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Die größte Gefahr für unseren Wohlstand. Mit Sander Tordoir

Shownotes

Ökonom Sander Tordoir warnt vor einem „China-Schock 2.0“: Chinas massive Subventionen, Überkapazitäten und Exportoffensive setzen zentrale deutsche Branchen wie Autoindustrie, Maschinenbau und Chemie zunehmend unter Druck. Im Gespräch mit Paul Ronzheimer erklärt er, warum Deutschland diesmal im Zentrum des wirtschaftlichen Schocks steht, Hunderttausende Industriearbeitsplätze gefährdet sein könnten – und warum Friedrich Merz und Europa aus seiner Sicht jetzt handeln müssen.

Droht Deutschland ein industrieller Abstieg? Wie abhängig sind wir noch von China? Und braucht Europa Zölle und andere Schutzmaßnahmen, um seine Wirtschaft zu retten?

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Redaktion: Filipp Piatov und Lieven Jenrich u. Magalie Mohler | Team Social: Jan-Philipp Borchert & Etienne Fruchtmann | Executive Producer: Daniel van Moll

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Transkript anzeigen

00:00:01: Aber mich überrascht manchmal, dass Deutschland nichts Stärke im Blick hatte.

00:00:06: Dass von China eine Art schon existenzielle Bedrohung für Deutschlands Industrie bevorsteht.

00:00:14: Du

00:00:14: sagst existenziell?

00:00:16: Weil es so groß ist?

00:00:17: ja!

00:00:17: Ich würde sagen du hast gerade auch die Zahlen genannt von der Kommission und von Kollegen aus Köln.

00:00:25: Das sind sehr große Zahlen und da steht eigentlich sehr viel auf dem Spiel.

00:00:29: Also was Merz & Macron gemacht haben, das was in eurem Papier steht, das müsste eigentlich täglich Thema der deutschen Politik auch eine Öffentlichkeit sein?

00:00:37: Ich würde schon dass aus internationaler Wirtschaftspolitik würde ich das als Thema eins zwei drei bezeichnen.

00:00:43: und dann Thema vier ist vielleicht US-Zölle die auch schmerzhaft sind aber ganz anderen Ausmaßnahmen Auswirkungen.

00:00:54: Es ist eines der heikelsten aber wichtigsten Themen mit denen sich unsere Regierung in den vergangenen Monaten befasst hat.

00:01:02: China überrollt in immer höheren Tempo unsere Wirtschaft und wir wissen nicht, ob und wie wir gegen diesen eine Einwohner-Giganten ankommen.

00:01:12: Die deutsche Industrie steht massiv unter Druck und die Rede ist von einem China Shock II Null.

00:01:17: Den Begriff haben zwei Experten in der Diskussion gebracht Sanda Tordua und Brad Setzer, ihr gleichnamiges Papier hatte Deutschland eine Debatte darüber entfacht.

00:01:28: Warum wir einfach nur zuschauen wie China mal ganz zugespitzt gesagt unsere Unternehmen platt macht?

00:01:34: Das Papier war so einflussreich dass es sogar auf dem Schreibtisch von Kanzler Merz landete.

00:01:40: Deshalb freue ich mich besonders das einer der Autoren heute bei mir ist um darüber zu sprechen ob ein großer Konflikt mit China unausweichlich ist.

00:01:48: Sanda Todoa ist Chefökonom der Denkfabrik Center for European Reform.

00:01:54: Herzlich willkommen!

00:01:55: Dank für die Einahlung.

00:01:56: Sander, du hast ein Papier geschrieben mit dem Titel China Shock II Null – Die Kosten der deutschen Selbstgefälligkeit.

00:02:06: Könntest Du einmal erklären bevor wir auf zwei Null kommen was eigentlich der China Shock I. Null war?

00:02:13: Der China ShockI.Null war in den zweitausender Jahre.

00:02:19: Auch da hat wie in diesem Jahrzehnt China mortsmäßig Exporte hochgefahren, Importe runter.

00:02:27: Damals ging es dann eher um etwas billigeren Konsumenten, Elektronik, Möbel, Textilen und das hat Teile der industrielle Kern von Amerika und auch Frankreich und Italien hart getroffen.

00:02:43: Deutschland war aber damals davon geschont weil gleichzeitig China auch sehr viele Maschinen um diese Fabriken zu bauen, aber auch Autos usw.

00:02:53: eingekauft hat.

00:02:55: Also Deutschland war so ein bisschen die Ausnahme in der Chinashock-I Null.

00:02:59: Der Chinashoc II Null geht leider genau um Deutschlands Kernsektoren, Maschidenschemie, Automobil...

00:03:07: Kommen wir gleich zu.

00:03:10: nochmal kurz zu diesem Chinashok I Null.

00:03:13: also es war so dass Produkte, die sonst in Europa hergestellt wurden dann sehr viel günstiger billiger kann man auch sagen in China hergestellt worden und dadurch sich die gesamte Produktion verlagert hat.

00:03:25: Genau richtig!

00:03:26: Und auch in den zweitausende Jahren hatte die Welt zu kämpfen mit einer stark unterbewerteten chinesische Währung des Remimbis was diese Exportflut auch sehr verstärkt hat.

00:03:43: Und zum Beispiel in Amerika, dazu gibt es eine große wissenschaftliche Literatur, würde dann zwischen ein und drei Millionen Arbeitsplätze verloren.

00:03:51: Vor allem in Bundesländer wie Nord-Karoline, Ohio, Pennsylvania hat auch sehr langfristige lokale Auswirkungen auf die soziale Stabilität vor Ort.

00:04:02: Hat auch große politische Auswirkung gehabt, weil

00:04:06: z.B.,

00:04:07: in Nordengland aber auch ... in Amerika die Brexit-Wählerinnen und auch die Trump-Bählerin, in zwei Sechzehn stark von dieser Aftershock sozusagen auch beeinflusst waren.

00:04:20: Hat man damals versucht politisch etwas dagegen zu tun?

00:04:24: Also diese Arbeitsplätze in Europa aber auch in den USA zu retten und irgendwie eine Handelspolitik zu fahren, die China schwieriger gemacht hätte?

00:04:35: Nicht im Großen und Ganzen.

00:04:36: Ich glaube, die Idee in den zweitausenden Jahren war noch China entwickelt sich ökonomisch wird auch langsam Liberaler wird wenn wir uns tiefe integrieren.

00:04:46: In Deutschland haben wir manchmal von Wando durch Handel gesprochen.

00:04:50: Langsam kommt China dann auf uns zu Und wie werden uns dann zusammen sozusagen liberalisieren und wirtschaftlich gegenseitig integriern?

00:05:01: Und die Idee war noch, ich würde sagen, herrschend zu der Zeit.

00:05:06: Deswegen würde eigentlich wenig gemacht relativ in Orte wie Ohio um diesen Schock abzufedern oder mit handelspolitisch- oder industriepolitische Maßnahmen etwas entgegenzusetzen und ich glaube in Amerika wird das jetzt sowohl bei Demokraten als Republikaner also auch bei viele wissenschaftlich im Nachhinein als große Fehler bezeichnet weil es eben diese schädliche Langfristfolgen hatte.

00:05:30: Wie hat Deutschland damals reagiert?

00:05:31: Du hast gesagt, dass es Deutschland nicht so getroffen hat.

00:05:34: Weil eben gleichzeitig der deutsche Mittelstand profitiert hat und der Export vor allem deutscher Autos nach oben gegangen ist.

00:05:41: Aber das eine hat ja wenig mit dem anderen zu tun oder?

00:05:44: Das sind einfach andere Felder wo Deutschland profitiert hatte und gleichzeitig in den Produktionen, in denen er günstigere billigeren Produktion auch gelitten hat wahrscheinlich.

00:05:57: Hande und Marktbedingungen ist immer ein Geben- und Nehmen.

00:06:00: Es gibt Sektoren, die wachsen aus Hande, es gibt Sectorien, die zu kämpfen haben mit Konkurrenz aus Import.

00:06:06: Und wenn diese Beziehung etwas ausgeglichen ist, ist das wie eine Straße wo es Verkehr in zwei Richtungen gibt.

00:06:13: Natürlich gibt's dann Branchen, die vielleicht schrumpfen und dann wechselt Kapital und Arbeitwechsel dann eben zum Beispiel in der Zeit Richtung der deutsche Autoindustrie, wo dann die Exporte nach China hochging.

00:06:26: In den letzten fünf Jahren so bemerkenswert ist, dass Chinas Exportvolumina mit vierzig Prozent gewachsen sind weltweit und die Importvolumine komplett stagnierten.

00:06:38: Also bei null blieben mehr oder weniger.

00:06:40: Das heißt statt ein zwei-Bahn-Straße handelt China immermehr einen Einbahnstraße nur gegen Verkehr wo es auch schwierig ist in Europa überhaupt bräunischen Firmen zu finden wie in Europa produzieren, aber aus der Hand mit China wachsen können.

00:06:57: Das ist glaube ich der wesentliche Unterschied ökonomisch zwischen der erste Chinashock und der zweite.

00:07:03: abgesehen von das wir jetzt über vier, würde ich sagen wichtigere Branchen und viel produktiveren und größeren Branchen reden als die Textilindustrie in der Jahr zweitausender.

00:07:13: Lass uns über diesen Chinashok zwei Nulls sprechen.

00:07:16: und euer Papier also worin unterscheidet er sich genau?

00:07:21: zum ersten?

00:07:21: Wir haben Teile schon angesprochen, aber was ist dieser Schock aus eurer Sicht genau und wann hat der begonnen?

00:07:28: Der erste war du sagst Jahr zweitausend also vor rund um zwanzig sechsundzwanzig Jahren Und jetzt dieser zweite.

00:07:35: Wann hat er begonnen und und was ist?

00:07:37: ja

00:07:38: Also diese schock hat Im kern begonnen in zwei tausend eine zwanzich.

00:07:44: In den zwei tausen zehn jahre hat china nach der ersten exportwelle zweitaushalte.

00:07:50: china ist gewechselt von exportgetriebene Wachstum nach der große Finanzkrise, in das Immobilien-getriebener Wachsum.

00:07:59: China hat unglaublich viele Städte gebaut Autobahnen, Infrastruktur und auch Häuser Und da ist eine sehr große Immobilieblase entstanden.

00:08:09: Also über Kapazitäten gab es auch in der Immobiliensektor.

00:08:14: In dem Jahr zwanzig ist diese Blase geplatzt.

00:08:18: Statt der Binnenachfrage anzukörbern, statt Konsumenten in China zu unterstützen hat der chinesische Regierung sich dafür entschieden Kapital und auch Subvention in die Industrie umzulenken.

00:08:32: Aber nach einer Immobilienblase, die geplatzt ist das Konsumententvertrauen war sie niedrig.

00:08:37: es gab auch Lockdowns wegen der Pandemie.

00:08:40: Es gab also keine Nachfrage für diese riesen Erweiterung des Angebots.

00:08:45: Und dann gibt es nur einen Ausweg, so wie ein Ventil im Fahrradreifen oder Autoreifen und das war Export.

00:08:52: Was man gesehen hat ist dass China sechs Prozent BIP-Wachstum aus der Netto-Export erzielt hat.

00:08:58: Müssen wir kurz erklären was ist BIP Wachstume?

00:09:01: Sorry ja,

00:09:02: sechs Prozent von Bruttoinlandes Produkt also sechs Prozent Witzerschwachstums aus dem Export erzielen hat was eigentlich fast noch nie in der Geschichte vorgekommen ist.

00:09:12: Das ist eine große Wirtschaft, die zweitgroße der Welt so stark auf Export getriebenes Wachstum.

00:09:19: Wieso haben die das geschafft gerade in diesen Jahren?

00:09:22: Also es ist ja so, dass China schon lange wächst und wir schon lange darüber sprechen über die große Stärke.

00:09:29: Aber warum gerade jetzt?

00:09:31: Ich glaube, es gibt drei Hauptfaktoren.

00:09:33: Erstens eine sehr schwache Binnenachfrage also Konsum.

00:09:39: was der Otto-Normal Verbraucher in China quasi beiträgt an Konsum an der Wirtschaft liegt, liegt nur bei vierzig Prozent vom Gesamtwirtschaft in China.

00:09:48: Warum ist das so?

00:09:49: Weil die Leute immer noch sehr arm sind?

00:09:51: Nee weil ja auch weil natürlich das Einkommen ist niediger als bei uns aber es liegt auch daran weil Leute sehr viel sparen weil es kein staatliche Rentenversorgung gibt.

00:10:02: Es gibt auch keine Gesundheitsversorgungen.

00:10:05: also es ist quasi Sozialismus oder Kommunismus ohne wirklich soziale Staat Und deswegen sparen Leute sehr viel in China.

00:10:14: Die Sparquote liegt super hoch, konsumieren also das Gegenseite von Konsumieren.

00:10:19: man spart statt zu konsumierend und diese Sparnisse landen dann in der.

00:10:23: das chinesische Bankensektor wie bei uns geht es zur Sparkasse und legt da jeden Monat die Sparnesse weg.

00:10:31: aber China hat Kapitalkontrollen das heißt das Geld bleibt im Land Es darf auch nicht raus fließen und da entstehen sehr hohe Spargoten Die dann vom chinesischen Regierung, die auch das Bankensystem sehr stark beherrscht.

00:10:46: Dann wieder umgelenkt werden in Kredite.

00:10:48: Zwei ist es in zehn Jahren waren.

00:10:50: Es hat Immobilienkredite, zweitelsundzwanzig Jahre war uns die Industriekrediten und damit haben chinesische Firmen also jetzt auch viel mehr in der Automobil-, Maschinenbau- und Luftfahrtechnik sehr viel produziert Und die würden auch dazu aufgefördert, sehr viel zu produzieren.

00:11:06: Vom

00:11:07: Staat aufgefordert, wie man gemerkt hat hier ist jetzt eine große Chance.

00:11:10: Um nur mal ein Zahl dazu zu nennen also die Industrie-Subvention inklusive sehr unter Marktbedingungen.

00:11:18: Kreditvorgabe liegen bei achthundert Milliarden Dollar pro Jahr in China

00:11:23: Was der Staat in den eigenen Firmen pumpt?

00:11:26: In die eigenen Firme pumpen.

00:11:27: und da kommt noch ein dritter Faktor dazu was der Bundeskanzler auch zurecht sehr stark angesprochen hat.

00:11:33: Das ist eine unterbewertete Währung von nach unserer Einschätzung bis zu dreizig Prozent.

00:11:38: Das heißt,

00:11:39: was bedeutet unterbewertet Währungen?

00:11:41: Das heißt dass ein Land, das so viel exportiert wie China und so viele Euros und Dollars damit verdient?

00:11:48: normalerweise um es einfach zu erklären kommen dann diese Exporterlöse die kommen wieder nach Hause und kreieren da Wohlstand und Ausgaben.

00:11:59: aber das passiert in China nicht weil das Bankensystem sehr direkt diese Export-Erlöse wieder umsetzt in Auslandsvermögen, Investitionen im amerikanischen Staatsanleihen und so weiter.

00:12:11: Und damit schaffen sie es eigentlich zu verhindern dass der Renminbi also die Chinesische Röhre aufwertet und damit bleiben chinesische Exporte unglaublich attraktiv und haben sie auch eine Art Unfernwettbewerbsvorteil gegenüber alle Firmen der Welt außerhalb von China und besonders auch deutsche Firmen, weil deutsche Firme eben in Chinas Prioritätsbranchen sehr stark unterwegs sind.

00:12:39: Ihr schreibt in eurem Papier Deutschland stünde im Epizentrum dieses zweiten Chinashocs.

00:12:46: Warum?

00:12:47: Weil Chinas Industriepolitik diese Riesensubvention das wird jetzt nicht einfach breit an allergleich verteilt sondern da gibt es immer Prioritätersetzung.

00:12:56: Und die macht der Staat Sowohl in Peking, in der Hauptstadt als auch auf Bundeslandebene, so kann man sagen.

00:13:04: In Shanghai oder in Shenzhen und so.

00:13:07: Und die zwei wichtigste Industrieprogramme in China hießen Made-in-China twenty-twenty five also wird er zweites und fünfzehn verabschiedet und zehntausend kleine Giganten und diese beide industriepolitische Riesenprogramme Die hatten aus Prioritätssektoren genau der deutsche Wirtschaft.

00:13:31: Also Automobil.

00:13:32: Das stand schon in einem Papier, im Jahr Zwei-Fünfzehn.

00:13:34: Also hätte man eigentlich wissen können, richtig?

00:13:36: Ja, also

00:13:36: sogar dieser Ten Thousand Little Giants Programm hat das Ziel der deutschinesische Import von deutschen Mittelschanzfirmen zu ersetzen mit heimischen Produktion und danach dann die Wertmärkte zu erobern.

00:13:50: Das sind die Deutschlands Industriekern sozusagen unsere Kleine mit der große Firma, die hochspezialisierte Industrieprodukte herstellen.

00:13:59: Warum

00:13:59: hat China das gemacht?

00:14:01: Ging es da auch konkret um darum Deutschland anzugreifen oder geht's um die speziellen Firmen?

00:14:06: was ist da der Hintergrund?

00:14:07: Ich glaube es gab zwei große Ziele.

00:14:11: Das erste war reicher zu werden und aufzusteigen in wertvollere Produktions- und Lieferketten Und Deutschland war für China einfach ein gutes Beispiel.

00:14:21: Ein schönes Beispiel was man nachmachen wollte.

00:14:26: Und dazu kommt auch, dass viele deutsche Firmen in China sehr aktiv waren und deswegen konnte China auch inklusive mit einigermaßen an Zwang auch Technologie von deutschen Firmen abkriegen und dann zu Hause umsetzen um eigene Firmen zu bauen.

00:14:40: Haben

00:14:41: irgendwelche Staaten das anders gemacht?

00:14:42: Weil ich frage mich schon länger geben wir gerade beim Thema Auto wie viel haben wir eigentlich dort offenbart dafür sehr viele Jahre gut davon gelebt haben, aber ja irgendwie ins offene Messer gelaufen sind.

00:14:56: Diese Art von Politik die China geführt hat zum Beispiel so was wie eine Ehe zu zwingen also als ausländische Firma wenn man in China verkaufen wollte musste man in der Regel ein Partnerschaft angehen mit einer lokalischen chinesischen Firma und meistens dann auch die mehr ist die Hälfte der Aktien also einen fünfzig Prozent die chinesische Firma überlassen.

00:15:19: Und das war nicht spezifisch gegen Deutschland gerichtet.

00:15:22: Also viele ausländische Firmen, auch amerikanische Firme und niederländischen Firmen haben das gemacht.

00:15:27: Das war ja das Eintritts-Ticket die Kosten um Zugang zu bekommen in der technischen Markt.

00:15:35: Deutschland hat aber im Gegensatz zu Amerika und vielen europäischer Länder einfach eine sehr große Exportbusiness nach China aufgebaut.

00:15:43: also... Also kurz bevor diese Wander richtig Fahrt aufgenommen hat, hat Deutschland schon drei Prozent von Bruttoinlandsprodukt, also drei Prozent.

00:15:53: der deutsche Wirtschaft bestand aus Exporte nach China.

00:15:56: Also ein großer Exportbusiness vor allem mit einem Land das relativ weit weg liegt.

00:16:01: Ich bin holländisch-deutscher Handel ist viel größer aber wir sind ja auch Nachbarn Und das ist gewaltig eingebrochen jetzt mit mehr als ein Prozent vom deutschen Bild.

00:16:10: Also Deutschland hat quasi einen Prozent von der Wirtschaftsleistung verloren...

00:16:14: In nur fünf Jahren?

00:16:15: ...in nur vier, ja es ist eigentlich auch in den letzten zwei Jahre nochmal extra... Was ist

00:16:21: das für'n Volumen wenn wir von einem Prozent sprechen?

00:16:24: Da reden wir dann über zwanzig bis dreizig Milliarden Euro Exportverluste für Deutschland pro Jahr.

00:16:33: Zwanzig- bis dreißig Milliarden pro Jahr!

00:16:35: Genau Die sind schon entstanden.

00:16:37: Das ist schon Fakt,

00:16:39: die wir vorher

00:16:40: verdient

00:16:41: haben in China und jetzt nicht mehr verdienen.

00:16:43: Wenn wir diese Geschwindigkeit sehen wie würde das aussehen im Worst Case in den nächsten Jahren wenn sich daran nichts verändert und Deutschland so weitermacht?

00:16:54: Und auch China so weiter machen?

00:16:56: ich glaube die Gefahr ist dass es nicht nur jetzt staatsgetriebene wettbewerb gibt auf dem chinesischen markt sondern auch Drittmärkte überall auf der Welt, weil China so viel exportiert und auch in der europäische Heimatmarkt.

00:17:11: Und das ist genau das Thema was Bundeskanzler Merz und Präsident Macron letzte Woche besprochen haben als das französisch-deutsche Ministertreffen stattgefunden hat.

00:17:21: Wie kann man den heimischen Europäischen Markt die viel wichtiger ist als unsere Exporte nach China schützen vor diese Überkapacitäten?

00:17:30: Um nur noch mal eine Zahl zu geben, was wirklich ein bisschen Angst macht China hat die Produktionskapazität, um fünfundfünfzig Millionen Autos pro Jahr zu bauen.

00:17:42: Das entspricht ungefähr fünfundsechzig Prozent.

00:17:46: der globale Markt an Autos und der amerikanische Markt.

00:17:49: Die Amerikaner haben zugemacht da kommt kein chinesischer Auto rein.

00:17:52: also diese Fünf- und Sechszig Prozent ist eigentlich höher von der Markt außerhalb von Amerika und China als Exporte von Autos liegen jetzt bei eine Million Fahrzeuge pro Monat also zwölf Millionen pro Jahr.

00:18:06: Und Chines Import von Autos liegen unter einer halben Million pro Jahr, heißt China importiert nur noch zwei Prozent vom Automarkt.

00:18:14: Deutschland alleine importiert zwei Millionen Autos pro Jahr und Deutschland ist ein viel kleineres Land.

00:18:19: Das heisst der chinesische Markt ist mir oder weniger zu sehr abgeschottet von der Welt.

00:18:27: Die Angst die wir beiden haben Brad und ich wenn man diese Trends weit in die Zukunft raus extrapoliert, kann es sein dass China wie bei den Solaranlagen irgendwann ein Wertmarktanteil von fünfzig sechszig achtzig neunzig Prozent hat.

00:18:44: Bei was jetzt?

00:18:45: Bei

00:18:46: Autos?

00:18:46: Ja!

00:18:47: So eine hohe Zahl.

00:18:48: glaubt ihr warum?

00:18:49: Was machen die so gut?

00:18:51: Die bauen mittlerweile gute Autos teilweise auch geholfen durch deutsches Ingenieurwissen.

00:18:57: diese sind sehr stark in der Batteriesektor und bei Elektroautos technologisch sehr gut aufgeholt und bauen auch, würde ich sagen, sehr gute iPhone on Wheels.

00:19:07: Also auch von der Software Seite her ist das gut, dass es keine Frage.

00:19:11: Aber wie gesagt mit so große Subventionen und eine unterbewertete Währung und mittlerweile so ein großer Umfang an Produktionskapazität nochmals, sixty-fünf Prozent globaler Nachfrage theoretisch da sehr viel Überkapazitäten.

00:19:27: diese Fabriken verkaufen auch alle noch nicht zu hundert Prozent, manchmal nur zur zehn oder zwanzig Prozent Auslastung.

00:19:35: Aber das Potenzial um einen sehr, sehr hohen Markt ein Teil in der Automobilbranche zu erzielen ist da ganz klar.

00:19:43: Was wäre dann wenn das so kommt wie ihr schreibt in eurem Papier?

00:19:47: Was würde das für Deutschland bedeuten wenn China auf sagt es bis zu achtzig Prozent?

00:19:52: Ja weiß ich nicht, aber fünf und sechzig Prozent ist das Potential momentan.

00:19:55: Das gesamten Automarkt sind

00:19:57: wir richtig

00:19:57: weltweit.

00:19:59: Was würde das für Deutschland, also für die Autofilme aber dann auch für die gesamte Wirtschaft bedeuten?

00:20:04: Ich glaube es hat zwei Besorgnis erregende Folgen.

00:20:08: Erstens natürlich großen Folgen am deutschen Arbeitsmarkt.

00:20:13: Deutschland verliert jetzt momentan pro Monat zwischen zehn und fünf Zehntausend Arbeitsplatz in der Industrie.

00:20:21: China ist eine der wichtigsten Faktoren in dieser Entwicklung.

00:20:24: nicht nur China wir haben auch zu kämpfen mit hohen Energiepreisen usw.. Aber es spielt eine große Rolle.

00:20:31: Und das ist eine große Strukturwande für ein Land wie Deutschland, was immer sehr starkes Industrieland geprägt war – wo auch zwanzig Prozent mehr oder weniger von der Wirtschaft und der Industrie geprägte ist.

00:20:44: Wenn die Autoindustrie sehr, sehr stark schrumpft hat das auch lokal in Wittenberg oder in Wolfsburg sehr große Folgen, die dann auch managen müssen, die politisch auch gemanagt werden mussten.

00:20:58: Und zweitens, wenn der industrielle Basis Deutschlands sehr stark schrumpft.

00:21:03: Dann hat das auch sicherheitspolitische Folgen.

00:21:06: und das ist auch die große Debatte in den USA.

00:21:09: Deutschland hat sechs bis sieben Millionen Arbeitsplätze in der Industrie.

00:21:14: Amerika eine viel größere Wirtschaft hat nur dreizehn Millionen.

00:21:17: also man kann überzeugend sagen, Deutschland hat eine viel stärkere Industrie aus Amerika die industrielle Basis so klein geworden ist, dass es auch zum Beispiel bei der Aufrüstung oder das Produktion von Panzer und Drones

00:21:32: usw.,

00:21:33: dass sie sehr eingehemmt sind.

00:21:35: Und ich glaube, das ist die zweite große Folge, die man den Blick nehmen muss.

00:21:41: Zum Beispiel, man braucht Batterien für die Herstellung von Drones und von neuen Waffensysteme, die auch in der Ukraine – du bist ja oft da!

00:21:50: – sehr wichtig sind.

00:21:52: Und ich bin nicht überzeugt, dass man eine souveränen europäischen deutschen Dronenherstellungs-Ekosystem aufbauen kann.

00:22:02: Nur auf Nachfrage aus der Verteidigungsindustrie – das ist einfach zu klein!

00:22:06: Da brauchst du dann auch eine Autoindustrie die gute Elektroautos baut und auf Basis dessen kann man an so einer Lieferkette aufbaut.

00:22:14: Das muss man da ein bisschen zusammendenken.

00:22:16: aber in erster Linie geht es zum Arbeitsplätze und wird schaffige Schaden und damit auch natürlich verbundene soziale Unsicherheit in wichtiger und wohlhabender Teile Deutschlands.

00:22:26: Wie schnell kann das so kommen, wenn wir die Geschwindigkeit sehen jetzt von den letzten vier fünf Jahren über die wir gesprochen haben?

00:22:32: Ich glaube schon dass es ein starker Handlungsbedürfnis gibt.

00:22:36: also meine Hoffnung ist dass die deutsche und französische Regierung und auch die EU-Kommission in Brüssel nicht noch fünf Jahre warten bis man auch gewisse Schutzmaßnahmen nimmt.

00:22:48: Nicht weil wir schützen wollen, aber wir reden hier von keinem freien Markt in dem Sinne.

00:22:55: Sondern von einer sehr verzerrten Markt vor allem in der Maschinenbau und der Automobilbranche.

00:23:00: Und da kann man natürlich auch Schützmaßnahmen nehmen zum Beispiel Importen aus China maximieren oder Schützzollen setzen.

00:23:08: Wenn das nicht gemacht wird dann wird es so weitergehen und es geht halt träsant.

00:23:13: Wir kommen gleich dazu was sich die deutsche Politik machen sollte.

00:23:16: ich will noch ein bisschen mehr verstehen wie China das geschafft hat.

00:23:19: Wir haben das ja schon am Anfang ein bisschen besprochen.

00:23:23: Würdest du sagen, China hat das lange geplant und mit fairen Mitteln geschafft?

00:23:31: Weil wir zu blauäugig, zu naiv waren?

00:23:34: oder haben wir damit gemacht weil wir einfach so wahnsinnig gut verdient haben und China das ohnehin auch geschafft hätte?

00:23:45: Ist es eigentlich in Sachen Wirtschaftsspionage?

00:23:47: Also wie viel hat man uns weggenommen?

00:23:49: auch auf deinem Ende illegale Weise.

00:23:51: Es ist nicht überraschend, dass China eine große Wirtschaft geworden ist.

00:23:56: Das ist auch nicht überrassend das China stark in der globale Industrie vertreten ist.

00:24:02: China ist ja der zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt aber sieht so aus als ob China ein Marktanteil in der Gesamtindustrie und alle Branchen von und das ist schon außergewöhnlich, weil China es nicht nicht fünfunddreißig oder fünfundvierzig Prozent der globalen Wirtschaft.

00:24:27: Da ist also so eine Art von makrokonomischem Ungleichgewicht oder ein Marksverzerrung ist schon relativ klar unterwegs Und China hat das nicht nur mit Fanmitteln hinbekommen diese Art von Dominanz aufzubauen, abgesehen von das Ziel reicher zu werden und in wertvollere Industriebranchen einzusteigen.

00:24:52: Gab es auch immer sehr klar in alle chinesische Regierungsdokumente ein Ziel um sich autark zu machen oder beziehungsweise alles was China importiert aus dem Westen, aus Deutschland, aus Amerika um das mit heimischer Produktion zu ersetzen.

00:25:06: Aber was waren die Nichts?

00:25:07: Es gibt eine politische

00:25:08: Logik auch hier, die nichts eigentlich mit der normalen Marktfunktionieren zu tun hat.

00:25:12: Ja gut

00:25:13: aber das ist ja eher so... China hat eben ein anderes System und sagt okay wir investieren diese Summen in unsere Unternehmen kann man sagen dass es jetzt irgendwie gemein oder ungerecht gegenüber anderen Ländern, aber das is' ja nicht illegal!

00:25:27: Was ist mit Spionage?

00:25:28: Wirtschaftsspionage?

00:25:30: Damit kenne ich mich persönlich weniger gut aus, um mal eine Zahl zu nennen die glaube ich einleuchtend ist.

00:25:36: Die OECD also das ist ein Verband von Industrieländer inklusive Deutschland, die machen auch gute Forschung und die schätzen auf Basis hier viele Daten dass sechzig Prozent von Chinas aeroporten Marktanteil in den letzten zwanzig Jahre durch Subventionen getrieben war.

00:25:55: Das heißt prima Daumen!

00:25:57: Die Hälfte könnte man erklären durch im Grunde genommen marktverzehrender Unfernpraxen.

00:26:06: Das gibt glaube ich, daraus gibt es sich ein bisschen so eine große Einordnung.

00:26:11: Natürlich, Spionage weiß ich nicht was klar passiert ist, dass viele multinationalne Firmen und die Interessen von multinationalen Firmen sind nicht immer gleich die deutschen Interessen oder die holländische oder die europäische haben auch eine Weile sehr gut Geld verdient in China.

00:26:29: Das gilt auch für Apple zum Beispiel, die hauptsächlich im China iPhones produzieren.

00:26:35: Und daraus ist natürlich ein Technologie und Know-how Transfer entstanden.

00:26:40: Und das Risiko was ich jetzt sehe, dass alle Anreize, die man sieht haben wir gerade besprochen sind so, dass es auch für deutsche oder europäische multinationalen Firmen attraktiv ist Produktion und damit auch in Seniorswissen Innovation nach China zu verlagern und dann europäische Nachfragen von China aus zu bedienen, weil man da eben mehr Subventionen kriegt.

00:27:04: Weil man von dieser sehr attraktiven Wechselkurs profitieren kann.

00:27:09: Und da sind die Interessen von großen deutschen Firmen und die deutsche Politik und die deutschen Bevölkerung nicht mehr die gleiche.

00:27:18: Und muss man einfach andere Anreize stellen als Politik.

00:27:21: Das ist die Gefahr!

00:27:24: Produktionenverlagerung ist eine Sache, aber wenn damit auch ganze industrielle Ökosysteme verschwinden dann steht man aus Europa wirtschaftlich schwächer da.

00:27:34: Aber auch geopolitisch schwäicher.

00:27:36: Ihr schreibt im Papier das deutsche Kernbranchen wie Maschinenbau und Autoindustrie gesprochen in hohem Tempo eben diese Marktanteile verlieren.

00:27:47: Was haben die Branchen in den vergangenen Jahren und Monaten getan, um das zu verhindern?

00:27:51: Also hat man sich getraut, das offen anzusprechen auch in der Politik?

00:27:55: oder gab es da einfach immer große Angst vor einer chinesischen Reaktion.

00:28:01: China hat im letzten Jahr im Streit mit Donald Trump auch bewiesen bereit sein ausführ Kontrollen also Exportkontrollen auf strategische Rohstoffe zu legen.

00:28:15: was

00:28:16: Chips für Drohnen?

00:28:17: Ja, in den Rare Earth Mineros.

00:28:20: Also sehr eine.

00:28:22: Rohstoffe wie Neodymium aber auch Helium und andere Produkte die so Basis-Inputs vor allem Industrie der Welt, wo übrigens China ein... Bei seltener Erde hat es ein quasi Monopol aus die Verarbeitung von solchen Materialien.

00:28:38: Die braucht man für

00:28:40: Handys, für Windturbinen, für Autos, für Flugzeuge und für die Rüstungsindustrie.

00:28:47: Und die gibt's vor allem in China richtig?

00:28:49: Genau!

00:28:49: In den

00:28:50: letzten Jahren hat Deutschland, Europa und Amerika waren mir der Weniger.

00:28:58: Konnte sich selber alle... Särten der Erde, die sie gebraucht haben produzieren und verarbeiten.

00:29:03: Bis bin neunzehntneunzig?

00:29:04: Bis neunzeneinzig.

00:29:06: Weil das ist allerdings kein hochwertiger sehr wertvolle Industrie.

00:29:11: Das ist sogar eine relativ kleine Markt.

00:29:13: Viele von diesen Märkten sind so ein paar Hundert Millionen Dollar pro Jahr aber eine sehr strategische Markt.

00:29:20: Und Europa und Amerika haben es zugelassen dass diese Industrie komplett nach China abgewandert ist.

00:29:25: China hat das auch sehr strategisch bewusst.

00:29:27: Wieso

00:29:27: haben wir das angelassen?

00:29:29: Weil die Idee eben war, Wande durch Handel.

00:29:31: Wir trauschen uns gegenseitig aus.

00:29:34: Diese Industrie ist nicht besonders wertvoll.

00:29:36: Es ist eine relativ schmutzige Industrie mit relativ hohen lokanen Möwöschanen, die entstehen und das ist einfach so entstanden.

00:29:46: Weißt du etwas ob deutsche Politik in der Vergangenheit?

00:29:49: Und wir kommen dann gleich auf die aktuelle Politik, dass angesprochen haben.

00:29:52: Ich war zum Beispiel zwanzig neunzehn Mit Angela Merkel damals in China glaube ich ihr letzter China besucht damals Und da war die ganze Regierungsmaschine voller DAX-Konzerne und ja, man ist dort hin und große Versammlungen gemacht.

00:30:08: Aber es wurde auch in den Hintergrundgesprächen nie über diese Probleme, die du jetzt ansprichst und die man ja eure Analyse nach schon früh hätte sehen können, wurde nicht gesprochen!

00:30:18: Also zumindest in den öffentlichen Teilen, die ich mitbekommen habe oder in den hintergrundgesprüchen – und ehrlicherweise muss man sagen, gut, ich bin jetzt kein China-Experte Aber auch diejenigen, die China-Experten waren, habe ich zumindest da nicht wahrgenommen.

00:30:28: Dass sie das groß zum Thema gemacht hätten?

00:30:31: Ja vielleicht hat es auch reflektiert, dass das deutsche Business in China sowohl die Firmen... ...die deutsche Firmen, die in China produziert haben als auch die deutschen Firmen,... ...die in Deutschland produzieren haben für China.

00:30:43: Das ist eh, die im Zwei und Neunzehn noch relativ gut ging im Markt.

00:30:47: Äh aber da, das ist jetzt ganz klar nicht mehr der Fall!

00:30:50: Aber man hätte doch das sehen müssen.

00:30:52: oder sehe ich das

00:30:52: falsch?!

00:30:53: Ich würde es schon sagen, dass man da auch politisch vorsichtiger agieren hätten müssen.

00:31:00: Aber das ist jetzt Schnee von gestern.

00:31:02: Absolut!

00:31:03: Wir können es jetzt nicht mehr verändern?

00:31:04: Ja

00:31:05: dann lass uns auf heute schauen.

00:31:06: du sagst es.

00:31:08: Welchen Kurs hat... ich habe es am Anfang gesagt, März hat euer Papier auf dem Tisch liegen gehabt, hat's auch gelesen.

00:31:14: Bezug genommen welchen kurs hat März verfolgt seit Beginn seiner Amtszeit in Sachen China?

00:31:20: Ich glaube, es ist erst mal gut und positiv, dass Merz diese Marktverzehrungen jetzt sehr klar angesprochen hat.

00:31:28: Zusammen mit Präsident Macron, was das politische Signal aus Europa sehr stark macht in Deutschland und Frankreich zusammen, was worden dann passiert, ist in der Regel auch in der EU.

00:31:39: Und die EU-Kommissionen haben jetzt nicht komplett still gestanden.

00:31:43: Sie haben schon mehrere Schützzollen auf den Weg gebracht – sehr spezifisch Einzelne Produkte wie Elektroautos vor zwei Jahren, jetzt in den letzten paar Monate auf so ein paar chemische Produkte und so weiter.

00:31:59: Ich glaube die Hauptfrage, die März und diese Bundesregierung bevorsteht ist was macht man wenn China auf dieser Versuche einen Dialog im Dialog zu treten?

00:32:12: Und zum Beispiel diese Währungsverzehrungen anzusprechen Wenn China da nichts macht Also nicht auf Europas Sorgen reagiert und Europas Handelsdefizit mit China jetzt dreihunderten Dollar pro Jahr weiter wächst.

00:32:29: Und das ist glaube ich die Aufgabe, die jetzt vorliegt.

00:32:37: Wenn China jetzt nichts sagt wir werden unsere Währung auf wie machen wir Konsum?

00:32:42: Wir kaufen europäische Produkte.

00:32:43: wenn das also glaubwürdiges Offer kommt dann kann man natürlich weiter im Dialog gehen.

00:32:50: Ich bin so ein bisschen skeptisch, dass das passiert...

00:32:53: Also, dass man sich traut tatsächlich?

00:32:54: Ja,

00:32:56: genau!

00:32:56: Dass man sich dann traut zu sagen wenn China sich nicht anpasst um diese Handelsbeziehung auszugleichen und in eine neue Balance zu bringen Dann muss man eigentlich natürlich eigene Schutzmaßnahmen nehmen.

00:33:08: Was könnte das sein?

00:33:11: In der EU wird jetzt diskutiert zum Beispiel um Schutzmaßnahmen zu treffen, sogenannte Safeguards.

00:33:20: Das heißt dass man dann Ausgleichszöller setzt auf Industrien wo man eine Explosion an chinesische Importe beobachtet.

00:33:28: Aber du hast die USA ja angesprochen.

00:33:30: das scheint ja die Chinesen nicht wirklich zum Eindrucken oder?

00:33:33: Wenn es dort Maßnahmen gibt

00:33:36: Es hat die Chnesen glaube ich schon beeindruckt.

00:33:39: also auch in der erster Amtszeit von President Trump Ende der Jahr hat Amerika relativ viele Schutzmaßnahmen gegen chinesische Importe genommen und das hat China auch schade getan, also die haben sich Sorgen gemacht.

00:33:56: Wenn China jetzt wachst aus der Export was der Fall ist und Europa der größte noch offene reiche Markt ist wo man Zugang hat dann hat Europa aus meiner Sicht schon einiges an an Karten zu spielen in dieses Pokerspiel.

00:34:15: Aber natürlich ist es nicht einfach und was Trump II glaube ich als Fehler gemacht hat, ist das statt zu versuchen die Abhängigkeiten von China abzubauen, hat Trump II gegen alle Länder der Welt einen Handelskrieg geführt gleichzeitig, was der amerikanische Wirtschaft gar nicht für kraften konnte.

00:34:34: Die süddeutsche Zeitung hat geschrieben, Zitat der Bundeskanzler persönlich habe sich den Bericht der Herren Setzer und Todor auf dem Schreibtisch liegen lassen.

00:34:43: Hattet ihr Kontakt mit dem Kanzleramt über euren Bericht?

00:34:47: Ja, dass der Bundeskanstler das gelesen hatte, hab ich auch aus den Medien erfahren Und ich hab mich gefreut, dass unsere Forschung und das Bericht dazu dienen könnte um der Bundes-Kanzler besser zu informieren was da makrokonomisch für größere Veränderungen stattfinden.

00:35:04: der Bundeskanzler jetzt, wenn wir uns in seine Situation versuchen hineinzuversetzen.

00:35:11: Das ist ja hochkomplex.

00:35:12: auf der einen Seite macht er Deutschland immer noch wahnsinnig gute Geschäfte mit China längst nicht mehr so viel wie vor fünf Jahren.

00:35:18: Wir haben die Probleme in Autoindustrie aber gerade der Mittelstand und andere sind ja Wenn wir uns den kriselnen Markt hier anschauen Wahnsinnig angewiesen auf China und dort eben Geschäften zu machen.

00:35:28: weiterhin das heißt wenn er jetzt auftreten würde als derjenige, der vorangeht und zum Beispiel weitere Schutzmaßnahmen fordert und dann auch umsetzt.

00:35:38: Dann hätte das ja möglicherweise zur Konsequenz des China reagiert und dann v.a.

00:35:43: Deutschland betroffen wäre.

00:35:44: also

00:35:45: wie

00:35:46: kann er da überhaupt gerade handeln?

00:35:49: Also ich nehme ein Beispiel aus der Autosektor.

00:35:53: Also Deutschlands oder Europas Auto Export nach China sind runtergegangen von vierhunderttausend Fahrzeuge auf hundfünftigtausende Fahrzeugen.

00:36:03: China ist Auto-Exporte nach Europa, sind ungefähr eine Million Fahrzeuger pro Jahr.

00:36:09: Das heißt da ist ein Riesenasymmetrie.

00:36:12: und unsere, das ist die Kehrseite der rückgängige deutsche Exporte nach China, dass wir weniger verletzlich sind für Gegenmaßnahmen von China weil die chinesische Markt wird einfach jeder Quartal unwichtiger für Deutschland.

00:36:29: Und das verändert, glaube ich auch das politische Kalkur und die Wirtschaftsinteressen Deutschlands, die jetzt viel stärker in der europäischen Binnenmarkt liegen wo Deutschland noch immer stark ist und was sowieso für deutsche Exporte und deutsche Industrie viel wichtiger ist als der chinesische Markt als weiter auf China zu setzen.

00:36:49: Das heißt, was sollte man jetzt tun?

00:36:51: Wenn du jetzt der Berater wärst sitzt neben ihm im Kanzleramt...

00:36:54: Genau!

00:36:55: Ich glaube Man muss mit den europäischen Partner so eine A-Drei-Stufenplan entwickeln.

00:37:01: Erste Stufe wäre auf endprodukte, chinesische Endprodukte in strategischer und große Industrie wie Autos oder Maschinenbau da auch Ausgleichzölle zu setzen um Marktverzehrungen aufzuheben.

00:37:14: Also

00:37:14: du sagst es bringt gar nichts mehr mit der chinesischen Regierung zu reden und zu sagen Moment mal das ist unfair hier sondern Direktsälle.

00:37:21: Ich würde das gleichzeitig machen bzw wenn.

00:37:25: Die EU-Kommission hat ein Deadline gestellt für Verhandlungen mit China von Oktober.

00:37:31: Also die wollen, dass China in Oktober mit einem Angebot kommt wie man diese Probleme lösen kann?

00:37:38: Wenn das nicht kommt wenn da kein ausreichendes Angebot von China kommt würde ich schon sagen dann darf man auch Schützzolle in der Hand nehmen.

00:37:46: Wie

00:37:46: würde China denn reagieren wenn wir das machen würden und was hätte das direkte Auswirkungen für Deutschland?

00:37:51: Ich war nochmal einen Punkt noch mal dazu, weil der zweite Schritt wäre glaube ich auch dann die Zulieferungsketten von der deutsche Industrie.

00:38:00: Dann auch mit by European Vorgaben zu versehen und auch mit Subventionen damit man nicht Wertbewerbsfähigkeit in Drittmärkte verliert sozusagen.

00:38:13: kurz gesagt man will keine Zölle setzen auf Impuls- und Halbfabrikaten die die Kosten um in Deutschland zu produzieren erhöhen.

00:38:21: Man kann sozusagen eine zwei Hebe gleichzeitig arbeiten.

00:38:24: Ausgleichszölle auf Endprodukte, aber Subventionen auf die Lieferketten damit deutsche Hersteller eigentlich besser sogar oder stärker auf dem globalen Markt auftreten können.

00:38:35: Wie wird China reagieren?

00:38:38: Das ist aus meiner Sicht der dritte Schritt, die Europa nehmen muss.

00:38:44: Europa hat kein gemeinschaftliches Geld um Handelskonflikte anzugehen.

00:38:50: China wird wahrscheinlich sehr asymmetrisch auf Produkte und Unternehmen von gewisse europäische Länder zu vergelten.

00:39:00: Vielleicht wird es dann Maßnahmen gegen nordniederländische Firmen oder gegen Firmen aus Luxemburg, um zu versuchen, europäisch Europa zu verteilen im Grunde genommen politisch.

00:39:14: Und dafür braucht das eine Art von Kompensierung ein Mechanismen sehr stark betroffene Sektoren oder Mitgliedsstaaten zu helfen.

00:39:24: Und man könnte theoretisch die Einnahmen, die man aus Schützzäuren gewinnt in eine Art von Fonds stecken.

00:39:33: und dann zum Beispiel wenn der französische Luxusbranche LVMH

00:39:37: usw.,

00:39:38: wenn sie in China unter Druck stehen nach sowas kann man die vielleicht helfen.

00:39:44: Das ist schon auch wichtig weil sonst gibt es die Gefahr dass wir große Maßnahmen ankündigen, also Europa.

00:39:52: Um etwas dagegenzustellen gegen Chinas Überkapazitäten.

00:39:56: Aber wir können es dann nicht liefern weil wir politisch zu verteilt sind.

00:40:00: Was hast du über die China-Debatten innerhalb der Bundesregierung?

00:40:03: Das eine ist ja was Friedrich Merz macht.

00:40:04: Dann gibt's aber die SPD Die mit einer Regierung ist, die wirkt insgesamt noch sehr viel chinerfreundlicher als jetzt Frühig März.

00:40:12: Also da gibts immer wieder Klar gibt's auch der Bundeskanzlerreis natürlich auch nach China.

00:40:17: Wie nimmst du die Debatten zwischen Union und SPD über die richtige China-Politik wahr?

00:40:25: Aus meiner Sicht, es ist ja nicht für mich um auf Deutschlands politisches Geschehen einen Kommentar zu geben.

00:40:32: Ich bin ja ein Ökonom aber ich würde schon sagen an diese Stelle gibt's aus meiner Sicht... Potenzial einer Partei übergreifliche Konsens, die man braucht.

00:40:45: Um die

00:40:45: deutsche Wirtschaft zu schützen?

00:40:47: Genau es geht am Ende um Deutschlands nationale Interesse aus Standort und als Volkswirtschaft.

00:40:54: Wie dramatisch ist das?

00:40:55: würdest du beschreiben?

00:40:56: diese Frage jetzt also was in den nächsten fünf Jahren passiert?

00:41:02: Es ist ein großer Schock, würde ich sagen.

00:41:05: Also zum Beispiel Goldman Sachs an führende amerikanische Bank, die auch viel Forschung macht, haben berechnet das bis Ende dieses Jahrzehnt Deutschland pro Jahr bis Null Komma drei Prozent an Düsseldscharfsverluste von dieser China-Schock erfahren wird.

00:41:22: Und wie viel ist es dann?

00:41:23: Ja wir wachsen gerade überhaupt nicht seit fünf Jahren stagnieren in Deutschland.

00:41:28: Das heißt Null Kummer drei Prozent ist schon erheblich Und das kommt noch on top, weil wir jetzt schon wie gesagt ein Prozent vom deutschen Wirtschaftsleistung in Export an China verloren haben.

00:41:41: Wieso?

00:41:42: Es wird über deinen Papier diskutiert und über mehr als China-Politik Macron aber dennoch hier in Deutschland ist mein Eindruck nicht voll Alarm, der es eigentlich geben müsste.

00:41:53: du hast die Arbeitsplätze angesprochen.

00:41:54: also das Institut der Deutschen Wirtschaft schätzt dass dich China, seit dem Jahr zwanzig neunzehn Deutschland etwa vierhunderttausend Industriearbeitsplätze gekostet habe.

00:42:02: Aus der EU-Kommission gibt es die Schätzung dass neunundzwanzig Millionen Arbeitsplatz in der EU durch chinesische Überproduktion bedroht sein könnten also fast alle Jobs im verarbeitenden Gewerbe.

00:42:13: Also warum ist hier nicht wie ich gerade gesagt hab?

00:42:18: Ja

00:42:18: was

00:42:19: denkst du?

00:42:20: mich wundert das manchmal dass wir hierzulande auch richtig, wir haben auch viele Hausaufgaben zu machen.

00:42:27: Wir haben auch in Deutschland viele Reformen umzusetzen.

00:42:31: aber ich habe manchmal das Gefühl, dass man gar nicht auf die Wettwirtschaft schaut sondern immer nach innen und sagt wir brauchen Bürokratieabbau oder müssen was bei den Energiepreisen machen ist ja auch alles richtig.

00:42:42: Aber mich überrascht manchmal, dass Deutschland nichts Stärke im Blick hatte Dass von China eine Art schon existenzielle Bedrohung für Deutschlands Industrie bevorsteht.

00:42:55: Du

00:42:55: sagst existenziell?

00:42:57: Weil es so groß ist, ja ich würde schon sagen dass... Ich würde das was du hast gerade auch die Zahlen genannt von der Kommission und von Kollegen aus Köln Das sind sehr große Zahlen Und da steht eigentlich sehr viel auf dem Spiel Vor allem auch aus meiner Sicht weil Deutschland ist ja ein Industrieland Und das ganze Westen Auch die Amerikaner anderen Europäern schauen auf Deutschland als eine der größte Industriestandorte von der Verbundete im NATO usw.

00:43:27: Also

00:43:27: was Merz und Macron gemacht haben, das was in eurem Papier steht, das müsste eigentlich täglich Thema in der deutschen Politik und auch in Öffentlichkeit sein?

00:43:34: Ich würde schon dass es in der internationalen Wirtschaftspolitik würde ich das als Thema eins zwei drei bezeichnen und dann Thema vier ist vielleicht US Zölle die auch schmerzhaft sind aber ganz anderen Ausmaßnahmen Auswirkungen.

00:43:51: Tausend Dank, ich hoffe wir können dazu beitragen dass das Thema diskutiert wird.

00:43:55: Ich weiß, da ist uns auch ganz viele Politiker und aber auch viele Menschen die eben Sorge haben um ihre Arbeitsplätze.

00:44:01: Ich denke immer an meine Heimat.

00:44:03: aus Friesland-Emmen, VW-Werk habe ich hier schon mal eine Folge zugemacht.

00:44:06: Ganz wichtig eure Arbeit.

00:44:07: vielen vielen dank und ich hoffe dass du hier einigen die Augen öffnen konntest und hoffe du kommst mal wieder finde das sehr erhell.

00:44:13: danke dir!

00:44:14: Danke für die Einladung hat mich gefreut.

00:44:17: Danke, dass ihr wieder zugehört habt.

00:44:19: Vielen Dank auch für das viele Feedback auf ronsheimer.tv.

00:44:23: Da findet ihr auch alle meine Social Media Accounts wo Ihr mich persönlich kontaktieren könnt.

00:44:29: Das glauben manchmal die Leute gar nicht aber ich schauen mir die Kommentare tatsächlich selbst an und ich bitte darum lasst weiter Likes da bei Spotify Apple wo immer ihr den Podcast hört bei YouTube natürlich wo ihr den podcast auch sehen könnt Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert

00:44:49: und das

00:44:50: hilft uns wirklich sehr.

00:44:51: Und ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philipp Jatoff in der Redaktion, bei Liven Jenrich in der Produktion und natürlich an meinen Producer Daniel von Moll!

00:45:06: Herzlichen Dank und alles Liebe!

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