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Trumps Plan für den Iran, Ukraine & Putin. Mit Jeff Rathke

Shownotes

Donald Trump trifft Benjamin Netanjahu und Wolodymyr Selenskyj in Washington – doch welche Strategie verfolgt der US-Präsident im Nahen Osten und im Ukraine-Krieg wirklich? Paul Ronzheimer spricht mit Jeffrey Rathke, Präsident des American German Institute und ehemaligem US-Diplomaten, über die Machtkämpfe hinter den Kulissen in Washington und die aktuellen Entscheidungen des Weißen Hauses.

Außerdem geht es um die Lage im Krieg zwischen Israel und dem Iran, den wachsenden Druck auf Trump, die militärischen Möglichkeiten der USA und die Frage, ob sich das Verhältnis zur Ukraine tatsächlich nachhaltig verändert hat.

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Redaktion: Filipp Piatov und Lieven Jenrich u. Magalie Mohler | Team Social: Jan-Philipp Borchert & Etienne Fruchtmann | Executive Producer: Daniel van Moll

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Transkript anzeigen

00:00:01: Da gibt es eine gewisse Frust seitens Donald Trump, dass man in den letzten Wochen merkt.

00:00:11: Dass er dachte das alles sollte glatter gehen und schneller gehen.

00:00:16: Manche behaupten er habe zu viel auf Premierminister Netanyahu zugehört aber Trump weiß inzwischen dass diese Krieg nicht so leicht zu gewinnen ist, das weiß jeder.

00:00:31: Trump auch und vor diesen politischen Herausforderungen, vor denen er steht hat er das Problem wie weit will er jetzt gehen?

00:00:44: Und stärkt seine Position und die Position seiner Partei Zuhause?

00:00:50: oder eher nicht die größere Frage, nicht die militärische Effektivität oder Zielfähigkeit.

00:01:04: Während wir viel in Deutschland über die Innenpolitik, über Bundeskanzler Friedrich Merz, den Terroranschlag gesprochen haben richten sich international die Blicke auf Donald Trump, den US-Präsidenten denn er hat in diesen Tagen sowohl Israel's Premierminister Benjamin Netanyahu als auch den ukrainischen Präsidenten Lodomir Zelenski empfangen.

00:01:28: Und im Mittelpunkt standen natürlich die beiden Kriege, die auch uns jeden Tag beschäftigen und die jeden Tag Konsequenzen für uns haben.

00:01:38: Welchen außenpolitischen Kurs verfolgt Donald Trump gerade?

00:01:43: Wo setzt er auf militärische Druck?

00:01:46: Wo auf Diplomatie?

00:01:48: Wie werden diese Entscheidungen eigentlich in Washington getroffen?

00:01:52: Mein Gefühl ist, viele kommen da nicht mehr so richtig hinterher und deswegen möchte ich heute mit Jeffrey Rattgesprächen.

00:01:59: Er ist Präsident des American German Institute in Washington um beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik zuvor weil er vierundzwanzig Jahre lang US Diplomat.

00:02:12: Er arbeitete unter anderem im US Außenministerium im White House Situation Room beim NATO Generalsekretär in Brüssel.

00:02:19: also Er hat die Instaderkenntnisse, die wir brauchen.

00:02:21: Ich grüße Sie, Herr Ratke!

00:02:24: Guten Tag, Herr Rundzheimer.

00:02:26: Großartig dass sie da sind wenn wir diese Bilder sehen aus den vergangenen Tagen also Donald Trump mit Benjamin Netanyahu und Donald Trump Mit Vladimir Zelensky ein so erfahrener Diplomat wie Sie.

00:02:41: was haben sie aus dem schließen können?

00:02:44: Was sie da öffentlich gesehen haben?

00:02:47: Ja, erstens merkt man dass diese Besuche nicht so stattgefunden haben wie üblich.

00:02:55: Also Trump hat ein Formel entfunden und entwickelt mit der Presse im Oval Office mit langen Diskursen vor den Kameras wo er mal einen Raushaut und vieles erzählt.

00:03:13: Diesmal war es anders.

00:03:15: Also beide Treffen fanden praktisch geheim statt.

00:03:22: Später kam ein bisschen was an die Medien und an die Öffentlichkeit, aber er hat das ein bisschen heruntergespielt.

00:03:31: Man muss auch in Auge halten dass die beiden Staatsmänner in Washington waren für das Begräbnis von Lindsey Graham.

00:03:40: also Es war nicht so, dass Trump sie irgendwie nach Washington gebeten haben.

00:03:45: Es war eher um dieses Ereignis dann geschehen und Trump wollte das nicht so hoch spielen wie üblich.

00:03:55: Liegt es daran, dass er ein bisschen den Daumen verloren haben könnte?

00:03:59: Dass er diese Kriege schnell lösen kann.

00:04:03: bei der Ukraine wissen wir's ja schon länger.

00:04:06: Da hatte er eines geglaubt, er kriegt das schnell hin.

00:04:09: Das klappt nicht.

00:04:11: und auch in Sachen Iran gab es jetzt ja gerade wieder in den vergangenen Tagen neue Auseinandersetzungen.

00:04:17: Lassen Sie uns mal mit der Lage rund um den Iran-Israel-USA anfangen weil das ja auch für viele in Deutschland direkte Konsequenzen hat eben durch den Durch die Strait of Hormuz, durch die Straße von Hormus und alle wirtschaftlichen Konsequenzen.

00:04:33: Insofern geht es tatsächlich jeden an!

00:04:36: Haben Sie noch den Überblick wo wir da gerade steht?

00:04:40: Ja also wir haben viele Phasen der Eskalation und Deeskalation erlebt in diesem Krieg.

00:04:47: Also das ja etwa fünf Monate jetzt angedauert hat.

00:04:53: Das ist nicht das erste Mal dass irgendwie Bekundungen gehört haben, jetzt wird alles ruhig und dann am nächsten Tag irgendwelche Schläge amerikanischerseits oder iranischerseits.

00:05:08: Insofern gehört das zum Form und Gestalt dieses Krieges wie manche das beschreiben so wie Schrödinger's Krieg.

00:05:22: also Es passiert und passiert nicht zur gleichen Zeit.

00:05:26: Und das dauert länger an.

00:05:30: Sie sagen, dass es dort länger an ist?

00:05:32: Ist das auch etwas womit sie gerechnet haben also, dass das genau diese Form annimmt?

00:05:39: Also wie wird diese erneute Eskalation in Washington jetzt wahrgenommen?

00:05:43: Ja!

00:05:44: Aus Washingtoner Sicht waren die Ziele dieses Krieges nie glasklar Aber was man einschätzen kann, die höchsten Prioritäten sind erstens den Status quoante in der Straße von Hormuz wiederherzustellen.

00:06:05: Auf der einen Seite und auf der anderen Seite irgendein Nuclea-Deal mit dem Iran auszuhandeln.

00:06:13: Also das sind die högsten Priorität.

00:06:15: alles andere ist zur Seite geschoben worden also die Proxies Also Raketenprogramm und Regime Change, niemand redet darüber.

00:06:27: Aber was fehlt ist eine Strategie diese zwei Ziele dann erfolgreich zu nachzugehen?

00:06:38: Und das Problem ist auch halt dass der Iran mitreden kann ein Problem, das die Trump-Regierung unterschätzt hat ganz am Anfang und wir leben immer noch mit den Konsequenzen dieser Unterschätzung.

00:07:00: Trump spricht ja einerseits über harte Militärschläge andererseits aber eben immer wieder Überverhandlungen.

00:07:07: Was ist jetzt ganz aktuell das Ziel?

00:07:10: Also es gab dann wieder auch Wüste Beschimpfungen des Iranes und er sei bereit zu massiven Militäerschlägen.

00:07:17: Diese Drohung Wie schätzen Sie das ein?

00:07:21: Könnte sich das Ganze noch einmal so eskalieren, dass Trump am Ende diesen Krieg ja noch härter führt?

00:07:31: Episodisch Ja.

00:07:33: Aber man muss auch daran denken, dass Donald Trump ein großes innenpolitisches Problem hat.

00:07:43: Also dieser Krieg ist sehr unpopulär.

00:07:47: Sogar in der eigenen Partei sind die Leute nicht so begeistert davon, aber im Allgemeinen ist die amerikanische Bevölkerung ja nicht für diesen Krieg.

00:07:59: Und sie haben wenig Vertrauen in Trumps Fähigkeit, die Ziele zu erreichen und mit den Wahlen im November das heißt etwa in drei Monaten hat Trump das Problem, dass er die Mehrheiten in beiden Häusern der Legislative verlieren kann.

00:08:23: Und vor diesem Hintergrund agiert Trump mit den Drohungen gegenüber dem Iran und mit der großen Rede um den Effekt zu erzeugen Er sei ganz energisch und aktiv und hat die Sache in der Hand.

00:08:41: Er erschreckt sich davon zurück, den Krieg zu eskalieren.

00:08:49: Also Bodentruppen oder weiter reichende Maßnahmen und zur gleichen Zeit sehen wir von der iranischen Seite in den letzten Tagen eine so horizontale Eskulation das heißt die greifen angeblich Ziele in Ägypten an, in Jordanien.

00:09:11: Also Proxies aus dem Irak.

00:09:15: Man sieht das der Iran auch gestalterische Möglichkeiten hat in diesem Krieg und es gibt keine sehr gute Antwort von amerikanischer Seite bisher die dieses Problem diese neuen Aspekte meistern

00:09:31: kann.".

00:09:34: Das ist da auch unterschiedliche Positionen innerhalb der Militärführung offenbar gibt.

00:09:39: Darüber berichtet das Wall Street Journal, Sandcom Commander Brett Cooper plädiert für eine deutlich ausgeweiterte Luftoffensive gegen den Iran während General Dan Cain vor den globalen Folgen und knappem Munitionsbeständen warnt.

00:09:58: Wessen Stimme dürfte für Trump da jetzt entscheidender sein?

00:10:03: Und was ist da der Unterschied, vielleicht können Sie das einmal erklären.

00:10:07: Sandcom und dann der General Dan Cain... wie läuft da die Entscheidungsfindung ab?

00:10:14: Ja also es gibt eine sehr fluide Entscheidungsfindung.

00:10:21: Die Meinung und die Vorschläge von den Kommandeuren bei Sandcom.

00:10:27: Die spielen eine wichtige Rolle.

00:10:29: Der ist der operative Kommandeur und insofern muss man hören, was er vorschlägt.

00:10:38: Was ist Sandcom?

00:10:40: Sandcom ist das Central Command.

00:10:42: Das heißt das Kommando der amerikanischen Streitkräfte die für den Nahen Osten, grob gesagt zuständig ist.

00:10:52: Und natürlich hat Sandcom in den letzten fünfundzwanzig Jahren große Bedeutung gehabt.

00:11:01: Kriege in Afghanistan und in den Irak, und neulich dann die Kampfhandlungen und den Krieg gegen den Iran.

00:11:12: Aber der ist nicht das einzige Militär, der mitspielt.

00:11:17: Also Dan Ken, der ist so das Chief of Defense also Chairman, also Vorsitzender der Vereinigten Stäbe, Chairman of the Joint Chiefs of Staff.

00:11:31: Der ist das hochrangigste Militärberater des Präsidenten.

00:11:35: und da gibt es eine gewisse Frust seitens Donald Trump dass man in den letzten Wochen merkt dass er dachte, das alles sollte glatter gehen und schneller gehen.

00:11:52: Manche behaupten, er habe zu viel auf Premierminister Netanyahu zugehört aber Trump weiß inzwischen, dass dieser Krieg nicht so leicht zu gewinnen ist – das weiß jeder.

00:12:08: Trump auch!

00:12:09: Und vor diesen politischen Herausforderungen, vor denen er steht hat er das Problem, wie weit will er jetzt gehen und stärkt seine Position und die Position seiner Partei zu Hause oder eher nicht?

00:12:29: Und das ist die größere Frage.

00:12:32: Nicht die militärische Effektivität oder Zielfähigkeit.

00:12:38: Lasst uns aber einmal auf diese zwei Philosophien so nenn ich sie jetzt mal schauen!

00:12:43: Ich möchte einmal verstehen... Warum da so unterschiedlich argumentiert wird?

00:12:48: Wenn wir jetzt mal mit der Argumentation des Sandcom-Commandeurs anfangen, Brett Cooper.

00:12:55: Der eben laut Wall Street Journal für eine ausgeweiterte luftoffensive Eintritt Was glaubt so ein Kommandeur damit erreichen zu können?

00:13:05: denn Wir haben ja in den vergangenen Monaten erlebt dass diese Luftangriffe eben nicht zu dem Ergebnis geführt haben was die USA erreichen wollte.

00:13:16: Ja, also die Vereinigten Staaten haben mit dem Iran einen Gegner der gut organisiert ist und der nicht so leicht ineinander faltet unter Druck.

00:13:38: Und sie haben recht Die Luftschläge haben natürlich enorme Schäden dem Iran gebracht.

00:13:51: Aber zu einem Kollaps der Regierung oder zu einer Handlungsunfähigkeit haben sie nicht geführt, man merkt auf ihrer eigenen Weise sind die Iraner immer noch in der Lage Schiffsverkehr und die Sicherheit in der Straße von Hormuz zu beeinflussen.

00:14:13: und auch neulich mit den Houthi-Bündnispartner im Jemen, dass ähnliches im Roten Meer zu machen.

00:14:24: Insofern ist dieses Formel immer neue Luftschläge ein bisschen zweifelhaft und hinzu kommt das die Verteidigung.

00:14:34: Ja,

00:14:35: ich will es noch einmal verstehen.

00:14:37: also die Kritiker habe ich verstanden daran Aber was könnte möglicherweise für die Position sprechen?

00:14:44: Warum Herr Cooper in diese Richtung argumentiert.

00:14:47: Also, was verspricht er sich davon?

00:14:49: Ich verfüge nicht über die internen Infos, die Leute im Pentagon oder in ZMCOM haben.

00:14:56: also ich weiß es nicht.

00:14:58: Es mag sein dass die Informationen haben aus irgendwelchen Quellen Die zu dem Zu der Schlussfolgerung führen das dass mehr Druck im Moment entweder politisch einen Effekt auf das iranische Regime haben könnte oder auf die militärischen Fähigkeiten, die iranischen Raketen überall hinzuschießen und die Drohnen einzusetzen.

00:15:30: Das ist von außen her betrachtet sehr schwer einzuschätzen.

00:15:36: Ich sage nicht, dass die Leute irgendwie blöd sind und das nicht durchdacht haben.

00:15:41: Aber die Informationen über die sie verfügen sind der öffentlichen Wahrnehmung nicht klar.

00:15:49: Warum die glauben wenn fünf Monate von Luftschlägen das nicht bewirkt haben?

00:15:54: Dass eine Eskalation irgendwie das Problem lösen sollte?

00:16:00: Was ist mit denjenigen wie dem General Dan Cain, der vor den Folgen warnt?

00:16:07: Welche Sorgen haben diejenigen im Militär.

00:16:10: Da geht es ja auch um die Munitionsbestände, die knapp geworden sein sollen.

00:16:16: Das auf jeden Fall und da muss man auch an die Bündnispartner Im Golf und im Nahen Osten denken haben auch die eigenen Sorgen und die USA haben Verpflichtungen gegenüber den Staaten.

00:16:37: Und sie haben das politische Ziel, dieses amerikalspolitischen Einfluss auf den Nahen Osten dann auf einem Niveau hochzuhalten.

00:16:50: Da sind die Munitionsbestände wirklich Besorgnis erregend muss man sagen.

00:16:56: gestern gab es neue Einschätzungen von dem Center for Strategic and International Studies, also kurz CSIS und die haben eingeschätzt das von den Defensivwaffen.

00:17:11: Von den Abfangraketen zum Beispiel Patriot-Bestände dass die USA jetzt auf ein Drittel des Vorkriegsniveaus sind.

00:17:24: Dass wir vor dem Iran Krieg etwa zwei Tausend vierhundert Stück hatten und jetzt etwa achthundert.

00:17:34: Also das ist nur knapp, nur ein bisschen mehr als Deutschland hat übrigens.

00:17:39: Und das isst wirklich ein Problem wenn man über eine Eskalation in der Luft denkt weil wir können davon ausgehen dass die Iraner auch zurückschlagen würden.

00:17:55: Und wie verteidigen wir uns, unsere Schreitkräfte in der Region aber auch?

00:18:02: Wie können wir unseren Bündnispartner die ihr Territorium für amerikanische Basen zum Beispiel anbieten.

00:18:12: Das ist nicht nur eine militärische Frage das ist eine industrielle Frage.

00:18:18: heute erst vor einer Stunde oder vor zwei Stunden gab es eine neue Meldung dass das Pentagon ein sieben Jahresvertrag mit Lockheed Martin bekannt gegeben hat.

00:18:33: Achtundfünfzig Milliarden Dollar für Patriotabfangraketen, also das ist eine Summe die vor ein paar Jahren Deutschland in einem gesamten Jahr für die gesamte Verteidigung ausgegeben hat.

00:18:47: Und das zeugt davon, dass diese Bedenken sehr kritisch werden.

00:18:58: Immer kritischer.

00:18:59: Gleichzeitig ist es so, dass auf der anderen Seite im Iran offenbar die Bestände, die Raketenbestände größer sind als man in den USA gedacht hatte.

00:19:12: Denn es hieß ja im April eigentlich schon Raketenprogramm praktisch ausgeschaltet worden sei.

00:19:21: Und jetzt zeigt sich aber auch in den vergangenen Tagen, dass der Iran eben weiterhin über Raketen verfügt und eben auch angreifen kann.

00:19:31: Was bedeutet das für die Iran-Strategie?

00:19:34: Ja also was die iranischen Bestände Zum Ende der Raketenbestände wissen wir nicht, aber die zeigen dass sie in der Lage sind materiell technisch und taktisch.

00:19:58: Die USA und ihre Verbündeten dann Schäden beizufügen nach außen zu erweitern, also diese Dronenschlag in Ägypten das angeblich auf den Iran zurückzuführen sei.

00:20:19: Das bedeutet auch was ganz Neues und die gehen nicht so einfach in die Schränke, in die die USA den Iran weisen

00:20:34: möchte.".

00:20:35: Wie bewerten Sie da den Auftritt von Netanyahu, der ja Trump getroffen hat?

00:20:43: Was Netanyah möglicherweise in diesem Krieg will.

00:20:48: Ob es ihm darum gehen könnte dass es eine weitere Eskalation gibt?

00:20:53: Ja ich glaube Netanyihu hatte zumindest zwei Ziele gehabt erstens Trump Beiseite zu behalten, das heißt Trump von der Richtigkeit und Wichtigkeit diesen Kriegs immer wieder zu überzeugen.

00:21:15: Und die USA wenn nicht jetzt dann mittelfristig darauf einzustellen dass eine Eskalation notwendig sein könnte.

00:21:27: Also Netanyahu hat gut verfolgt.

00:21:33: Trump hat sich ziemlich kritisch gegenüber Netanyahu geäußert, insbesondere was eine Eskalation jetzt anbelangt.

00:21:45: Aber das braucht vielleicht Netanyaho nicht gerade in diesem Moment aber er will Trump und wichtige Einflussreiche Personen im republikanischen Fraktionen Senat zum Beispiel, dann auf seiner Seite behalten.

00:22:08: Aber das zweite Ziel ist auch wichtig und das ist eine Innenpolitische für Netanyahu.

00:22:14: die israelischen Wahlen stehen bevor einen Aspekt der Nähe zu den USA und seine Partnerschaft mit amerikanischen Präsidenten, sei das Trump wie jetzt oder beiden oder andere Präsidenten in der Vergangenheit.

00:22:41: Dass er gut mit denen umgehen kann und dass er bestens positioniert ist, Israels Interessen in dieser Partnerschaft hervorzubringen.

00:22:51: Und deswegen war es wichtig, in beiden Sichten diesen Termin bei Trump zu haben.

00:23:00: und egal ob keine direkte Resultate daraus erfolgt ist.

00:23:06: Und wie ist das Verhältnis dann aktuell zu betrachten?

00:23:11: Wie leben Sie die Debatte darum, ob am Ende Israel oder möglicherweise selbst ohne Unterstützung der Amerikaner zuschlagen könnte.

00:23:24: Das ist möglich, die haben die Kapazitäten aber das wäre politisch unklug da die politische Unterschutzstützung Amerikas für diesen Krieg enorm also entscheidend ist.

00:23:44: und man merkt in der amerikanischen öffentlichen Meinungen, dass erstens wie wir schon besprochen haben der Krieg sehr unpopulär ist.

00:23:57: Erstens und zweitens die amerikanische Blick auf Israel ändert sich zum Schlechteren wenn man die Unterstützung oder die Wahrnehmung der israelischen Regierung in den USA anschaut, das ist jetzt auf einem Niveau von zweiunddreißig Prozent, also positiv.

00:24:26: Und sogar bei Republikanern ist es auf einundfünfzig Prozent gesunken.

00:24:33: Das sind Ergebnisse einer Studie der Pew Research Center nur nicht im Auftrag gegeben wurde.

00:24:41: Das heißt Israel verliert an Unterstützung Gerade bei den Leuten republikanisch wählenden, die immer am stärksten Israel beiseite gestanden sind.

00:24:55: Und das ist eine Botschaft oder eine Neuigkeit, die man beachten muss und die natürlich Donald Trump dessen auch bewusst.

00:25:09: Jetzt auf die Szenarien schauen für die nächsten Wochen und Monate.

00:25:15: Was halten Sie für die wahrscheinlichste Variante?

00:25:19: Also, wird es eine weitere Eskalation geben?

00:25:22: Könnte es doch nochmal Verhandlungen geben?

00:25:24: Geht das genauso weiter?

00:25:26: Was glauben sie?

00:25:27: Ja ich glaube wir werden Verhandlungen oder zumindest Kontakte, diplomatische Kontakte durch die verschiedenen Kanälen aber auch die Zeichen oder das zeigen der Stärke von der amerikanischen Regierung.

00:25:44: Also, beides wird andauern höchstwahrscheinlich weil die amerikanische Regierung keine Lösung für diesen Krieg hat, die politisch vertretbar wäre.

00:26:02: und das ist im Grunde genommen das Problem für Donald Trump.

00:26:07: Die Iraner sind nicht bereit alle Zugeständnisse auf den Tisch zu legen, die Trump möchte und die Trump in Aussicht hatte am Anfang.

00:26:19: Und Trump kann nicht dastehen als Präsident der ein schlechteres Ergebnis mit dem Iran hat als Barack Obama, den er jahrelang oder ja ein Jahrzehnt lang kritisiert hat.

00:26:36: sogenannte muddling through, eher wahrscheinlich.

00:26:39: Ein weiterer Präsident war bei der Trauerfeier von Nancy Graham und zwar der ukrainische Präsident Volodymy Zelensky Und wir haben auch ihn gemeinsam mit Donald Trump gesehen.

00:26:52: die Lesart das was ich an Kommentaren und Analysen in den USA gelesen und gesehen habe aber auch eine Ukraine ist dass sich das Verhältnis im angeblich sehr gebessert habe mittlerweile sehr viel positiver gegenüber den Ukrainern sein, weil er sehr das die Ukraine gewinnen können.

00:27:14: Ich bin immer ein bisschen vorsichtig wenn das plötzlich alle behaupten und vor allem wenn es da um Donald Trump geht, weil der könnte doch auch übermorgen wieder ein Telefonat mit Vladimir Putin haben und dann ist es wieder ganz anders.

00:27:26: oder wie schauen sie darauf?

00:27:27: Hat sich da wirklich strategisch etwas verändert?

00:27:31: was auch ja dauerhafters

00:27:34: Ja, da muss man ein bisschen vorsichtig sein.

00:27:38: Ich stimme Ihnen zu!

00:27:40: Erstens Trumps Sympathie und Respekt vor Vladimir Putin hat nicht abgeschwächt.

00:27:51: Hat Trump sogar bekräftigt auf seiner Weise in den vergangenen Tagen.

00:27:57: Und bei Zelensky sieht Trump Ein Mann, der jetzt zu gewinnen scheint.

00:28:10: Egal wenn er nicht in der Lage ist also den Krieg zu gewinnern im Sinne von ausdrängen der Russen aus Territorium der Ukraine.

00:28:23: aber der hat die obere Hand gewonnen und die ukrainischen Präzisionsschläge im ganz Russland sind ein beeindruckender Beweis dafür, dass die Ukraine nicht wie früher irgendwie Bittsteller bei den westlichen Mächten sind.

00:28:50: Die sind eher technologisch innovative Militär und Armee in der Lage ist enorm weh den Russen zu tun.

00:29:03: Und Trump respektiert, macht und erweist das in seiner eigenen Partei insbesondere im Senat es immer noch sehr viele Unterstützer der Ukraine gibt.

00:29:21: Und Lindsey Graham war eins davon und dieses Gesetz vorhaben durch den Senat jetzt kommt, ist vielleicht das Vermechnis von Lindsey Graham an die Ukraine.

00:29:39: Und Trump muss damit umgehen!

00:29:41: Er will die Mitglieder der eigenen Partei nicht abstoßen wirken und aber das könnte eher ein taktisches Handeln sein.

00:29:56: Es bedeutet nicht dass Trump für immer und ewig auf der Seite der Ukraine stehen wird.

00:30:01: Jetzt ist es so, dass Jared Kushner und Steve Wittkopf das erste Mal nach Kiev reisen sollen, also dass sie dort Gespräche führen.

00:30:15: Warum schickt Trump seine Engstvertrauten ausgerechnet jetzt nach Kiev?

00:30:21: Ich glaube, das hängt mit der Tatsache zusammen, die Initiative ergriffen haben und in der Lage sind, die Kriegshandlung zu beeinflussen und zu gestalten.

00:30:40: Und es kostet Trump wenig wenn er Witkoff und Kushner nach Kiew schickt.

00:30:49: das zeigt dass Trump anerkennt wie die Kräfteverhältnisse jetzt sind.

00:30:57: Aber das bedeutet keine Zugeständnisse an die Ukraine oder eine Erhärtung der amerikanischen Position.

00:31:08: Da muss man auf das Gesetzesvorhaben im Kongress schauen und die neuen Befugnisse, die vielleicht dadurch entstehen könnten und schauen ob Trump diese neue Mächte dann nutzen wird.

00:31:29: Aber das steht alles in der Zukunft, wir sind noch nicht so weit.

00:31:33: Gehen Sie davon aus dass es dort tatsächlich Verhandlungen geben könnte oder ist das nicht realistisch?

00:31:44: Verhandlung zwischen

00:31:46: Putin und Zelenski?

00:31:48: Ja ich weiß natürlich.

00:31:51: aber mein Punkt Putin hat keine Bereitschaft gezeigt in Verhandlungen mit Zelensky oder von führenden russischen Vertretern, mit der Ukraine.

00:32:11: Und die Ukraine haben mehrmals gesagt und das haben sie schon auch im Podcast mehrmals diskutiert Die Ukraine ist bereit für Gespräche, aber die Russen nicht.

00:32:25: Und wie lange wird sich das aus Ihrer Sicht auch mit Ihrer Erfahrung Donald Trump noch anschauen?

00:32:32: Wird er dann einfach sagen okay das war es.

00:32:34: ich halte mich jetzt hier raus.

00:32:36: die Europäer müssen weitermachen oder wieder versuchen weiteren Druck auf Putin zu machen?

00:32:46: alle Möglichkeiten Druck auf Putin auszuüben, wenn er das wollte.

00:32:53: Und er hat an entscheidenden Stellen das vermieden.

00:33:02: Er hat es nur unter Druck von der eigenen Partei gemacht und aber eher widerwillig.

00:33:12: Diese Situation hat sich nicht fundamental geändert aus meiner Sicht.

00:33:19: Und Putin... Welchen

00:33:21: Tor könnte er machen jetzt aktuell?

00:33:23: Also wo denken Sie, könnte er tatsächlich Putin wehtun?

00:33:28: Erstens also wenn Trump unmissverständlich dem Kongress mitteilen würde das heißt im Repräsentantenhaus den eigenen Leuten sagen ich will dass ihr dieses Gesetz dann mir schickt und dann werde ich neue Sanktionen, neue Maßnahmen gegen die russische Wirtschaft auch mit der Bereitstellung von Waffen für die Ukraine.

00:34:03: Das kann er alles heute machen wenn er will.

00:34:08: Er braucht natürlich neue Gesetze werden ihm Neue Instrumente geben, aber er hat genug Instrumenten in der Hand jetzt.

00:34:17: Er könnte auch neue Unterstützung mit Informationen und andere geheime Sachen der Ukraine bereitstellen wenn er das möchte.

00:34:32: Das kann er machen.

00:34:33: Es ist eher der Fall Trump will nicht politischen und gar nicht in einen militärischen Konflikt mit Vladimir Putin treten.

00:34:43: Und das merkt man in der ersten Amtszeit, und jetzt immer wieder in der zweiten Amtszeiten.

00:34:50: Wenn wir auf das schauen, worüber wir gesprochen haben – also der Iran-Krieg, der Krieg in der Ukraine wie Trump mit Zelensky umgeht, mit Netanyahu umgeht via insgesamt außenpolitische Auftritt – hast am Anfang gesagt, wie viel Erfahrung sie haben und wo sie schon überall mit dabei waren.

00:35:10: Wie schaut Washington auf den Außenpolitiker Trump momentan, von dem was er seit Amtsbeginn gemacht hat und wie steht der da?

00:35:22: Ja ich muss sagen die Vereinigten Staaten sind natürlich mächtig und stellen Beweis dieser Macht jeden Tag der Weltöffentlichkeit durch verschiedenen Militär-Aktionen, Irankrieg, Venezuela und so weiter.

00:35:47: Aber strategisch sehen die Vereinigten Staaten geschwächt aus weil wir in einem Krieg gegen den Iran mehr als die Hälfte von wichtigen Munitionen aufgebraucht haben ohne strategischen Erfolg.

00:36:10: Und wir brauchen mindestens drei Jahre, um diese Reserven wieder aufzubauen und das bringt die Handlungsfähigkeit der Vereinigten Staaten im Indo-Pacific ein zum Beispiel.

00:36:31: Auch gegenüber Europa – obwohl europäische Sicherheit nicht die höchste Priorität in der Trump-Regierung hat.

00:36:41: Immerhin haben wir weniger Möglichkeiten, unseren Freunden zu helfen und die Lage zu gestalten in wichtigen Regionen der Welt.

00:36:54: Und das ist aus meiner Sicht bedauerlich und wird – obwohl nicht alle Mitglieder der eigenen Partei wollen darüber reden Die Ernst der Lage wird aus meiner Sicht wahrgenommen entlang des politischen Spektrums.

00:37:15: Herabgif, vielen Dank dass Sie bei uns waren und ein bisschen Licht ins Dunkel bringen konnten zu dem was da in diesen Tagen in Sachen Ukraine und Iran besprochen wird.

00:37:25: wir schauen natürlich weiter darauf die nächsten Tage und Wochen und hoffen das sie mal wieder bei uns Gast sind.

00:37:32: Danke Ihnen sehr!

00:37:33: Ich habe mich sehr gefreut.

00:37:34: Vielen Dank für die Einladung!

00:37:46: Und ich bitte darum,

00:37:56: lasst

00:37:56: weiter Likes da bei Spotify, Apple wo auch immer ihr den Podcast hört.

00:38:01: Bei YouTube natürlich, wo ihr dem Podcast sehen könnt!

00:38:05: Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert und das hilft uns wirklich sehr.

00:38:11: Ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philipp Jatoff in der Redaktion, bei Liven Jenrich in der Produktion und natürlich an meinen Producer Daniel van Moll!

00:38:26: Herzlichen Dank und alles Liebe!

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