Ist Merz’ Krise Merkels Erbe? Mit Lars-Hendrik Röller (Ex-Merkel-Berater)
Shownotes
Deutschland steckt wirtschaftlich tief in der Krise - und viele Reformdebatten führen direkt zurück in die Merkel-Jahre. Aber wie groß ist die Verantwortung der früheren Kanzlerin wirklich? Und warum wurden zentrale Probleme bei Rente, Bürokratie, Energie und Verteidigung so lange nicht gelöst? Im Gespräch mit Paul Ronzheimer spricht Lars-Hendrik Röller, langjähriger wirtschaftspolitischer Berater von Angela Merkel und ehemaliger Leiter der Wirtschafts- und Finanzabteilung im Kanzleramt, erstmals ausführlich über die Entscheidungen hinter den Mauern des Kanzleramts. Er erklärt, warum Reformen oft an politischen Mehrheiten scheiterten, wie abhängig Deutschland tatsächlich von russischem Gas wurde - und weshalb er heute sogar eine neue Debatte über Atomkraft für notwendig hält.
Außerdem geht es um Friedrich Merz, die Angst vor einem politischen Rechtsruck, Europas Zukunft und die Frage: Kann Deutschland den wirtschaftlichen Absturz noch stoppen?
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Redaktion: Filipp Piatov u. Lieven Jenrich | Executive Producer: Daniel van Moll
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Transkript anzeigen
00:00:01: Also Elfa war ja Fukushima und danach haben sie es, glaube ich, entschieden.
00:00:05: Wie gesagt, ich war so... Und nachdem wir auch Kohle aussteigen wollen was ich richtig finde weil ich ja auch beim Klima sehr aktiv war
00:00:13: Haben Sie bei Atom irgendwann gedacht Frau Kanzlerin?
00:00:15: Da habe ich mich echt das Waff vorbei
00:00:17: Weil Sie das abgeschrieben haben?
00:00:19: Ja da meine
00:00:20: persönliche Meinung.
00:00:21: Ich glaube wir sollten uns das nochmal überlegen.
00:00:25: sogar jetzt
00:00:27: Am dreißigsten Sechsten soll tatsächlich Entscheidungstag sein.
00:00:31: Dann will die Koalition, so heißt es momentan aus der Unionsfraktion alle Reformen vorstellen Rente Arbeitsmarkt Steuern Bürokratie also eigentlich über alles ja worüber wir hier auch im Podcast in den vergangenen Monaten gesprochen diskutiert und gestritten haben.
00:00:47: Und ich freue mich dass ich heute jemandem zu Gast habe der im Kanzleramt für solche Entscheidungen zuständig war.
00:00:55: Zumindest hat er in Fragen der Wirtschaft mitgesprochen, sehr entscheidend mitgesprachen.
00:01:01: Professor Lars-Handrick Röller war von und Leiter der Wirtschafts- und Finanzabteilung im Bundeskanzleramt.
00:01:13: Mittlerweile ist er Chairman von Berlin Global Dialog.
00:01:19: Herr Röller, wenn so eine Nachricht kommt aus der Fraktion.
00:01:27: Man sitzt im Kanzleramt und kriegt das aufs Handy.
00:01:31: Ist es gut oder schlecht?
00:01:33: Das ist gut und bedeutet viel Arbeit für die Kollegen.
00:01:37: Die versuchen, das vorzubereiten und klare Ansagen von oben lieben.
00:01:43: Wenn du die Politik sagst, hier geht's lang, dann wissen sie, was ihr machen müssen.
00:01:48: Bereiten das vor!
00:01:50: machen Vorschläge, hoffen dann oder gehen auch davon aus dass das alles gelesen wird bevor man sozusagen in die Sitzung geht.
00:01:58: und dann bankt man sozusagen und schaut drauf so wie sie auch was hinterher dabei raus gekommen ist.
00:02:04: Warum bankt mal?
00:02:05: Weil man nie weiß was von den eigenen Vorschlägungen übrig bleibt in diesem Prozess wenn es in die Parteienfraktionen Spitzengremien Koalitionsausschüsse geht?
00:02:14: Ja also einige eigene Vorschlage.
00:02:19: Natürlich haben auch die Beamten über die Jahre hinweg ihre Position, aber sie versuchen natürlich das umzusetzen was die Politik möchte.
00:02:26: Insofern ist wichtig dass die Politik klar und deutlich sagt Das wollen wir bei diesen wichtigen Themen Und die Beamte schauen da eben so ein bisschen darauf.
00:02:35: Ist das rechtlich alles möglich?
00:02:36: Geht das eigentlich?
00:02:37: Wir wollen ja keine Fehler machen.
00:02:38: Es gab es ja auch schon in der Vergangenheit Dass dann beschlossen sind Und dann hofft man eben, dass Entscheidungen auch getroffen werden und das man dann sozusagen an die Umsetzung geht.
00:02:48: Weil das eine ist natürlich was beim Koalitionsausschuss beschlossen wird.
00:02:52: aber danach gibt es ja noch einen Rattenschwanzer in Umsetzung Gesetze die gemacht werden müssen.
00:02:57: dieses Handwerkliche der Umsetzung von Regierungsarbeiten kann ich nur sagen, ist extrem wichtig und entscheidet am Ende auch zum Großteil über Erfolg oder nicht Erfolg.
00:03:07: Dieses Handwerkliche wurde ja gerade bei dieser Koalition zuletzt kritisiert.
00:03:11: auf was muss man da achten?
00:03:12: Was ist wichtig?
00:03:14: Naja also Erfahrung hilft natürlich wenn man das schon mal durchlaufen ist und die es ja durchaus vorhanden ohne dass man sozusagen sich festlegt auf alte Struktur.
00:03:27: man will ja etwas Neues machen Und insofern ist es dann auch wichtig, dass man richtig mit der sogenannten Fachebene – da würde ich jetzt auch mal nicht nur die Staatssekretäre, die beamteten aber auch die Abteilungsleiter und dass man irgendeiner Form mit ihnen dann richtig kommuniziert.
00:03:45: Da brauchst du gute Management Skills.
00:03:47: also ein Politiker muss nicht nur ein guter Politiker sein im Sinne von Wahlen gewinnen.
00:03:51: das ist natürlich die Voraussetzung mehrheiten zu schaffen.
00:03:55: Das andere so ein bisschen diese Management-Aufgabe, dass man auch hinterher die Leute richtig einsetzt.
00:04:02: Das ist wie in einem Unternehmen auch – obwohl es anders ist, weil's im Politisumfeld ist -, dass das nachher auch passiert und ich glaube eigentlich, dass das auch eine Stärke ist des deutschen Systems, aber wir haben ja dieses ministergetriebene Ressortprinzip, dieses berühmte Ressortsprincip Wo sozusagen die Beamten auch, ich will jetzt meinen Schutz nehmen.
00:04:25: Weil er wird ja auch oft bei Beamten geschimpft wo sie eben auch versuchen die Dinge dann umzusetzen, die die Politik beschlossen hat.
00:04:32: Sie sagen wichtig auf der einen Seite natürlich für Politiker Wahlen gewinnen und auf der anderen Seite Management.
00:04:38: Jetzt würde ein Kritiker sagen das kann diese Regierung beides nicht!
00:04:42: Also Wahl haben sie gewonnen?
00:04:43: Naja, noch
00:04:44: lange her.
00:04:45: Ja aber immerhin Sie haben einen Mandat für vier Jahre und jetzt muss man eben schauen dass man auch das was man im Koalitionsvertrag oder auch vorher in der Wahl in Aussicht gestellt hat, dass man das eben auch umsetzt.
00:04:59: und da ist eben sehr viel Mühe und auch dieses Handwerkliche glaube ich sehr wichtig.
00:05:06: und es verändert sich die Welt.
00:05:08: also die andere Sache mit einem Koalisionsvertrag.
00:05:10: Die Welt hat sich ja dramatisch verändert, seitdem die Wahl war in Deutschland und da muss natürlich auch eine Bundesregierung.
00:05:16: also Stichwort auf den ganzen außenpolitischen Fragen der Bundeskanzler wie ich finde es sehr gut macht.
00:05:22: Die kommen noch obendrauf
00:05:24: bis auf die paar Aussagen über Donald Trump in den letzten Wochen.
00:05:27: fanden sie die auch gut?
00:05:29: Ja also ich find insgesamt die Abhängigkeit von Amerika vielleicht kommen wir dann noch drauf ein enormer.
00:05:41: Das war auch in meiner Zeit sowohl wirtschaftlich, nachrichtentechnisch.
00:05:45: Wir sind ja sehr abhängig von Informationen über zum Beispiel Terroranschläge in Deutschland und natürlich auch militärisch.
00:05:53: Und das war ja auch eine zeitlang kein Problem.
00:05:56: vielerlei Hinsicht aber diese Abhängigkeit im wirtschaftlichen Bereich mit extraterritorialen Sanktionen die die Amerikaner gemacht haben ein Riesenthema.
00:06:08: dass wir diese Unabhängigkeit oder diese Souveränität fördern müssen.
00:06:12: Machen wir ja auch und die Frage ist, wie lange das dauert und wie wir das machen?
00:06:16: Und deswegen finde ich es eigentlich auch ganz gut wenn wir Donald Trump auch mal irgendwo sagen hier ist unsere Positionen und es geht nicht weiter ob ich das dann... Wie ich das denn mache und mit welchen Punkten
00:06:29: Das ist eine Sache,
00:06:33: aber ich finde grundsätzlich Platt gesagt auch dagegen hält, finde ich glaube ganz wichtig.
00:06:41: Noch mal kurz zurück zu dir Situation im Kanzler weil glaube ich viele unserer Zuschauer-Zuhörer können sich das gar nicht so richtig vorstellen.
00:06:47: wie läuft das da ab hinter diesen Mauern?
00:06:49: vielleicht die Leute die man Berlin besucht haben oder hier wohnen die kennen das kanzleramt irgendwie dass von außen aussieht aber kaum jemand von innen.
00:06:55: sie waren da jetzt so viele Jahre und auch in Zeiten wo es Krisen gab, also Corona aber auch davor dann Euro-Krise, Finanzkrise,
00:07:06: Migration
00:07:08: alles da gewesen.
00:07:10: Wenn man da so sitzt und wahrscheinlich,
00:07:13: weiß ich nicht, fifteen,
00:07:13: sechzehn, siebzehnt Stunden manchmal dort ist in Krisenzeiten spürt man da was los ist im Land oder ist das auch ein bisschen ein Ort, wo man ziemlich abgeschirmt ist?
00:07:23: Und dann gibt's guten Kaffee.
00:07:28: Im Kanzleramt arbeiten wir natürlich und versuchen die Dinge umzusetzen, indem wir auch in anderen Ländern zum Beispiel im Kontakt sind.
00:07:35: Gerade Covid Europa ist ja eine ganz wichtige Frage.
00:07:39: dieser Kontakt zu den Bürgern – das ist eigentlich nicht Aufgabe der Beamten sondern der Politiker.
00:07:44: Das heißt, eigentlich ist das Parlament mit dem Wahlkreisen und auch natürlich die Politiker, die sind sehr eng im Kontakt So und wir sind eigentlich dabei Maschinenraum, wenn man das so will.
00:07:58: Dinge umzusetzen dass da auch nichts schief geht und vielleicht auch zu warnen vor diesen Dingen und jenen Dingen.
00:08:05: Und es sind jetzt glaube ich siebenhundert Leute im Kanzleramt und da wird schon hart gearbeitet auch am Wochenende und dann passieren aber so viele Dinge jeden Tag.
00:08:21: Manchmal, das ist auch nochmal ein großes Thema.
00:08:23: Denkt ihr eigentlich auch mal langfristig nach?
00:08:25: Ist ja dann immer die große Frage bei wichtigen, ganz wichtigen essentiellen Themen für Deutschland.
00:08:32: Dass es natürlich sehr schnell ist dass du auch als Beamter und das gilt natürlich auch für Minister und Politiker sehr schnell manchmal entscheiden muss und ganz wichtige Dinge.
00:08:43: Wo kriegt man die Ideen her?
00:08:44: Also wenn man jetzt sagt, wie jetzt gerade ja wir wollen Rente, Bürokratie, Steuern, Arbeit eigentlich wollen wir alles reformieren und Deutschland muss nach vorne und monatelang wird er darüber schon diskutiert.
00:08:54: Wir wissen ja auch das Ding ist schon auf dem Tisch lag in der Villa Borsig bei den Verhandlungen aber so dieser Prozess im Kanzlerabend wo dann was entwickelt wird, wo kommt die Idee her?
00:09:02: also dass man auch mal frisch neu denkt und sagt Mensch vielleicht müssen wir ganz anders in eine ganz andere Richtung denken.
00:09:08: Also oft ist es ja nicht immer wieder was Neues zu machen, sondern eigentlich erst mal das umzusetzen.
00:09:14: Was wir wollen!
00:09:15: und die Positionen, die Deutschland hat.
00:09:17: Zum Beispiel nehmen wir mal in der Europapolitik.
00:09:19: also die Frage wollen wir jetzt gemeinsame Schulden in Europa für bestimmte Projekte machen.
00:09:24: Aber lasst uns das mal konkret bei den Themen bleiben, die jetzt Deutschland beschäftigen?
00:09:28: Also bei den großen Themen, die Sie ja auch schon beschäftigt haben, manche haben gesagt naja in Wahrheit machen wir jetzt einiges zumindest wieder von dem was bei der Agenda Jahr zwanzigzehnt passiert ist.
00:09:36: Wartes drei, zwei vier, also Gesundheitsreform aber eben auch Rentenreform Arbeitsmarkt.
00:09:42: Also wo kommt es her am Ende entschieden wird.
00:09:46: Also es gibt ja Positionen die schon existieren, sie hat mehr gefragt neue und Ideen.
00:09:50: ich glaube es ist sehr viel handwerkliche Positionen, die zusammengetragen werden aus dem Hause.
00:09:55: Es gibt ja zu diesem Thema im hause schon eine wochenlange Diskussion im Bundeskanzleramt Vorlagen die nach oben gemacht werden Empfehlungen die laufen dann zurück.
00:10:04: das wird diskutiert.
00:10:06: man redet mit der Fraktion Und man rede mit den anderen Ministerien und daraus entsteht Eine Position die natürlich die Leitung im Bundeskanzleramt, also der Chef des Bundeskantleramtes und der Bundeskancell absegnen muss.
00:10:23: Und dann wird es umgesetzt oder wird ein Vorschlag erarbeitet, der dann für die Sitzung am dreißigsten auf dem Tisch liegt.
00:10:30: Also das ist ein Prozess, der entsteht.
00:10:32: Es ist jetzt nicht so, dass da neue innovative komplett neue Ideen... Ist zumindest mein Kenntnis stand.
00:10:38: Vielleicht täusche ich mich, vielleicht arbeiten Sie an so etwas.
00:10:42: Das ist
00:10:42: eigentlich schade oder?
00:10:43: Weiß' ich nicht!
00:10:44: Also kann man so oder so sehen, man kann natürlich sagen in Politik ist es auch... Das langfristige Division, das nach vorne schauen.
00:10:54: Das findet ja auch in den Medien sehr viel statt.
00:10:57: Ist ja auch richtig und bei Sachverständigen und anderen.
00:11:03: Und es ist auch wichtig dass das eingeht.
00:11:05: aber ich finde man muss erstmal das umsetzen was man beschlossen hat und das richtig machen.
00:11:09: Insofern ist dieses Handwerkliche aus meiner Sicht neunzig Prozent und vielleicht zehn Prozent das man überlegt hier ist eine neue Idee.
00:11:17: Was man natürlich auch aufschreibt typischerweise oder vorbereitet ist, das ist A B C. Also man kann A versuchen wenn das nicht geht.
00:11:25: Kompromissmöglichkeit wäre B und Kompromisse wirklich wäre Z. Das bereitet
00:11:30: man vor.
00:11:30: also wenn zum Beispiel dann der Klinkball sagt macht er nicht mit?
00:11:33: Oder wenn der Bundeskanzler oder die Führung wenn der Minister gibt gibt die Möglichkeit A und gibt aber auch dass man an der einen oder anderen Stellschrauben noch mal nachgebt so was steht durchaus drin.
00:11:47: Also das war bei mir immer so mit Bundeskanzlerin Merkel, dass man Optionen sagt und dann sagt was wären die Folgen wenn du Option eins wählst zwei oder drei.
00:12:01: Kannst du anmerken ansprechen?
00:12:02: Was war da für Sie jetzt auch in Ihrem Bereich also wirtschaftspolitisch, was war da die anspruchsvollste Phase und was war das Thema was sie am meisten aufgerieben hat?
00:12:12: Ja das ist eine gute Frage Ich will das nicht zu weit aussuchen, aber ich kam ja rein von außen.
00:12:19: Ich kannte den Prozess und auch viele dieser Themen nur von Außen.
00:12:26: Und das ist ja auch nicht schlimm, weil man ja von außend vielleicht auch mal neu... ...und ich kam rein der Griechenland-Krise.
00:12:31: Das kennen Sie ja auch sehr gut!
00:12:32: Sie haben ja auch berichtet.
00:12:34: Es war schon keine leichte Frage als Ökonom wie wir damit umgehen?
00:12:40: Also was mich damals sehr bewegt hatte, wenn ich das sagen darf ist sozusagen dass wir Deutschen die ja damals sehr stark am Hebel saßen weil wir eben das Geld hatten und wir waren wichtig.
00:12:52: Und die Griechen haben natürlich Fehler gemacht, das wissen sie selber ganz genau Dass wir dann nicht in diese Rolle des Lehrmeisters rutschen wollten Wir wissen das alles besser sondern wir müssen mit den Griechien zusammenarbeiten.
00:13:06: Das hat die Kanzlerin auch aus meiner Sicht sehr, sehr gut gemacht.
00:13:11: Es gab ja dann die Treuker – das war auch nicht Deutschland, das wissen sie alles und es war für mich nicht einfach diese Rolle einzunehmen wo wir dann doch sehr stark unsere Interessen aufvertreten haben.
00:13:21: Das heißt ja immer dass der Zielkonflikt ist ja immer die Frage wie weit du nationale Interessen vertrittst und dir auch noch vielleicht kurzfristig und nicht langfristig vertritt.
00:13:30: oder mal sagst wir geben dir mal was und hoffen eben langfristig etwas Gutes zu machen.
00:13:36: Und wenn du von außen rein kommst, dann denkste gerade als Wissenschaftler – ich war ja Vorsitzende des Vereins für so der deutschen Ökonomen
00:13:43: usw.,
00:13:44: du denkst natürlich langfristigen nach und das sozusagen in die praktische Politik mit reinzubringen, war vielleicht das Schwierigste für mich.
00:13:53: Jetzt sind Sie wieder draußen seit, für dich März oder vorhin schon Bundeskanzler war?
00:14:01: Wenn Sie diese Draußenperspektive jetzt wieder einnehmen, was funktioniert da gerade nicht?
00:14:08: Im Moment.
00:14:10: Ja ich hoffe ja es funktioniert jetzt was weil... Ich will durchaus sagen dass wir auch natürlich in unserer Zeit viele Reformen nur bedingt durchsetzen können.
00:14:23: das ist einfach das politische kann man lange darüber diskutieren.
00:14:26: Dabei
00:14:26: hat die Kanzlerin ja nur sechzehn Jahre.
00:14:29: Ja aber es lief ja auch gut Uns ging's ja gut.
00:14:32: Das ist
00:14:32: das Problem, oder?
00:14:34: Genau!
00:14:37: Ich will es nicht verteidigen.
00:14:40: Aber ich will es nur erklären.
00:14:42: Es ist einfach schwierig in einem politischen Umfeld wenn die Krisen da sind dass wenn es einem Land relativ gut geht... ...das ist ein Unternehmen ähnlich Reformen.
00:14:52: du brauchst ja politische Mehrheiten umzusetzen und deswegen haben wir das gemacht was wir gemacht haben.
00:14:59: Wir haben ja auch viele Krisen adressiert und vielleicht auch gelöst, aber andere Dinge eben auch nicht.
00:15:07: Und dann kam die Ampel.
00:15:08: da wollte ich jetzt eigentlich drauf hinaus... Ihr lasst
00:15:10: uns noch mal kurz dabei bei den, bei den bei den sechzehn Jahren bleiben weil mich schon interessiert wieder so eine Stimmung ist im Kanzleramt.
00:15:18: Ich kann das ganz gut verstehen.
00:15:19: also wenn es einem gut geht warum soll man etwas ändern?
00:15:21: War das so die Stimmung damals?
00:15:22: Nein
00:15:22: du hast keine politischen Mehrheiten dafür gehabt etwas zu verändern.
00:15:26: Also Sie sagen... Ich bin
00:15:27: aber kein Politiker, das ist eine politische Aufgabe.
00:15:30: ich glaube nicht dass wir haben ja also wir haben zum Beispiel sehr viel investiert auch in die Infrastruktur aber es wurde nicht ausgegeben am Ende des Jahres immer übrig das Geld weil eben die Reformen die dann jetzt auch eventuell kommen sollten das ist ja auch das Problem im Moment dass wir eigentlich die Reform brauchen sonst ist das viele Geld was wir jetzt ausgehen kommt ja gar nicht an und generiert keinen Wachstum.
00:15:55: Aber wir haben ja ein großes Wachstum.
00:15:56: Wir hatten einen Potenzialwachstums, ich glaube von eins Komma sechs in der Merkel Zeit.
00:16:00: jetzt ist es bei null Komma zwei.
00:16:02: also Deutschland hat ja eigentlich strukturell kein wachstuum mehr und die Herausforderung ist ja für Deutschland jetzt dieses Potenzualwachstum wieder nach oben zu bringen.
00:16:12: aber das war damals nicht das Problem.
00:16:14: Und meiner Meinung nach kannst du diese Dinge weil sie hat mich ja gefragt Jetzt was muss jetzt passieren?
00:16:21: Ist einfacher etwas umzusetzen, wenn die Bevölkerung erkennt.
00:16:28: Das Problem ist vorhanden und zwar in der Realität und nicht als hypothetisches Argument für die Zukunft.
00:16:35: Und das
00:16:35: ist jetzt der Fall!
00:16:37: Das war übrigens auch der Ampel schon der Fall.
00:16:38: Es war ja auch schon... es war nicht nur ein theoretisches Argument dass wir irgendwas machen müssen damit es uns in der Zukunft besser geht sondern es gingen uns ja schon de facto schlechter.
00:16:47: Wir hatten auch den Krieg mit der Ukraine.
00:16:49: Der war da.
00:16:50: Das war kein hypothetisches.
00:16:52: Und dann ist meiner Meinung nach die Aufgabe einer Politik einfacher, etwas umzusetzen.
00:16:58: Auch die Pflicht gibt dort diesen schönen Satz, muss aus der Krise etwas Positives machen in Europa immer.
00:17:04: nur dann ist etwas passiert Und das, glaube ich, ist jetzt wieder der Zeitpunkt da.
00:17:09: Da gibt es zwei verschiedene Analysen.
00:17:10: Eine die ist genauso wie bei Ihnen.
00:17:14: Dass man sagt okay den Deutschen muss eigentlich noch viel schlechter gehen und die Arbeitslosigkeit muss noch viel höher sein...
00:17:19: Ich glaube es geht uns schon ziemlich schlecht.
00:17:21: Ja?
00:17:21: Nein, ich meine im Vergleich zu derzeit ab dem Jahr hier in Skanzler haben kam.
00:17:28: Aber ich möchte nochmal, weil es ist ja auch wichtig um zu lernen und über die Zukunft zu sprechen die Vergangenheit zu verstehen.
00:17:37: Ich habe ein paar Kritiker der Merkel-Politik gebeten, mir ein paar Fragen zu schicken, die sie an sie richten würden.
00:17:46: Daniel stellte es dabei.
00:17:47: Deutsche Ökonom schrieb das Buch Das Märchen vom reichen Land wie die Politik uns ruiniert schon im Jahr zwanzig achtzehn und jetzt absturzt!
00:17:56: Und er stellt unter anderem die Frage An Sie, sie waren dabei als Zwei-Tonsen-Elf nach Fukushima der Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen wurde.
00:18:05: Wenn Sie das Protokoll der internen ökonomischen Bewertung in diesen Tagen anschauen würden?
00:18:10: Was stünde dort?
00:18:12: wurden die Kosten und die industriepolitischen Folgen sauber durchgerechnet oder war es eine politische Entscheidung Die Ökonomisch oder der ökonomisch nachgehalten wurde?
00:18:22: also ich war da nicht dabei.
00:18:24: Ich war da noch nicht im Kanzleramt, die Entscheidung ist vorher getroffen worden.
00:18:27: Sofern weiß ich das nicht aber es war aus meiner Sicht eine politische Entscheidung genau wie viele andere Entscheidungen danach auch und so.
00:18:38: und da sind wir jetzt und ich glaube Das ist jetzt wieder eine Diskussion.
00:18:42: Sie wollen ja nach vorne gehen?
00:18:43: Nein,
00:18:43: ich will erst noch mal die Vergangenheit verstehen.
00:18:45: Eine weitere Frage.
00:18:46: Wir wussten so schreibt Herr Stelter, dass es schon seit dem Jahr war, was im Jahr- und-zw.
00:18:50: passieren würde.
00:18:51: Die Babyboomer gehen in Rente.
00:18:53: Trotzdem ist die wirtschaftspolitische Reaktion ausgeblieben.
00:18:56: Lagt das daran, dass die Probleme zu weit weg waren oder dass sie wahlpolitisch zu heiß waren?
00:19:01: Also ich glaube – ich hatte es ja schon versucht – warum werden diese Entscheidungen nicht getroffen?
00:19:05: Das können Sie nun ausdehnen auf Rente und viele andere Dinge!
00:19:10: Das eine ist sicherlich, dass diese langfristigen Prozesse in einer Demokratie schwierig sind.
00:19:14: Das hatte ich ja schon gesagt.
00:19:16: Insofern muss man sich überlegen – das haben wir auch teilweise getan wie man vielleicht ein bisschen langfristiger denken kann in der Politik – dann sind die Antworten auf diese langfristigen Fragen auch unterschiedlich.
00:19:28: Wenn Sie sich jetzt angucken, die Diskussion, die jetzt die Koalition führt über diese Zukunftsfragen bei Steuerpolitik und Rentenpolitik Die sind sie nicht einig.
00:19:39: Aber wie war das, als Sie da saßen?
00:19:41: Sie sind ja nun ein Top-Ökonom dieses Landes.
00:19:44: Sie haben die Probleme nämlich mal an genauso gesehen.
00:19:47: Haben Sie der Kanzlerin gesagt, Frau Kanzlerin eigentlich müssten wir jetzt harte Reformen machen denn wir haben profitiert von der Agenda Jahrzehnte, aber jetzt ist schon länger nichts passiert und wir müssten eigentlich... Also
00:19:56: wir haben uns eigentlich um die Probleme gekümmert, die da waren.
00:20:00: Ich hatte gerade gesagt in Zwanzig elf war es Frage mit Griechenland.
00:20:04: also die Frage war Europapolitik Und ich habe sozusagen meinen von morgens bis abends mir überlegt, wie kriegen wir das richtig hin?
00:20:14: Soll Griechenland zum Beispiel austreten oder nicht.
00:20:16: Das war eine große Diskussion.
00:20:18: Dann hatten wir die Migrationskrise und dann hatten wir Covid.
00:20:22: Wir haben natürlich auch immer in die Infrastruktur versucht zu investieren.
00:20:25: Auch Education also Bildung ist eine Sache.
00:20:29: Wir hatten ne Schuldenbremse Wir haben auch einen schwarzen Null, wir haben also insofern Vorkehrung gefasst für zukünftige Investitionen die wir aus dem Haushalt brauchen.
00:20:40: Wir haben einen sauberen Haushalt übergeben.
00:20:42: Diese Probleme haben wir gelöst und natürlich meine Aufgabe als Ökonom ich bin ja nicht der Einzigste da.
00:20:49: Also ich entscheide ja nicht alleine Was nun passiert?
00:20:52: Wir haben auch im Kanzleramt sechs Abteilungen gehabt.
00:20:55: Aber
00:20:55: wie offen haben Sie da geredet, Roland?
00:20:57: Ich hab immer
00:20:57: die ökonomischen Argumente vorgebracht.
00:20:59: Also die auch... Klar!
00:21:00: Wir
00:21:00: haben immer gesagt wir wollen bei Regulierung aufpassen dass wir nicht überregulieren das Klimaschutz und Wirtschaft zusammen geht.
00:21:07: Wir haben die Argumnte gebracht und dann wird es ausgetauscht.
00:21:09: Und haben sie irgendwann gesagt Mensch wir müssen eigentlich jetzt wirklich harte Reformen machen.
00:21:13: Das sind die Zahlen Die Baby Boomer Die Generation also Arbeit Rente Steuern Das wird alles nix wenn ich da in zehn Jahren draufschau.
00:21:20: oder dachten sie Wir sigeln dadurch, weil bestimmte internationale Krisen die man nicht vorhersehen konnte.
00:21:25: Also
00:21:26: ich habe mich mehr um die eigenen Krisen gekümmert, die da sind und wir haben natürlich aufgeschrieben was passiert und haben auch das diskutiert.
00:21:35: Und dann ist es insgesamt im Kanzleramt diskutiert, aber es gibt auch unterschiedliche Positionen und dann ist das entschieden worden von der Politik.
00:21:43: Was mich nur interessiert, die schwarze Null- und die Schuldenbremse in dieser Zeit.
00:21:48: Heute sehen Die Investitionen waren zu niedrig.
00:21:52: Die Infrastruktur ist verfallen, will nicht wieder mit der deutschen Bahn anfangen aber unter anderem die Bundeswehr verfiel das zwei Prozent Ziel.
00:22:00: War die schwarze Null eine Sparillusion während gleichzeitig die konsumtiven Ausgaben zu hochfahren?
00:22:07: Ja das haben wir anders gesehen, das sehe ich auch heute noch anders.
00:22:10: Warum?
00:22:11: Weil die schwarz-null nicht das Problem war.
00:22:14: also Wir hatten Wir hatten ja nicht nur die Schuldenbremse, sondern wir haben sogar die schwarze Null gehabt.
00:22:22: Die schwarzen Null ist mehr als der Schulden-Bremse.
00:22:24: Die Schulden Bremse ist ein strukturelles Defizit.
00:22:28: Wir hatten das, weil wir niedrige Zinsen hatten – das haben wir jetzt nicht mehr!
00:22:33: Und am Ende haben wir das Geld für viele dieser Dinge gar nicht ausgegeben.
00:22:40: Das Geld, was wir im Haushalt hatten.
00:22:44: Und also das eine Argument, warum ein bisschen Disziplin im Haushalt sage ich jetzt mal.
00:22:49: Man kann darüber diskutieren ob man die Schuldenbremse lockern oder nicht.
00:22:53: Da habe ich auch gar kein Problem.
00:22:54: Ich möchte nur als Ökonom wie alle anderen Ökonomen übrigens auch links oder rechts dass mir investiert wird in wichtige Dinge wie AI und so weiter.
00:23:03: Nur ist die Frage wenn du die Schuldensbremsen lockerst hilft das?
00:23:07: Oder tut das vielleicht sogar weh beim Erreichen dass mehr investiert werden?
00:23:12: und diese Argumentation Teile weiterhin.
00:23:15: Aber wir werden ja sehen, wie es läuft in diesem Lande – weil wir haben sie ja gelockert, wir haben den fünfhundert Milliardenfonds –.
00:23:21: die Argument ist wenn du das zurücknimmst dann entsteht weniger Druck Prioritäten zu setzen, weil du hast das Geld!
00:23:29: Du kannst mit dem Geld dann bestimmte Dinge machen und kommst rum harte Entscheidungen nicht zu treffen.
00:23:37: Und das ist eigentlich die Argumentation dafür, dass du etwas Disziplin im Haushalt hast.
00:23:42: Da bin ich felsenfest von überzeugt, dass das gut ist.
00:23:45: Also sind die beiden Argumente das eine?
00:23:48: Du brauchst ... Die Politik muss Prioritäten setzen und mehr Geld ist da nicht unbedingt hilfreich!
00:23:56: Man generell gesagt, wenn du natürlich bei Verteidigung würdest sagen da wäre ich dafür die Schuldenbremse zu lockern und ist auch die Frage ob man das in den Haushalt oder aus dem Haushalt finanzieren sollte.
00:24:06: Auch eine große Diskussion die gerade in den Kommission besprochen wird.
00:24:09: Und das zweite Argument ist selbst wenn du das Geld hättest und selbst wenn es in den Haushalt für Investition kommt und kein Verschiebebahnhof wird Geht es nicht ohne Reformen?
00:24:20: Weil du sonst das Wachstum, das kann ich nur als Ökonom sagen.
00:24:24: Es geht nicht um kurzfristige fiskalische Effekte.
00:24:28: Die haben wir ja schon reingerechnet nächstes Jahr, die ist jetzt wieder zurückgenommen worden von der Bundeswirtschaftsministerin, sondern es geht um nachhaltiges Wachstag, um das Potenzialwachstum und da musst du investieren in Dinge, die nahrhaltiges wachstums mit sich bringen also Bildung, Infrastruktur, Hightech und diese Dinge.
00:24:47: Und da muss es reingehen.
00:24:48: Da helfen auch kurzfristige Lösungen nicht.
00:24:51: Wenn Sie sich angucken Bürokratisierung das klingt ziemlich
00:24:57: bürokratisch
00:24:58: aber da sind knallharte Zielkonflikte dahinter wenn sie bei der Regulierung beim Klima zum Beispiel.
00:25:03: Das sind unterschiedliche Philosophien wie eine Volkswirtschaft und deswegen glaube ich ums abzuschließen dass die Schuldenbremse Weder das Problem noch die Lösung ist.
00:25:13: Letzte
00:25:13: Frage zur Vergangenheit.
00:25:15: und dann kommen wir auf die Gegenwart, das glaube ich Ihnen.
00:25:19: Das ist da unangenehmes Thema die Vergangenheiten.
00:25:22: Aber diese Energieabhängigkeit, die wir geschaffen haben von Russland?
00:25:27: Ja jetzt haben wir so von Amerika.
00:25:29: Haben Sie der Kanzlerin abgeraten sich so massiv von russischem Gas und damit von Putin abhängig zu machen?
00:25:35: war das Thema?
00:25:39: Ich kann das vielleicht sagen, dass ich auch zweimal in Katar war und versucht habe uns zu diversifizieren.
00:25:46: Welchen
00:25:46: Jahr?
00:25:47: Kurz vorher glaube ich.
00:25:50: Wir waren ja nicht mehr da wie der Krieg dabei.
00:25:51: Also nach dem Krieg sind alle diese Dinge...
00:25:53: Passiert dann, ja.
00:25:54: Alle anders!
00:25:55: Und es ist auch richtig so.
00:25:58: Vielleicht können sie besser als ich teilweise.
00:26:00: Sie waren ja auch da gewesen.
00:26:03: Hätte man noch mehr machen können ... Und vor dem Krieg war eben die gleiche Diskussion, dass die Kataris LNG verkaufen wollten.
00:26:12: Aber mit sehr langfristigen Verträgen, glaube ich dreißig Jahre und es ist ja fossiles und das war schwierig auch aus Klimagesichtspunkten.
00:26:20: außerdem.
00:26:21: also wir haben das versucht zu diversifizieren.
00:26:24: Ich will aber auch ehrlich sein und sagen, dass also das russisches Gas nachdem wir Atomausstieg beschlossen hatten Wie gesagt, da war ich.
00:26:34: Das war so.
00:26:35: Muss man jetzt verkenden?
00:26:36: Zwei
00:26:36: Elf meint
00:26:37: ihr.
00:26:38: Elf war das.
00:26:39: Also Elf waren Fukushima und danach haben sie es glaube ich entschieden.
00:26:43: wie gesagt Ich war so Und nachdem wir auch Kohle aussteigen wollen was ich richtig finde weil ich ja auch beim Klima sehr aktiv war
00:26:51: Haben Sie bei Atom irgendwann gedacht Frau Kanzlerin?
00:26:53: Da
00:26:54: hab' ich mich echt...das war vorbei
00:26:56: Weil Sie das abgeschrieben haben?
00:26:57: Ja ich habe dann meine
00:26:58: persönliche Meinung.
00:27:02: Ich glaube, wir sollten uns das noch mal überlegen sogar jetzt.
00:27:04: Sogar jetzt?
00:27:05: Warum?
00:27:06: Weil ich glaube dass es technologische Entwicklungen gibt.
00:27:10: Wir haben ja glaube ich jetzt die Fusion, das ist was anderes wie die Spaltung.
00:27:14: aber selbst bei der Spaltung gibt's diese kleinen nuklearen Reaktoren die hier alle um uns herum bauen und So, und ich glaube... Es
00:27:23: ist ja ein wahnsinnig emotionales Thema.
00:27:25: Immer wenn in meinem Podcast das jemand sagt, also wie Sie jetzt auch in der Vergangenheit gegen die kommentare hunderte Kommentaren sagen... Kann ja sein!
00:27:31: Aber Sie haben mich ja noch mal persönlich meinen...
00:27:33: Mich interessiert warum ist es so emotional?
00:27:34: Das ist meine
00:27:35: jetzige Entscheidung.
00:27:36: Das habe ich damals, war das gar nicht mehr Thema.
00:27:38: Ja nur mich interessiert auch Ihre Sicht auf die Gesellschaft, warum das so emotional diskutiert wird.
00:27:45: Also es werden dann immer Studien zitiert verschiedene Frauenhofer andere wo man sagt dass es Wirtschaft Das lohnt sich gar nicht mehr, es ist viel zu teuer.
00:27:54: Wie sehen Sie das?
00:27:56: Es
00:27:57: gibt ja Leute die davon mehr verstehen als ich auch die Chefs von den Energieunternehmen.
00:28:00: Da gibt's
00:28:01: ja auch Leute, die sagen lieber nicht.
00:28:02: Nein, das macht alles keinen
00:28:03: Sinn mehr!
00:28:03: Es ist viel so teuer, erneuerbarer ist die Zukunft was ja stimmt aber ich finde man sollte sich das zumindest offen halten und überlegen.
00:28:13: Wir sind dann im Prinzip in eine Abhängigkeit vom russischen Gas geraten.
00:28:17: Wann dachten Sie so um Gotteswillen?
00:28:19: Also sie waren dann ja da, als die Krim-Anexion passierte.
00:28:22: Dann ging es weiter Ost-Ukraine.
00:28:24: Zweiundzwanzig waren sie nicht mehr da.
00:28:26: aber diese Abhängigkeit zu diesem Diktator, zu diesen Tyran, dass man da wirtschaftlich so eine Abhängkeit hat.
00:28:32: Wir haben das Gas gebraucht sage ich jetzt mal als Ökonom.
00:28:39: Wir sind sehr stark mit der Ukraine zusammengearbeitet
00:28:44: und
00:28:44: Ich weiß nicht, ob Sie das wissen.
00:28:45: Das haben wir hier teilweise in Berlin verhandelt.
00:28:47: Da war ich dabei.
00:28:49: Das war der Ukraine extrem wichtig und das hat die EU verhandeln.
00:28:54: Wir haben einen neuen Gasvertrag und das war übrigens damals auch alles okay weil es natürlich Durchleitungsgebühren gab durch die Ukraine und auch durch Polen.
00:29:04: Insofern war das nicht unbedingt alles nur gegen russisches Gas, sondern sie wollten dass das gas auch teilweise Das verstehe ich auch durch ihre länder fließt.
00:29:13: insofern haben wir versucht uns zu diversifizieren.
00:29:15: Wir hingen dann sehr stark ab vom russischen gas und So und dann hat sich das blatt gedreht wer man ehrlich ist in februar twenty-two Und nicht nicht vorher.
00:29:29: wir haben allerdings immer
00:29:30: Wir haben
00:29:32: Putin gesagt, Nord
00:29:33: Stream II zum Beispiel.
00:29:34: Haben viele und auch Nachbarländer Deutschland immer und der Kanzlerin.
00:29:37: Die haben wir ja nie gehabt, Nordstream II.
00:29:39: Wir haben es ja auch gestoppt, doch haben wir gestopt und haben ihnen gesagt kein Gas durch Nord StreamII.
00:29:47: Und dann haben sie erst mal gebaut?
00:29:50: Ja wir nicht sondern... Wir hatten auch ein Gespräch mit den Amerikanern.
00:30:00: Ich weiß nicht, ob Sie das Papier kennen.
00:30:01: Es ist öffentlich mit beiden, wo wir reingeschrieben haben, wenn Putin Gas als Waffe benutzt – nicht Krieg, sondern gut als Waffer.
00:30:08: Das war im Juli, dann würden wir Sanktionen und Nord Stream II stoppen.
00:30:20: To be fair, auf Neudeutsch.
00:30:22: Das hat dann Wolfgang Schmidt und andere haben sie auch interviewt hier dann gemacht.
00:30:29: Und das war ja dann auch richtig.
00:30:30: also wir haben das aber Nord Stream eins ist natürlich geflossen haben so recht
00:30:35: Wirtschaftspolitisch betrachtet.
00:30:36: was bleibt von diesen Jahren aus ihrer Sicht?
00:30:39: Also was hätte man anders machen müssen sollen damit wir jetzt nicht in so einer Krise stehen?
00:30:44: Also es ist ja das was man von Politikern heute hört, ganz kurz wenn man die interviewt.
00:30:48: Ja egal wen, egal welcher Partei und sagen die Moment mal jetzt kommen die aus der Zeit der sechzehn Jahre wo nichts passiert ist, wo Deutschland profitiert hat von der Agenda und am Ende haben sie aber keine Reformen gemacht die ihnen irgendwie weil die politisch schwierig waren.
00:31:06: Das ist ja so ein bisschen was man heute, egal auch aus der Ampel bis heute hört auch von unseren
00:31:10: Politikern.
00:31:11: Friedrich Merz sagt das im kleinen Grad Wissen Sie, also wie blicken sie auf diese Kritik?
00:31:17: Also aus heutiger Sicht kann man natürlich immer was besser machen.
00:31:20: Das gilt glaube ich für alle, für jede Regierung und es gibt vielleicht ein zwei Bereiche wo ich sage wenn man das wüsste was man heute weiß hätte man das Anlass machen können.
00:31:31: Welche?
00:31:32: Also die Kanzlerin selber sagt ja Klimaschutz hätte man mehr machen können.
00:31:37: als Ökonom würde ich sagen, man muss immer gucken dass mein Klima und Wirtschaft zusammendenkt.
00:31:43: Das ist ja die Kritik von heute.
00:31:46: das wir da ein Mannschaftstelle zu regulativ waren und weniger auf Markt gesetzt haben.
00:31:51: Ist ja die kritik der jetzigen Regierung.
00:31:53: Das würde ich teilen Stück weit.
00:31:56: Und der große Bereich wo ich glaube aber da war ich nicht zuständig also nicht direkt zuständig dieser Verneidigungsbereich Wir haben viel zu wenig investiert.
00:32:04: aus heutiger Sicht ist es ja Binsenweisheit.
00:32:08: Die Frage ist, aus damaliger Sicht hätte man das hinbekommen können.
00:32:15: Wenn man wollte... Das ist aber eine schwierige politische Frage.
00:32:20: Damals wollte das das Land nicht.
00:32:24: Wir haben ja immer wieder Diskussionen gehabt auch über unsere tollen Unternehmen hier in Deutschland.
00:32:28: Es gibt ganz viele tolle Unternehmen die jetzt Drohnen und sie kennen oder auch Missiles, also sehr viel deutsches Know-how gerade auch im Süden Deutschlands.
00:32:39: Die auch ins Ausland exportieren wollten ihre Waffen verkaufen wollen.
00:32:42: da waren wir ja sehr restriktiv.
00:32:44: Sie waren sehr oft bei mir am Kanzleramt und haben sich beschwert dass wir da moralisch Probleme hatten.
00:32:51: Und sie sagen aus wirtschaftlicher Sicht Wir werden immer klein gemacht die ganze Branche die haben wir nicht so gefördert wie andere Aber das war damals, ehrlich gesagt nicht möglich.
00:33:03: Von heutiger Sicht hätte man das natürlich machen müssen.
00:33:06: Was müssen wir heute machen?
00:33:08: Damit das nicht eintritt, wovor viele Angst haben in Deutschland...
00:33:12: Das erste Punkt ist auf die Frage habe ich mich vorbereitet.
00:33:18: Es ist nicht nur Deutschland, es ist auch Europa und wir hängen global sehr stark ab aber vor allem Europa.
00:33:28: Die Antworten zum Beispiel, wenn ich das sagen darf auf die Herausforderungen globaler Natur sind eigentlich was wir in Europa machen.
00:33:35: Ein Stück weit vorankommen und da sind so zwei drei Dinge, die wir jetzt eine Chance haben zu machen.
00:33:41: Da habe ich auch meiner Meinung geändert bei gemeinsame Schulen in Europa
00:33:44: z.B.,
00:33:45: in einer bestimmten Art und
00:33:46: Weise... Also sie sind dafür mittlerweile?
00:33:48: In einer bestimmte Art und Weise, dann müsste man noch mal... Moment!
00:33:52: Wir waren ja immer dagegen Euro-Bonds und obwohl wir bei Covid das ja ein Stück weit geändert haben.
00:33:58: Da haben wir uns auch sehr verändert.
00:34:00: Die Bundeskanzlerin hat das gemacht, dieses Next Generation, siebenhundfünfzig Milliarden und wir haben es bei Ukraine neunzig Milliarden.
00:34:07: Das wissen Sie genauso gut ja auch gemacht.
00:34:09: Es ist über den Haushalt finanziert.
00:34:11: Das ist nur nicht Eurobonds.
00:34:13: Eurobons ist ja noch mal was anderes aber es ist eine gemeinsame Verschuldung über die zukünftigen Haushalte.
00:34:19: Irgendeiner muss es ja zurück bezahlen.
00:34:22: also Wir haben wichtige Themen.
00:34:23: das zweite wichtige Thema ich komme gleich auf Deutschland das war ihre Frage.
00:34:28: Aber Europa ist, ob wir uns nicht als Deutsche jetzt mal mit der Macron-Idee anfreunden sollten.
00:34:36: Macron war ja mein Kollege, der war Sherpa von Präsident Hollande und hat mir dem lange zusammengeweitet.
00:34:41: ein toller Europäer aber natürlich auch eine Franzose.
00:34:45: Ist ja auch okay!
00:34:47: Der hat immer von dem Europa der zwei Geschwindigkeiten gesprochen.
00:34:51: Und jetzt haben wir ja zum Beispiel im Verteidigungsbereich eine riesen Aufgabe da, eine europäische Verteiligungspolitik aufzusetzen.
00:34:59: Die ja umstritten ist und Riesenthemen sind.
00:35:04: Da gibt es die Möglichkeit natürlich oder diese Einstimmigkeitsprinzip Das ist auch ein Riesen bei Steuern und auch bei Außenpolitik.
00:35:13: Da wird immer wieder gesagt das müssen wir ändern dann kommt halt nicht stimmt Ja reden aber schon seit zwanzig Jahren drüber.
00:35:20: ist ein ganz entscheidender Moment für Europa.
00:35:23: Und da muss Europa, man muss Deutschland auch eine Rolle spielen.
00:35:25: und bei dieser Frage Europa der Zweigeschwindigkeiten gibt es einen ganz einfachen Weg.
00:35:30: Das hat die Kommission übrigens vorgeschlagen vor einem Monat wenn sie diese ganzen Omnibuspakete, das sind diese ganzen Regulierungspakete AI und Klima und was da alles kommt Bürokratieabbau
00:35:41: usw.,
00:35:43: hat vorgeslagen.
00:35:44: im Prinzip ein Europa der zwei Geschwindigkeiten in folgendem Sinne Es gibt ein Instrument im Vertrag.
00:35:50: Du brauchst die Verträge nicht zu ändern, weil wenn du die Vertrege änderst, gibt es einen Konvent das dauert Jahre und man muss noch Referenten in jedem Land ohne Vertragsänderung
00:35:59: d.h.,
00:36:00: die sogenannte verstärkte Zusammenarbeit.
00:36:02: Da brauchst du neuen Länder.
00:36:03: Lars Klingbeil macht das übrigens gerade.
00:36:05: bei den Finanzthemen ist auch ein Riesenthema Die Finanz- und Savingsunion.
00:36:10: Wenn wir das jetzt nicht hin bekommen als siebenundzwanzig da bin ich dafür dass wir in bestimmten Bereichen diesen Paragrafen ziehen den wir bei Schengen sowieso schon haben.
00:36:19: SchengEN ist eine verstärkte, die man bei dem ESM, Sie erinnern sich, ESM war der Fonds der Rettungsteuropäische, der Schutzschirm und auch beim Euro das wir so was nutzen um jetzt Europa voranzubringen.
00:36:32: Das sind meiner Meinung nach zwei ganz wichtige Themen.
00:36:34: Das ist glaube ich für viele nicht so ganz leicht verständlich, wobei wir da beide sie kennen sich natürlich viel besser aus als ich aber viele Menschen glaube ich gerade interessiert.
00:36:43: vor allem macht da jetzt die Bundesregierung bei diesen wichtigen Themen, also Steuern, Rente Arbeit.
00:36:51: Was ist aus diesem Themen, die da immer genannt werden?
00:36:54: Aus Ihrer Sicht gerade das Wichtigste damit es in Deutschland wieder vorangeht.
00:36:58: Also ich glaube Bürokratieabbau ist ja auch am dreißigsten auf der Agenda, ist wichtig und muss man.
00:37:04: diese Digitalisierung was Minister Wildberger vorschlägt, ist glaube ich extrem wichtig Und ich glaube auch die Sozialreform, also die Rentenreform ist vor allem vor dem Hintergrund langfristig ein wichtiges Thema.
00:37:20: Wie ist da Ihre Analyse bei Renten?
00:37:22: Also
00:37:22: man kann das lösen!
00:37:23: Und wie aus Ihrer Sicht dort was gelöst wird?
00:37:25: Ich bin ja jetzt nicht in der Kommission und ich bin auch kein Rentenexpert, das war auch nie meine Zuständigkeit.
00:37:30: aber ich glaube einen Punkt dass man ein bisschen länger arbeitet, das haben wir andere Länder auch.
00:37:35: Ich will jetzt nicht hart klingen und weil ich glaube, dass die sozialen Errungenschaften in Deutschland sind auch ein Riesenbettbewerbsvorteil.
00:37:42: Also nicht falsch verstehen aber es ist jetzt auch nie so das es uns umbringen wird wenn bestimmte Reiche noch länger arbeiten und es ist ja auch nicht so, dass wir alle zehn Jahre länger morgen arbeiten müssen.
00:37:53: Es ist sehr gestaffelt in die Zukunft Und das ist, glaube ich zu lösen dieses Problem.
00:37:58: Also Deutschland ist so stark und hat so viele Dinge.
00:38:01: Wir haben andere Probleme im Moment wie diese Dinge.
00:38:04: also Pflege wird.
00:38:04: nochmal was ich so höre kennen sie auch sehr gut ein großes großes Thema.
00:38:09: es kostet alles Geld Das muss gemacht werden.
00:38:12: dann finde ich die Bürokratie.
00:38:14: das ist aber großes Thema.
00:38:16: mehr Freiheit Innovation dass wir auch mal mehr Unternehmen in Deutschland gründen.
00:38:21: und der dritte Bereich ist Steuerreform.
00:38:24: Und ich glaube auch, dass die Körperschaftsteuer
00:38:27: für die
00:38:28: Unternehmen die Einkommenssteuer trifft ja auch die Personengesellschaften das sind glaube ich neunzig Prozent oder so habe ich im Kopf aller... Das ist wichtig!
00:38:36: Da geht es ja darum, dass man diese Tarife so macht, dass der Anreiz da ist zu investieren.
00:38:44: also Umverteilungsfrage.
00:38:47: Es ist auch aus meiner Sicht als Ökonom eine ganz wichtige Frage, um Anreize für Investitionen zu schaffen – gerade für die Unternehmen, die unsere Stärke sind!
00:38:57: Und bei Steuern, jetzt nehmen wir mal die Unternehmen weg.
00:39:00: Da haben sie schon gesagt das muss interessanter werden für Unternehmen sich ansiedeln zu wollen.
00:39:06: Jetzt gibt es ja eine große Debatte um eine Steuerreform als eine Entlastung bei bestimmten Einkommen also bis viertausend wird glaube ich diskutiert und dann geht's um eine zusätzliche Belastung einer Art reichen Steuer.
00:39:22: Ist das richtig aus Ihrer Sicht oder falsch?
00:39:27: wenn man das in einem Gesamtpaket einbettet.
00:39:29: Ich glaube, dass ist auch das was jetzt die Koalition gesagt hat, was ich richtig finde anstatt über tausend Euro Prämie zu reden in einem gesamtpaketen einbettet.
00:39:37: bei Reichensteuers gibt ja die ab siebzigtausend euro Versteuer des Einkommen was nicht Einkommen ist.
00:39:44: aber siebzichtausend Euro versteuerbares Einkommen zahlst du den höchsten Steuersatz den Grenzsteuern Satz und die reichen Steuer erst glaub ich ab zweihundert noch was, als Alleinstehender und das Doppelte wenn du verheiratet bist.
00:39:58: Und wenn das nicht die Unternehmen schädigt.
00:40:00: also bei Abschaftssteuer war immer das Problem dass wir aufpassen müssen, dass wir nicht die sogenannte Substanz besteuern.
00:40:06: Wir hatten ja schon mal die Abschaftsteuer reformiert oder Grundstücks steuern Das oder Reichensteuer, dass man da aufpasst Da bin ich.
00:40:15: wäre ich schon in einem Gesamtpaket würde Ich mich es nicht verwehren Dass man da auch etwas tut.
00:40:20: Das sage ich jetzt als Bürger, weil ich kann das verstehen.
00:40:24: Die Ungleichheit wächst nicht im Einkommen aber in Vermögen und da finde ich es sozusagen aus sozialen oder als symbolischen Gründen ist nicht schlimm wenn da auch ein Beitrag kommt.
00:40:36: Was
00:40:36: ist das Entscheidende damit Deutschland wirtschaftlich wieder wächst?
00:40:42: Investition in Deutschland!
00:40:45: Es ist die Frage, also man muss wieder investieren und nicht nur die Deutschen und nicht die öffentlichen sondern private.
00:40:51: Ich würde mal sagen private Investition in Deutschland.
00:40:54: Warum sollten Sie das tun momentan?
00:40:55: Das ist die frage und dass müssen wir verbessern.
00:40:57: Und es gibt zwei Dinge, es gibt die hohen Kosten Die an der Vergangenheit noch nie so niedrig waren übrigens Also Energiekosten, das sind die Arbeitsmarktreformen das sind natürlich auch die Sozialkosten die Lohnnebenkosten.
00:41:13: Das müssen wir versuchen, einigermaßen in den Griff zu kriegen.
00:41:17: Wir werden nie einen billiger Standort.
00:41:19: Das sollen wir auch nicht sein.
00:41:21: und das zweite ist eben unternehmerische Freiheiten und Bürokratie und dass es einfach schneller geht.
00:41:29: Es gibt die Kenna, die ganzen Geschichten.
00:41:31: Wir haben ja jetzt eine große Investorenkonferenz in Deutschland weil Martin Blässing ist ja der Investitionsplatz ist zentral und Martin Blessing kommt ja aus der Wirtschaft.
00:41:40: Er arbeitet jetzt innerhalb der Bundesregierung mit den Ministerien zusammen.
00:41:45: Was toll ist, dass er das macht.
00:41:47: Der bringt da auch frischen Wind rein.
00:41:50: und am zwanzigsten Oktober – das ist ja schon entschieden worden – findet diese große Investorenkonferenz statt wo viele ausländische Fonds- und Geldgeber nach Berlin kommen und eine Konferenz machen.
00:42:03: Das ist gemodelt!
00:42:05: Danach geabt nach Macron, der dieses Choose France-Konferenz im Versaillespalast hat.
00:42:10: Was ist
00:42:11: für diese ausländischen Investoren neben den Rahmenbedingungen wichtig?
00:42:14: Wenn ich mir jetzt überlege, worüber wir gerade diskutieren, die Umfragewerte AfD geht in Richtung dreißig Prozent über Sachsen-Anhalt – was wäre zum Beispiel wenn in Sachsen Anhalt zum Beispiel der AfD-Kandidat Siegmund eine absolute Mehrheit holte erste AfD-Ministerpräsidenten?
00:42:30: Was würde das für Deutschland bedeuten?
00:42:34: Das ist jetzt eine andere Frage.
00:42:38: Ich weiß nicht, wie weit das bei der jetzigen Entscheidung, obwohl es langfristig entscheidet... Du hast das ja überall in Europa oder in Amerika?
00:42:47: Also diese politischen Also Risiko ist ja das Entscheide bei einer Investition, die Rendite und das Risiko.
00:42:54: Und wenn du politische Rising hast da wird es natürlich eingepreist.
00:42:57: also ich glaube nicht dass das bei uns besonders hoch ist noch nicht vergleicht zu anderen Ländern.
00:43:04: aber sie gucken sich natürlich an inwieweit die Rahmenbedingungen für Investitionen die Standortbedingung für Investitions vorhanden sind und da können wir glaube ich noch besser werden im Sinne von auch Ansiedlungen, von bestimmten Technologien.
00:43:21: Es gibt ja auch diese Cluster-Ideen und auch Zukunftstechnologien.
00:43:25: Und wenn Sie fragen warum machen die das?
00:43:27: Wir haben hervorragende Universitäten, wie es die ESMT ist.
00:43:31: Wenn ich das sagen darf, da bin ich Professor im Moment oder Binprofessor war früher Präsident, jetzt bin ich ein normaler Professor.
00:43:40: Das ist aber eine Business-Schule und haben wir natürlich hervor an die Ingenieure in Deutschland.
00:43:43: also wenn man... Ich war gerade auf einer Konferenz mit jungen Menschen.
00:43:46: Wenn sie in St.
00:43:47: Gallen da war so ne Konferens über junge Menschen das ist die Hoffnung.
00:43:51: Also wenn man so Donald Trump auf der einen Seite sieht und was da passiert?
00:43:56: Und wir haben sehr viel gute Junge!
00:43:58: Wir haben Infrastruktur, wir haben Phinoa, wir have Technologien.
00:44:01: Insofern glaube ich, also ein Grund weshalb sie hier investieren auch der Raum München zum Beispiel ist.
00:44:06: Weil einfach es hervorragende Fachkräfte da geben.
00:44:09: Letzte Frage was ist wenn Sie auf Deutschland blicken?
00:44:12: Was ist der Worst Case für die nächsten Jahre und was ist der Best Case?
00:44:18: Ja also fangen
00:44:20: Sie mit dem Worst case besser werden.
00:44:24: Also ich sehe eigentlich ja... dass der Worst-Case ist natürlich, dass wir politisch in einem Fall... Also ich glaube, wir sind an einem vielleicht so rum.
00:44:35: Man könnte sagen Wir sind jetzt wirklich wenn sich das alles angucken was wir gemacht hatten die Ampel Was Jetzt Läuft Jetzt Die Hoffnung Das Was Passiert An Vielleicht Ein Gewisserweise Schon An Eine Ganz Entscheidende Stelle Für Deutschland Wenn Ich Das Als Deutscher Angucke auch von Von Außen.
00:44:54: Und Die Gefahr Ist eben Wir fallen über ins Europa mehr in diese nationalen Tendenzen zurück oder wir schaffen es, ein Stück nach vorne zu gehen.
00:45:02: Und mein Punkt von vorhin – und wir haben gar nicht über die Außenpolitik geredet, die glaube ich auch sehr wichtig wäre, vielleicht können wir das nochmal irgendwann wiederholen….
00:45:08: Absolut!
00:45:09: …
00:45:09: ist dass wir jetzt diese Chance nutzen müssen weil ich glaube erkennbar, kennen Sie besser als ich in der Bevölkerung, die Akzeptanz da ist, dass sich was verändern muss.
00:45:22: Insofern glaube ich, dass wir das jetzt hinbekommen.
00:45:24: Aber
00:45:24: er wird trotzdem meine Frage beantwortet wissen.
00:45:26: Also Sie denken ja auch... Hab ich
00:45:27: da gesagt Worst Case ist es, dass ... wir politisch nach Recht driften?
00:45:33: Das gilt immer für ganz Europa!
00:45:36: Aber Sie haben ja gerade gesagt, das hätte jetzt für den Wirtschaftsstandort nicht automatische Auswirkungen.
00:45:39: Ich meine, der ist jetzt erwirtschaftlich betrachtet.
00:45:42: Ja, wirtschaftlich wäre das glaube ich nicht gut Und das würde natürlich auch die Investitionsentscheidung beeinflussen, ob es jetzt schon die Investationsentscheiden im Vorfeld war.
00:45:50: Das ist ja noch nicht da!
00:45:51: Aber wenn es wirklich käme dann wäre da.
00:45:53: so meiner Sicht haben die keinflüssiges Wirtschaftspolitisches-Modell.
00:45:56: Was ist,
00:45:56: wenn sie sich jetzt nicht einigen zum Beispiel?
00:45:58: Auch dass bei den Reformen oder so klein bleibt... Dann wird schwierig und
00:46:00: müssen Sie sich jetzt einigen.
00:46:01: Was is Best Case, wo steht Deutschland?
00:46:03: Daß ist
00:46:03: ich jetzt einigend.
00:46:05: Wo stehen wir denn in fünf Jahren?
00:46:07: Wir haben ein Potenzialwachstum über eins Komma Fünf.
00:46:10: Wir haben eine Europa, was ein Stück weit vorangekommen ist.
00:46:13: Was geopolitisch vielleicht sage ich das?
00:46:15: Weil Europa ja relativ auf dem absteigenden Ast also weniger wichtig wird nicht aufm absteigenen Ast ist Das Europa mit seinen Werten, wir haben ja auch unsere Wertendemokratie und andere Dinge das sozusagen in der Welt weiterhin wichtig ist.
00:46:29: Und dass wir mithelfen auch was wir früher den Multilateralismus genannt haben nämlich Rules-Based International Order, das wird zusammenarbeiten und sich die Köppe einhauen, Kriege beenden – das war es Sie sagen immer -, dass wir da einen signifikanten Beitrag leisten als Deutschland.
00:46:45: Das würde
00:46:45: ich mir wünschen!
00:46:46: Herr Professor Roller, vielen Dank für die schönen Schlussworte und wir machen das mal wieder.
00:46:50: Und dann geht es um die USA, Europa und alles was uns ausdrücklich betrifft.
00:46:53: Sehr sehr gerne!
00:46:54: Danke
00:46:55: schön!
00:46:56: Danke dass ihr wieder zugehört habt.
00:46:58: Vielen Dank auch für das viele Feedback auf ronsheimer.tv.
00:47:03: Da findet ihr auch alle meine Social Media Accounts wo Ihr mich persönlich kontaktieren könnt.
00:47:09: Das glauben manchmal die Leute gar nicht aber ich schauen mir die Kommentare tatsächlich selbst an Und ich bitte darum, lasst weiter Likes da bei Spotify, Apple, wo auch immer ihr den Podcast hört.
00:47:21: Bei YouTube natürlich, wo ihr dem Podcast sehen könnt!
00:47:25: Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert
00:47:28: und
00:47:29: das hilft uns wirklich sehr.
00:47:31: Ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philipp Jatoff in der Redaktion, bei Liven Jenrich in der Produktion und natürlich an meinen Producer Daniel van Moll!
00:47:45: Herzlichen Dank und alles Liebe!
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