielsweise dass sie eine sehr hohe Pflichtbewusstsein beim Wählen haben und da wird wahrscheinlich das Wetter weniger zum Tragen kommen.

00:31:12: aber ich glaube da sind wir jetzt wirklich in einem sehr hypothetischen Feld.

00:31:15: Viel diskutieren wird auch über das sogenannte taktische Wählen.

00:31:19: Also es geht ja um die kleinen Parteien, muss man vielleicht noch mal erklären je nachdem auf was die AfD kommt also zwischen zweiundvierzig und... Was würdest du sagen?

00:31:30: Zwischen was ist drin?

00:31:31: Wenn du dir die Umfragen anschaust.

00:31:33: Also aktuell sind wir in den Umfragen ja irgendwie zwischen einundviertzig vierundvierzig.

00:31:38: drauf achten.

00:31:38: Da sind Fehlerkorridore drauf, ne?

00:31:40: Also bei uns ist es irgendwie plus-minus drei Prozent nach

00:31:43: oben oder unten

00:31:43: Genau genau.

00:31:44: also man muss schon mit ein bisschen Vorsicht auf alle Umfragen schauen.

00:31:47: aber der Abstand zur CDU ist eindeutig und Es

00:31:52: ist eben die Frage schaffen sie bis zu forty fünf was dann eine absolute Mehrheit bedeuten würde?

00:31:58: Ja und absurde mehr ist ja auch abhängig davon wie viele Parteien in Landtag kommen.

00:32:02: Genau darauf wollte ich kommen nämlich da kommt es sehr darauf an was zum Beispiel mit grünen Und SPD Wann kann man das irgendwie sagen, wählt ein Mensch eine Partei die er sich eigentlich sonst gar nicht wählen würde.

00:32:17: Aber aus taktischen Gründen um zum Beispiel die AfD zu verhindern oder um eine andere Partei was auch immer zu verhindern?

00:32:25: Es hängt sehr stark vom individuellen Risikobewusstsein ab weil die Herausforderung ist ja ich kann jetzt taktisch sagen Ich will jetzt außen und zwar mal die SPD oder die Grünen oder von mir ist auch das BSW, Hauptsache die AfD kriegt keine absolute Mehrheit.

00:32:42: Und man läuft ja immer Gefahr dass diese Stimme dann auch ganz verloren geht weil die Partei es eben nicht über die fünf Prozent schafft und dann wäre die Stimme vielleicht aus Sicht des Wählers besser bei der CDU aufgehoben gewesen.

00:32:53: Also ich glaube das müssen die Weder jeweils für sich selbst entscheiden ob sie das Risiko eingehen.

00:32:59: Es gibt sehr viele Kampagnen die jetzt eben für das taktische wählen werben und einfach den Menschen erstmal diese Zusammenhänge erklären.

00:33:05: also je mehr Kleine Parteien ist in den Landtag schaffen, desto unwahrscheinlicher ist es dass die AfD eine absolute Mehrheit erreicht.

00:33:13: Aber umso größer ist danach natürlich auch die politische Diskussion wie man mit diesen Mehrheitsverhältnissen umgeht.

00:33:18: und ich glaube du hast das selbst auch schon mal in einer Podcastfolge erzählt Ich habe das auch schon gehört Dass manche in der Union auch sagt Boah!

00:33:25: Die Diskussionen können wir uns dann auch sparen.

00:33:28: Vielleicht ist es leichter wenn die AfD die absolute Mehrhalt bekommt Was ja

00:33:31: irgendwie verrückt ist.

00:33:32: Es

00:33:32: ist total verrückt.

00:33:33: Jetzt

00:33:34: aus Sicht der Union

00:33:35: Ist total verrückt, man kann es sich aber schon ein bisschen vorstellen.

00:33:37: Da wird dann nachgesagt, naja das ist ne nur eins Komma sieben Millionen Wähler, da setzen sehr isoliertes Phänomen und dann kann man's vielleicht schneller aus der politischen Diskussion wieder rauskriegen als wenn man sich Wochen bis Monate lang mit Konstellationen Brandmauern oder Unvereinbarkeitsbeschlüssen beschäftigen muss.

00:33:53: Ich will noch einmal auf den Einfluss der Bundesregierung kommen auf Sachsen-Anhalt.

00:33:59: Bei INSA lag die AfD in Sachsen Anhalt im Juni zwanzig fünfundzwanzig bei dreißig Prozent Und die CDU bei vierunddreißig Prozent.

00:34:07: Inzwischen steht die AfD dort, bei zweiundvierzig und die CDU beim Zweiundzwanzig.

00:34:12: innerhalb von gut einem Jahr haben sich also die Kräfteverhältnisse da fundamental verändert.

00:34:20: Wenn man das so sieht dann würde man erst mal eine Logik vermuten dass das irgendwie zumindest zu einem ganz großen Teil mit dem Bund zu tun hat.

00:34:30: Ja, also ich glaube einen sehr exakten Bundesregierungs- oder Märzeffekt kann man da nicht seriös in Prozentpunkte rausrechnen.

00:34:38: Aber es ist natürlich so dass kaum eine Landtagswahl sie vom Bundestrend wirklich lösen kann.

00:34:43: Also das gibt's sich mit starken Ministerpräsidentinnen und Amtsinhabern.

00:34:47: Gibt's das?

00:34:48: Ich mach Mecklenburg-Vorpommern noch mal irgendwann schauen.

00:34:51: aber es ist auch die Wahlkämpfer vor Ort sagen Rückenwind hatten wir nicht aus Berlin.

00:34:56: Aber das ist ja nochmal ein Unterschied, ob man keinen Rückenwind hat oder ob es noch Gegenwind gibt.

00:35:01: Oder massiven Gegenwind.

00:35:02: und so wird auch schon diskutiert einerseits im politischen Berlin andererseits in Magdeburg darüber wer ist am Ende schuld.

00:35:12: also auch egal bei der Frage ob man wo die AfD jetzt am ende steht.

00:35:16: klar scheint ja schon zu sein dass die CDU eine große Niederlage erleben wird.

00:35:22: Ja, und wer am Ende Schuld ist?

00:35:23: Ich denke das wird politisch ausgehandelt werden.

00:35:26: Man sieht es ja an den Themen... Es lässt sich Bundes- und Landespolitik nicht so leicht voneinander trennen.

00:35:32: Es gibt sicherlich Wählerinnen und Wähler die sagen naja in der Landtagswahl kann man vielleicht nochmal eher AfD wählen.

00:35:37: jetzt im Bund weiß ich noch nicht ob ich's machen würde aber ich glaube da ist die Diskrepanz auch nicht mehr so groß.

00:35:43: Wenn ich jetzt zum Beispiel spreche über Wirtschaft und Arbeitsplätze, ist ein wichtiges Thema Zukunftssicherheit.

00:35:48: Das lässt sich ja kaum aus dem Bundesland heraus von Deutschland trennen.

00:35:51: Das ist einfach Konjunktur.

00:35:53: Das hängt alles miteinander zusammen wenn wir über Migration innere Sicherheit sprechen.

00:35:57: das ist ja am Ende auch wieder ein bundesweites Thema.

00:35:59: Gesundheitsversorgung Schule Bildung sind Themen die finden da auch stattdessen dann zum Teil regionaler verankert.

00:36:05: aber Ich denke schon dass wir den Bund nicht ganz rauslassen können Und gleichzeitig frage ich mich, ob wir nicht zu früh auch schon akzeptieren wie hoch das Ergebnis der AfD wird und dadurch auch schon so eine gewisse Verfestigung stattfindet natürlich.

00:36:21: Wie

00:36:22: meinst du?

00:36:23: Naja also im politischen Berlin wird ja eigentlich seit Monaten kennt man den Termin und weiß da werden Mehrheitsverhältnisse auftauchen die werden schwierig werden.

00:36:37: Ich habe das Gefühl dass schon ein gewisser Grundakzeptanz da ist.

00:36:40: Wenn man es nun mal annimmt, das ist der CDU doch noch gelänge jetzt ein bisschen diese Dynamik zu verändern und Aufschwung in den eigenen Ergebnissen zu produzieren.

00:36:50: Dann kann man sich rückblickend ja schon fragen ob wir nicht vielleicht zu früh schon akzeptiert haben was da kommt und schon Haken dran gemacht haben.

00:36:57: wenn du sagst akzeptier im Sinne von Und dass auch eine mediale Tendenz das dann sehr ähnlich berichtet wird in verschiedene Medien was natürlich dann auch wieder mit den Umfragen zu tun hat das dann wiederum mit den Bildern, die dann benutzt werden.

00:37:11: Also jetzt zum Beispiel von der Veranstaltung Siegmund mit ganz vielen Leuten bei Schulze irgendwie wenig, die Porträt ist eher derjenige, der überall Pech hat, Siegmond gewinnt überall.

00:37:22: Inwieweit orientieren sich Wähler auch an so einer Tendenz?

00:37:26: Wie sehr sind sie davon geprägt?

00:37:28: oder ist es am Ende eine Entscheidung, die vielleicht erst wenige Tage vorerfällt?

00:37:34: oder wenn man ins Wahllokal geht... Wie viel lässt sich jetzt in diesen letzten zwei Wochen oder knapp zwei Wochen überhaupt noch verändern?

00:37:41: Das kommt, es ist von Wahl zu Wahl sehr unterschiedlich.

00:37:44: Also wenn wir zum Beispiel uns daran erinnern Baden-Württemberg hatten wir jetzt einen guten Schlussspurt der Grünen gesehen beispielsweise.

00:37:51: Es gab eine Dynamik die haben wir aber ja also monatelang vorher nicht gesehen.

00:37:54: Also es gibt diese Möglichkeiten und das kann diese Effekte oder diese Mobilisierung die können auch an Sachsen-Anhalt passieren.

00:38:01: ich sehe sie bislang noch nicht.

00:38:02: Aber das heißt nicht dass das nicht in den nächsten Tagen passieren kann.

00:38:06: Also die Parteibindung ist relativ gering, es gibt viele Menschen, die werden zum ersten Mal AfD wählen aber vielleicht kann man sie auch noch davon abhalten als Wahlkämpfer der anderen Parteien.

00:38:20: also diese Möglichkeiten gibt es.

00:38:21: ich kann nur sagen bislang sehen wir diese Dynamik nicht.

00:38:24: Es gibt nicht die großen Demos dagegen.

00:38:28: Es gibt auch kein richtiges Thema was bislange gesetzt wurde aus den jetzt wieder von CDU SPD Sondern.

00:38:36: es ist irgendwie, hat man das Gefühl, es läuft so gerade.

00:38:40: Was Sicht

00:38:40: der AfD?

00:38:41: Du

00:38:41: warst vor Ort, du hast sicherlich noch sehr viel mehr Gespräche wahrgenommen und mitgenommen.

00:38:45: zu dem was wir messen können sehen wir relativ wenig Bewegung.

00:38:51: Wenn wir nochmal auf Friedrich Merz schauen, Bundeskanzler wenn ihr da umfragen momentan macht was mest ihr?

00:39:01: Wir messen natürlich viel auch im Auftrag von Medienhäusern gerade in dem Bereich.

00:39:08: Und da geht es zum Teil um aktuelle Maßnahmen, also bewertet man die Reformpakete oder viele interessiert auch wie seine Gesamtleistung zu bewerteten wird von den Bürgerinnen und Bürgern.

00:39:22: Es geht viel auch um Einigkeit in der Koalition.

00:39:26: Dann gibt's ganz oft um den Kommunikationsstil des Bundeskanzlers, der interessiert auf viele Journalisten.

00:39:31: Was ist der aus deiner Sicht maßgebliche Wert, der Friedrich Merz sorgen machen muss oder meistens auch machen muss?

00:39:41: Also die Umfrageergebnisse für Friedrich Mert sind durch die Bank sehr schlecht.

00:39:47: Ich habe es ja vorhin schon versucht so ein bisschen zu einzuordnen in dem ich gesagt hab, die Stimmung ist auch einfach sehr, sehr schlecht.

00:39:53: das heißt es ist wirklich schwer auf gute, gute Ergebnisse zu kommen.

00:39:58: aber was mir jetzt schon noch mal auffällt, auch über diese vielen Etappen seiner Ankündigungspolitik.

00:40:05: Dass er jeweils immer hinter den Erwartungen zurückbleibt und das aus Sicht der Bürgerinnen und Bürgern.

00:40:10: also beispielsweise bewerten sixty-fünf Prozent die Reformvorhaben des Bundes als negativ oder haben keine Zuversicht dass das wirklich etwas ändert sagen auch knapp achtzig Prozent dass er die Erwartung die sie an ihn hatten unterschritten habe.

00:40:24: Und seventy Prozent?

00:40:25: Ja neunsevtig Prozent waren es glaube ich.

00:40:27: ja Wir sehen ja, die Unzufriedenheit ist noch höher als mit der Ampelregierung.

00:40:33: Man nimmt diese Koalition auch pasenweise als noch zerstritten aber als die Ampel Regierung und wir wissen ja alle woran die Ampel dann zerbrochen ist am Ende also ich könnte das jetzt ewig sofort führen...

00:40:45: Gibt es irgendein Wert, der friedlich mehr als Hoffnung machen kann?

00:40:48: Also er ist relativ gesehen wird ihm mehr Kompetenz in der Außenpolitik zugesprochen

00:40:53: Als wem

00:40:55: als ihm, als Innenkanzler.

00:40:56: Also wenn ich jetzt auf seine Umfragewerte schaue dann wird eben noch am ehesten Kompetenz in der Außenpolitik zugesprochen und hat ihn ja eher als Wirtschaftskanzler gewählt und da sehen die Menschen ihnen mehrheitlich nicht besonders stark?

00:41:09: Jetzt habe ich diese Werte vor Augen... Ich weiß nicht welches Institut das war Vertrauen in Friedrich Merz oder in den Bundeskanzlern wo glaube ich nur noch dreizehn Prozent gesagt haben dass sie irgendwie mit ihm zufrieden sind.

00:41:22: also im Sinne von dass er gute Arbeit macht.

00:41:25: Du machst das jetzt auch schon eine ganze Weile, diese Erhebung.

00:41:29: Kann man aus so einem Loch nach rauskommen?

00:41:32: Also ich würde immer sagen ja weil Umfragen sind Momentaufnahmen und wenn jemand anfängt entweder einen sehr guten Job zu machen oder sich die Lage verbessert Aus welchen Gründen auch immer.

00:41:47: also es können ja auch externe Effekte auftreten.

00:41:48: mit denen hat die Regierung gar nicht so viel zu tun.

00:41:50: aber wirtschaftlicher Aufschwung stellt sich ein.

00:41:52: Die Menschen haben auf einmal das Gefühl Es geht wieder bergauf Arbeiten, anpacken – was auch immer lohnt sich.

00:41:58: Dann kann sich das verändern.

00:42:00: Es

00:42:01: gibt

00:42:02: auch Rückblickend werden Bundeskanzler anders bewertet als während ihrer Amtszeit.

00:42:05: Also es gibt ja schon die ersten, die jetzt nostalgisch auf Scholz schauen... Das ist alles sehr relativ!

00:42:09: Röteck

00:42:09: binn hast du da?

00:42:10: Entdeckt der das Tuf?

00:42:12: Naja ich finde es drängt sich in den Zahlen fast schon auf wenn die aktuelle Bundesregierung noch schlechter bewertelt wird oder die Kommunikation des Bundeskantlers Merz als schlechter bewertet wird, als die von Olaf Scholz.

00:42:23: Dieses Kommunikation ist ja auch so etwas gefühltes wie redet der mit einem über welches Medium kommuniziert?

00:42:30: Wie nimmt man den wahr?

00:42:35: Was meint man eigentlich immer wenn man sagt Kommunikations des Bundeskanzlers?

00:42:39: Ja, man kann sehr breit abfragen.

00:42:42: Wir haben aber auch viele Erhebungen schon ein bisschen fokussierter durchgeführt wo es auch um Führungsstärke, Verhandlungsstärke und Empathie geht und das sind einfach Dialogfähigkeit und das ist einfach Ebenen die man dann eben zusätzlich abfragen kann.

00:43:01: Das Ergebnis für den Bundeskanzler negativ wird in Sachsen-Anhalt.

00:43:07: Wie gefährlich wird das für ihn?

00:43:08: Wenn du diese Umfragen jetzt siehst, hat es dann oft auch noch mal Einfluss auf den Bundeskanstler.

00:43:12: oder kann man das wegschieben und sagen ja Leute also das war jetzt Sachsen Anhalt und wir machen jetzt in Deutschland weiter.

00:43:17: was sind da die Erfahrungswerte?

00:43:19: Ich glaube es sind zwei getrennte Themen.

00:43:25: Schlechtumfragen helfen sicherlich nicht, aber am Ende ist es dann politisches Talent und politische Fähigkeiten eigene Machtverhältnisse zu sortieren.

00:43:33: Also das kann man jetzt nicht als die Muskope antworten.

00:43:38: da muss man dann eher in den Hinterzimmern dabei sein und wissen wo welche Allianzen geschmiedet werden.

00:43:43: Wir können die Zahlen sehen wir können spiegeln wie Menschen auf die aktuelle Regierung schauen.

00:43:48: Ich meinte er ob Landtagswahl Ergebnisse immer automatisch auch eine Konsequenz haben für den Bundeskanzler im Sinne von, wie Leute darauf schauen.

00:43:57: Also haben solche Wahlergebnisse am Sonntag, die Leute sagen, dann geht das auch um Bund runter?

00:44:05: Ja ich würde sagen so viel kann da ja gar nicht mehr runtergehen.

00:44:08: was jetzt die Bewertung der Arbeit angeht und so, es wird sicherlich mit das keine Bewegung nach oben stattfinden.

00:44:17: Das finde ich ein interessanter Punkt, was du sagst da kann gar nichts mehr noch unten gehen weil das erzählen wir Politiker auch immer wieder dass es eine bestimmte Schwelle geht also sowohl nach oben als auch nach unten.

00:44:25: und gerade bei der AfD wurde argumentiert auch in den vergangenen Jahren immer wieder von Spitzenpolitikern anderer Parteien die gesagt haben naja also mehr als Also mehr als dreißig auf gar keinen Fall.

00:44:37: und da wird gesagt, also auch bei den Umfragen zu sechsten anderen heißt es immer das Wählerpotenzial.

00:44:43: Was man erreichen kann.

00:44:44: und wenn ich mir diese Umfrage anschaue, dann ist die AfD eigentlich an der Decke.

00:44:49: aber das Potential kann doch auch immer weiter steigen

00:44:52: oder?

00:44:52: Ja genau!

00:44:52: Wenn wir jetzt rein über die Sonntagsfrage sprechen... Ja, natürlich kann die CDU eine Sonntagsfrage... Also in der Bundessonntagsfrage können sie weiter absinken nach einem schlechten Landtagswahl-Wahlergebnis.

00:45:03: Ich weiß noch eher bei den Fragen wie bewertet man den Bundeskanzler?

00:45:06: Wie bewerteten wir seine Kommunikationen?

00:45:07: Hat man da einen Vertrauen in die Kompetenzen?

00:45:10: Da würde ich sagen sind wir jetzt schon auf einem Niveau.

00:45:13: Wo ist auch dann... Auch nicht mehr so wichtig ist, ob zwei Prozentpunkte hoch oder runter.

00:45:17: Also das dürfen wir die Umfragen auch nicht überhören.

00:45:19: Und nach oben bei der AfD?

00:45:21: Das Wählerpotenzial... Was wir schon

00:45:22: sehen und genau wie du sagst, dass Potential kann größer werden.

00:45:26: aber wir sehen schon, dass ihr gut gelingt ihr Potenzial auszuschöpfen.

00:45:31: Weil wie viele Prozent sind die im Bund?

00:45:34: Im Sinne von Wähler-Potenzialen auszunutzen?

00:45:37: In sechsten Anhalts sind sie wirklich sehr nah dran an dem was Sie jetzt in den Umfragen haben.

00:45:44: Auf bunt müsste ich

00:45:45: gucken.

00:45:45: Ich erinnere mich zu, vielen Dank!

00:45:47: Es ist so hochspannend und wir schauen natürlich weiter darauf was in Sachsen-Anhalt passiert, was im Bund passiert.

00:45:53: Vielen Dank für deine spannende Analyse.

00:45:56: Sehr gerne

00:45:56: Danke.

00:45:58: Danke, dass ihr wieder zugehört habt.

00:46:00: Vielen Dank auch für das viele Feedback auf ronsheimer.tv.

00:46:05: Da findet ihr auch alle meine Social Media Accounts wo Ihr mich persönlich kontaktieren könnt.

00:46:10: Das glauben manchmal die Leute gar nicht aber ich schauen wir die Kommentare tatsächlich selbst an und ich bitte darum lasst weiter Likes da bei Spotify Apple wo immer ihr den Podcast hört bei YouTube natürlich wo ihr dem podcast auch sehen könnt Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert

00:46:30: und

00:46:30: das hilft uns wirklich sehr.

00:46:33: Ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philipp Jatoff in der Redaktion, bei Liven Jenrich in der Produktion und natürlich an meinen Producer Daniel van Moll!

00:46:47: Herzlichen Dank und alles Liebe!

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