Das wahre Problem des deutschen Journalismus. Mit Rainer Esser
Shownotes
Paul Ronzheimer spricht mit dem langjährigen ZEIT-Verleger Rainer Esser über das schwindende Vertrauen in Medien, Fehler der Berichterstattung und die Zukunft des Journalismus. Es geht um die Flüchtlingskrise 2015, Corona, den Vorwurf eines politischen Bias, den Erfolg der ZEIT und die Frage, warum klassische Medien heute unter so großem Druck stehen. Außerdem diskutieren beide über Social Media, neue Medienformate und darüber, was guter Journalismus heute leisten muss.
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Redaktion: Filipp Piatov u. Lieven Jenrich | Executive Producer: Daniel van Moll
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Transkript anzeigen
00:00:01: Helmut Schmidt, mein letztes Gespräch mit Helmut Schmitt.
00:00:04: Im September, ich habe ihm gesagt der Schmidt das ist doch großartig.
00:00:09: jetzt kommen die ganzen Facharbeiter die wir brauchen und schmitt guckte mich an so nach dem Motto bisher war er noch ganz klein im Kopf aber jetzt er isser.
00:00:18: vulgaren romänen polen mögen kommen zu uns aber menschen aus fremden kulturen wenn das sehr viele sind können wir nicht integrieren.
00:00:27: dass wird die radikalen stärken.
00:00:29: Da habe ich ihn gesagt.
00:00:30: Aber Herr Schmidt, wir sind doch so entnazifiziert in Deutschland!
00:00:35: Wir sind doch SO gute Demokraten
00:00:37: geworden!".
00:00:38: Da guckte er mich wieder an und sagte, für viele meiner Landsleute würde ich da nicht meine Hand ins Feuer legen.
00:00:46: Der alte Herr hatte Recht – und ich hatte vollkommen Unrecht!
00:00:53: Ich will heute mal wieder über Journalismus sprechen, darüber wie Reporter über Politik berichten.
00:00:59: Ob es eigentlich einen Herdentrieb gibt bei den Medien aber auch wie und ob Medien eine Zukunft haben vor allem eine wirtschaftliche Zukunft auch oder ob der deutsche Markt sich am Ende so verändern könnte wie in den USA.
00:01:12: Und ich habe einen Mann eingeladen der wie wenige andere auch für wirtschaftlichen Erfolg im Journalismus steht.
00:01:20: er hat eins selbst an einer deutschen an der Deutschen Ornalistenschule in München gelernt, ist dann aber vor allem von nineteen neun neunzig bis zwanzig sechsundzwanzig Geschäftsführer des Zeitverlags gewesen.
00:01:31: Er ist jetzt Mitglied des Aufsichtsrats der Zeit- und Berater der Verlagsgruppe Georg von Holzbring.
00:01:38: Ich freue mich dass Rainer Esser hier ist!
00:01:40: Danke ich freue mich das du mich eingeladen
00:01:41: hast Rainer, Medienpolitik diese Woche geprägt von der sogenannten Rentenkommission.
00:01:49: Was mir aufgefallen ist und ich will das jetzt persönlich gar nicht bewerten dass nachdem in den vergangenen Wochen und Monaten geschrieben wurde wie schlimm alles läuft und haben wir hier auch natürlich kommentiert Ich jetzt überall schon lese Mensch was für eine Überraschung Und was für ein Zaubertrick und wie großartig.
00:02:07: Wie blickst du darauf?
00:02:10: Ich freue mich darüber sehr wie die meisten Medien heute auch, weil so viel schon schlechtes gesagt wurde über die Regierung.
00:02:19: So das wäre die zweite Ampel und dass wir jetzt alle zu Ende gehen und Radikalen werden immer stärker.
00:02:26: und dann kommen sie auf einmal gemeinsam März- und Berbelbars unterschiedliche Pole in der Regierung zusammen und sagen diesen Kommissionsvorschlag, den ja sehr kluge Leute ausgearbeitet haben.
00:02:40: Den wollen wir jetzt eins zu eins umsetzen.
00:02:43: Das ist natürlich ein wunderbares Relief für alle Menschen, die an Politik interessiert sind.
00:02:50: Es geht also doch!
00:02:51: Deshalb teile ich diesen Entusiasmus auch.
00:02:54: Aber ist das denn schon klar dass es wirklich geht?
00:02:56: Also ich meine Ja, die saßen da aber jetzt geht's erst mal in die Gesetze und jetzt gehts im Bundestag.
00:03:02: Aber stimmt das denn überhaupt reiner?
00:03:03: Denn Zwar diese beiden dort gesehen, also Merz und Paz.
00:03:08: Aber gleichzeitig gab es direkt von Manuela Schwesig, von Markus Söder teilweise so ein bisschen und auch anderen.
00:03:17: Also ist das jetzt auch wieder ein bisschen verfrüht?
00:03:20: Und erklär mal aus deiner Sicht wie da so Medien funktionieren.
00:03:23: weil viele haben noch das Gefühl alle marschieren da irgendwie entweder in die eine Richtung oder in die andere.
00:03:30: Naja, in die eine Richtung sind sie marschiert mit der Kritik an den Regierungen.
00:03:35: Das war ja auch richtig.
00:03:37: Wenn man vom Herbst Reformen spricht und dann wird aus dem Herbst irgendwie ein Winter und da werden Frühlinge.
00:03:43: Und dann wird es irgendwie ... Der Sommer, das stellen sich natürlich Fragen.
00:03:48: Wir erinnern uns alle.
00:03:49: Der schreckliche Donald Trump kam ins Amt gut vorbereitet und hat am ersten Tag irgendwie vierzig Sachen unterschrieben.
00:03:57: Das zeigt irgendwie große großen Willen zu gestalten.
00:04:03: Wir wissen alle, welche Richtung sein Gestaltungswille geht.
00:04:07: Irgendwie ins nazistische Gaggerartige.
00:04:10: nur ein bisschen vorbereiteter hätte unsere Regierung auch schon sein können.
00:04:15: Merz hat ja in der Opposition große Reden geschwungen und dann kam lange nichts.
00:04:21: also dass sie viele Medien sehr kritisch darüber geschaut haben liegt auf der Hand.
00:04:27: Aber dass jetzt diese Protagonisten die schon so negativ beschrieben worden sind, das sie auf einmal zusammenfinden.
00:04:39: Das zeigt zuversicht ist die richtige Quelle für das Handeln in... wo auch immer, weil es passieren halt dann doch Dinge die ein überraschen und die einen erfreuen.
00:04:52: Und dass jetzt Söder und Schwesig auch Diskussionsbedarf haben das gehört zur Politik dazu.
00:05:01: Wunder gibt's da auch nicht!
00:05:03: Es gehört ja zu erfolgreichen Politik dazu, dass man Kompromisse schließt.
00:05:11: Es sieht aus nach, das könnte ein guter Kompromiss sein.
00:05:14: Und wenn die beiden Front-People davor geben wir wollen dass es sind die besten Voraussetzungen
00:05:21: Ist es Aufgabe von Journalisten, von Reportern zu applaudieren?
00:05:26: Also zu sagen Mensch toll großartig dass ihr das jetzt hinbekommen habt.
00:05:30: oder wäre es Aufgaben der Journalisten auf mögliche Widersprüche hinzuweisen auch da wieder ins Detail zu gehen.
00:05:36: Da bekommt man dann von der anderen Seite zu hören mein Gott jetzt redet ihr wieder alles schlecht.
00:05:41: wie schaust du darauf als jemand der so viel Erfahrung hat und schon so viele Regierungen und auch für Regierungskritik erlebt hat?
00:05:48: also Ich finde erst mal unsere Regierung, die aktuelle aber auch die vorherige und der vorliegende voll in Ordnung.
00:05:59: Man kann natürlich kritisieren, man muss auch kritisiert und Journalisten sind aufgerufen den Mächtigen auf die Finger zu schauen.
00:06:07: Aber bitte immer ein konstruktiven Part zu liefern.
00:06:13: Grundgesetzlich haben wir die Pressefreiheit.
00:06:16: Das ist ein großes Privileg.
00:06:17: Auf der anderen Seite hat man auch Verantwortung.
00:06:21: Was meinst du mit Konstruktiv?
00:06:24: Dann gehen bei mir sofort alle Alarmglocken an, weil ich in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch schon so Wörter wie konstruktiver Journalismus gehört hatte.
00:06:33: Und da habe ich mich gefragt was soll das sein?
00:06:35: Also warum?
00:06:37: Wie ich sagte zum Privileg gehört auch Verantwortung und du weißt unsere Demokratie ist unter Beschuss.
00:06:45: Viele sagen jetzt, guck mal die Chinesen.
00:06:47: Das läuft doch super bei denen!
00:06:48: Da gibt es einen Chef der sagt da fünf Jahresplan das Ding ziehen wir durch.
00:06:52: oder es gibt im Silicon Valley Peter Thiel und er sagte man muss die Politik, man muss den Staat wie ein Unternehmen führen.
00:07:02: wer keinen Bock drauf hat der kann halt austreten.
00:07:04: also unsere Demokratie die ja manchmal bisschen nervig ist weil das dauert alles so lange und diese Kompromisse aushandeln Alle heben da den Finger und dürfen sich einbringen.
00:07:14: Das ist doch alles bisschen ätzend in der heutigen Zeit, deshalb finde ich es toll dass sich Leute in der Politik engagieren, sich da einbringen und die arbeiten wie du sieben Tage in der Woche, zwanzig Stunden und das ist erst mal toll ja?
00:07:30: Dass Leute gibt, die bei einem überschaubaren Gehalt sich so reinhängen Was die Aufgabe von Journalisten ist, natürlich kritisches Begleiten und darauf hinweisen.
00:07:43: Jungs ihr müsst mal ein bisschen schneller werden mit euren Reformen da müsste jetzt aus dem Quark kommen.
00:07:50: das ist selbstverständlich die Kerneraufgabe von Journalistin.
00:07:55: aber dann wenn was klappt auch darauf hinweisen, dass es funktioniert.
00:07:59: Ich finde das gehört auch dazu.
00:08:01: ein Journalist ist nicht dazu da ununterbrochen schlechte Laune zu machen indem er alles kritisiert sondern er muss auch überraschen und unterhalten.
00:08:09: Er muss seine Leserin und Leser mitnehmen und begeistern und das geht nicht nur mit Bad News.
00:08:15: Aber ist das jetzt überraschend wenn Vorher alle gesagt haben, die Regierung macht alles falsch.
00:08:22: Da wäre es doch eher überraschend wenn einer oder eine gesagt hätte Moment mal da gibt's folgenden und da gibts auch was Positives.
00:08:28: Und wenn wir jetzt darauf schauen, ist man einen Eindruck ohne dass schon wirklich da was entstanden ist.
00:08:34: Du hast recht es gab die Kommission Wir haben auch hier Pascal Redding drüber gesprochen der Teil dieser Kommission war Der berichtet hat über die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
00:08:44: und wie überraschend das war aus seiner Sicht auch Dass man sich einigen konnte.
00:08:48: und dennoch Es steht ja noch kein Gesetz Es ist noch nichts klar.
00:08:54: Das könnte sein dass das wieder zerbricht.
00:08:56: Meine Frage geht so ein bisschen.
00:08:59: Jetzt ist irgendwie der Grundton.
00:09:01: Alles super, vorher war alles schlecht und wer weiß wie es dann in drei Wochen ist.
00:09:07: werden die Leute da nicht irgendwie misstrauisch?
00:09:09: also der Leser die Leserin.
00:09:13: Du hast recht, wenn das so läuft in einem Medium.
00:09:16: Dann werden die Leserinnen und Lesern natürlich misstrauisch, wenn es immer ruck ist.
00:09:20: Wenn du das Medium kennst, dass ich vor allem vertrete, da gibt es Pro- und Kontra.
00:09:28: Da gibts der Debatte im Blatt.
00:09:32: Progressivere, wir haben konservativere und die halten sich im Blatt.
00:09:36: Wir wollen mal sagen die Waage und da wird ordentlich gestritten auf Konferenzen.
00:09:41: Da sagt euer Chefredakteur aber dass er kaum noch konservative Journalisten findet und der sich mehr wünscht.
00:09:46: also das klick ja nicht nach Waage.
00:09:48: Das
00:09:48: ist ja das großartige Kunststück von beiden Chefredaktoren von Giovanni di Lorenzo und Jochen Wegener, dass sie diese Waage herstellen obwohl Das Schwierige ist, wie du ja auch gesehen hast, wie er gesagt hat, konservativere Stimmen zu finden.
00:10:06: Müssen
00:10:06: wir kurz einmal erklären?
00:10:07: Also Jochen Wigner der Chefverletzter war auf einem Podium glaube ich und hat darüber berichtet, wie schwer es ist gerade bei jungen Journalisten oder Journalisten.
00:10:15: Er hat glaube ich sinngemäß gesagt jemanden wie früh dich mehr zu verteidigen oder ihn gutzufinden in der Richtung.
00:10:22: Nimmst du das auch wahr bei den jungen und Journalisten?
00:10:26: Es liegt da auf der Hand, wenn ich Journalist wäre, dann bin ich in erster Linie meine Kardinaltugenden.
00:10:32: Ich bin neugierig und die sollte auch ein bisschen fleißig und sorgfältig sein.
00:10:38: Und es soll natürlich auch fair sein, das sind Kardinal-Tugende des Journalisten, dass ein größerer Anteil von gerade jüngeren Journalisten aber auch älteren, die früher mal jung waren eher dahintendiert zu Gedanken, die die Welt ein bisschen gerechter machen.
00:10:59: Die die Welt nachhaltiger machen und vielleicht weniger zu den Gedanken schauen wir das ordentlich regieren.
00:11:08: Es liegt ja auf der Hand.
00:11:09: nur ich würde aber wirklich abstrahieren selbst wenn irgendwo.
00:11:14: es wird immer gesagt die öffentlich-rechtlichen werden so ein bisschen Linker oder so.
00:11:21: Wo ist es konkret, weißt du?
00:11:23: Ich möchte konkrete Beispiele wissen.
00:11:25: Wo ist einer wirklich aktivistisch und bringt seinen Glaubensbekenntnis in den Journalismus rein?
00:11:32: Das sind nämlich verdammt wenige Fälle, das ist so ein Narrativ, dass in den letzten zehn Jahren aufgebaut worden ist auch von Rechtsextremen, dass Journalisten so parteisch werden.
00:11:43: Da stimmt einfach nicht!
00:11:44: Ich möchte Konkrete Bespiele wissen die gerade bei überregionalen Qualitätsmedien jetzt parteisch argumentiert wird.
00:11:52: Da wirst du wenige finden.
00:11:54: Parteiisch
00:11:56: wahrscheinlich, also naja der Eindruck ist schon entstanden denke ich in den letzten zehn fünfzehn Jahren und nicht nur durch Kommentierung in den Medien sondern auch durch Präsenz zum Beispiel in den sozialen Medien der einzelnen Journalisten dass man den Eindruck gewinnen konnte das bestimmte Parteien wie SPD Grüne Jetzt eher mal verteidigt oder unterstützt werden im Vergleich zu CDU oder gar AfD.
00:12:24: Und wenn wir jetzt über die Vielfalt im Journalismus sprechen, dann müsste doch eigentlich das Ziel sein... dass der Journalismus möglichst die gesamte Gesellschaft abbildet, in allen Bereichen.
00:12:35: Also Herkunft nicht nur aus Akademikerhaushalten sondern auch aus klassischen Arbeiterhaushalten wie auch immer Menschen mit Migration aber eben auch in ihrer politischen ich will gar nicht sagen Ausrichtung.
00:12:52: das ist ja vollkommen recht es geht erst mal um Neugier.
00:12:54: Aber dennoch kannst du doch also kann ich nicht erkennen dass da in den letzten Jahren ist jetzt keine Probleme gegeben hätte, so viel du sagst.
00:13:06: Also wenn wir uns die Öffentlich-Rechtlichen anschauen aber auch andere das die CDU zum Beispiel sehr viel stärker kritisiert worden ist als jetzt Die Grünen zum Beispiel in der Vergangenheit oder die SPD, wenn ich das im Breiten betrug.
00:13:21: In welchen Gazetten meinst du jetzt?
00:13:22: In der Bildzeitung oder in der Zeit?
00:13:24: Na ja,
00:13:24: in einer Bild kann man sicherlich über die Kritik an den Grünen, über die besondere Kritik auf den Grüden sprechen haben wir auch schon mal.
00:13:32: Wie siehst du das denn bei der Zeit?
00:13:35: also wie nimmst du da die Kommentierung war?
00:13:40: Du hast vollkommen recht mit deiner... Einschätzung oder deiner Beurteilung, was Journalismus leisten sollte.
00:13:49: Und im besten der Fälle ist es genauso wie du sagst wir haben Journalisten die kommen aus allen Klassen der Gesellschaft diesen links grün rechts konservativ wie auch immer und sie bilden Die gesamte Gesellschaft, auch mit all ihren Fragen und Problemen von Hamburg-Mümmelmannsberg bis zu Hamburg-Blankenese.
00:14:13: Das ist der Best Case!
00:14:15: Nur du weißt im Leben gibt es nie den Best Case.
00:14:18: also wir müssen schauen was womit...was ist möglich?
00:14:21: Lass mich mal ein Beispiel nennen wenn wir jetzt über die Zeit sprechen als zum Beispiel über die Seenotrettung diskutiert wurde.
00:14:28: Der Kommentar damals Mario Imlau, oder sollen wir es lassen?
00:14:31: Also was da los war?
00:14:32: jetzt kann man über die Überschrift sprechen.
00:14:35: Da war doch klar erkennbar dass so eine Meinung nicht wirklich gewollt war.
00:14:42: Meinst du jetzt von wem?
00:14:43: Von unseren Leserinnen und Lesern.
00:14:44: In der Redaktion schien mir so, als wenn ich damals die Debatten angeschaut habe...
00:14:48: Ja aber das ist doch großartig!
00:14:51: Dass eine Redaktionsso, meine ich ernst, dass eine Redakzion so liebhaft ist?
00:14:56: Es gab natürlich, es war auch etwas puantiert sehr viel Action.
00:15:02: Unter unseren Leserinnen und Lesern wurde sehr viel diskutiert, in der Redaktion wurde sehr viele diskutiert.
00:15:08: es ging um die Seenotrettung von Flüchtlingen und Mariam Lau sah das kritischer.
00:15:15: Die Mehrheit der Redakktion sah dass er.
00:15:18: es muss ordentlich gerettet werden wo immer es möglich ist und es entstand eine fruchtbare Diskussion.
00:15:24: deshalb finde ich Journalismus halt so klasse weil Ohne Journalisten gäbe es solche Diskussionen gar nicht.
00:15:31: Das wurde ja in der Gesellschaft auch breit diskutiert, dieses Thema.
00:15:35: Hätten wir keine Journalisten würde so ein wichtiges Thema gar nicht diskutiert werden und als die Zeit haben wir eine riesige Plattform für solche Diskussion und dass da auch mal ein bisschen hoher hergeht das ist doch klasse.
00:15:50: ich meine ist ja auch ein sehr emotionales Thema.
00:15:54: Jetzt ist die Zeit sehr erfolgreich mit dem, was ihr macht.
00:15:58: Leser auch wirtschaftlich.
00:16:01: Wenn ich jetzt aber auf alle Medien schaue und auch auf die Kritik, ich will es nicht nur auf Zeit oder Bild fokussieren oder nur öffentlich-rechtlich Es ist ja schon so dass uns breite Kritik gegen schlägt und eben nicht nur wie du sagst von rechts extremer Seite sondern ganz breit in vielen Themenfeldern das gesagt wird Das deckt ihr nicht so ab wie's sein sollte.
00:16:24: Die Fehler der öffentlich rechtlichen zuletzt eine Anmung von Dunja Hayali zu Israel und Iran, wo es um die Frage ging.
00:16:34: Dieses Deals, andere Dinge, die passiert sind da ginge es um Elon Musk.
00:16:39: aber also es gibt immer wieder Beispiele und daraus entsteht und das nämlich sehr tiefgreifend war eine immer zunehmende Ablehnung der klassischen Medien.
00:16:51: ich will es wie gesagt nicht allein auf öffentlich-rechtlich beziehen Und dadurch, gerade in den sozialen Medien aber auch davon ab immer neue Formate Leute die bei YouTube erfolgreich sind.
00:17:05: Die ja sagen ihr macht alles ihr bildet das nicht mehr ab.
00:17:11: also wenn es so ist wie du sagst dass das eigentlich alles prima ist dann würde doch sowas nicht passieren oder?
00:17:18: Doch absolut!
00:17:20: es immer neue Formate gibt.
00:17:22: Das hängt damit zusammen, dass es immer mehr Möglichkeiten gibt.
00:17:26: Wir haben auch bei der Zeit inzwischen dreißig Podcasts – die gab's früher nicht!
00:17:30: Wir sind sehr stark auf TikTok um den radikalen dort Paroli zu bieten und in neunzig Sekunden Politik gut erklären.
00:17:38: also wir selber als zeit- als ursprünglich Papierzeitung benutzen alle Medien Social Audio Video um unsere Publikation, um unsere Publicistik rüberzubringen.
00:17:51: Also dass es solche Dinge gibt das liegt auf der Hand, das ist die Digitalisierung, das isst die Innovation unserer Neuzeit.
00:18:00: was die Kritik jetzt an traditionellen Medien angeht Auch das ist ein Zeichen unserer Zeit.
00:18:09: Im Augenblick ist alles unter Kritik, ne?
00:18:12: Denkt dran es gab mal früher zwei Volksparteien.
00:18:14: die hatten fast achtzig Prozent.
00:18:16: wenn jetzt gerade aktuell gewählt würde dann würden sie vielleicht bei fünfunddreißig Prozent liegen.
00:18:23: Guck dir die Kirchen an!
00:18:25: Die hatten.
00:18:25: früher war man etwa entweder protestant oder katholiek gar nichts, aber das gab es ganz wenige Atheisten.
00:18:33: Heute sind nicht mal fünfzig Prozent der Bevölkerung mehr Mitglied in einer Kirche.
00:18:39: Guck dir die Gewerkschaften an!
00:18:40: Die hat mal zwölf Millionen Mitglieder.
00:18:42: jetzt haben sie gerade nochmal fünf Millionen.
00:18:44: also alle großen Institutionen sind in unserer modernen Zeit weil wir immer vereinzelter in immer kleinere Nischen gehen immer stärker unter Druck und guckte da die Glaubwürdigkeit der Medien an.
00:18:58: Die hat überhaupt nicht nachgelassen.
00:19:01: Diejenigen, die am stärksten jetzt so kritisiert werden von irgendwelchen Gruppen haben die größte Glaubwürdigkeit – das sind die öffentlich-rechtlichen als Corona war!
00:19:12: Also Krise im Lagen.
00:19:13: Was haben die Leute gemacht?
00:19:15: Die haben die Tagesschau angeschaut, weil die Tagsschau die größte Glaubwürdigkeit
00:19:19: hat.
00:19:20: Sie haben einhunderttausend neue Abonnenten bei der Zeit gewonnen in der Zeit.
00:19:24: Aber
00:19:24: es gibt einen großen Unterschied bei der Frage des Alters.
00:19:28: erst einmal also wer tageschaue auch immer noch hoher Anteil von Jungen das stimmt aber immer weniger und wenn wir uns die entwickeln den letzten zehn Jahre anschauen dann ist die dramatisch als
00:19:40: du.
00:19:40: vollkommen recht.
00:19:41: Das liegt aber nicht an der mangelnden Glaubwürdigkeit, sondern das liegt daran dass gerade Jüngere halt über Papier und auch über Webseiten und über analoges Fernsehen kaum zu bekommen sind.
00:19:54: Die sind halt sehr viel auf TikTok, auf Instagram unterwegs und die Tagesschau ist ja aktiv auf TikTok.
00:20:00: Kann
00:20:00: es
00:20:01: auch
00:20:02: sein?
00:20:04: Das war mein Eindruck wenn ich unterwegs war in Wahlkämpfen zum Beispiel und dort mit... Jungwähler gesprochen.
00:20:11: Wir kennen die Statistiken, dass dort gerade der jungen Gruppe die AfD auf Platz eins oder zwei...
00:20:18: Und dann kommen die Linken?
00:20:20: Genau!
00:20:22: Vor vier Jahren war es noch die FDP und die Grünen.
00:20:25: Wir haben die Plätze gewechselt jetzt mit AfD und Link.
00:20:29: Richtig, so wenn man dann gerade mit Jürgen W. Lahn ins Gespräch kommt, dann kommt doch eine sehr klar formulierte Kritik im Sinne von dass sie sagen habe nicht das Gefühl Das bestimmte klassische Medien, das Abbilden.
00:20:44: was mich wirklich beschäftigt wird über eine Migrationspolitik gesprochen.
00:20:49: Corona wird immer wieder genannt also dass diese Probleme der jüngeren damals viel zu wenig adressiert worden sind.
00:20:57: bei Migration wird darüber gesprochen was das Sicherheitsgefühl in den Städten angeht.
00:21:03: nur um jetzt mal zwei Themen zu nennen.
00:21:05: Jetzt habe ich gerade gesagt du Bist Geschäftsführer gewesen von neunundneunzig bis sechsundzwanzig bei der Zeit und jetzt eben im Aufsichtsrat und Berater der Gruppe.
00:21:17: Wenn du auf diese Zeit blickst, was haben wir falsch gemacht?
00:21:22: Hört man es sagen wir haben sehr viel richtig gemacht weil wir haben also euer Haus unser Haus Wir haben die Digitalisierung umarmt Und wir sind heute auf allen Kanälen aktiv und haben heute eine viel größere Reichweite Als früher, wir haben erst mal sehr viel richtig gemacht.
00:21:39: Also wie wir die Digitalisierung in unserem Unternehmen vorangetrieben haben das ist ziemlich beispiellos.
00:21:47: Ich meinte ich meint es nicht so sehr darauf bezogen jetzt auf den wirtschaftlichen Erfolg sondern erinhaltlich.
00:21:52: also haben Wir wirklich die Themen abgedeckt?
00:21:58: Haben wir So berichtet dass sich die Menschen da auch mitgenommen werden?
00:22:05: eine berechtigte Frage.
00:22:07: Wen meinst du mit wir?
00:22:09: Es gibt ja die traditionellen Medien, die schon vor zwanzig dreißig Jahren gab und heute gibt es viele neue Medien – die Podcasts, die Blogger, Videoformate, YouTube.
00:22:21: Es gibt da wahnsinnig viel inzwischen an Medien!
00:22:25: Ich meine die klassischen.
00:22:26: Die klassischen Medien.
00:22:27: Ja selbstverständlich darüber wurde auch diskutiert, das war halt zwei Tausend Fünfzehn.
00:22:36: Als die Flutwelle der Flüchtlinge kam hat sich doch der eine oder andere gedacht wenn wir jetzt zu stark problematisieren dann wird es eng und deshalb wurde das Thema ein bisschen tiefer gehandelt als es hätte eigentlich beschrieben werden müssen.
00:22:56: Das haben wohl viele Journalisten damals mitgemacht ja?
00:23:03: Sicherlich ein Fehler.
00:23:04: Ich erinnere mich an Stefan aus in der Welt, der war der Einzige, der immer dagegen gehalten hat.
00:23:10: oder Helmut Schmidt mein letztes Gespräch mit Helmut Schmitt im September zweitausendfünfzehn.
00:23:15: ich habe ihm gesagt, Herr Schmitt das ist doch großartig.
00:23:18: jetzt kommen die ganzen Facharbeiter, die wir brauchen und schmitt guckte mich an so nach dem Motto bis hier weiter noch ganz klein im Kopf aber jetzt Bulgarien, Rumänen, Polen mögen kommen zu uns.
00:23:31: Aber Menschen aus fremden Kulturen, wenn das sehr viele sind, die können wir nicht integrieren.
00:23:36: Das wird die Radikalen
00:23:38: stärken.".
00:23:38: Da habe ich ihn gesagt aber Herr Schmidt!
00:23:42: Wir sind doch so ennazifiziert in Deutschland.
00:23:44: Wir sind auch so gute Demokraten geworden.
00:23:47: Da guckte er mich wieder an, so zweifeln und sagte Herr Esser für viele meiner Landsleute würde ich da nicht meine Hand ins Feuer legen.
00:23:55: Der alte Herr hatte Recht und ich hatte vollkommen unrechtlich.
00:24:00: Ich war auch begeistert, habe mich anstecken lassen, zwei Fünfzehn.
00:24:04: Da hat sich sicherlich auch der eine oder andere Journalist zu sehr ansteckten lassen und ist nicht den Dingen richtig auf den Grund gegangen und hat genau zugehört und
00:24:14: überlegt.".
00:24:15: Wie oft denkst du über diesen Satz nach?
00:24:18: von Helmut Schmidt damals von C-Fünfzehnt?
00:24:22: Ja, er hätte vollkommen recht!
00:24:23: Er hätte voll kommen recht... Das ist halt, das deutsche System wurde überfordert.
00:24:28: Über die vielen Menschen.
00:24:29: Ich meine es gab in den vierzigern Jahren sind dreizehn Millionen aus Ostpreußen, Schlesien, Pommmern und aus den Sudetengebieten gekommen – meiner Eltern auch!
00:24:42: Und meine Mutter sagte mit ihrem halbes Jahr in der Scheune auf dem Stroh geschlafen bevor sie dann einer Kaserne einruhen.
00:24:49: Also auch damals dreizehn Millionen waren verdammt viel Aber die haben halt die gleiche Sprache gesprochen, sagen genauso ausgleicher Kulturkreis und Deutschland war halt allgemein in einer Notgemeinschaft.
00:25:02: Dann kamen die Italiener, ich meine die Italierner in Spanier, Portugiesen... Gastarbeiter damals genannt, sind auch Katholiken oder Protestanten und wurden ja auch integriert.
00:25:14: Und wir haben viel davon gelernt und auch übernommen.
00:25:19: Sie haben auch viel Steuern gezahlt.
00:25:22: Dann kam die Türken.
00:25:23: dann wird es schon ein bisschen schwieriger weil sie halt eine andere Religion, die meisten haben als wir.
00:25:30: Die Flut, die Zweitfünfzehn kamen und die Grenzen waren offen.
00:25:34: Ähm, das war too much.
00:25:37: Das war halt jetzt retrospektiv kann man das sagen und analysieren.
00:25:41: aber zwei fünfzehn.
00:25:42: ich weiß nicht was ich da als Frau Merkel anders gemacht hätte ne?
00:25:46: Als sie da verhungerten am Bahnhof in Budapest war es.
00:25:50: Jetzt ist ja so ein bisschen die Frage die sich damit dann auch stellt wie viel Macht oder wie viele Möglichkeiten haben Medien denn überhaupt?
00:26:01: ähm Was wäre denn gewesen wenn mehr Leitartikler so geschrieben hätten, wie damals Hammond Schmidt gesprochen hat gegenüber.
00:26:13: Hätte das etwas an der Situation verändert oder hätte es zumindest für mehr Vertrauen gegenüber den Medien gesorgt?
00:26:23: Das ist eine gute hypothetische Frage!
00:26:27: Wie hast du Zwei-Fünfzehn?
00:26:28: Ja, wart bei der Bildzeitung.
00:26:30: Wart ihr auch eher in der ersten Woge oder im Jahr?
00:26:35: Zwei Fünfzehnt, Zwei Sechzehn habt ihr glaube ich auch gesagt.
00:26:38: wenn wir jetzt auch noch drauf hauen dann wird das schwierig im Land.
00:26:42: Absolut
00:26:43: und mich habe das hier auch im Podcast schon häufiger diskutiert.
00:26:47: Ich war ja damals auf dieser Flüchtlingsroute unterwegs.
00:26:49: also habe eine Flüchtlinge dabei begleitet, bin mit ihnen gelaufen darüber berichtet habe, erst aber meine klassische Reporterarbeit gemacht ohnehin aus diesen Ländern immer wieder berichtet.
00:27:02: Insofern hatte ich da auch einen, wie soll ich sagen wahrscheinlich nicht repräsentativen Blick weil ich eben das Leid der Leute...
00:27:10: Da ist doch auch ein großes Herz.
00:27:12: Das weiß ich nicht!
00:27:13: Ich hoffe ja, aber ich hatte natürlich dass das Leit der Menschen immer vor Augen und gesehen was sie dort erlebt haben in den Kriegs- und Krisengebieten.
00:27:27: Aber natürlich frage ich mich heute auch, ja?
00:27:29: Also genau das, was du auch sagst ab wann...
00:27:33: Ja!
00:27:34: Hätte man ein bisschen klüger sein.
00:27:36: Genau oder auch schon sehr verkritisieren müssen.
00:27:39: Ich erinnere mich an eine Zeit damals so ... Wo dann die Medien, die das gemacht haben unter anderem auch die Bild massiv von anderen Medien kritisiert worden sind.
00:27:59: ja also im Sinne von jetzt da werden sie rechtsradikal.
00:28:02: Also dass man diesen Blick einfach sehr lange so behalten wollte weil man sich einmal eben Ja, ich frage meiner jetzt dazu entschlossen hätte.
00:28:15: Aber nochmal das ist die Frage, wenn nicht darüber nach der Gestelle ist also würde es heute anders sein?
00:28:24: Also würde den Blick auf Medien ein anderer sein?
00:28:34: Etwas aber nicht entscheidend
00:28:37: Weil politisch wäre's ja so geblieben oder?
00:28:40: Es ist ja wie ich eingangs schon sagte Kritik an Medien, ja.
00:28:46: Das ist ein Narrativ was vor allen Dingen von bestimmten Gruppen betrieben
00:28:51: wird
00:28:52: und
00:28:53: das hat sich breit in die Gesellschaft mittlerweile wenn ich egal wo ich unterwegs bin und es sind nicht alles rechtsradikale oder so sondern wenn ich keine Ahnung irgendwo bei mir in der Heimat Innos Friesland oder war viele Deutschland unterwegs für meine seit eins Reportagen dieses Misstrauen Ja, ist so ausgeprägt bei ganz einer ganz breiten Schicht der Bevölkerung.
00:29:17: Da brauch mir jetzt also klar kannst du immer mit Statistik X kommen und sagen so und so.
00:29:22: viele schauen aber noch die Tage schauen finden sie gut und haben Vertrauen.
00:29:25: so natürlich gibt es solche Zahlen Aber
00:29:28: das sind die entscheidenden Zahlen Paul dieses Sentiment was in vielen Gruppieren in der Gesellschaft ein bisschen da ist.
00:29:38: Das ist
00:29:38: nicht
00:29:38: nur ein bisschen, das ist ein Narrativ.
00:29:41: und die Herrschaften,
00:29:44: die Kritik an den Medien wird halt deutlich stärker artikuliert als wir vertrauen den Medien.
00:29:53: Wir vertrauen dem Medien, es ist halt keine News!
00:29:56: Paul, das weiß ich ja.
00:29:57: Only bad news are good news heißt es immer ne?
00:30:00: Und wenn ich sage man traut den Medien nicht mehr Das klingt natürlich viel aufregender als die Mehrheit in der Gesellschaft Traut den Medien.
00:30:09: und was meinst du auch mit medien?
00:30:11: naja
00:30:13: Ich meine damit ganz klassisch Denjenigen ums so zu formulieren die schon sehr viel länger dabei sind Die unterwegs sind.
00:30:25: Ich bin jetzt seit über zwanzig Jahren mittlerweile schon ein Reporter, werde alt lieber reiner.
00:30:32: Kein graus Haar!
00:30:33: Ja
00:30:33: ja kommt und ich habe im Lokalen angefangen und dann im Bund weitergemacht also Parlamentsjournismus.
00:30:43: aber das was ich in den letzten und ich war immer auf der Straße unterwegs ist das was die letzten sagen.
00:30:49: wir vier fünf Jahre erleben Ganz anderes Gefühl und ich kann das schon vergleichen.
00:30:56: Und klar gibt es immer, da hast du natürlich einen Punkt wo man sagt diejenigen die sagen Mensch ne das ist gut was sie machen und ich verteidige immer wieder hier auch im Podcast das öffentlich-rechtliche System.
00:31:06: Ich finde das wichtig.
00:31:08: ja ich finde dass wir darüber sprechen müssen wenn Fehler passieren Das es auch Reformen braucht.
00:31:12: aber grundsätzlich finde ich dieses System wichtig.
00:31:16: Aber dennoch Dass das jetzt irgendwelche Kreise nur sind, die das machen.
00:31:24: Das kann ich nicht erkennen.
00:31:26: Paul geb ich dir vollkommen recht.
00:31:28: Retrospektiv betrachtet die Berichterstattung ab Zwei-Tausend Fünfzehn was die Immigration und die Einwanderungen nach Deutschland ging.
00:31:40: Das war bei es.
00:31:42: Aber nicht nur das Corona.
00:31:43: Corona ja?
00:31:45: Das war auch bei ist.
00:31:47: nur guckte das Ergebnis an Bei Corona, durch diese harrischen Maßnahmen ist Deutschland eins der Länder weltweit das die wenigsten Toten damals bei Corona.
00:31:59: Ich meine es ist ein positives Ergebnis und muss man ja auch mal rausstellen.
00:32:03: Dass da dadurch ein bisschen die Glaubwürdigkeit vielleicht von ein paar Medien bei ein paar Leuten etwas gelitten hat ist auch ein Fakt.
00:32:12: dass du vollkommen recht.
00:32:14: nur wir müssen daraus lernen.
00:32:16: dieser Blick zurück hilft uns ja nicht so für die Zukunft.
00:32:21: Absolut, deutlich.
00:32:23: das erkenne ich zum Beispiel an einer viel größeren Transparenz wie heute mit Fehlern umgegangen wird.
00:32:29: wir hatten beim Spiegel den Relocius.
00:32:32: in früheren Zeiten hätte man den Relozius abmoderiert Diesmal der Spiegel, ich weiß es nicht.
00:32:38: Selbst geißelnd über Monate haben sie diese Sache aufgearbeitet.
00:32:43: Das schon der ein oder andere sagt jetzt reicht's.
00:32:46: Dadurch ist der Spiegel aus dieser Krise relativ glimpflich rausgekommen.
00:32:52: Wenn irgendwo lese ich ja dauernd in den digitalen... Ich lese auch sehr viel digital die SET oder die Zeit oder die FHZ Oder auch Bild.
00:33:02: Und wenn irgendwo mal ein Fehler ist und ein kleinster Fehler, dann heißt es gleich wir korrigieren Wir entschuldigen uns.
00:33:10: Das war nicht das Jahr zwei tausend neunzehn sondern es war das Jahr zweitausend achtzehn.
00:33:15: also Es wird sehr die die Transparenz über Fehler hat Ein ganz anderes Niveau angenommen.
00:33:22: früher dass versendet sich oder Nichtes älter als die Zeitung von gestern.
00:33:28: heute jeder Fehler fällt auf und wird korrigiert.
00:33:35: Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Diskussion über Kritik an den Medien dazu geführt hat Schauen, dass sie ihren Bayes.
00:33:45: Wir haben alle unseren Bayes wenn wir an Sachen gehen aber diese Vorurteile in ihrer Berichterstattung möglichst klein halten.
00:33:52: und gerade auch die öffentlich-rechtlichen die ja so unter Beschuss geraten sind wegen einer gewissen links grünen Bericht erstattung schauen jetzt so stark wie noch nie das sie möglichst ausgewogen berichten.
00:34:11: Also es hat eine Katausis gegeben, die zu einer Besserung geführt hat.
00:34:17: Wenn wir über die Zeit sprechen dann ist das ja ne ziemlich einmalige Erfolgsgeschichte.
00:34:23: Giovanni Lorenzo war auch schon von einem halben Jahr glaube ich rund um Weihnachten hier mal zu Gast.
00:34:27: da haben wir ein bisschen drüber gesprochen.
00:34:29: Wie habt ihr das geschafft?
00:34:30: Dass ihr so eine Marke zum Positiven zu kommen, die ja wirklich brach lag, die irgendwie am Ende war damals.
00:34:39: Also ich erinnere mich jetzt oute ich mich, ich war mal Praktikant bei euch.
00:34:43: das war im Jahr Anfang der Zwei-Tausende, also noch vor Giovanni Di Lorenzo.
00:34:51: Im tollen Wissenschaftsressort der Zeit und ich war noch
00:34:55: Schüler bei
00:34:57: Andreas Sänker.
00:34:59: Toller Kollege ohnehin ein Podcast da mit Zeitverbrechen.
00:35:04: Und dann saß ich in euren großen Konferenzen und fand das natürlich ...
00:35:08: Da wurde noch geraucht es gab wie's geht.
00:35:11: Wir haben nicht gesehen aber vielleicht dachte ich damals, ich war sechzehn Aber das war noch so ein bisschen eine eher blayernere Zeit, glaube ich.
00:35:23: Auch wenn ich mir die Wirtschaftsdaten von damals nochmal angeschaut habe und ich erinnere mich bei meinen Eltern immer abonniert hatten.
00:35:35: Das war auch so eine Blei-Wüste, ja kaum Bilder da drin.
00:35:38: Ja also es war wirklich.
00:35:40: wenn man sich überwinden wollte gab schon damals auch tolle Leitartikel und Reportagen und dennoch war der Eindruck damals so wie habt ihr das gemacht?
00:35:52: Es war lustig als ich anfing.
00:35:53: die Kollegen von den anderen verlangt waren immer sehr höflich und freundlich zu mir, irgendwie so ein bisschen mitleidig.
00:36:00: So ein bisschen condescending herablassend.
00:36:03: wir wissen alle den Düben und dieses Blatt wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben.
00:36:08: der einzige der das nicht weiß ist er.
00:36:11: Es sah aber eine ausgezeichnete Startposition.
00:36:15: Die Zeitung, die Auflage ging nach unten anzeigen gab es wenig und es gab überhaupt kein Verkaufsapparat, keinen richtigen Verlag.
00:36:22: das Unternehmen schrieb rote Zahlen.
00:36:24: das sind die besten Voraussetzungen um anzufangen weil es kann anschließend nur eine Richtung geben.
00:36:31: Es gibt so viel Abseit und es war unverändert eine große Marke und sie hatte auch ne ordentliche Auflage.
00:36:40: Ich habe einfach, also liefen auch nur Männer rum bei der Zeit und ich bin in einem Frauenhaushalt groß geworden.
00:36:47: Bei meiner Großmutter mit zwei Tanten, zwei Cousinen.
00:36:49: Also ich wusste, dass es also das Männer auf Führungspositionen eininner haben können.
00:36:54: Das habe ich so richtig mitbekommen für meine Banklehre oder was genau anders herum.
00:36:59: da lief nur noch Männer um.
00:37:01: Ich habe geschaut, dass wir möglichst schnell ein ausgewogenes Verhältnis haben von Frauen und Männern, ich hab vor allen Dingen Jüngere geholt damit da mal Action in den Laden kommt.
00:37:12: Und ich habe die Redakteure umarmen.
00:37:15: Wieso
00:37:15: habt ihr dann jetzt wieder zwei Männer als Redakteur?
00:37:19: Das ist eine berechtigte Frage!
00:37:23: Paul, es sind aber in den Ressorten... Ach so okay, ich
00:37:27: dachte jetzt nur wenn du über die beiden...
00:37:30: Es hat sich irgendwie historisch ergeben.
00:37:34: Auf jeden Fall in meiner Truppe habe ich geschaut, dass wir ganz viele auch jüngere Frauen haben damit da mal ein bisschen Dampf in das Unternehmen kommt und vor allen Dingen gemischte Teams sind einfach viel erfolgreicher bringen.
00:37:47: Viel mehr Freude, also vielmehr gelacht auch und Männer haben häufig die Tendenz schon etwas länger zusammenarbeiten, dass sie sich dann eher nicht wehtun wollen.
00:37:59: und gemerkt bei Frauen ist es Die sind dann eher ausbauken und die haben auch Kinder, die müssen nach Hause.
00:38:08: Und deshalb wird auch nicht viel geschwetzt sondern da wird zur Sache geredet.
00:38:11: Ich habe die Redakteure umarmt.
00:38:14: Manch einer wollte von mir nicht umarmт werden, weil ich kam ja aus dem Verlag aber so langsam.
00:38:19: und dann kam Jofre und Naumann auch zwei Schlachtrösser, die erfahren sind.
00:38:25: Und dann kam natürlich Giovanni.
00:38:26: Giovanni und ich haben eine ähnliche Historie.
00:38:29: Wir sind im Paradies groß geworden Sind nach Hannover gekommen wurden dort ordentlich gehänseld.
00:38:37: Beide haben einen journalistischen Hintergrund.
00:38:40: Du an einer deutschen Journalistin Schule in München?
00:38:43: Ja, ich war eigentlich Rechtsanwalt aber ich fand Journalismus viel spannender.
00:38:47: Ich habe deshalb den Rechtsanwald eine Nagel gehängt und im Journalismus tätig zu sein und bin dann irgendwie auf die andere Seite gewechselt.
00:38:54: im Verlag fühlte mich immer auch sehr als Journalist und hab die Truppe halt umarmt und hab mir den Projekten überlegt.
00:39:05: Ich sage immer, solange wir an der Spitze der Innovation sind kann uns nichts passieren.
00:39:11: Weil jeder Town Hall habe ich das gesagt und das zündet dann langsam.
00:39:16: Aber erstmal muss man ja verstehen.
00:39:17: also warum habt ihr plötzlich mehr Zeitung verkauft?
00:39:19: Also warum mochten euch die Leute plötzlich lieber?
00:39:22: Ich glaube mittlerweile haben wir einen Spiegel überholt oder?
00:39:24: Ja,
00:39:25: wir haben den Spiegeln erhalten und ich glaube auch nicht.
00:39:28: Wie als ich meine Spiege war damals oder vor dem Jahr zwanzig-dreißig Jahren zurück.
00:39:32: Du dreimal so groß.
00:39:34: Und war das was man... lesen musste, was auch die Studenten unter dem Arm trugen.
00:39:38: Und wenn ich jetzt durch Hamburg oder München oder wo auch immer laufe dann haben natürlich alle die Bild-App auf ihrem Handy.
00:39:44: Nein weiß ich nicht aber also ich fiel tatsächlich Leute und junge Leute die die App haben Aber gerade so die Zeit als Status Symbol.
00:39:54: Das wirkt auf mich so dass ihr auch viel noch Print irgendwie kaufen online auch natürlich.
00:40:00: Wie habt ihr das geschafft?
00:40:02: In erster Linie natürlich redaktionell, eine Leistung der Redaktion dass sie rausgegangen ist.
00:40:09: Wir machen Leserparlamente wir haben wahnsinnig viele Leserveranstaltungen Freunde der Zeit also ganz eng an unseren Leserinnen und Lesern dran bieten denen sehr viel mehr als früher.
00:40:22: Als ich anfing waren wir hundert Redakteure.
00:40:24: heute sind wir fünfhundert.
00:40:27: Da würde manche einer sich die Haare rauf und sagen, Fünfhundert Redakteure.
00:40:31: Die sind ja alle ganz gut ausgebildet, verdienen auch ein ordentliches Gehalt.
00:40:35: Das ist ein großer Kostenblock auf der anderen Seite.
00:40:38: Kavante natürlich viel mehr Themen als wir.
00:40:41: Wir sind vielmehr an der Lebens... an der Lebenswirklichkeit unserer Leserinnen und Lesern nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe.
00:40:48: Wir wollen sie erfreuen, ihnen Spaß machen, sie informieren, kritisieren aber wie gesagt auch unterhalten und sind ganz nahe von der Wiege bis zur Baare.
00:41:01: Wie
00:41:01: sehr biedert ihr euch euren Leserin und Leseren auch an?
00:41:05: Also dass dir irgendwie das Gefühl immer transportiert, ihr wisst genau wer eure Leser sind Und den schreibt ihr, ich bin jetzt ein bisschen provokant nach Mund und dann fühlen die sich noch wohler.
00:41:16: Und ach Mensch!
00:41:16: Die Welt ist so schön und da draußen gibt es eigentlich gar nicht so große Probleme.
00:41:19: Nur der Donald Trump is böse.
00:41:22: Paul, das ist ja eine sehr gemeine Frage.
00:41:24: Ich weiß...
00:41:28: Früher hieß es, die Redakteure sind arrogant die belehren die Leserin und Leser.
00:41:35: Heute sind wir bei unseren Lesern und Lesern, heute biedern wir uns an.
00:41:39: Ich glaube das gute Mittelmaß ist das Entscheidende.
00:41:45: auch wenn wir freundlich sind zu unseren Leseren und Lesen überraschen sie natürlich auch.
00:41:50: also bei uns bestimmt nicht der Algorithmus was auf der Webseite steht und was in der Zeitung steht sondern dass Womit wir denken, dass wir die Leserinnen und Leser überraschen können.
00:42:05: Und erfreuen können und worüber wir sie informieren müssen – das ist das Entscheidende!
00:42:09: Nicht der Algorithmus, nicht das Clickbaiting.
00:42:12: Ja,
00:42:14: aber ihr wisst eben ja schon offenbar sehr gut was die Leute lesen wollen Wenn wir uns die Auflagenentwicklung anschauen, gegen allen anderen Seiten ist es ja so.
00:42:25: Gibt's da noch irgendwie ein Geheimnis das du enthöhlen kannst für alle Journalisten?
00:42:31: Ja ganz klar!
00:42:32: investieren, investieren in Qualität und jetzt nicht nur als hier Worthöse sondern wir haben tatsächlich ... Wir hatten Hundert Redakteure.
00:42:40: Wir haben heute Fünfhundert.
00:42:42: Ich glaube das hat es nirgendwo im deutschen Blätterwald gegeben eine Verfünffachung der Redaktion in dieser Größenordnung binnen den letzten zwanzig Jahre zählt sich aus.
00:42:54: Das zahlt sich aus, ist das eine?
00:42:57: Also wirklich investieren und auch in neue Formate investieren wenn du siehst was bei Zeit Online alles passiert oder es heißt jetzt nicht mehr Zeit online wir haben beide Redaktionen zusammengeführt.
00:43:07: also was bei der zeit auf der webseite passiert wirklich investierend in neue formate in technik in menschen und möglichst viel auch draußen unterwegs sein
00:43:20: Weil du Menschen sagst, jetzt ist ja so.
00:43:23: in den USA erleben wir eine schon... sich entwickelnde creator economy, also taka karsen zum beispiel gut der ist fast jetzt mit einer politischen figur geworden hat jetzt heute gesagt dass er die wans unterstützt aber nichts mehr mit republikanischem partei zu tun haben will.
00:43:39: das jetzt abseits.
00:43:40: aber es gibt eben andere ben chapiro magin kelly Es gibt sehr erfolgreiche podcaste daily andere wie
00:43:48: so
00:43:48: rogan natürlich klar Der jetzt nicht aus klassischen medien kam.
00:43:52: also diese diese entwicklung einer Ja, in Deutschland nennen wir das dann auf alternative Medien oder im Creator.
00:44:01: Wie wird sich das aus deiner Sicht entwickeln in den nächsten fünf bis zehn Jahren und wie schwierig wird es für die Zeit als Marke so zu bestehen?
00:44:12: Ich meine ihr habt ja auch Köpfe wie Giovanni Lorenzo, Sabino Rückhardt.
00:44:17: Ich will jetzt nicht welche auslassen aber das sind die ersten die mir einfach aus dem Podcasting zum Beispiel einfallen.
00:44:28: Was ist da der richtige Weg?
00:44:32: selber gegeben bei dieser Kakophonie an Publikationen, Medienkanälen die wir draußen haben ist immer wichtiger strahlende Marken und strahlenden Persönlichkeiten zu haben.
00:44:48: Und es ist immer wichtig dann ein Lagerfeuer zu bilden eine eigene Community zu haben die sich zu diesen Leuten die ich zu diesen Autoren bekenne toll findet und auch die Marke toll findet.
00:45:03: Also es ist eine große Chance für starke Marken, gerade in der Zeit von Artificial Intelligence und diesen viel dieser Kackophonie an Publikationen draußen, gerade zu den Marken zu gehen, zu denen man Vertrauen
00:45:18: hat.".
00:45:20: Was wäre bei euch in einer Redaktionskonferenz los wenn da ein Reporter AfD in irgendeiner Weise verteidigen würde oder sogar Sympathie für die AfD zeigen würde, für bestimmte Position.
00:45:35: Das ist eine interessante Frage Paul.
00:45:38: Positionen der AfD sind ja nicht unisono.
00:45:43: allesamt verderben das Verderben.
00:45:46: natürlich das perfide System, das Alice Weidel perfektioniert aber auch die andere Sarah Wagenknecht.
00:45:55: Die reden eine ganze Reihe Dinge, die wir alle abnicken und dann biegen sie falsch ab.
00:46:02: Dann kommen Sie zu Ihrem Spin der ganzen Geschichte.
00:46:05: deshalb eine Reihe von Argumenten.
00:46:09: Den kann man sich wunderbar auseinandersetzen und wenn die jemand äußert in der Zeitredaktion, dann wird er nicht gebrannt.
00:46:19: Er wird nicht massakriert!
00:46:21: Wenn einer sagen würde ich bin ein hundertfünfzig prozentiger Supporter, ja?
00:46:27: Dann gibt's ein Problem.
00:46:29: Gibt es das
00:46:29: gleiche Problem auch wenn dass jemand sagen würde Richtung der Grünen?
00:46:34: Nein Nein, weil es ist ein gewaltiger Unterschied die Grünen.
00:46:40: Man könnte ja schon grundsätzlich Frage aufwerfen ob sie überhaupt die Aufgabe eines Journalisten ist zu sagen was er irgendwie supportet?
00:46:46: Da hast du vollkommen recht.
00:46:48: also soweit ich an Redaktionskonferenzen teilnehme Ich bin immer herzlich eingeladen.
00:46:53: alle im haus sind herzlich eingeload.
00:46:55: das war früher anders Früher, nur Redakteure.
00:47:00: Ich gab so ganz am Anfang der zweitausender Jahre da musste ich schon mal rausgehen ja das ist jetzt nur Redaktion aber das hat schon... Da war die Dilorenz natürlich eingerissen und so etwas.
00:47:14: Es ist keiner sagt, ich bin Grüner.
00:47:18: Es werden grüne Thesen vertreten, die sind ja auch nicht alle verwerflich.
00:47:22: nachhaltig wirtschaften.
00:47:25: Schauen das wir überleben dass er die Klimakrise in den Griff bekommt?
00:47:29: Das ist für sich nicht verwerflich.
00:47:31: wenn jemand diese Thesen vertritt dann wird wunderbar diskutiert.
00:47:37: Ich habe noch nie erlebt, dass einer gesagt hat ich bin für diese Partei.
00:47:42: Ich weiß nicht, wie das bei Bildkonferenzen ist.
00:47:45: Hab
00:47:46: ich auch noch nie erlebt ehrlich gesagt!
00:47:49: Also in den Jahren, in denen ich dort war.
00:47:51: Das gab es tatsächlich nicht.
00:47:53: Aber ja... sehr spannend Rainer.
00:47:58: Könnte noch mit dir diskutieren über Medien?
00:48:01: Es
00:48:01: ist auch ein ungeheuer spannender Beruf, es ist ohne Journalisten gibt es keine Demokratie-Power.
00:48:08: Das müssen wir uns immer wieder sagen.
00:48:09: Wir können sie kritisieren.
00:48:11: genauso wie Politiker kritisiert, Pfarrer kritisierten, Wirtschaftsführer kritisieren kann man auch Journalisten bestens kritisierend.
00:48:19: aber das ist eine sehr sehr wichtige Berufsgruppe wenn es keine Journalistin gibt das siehst du in den USA.
00:48:25: in manchen Gegender gibt's News Desert, da gibt es Korruption.
00:48:31: Die Menschen interessieren sich weniger für Politik, nehmen weniger an der Allgemeinheit teil und sind eher populisten aufgeschlossen.
00:48:42: also es braucht Plattformen die die Menschen informieren wo die Diskussionen stattfinden und wo man auch erfährt wo man billigen Händen kaufen kann.
00:48:53: Und mein Appell ist immer, sich so breit wie möglich zu informieren.
00:48:56: Zeit zu lesen, Spiegel zu lesend, Weltbild, FAZ... Was es alles gibt da draußen und natürlich auch in den sozialen Medien, aber eben nicht nur in den socialen Medien sich zu informieren.
00:49:07: Sondern zu versuchen das alles irgendwie miteinander... Wenn
00:49:12: du dich nur in die sozialen Medien informierst dann gehst du dem Max Zuckerberg in die Falle und dem Tiktok, die dich süchtig machen dass sie, dass du im Bubbles bleibst.
00:49:22: Da fährst du immer so das gleiche Aber
00:49:24: wenn man Podcast hört ist man natürlich immer auf der richtigen Seite Lieber Rainer bei uns.
00:49:29: Ich bedanke mich sehr.
00:49:35: Danke, dass ihr wieder zugehört habt.
00:49:36: Vielen Dank auch für das viele Feedback auf ronsheimer.tv.
00:49:41: Da findet ihr auch alle meine Social Media Accounts wo Ihr mich persönlich kontaktieren könnt.
00:49:47: Das glauben manchmal die Leute gar nicht aber ich schauen mir die Kommentare tatsächlich
00:49:51: selbst an
00:49:52: Und ich bitte darum, lasst weiter Likes da bei Spotify, Apple, wo auch immer ihr den Podcast hört.
00:49:59: Bei YouTube natürlich, wo ihr dem Podcast sehen könnt!
00:50:03: Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert und das hilft uns wirklich sehr.
00:50:09: Ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philipp Jatoff in der Redaktion, bei Liven Jenrich in der Produktion und natürlich an meinen Producer Daniel van Moll!
00:50:24: Herzlichen Dank und alles Liebe!
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