Der gefeuerte Jobcenter-Mitarbeiter packt aus. Mit Fred Göcken
Shownotes
Fred Göcken hat fast 20 Jahre im Jobcenter Bremen gearbeitet. Mit Aussagen in einer ZDF-Dokumentation löste er eine bundesweite Debatte aus: über Bürgergeld, Arbeitsvermittlung, Sanktionen und angeblichen Missbrauch des Systems. Kurz darauf folgte die Kündigung.
Bei Paul Ronzheimer erklärt Göcken, warum er sich an die Öffentlichkeit gewandt hat, weshalb er glaubt, dass das Jobcenter-System grundlegende Probleme hat, wie Arbeitsvermittlung aus seiner Sicht tatsächlich funktioniert – und warum seine Aussagen über Leistungsbezieher so umstritten sind.
Ist Göcken ein Whistleblower, der Missstände offenlegt? Oder hat er mit seinen Aussagen das Vertrauen in den Sozialstaat beschädigt?
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Redaktion: Filipp Piatov u. Lieven Jenrich | Executive Producer: Daniel van Moll
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Transkript anzeigen
00:00:01: Also das ist ja eigentlich ein SOS-Foam von mir gewesen.
00:00:03: Ich wollte damit nur aufmerksam machen, dass es erhebliche Missstände in der Struktur des Jobcenters gibt und die letzten Endes dann auch im Verbund mit der Frage nach der Integration.
00:00:15: Also ich will nicht weiter heroisieren aber ich dachte mir Mensch, das ist ein schweres Problem.
00:00:19: wir sehen anhängig die AfD Quote wie sie wächst und das habe ich so als meine staatsbürgerliche Pflicht wenn man das so nennen will für mich.
00:00:30: Es
00:00:40: ist ein Fall der Deutschland in dieser Woche beschäftigt.
00:00:43: Weil einen Jobcenter Mitarbeiter im ZDF die Wahrheit über das Bürgersgeldsystem gesagt hat, wird er gefeuert – so sehen es die einen!
00:00:53: verbreitet und seinen Arbeitgeber nicht mal informiert hat.
00:00:57: Ist es nur logisch, dass er sein Job verliert?
00:01:00: So sehen ist die
00:01:01: anderen.".
00:01:01: Der langjährige Jobcentersachbearbeiter Fred Göken hat mit seinem Auftritt in der ZDF-Döku System Bürgergeld am Puls mit seiner Tacke eine neue Debatte losgetreten – viel Lob und auch viel Kritik geerntet!
00:01:15: Und ich freue mich sehr, das Er sich bereit erklärt hat mir Rede und Antwort zu stehen, denn ich möchte seine Sicht hören Aber auch, was er zu den Vorwürfen seiner Kritiker zu sagen hat.
00:01:27: Ich grüße Sie Herr Gökten!
00:01:28: Moin!
00:01:29: Hallo, sag mal hier
00:01:30: so... Moin Herr Göken nach Bremen fangen wir direkt an also in welchen Jobcenter oder in welchem Jahr haben sie beim Jobcenter angefangen und wie begann dort ihre Karriere?
00:01:45: Was war ihr Job?
00:01:47: Das fing zwei tausend fünf an.
00:01:50: ich bin sozusagen Grünesmitglied in der Zusammenlegung der Mittel zwischen Anruf für Arbeit und den Kommunen.
00:01:56: Also dann Jobcenter, da war ich von Beginn an dabei und deswegen denke ich mal dass ich mir auch einen Urteil drüber erlauben kann was da läuft.
00:02:04: Wie sind Sie da hingekommen?
00:02:06: also wie ist das passiert?
00:02:07: Ich habe ja eine pädagogische Ausbildung gemacht und hab in zahlreichen anderen sozialen Feldern gearbeitet und irgendwo ist das Beschäftigungsverhältnis im Öffentlichendienst.
00:02:17: gerade zu der Zeit den Neunzigern haben wir nicht so leicht ein Job gefunden.
00:02:21: Dann in die zwei tausendereien.
00:02:23: ich bin alle zweitausendseins im öffentlichen dienste angefangen.
00:02:25: das war dann ganz okay für mich und deswegen bin ich da bei der stadt bremen auch damals angefangen.
00:02:31: Was war denn
00:02:33: genau?
00:02:34: was war da genau ihr job?
00:02:35: also twohundfünf
00:02:37: an der arbeitsfamilie Auch schon bei bei zu sehr langszeiten.
00:02:40: wir haben ja damals getrennt wie genug gefahren.
00:02:45: So eine Installation, wie das Jobcenter hat ja verschiedene Ansätze.
00:02:48: Ein Teil kommen sie von der Agentur für Arbeit.
00:02:50: Das war ja der Ansatz auch in der Hartz-Reform damals mit Peter Hartz was Sie besprochen haben dass diese Mittel und Wege zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und zur Förderung dessen von der Agentur auch für soziale Empfänger geöffnet werden sollen.
00:03:05: Wir hatten sonst zwei verschiedene Institute die sich nicht ergänzen und auch keine Synergien schaffen sollte.
00:03:14: Und das hat man damit dann auch ein Weg gebraucht.
00:03:16: Können Sie sich noch daran erinnern an Ihre ersten Fälle, erst einmal vor den Reformen?
00:03:23: Also was war Ihr erste Eindruck als Sie begonnen haben damals beim Jobcenter anzufangen?
00:03:31: Ich habe ja von Beginn an Arbeitsvermittlung gemacht.
00:03:33: Als Arbeitsvermittler bin ich hier auch angestellt worden bei der Kommune und als wir dann in dem Jahr zweitausendfünf zusammengefasst wurden ins Jobcenter haben wir zum ersten Mal Kontakt auch regulär zur Agentur für Arbeit und da haben Systeme bekommen.
00:03:49: Also die ganze Installation der IDV und so, das haben wir nicht mit.
00:03:52: Das ist eigentlich die Basis der Agentur verarbeitet.
00:03:55: Das bis heute so geblieben?
00:03:56: Jetzt war ja... Ergönken... ...zwar in den Fünften war er das erste Jahr von Hartz IV also das von der rot-grünen Regierung unter Gerhard Schröder in der Agenda Form eingeführt wurde.
00:04:10: Damals war im Bericht davon die Rede, dass es im Januar sechs Komma eins Millionen Bedürftige gab also deutlich mehr als heute.
00:04:20: Wie war das damals?
00:04:21: Also wie lief das ab?
00:04:24: Wie haben Sie Ihren Job damals ausgeführte?
00:04:26: Ich kann mich jetzt daran erinnern, dass viele natürlich Ein Problem hatten direkt Arbeit zu vermitteln.
00:04:33: Erst mal hatten wir nicht die Erfahrung am ersten Arbeitsmarkt, jedenfalls die Leute von der Kommune kamen.
00:04:39: Die Leute vom Agentur für Arbeit, also die Arbeitsvermittler aus diesem Zweig waren zwar natürlich schon mehr Arbeitsvermittlung gewöhnt aber die Stellen wie Sie schon sagen waren ja nicht vorhanden.
00:04:51: Wir hatten an die sechs Millionen Arbeitslose wenn ich mich recht in Sinne zu zu dieser Zeit, vielleicht war es Anfang fünf bis Ende fünf so.
00:04:59: Und da war da natürlich guter Haar teuer.
00:05:02: Wir haben dann versucht das... Dessen kann ich mich auch am Ende sehen, sich an die IHG oder so viele auch vielleicht in dieselbstätigkeit zu bringen.
00:05:10: Das waren alles Versuche zu einer Zeit wo wir keine Arbeit entpettualen.
00:05:16: Das hat sich natürlich auch gewandelt.
00:05:19: Was war da so ein normaler Tag für Sie?
00:05:22: Wie lief das ab?
00:05:23: Ja, der Tagesablauf hat sich gar nicht so groß verändert.
00:05:28: Man hat fünf bis sechs qualifizierte Gespräche, so drücken wir uns mal aus.
00:05:33: Zunehmend ja am Vormittag... wo du dann die Kunden eingeladen hast, das war damals schon dasselbe und Perspektive besprochen hast.
00:05:42: Einzelne Entwicklungspläne gemacht, was eine Eingliederungsvereinbarung dahingehend unterschrieben hat.
00:05:47: Das war die Grundlage der Zusammenarbeit zu sagen, wo wir natürlich unter dem Postulat Wir vermitteln ihr Arbeit in der Prämission gearbeitet haben.
00:05:55: Der Arbeitsvermittlung war damals eigentlich das erste und wichtigste Gut, was wir hatten und auch machen sollten.
00:06:03: Was mich auch interessiert, was waren das damals für Leute?
00:06:08: Also die zu ihnen kamen.
00:06:10: Wer waren die Bezieher staatlicher Leistung und wie war es den Menschen zu helfen in Arbeit zu kommen?
00:06:16: Naja ich meine ein nicht unerheblicher Teil ist ja von uns durch die Kommune zugesteuert worden.
00:06:24: Und da muss man natürlich sagen bei uns war er ja nicht der Blick so auf die Arbeitsvermittlung.
00:06:30: Wir hatten ja auch sehr viel mühsig Beladene sagen wir mal so, die Hilfe brauchten, die über Mutilien, wie gesagt man so schön, multiple Händnisse verfügten.
00:06:38: Und da ging es ja höchstens über Umwege, über den zweiten Arbeitsmarkt direkt Arbeit zu finden war eigentlich schwierig und das war...
00:06:47: Weil es ganz kurz, dass man es einmal erklärt also weil es einfach keine Jobs gab, sagen Sie?
00:06:52: Weil es keine Jobs gibt und weil wir einen Haufen an Kunden mitgebracht haben, die nicht in der Lage waren so auf dem ersten Arbeitsmarkt ohne unsere Hilfe Fuß zu fassen.
00:07:02: Sie sagen
00:07:03: Kunden, damit meinen sie Arbeitslose.
00:07:07: Damals haben wir das noch nicht Kunden genannt, da kann man sich jetzt überstreiten ob das auch die richtige Bezeichnung ist.
00:07:13: Da kann ich jetzt nicht mehr sagen.
00:07:14: aber vor zehn-fünfzehn Jahren haben wir den Begriff Kunde also allgemein verbündigt in den Jobcentern eingeführt.
00:07:21: Jetzt hat sich dann die Jobsituation ja verbessert nach... immer weiter.
00:07:27: Also es gab dann Jobs.
00:07:30: Wie lief das dann ab, als Jobs da waren und sie versucht haben Leute zu vermitteln?
00:07:36: Ja, das änderte sich sagen wir mal so.
00:07:38: Mit Lehman kann ich mich noch erinnern, im Jahr zwei tausend acht und in der generellen Wirtschaftskrise wenn Sie nur einen Sinn da war es natürlich auch zu dieser Zeit nicht gerade rosig aber tatsächlich in den zehn Jahren haben wir in Richtung Vollbeschäftigung gearbeitet Läht es da hätte einmal die Frage einfach, wie können wir die Arbeitslosigkeit vielleicht sinnvoller beenden?
00:07:58: Die Leute besser vermitteln.
00:08:00: Denn wenn man das... Ich kann das jetzt nur an Bremen sagen also an den Beispiel Bremen.
00:08:04: Die Arbeitslosenquote ist ja kurioserweise immer gleichgebrieben.
00:08:07: Wir sind zwischen zwischen zehn und elf Prozent.
00:08:11: Und obwohl wir Stellen im Angebot hatten, passten sie entweder nicht auf die Nachfrage auf die Kunden Oder es gab halt, und dazu kommen wir ja noch an die Gründe.
00:08:22: Warum diese Stellen nicht angenommen wurden?
00:08:27: Was waren das für Gründe und was konnten Sie damals tun auch um Druck auszuüben?
00:08:34: also welche Möglichkeiten hatten sie da in der Hartz-IV Zeit auch was Sanktionen angeht?
00:08:39: Ja der Druck stand eigentlich nicht im Vordergrund des Geschäfte so wie immer so ausdrücken darf.
00:08:47: Nein, dieses Fördern und Forderen war natürlich Bestandteil der Harzgesetze schon klar.
00:08:52: Und wir haben auch dazu kommen wir ja sicherlich noch andere Möglichkeiten der Sanktion gehabt als heute besonders unter den Bürgergeltern.
00:09:00: Aber wir haben das Mittelfordern-Weiterbildung natürlich auch nach Kräften genutzt um Umwegslösung zu finden, um in den Arbeitsmarkt reinzukommen.
00:09:08: Das war ja die Struktur sozusagen.
00:09:11: Wir haben vor und weiter Bildung gemacht.
00:09:12: Wir haben bis in die Spitze natürlich berufliche Schulungen gemacht, Umschulungen gemacht Die zwei drei Jahre sehr teures Instrument.
00:09:20: Dann haben wir Schweißerscheine Und was weiß ich?
00:09:23: Zuletzt natürlich auch Führerschein für Lkw, für PKW gefördert oder sogar in der Spitze Autos Also kleine Autos.
00:09:34: aber Sie haben ja gerade gesagt, dass sich die Arbeitslosenquote da in Bremen erstaunlicherweise nie verändert hat.
00:09:41: Obwohl sich die Joblage oder nur leicht verändert hat, obwohl sich die Wirtschaftslage eben massiv dann in den Zehnerjahren vor allem nachliemen, dann verbessert hat.
00:09:52: Woran lag das jetzt?
00:09:53: wenn sie auf ihre Zeit damals schauen?
00:09:56: Warum haben sie nicht mehr Leute vermitteln können und was waren das für?
00:10:01: Also erstmal passen die Kunden nicht, zwangsläufig immer.
00:10:04: Es ist ja kein statistisches Spiel!
00:10:06: Wir haben nachgefragte Stellen am Arbeitsmarkt durch die Agentur, durch unser Arbeitgeber-Service gesteuert.
00:10:14: Kennen wir diese Jobbörsen auch und die nutzen wir auch?
00:10:17: Aber du musst natürlich auch die Kunden dazu haben, die das zu passen vom Profil.
00:10:21: Und das ist gar nicht so leicht in Einklang zu bringen dass diese Kunden von der Qualifikation dazu passt.
00:10:29: Und dann hast du natürlich auch das weite Feld, dass die Motivation ja auch dafür da sein muss.
00:10:36: Noch mal zurück bei der Frage des Drucks weil fördern und fordern!
00:10:40: Das war ja Teil der Hartz IV-Gesetze.
00:10:47: abgeschafft, dann als das Bürgergeld kam.
00:10:50: Also da gab es dann weniger Sanktionsmöglichkeiten.
00:10:53: aber ich möchte noch mal in dieser Zeit von Hartz IV bleiben.
00:10:56: Welche konkreten Sanktsionsmöglichkeiten hatten Sie damals?
00:11:02: Man hat auf der einen Seite sanktioniert für nicht stattgefundene Beratungsgespräche, wenn der Kunde nicht gekommen ist ohne Entschuldigung.
00:11:10: Du musst es ja anhören dann.
00:11:11: Dann traht schon ein Sanktionsprozess nicht automatisch aber unser... Auf unsere Anleitung natürlich in Kraft.
00:11:19: Aber das ist ein mühseliges Verfahren wo ich sagen muss Das hast du natürlich nicht bei jedem gemacht sondern das macht natürlich auch zusätzlich sehr viel Arbeit.
00:11:27: So ein Sanzonsprozess in der Gänze Und wir haben ja nicht selbst sanktioniert als Vermittler, sondern wir haben das an die Leistungsabteilungen weitergeleitet.
00:11:35: Die ohnehin schon abgesoffen waren mit dem täglichen was sie machen und somit sind Sanktionen sage ich mal schon bei besonderen Kunden die nun gar nicht mitarbeiten wollen genutzt worden.
00:11:46: aber in der Fläche würde ich sagen So richtig sanktioniert haben wir nicht.
00:11:52: Ich kann mich jedenfalls auch nicht an Dienstversprechungen erinnern, wo es... Es ging immer um Kontaktdichte und wie viele Leute kommen?
00:11:58: Und die gruselige Quote dass die Hälfte bis heute nicht kommt.
00:12:01: aber logischerweise weil wir dazu eigentlich keiner messen haben müsste man dann auch sagen Die Sanktionen müssen auf dem Fuß folgen.
00:12:07: Aber diese Frage Wie viel Sanktsonen wir ausgesprochen haben Die war höchstens am Rande Thema.
00:12:14: Kein kein großes Thema.
00:12:16: Können Sie sich daran erinnern an die chefsten Sanktionen, die Sie oder gemeinsam ausgesprochen haben?
00:12:23: Ja das geht bis zum gänseligen Verlust der Leistung.
00:12:26: Wenn z.B.
00:12:27: der Verdacht auftauchte dass diese Person gar nicht im Lande ist und da gar nicht anwesend ist.
00:12:32: Du musst ja wenn du so einen Antrag nach zwei dann auch unterschreibst auch verfügbar sein fürs Arbeitsamtüber für die Jobcenter.
00:12:39: Wenn das nicht der Fall ist weil ich zum Beispiel dreimal angeschrieben habe und die Post kommt zurück Dann hat man ja vielleicht auch irgendwann mal den Verdacht, dass der dort gar nicht wohnt oder nicht anwesend ist aus Gründen die wir so irgendwie nicht wissen.
00:12:52: Und dann war früher das ein guter Unterschied zu.
00:12:55: heute bin ich einfach formlos rüber gelaufen.
00:12:58: die Leistungsteiler haben für diesen speziellen Fall die Leistungen eingestellt, einstellen lassen angehalten.
00:13:03: Was heißt das?
00:13:04: Was konnten Sie damals machen?
00:13:06: Ich habe
00:13:07: also gesagt ich vermute hier Ortsabwesen heißt so heißt es bei uns bitte mal die Leistungsanhalt nicht verweigern oder so.
00:13:14: Und dann merkst du ja, wenn die Leistung nicht weiterlaufen für den nächsten Monat.
00:13:17: Dann muss ja irgendwie auch anzunehmen, da weiß ich so eine Reaktion vom Kunden erfolgen, dass der mal nachwärft wo bleiben meine Leistungen?
00:13:23: Das ist nicht immer Erfolg.
00:13:25: und Ja, dann hat man natürlich seine Seine Eindruck über die lange Zeit gesammelt was also alles im Verborgenen schlummern und diese Ortsabwesenheit Die muss man beantragen.
00:13:41: Man hat ja recht, wegzufahren in Urlaub zu fahren oder Familie zu besuchen aber man müsste das im Einzelfall eigentlich beantragten.
00:13:46: Das macht irgendwann weil wir das auch nicht so weiter verfolgt haben eigentlich kaum mehr Leute.
00:13:51: Es machen schon noch Leute.
00:13:52: Aber die über große Anzahl denkt wenn ich dann haue ich halt so ab und wenn es in diesen Zeitraum rein wird wo ich anschreibe wegen Stelle oder so Ja Dann konnte man schon mal anhalten lassen Wenn man den Eindruck hatte der Kunde ist ist nicht da.
00:14:06: Dann passierte im Jahr dreiundzwanzig ein neues System eben, dass es wurde ersetzt durch Bürgergeld.
00:14:17: Also es gab erneut eine Reform und zu den Neuerungen gehörte unter anderem das der Druck auf die Bezieher rausgenommen wurde Das schonen Vermögen wurde erhöht Sanktionen gelockert Es würde mehr auf Fördern statt fordern gesetzt.
00:14:32: Wie hat sich das damals, also Dreiundzwanzig dann auf Ihren Job im Jobcenter konkret ausgewirkt?
00:14:39: Ja.
00:14:39: Also von Seiten der Vermittlung war das sehr kritisch beäugt.
00:14:43: in den Flächendecken würde ich sagen weil Lanzonen brauchst du ja im Geschäft um deinen Vordergrund auch nach tut zu verleihen.
00:14:50: Das ist ja in jeder Sache so und wir aber klar es hat sich gesetzlich gewandelt.
00:14:56: Wir sollten dann nicht mehr diesen Druck dieser Eingegungsvereinbarung und dem strikten Abarbeiten, was wir zusammen auf dem Weg in den Job zusammen erarbeitet haben.
00:15:05: Sondern wir sollten die Leuten schon etwas freiräume bieten.
00:15:09: Was heißt das Freiräumbebieten?
00:15:11: Ja man sollte dann wie gesagt zusammen irgendwie ein Szenario entwickeln, wie man besser in Arbeit kommen könnte ohne diesen Druck.
00:15:18: Das war so der Ansatz.
00:15:19: Also
00:15:19: ohne Kürzung!
00:15:20: Ohne Kürzung erst mal, ja.
00:15:22: Die Kürzen standen jetzt in dem Vorwurf dann, sie nie!
00:15:24: Wir sind ja nicht ins Büro gegangen um fein zu kürzen jetzt irgendwie den Tag über.
00:15:29: Aber das ist dann so verstanden worden als Signal auch bei uns Ja Sanktionen sind ja gar nicht mehr möglich.
00:15:36: Dann kann ich dem Kunden vielleicht was raren.
00:15:39: Ich kann ihnen etwas empfehlen aber wenn der das nicht macht dann habe ich auch keine Möglichkeit das zu sanktionieren.
00:15:44: Das ist so angekommen.
00:15:47: Was hat sich dafür Menschen geändert, die nicht arbeiten wollten?
00:15:53: Sie reden jetzt von der Quote der Totalverweigerung.
00:15:57: Das war ja überhaupt für mich ein Ansatz mit Sarah Tacke in Verbindung zu setzen weil ich weiß nicht wer das in die Welt gebracht hat dass jemand total verweigert und sagt Ja ich spiele jetzt gar nicht mit oder durch sein Verhalten auch zeigt Ich bewährt mich gar nicht.
00:16:11: Ich nehme auch eine Weiterbildung an Fortbildungen Bewerbungstraining Also gar nicht Teil.
00:16:16: Das ist der Mini-Mini-Miny-Kleine, das kann Mark auch ein Prozent sein, das halte will ich gar nicht abstreiten.
00:16:22: Das könnte sogar richtig sein aber das ist die Ausnahme.
00:16:25: Dass jemand total verweigert und sagt, ich spiele nicht mit, hab' ich aus selten gehabt!
00:16:30: Man richtet sich ja einen auf das System also im größeren
00:16:33: Moment.
00:16:34: Das heißt man macht ein bisschen mit um...
00:16:37: Ja, du machst Verweigerst nicht total.
00:16:39: Sondern du bewirbst dich auf Stellen.
00:16:42: aber da lässt so dir wie man so schön Sachen Stempel geben und ist halt nicht eingestellt worden.
00:16:46: Und ja dann geht das Spiel so weiter.
00:16:49: also man bewirbt sich Man kommt zu Einladung auch jedenfalls Dann irgendwie nach der zweiten Einladungen.
00:16:56: Da lässt man sich überblicken weil man ja weiß von einer Seite sonst gibt es Sanktionen.
00:16:59: So und dass ist der weithaus.
00:17:01: deswegen komme ich auf diese drei bis vierzig Prozent.
00:17:03: irgendwann Auf
00:17:04: die kommen wir noch Noch mal kurz dabei bleiben.
00:17:09: Also in dem System, was sich dann, zwanzig-dreinzwanzig weiterentwickelt hat, an dem es viel Kritik gab, dann gab es schärfere Sanktionen die eingeführt wurden bis heute immer wieder Veränderungen des bestehenden Systems.
00:17:29: Wie ist das dann weitergegangen?
00:17:31: Also wie hat sich das aus ihrer Sicht verändert?
00:17:37: Ja, das Thema Sanction wie ich schon sagte ist kein zentraler Punkte bei uns gewesen.
00:17:41: Man muss ja so denken man hat zweihundertfünfzig bis vierhundert Kunden.
00:17:47: Das ist ja je nach Jobcenter und Stadt.
00:17:49: in den ländlichen Gebieten mag es anders aussehen aber in der Stadt Vibrem bist du halt sehr voll und belastet mit Kunden mit einzelnen Bedarfsgemeinschaften.
00:18:00: So und dann bist du ja froh, dass du irgendeine Struktur mit Leuten arbeitest wo sie auch mitziehen.
00:18:07: Und Sanktionen klar das hat man im Härtefall bei den ganz schlimmen Fällen machst du das aber sonst versuchst so.
00:18:13: mein Chef hat immer gesagt Fried bei aller Kritik halte ich an die Leute die wollen den Rest lass weg weil das kriegen wir Ähnliche.
00:18:22: Im Wortland vielleicht anders aber im Ergebnis So als Tint.
00:18:26: Und das führt dazu natürlich irgendwann, dass kann man machen.
00:18:29: Das ist vielleicht auch für die eigene Gesundheit eine gute Herangehensweise weil man will ja nicht permanent im Ärger mit den Kunden streiten sondern wir wollen Arbeit vermitteln und denen was Gutes tun.
00:18:40: Das war immer der Ansatz für mich jedenfalls und für die Kollegen sicherlich auch.
00:18:44: Somit hat man diesen verbleibenden Anteil, den ich so richtig mitwirken einfach sitzen lassen.
00:18:49: Sag mal so, ist ja auch nicht Einkommen abhängig.
00:18:51: Sanftiotisch Quote wird bei uns nicht bezahlt oder so.
00:18:54: und dann hast du außerdem Punkt zwei noch Ärger mit den Kunden.
00:18:58: und der dritte Teil ist die Leistungsabteilung findet das auch nicht super, dass sie da über Stunden machen muss.
00:19:03: Wo ist was sehr gewohntunstig hier die ganze Entwicklung?
00:19:07: Wenn wir auf das schauen was jetzt ein Leistungsempfänger bekommt neben dem Regelsatz welche Leistungen gibt es da noch?
00:19:15: also Wohnengeld zum Beispiel?
00:19:17: Ja, das Wohngeld ist ja bei uns inkludiert.
00:19:19: Man kriegt für die Anerkennens- weiteweise Wohnung, kriegst du dann einen Bedarfssatz und der ist nach Mietspiegel auch ausgerichtet.
00:19:31: in aller meistens Städte haben ja Mittespiegel mittlerweile Und du kriegest den festen Bedarfsatz.
00:19:36: Der hat sich natürlich weiterentwickelt.
00:19:39: Wir haben natürlich Mittel In den Topf Weiterbildung und Fortbildung.
00:19:43: Das sind so sixty Millionen pro Jahr fürs Jobcenter Bremen und aus diesem Topf bestücken wir halt Fort- und Weiterbildung, die einzelnen Fortbildungsmaßnahmen.
00:19:52: Und natürlich auch Hilfe zur Entwicklung von Persönlichkeit oder so ist alles möglich!
00:19:57: Wir sind als Vermittler da eigentlich ziemlich frei in der Gestaltung.
00:20:03: aber nochmal – der Kunde muss das natürlich auch wollen,
00:20:06: ne?
00:20:08: diese Jahre blicken, auch auf die letzten Jahre Blicken an ihre Gespräche denken mit Arbeitslosen.
00:20:17: Woran haben Sie erkannt?
00:20:18: Dass sie wollen oder dass sie tatsächlich suchen oder möglicherweise nicht?
00:20:23: Das ist eine spannende Frage weil das ist ganz detailliert auf den Job.
00:20:31: unterschiedlich ist das.
00:20:33: Weil wenn Sie sagen mal so wie ich habe schon in vielen Bereichen gearbeitet Job Offensive hatten wir auch mal.
00:20:39: Da geht es wirklich nur, wie der Name schon sagt um Leute die nur einen Job brauchen, die kein anderes Hemd ist haben.
00:20:45: Die haben wir dann gesammelt und in so etwas in eine Joboffensive gepackt.
00:20:49: Und da ging's ja immer nur um Stellenvermittlung.
00:20:52: Und dann haben sie sich beworben und dieses ausgefallen man flankiert das vielleicht indem du beim Arbeitgeber auch mal anrufen sagst können Sie sich vorstellen dass dieser Mensch dich bei Ihnen mal vorstellen und dass wir über eine Beschäftigung nachdenken.
00:21:04: Vielleicht erstmal über ein Praktikum oder so über den Umweg.
00:21:09: Da ging es wirklich dezidiert um Arbeitsvermittlung.
00:21:11: Und da kriegst du natürlich sehr gut mit an so einer Position, anders als vielleicht wo du als Fallmännischer auch mehr Hemdesabbau machst wie die wirkliche Gemengelage zum Thema Jobaufnahme ist.
00:21:24: Weil wenn du zum dritten Mal dann merkst der hat sich gar nicht vorgestellt, dann ist das ja irgendwann auch nicht mehr glaubfühlig und fragend.
00:21:31: Das merkst du dann in der zentralen Stelle wie ihr Job-Aufregende, wenn du nur mit Stellenvermittlung beschäftigt bist.
00:21:39: In den anderen Bereichen Fallmanagement da ist es schon die Kunden natürlich auch leichter zu sagen mir geht's nicht so gut wie wir es in der Doku vielleicht auch gesehen haben.
00:21:47: ich muss erst mal Magen OP machen oder so.
00:21:49: Da ist auch der Vermittler nicht unbedingt jetzt auf diese Stellenvermittlungen im ersten Aufschlag konzentriert.
00:21:58: Und dann machen wir fort und weiter Bildung.
00:22:00: Und da machen wir viele Umgehungslösen, kosten uns viel Geld... ...und die Wirksamkeit, naja, da müsste man dann... Die Messbarkeit ist auch nicht im Urling zu da, ne?
00:22:08: Das ist so meine Kritik an dem System.
00:22:10: Wenn Sie auf das System schauen aber auch auf einzelne Fälle haben Sie aus den Jahren einen besonders eindrücklichen Fall also der Sie noch heute bewegt natürlich ohne Namen zu nennen oder irgendetwas...?
00:22:24: Schicksale von Menschen, wir haben ja wirklich wenn du da sitzt.
00:22:27: Du hast Menschen die haben schwere Schicksalschläge erlitten, die sind mit Tod und Trauer in Kontakt gekommen Und das kennen wir alle nachvollziehen dass das ein aus der Bahn werfen kann und das Arbeitsvermildung zu dem Zeitpunkt auch nicht eine Rolle spielen.
00:22:43: Ich habe aber natürlich sehr viele Beispiele wo es um Schroffen Betrug eigentlich geht.
00:22:48: Können
00:22:50: wir da mal Beispiel nennen?
00:22:52: Naja, wenn man Führerschein zum Beispiel für eine Person unter schweren Bedingungen beim Arbeitgeber der muss ja auch mitspielen fördert.
00:23:00: Das zahlt dann auch unser EGT also der Einglusttitel der dafür zuständig ist.
00:23:05: daraus kann ich dieses Geld nehmen.
00:23:08: und du förderst ein Führerschein kostet mittlerweile auch zwei drei tausend Euro.
00:23:12: da stellst du noch ein Auto zur Verfügung das kostet nochmal viertausend damit er dahinkommt weil der Arbeitgebers in diesem Falle Lagerlogistiker eben nicht mit den Öffis erreichbar ist.
00:23:21: Und du stellst fest, nach vierzehn Tagen hat er sich wieder schön feuern lassen.
00:23:26: Für Rasschein und Autobahelder natürlich!
00:23:28: Was ist das
00:23:29: so?
00:23:29: Ist das häufiger passiert?
00:23:31: Ja, das passiert schon mal.
00:23:33: Also die Kritiker werden sagen Friede, dass passiert ja nicht jeden Tag, das ist richtig.
00:23:37: Aber der Reigen dessen was man monieren kann, der ist riesengroß.
00:23:41: Können Sie noch ein paar weitere Beispiele nennen?
00:23:44: Naja bei ... Die Frage der Wohnsituation zum Beispiel... Das beleuchten wir auch oft genug nicht tief genug Weil klar, wenn man in einer Bedarfsgemeinschaft so genannt sitzt und jemand hat Einkommen.
00:23:58: Dann bei der Anterstellung wird es heißen, sie haben übersteigendes Einkommen.
00:24:02: da können wir leider keinen als zwei zahlen weil Sie sind nicht bedürftig.
00:24:07: Müssen Sie einfach genau erklären was ist eine Bedarfsemeinschaft?
00:24:12: Man ist verpartnert.
00:24:15: Wenn jetzt eine Familie exemplarisch mal käme dann hast du Vater Mutter oder Du hast zwei Zwei Partner in jedem Fall und vielleicht noch ein Kind dabei.
00:24:25: Und dann hat man natürlich die Leistungsabteilung, misst das ja an Bedarf setzen.
00:24:29: und dahinten gehen wir natürlich auch die Bedürftigkeit gerechnen.
00:24:33: und wenn jemand Einkommen hat also von den Beisen mag sein dass einer arbeitslös geworden ist und sich meldet.
00:24:39: Aber anders als bei der Versicherungsleistung allg.
00:24:41: eins geht es ja bei uns um Bedürftigkeit, das darf man nie vergessen.
00:24:44: viele verwechseln das und dann muss man natürlich rechnen okay dass Einkommen von A wird auch B zugeschlagen und auch dem Kind Und wenn du einen gewissen Satz von Einkommen überschreitest bist nicht bedürftig.
00:24:55: da gibt's auch keine Allzwei.
00:24:56: Das wissen die Leute natürlich und insofern ist das ich sage dass wir dahin drücken.
00:25:01: aber Schlauer wäre es dann ja irgendwie, dass man sich als getrennt bei diesem Wissen im Vorfeld schildert und das wir zwei Bedarfsgemeinschaften daraus machen.
00:25:10: Mutter allein zieht und er dann irgendwie in der... Ja, man trennt sich halt und schon sieht das ja schon ganz anders aus ne?
00:25:18: Weil er zum Beispiel Arbeitsvorsitz oder Sie und es gibt da eine Zahlung all Zwei
00:25:21: Also Führerscheine, bedarfs Gemeinschaft, welche Tricks gibts dann noch?
00:25:26: also Dinge die in regelmäßiger aufgefallen sind
00:25:30: Vieles bleibt ja im Dunkeln.
00:25:31: Wir haben diese Datensätze, die wir bekommen zur Überprüfung über den Sozialversicherungsträger, die AOK in diesem Fall und da kommen viele Datenabgleiche wo man sich ja wundert, da muss ja Ursache dieses Abgleichs eine Beschäftigung, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen sein, die uns aber nicht bekannt ist.
00:25:50: Also Schwarzarbeit!
00:25:52: Ja, in dem Sinne ist es ja keine Schwarzarbeit weil sie ist gemeldet.
00:25:56: Sonst hätten wir ja keine Kenntnis darüber aber bei uns sind Sie nicht gemeldete.
00:26:01: Das müssen Sie mir erklären.
00:26:02: wie kann das sein?
00:26:03: Also die Krankenkasse kriegt eine Meldung über einen Nebenjoss von vierhundertfünfzig jetzt fünfhundertachzehnvier oder drüber sogar.
00:26:11: und diese beiden Institute, dass Jobson die gleichen sich schon ab.
00:26:16: was will beim Finanzamt nicht machen Aber bei der AUK können wir das.
00:26:19: Und dann kommt eine Meltung Mensch der hat aber Wisst ihr das?
00:26:23: Eine Versicherungspflicht, die ihr beschäftigt uns um ersten Zehnen.
00:26:25: Ersten Siegen wie auch immer aufgenommen und dann prüfen wir da so ein Feld auf.
00:26:29: diese Tätigkeit hat er bei uns aber gar nicht angegeben.
00:26:32: Und was machen sie denn?
00:26:34: Wir schreiben an und fordern erstmal auf der Klärung in diesem Fall und wenn du da die Klärungen hast dann heißt es ja dass das hat sich nur überschmieden oder Ja habe ich nicht gewusst oder was weiß.
00:26:48: ich ist natürlich auch sanktions für dich so einen Verhalten.
00:26:51: Aber Vielfach lassen wir uns dann besenftigen.
00:26:56: Warum?
00:26:56: Also warum lässt man sich dann besänftigen, wäre das so klar?
00:26:59: Sie haben recht weil eigentlich haben wir gar keinen Ermissensspielraum dafür die gesetzliche Lage ist.
00:27:03: Aber warum passiert das trotzdem?
00:27:04: denn
00:27:05: aus den Bekannten drinnen, die ich gerade schon geschildert habe?
00:27:07: Es macht halt Arbeit es macht Ärger und du belastet andere nämlich die Leistungshabteilung.
00:27:12: Wie oft bin ich rüber gegangen und kriegste dann in der die Reaktion ja toll zum Freitag noch so eine Nummer.
00:27:17: jetzt
00:27:19: Das müssen Sie nochmal ausführen.
00:27:21: Also was heißt rübergehend zur Leistung
00:27:24: abteilen?
00:27:25: Die Sanktion als solche, den Akt der Sanktsion, den Verwaltungsakt setzt ja die Leistungsabteilungen.
00:27:31: Die hat mit uns ja nicht zugemacht.
00:27:32: Wir machen reine Vermittlung.
00:27:34: Wir geben Hinweise wir sind auch Chef des Verfahrens.
00:27:36: aber alles was Leistungen angeht, was die Miete angeht und was die Heizkosten angeht dann natürlich auch der Bedarfsratz liegt bei der Leistungs-Abteilung.
00:27:43: Und wenn ich aus diesem Grunde kürze weil er sich nicht beworben war oder andere Rechts Mängel hat, dann gehe ich rüber.
00:27:50: oder das ist ja ein Verfahren über Papiere dann.
00:27:53: Oder EDV und gibt es an die Leistungshabteilungen, die diese Sanktion umsetzen muss?
00:27:58: Das ist für sie einfach eine Menge Arbeit!
00:28:01: Was hat sich für Sie... Im Jobcenter seit der Flüchtlingswelle, zwanzig fünfzehn geändert hat das.
00:28:08: Das ist
00:28:09: Kasus Knaktos würde ich sagen wie man so schön sagt denn es sind dann natürlich... Ich kann mich entsinnen Kanzlerin.
00:28:16: okay wir öffnen die Grenzen und weiße sagt der damalige Chef der Amateur für Arbeit.
00:28:23: Wir schließen die Grenze nicht.
00:28:27: Wir helfen Ihnen, Frau Kanzlerin.
00:28:29: Ja, kann sich vielleicht jeder noch daran erinnern?
00:28:31: Die Eindrufearbeit ist gut aufgestellt mit Ihren Jobcentern.
00:28:35: Wir gehen das Problem erst mal an und wir machen viel Sprachkurs über das BAMF, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
00:28:42: Und dann werden wir die in Arbeit vermitteln.
00:28:44: So, dann hat der Weiser sich nächstes Jahr im Rohrstand versetzen lassen.
00:28:47: Und wir saßen, muss man ganz ehrlich sagen, mit diesem Problem erstmal Sprache, Kultur... Und wir wussten ja gar nicht, wie uns geschah.
00:28:55: Also es kamen dann wirklich nicht sukzessive Leute aus dem Ausland, sondern es kam wirklich Massen und das hat natürlich bei uns auf eine fragile Ebene die ohnehin schon nicht so gut funktioniert ist das Problem der Schiefen-Ebene hat das natürlich schon zu großen Problemen geführt, die wir heute noch haben.
00:29:15: Zu welchen Problemen genau?
00:29:17: Ja also wenn sie dann beim Postulat der Arbeitsform mit nun bleiben Die Leute sprechen kein Deutsch, die müssen erst mal ein-, zwei Jahre in Deutsch kursen.
00:29:25: Kann man auch drüber streiten?
00:29:27: Ich bin immer der Meinung gewesen, wir müssten sie eigentlich eher flankieren und die Wirtschaft vermitteln.
00:29:32: Wenn man über Außland vielleicht mal studiert oder so weiß man... Da kannst du dreimal schneller Englisch lernen oder Spanische, wo man noch ist.
00:29:40: On your job!
00:29:41: Als wenn du einen Kursusbelicht, wo du erstmal ein halbes Jahr warten musst und die Leute sitzen da und haben keine Tätigkeit.
00:29:47: Und insofern habe ich immer dafür plädiert, ja aber dass dieser Automatismus von Sprachkursen, weil das Mann ist auch nicht für ihn das Richtige.
00:29:56: Weil viele haben nach Arbeit doch nachgefragt intensiv Aber wir haben sie erst eigentlich quasi in diese Sprachkurse bedrängt mit Anführungsstrichen jetzt, weil es einfach das Verfahren war und dann waren die ein zwei Jahre weg und du hattest ja auch keinen Daumen mehr drauf.
00:30:12: Selbst wenn die Stellen hart sind, haben wir gerade gesagt.
00:30:14: Wir hatten ja nicht Vollbeschäftigung.
00:30:15: Wir haben regelmäßig die Stellen reinbekommen.
00:30:18: Diese Leute waren diesen Prozess entzogen und saßen dann in irgendwelchen Sprachkursen oder ob sie da hingegangelnd war auch nicht mehr in unserer Kontrolle.
00:30:27: das hat das BAMF gemacht.
00:30:29: Und so haben wir damit wieder ein bisschen Kontrolle aus der Hand gegeben.
00:30:33: Dieses Problem ab Zwei-Tausendfünfzehn war ein Einschneidendes.
00:30:37: Das ist bis heute.
00:30:39: Ich habe ganz gut... Ja
00:30:41: sagen Sie?
00:30:42: Ich habe gerade kulturelle Dinge auch noch mal am Rande angesprochen.
00:30:47: Ich rede es nicht von Staatsbürgerkunde in der Jobvermittlung, aber du musst diesen Ankömmlingen natürlich auch erklären was wir für eine Annahme von Leben haben, wie wir uns so als Mittel Europäer zur Arbeit stellen und was wir eigentlich machen.
00:31:01: So ein teures Sozialsystem das kennen die Leute ja auch nicht aus ihren Heimatländern und wie die Regeln sind.
00:31:10: dass es sich ziehend irgendwie mitzuspielen und zur Arbeit sehen, nach Kräften mitzuhelfen hier rauszukommen.
00:31:17: Das hat mir am Anfang gesagt, hat bundesweites Interesse ausgelöst... weil sie in einer ZDF-Doku meiner Kollegin Saratake singemäß gesagt haben, dass Jobcenter viel Geld ausgeben ohne die Menschen am Ende in Arbeit zu bringen.
00:31:31: Und Sie haben da ein System beschrieben das sich selbst erhält indem also weder Jobcenter noch Bezieher einen Interesse haben etwas zu ändern und dafür würden sie nun gekündigt.
00:31:44: oder für ihren Auftritt.
00:31:46: lassen wir uns einmal über über den Fall sprechen.
00:31:49: Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann haben Sie sich bei Sarah Tacke selbst gemeldet nachdem sie einen Beitrag von ihr gesehen haben.
00:31:59: Warum haben Sie gemeldete?
00:32:01: Der erste Beitrag ging ja zur Einführung des Bürgergeldes, dass es ja auch erst zweieinhalb Jahre her darum Mensch ist gibt so viele Stellen.
00:32:08: die waren ja am Markt und ihr könnt sie nicht besetzen.
00:32:11: was ist was?
00:32:11: läuft viel in diesem System?
00:32:12: Das ist eine berechtigte Frage denke ich mal eines Journalisten Und Frau Taker ist dann losgegangen.
00:32:18: Zu den Jobcenter hat sich informiert, natürlich auch bei Kunden, hat offiziell Gesprächspartner durch die Jobcenter zugewiesen bekommen und hat sicherlich einige Wahrheiten und Probleme bei uns schon aufgenommen aber sich hatte klar was.
00:32:31: das sagte sie mir im Nachgang schon Das Gefühl dass es nicht die ganze Wahrheit und deswegen habe ich mehr.
00:32:37: Irgendwann haben wir gedacht, wenn niemand etwas von uns sagt dann kann man auch nicht auf die ganze Wahre in der Anführungsströmung kommen.
00:32:43: Deswegen habe ich hier geschrieben Sie sind da auf dem richtigen Weg nah dran aber vielleicht melden sich mal ein Kammer zu etwas präzisieren woran es wirklich harpert.
00:32:51: Als Sie sich gemeldet haben und Sie haben ja da nicht das Jobcenter informiert, dass sie mit Nationalistin sprechen.
00:32:57: War Ihnen schon klar, dass das berufliche Konsequenzen für Sie haben könnte?
00:33:02: Nicht unbedingt weil ich denke, ich spreche da Missstände an.
00:33:05: also das ist eigentlich ein SOS-Form von mir gewesen.
00:33:07: Ich wollte ja damit nur aufmerksam machen, dass es erhebliche Missständes in der Struktur des Jobcenters gibt, in der Vermegung in Arbeit und letzten Endes dann auch im Verbund mit der Frage nach der Integration.
00:33:19: Also ich will es nicht weiter heroisieren, aber ich dachte mir Mensch das ist ein schweres Problem.
00:33:24: Wir sehen anhängig die AfD-Quote wie sie wächst und das habe ich so als meine staatsbürgerliche Pflicht wenn man das so nennen will für mich gewertet.
00:33:33: Wenn du sprichst sie mal an klar dass ein Risiko besteht.
00:33:35: das war mehr von vornherein klar.
00:33:37: Aber dass der Arbeitgeber jetzt so heftig reagiert hätte ich es nicht gedacht.
00:33:40: Das ist ja ein Gesprächsangebot.
00:33:43: Natürlich war das in der Schärfe der Worte, die ich gewählt habe.
00:33:47: Schärfer als sonst!
00:33:48: Aber ich fand jetzt aus meiner Sicht auch nicht jeden Verleumdnerisch oder... Aus meiner Sicht hinfasst es nicht.
00:33:54: Mir geht's darum, das Interesse für dieses Thema Flächendecken zu wegen um Hilfe zu bekommen?
00:33:59: Wie hat das Jobcenter reagiert, als Sie dann die Ausstrahlung gesehen haben?
00:34:03: Gar nicht.
00:34:05: Also es gab eine Kündigung, die ist ja bekannt und ein Diskurs gab's dazu nicht.
00:34:10: Weder vom Senator noch von Verbars in der Spitze letzten Endes und auch natürlich nicht vom Arbeitgeber direkt.
00:34:18: Man will sich diesen Problem einfach nicht stellen, ne?
00:34:21: Vom Jobcenter kritisiert oder in dieser Kündigung genannt ist das was Ihnen Beitrag gesagt haben hinsichtlich von dreißig bis vierzig Prozent der Empfänger die ihrer Aussage nach keine wahren Angaben machen.
00:34:37: Jetzt sagt die Bremer Senatoren für Arbeit und Soziales Claudia Schilling.
00:34:44: dass sie lügen.
00:34:46: Also, Sie sagt Zitat die Behauptung, dreißig bis vierzig Prozent der Leistungsbeziehenden würden Sozialleistungen missbräuchlich beziehen entbehrt jeder belastbaren Grundlage.
00:34:56: solche pauschalen Aussagen verzerren die Realität beschädigen das Vertrauen in den Sozialstaat und stellen hunderttausende Menschen bundesweit unter Generalverdacht die Leistungen rechtmäßig zu beziehen.
00:35:09: können Sie noch mal erklären was Sie mit den Dreißig- bis Vierzigprozenten genau gemeint haben und was sagen Sie dazu, dass die Senatoren in da massiv widerspricht?
00:35:21: Das ist ein ganz wichtiger Punkt jetzt.
00:35:24: Diese nicht validierte Zahl zwischen dreißigundvierzig Prozent im Gegensatz zu einem Prozent Totalverweigerung.
00:35:30: Wir müssen erst mal klären welche Zahlen überhaupt gemeint sind.
00:35:33: also wie gesagt der Auffänger war einen Prozent Total Verweigerungen Darüber haben wir schon gesprochen, wenn jemand jetzt total verweigert.
00:35:39: Meistens sind sogar Leute mit einer kranken Biografie die kannst du so auch gar nicht sanktionieren.
00:35:46: Ergönnen dass wir das auseinandertrennen.
00:35:48: also Totalverweigerung bedeutet man kommt einfach nie zum Arm Man antwortet nicht auf Briefe.
00:35:53: Auch da gibt es ja Fälle Die die medial diskutiert werden.
00:35:56: Das dann Also ich habe in der anderen Doku gesehen wirklich leute die sich jahrelang nicht gemeldet Haben und wo dann mal einen außen Mitarbeiter nochmal klingeln geht.
00:36:05: Das ist aber nur ein Prozent.
00:36:08: Das kann hinkommen, ich bin kein Meister der Zahlen, ich sitze nicht in Nürnbig bei der Natur die das werden.
00:36:14: Das ist es kann gut.
00:36:16: aus meiner Erfahrung denke ich mal könnte das gut sein dass das wirklich nicht mehr als ein Prozent sind die das betrifft.
00:36:23: Das ist jetzt Ihre Schätzung wieder, die Einprozent.
00:36:25: Genau das könnte durchaus sein, da würde ich nicht widersprechen.
00:36:27: jetzt erst mal.
00:36:28: Okay ne weil Sie haben die Einpozente ja am Anfang genannt.
00:36:31: deswegen war ich jetzt davon ausgeladen.
00:36:33: Woher sie auch kommt?
00:36:34: Ich weiß nicht ob Sie die Ursache dieser Einpozent kennen wie sie in der Welt gekommen ist überhaupt.
00:36:40: also von meinem Gefühl er ist das jetzt ein halbes Jahr oder ungefragt vor einem Jahr von irgendwie natürlich über eine Arbeitzahl auf den Tisch gelegt worden und das war ja der Ansatz für mich darauf zu reagieren.
00:36:51: Also wenn wir jetzt ganz wichtig sind, diese Einprozent beschränkt sich wirklich nur auf die Anzahl der Leute.
00:37:01: Wie Sie schon sagen, ich werke gar nicht mit.
00:37:03: Ich komme auch gar nicht.
00:37:04: Lass mich gar nicht melden.
00:37:05: Ich melde mich überhaupt nicht.
00:37:07: Der Hintergrund dieser Totalverweigung und Anfrustrenn kann ja auch immer Krankheit sein oder ich habe schon Leute gehabt, die waren tot.
00:37:13: Entschuldigung!
00:37:14: Das ist schlimm weil sie es nicht gemeldet haben und uns das zwei Jahre gar nicht aufgefallen ist.
00:37:19: Dieser Punkt ist aber von mir in der Doku nicht angesprochen worden.
00:37:22: Ich erkläre jetzt mal, was ich mit diesen dreißig bis vierzig Prozent meine, die aus meiner rein persönlichen Erfahrung springen und wo ich sage das is ein Wahnsinnial denn ich krieg ja auch kein Widerspruch.
00:37:37: jetzt von der Behörde offiziell Aber im Kollegenkreis ist man wenn man damit betraut Schon in der Lage das zu differenzieren und gibt mir ja auch recht viele Kollegen.
00:37:48: Aber sie kommen sehr wohl wie der Spur, ich habe gerade die Senatorin zitiert
00:37:53: von der offiziellen Seite.
00:37:54: Ja richtig.
00:37:55: Wir sind
00:37:56: aber nicht in der Arbeitsebene bei uns drin.
00:37:58: Wenn Sie unsere Arbeitssebene befragen würden dann würden Sie also ich zumindest bekommen die Bestätigung informell dass es alles richtig ist.
00:38:05: niemand hat was dagegen.
00:38:06: die Zahlen können sogar höher sein.
00:38:08: Dann erklären Sie nochmal was Sie genau mit den dreißig bis vierzig Prozent meinen was diese Empfänger, also wo sie keine wahren Angaben machen und wie sie auf die Zahl kommen.
00:38:18: Das versteht noch nicht ganz.
00:38:20: Also das ist meine, die Zahl um Sie zu begrenzen.
00:38:24: ich meine damit alle Leute die generell arbeitsfähig sind ad hoc vermittelbar wären ohne Krankheit Kinder zu sein.
00:38:31: Ich beziehe aber die Aufstocker die oft genannt werden ja auch in Beträchtlinge Anteil an den Hartz IV-Empfängern darstellt.
00:38:40: Die bezieh' ich mit ein dass dreißig bis vierzig Prozent dieser Menschen uns entweder bei den Vermögensverhältnissen einkommen, wir haben gerade über Schwarzarbeit etc.
00:38:52: gesprochen keine wahren Angaben machen.
00:38:56: es wird natürlich im Anteil auch nicht gefragt arbeiten sie schwarz oder so nicht?
00:38:59: aber da ist natürlich ein schweres Manko Wir haben's auch schon gesagt.
00:39:04: der zweite Punkt die Zusammensetzung der Bedarfsgemeinschaft ob die wahrhaftig genannt wird wie Sie tatsächlich existiert.
00:39:11: Und der für mich wirklich wichtigste Punkt ist, wie es überhaupt meine Motivation, intrinsische Überzeugung sozusagen Arbeit aufnehmen.
00:39:20: Es gibt keinen Kreuz oder eine Frage im Antrag die heißt... Wie sieht Ihre Lebensperspektive aus?
00:39:25: Möchten Sie Hartz IV jetzt dauerhaft beziehen?
00:39:29: oder wie stellen sie sich Ihren Lebensentwurf vor.
00:39:31: Das können wir sowieso auch gar nicht fragen, aber noch mal diese dreißig bis vierzig Prozent sind meine Ausfragen übrigens flankiert durch viele Leistungshabteilungen.
00:39:38: Diese Zahl kommt noch nicht einmal durch mich sondern durch jahrelanges Diskutieren in den Leistungsabteilung weil die sind besonders abgesoffen bei uns.
00:39:47: Richtig, immer wieder diese Zahl.
00:39:48: Minimum dreißig bis vierzig Prozent haben wir den Eindruck dass sie uns diesbezüglich keine wahren Angaben machen.
00:39:54: Also die Bescheide...
00:39:56: Nur noch kurz einfach das wir es wirklich klären also eben das eine von den Sachen die Sie angesprochen haben zutrifft.
00:40:03: Entweder machen Sie keine wahre Angabe ob Sie wirklich arbeiten wollen oder Bedarfsgemeinschaften oder andere Dinge.
00:40:11: Also Einkommen und Vermögen Punkt eins Punkt zwei, Bedarfsgemeinschaft.
00:40:16: Wie ist die zusammengesetzt?
00:40:17: Hat jemand Einkünfte?
00:40:19: Habt ihr euch vielleicht deswegen getrennt oder was?
00:40:22: und dritter Punkt, die Motivation überhaupt Arbeit aufzunehmen zu den Verlockungen dieses Systems vermeintlich, wo man halt auch ohne Leistung temporäre Art unbegrenzt Leistung bekommen.
00:40:37: das ist ja meine generelle Kredit.
00:40:39: Und diese Zahlen nochmal, diese drei bis vierzig Prozent Aus eigener Erfahrung sowie aus der Erfahrung anderer.
00:40:47: Ja, wenn Sie jetzt sagen die Sinnertorin hat natürlich kein anderes Zahlenmaterial und mein Chef negiert das natürlich auch weil wenn du zahlen nicht misst in dieser Form Wenn wir uns nicht auf den Weg machen dass wäre das ja auch.
00:41:00: wie soll es in Zukunft besser werden?
00:41:01: dann kann man natürlich nicht erwarten dass man das auf den Tisch legen kann.
00:41:05: Anders gesagt, mein Chef sagt ja auch nicht, dass ist alles gelogen.
00:41:09: Er sagt so was gibt es bei uns?
00:41:10: Er hat sich positioniert dazu.
00:41:12: Das ist richtig, was er Gürgen sagt aber die allermeisten Leistungsbezieher bekommen das absolut zurecht.
00:41:18: nichts anderes habe ich eigentlich gesagt.
00:41:19: denn wie die dreißig bis vierzig Prozent als vorsichtige Schätzung mal abziehen sind sie bei sechzig bis siebzig Prozent die das zu Recht beziehen und auch absolut zu recht beziehen.
00:41:29: So mehr sage ich ja gar nicht.
00:41:31: ob die Quote jetzt lass sie bei fünfundzwanzig sein.
00:41:34: Schlimmerweise hängt sie bei, bei vierzig-fünfzig Prozent.
00:41:37: Ich ziehe auch die Selbstständigen da mal rein wo die Hälfte falsch ist ne?
00:41:42: Ja jetzt sagt die deutsche Pressagentur, die schreibt Zitat das Bremer Sozialresort für Wies darauf dass Gökten seit längerer Zeit in einer arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung mit seinem Arbeitgeber ist.
00:41:58: dass es vor der Kündigung eine solche Auseinandersetzung gab.
00:42:02: Können Sie sagen, worum es da geht?
00:42:04: Haben sie sich auch deshalb an ZDF gewandt?
00:42:07: am Ende?
00:42:08: Nein das hat mir die Motivation ergeist damit zu tun.
00:42:10: Es ging um ganz andere Dinge weil ich in der letzten Zeit war ja nicht mehr Vermittler sondern bin in der Verweilung gewesen also mit anderen Wohren.
00:42:18: Ich habe ja das ganze Job Center inhaliert in fassierter Tätigkeit.
00:42:22: Es gibt keinen, also im Jobcenter bringen wir eigentlich keine Person die so flächendeckend gearbeitet wie ich in vielen Bereichen.
00:42:29: Aber ich muss ehrlich sagen, ich bin vom Herzen nach wie vor an der Arbeit mit Menschen interessiert und Vermittler.
00:42:36: Ich bin kurzfristig ausgeschieden weil ich, dass ich in den überbordenden Problemen nicht mehr zurechtgekommen bin Und bin dann wie gesagt an anderen Stellen aufgetaucht.
00:42:50: Das ist aber darum ging es nicht so das Richtige für mich, weil ich kein Kaufmann bin und du brauchst ja auch dementsprechende Ausbildungen gewisse Jobs bei uns machen zu können was die Buchhaltung angeht oder sowas.
00:43:00: Somit hatten wir eine kleine Dessenz was man mit mir jetzt macht Darum ging es eigentlich.
00:43:07: Es ging überhaupt, denn der Beitrag Sarah Tacke war ja noch gar nicht draußen.
00:43:10: Habe ich auch nicht kund getan.
00:43:12: also das hat vergessen sie dass hat überhaupt nichts mit der Einlassung jetzt zu tun.
00:43:17: Möchten Sie denn überhaupt, also jetzt gibt es diesen Streit.
00:43:21: Sie haben diese ganzen Probleme auf den Tisch gebracht die aus Ihrer Sicht existieren.
00:43:27: wollen sie dann überhaupt weiter fürs Jobcenter arbeiten oder was ist jetzt Ihr Plan und wie geht's weiter für Sie?
00:43:33: Ja
00:43:34: in dieser Form ist ja eine Zusammenarbeit schwierig.
00:43:37: wenn Jobcenter sagt naja gut möchten wir die nicht so gern Die Reaktion zeigt sich eigentlich auch dass man diese Dinge ungern aufarbeiten will.
00:43:48: Obwohl, wie gesagt das dringend notwendig ist aus meiner Sicht insofern glaube ich dass er zusammen war bei den zukommt eher schwierig.
00:43:54: Ich würde von mir wie gesagt ich habe meinen Job immer geliebt und hab das gerne gemacht.
00:44:00: Ich habe ja nur festgestellt die Tätigkeit in der Verwaltung das wäre wirklich Schluss jetzt.
00:44:05: Das könnte ich nicht mehr.
00:44:06: Ich hab sogar dem Jobcenter angeboten gut ich bin jetzt sechzig Jahre alt ich mache vielleicht noch drei jahre kann man darüber reden dann gehe am Ende nochmal in die Vermittlung.
00:44:16: Das mache ich gerne, das kenne ich ja auch.
00:44:18: Aber dann kam der Beitrag raus und die Reaktion kennen Sie ja.
00:44:23: also ich glaube das Tischtuch wie man so schön sagt ist ein bisschen zerschnitten jetzt.
00:44:27: Wenn sie noch mal drauf schauen auf das gesamte System was muss sich aus Ihrer Ansicht nach vor allem verändern?
00:44:38: Ja, Sie sehen an der ganzen Diskussion wir sind weit davon entfernt irgendwie eine gemeinsame Haltung zu finden dazu.
00:44:46: Also der Senator sagt dies, die Agentur sagt ja das lässt sich zur Zahl nicht belegen.
00:44:50: ich reagiere darauf indem ich sage wenn man Zahlen nicht erfassen will aus welchem Grund auch immer dann gibt es diese Fahrtzahlen natürlich auch nicht.
00:44:59: Es macht doch keinen Sinn, dreißig Prozent unserer Beschäftigten in Bremen sind irgendwie krank.
00:45:05: oder im betrieblichen Einglünsmanagement Die sind auch krank, weil dieses System macht krank irgendwie.
00:45:11: Wenn man die Wahrheit und die Realität negiert an den Flächen.
00:45:16: Und deswegen denke ich mal wir müssen erstmal bereit sein uns diesen Diskurs zu nähern.
00:45:21: Wir sind da teilweise echt diskursunfähig.
00:45:23: Woran liegt das?
00:45:24: Denken Sie?
00:45:25: Das ist in der Tiefe unsere Arbeitskultur.
00:45:30: Die Verkündigung zeigt auch diesbezüglich viel Denn die Agentur für Arbeit ist sowas von dogmatisch aufgestellt.
00:45:36: Das ist, sag ich mal bin ein bisschen älter jetzt schon zu Bundeswehrzeiten.
00:45:41: Hätte man so einen kritiklosen Stil vielleicht noch hingenommen?
00:45:46: Ich meine wir sind ja eine Firma und die Szenz besteht dann ganz eindeutig, kommen wir auch vielleicht gleich nochmal zum ganz wichtiger Punkt warum das so ist Leistung, Vermittlung auf der einen Seite viele andere Kollegen, die in der Ebene und Fläche arbeiten unter drüber eine Geschäftsführung, die diese Probleme aber ganz anders bewertet.
00:46:06: Man dreht den Blickwinkel um fünf Prozent und schon hast du die ganze andere Sichtweise.
00:46:10: vielleicht auch zu Recht.
00:46:12: Aber wir müssen ja jetzt erstmal in gemeinsamer Sprache werden Und dann wird einem sehr schnell wird man sehr schnell feststellen dass da schon einiges dran ist was ich gesagt habe und das wir vor allen Dingen aufpassen müssen Dass wir unsere Aufgabe auch besser erfüllen denn sie haben es gerade angesprochen Diese manipfaltigen Dinge, die seit Jahrzehnte auf uns zukommen.
00:46:32: Die haben wir nicht gut gelöst und das muss man auch dann irgendwann mal konstatieren, dass es so ist.
00:46:37: Denn wir haben achtundzwanzig Prozent der AfD-Quote – das sage ich mal privat – und ich glaube einen nicht verschwindenden geringen Anteil hat doch damit zu tun, dass das Vertrauen in uns an den Jobcenter nicht mehr so das allergrößte ist.
00:46:50: Damit für mich ist das eigentlich klar.
00:46:56: Herzlichen Dank für Ihre Zeit, für Ihre Offenheit.
00:46:59: Ich wünsche
00:46:59: Ihnen alles Gute
00:47:00: und
00:47:01: liebe Grüße nach Prim.
00:47:03: Danke schön!
00:47:05: Danke dass ihr wieder zugehört habt.
00:47:07: Vielen Dank auch für das viele Feedback auf ronsheimer.tv.
00:47:11: Da findet ihr auch alle meine Social Media Accounts wo Ihr mich persönlich kontaktieren könnt.
00:47:17: Das glauben manchmal die Leute gar nicht aber ich schauen mir die Kommentare tatsächlich selbst an Und ich bitte darum, lasst weiter Likes da bei Spotify, Apple, wo auch immer ihr den Podcast hört.
00:47:29: Bei YouTube natürlich, wo ihr dem Podcast sehen könnt!
00:47:33: Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert
00:47:36: und
00:47:37: das hilft uns wirklich sehr.
00:47:39: Ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philipp Jatoff in der Redaktion, bei Liven Jenrich in der Produktion und natürlich an meinen Producer Daniel van Moll!
00:47:54: Herzlichen Dank und alles Liebe!
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