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So ein Umfrage-Desaster hat es noch nie gegeben. Mit Peter Matuschek

Shownotes

Forsa-Chef Dr. Peter Matuschek erklärt, warum Friedrich Merz und die Union in den Umfragen dramatisch verlieren, weshalb die AfD davon profitiert – aber nicht nur durch eigene Stärke. Es geht um gebrochene Wahlversprechen, mangelnde Führungsstärke, enttäuschte Mitte-Wähler und die Frage, ob Merz das Vertrauen überhaupt noch zurückgewinnen kann.

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Redaktion: Filipp Piatov u. Lieven Jenrich | Executive Producer: Daniel van Moll

Transkript anzeigen

00:00:01: Es ist interessant zu sehen, deshalb hilft das die Regierung auch im Moment nicht, dass die Asylbewerberzahlen offenbar zurückgehen und es ja oft mal durchaus auch Erfolge gibt bei den Grenzkontrollen.

00:00:10: Weil da war für die Leute ja nicht das entscheidende Thema.

00:00:14: Und auch da ist noch eine Mehrheit mittlerweile unzufrieden mit der Regierung aber weniger unzuffrieden als mit ihrer Bilanz in der Wirtschaftspolitik.

00:00:21: Das heißt, dieser Kommunikation, das ist immer so ne Sache, das hat die Scholz-Regierung ja auch schon gesagt, das alles Kommunikations.

00:00:27: Die Leute haben's doch nicht verstanden.

00:00:29: Das greift auch unter dieser Regierung zu kurz, sondern der Frust ist schon tiefer als man sagen könnte.

00:00:37: Man hat es einfach noch nicht verstanden und die Regierung

00:00:39: macht doch etwas.

00:00:42: Am Dienstagabend soll es wieder einen Koalitionsausschuss geben.

00:00:46: das ist der Stand heute am Montagabends wo wir aufnehmen.

00:00:50: Man weiß in dieser Koalition momentan manchmal stündlich nicht wo es hingeht Und damit hängen auch die Umfragezahlen zusammen, die viele nervös machen in der Koalition.

00:01:04: Die gleichzeitig bedeuten dass sich die AfD immer weiter von der Union entfernt und in allen Umfragen auf Platz eins ist.

00:01:11: Wir wollen heute mal ein bisschen intensiver da reinschauen nicht nur auf die Zahlen sondern auch woran das liegt was die Bürger wirklich sagen.

00:01:22: Und ich freue mich, dass der Geschäftsführer von Forza heute bei mir ist.

00:01:26: Dr.

00:01:27: Peter Matuszek, ich grüße Sie!

00:01:29: Ich grüß Sie auch hallo!

00:01:31: Herr Matussek, erst einmal ganz generell gefragt... Es gibt ja ganz viele unterschiedliche Meinungsforschungsinstitute und da auch immer größere Unterschiede manchmal von zwei drei Prozent in diesen Umfang.

00:01:46: woher?

00:01:47: kommen diese Unterschiede, weil viele die uns vielleicht zuhören kennen sich nicht so aus wie man solche Umfragen macht.

00:01:53: Woran liegt das dass verschiedene Institute auf verschiedene Zahlen kommt?

00:01:57: Ja es ist durchaus nicht ungewöhnlich und die Abweichungen sind auch nicht so dramatisch.

00:02:01: Das hängt ein bisschen davon ab an welchen Tagen gefragt wurde.

00:02:05: Die Zeiträume sind ja auch immer mal unterschiedlich.

00:02:08: wir fragen zum Beispiel fünf Tage in der Woche haben also immer einen Wochenwert.

00:02:12: andere Institute Fragen punktuell an zwei drei tagen die woche noch nicht jede Woche.

00:02:17: Und dann gibt's natürlich noch eine Fehler, Schwankungen wie es immer gibt bei Umfragen.

00:02:22: Von daher kommen auch mal Unterschiede zwischen den Instituten

00:02:25: zustande.".

00:02:26: Wie befragt

00:02:27: Vorsah?

00:02:28: Also wer ist dafür sie unterwegs und wie funktioniert das?

00:02:31: Wie kriegen Sie die Zahlen am Ende?

00:02:34: Also das meiste was wir an politischen Fragen stellen, also wie etwa die Wahlabsicht.

00:02:40: Jede Woche seit über dreißig Jahren kontinuierlich in diesem Rhythmus für RTL und NTV.

00:02:47: Das machen wir telefonisch.

00:02:48: Das ist mittlerweile seit vielen Jahren natürlich eine Gemüste-Stichprobe aus Festdez und Mobilfunkanschlüssen.

00:02:56: Nur festnächst würde man heute niemanden mehr alleine erreichen.

00:03:00: Das heißt, die führen wir telefonisch durch.

00:03:03: Wir haben aber auch die Möglichkeit für andere Umfragen online durchzuführen.

00:03:10: Da nutzen wir die große Bandbreite der Möglichkeiten, die es da gibt.

00:03:15: Wohl wissen Sie also diejenigen, die dann anrufen von Ihrem Institut das die Leute, die man da am Telefon hat, dass sie Ihnen auch die Wahrheit sagen?

00:03:22: In der Vergangenheit war es häufiger so bei Wahlen, dass gerade eher radikalere Parteien sowohl links als auch rechts in den Grundfragen, die online oder per Telefon dann durchgeführt wurden, schwächer abgeschnitten haben als bei tatsächlichen Wahlen.

00:03:37: Weil da hieß es immer manche wollen das eigentlich am Telefon eher nicht so zugeben dass sie zum Beispiel die AfD wählen.

00:03:46: Ja das Problem insbesondere bei rechtsradikalen Parteien ist so alt fast wie die Meinungsbefragen.

00:03:55: Das ist in der Tat immer ein Problem gewesen, dass es da natürlich immer einen Teil gibt die gar nicht an Umfragen teilnehmen.

00:04:02: Also die würden gar nicht mit uns sprechen weil wir und andere Institute natürlich Teil dieser Denkweise, Teil dieser Manipulationsmaschine sind.

00:04:12: Damit haben wir noch andere Institute aber gelernt umzugehen.

00:04:16: das heißt da haben wir jetzt Erfahrung gesammelt auch mit der AfD in den letzten Jahren.

00:04:21: Bei der Linken ist das Problem eigentlich nicht so ausgeprägt.

00:04:25: Also wir haben zum Beispiel vor der Bundestagswahl und es hilft uns natürlich dann dieses Instrument, dass wir eben wirklich jede Woche fragen an jeden Wochentag.

00:04:33: Haben wir im Grunde gesehen wie die Linke ja wiederbelebt wurde?

00:04:36: Die waren ja mause tot im Grund, um mal bildlich zu sagen, vor dem Ende des Jahres zwanzig vierundzwanzig und sind dann jede Woche um einen Pünktchen angestiegen und tatsächlich bei der Wahl auf über acht Prozent zu kommen.

00:04:50: Also da haben wir das Problem nicht in dieser Weise.

00:04:52: Wie viele Leute rufen da an oder erfassen das und wie häufig?

00:04:58: Also, wie läuft das ab?

00:04:59: Wie viel Leuten arbeiten dafür Sie und wie oft rufen die Menschen in Deutschland an oder befragen?

00:05:05: Naja, wir fragen zweieinhalb Tausend Personen in dieser Mehrthemen-Umfrage pro Woche.

00:05:10: also da werden verschiedene Themen abgefragt so auch aktuelle Themen Und da fragen wir dann im Jahr entsprechend über hundertzwanzigtausend Menschen.

00:05:19: Dann gibt es noch andere Studien, wo wir eigens nur zu einem bestimmten Thema befragen und dafür haben wir dann entsprechende Interviewerstäbe zur Verfügung die das seit vielen Jahren machen.

00:05:32: Lass uns reingehen in die jüngste Forserumfrage vom fünften Mai.

00:05:37: Da kommt die AfD auf siebenundzwanzig Prozent, die Union auf zwanzig, die Grüne auf sechzehn.

00:05:45: Die SPD nur noch auf zwölf und Linke bei elf.

00:05:50: Wenn man das so betrachtet diese aktuellen Umfragen dann bekommt man den Eindruck eines massiven politischen Umbruchs.

00:06:00: Also es gab schon Zeiten auch vor der Bundestagswahl, wo die AfD sehr nah ran kam aber das jetzt so konstant die AfD vor der Union ist, dass es etwas Neues.

00:06:12: Ist das wie es manche beschreiben wirklich eine außergewöhnliche Situation in der Geschichte der Bundesrepublik?

00:06:21: oder sehen wir Oder haben wir solche Entwicklungen schon gesehen?

00:06:25: Was wir durchaus schon gesehen haben, auch in früheren Legislaturperioden ist das es eine deutliche Verschiebung gab zwischen den Regierungsparteien und den Oppositionsparteien.

00:06:37: Also denken Sie an den Start der rot-grünen Regierung, da war noch die SPD über vierzig Jahre und dann in kürzester Zeit mit dem Rücktritt von Lafontaine und den Stadigkeiten innerhalb der SPD auf unterdreißig abgestürzt, abgestraft bei der Europawahl.

00:06:55: Dann gab es wieder Endelschwung zurück in Zuge der CDU, Spendennachfähre, dann lag die SPD wieder deutlich vorn und das haben wir durchaus gesehen.

00:07:04: was jetzt neu ist doch dass eine Partei in den Umfragen vorne liegt, die natürlich nicht, sagen wir mal auch will sie selber nicht sein Teil des Spielfeldes ist.

00:07:20: Sondern die sozusagen ja auch darauf anlegt dieses System von innen her zu verändern.

00:07:26: und gleichzeitig sind die Mitte Parteien Union SPD nach den Grünen noch dazu rechnen will massiv unter Druck.

00:07:35: Das ist also doch eine neue Situation.

00:07:37: Also die beiden Irrungsparteien haben über ein Drittel ihrer Substanz verloren, von ihren ja schon schlechten Wahlergebnissen bei der letzten Bundestagswahl für die Union, die zweitschlechteste in der Geschichte für die SPD der schlechteste.

00:07:49: Also das hat doch eine neu Qualität, die wir so noch nicht gesehen haben.

00:07:55: Lassen wir uns erst mal noch bei der Union bleiben.

00:07:58: Wir haben viel diskutiert über die Streitigkeiten innerhalb der Koalition, was dort funktioniert hat und nicht funktioniert hat.

00:08:06: Aus dem, was Sie befragt haben?

00:08:09: Was ist der entscheidende Grund dafür, dass die Union so massiv verloren hat?

00:08:18: Da muss man ein bisschen weiter zurückgehen, denn das hat sich ja im Grunde ein bisschen schubweise vollzogen.

00:08:25: Also wenn man sich zurück erinnert Angela Merkel von vielen in der Union ja auch lange kritisiert für ihre Regierungsführung hatte aber ihrer letzten Wahl bei der sie angetreten ist noch knapp dreieinhalb Prozent der Stimmen gewonnen.

00:08:38: Dann kam die Corona-Pandemie, in der die Union noch mal in ungeahnte Ölen katapultiert wurde.

00:08:45: Also auch teilweise über vierzig Prozent.

00:08:48: Das auch halten konnte fast deutlich über dreißig bis zum Beginn des Wahljahrs einundzwanzig.

00:08:54: Dann kamen die Nominierung von Laschet und brach die Union ein.

00:08:58: Er holte sich noch etwas im Sommer wieder und nahm dann wieder ab und dann mit Laschet auf bei vierundzwanzig Prozent also ihrem schlechtesten Wahlergebnis zu landen.

00:09:08: So, dann kam die Ampel und da hätte man eigentlich erwarten können dass auch der schnell ja entstandene Unmut über die Ampel dazu führt das die Union als stärkste Oppositionspartei dann auch mit März als Opposationsführer diesen Unmut aufgreift und für sich nutzt.

00:09:23: Das ist aber nicht passiert.

00:09:24: Die Union hat ja minimal nur dazugewonnen.

00:09:26: in der Oppositiionszeit Hätte vielleicht vor der Bundestagswahl, hätte man einen ruhigeren Wahlkampf zu Ende geführt.

00:09:33: Wirtschaftswahlkampf deutlich über dreißig noch landen können ist aber dann auch unter Dreißig Prozent geblieben.

00:09:40: Das heißt auch März hat diesen Vertrauensrückgang den Laschet mit Vorsacht hat nicht auffangen können und jetzt nach dem Beginn der neuen Schwarzwoten Regierung Vertrauensrückgang noch einmal befördert worden.

00:09:54: Das heißt, es ist so eine phasenweise Entwicklung die sich da auf der Bundesebene vollzogen hat.

00:10:00: Man muss aber auch sagen schaut man mal in die Bundesländer gibt's ja durchaus Beispiele wo die Union nochmal einen gewinnen kann Schleswig-Holstein NRW Bayern auch wenn auch geschwächt.

00:10:12: Aber das ist also wirklich ein Phänomen.

00:10:14: was ich da die letzten Jahre stückweise wenn man so will auf der bundesebene vorzugen hat

00:10:20: Gibt es da in den vergangenen Monaten?

00:10:23: Also ich habe verstanden, in der Oppositionszeit gegen die Ampel konnte Friedrich Merz sich nicht mehr so positionieren dass man wieder so hoch kommt.

00:10:31: Da hat dann auch schon die AfD und die BSW damals profitiert.

00:10:36: aber nehmen wir jetzt mal die letzten Monate oder das letzte Jahr vielleicht seitdem eben Friedrich-Merz Bundeskanzler ist Welche Ereignisse, was können Sie da messen?

00:10:46: Hat es am meisten dazu geführt dass die Union eben so schlecht dasteht jetzt.

00:10:52: Gab's da konkrete Anlässe wo die Menschen gesagt haben okay das reicht mir jetzt?

00:10:57: Das findet man ja selten, dass es so ein bestimmtes Eregnis eine bestimmte Entscheidung ist die dann sozusagen so ne Wegmarke markiert.

00:11:07: So war es auch bei der jetzigen Regierung oder der Union nicht.

00:11:12: Also wir haben gesehen, das war ja durchaus nicht ausgemacht und das März sich ein bisschen erholt nach seinem Amtsantritt, der sehr rollbrig war noch nach dem ersten Wahlgang im Bundestag.

00:11:23: Also seine Zufriedenheitswerte nahmen ja zunächst mal zu.

00:11:26: Da kam der Besuch in Washington – bei Trump ist nichts schief gegangen!

00:11:29: Das hat man durchaus diskutiert, dass er sich da aus dem politisch auch gut präsentiert hat.

00:11:34: und dann kam aber der Einbruch, als die Leute merkten aus dem Politik schön und gut.

00:11:39: Aber wir wollen eigentlich das einhält und umsetzt was er versprochen hatte nämlich die Wirtschaft wieder voranzubringen Die wirtschaftliche Entwicklung anzustoßen, da hat er auch angekündigt Man wird im Sommer schon eine spürbare Veränderung merken usw.

00:11:53: Dann kam der Herbstreform in die Ankündigung, kam aber nichts.

00:11:56: Das heißt wenn man sich die Kurven anschaut, hätte zufriedenheit mit März das Namen kontinuierlich wieder ab um dann jetzt auf einen neuen Tiestwert zu sinken.

00:12:07: Hinzu kam natürlich die Streitigkeiten in der Regierung, also fast eine Wiederauflage der Ampelkoalition – was die Leute nicht verstehen.

00:12:14: und das ist das, was wir die Leute gefragt haben, die über Achtzig Prozent mit März-Ampführung unzufrieden sind, was stört euch denn?

00:12:22: Die haben uns gesagt an erster Linie vollem Monecke Ankündigungen ohne Folgen gebrauchene Wahlversprechen und mangende Führungsstärke.

00:12:31: Also das ist da, hat der Kanzler natürlich eine ganz wichtige Rolle.

00:12:35: Und daher war es im Grunde wenn man so will ein in einem atemberaubenden Tempo innerhalb eines Jahres einen Vertrauensverlust in die Regierung vor allem in die Union und eine Enttäuschung über nicht eingetreten Versprechungen oder nicht gehaltenen Versprechen.

00:12:54: Gab es das schon mal in dieser Massivität?

00:12:57: Also wir hatten durchaus, wie gesagt zu Beginn der rot-grünen Regierung das beobachten können.

00:13:03: Auch die ersten Regierungen.

00:13:05: Merkel war auch nicht von Anfang an beliebt oder hatte nicht diese Beliebtheitswerte, wie sie dann im Laufe ihrer Amtszeit gewonnen hat.

00:13:14: aber einen so massiven Vertrauensverlust innerhalb so kurzer Zeit und auch so kontinuierlich für beide Partner haben wir in dieser Form noch nicht gesehen.

00:13:26: Mich interessiert noch mal, wann das wirklich angefangen hat.

00:13:29: Also dieser Vertrauensverlust weil wenn man Kommentare, Analysen von Journalisten liest dann wird immer auch schon die Oppositionszeit mit einbezogen und vor allem dann die Zeit der Verhandlungen also der Koalitionsverhandlung wo dann Schulden gemacht wurden obwohl früher nicht mehr als anderes angekündigt hat als es dann massive Kritik an ihm gab.

00:13:51: Ist das nur eine journalistische Wahrnehmung oder war das auch schon ne Bevölkerung?

00:13:56: so, dass man ihm das übergenommen hat.

00:13:57: Dass in der Wahlzeit also im Wahlkampf Dinge versprochen wurden die dann nicht eingehalten wurden weil da würde ich sagen naja das gab es in der Vergangenheit auch schon häufiger oder hat es erst dann zugenommen.

00:14:10: sie haben angesprochen Herbst der Reformen der dann nicht kam.

00:14:14: also wann war da so wenn man so will der Bruch mit März?

00:14:19: Das Thema ist ein bisschen vielschichtig.

00:14:20: also dieses dieser Punkt Enttäuschung über gebrochene Wahlversprechen, das sagen uns ja vor allen Dingen auch die noch verbliebenen Unionsanhänger oder auch die abgewanderten Unionswähler von zwei fünfundzwanzig in der Bevölkerung insgesamt.

00:14:35: Das hatten wir seinerzeit ja auch ermittelt.

00:14:37: im Anfang nach der letzten Bundestagswahl gab es durchaus eine große Mehrheit, die gesagt hat Infrastrukturfonds oder Sondervermögen in Ordnung wenn man sich davon was er aufhatte dass ist da vorangeht.

00:14:52: Auch Sonderaufweichung der Schuldenbremse zugunsten von mehr Verteidigungsausgaben, eine Riesenmehrheit die das befürwortet hat und auch die Erwartungen dass es jetzt auch zu grundlegenden Reformen kommt bei den sozialen Sicherungssystems.

00:15:07: Das war insofern nicht wirklich extrem umstritten in der Wählerschaft.

00:15:12: aber eben Die Enttäuschung kam dann als daraus wenig folgte und immer diese Anquenigung kam, also jetzt aber wirklich.

00:15:20: Und der Herbstreform kommt und jetzt haben wir früher die Rennkommission Tag

00:15:26: noch.".

00:15:28: Das heißt wenn man da in Ihrer Analyse anders kommuniziert hätte als Bundeskanzler?

00:15:34: Also die Erwartungen, die Aussagen, die Sprüche, die Rhetorik, wenn die anders ausgefallen wäre... Hätte das Konsequenzen gehabt?

00:15:44: Das hat ja Merz auch ein bisschen angedeutet in seinem jüngsten Interview im Spiegel.

00:15:48: Er hat gesagt, wir haben da auch nicht so optimal agiert, was das Erwartungsmanagement angeht.

00:15:54: Die Leute sehen das eigentlich... Wir haben das erst gerade für RTL-NTV Trendbaumeter ermittelt die teilen A nicht diese These von Merz dass es zu überzogenen Erwartungen gibt in der Bevölkerung.

00:16:04: also drei Viertel sagen das sehen sie nicht so.

00:16:07: Sie haben eigentlich gar keine exotischen Erwartung.

00:16:10: Wir haben drei, vier Themen die Sie für wichtig halten und wo sie Lösungen erwarten.

00:16:15: Welche

00:16:15: sind das vor allem?

00:16:16: Also Wirtschaft haben Sie schon gesagt?

00:16:18: Wirtschaft an aller erster Stelle.

00:16:20: dann kommt lange nichts.

00:16:21: Dann kommt die Frage wie geht es weiter mit den Sozialansicherungssystemen.

00:16:26: Das treibt jeden um Gesundheit, Rente usw.. Dann gibt's auch mittlerweile das dritte Problem.

00:16:32: also wenn wir offen fragen machen da keine Vorgaben nach den wichtigsten Problemen im Land sagen ist die Leute hier in dem selber dass sie da nicht vorankommen, also da gibt es einen großen Unmut.

00:16:43: Und dann kommt die äußere Sicherheit auch die innere Sicherheit dazu.

00:16:49: und dann kommt erst im Übrigen das Migrationsthema der für die Union überhaupt nicht optimal gelaufen ist, aber schon im Wahlkampf.

00:17:00: Dass man dieses Migrationsthema, dass man davon gemeint hat, dass das das wichtigste Thema sei was man bespielen müsse.

00:17:07: Für die Leute ist es ein wichtiges Thema also nicht das wichtigeste Thema.

00:17:10: so sind vier fünf Themen die sind noch wichtiger Und deshalb ist es interessant zu sehen.

00:17:16: Deshalb hilft, dass die Regierung auch im Moment nicht das Überwerberzahlen offenbar zurückgehen und es ja oft mal durchaus auch Erfolge gibt bei den Grenzkontrollen weil da war für die Leute ja nicht das entscheidende Thema und auch da ist noch eine Mehrheit mittlerweile unzufrieden mit der Regierung aber weniger unzufrieren als mit ihrer Bilanz in der Wirtschaftspolitik so.

00:17:36: Das heißt... In dieser Kommunikation, das ist immer so eine Sache.

00:17:39: Das hat die Scholz-Regierung ja auch schon gesagt.

00:17:41: Es ist alles Kommunikations.

00:17:42: Die Leute haben es noch nicht verstanden.

00:17:44: Das greift glaube ich auch unter dieser Regierung zu kurz sondern der Frust ist schon tiefer als dass man sagen könnte Man hat's einfach noch nicht Verstanden und die Regierung macht doch etwas.

00:17:55: Was kann man denn dann überhaupt machen?

00:17:57: Als Politiker wenn sie sagen es ist nicht die Kommunikion in erster Linie weil bestimmte Voraussetzungen Man hängt auch an Wirtschaftsdaten, an der Entwicklung im Krieg, im Iran und in der Ukraine grundsätzlich wie sich die Wirtschaft weltweit entwickelt.

00:18:16: Also dann ist es ja in Teilen – wenn Sie sagen Kommunikation ist das gar nicht – auch nicht so einfach selbst zu beeinflussend!

00:18:25: Das ist durchaus richtig, da hat ja Cem Özdemir gestern was wahrscheinlich durchaus richtiges gesagt.

00:18:32: Es gibt Dinge die können wir nicht beeinflussen aber es gibt Dinge, die können mir beeinflüsten und da versucht jetzt die neue grün-bürgerliche Regierung in Baden-Württemberg etwas zu tun.

00:18:42: Mein dieser Unzufriedenheit steckt sich ja nicht nur auf die Bevölkerung insgesamt sondern auch wenn wir die Unternehmen fragen etwa für unsere Arbeitgeberbarometer sagen die uns ja das Gleiche.

00:18:53: Und es gibt Dinge, von denen niemand versteht dass man die nicht angegangen ist also Entbürokratisierung.

00:18:58: Es kostet keinen Euro da Gesetze zu ändern und den Unternehmen oder auch den Bürgerinnen und Bürgern einfacher zu machen.

00:19:09: Da ist offenbar ja nicht viel passiert Und da können die Leute durchaus unterscheiden.

00:19:15: Was ist jetzt der, das sind jetzt die Folgen des Auskonflikts?

00:19:18: und was sind Dinge, die die Regierung aber trotzdem tun könnte?

00:19:21: Aber bisher nicht in dem Umfang getan hat.

00:19:24: Herr Matschuk, lassen Sie uns darüber sprechen wo diejenigen hingehen, die Ihnen bei den Umfragen sagen dass sie nicht mehr die Union will.

00:19:33: ins SPD kommen wir gleich.

00:19:36: Was sagen die ihnen, wohin sie gehen und warum.

00:19:43: Auch hier ist es interessanter.

00:19:44: Dann glüpfen wir an das Thema von eben etwas, wenn wir uns anschauen diejenigen, die noch bei der letzten Wahl die Union gewählt haben oder den Bundestagswahl aber sie jetzt nicht wieder wählen würden gehen zwanzig Prozent in etwa zur AfD sind zur AfD gegangen oder würden im Moment die AfD wählen?

00:20:01: Der Rest würde irgendwelchen anderes wählen.

00:20:04: ein Viertel würde sogar ins linke Lager oder zu den Grünen wechseln Ein Teil, ein kleinerer Teil zur FDP wieder.

00:20:12: Die sind ja wieder zumindest ausweisbar bei vier Prozent und aber fast vierzig Prozent würden gar nicht wählen.

00:20:18: Das heißt die Union verliert vor allen Dingen in die Wahlenthaltung im Moment.

00:20:23: Das heisst es sind Leute, die gehen nicht einfach zu AfD sondern das sind komplexere Prozesse, die sich da abspielen.

00:20:31: Die würden im Moment in die Enthaltung gehen, sind aber dadurch natürlich durchaus anfällig in Zukunft wenn das so bliebe.

00:20:38: für mögliche andere Orientierung.

00:20:44: Wo drin unterscheiden sich diejenigen, das ist eine erstaunliche Zahl wenn sie sagen nur zwanzig Prozent.

00:20:49: denn wenn man die öffentliche Debatte verfolgt hat man das Gefühl alle die es nicht mehr die Union wählen gehen jetzt zur AfD.

00:20:55: also wenn wir diese zwanzige Prozent nehmen die zur AfD gehen und die anderen nehmen die Nichtwähler oder die andere Parteien sich vorstellen können zu wählen.

00:21:03: was unterscheidet diese Gruppen?

00:21:06: Ja, das ist in der Tat sehr interessant wenn man sich das anschaut.

00:21:09: Das ist aber auch eigentlich kein neues Muster.

00:21:12: was wir hier beobachten also die Abwanderer oder das sehen wir seit vielen Jahren Die abwanderere Dienen die von der Union weggehen oder auch von der SPD weg gehen Wir fragen ja immer nach der Selbstverordnung im links-rechts Spektrum Was übrigens für viele noch eine Größe ist ganz wenige die sich da nicht einordnen können.

00:21:30: Dann ist es interessant zu sehen, dass die Abwanderer, diejenigen, die von der Union weggehen.

00:21:37: Dass sie sind mittiger als die noch verbliebenen CDU CSU Wähler.

00:21:41: Das heißt und bei der SPD das Gleiche.

00:21:42: Die sind weniger links als die Noch Verbliebenenen SPD-Wähler.

00:21:45: D.h.,

00:21:46: diese Abwandlung findet und auch unsere Friedenheit ist eher in der politischen Mitte beeimatet.

00:21:53: Wie gesagt, die Union verliert auch an die AfD aber sie verliert deutlich mehr in der politischen Mitte und das gilt für beide ehemaligen Volksparteien.

00:22:04: Und woran liegt es?

00:22:07: Was sind die unterschiedlichen Gründe, also diejenigen, die zur AfD gehen oder wählen würden was sagen die ihnen?

00:22:13: und was sagen sie, die eben grundsätzlich nicht mehr zufrieden sind aber sich nicht vorstellen können, die AfD zu wählen?

00:22:20: Naja, die Leute zur AfD-Gehen haben wir auch die letzten Jahre schon beobachtet hat er durchaus neue Wählerinnen und Wähler gewonnen.

00:22:30: Das heißt, die waren natürlich auch nicht auf der Linken oder in der Mitte sondern die waren auch schon als sie noch Union gewählt haben im politischen Spektrum eher am rechteren Rand der Union.

00:22:41: also das ist jetzt auch nicht völlig random was da passiert sondern die gehen dann am ehesten auch zur AfD Und wie gesagt sind deutlich mehr in der politischen Mitte aufgehoben zumindest im Moment nicht darüber nachdenken, die AfD zu gehen.

00:23:00: Sie haben gerade gesagt für die Menschen spielt links-rechts immer noch eine große Rolle?

00:23:04: Was meinen sie denn mit?

00:23:06: Zumindest können sich die Leute da einordnen.

00:23:10: also wir fragen ja immer wie auch andere Institute dann auf einer Skala von eins bis zehn.

00:23:14: das ist ja ne gelebte Skala, eins ist ganz links, zehn ist ganz rechts.

00:23:18: und das Interessante ist wenn man über Veränderungen in der Gesellschaft spricht, dass wenn wir uns die letzten Jahrzehnte anschauen sehen wir diese Verordnung der gesamten Wählerschaft eigentlich wenig verändert hat.

00:23:31: Das heißt, die Gesellschaft ist nicht nach rechts gerückt und nicht nach links gerückt sondern... Das Groh der Wählerinnen und Wähler erordnet sich nach wie vor selbst in der politischen, großen politischen Mitte ein.

00:23:42: Es wird ja mal bisschen darüber hergezogen dass die Parteien nicht mehr so profilieren und immer in dieser diffusen Mitte sich bewegen aber wahlstrategisch ist das genau richtig weil da sind die meisten Wähler Wahlberechtigten zu finden nur die fühlen sie eben zunehmend nicht mehr bedient.

00:23:59: Wo

00:23:59: ordnen sich diejenigen ein?

00:24:01: bei ihnen die dann AfD wählen also die jetzt auch vor allem neu dazugekommen sind?

00:24:06: Die ordnen sich deutlich weiter im rechten Spektrum ein, also wobei man da bei der AfD natürlich sehen muss.

00:24:13: Es gibt sozusagen diese AfD-Wähler die haben auch schon zwei, einundzwanzig AfD gewählt und zweitausendsehntin AfD gewährt.

00:24:20: das ist sozusagen der harte Kern.

00:24:22: Die sind deutlich am rechten Rand.

00:24:25: Wie

00:24:25: viele Prozent sind das ungefähr?

00:24:27: Das sind je nach Wahlbeteiligung etwa zehn Prozent der wahlberechtigten.

00:24:32: Also im Grunde kann man sagen so dieser Die Substanz, die die Partei im Jahr zwanzig hatte, da hat sie ja zunächst noch mal verloren bei der Wahl.

00:24:40: Also knapp über zehn Prozent gewonnen.

00:24:44: Das sind Leute, die haben ein relativ geschlossenes Weltbild also auch bei Sachfragen.

00:24:49: und die fragt wie steht ihr zur EU?

00:24:50: Wie steht ihr zu NATO?

00:24:52: Zu Putin?

00:24:52: Zu Trump?

00:24:53: Und so weiter.

00:24:53: das ist relativ konsistent.

00:24:55: Also die liegen quer zu den Anhänger aller anderen Parteien.

00:24:58: Und was dann passiert ist, unter der Ampel ist ja das die AfD im Grunde ihren Anteil verdoppelt hat.

00:25:04: Das ist ja nicht unter Merkelpassage sehr erst in der Ampelzeit passiert auf zwanzig Prozent und jetzt nochmal zugelegt hat bis auf siebenzwanzig prozent der Wahlwilligen.

00:25:16: Da sind natürlich auch Leute zur AfD gekommen, die nicht aus diesem engeren rechtsradikalen Milieuschwamm.

00:25:25: Und die spannende Frage für die Zukunft wird natürlich sein, werden sie jetzt nach und nach auch durch ihre Enttäuschung sozusagen sozialisiert?

00:25:33: Und wählen auch künftig weiter die AfD?

00:25:35: oder kann dieser Teil also ich glaube den harten Kern der AfD-Wählerschaften wird keine Partei für sich gewinnen können.

00:25:43: Keine der anderen weil die auch früher nie eine andere Partei gewählt haben.

00:25:45: Die kommen teilweise aus dem Nichtwähler Lager.

00:25:48: Haben zum ersten Mal überhaupt gewählt.

00:25:50: aber diese anderen dieser größere Teil In der da ist eben die offene Frage, inwieweit sie wieder ansprechbar sind durch die anderen, die verlisonellen Bataillen.

00:26:03: Wie fällt da Ihre Analyse aus?

00:26:05: Und was sind vor allem die größten Faktoren, die dafür gesorgt haben dass wenn wir das Wahlergebnis mal zweiundzwanzig nehmen und jetzt ihre Umfragen, das ist ja bald eine Verdreifachung des Werts.

00:26:16: also woher Kommt das?

00:26:18: Einerseits dieser radikale Kern, der außen- und innenpolitisch quer liegt zu fast allen anderen Parteien mit Ausnahme in Außenpolitik wahrscheinlich Linke und BSW.

00:26:30: Aber diese andere Teil, der vorher – und wir kommen gleich auch noch zur SPD – aber der vorher diese Partei gewählt hat und jetzt sagt Nein AfD!

00:26:37: Was ist da das Entscheidende was sich während der Ampel entwickelt hat und Jetzt noch verstärkt

00:26:42: hat?!

00:26:43: Der Auslöser war ja, und das ist ja auch interessant wenn man immer über die Themen redet.

00:26:47: Dass die AfD, das hat sicher wird dieser Ampeljahr gezeigt, der Trigger, wenn man so will für diesen Zuwachs, der fährt ja statt um zwanzig dreiundzwanzig, war ja im Grunde genommen nicht die Migration, da war er damals auch für die Leute kein prominentes Thema seiner Zeit, es war nichts passiert, sondern war dieses diese Heizungsdebatte natürlich für sich genommen erstmal nicht ausgereicht hätte, aber die AfD hat es ja dann verstanden relativ geschickt.

00:27:19: Die musste ja gar nicht ihr Lieblingsthema Migration spielen sondern die hat einfach gesagt mit uns könnt ihr heizen wie ihr wollt.

00:27:26: Ihr könnt Auto fahren wie ihr wollte, ihr könnt essen wie er wollt und dieses auch dieses Narrativ gegen die Grünen.

00:27:32: also wir sind keine Verbotspartei.

00:27:35: Auf dieser Welle ist die AfD seinerzeit geritten und dann natürlich kam der generelle Unmut über die Ampelkoalition dazu.

00:27:44: Interessant war ja, dass es Anfang im Nachgang zu dieser Potsdam-Konferenz und der Berichterstattung darüber zu einem deutlichen Rückgang kamen.

00:27:54: Das heißt, die AfD lag schon mal über zwanzig Prozent, Ende dreiundzwanzig ist dann wieder deutlich unter zwanzzig gefallen Und wurde dann in der Endphase der Ampel und dann im Wahlkampf wieder belebt, wenn man so will.

00:28:07: Und es dann erst ja über die zwanzig Prozent gesprungen würde.

00:28:11: Das heißt, die AfD ist also viel weniger ... Also die AfD-Werte sind also viel Weniger Konsequenz ihrer eigenen... Vorschläge, wir sehen ja auch bei der Kompetenzfrage.

00:28:24: Ihr traut ja auch jemand was zu, vierzehn Prozent.

00:28:26: Im Grunde legt das knapp vor der Union.

00:28:29: aber die Union ist ein Problem in der Union dass sie so schwach ist.

00:28:33: Aber es ist im Grunde genommen profitiert die AfD in den letzten Jahren in hohem Maße eben von der Performance und man so will der anderen Parteien und weniger aus sich selbst heraus.

00:28:46: Wenn Sie sagen performance Trauen die Leute, die jetzt dazugekommen sind also zur AfD?

00:28:53: Trauen sie der AfD zu dass sie das in der Regierung besser machen würde?

00:28:58: oder ist das der viel zitierte Protest.

00:29:01: Das ist ja immer das was dann analysiert wird.

00:29:03: aus Protest sind diese Umfragen so wie Sie sind.

00:29:07: aber was sagen da Ihre Da?

00:29:08: Ja auch da ist interessant dass selbst von den AfD Anhängern die AfD gar nicht auf Ähnliche Kompetenzwerte kommt wie die anderen Parteien noch unter ihren Anhängern.

00:29:20: Das heißt auch, das spricht ja dafür, dass die AfD hier doch sehr ein Anti-Phenomen ist auf der Wählerirne und die Partei selbst eine andere Sache.

00:29:34: aber also deshalb ist natürlich jetzt die spannende Frage für die nächsten Monate und Jahre.

00:29:42: Wiefern kann die AfD diese neue Hinzug gewonnenen Wählerinnen und Wähler halten, und die sozusagen zu ihren machen?

00:29:50: Die sagen ja gut das ist dann eine Art Sozialisationseffekt.

00:29:54: Dann will ich die auch weiterhin.

00:29:56: Das hängt dann wie gesagt von den anderen Parteien ab.

00:30:00: Gibt

00:30:00: es da ein Maximalwert aus ihrer Sicht, den die AfD erreichen kann?

00:30:05: Ich erinnere mich an Diskussionen mit Spitzenpolitikern in den vergangenen Jahren, die gesagt haben Das mag jetzt alles schlimm aussehen, aber die AfD wird niemals über Prozent X kommen im Sinne von weit über dreißig oder Ende zwanzig.

00:30:21: Da sei irgendwas Schluss und da sei das Maximum an Leuten erreicht was die AfD in Deutschland erreichen könnte.

00:30:31: ist das irgendwie mit Zahlen gedeckt?

00:30:34: Was da manche Politiker anderer Parteien sagen

00:30:38: hier kommt natürlich auch wieder kommt natürlich die Wahlbeteiligung auch ins Spiel.

00:30:44: Also wir haben ja bei verschiedensten Wahlen, dass etwa Bürgermeisterwahl, Landratswahlen noch in Ostdeutschland gesehen, wenn es dann spitze auf Knopf stande der Stichwahl also einer AfD-Kandidat und ein noch verbliebener Kandidat eine andere Partei CDU oder SPD das sind den Moment wo dann im zweiten Wahlgang man die Wahl hatte noch zwischen AfD und einem anderen und sich die anderen Parteien zusammengetan haben.

00:31:13: Wir müssen diesen Kandidaten jetzt unterstützen, dass es dann teilweise auch in der Wahlbeteiligung gezeigt hat, dass die AfD in der Regel die gleichen Zahl an Wählern mobilisieren konnte im zweiten Wahlgang.

00:31:25: Das heißt sie waren hier treu aber die anderen dann in der Lage waren mehr zu mobilisieren.

00:31:31: Das heißt, das ist natürlich ein ganz wichtiger Faktor.

00:31:33: Wir reden ja mal von den bei der Sonntagsfrage wieder so schön genannt wird immer von den Wahldilligen also die jetzt auch zur Wahl gehen würden.

00:31:39: aber man muss ja nochmal auf Basis aller Wahlberechtigten sich das anschauen was das heisst.

00:31:45: dass heißt die AfD selbst hätte im Moment Substanz in der bundesweiten Wählerschaft unter allen Wahlberechthichten von nicht mehr als zwanzig Prozent.

00:31:54: das heißt wir haben momentan steigende Nichtwähleranteil im Vergleich zur Bundestagswahl soweit wir da sehen können.

00:31:59: Das heißt für die anderen Parteien, dass man sich auch vielleicht da oben bemüht Leute in die Wahlenthaltung gewandert sind.

00:32:07: Stichwort Union wieder zu sich rüber zu gewinnen und nicht nur zu schauen wen kann man jetzt von diesen zur AfD Gewandersten wieder gewinnen?

00:32:16: Sie haben gerade schon die Gründe genannt, die bei der Ampel dazu geführt haben das die AfD dieses Wachstum bekommen hat also Heizungsgesetz Unzufriedenheit Wirtschaft.

00:32:26: Wie hat sich das in der März-Regierung dann nochmal verstärkt?

00:32:30: Also, woher kommen jetzt diese jüngsten Prozente – das sind ja auch noch mal fast fünf Prozent in den letzten Wochen, die da dazugekommen sind.

00:32:39: Woher kommen sie?

00:32:41: Ja, das ist im Grunde ein ähnliches Muster wie unter der Vorgängeregierung.

00:32:48: Man muss ja sehen, die Union lag jetzt Anfang des Jahres durchaus einmal wieder vor der AfD Aber in dem Maße und wir reden ja immer von Schüben, auch von den Diskussionen die es gibt.

00:32:59: Das heißt dann wurde wieder angekündigt jetzt geht's aber los mit der wirtschaftlichen Belebung, mit den Reformen.

00:33:05: Dann passierte wieder nichts.

00:33:06: das heißt dass dann kommt nun auch die Preiseentwicklung.

00:33:10: dazu sind ja nicht nur die Benzinpreise sondern das ist ja für viele durchaus ein Dijawö.

00:33:14: zu zwanzig zweiundzwanziger ist dann die preise hoch gingen.

00:33:18: Das ist ja doch durchaus noch im Gedächtnis.

00:33:21: Das heißt, dass da wiederholt sich doch einiges und auch das Muster des Regierens unter der jetzigen Regierung, dass doch eine große Mehrheit den Eindruck hat die kommen damit nicht zurecht.

00:33:33: Sie haben gerade gesagt es sind nur ... muss man sagen.

00:33:36: aber wenn man die öffentliche Debatte verfolgt dann ist tatsächlich nur bei diesen zwanzig Prozent sie von der Union zu AfD sind.

00:33:45: Wie ist die AfD auf diese Werte neben den Nicht-Wählern außerdem gekommen?

00:33:51: Wie viel kommen von der SPD in den letzten Monaten zur AfD, also wie sieht da die Wählerwanderung aus.

00:33:58: Die SPD ist natürlich anders als die Union mittlerweile so geschrumpft in ihrer Substanz dass da nicht mehr furchtbar viel wandern kann dann muss man glaube ich immer noch mal ein paar Jahre zurück schauen was da passiert ist.

00:34:10: auch unter der Ampelkoalition kam ja auch ein erklecklicher Teil der damaligen Zuwanderer zur AfD von der SPD, auch von der FDP zum Teil.

00:34:22: Also da ist praktisch auch in den Jahren vor der letzten Bundestagswahl schon einiges passiert und das heißt die SPD verliert auch nochmal etwas an die AfD.

00:34:33: aber so furchtbar viel es bei der SPD hier nicht mehr zu holen.

00:34:36: Da sind natürlich Versäumnisse, die schon in den jahren zuvor oder in zehn Jahren zuvor passiert sind.

00:34:42: Wenn man sich die Entwicklung der SPD anschaut jetzt mit Ausnahme einundzwanzig, dann ist es ja ein konkreter Abfall.

00:34:49: Fast was jedes Jahr mit kleinen Höhen und Tiefen gibt es... Was ist die Chance für die SPD da wieder rauszukommen?

00:34:57: Also je nach Umfrageinstitut zehn, elf zwölf Prozent das sind ja katastrophale Werte für die Partei.

00:35:03: Ja, in der Tat.

00:35:05: Also im Grunde muss man sagen dass die SPD eigentlich ja das noch größeres Problem hat, dass die Union für die Union ist ein relativ neues Phänomen, dass sie jetzt so dauerhaft unter der Dreißig-Prozent-Marke liegt.

00:35:18: Die SPD hat diesen Prozess schon in der Nachschröder-Ära durchlaufen.

00:35:23: auch der Sieg von Scholz zwanzig, einundzwanzig war er im Grunden nur ein kleiner.

00:35:28: Keiner ist zwischen hoch, auch geschuldet der schwachen Union und dem Wahlkampf unterlaschet.

00:35:35: Das persönlichen Werte waren ja deutlich schlechter als die früherer Kandidaten auf der SPD.

00:35:44: also dass die SPD hat wirklich ein massives Problem weil sie natürlich noch und das vielleicht anders als die Union auch auf der länderebene langsam keinen keinen Stich mehr bekommt.

00:35:57: Also wir haben ja in NRW für die Tageszeitung NRW, unserem NRW-Check ermittelt und mal gefragt wer kennt eigentlich den Spitzenkandidaten der SPD bei der nächsten Landtagswahl im kommenden Frühjahr?

00:36:09: Das war ein Wursteil, die einen Ort kennen.

00:36:13: also das ist jetzt eines der wichtigen Bundesländern, in denen die SPD lange regiert hat und ähnliches sieht man auch in anderen Ländern.

00:36:25: Das heißt, die SPD hat hier ein massives Problem.

00:36:28: Sowohl was die ihre Ausrichtung angeht oder ihre Verankerungen auch an der Basis.

00:36:33: Die SPD war ja anders als die Union in meiner Partei, die über die Kommunalebene erst mal stark wurde nach dem Krieg dann in den Ländern zulegte bis sie dann im Bund auch mehrheitsfähig wurde.

00:36:42: und diese Verankeringen hat sich ja zunehmend verloren.

00:36:45: Schauen Sie sich die Kommunalwahlen an, OB-Wahlen in München und anderen Städten in Hessen.

00:36:50: Das ist für die SPD ein massives Problem.

00:36:54: und auf der Bundesebene kommt natürlich noch hinzu, dass auch diese Doppelspitze von ihren eigenen Wählern nicht wirklich verstanden wird.

00:37:01: Warum hat man eine Doppelspitze?

00:37:03: Zwei Vorsitzende, die ja oft mal nicht in die gleiche Richtung marschieren...

00:37:08: Was sagen die Zahlen zu dieser Doppelspitze und auch zur Beliebtheit von Klingball und Bas?

00:37:13: Weil da wundert man sich ja, wenn man sich die öffentliche Debatte anschaut dass der Kling ball in diesen Meinungsumfragen also der Beliebtheitsumfrage immer noch ganz gut dasteht vergleichsweise.

00:37:22: Nein bei uns liegt er ähnlich schlecht wie bas.

00:37:25: so wir hatten jetzt un längst vor zwei Wochen an unserem RTL TV Landbaumeter nochmal so das Kernkabinett Abgefragt.

00:37:32: die Zufriedenheit, da lagen Bas und Kringball in etwa gleich auf bei unter dreißig Prozent Zufredenheit.

00:37:39: Da ragt nur Pistorius noch heraus also auch mit Verlusten aber der einzige Minister, der mit dessen Arbeit noch Mehrheit zufrieden ist das ist ja wirklich so ein Leuchtturm noch.

00:37:51: Aber ansonsten die beiden Vorsitzenden sind auch in der Beliebtheit jetzt mittlerweile ähnlich Steinen eh nicht schlecht ab.

00:37:59: Das war eine Entwicklung der vergangenen Wochen.

00:38:01: vor allem, was klingt bei Betraf?

00:38:03: Ich meinte damit eher die Umfragen da in den vergangen Monaten wo man sich immer gewundert hat wie ist dieser Unterschied zu erklären wenn wir auf diese Regierung schauen auf diese beliebtheitswerte?

00:38:15: gibt es irgendwas wo die Menschen die Deutschen sagen Mensch das machen sie richtig gut.

00:38:20: oder denen oder die mögen wir besonders Pistorius haben Sie genannt.

00:38:23: gibt's dann noch Personen wo man sagt mensch.

00:38:26: Okay, wenn das alle so machen würden dann wären wir eigentlich ganz zufrieden.

00:38:31: Ja, Pistorius ragt da noch heraus.

00:38:34: Badefuhl kommt noch auf einigermaßen gute Werte und dann kommt lange nichts.

00:38:40: Dann kommt Herr Frey, wenn man ihn kennt... Interessant ist vielleicht noch, dass sowohl Wadefuhler als auch Pistorius von den Anhängern beider Regierungsparteien noch ähnlich bewertet werden.

00:38:52: Bei der anderen klafft das auch auseinander und es ist ja ein Phänomen, dass die Unions-Anhänger und die SPD-Anhänger auch die Sichtweise mittlerweile auseinander fällt.

00:39:05: Also da ist es auf Bundesebene – das gilt dann für beide Parteien wirklich Wirklich sehr personell, mittlerweile sind beide sehr schwach besetzt.

00:39:15: Und der Kanzler vorne legt den Ranking nochmal auch gegenüber seinen Ministern an letzter Stelle liegen.

00:39:21: Sie sagen es?

00:39:22: Der Kanzer liegt an letzters Stelle.

00:39:23: Gab es schon einmal solch schlechte Werte für einen amtierenden Bundeskanzler?

00:39:27: Also wir haben noch mal geschaut in unserem Archiv.

00:39:30: Wir haben jetzt keine gefunden.

00:39:31: Es gab immer Downs und früherer Kanzlers soweit wir das bei unseren Zahlen sehen.

00:39:39: Natürlich aber, dass jemand unter fünfzehn Prozent Zufriedenheit bekommen hat.

00:39:45: Das haben wir so bisher noch nicht gesehen.

00:39:47: Friedrich Merz bei unter fünf Zehn Prozent Sie sagen das hatte es so noch nicht gegeben.

00:39:52: was sagen die Menschen?

00:39:53: warum sie den Kanzler so sehr ablehnen auch?

00:39:57: auch Olaf Scholz hatte ja schon schlechte Werte, aber die war nicht so schlecht wie die von Friedrich Merz.

00:40:03: Der Unterschied ist zum einen dass Scholz ja auch eher moderat gestartet ist in der Beliebtheit aber dann doch deutlich zugenommen hat zu Beginn seiner Amtszeit also nach dieser Zeitenwendenrede im Bundestag alle die höchsten Werte in der gesamten seine gesamte Amts-Zeit erreicht und hat dann zunehmend an Vertrauen verloren im Laufe seiner Regierungszeit.

00:40:24: Bei März ist es ja so, dass er in einem Jahr von immerhin über vierzig Prozent Zufriedenheit jetzt auf unter fünfzehn gefallen ist.

00:40:31: Das unterscheidet die beiden.

00:40:34: wenn wir die Leute fragen, die mit ihm unzufrieden sind das sind sehr viele dann und zwar offen ohne jede Vorgabe was stört euch denn an seiner Amtsführung an seinem Bundeskanzler?

00:40:45: Dann kommen eigentlich drei Punkte.

00:40:48: Das erste ist, dass ihr eine vollmundige Ankündigung macht und daraus nichts folgt.

00:40:53: also diese Ankündigungen, Reformen und Herbstreformen usw.

00:40:58: Wir drehen die Stimmung der Wirtschaft.

00:41:00: Das andere ist... dass er seine Wahlversprechendeiligkeit erhalten hat.

00:41:05: und das dritte ist, dass er keine... Und das sehen wir auch an seinem Eigenschaftsprofil.

00:41:09: Das hatte man ihm ja noch am ehesten zugetraut nämlich Führungsstärke.

00:41:12: Das ist die Dritte.

00:41:13: der dritte Kritikpunkt, der häufig genannt wird also keine einheitliche Linie erführt nicht, er führt doch die Regierung nicht zusammen.

00:41:21: Ist eine ähnliche Karkophonie wie unter der Ampelregion.

00:41:25: Und das schadet ihn natürlich massiv und damit auch der ganzen Regierung.

00:41:29: Gibt es in der Geschichte Kanzler, die so unbeliebt waren oder ähnlich unbeliebt?

00:41:34: Sie haben ja gesagt solche Werte gab es noch nicht.

00:41:36: Und sie sich dann da wieder rausgekämpft haben also von wirklich schlechten Werten dann noch in positive das umgekehrt haben.

00:41:43: und wie wenn es die gab, wie habt ihr das geschafft?

00:41:48: Es gab ups and downs bei früheren Amtsingenhabern Also bei Mönchern Schröder denke ich auch am Anfang Natürlich Probleme hatte, dann sich wieder berappelt hat aber immer über den Wert in seiner Partei lag.

00:42:02: Dann bei Merkel war der Staat ja auch eher mit großen Vorbereiten verbunden.

00:42:06: Also ein Drittel der Unionswähler wollte sie eigentlich nicht als Kanzlerin, als die angefangen hat.

00:42:10: Die hatte sich dann relativ schnell im Lauf der Arbeit an zwei acht, zwei neun deutlich nach oben gearbeitet und hatte immer wirklich extrem hohe Zufriedenheit oder Beliebtheitswerte auch mit Öhn und Tiefen.

00:42:25: aber Die hatte eine solide Basis auch bei ihren Zufriedenheitswerten.

00:42:31: Also das ist durchaus möglich, das Problem beim März ist natürlich dass er schon vielen Leuten bekannt war wenn wir seine Beliebtheitswerte von zweitausend Folgende anschauen als der Fraktionsvorsitzender Bundestag war hat er im Grunde ja schon die Kinderkrankheiten die er heute auch noch mit sich rumträgt.

00:42:48: Das haben wir am Wahlkampf gesehen.

00:42:50: also er wirkt viele nicht sympathisch und vertrauenswürdig.

00:42:55: Das ist ja spannend.

00:42:56: Ist das wirklich vergleichbar?

00:42:57: Also die Zahlen von zweitausend und heute, ich meine wer kann sich denn noch daran erinnern also wir beide vielleicht als politiker Miniax die das immer verfolgen.

00:43:06: aber wenn ich jetzt so an Leute denken, die sich nicht ständig mit Politik befassen.

00:43:11: Also die können sich doch kaum an den Fraktionsvorsitzenden fröhlich mehr zu erinnern?

00:43:15: Bei der Nügung ist ja sicherlich richtig nur das... Die Ergebnisse der Bewertungen, wenn wir die vergleichen, die Leute, die wir damals gefragt haben, die über heute fragen dann sind sie doch relativ ähnlich.

00:43:27: und da hatte er sie...

00:43:29: In welchen Kategorien?

00:43:30: also wo sind diejenigen?

00:43:31: Ja,

00:43:31: vertrauenswürdig sympathisch, da hat er damals schon Probleme, er hatte auch seinerzeit schon ein Problem bei Jüngeren, bei Frauen und bei Leuten in Großstädten usw.

00:43:43: Das hat er im Grunde ja mitgenommen.

00:43:46: Er hatte sich dann im Wahlkampf teilweise ein bisschen verbessert und ist da aber bei den zentralen Eigenschaften wieder eingebrochen.

00:43:53: oder am meisten verbindet man noch mit ihm redet verständlich.

00:43:57: Auch da hat er abgenommen, wobei viele vorwerfen, dass sich eben eher unbedacht äußert mit dem was er da sagt und das später wieder einfangen muss.

00:44:06: Aber er hat vor allen Dingen verloren bei den Eigenschaften weiß, was die Menschen bewegt.

00:44:10: also zwanzig Punkte Rückgang im Vergleich zu seinen Wahlkämpferzeiten im Januar letzten Jahres und bei der Eigenschaft Führungsstärke.

00:44:19: Das ist ja auch das, was seine eigenen Anhänger, die Unionsanhänger vor allen Dingen stört, dass er da nicht mehr führt wie er es im Wahlkampf angekündigt hat.

00:44:28: Im Anschlag zum Abschluss, weil viele sich ja auch Lösungen wünschen und wie geht's wieder nach vorne?

00:44:32: Was wünscht sich denn die Menschen, was jetzt passieren soll?

00:44:36: wird viel spekuliert diskutiert.

00:44:38: passen diese beiden Parteien zusammen mit der Brandmauer?

00:44:41: Wie geht es weiter in Deutschland?

00:44:42: Was sehen Sie denn da als Meinungsforscher, welche Trends kommen jetzt auf uns zu und was sehen sie an Themen oder Einstellungen, was eigentlich passieren müsste?

00:44:51: dass egal welche Partei wieder Vertrauen zurückkommt.

00:44:57: Das positive ist ja das die Mehrheit der Menschen im Land keine exotischen Erwartung haben.

00:45:03: Das heißt das gilt weder für die Themen die sie umtreiben oder die Probleme die sie gelöst haben möchten.

00:45:10: Die Wirtschaft, dass sie irgendwie den Eindruck haben es geht mit der Wirtschaft wieder aufwärts.

00:45:16: Ihre Arbeitsplätze sind irgendwie noch sicher in Zukunft und die sozialen Sicherungssysteme funktionieren und Deutschland kommt einigermaßen durch diese internationalen Krisen.

00:45:28: Das andere ist das niemand versteht, dass jetzt auch nachdem der Wahlkampf ja über einen Jahr vorbei ist, dass auch die beiden Koalitionsparteien oder die drei Immer noch offenbar den Eindruck haben, sie müssten kurzfristige Geländegewinne machen.

00:45:45: Also sich gegeneinander abgrenzen und dieses Opposition in der Regierung spielen oder sich bei den eigenen Anhängern Punkt machen.

00:45:52: Das funktioniert einfach nicht, sondern noch nie funktioniert!

00:45:55: Die Leute erwarten ja, dass in dem Moment wo die Wahl vorbei ist, wo die Regierung im Amt ist, das sich da auch einheitlich auftritt.

00:46:02: Ja gut aber es gibt ja immer Wahlen.

00:46:03: Da sehen wir jetzt zum Beispiel bei Karen Joske am Sonntag wo Manuela Schwiesig sich abgegrenzt hat und gesagt hat was sie da machen.

00:46:10: das ist alles quatsch und überhaupt.

00:46:12: also gucke immer Landtagswahlen?

00:46:15: Es gibt immer Landtagswahlen nur die Bundesregierung ist ja für vier Jahre im Amts und da erwarten die Leute, dass sie auch möglichst bis kurz vor der nächsten Wahl ihre Arbeit macht.

00:46:28: und auch diese Vorstellung, dass man also ein halbes Jahr oder ein Jahr vor der Bundestagswahl eigentlich nicht mehr arbeiten könne.

00:46:35: Weil dann schon Wahlkampf ist das eine völlig fremde Vorstellung für viele im Land die erwarten, bis zum letzten Amtstag noch Beschlüsse oder Gesetze verabschiedelt.

00:46:47: Das ist sozusagen was die Leute auf der Arbeitsebene erwarten dass den Eindruck, dass die Parteien in der Regierung sind und auch der Bundeskanzler sich wirklich mit den Problemen beschäftigen, die Leute rundtreiben.

00:46:59: Und da interessiert die Leute weniger ob jetzt der Bürgergeldsatz erhöht wird weil die meisten bekommen keinen Bürgergeld zum Glück und auch nicht andere Nebenthemen sondern die Leute haben den Wunsch das die Region sich mit den zentralen Themen beschäftigt und da ist die Wirtschaft und die wirtschaftliche Lage eins der wichtigsten Themen, bei denen man Lösungen erwartet.

00:47:24: Emmanuel Schäck, Chef von Forza!

00:47:26: Herzlichen Dank für die Einschätzung, für die spannende Analyse zu den Zahlen, Daten und Umfragen, die Sie da erheben.

00:47:33: Sehr erhellend bedanke mich sehr und hoffe dass sie mal wiederkommen.

00:47:35: Vielen Dank

00:47:37: Danke, dass ihr wieder zugehört habt.

00:47:39: Vielen Dank auch für das viele Feedback auf ronsheimer.tv.

00:47:44: Da findet ihr auch alle meine Social Media Accounts wo Ihr mich persönlich kontaktieren könnt.

00:47:50: Das glauben manchmal die Leute gar nicht aber ich schauen mir die Kommentare tatsächlich selbst an und ich bitte darum lasst weiter Likes da bei Spotify Apple wo immer ihr den Podcast hört

00:48:02: Bei YouTube

00:48:03: natürlich wo ihr den podcast auch sehen könnt Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert

00:48:09: und

00:48:10: das hilft uns wirklich sehr.

00:48:12: Und ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philipp Jatoff in der Redaktion, bei Liven Jenrich in der Produktion und natürlich an meinen Producer Daniel von Moll!

00:48:27: Herzlichen Dank und alles Liebe!

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