Buchen Sie jetzt über Seven.One Audio eine individuelle Native Producer Read Ad, gesprochen von einer authentischen Sprecherstimme.

Mehr Informationen finden Sie hier!

Warum die Deutschen ihre Vergangenheit fürchten. Mit Filipp Piatov

Shownotes

Deutschland ringt mit sich selbst: politische Krisen, Angst vor dem Aufstieg extremer Kräfte, der ständige Blick zurück auf die eigene Vergangenheit. Doch was haben die Debatten von heute wirklich mit der Geschichte zu tun – und was bilden wir uns vielleicht nur ein?

In dieser Folge spricht Paul Ronzheimer im Rollentausch mit seinem Kollegen und Co-Host Filipp Piatov – Reporter, Kolumnist und jetzt auch Host eines neuen Podcasts im RONZHEIMER-Channel: Er startet heute mit „ZEITREISE“, einem Format, das Geschichte neu erzählt: nicht als Rückblick, sondern als Schlüssel zum Verständnis unserer Gegenwart. Es geht um die Weimarer Republik, um das Scheitern der ersten deutschen Demokratie – und um die Frage, was wir daraus tatsächlich gelernt haben.

Filipp erzählt von seiner eigenen Geschichte als Sohn einer jüdisch-sowjetischen Familie, von der Migration nach Deutschland und davon, wie ihn diese Erfahrungen bis heute prägen. Und er erklärt, warum er glaubt, dass wir Geschichte oft falsch benutzen – und warum das gefährlich sein kann.

Ist Deutschland wirklich in einer historischen Ausnahmesituation? Oder reden wir uns eine Krise herbei, die es so gar nicht gibt?

--

Wenn euch der Podcast gefällt, lasst gerne Like & Abo da!

GANZ NEU! Pauls offizielle Website & Forum: https://ronzheimer.tv

Podcast Community: Diskutiert mit Paul, Filipp & unseren Gästen über die aktuelle Folge auf joincampfire.fm/ronzheimer

Paul auf Instagram | Paul auf X | RONZHEIMER. auf YouTube!

Redaktion: Filipp Piatov u. Lieven Jenrich | Executive Producer: Daniel van Moll

Transkript anzeigen

00:00:00: Wenn du dich jetzt umschaust, was die wichtigsten Themen sind in Deutschland.

00:00:05: Die Krise der Koalition, die Angst, was danach kommt... ...die Brandmauerdebatte links und rechts.

00:00:14: Das ist alles unmittelbar hat das zu tun mit der deutschen Geschichte Und mit der Interpretation der Geschichte auch der Politisierung der Geschichte.

00:00:24: Ich möchte gerne in Zeitreise über die historischen Themen sprechen Besonders Prägen, die teilweise umstritten sind.

00:00:32: Aber die auf jeden Fall das ausmachen wie wir auf die Gesellschaft

00:00:36: und die Politik schauen.

00:00:38: Heute ist ein ganz besonderer Tag denn wir launchen einen neuen Podcast.

00:00:43: zusätzlich zu sieben Tagen Ronsheimer gibt es jetzt erstmals einen weiteren Podcast und zwar Zeitreise mit meinem lieben Kollegen Philipp Piattoff Und aus dem Grund haben wir uns gedacht dass wir parallel zu seinem Podcast oder ersten Podcast-Folge, die heute veröffentlicht wird in meiner Folge über ihn sprechen.

00:01:07: Darüber wie er Journalist geworden ist, warum er jetzt diesen Podcast macht was das Ganze alles zu bedeuten hat und ich freue mich dass er bei mir ist.

00:01:19: mein Name ist Paul Ronsheimer und ne jetzt hab' ich's... Was müssen wir schneiden?

00:01:25: Ich

00:01:25: bin Journalist und Kollege von Philipp hier.

00:01:28: Mein Name ist Paul Ronsheimer, ich bin Journalist und Kollege von Philipp Jatov.

00:01:34: Hallo, Philipp!

00:01:35: Hallo Paul

00:01:36: – sehr schön hier zu sein.

00:01:38: Wie

00:01:38: fühlt es sich an auf der anderen Seite zu sitzen?

00:01:43: Seltsam aber auch gar nicht so seltsam.

00:01:45: Mal schauen wie sich der Podcast anfühlt jetzt mal Fragen nicht selbstzustellen sondern zu beantworten

00:01:51: Ja dein neuer Podcast oder dein erster Podcast heißt Zeitreise.

00:01:57: du hast ja kann man vielleicht nochmal erklären, diesen Podcast mit entworfen damals als wir noch einmal wöchentlich erschienen sind.

00:02:04: Mit der Ukraine da die ganze Evolution hin zu sieben Tagen jetzt mittlerweile seit über einem Jahr.

00:02:11: und jetzt ein zusätzlicher Podcast den du hostest und der Zeitreise heißt, den man sich auch in diesem Kanal dann anschören kann.

00:02:21: Worum geht es da genau?

00:02:23: Also ich glaube, wir haben uns gedacht, sieben Tage die Woche reicht einfach nicht!

00:02:26: Wir haben ein riesiges Team das nicht genug zu tun hat, deswegen braucht es noch ein neues Format.

00:02:31: Nein Scherz beiseite!

00:02:33: Wie du gesagt hast wir produzieren sieben Tage die Woche und obwohl sich das verrückt anhört, hat sich das ziemlich gut eingespielt und wir merken ja auch dass die Menschen total Lust haben auf Informationen, Analyse, Einordnungen... Und die nehmen sich auch gerne die Zeit dafür und ich merkst bei mir selbst sich nie mehr auch die Zeit für.

00:02:56: Ich habe mir überlegt, was würde ich eigentlich gerne selbst machen?

00:03:00: Ich mache ja wahnsinnig viel und sehr gerne hier mit bei Ronsheimer.

00:03:04: Ich bin ja Teil der Redaktion.

00:03:05: Wir nehmen einmal die Woche etwa eine Folge auf.

00:03:08: Aber was mich noch ganz besonders interessiert ist alles, was mit Geschichte zu tun hat.

00:03:13: Und vor allem Geschichte, die eben bis heute relevant ist.

00:03:18: Die bis heute unsere Debatten prägt also Begriffe, Debatten Regierungskrisen Kriege Wenn du dich jetzt umschaust, was die wichtigsten Themen sind in Deutschland.

00:03:28: Die Krise der Koalition, die Angst, was danach kommt... ...die Brandmauerdebatte links und rechts Das ist alles unmittelbar hat das zu tun mit der deutschen Geschichte Und mit der Interpretation der Geschichte auch der Politisierung der Geschichte.

00:03:46: Ich möchte gerne in Zeitreise über die historischen Themen sprechen besonders prägen, die teilweise umstritten sind.

00:03:54: Aber die auf jeden Fall das ausmachen wie wir auf die Gesellschaft und die Politik schauen.

00:04:00: Warst du schon immer sehr geschichtsinteressiert oder war es immer eine Kombination Geschichte-Politik?

00:04:06: Ja, es waren eigentlich immer beides.

00:04:08: Und ich glaube wenn man aus einer Familie wie meiner kommt dann muss man sich für Politik und Geschichte interessieren.

00:04:13: also ich komme aus einer jüdisch sowjetischen Geschichte und wir sind Anfang der Neunziger nach Deutschland ausgewandert jüdisch, sowjetisch Deutschland.

00:04:23: Das ist wirklich eine volle Dröhnung Politik und Geschichte.

00:04:27: Also du hast die ganze Sovietzeit, die Stalin-Zeit Perestroika Und dann später irgendwann die Machtübernahme von Putin.

00:04:36: Du hast den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust und die Judenverfolgung Und das überschneidet sie oder hat sich bei mir immer überschnitten.

00:04:43: Ich habe immer die Geschichten meiner Großeltern sehr gerne gehört und jedes Mal wenn ich sie gesehen hab fast habe ich sie ausgefragt.

00:04:50: Also meine Großmutter ist Holocaust-Überlebende.

00:04:52: Mein Großvater, nur ein meiner Großväter war Soldat in der Roten Armee und beide sind aber gerne mit nach Deutschland ausgewandert und haben sich hier sozusagen ein neues Leben aufgebaut.

00:05:03: Deswegen hat das alles Historische immer eine Rolle gespielt und ich habe auch immer gemerkt wie mein Verständnis von Geschichte sehr stark beeinflusst, wie ich jetzt auf die Gegenwart blicke.

00:05:13: Von wo seid ihr ausgewandert?

00:05:15: Und was erinnerst du dich da?

00:05:17: Ich erinnere mich an gar nichts von dort, weil ich ein Jahr alt war.

00:05:21: Ein Teil meiner Familie kommt aus der Ukraine, aus dem Osten der Ukraine Summe heißt der Ort und ein anderer Teil kommt aus St.

00:05:30: Petersburg oder wie es damals hieß Leningrad.

00:05:33: also bei mir im Pass steht noch tatsächlich Leningrat, weil das ist das letzte Jahr in dem die Stadt so hieß bevor sie zu St.Petersburg unbenannt wurde.

00:05:41: aber meine Familie ist eigentlich sehr viel herumgekommen in der Sowjetunion was glaube Auch recht normal war für Juden, man ist im Hindut hergezogen und hat geschaut wo es gerade die geringste Gefahr gibt.

00:05:58: Also ich habe Verwandtschaft in Belarus gehabt, im Baltikum, in Georgien sogar und vor allem dann in der Ukraine unter Russland.

00:06:08: Warum haben sich deine Eltern damals für Deutschland entschieden?

00:06:11: Und wo in Deutschland?

00:06:13: Jetzt könnte man fast schon politisch werden und auf den Satz der SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas zu sprechen kommen, die gesagt hat.

00:06:20: Es gebe keine Einwanderung in die Sozialsysteme.

00:06:22: also die deutschen Sozialsystem haben durchaus eine Rolle gespielt bei der Entscheidung meiner Familie dass man nach Deutschland kommt denn für meine Familie war es sehr klar sobald es die Möglichkeit gibt müssen wir raus aus Russland.

00:06:36: warum?

00:06:37: Vor allem mein Vater war immer sehr antikommunistisch eingestellt und hatte einen sehr großen Freiheitsdrang.

00:06:44: Und er glaubte nicht daran, dass das in Russland wirklich besser wird.

00:06:49: Ja, hat die Perestroika und alles sehr begeistert verfolgt und mitgemacht und trotzdem war für ihn immer klar, er möchte im Westen leben.

00:06:59: Das westliche Lebensmodell, die Freiheit, die Kultur der Kapitalismus – das war das was ihnen angezogen hat.

00:07:04: deswegen bei der ersten Gelegenheit hat man gesagt okay wir sind hier raus.

00:07:09: Dann hat man sich die verfügbaren Möglichkeiten angeschaut.

00:07:13: Das gab die USA, war aber ein bisschen schwierig in die USA zu kommen und dann natürlich Israel was sehr leicht war.

00:07:21: Und meine Eltern haben auch angefangen Heberisch zu lernen und sich damit zu befassen.

00:07:25: Und dann gab es aber sozusagen eine Einladung der Bundesregierung damals unter Helmut Kohl an sowjetische Juden nach Deutschland zu kommen.

00:07:35: Es gab jüdische Kontingentflüchtlinge, so wurden wir da genannt und meine Eltern haben sich das angeschaut.

00:07:40: Klar Deutschland war historisch vorbelastet gerade für meine Großeltern aber es war völlig klar dass Deutschland sich verändert hat also dass man jetzt nicht ins dritte Reich auswandert.

00:07:51: Und dann hat man sich natürlich angeschaud wie ist denn das Leben hier?

00:07:55: Gerade wenn man mit älteren Menschen auswanderte?

00:07:58: Wie steht es um die gesundheits Versorgung.

00:08:01: Wie steht es um die Sozialhilfe?

00:08:02: Wie steht das um Sprachkurse?

00:08:05: Also wie leicht ist es in Deutschland anzukommen und wie ist das für ältere Menschen, insofern dass die deutschen Sozialsysteme haben sich dann durchgesetzt.

00:08:15: aber ich glaube trotzdem wir waren wenn man jetzt hoch rechnet eine gute Investition für Deutschland.

00:08:21: Eine gute Investion sagst du weil deine Eltern hart gearbeitet haben in Deutschland und du auch.

00:08:27: Ja also meine Eltern so schnell wie möglich, nachdem sie ein bisschen Deutsch gelernt hatten.

00:08:33: Jobs gefunden und haben gearbeitet oder arbeiten teilweise bis heute.

00:08:40: Ihnen war es sehr wichtig dass ihre Kinder eine gute Ausbildung bekommen und dann auch eben die Freiheit haben, die Möglichkeit haben ja gute Jobs zu finden und zu bekommen und deswegen hat sich glaube ich die Investition durchaus gelohnt.

00:08:57: Ich finde noch sehr interessant, weil es passt ja auch sehr zu unserem Podcast.

00:09:00: Dass du sagst das dein Vater schon in den neunzigern also Anfang der Neunziger das gespürt hat dass er da nicht mehr leben möchte in Russland.

00:09:10: Das war ja wenn man andere Leute fragt so das Gefühl Ja hier entwickelt sich gerade was in Russ land.

00:09:16: Also viele die jetzt sagen und das haben sie damals nicht kommen sehen weil sie dachten russland würde eine demokratische Richtung gehen.

00:09:25: Es gab Investitionen aus dem Ausland, USA aber vor allem auch Europa.

00:09:30: Woher kam das, dass er dieses Gefühl schon damals hatte?

00:09:34: Ja, das ist eine gute Frage.

00:09:36: Ist ja eigentlich auch eine grundsätzliche Frage.

00:09:38: Kämpft man in so einer Phase dafür, dass sein Land demokratisch wird oder glaubt man gar nicht daran und verlässt das Land lieber?

00:09:46: Mein Vater hat sich für Letzteres entschieden.

00:09:49: Ich glaube, dass eher Russland ganz gut kannte.

00:09:53: Also er ist sehr viel rumgekommen in der jemaligen Sowjetunion hat sehr viel das Land bereist und hatte glaube ich einfach Zweifel daran, dass Russland wirklich soweit ist abgesehen von bestimmten sehr elitären Schichten in den Großstädten.

00:10:09: Ja die Geschichte hat ihm dann ja recht gegeben.

00:10:11: also Ich weiß noch wie es war als Vladimir Putin an die Macht kam.

00:10:14: Das war Silvester-Ninzehnundneunzig Also der Eindreißigste Dezember-Neuneunzig Und der damalige Präsident Boris Yeltsin gilt seine berühmte Neujahrsansprache Und erklärte dann völlig überraschend, übrigens ich bin jetzt weg und hier kommt mein Nachfolger Vladimir Putin.

00:10:32: Damals war Putin nicht der Putin von heute aber meinen Eltern hat das total ausgereicht dass er früher beim KGB war also beim sowjetischen Geheimdienst und die haben sofort drei Kreuze gemacht und gesagt zum Glück sind wir da raus.

00:10:46: Super spannend!

00:10:47: Wir wollen ein bisschen hin und her springen zwischen persönlichen zu dir.

00:10:51: Viele Hörer kennen dich ja, aber eben noch nicht so intensiv.

00:10:54: Weil oft hast du mir hier die Fragen gestellt.

00:10:55: deswegen komme ich gleich auch nochmal ein bisschen zurück zu dir persönlich.

00:10:59: Aber wir wollen natürlich auch über den neuen Podcast sprechen der heißt Zeitreise.

00:11:04: das gesagt es sollen um Geschichtliches gehen aber in Verbindung mit heute.

00:11:09: Jetzt fragen sich vielleicht einige warum braucht's denn noch ein geschichtspodcast?

00:11:15: Es gibt tatsächlich sehr viele tolle geschichts podcast.

00:11:19: Ich höre auch einige davon sehr gerne.

00:11:21: Ich merke mir nur nicht immer ganz genau die Namen, deswegen will ich jetzt nicht falsche Namen aufzählen.

00:11:27: aber was bisher geschah zum Beispiel ist ein ganz toller Podcast den ja auch der Kollegin Nils Minkmar mitmacht und es gibt tatsächlich sehr viele eben historische Podcasts die eigentlich fast alles abbilden.

00:11:41: warum?

00:11:41: Fast alles?

00:11:42: weil ich das Gefühl habe dass Geschichte gerade so politisch ist und so politisiert wird in unseren Debatten dass es ein Format braucht, das ganz bewusst die Bezüge herstellt.

00:11:54: Was meine ich damit ganz konkret?

00:11:56: Es geht in Deutschland sehr oft um die Fragen haben wir aus der Geschichte gelernt oder oft ist das ein Vorwurf, der?

00:12:02: und er hat nichts aus der Geschichte gelernt.

00:12:03: Wir dürfen uns nicht zulassen, dass sich Geschichte wiederholt.

00:12:06: Das hat natürlich vor allem zu tun mit der NS-Zeit und jetzt mit den aktuellen Entwicklungen.

00:12:14: aber was mir oft auffällt es zu sehr um die vermeintlichen Lehren aus der Geschichte geht und die Lehren müssen sehr oft zur eigenen politischen Agenda passen, aber es ist sehr viel interessanter was damals eigentlich wirklich passiert ist.

00:12:30: Ich habe das Gefühl dass es sehr viel leichter ist Lehren zu ziehen ohne sich wirklich damit zu befassen was damals war.

00:12:38: Und Das wird ausdrücklich kein reiner NS-Podcast.

00:12:43: Es gibt noch viele weitere Episoden unserer Geschichte und Zeitgeschichte, die sehr interessant sind.

00:12:50: Aber wir fangen ja bewusst an am neunten Mai mit der ersten Folge.

00:12:54: Worum geht es denn?

00:12:55: Genau!

00:12:55: Wir fangen bewusst an im neunsten Mai.

00:12:58: Also in Russland ist das ja der Tag, der als Tag des Sieges über den Nationalsozialismus oder über den Faschismus.

00:13:06: auch da sieht man schon an dem An der Begriffsauswahl wie politisch Geschichte ist.

00:13:10: Und das erste Thema ist das Scheitern der Ersten deutschen Demokratie, also der weimarere Republik.

00:13:17: Das ist ein Thema das könnte nicht aktueller sein weil unsere Politiker ja selbst sagen... Also zumindest hat Markus Söder das gesagt und viele andere hochrangige Unionspolitiker diese Koalition ist die letzte Patrone der Demokratie.

00:13:31: Das heißt wenn diese Koalition scheitert weiß man angesichts der massiv starken AfD Werte nicht ob unsere Demokratie das überlebt Ob man in den Wahln ist noch schafft, eine Koalition zu bilden die die AfD von der Macht fernhält.

00:13:51: Das ist jetzt die Unionsperspektive.

00:13:55: Und wenn man sich die Linken Parteien anhört das ja nicht weniger dramatisch wie auf die aktuelle Entwicklung geschaut wird.

00:14:01: und deswegen ist es glaube ich ein sehr aktuelles Thema dass man schaut was war eigentlich damals in der weimarer Republik?

00:14:09: Was hat da zum Scheitern geführt?

00:14:12: Wie liefen da die politischen Debatten?

00:14:14: Auch damals gab es schon Brandmauern und den Einsturz von Brandmauern.

00:14:20: Das wurde damals nicht so genannt, aber das gab es natürlich trotzdem.

00:14:23: Es gab eine zerstrittene politische Mitte, es gab eine zerstrittene politisch linke.

00:14:28: Also sehr vieles was damals passiert ist, ist nicht unbedingt übertragbar auf heute, aber kann sehr lehrreich sein.

00:14:35: Aber bevor man politisch motivierte Lehren ziehen zieht Wäre ich dafür, dass man sich damit befasst was damals eigentlich wirklich geschehen ist?

00:14:45: Jetzt

00:14:46: kommt es ja auch immer ein bisschen auf an welchen Gast man sich auswählt.

00:14:49: Wenn wir sagen was das wirklich geschieht.

00:14:51: dennoch gibt es immer unterschiedliche Perspektiven auch bei Geschichte, bei Interpretation von Geschichte.

00:14:57: Wien hast du dir ausgesucht eben für diese erste Folge die man jetzt auch hören kann.

00:15:03: wir sagen gleich noch etwas zu Frequenz.

00:15:05: aber warum dieser Gast?

00:15:09: deutsche Historikerin Katja Heuer eingeladen.

00:15:13: Katja Heyer ist für eine so bekannte Historikerinnen ziemlich jung, also ich glaube sie ist Mitte vierzig erst und lebt und forst seit vielen Jahren in Großbritannien um Kings College in London und an der Club Royal Historical Society, also sehr angesehene Institutionen und sie hat mehrere Bücher schon veröffentlicht die sehr breit rezipiert wurden.

00:15:37: das eine war ein Buch über das deutsche Kaiserreich, das andere war ein Büch über die DDR.

00:15:43: Das DDR-Buch wurde teilweise auch kontrovers besprochen und jetzt hat sie eben sehr lange gearbeitet an einem Buch dass am sechsten Mai erschienen ist oder im siebten Mai und zwar heißt es Weimar Glanz und Grauen der deutschen Geschichte.

00:16:03: Sie befasst sich sehr kleinteilig damit wie die politischen Entwicklungen damals verlaufen sind, wie sie das Alltagsleben der Menschen betroffen haben und wie aus einer zu Beginn Demokratie Euphorie dann die totale Resignation wurde, die zur Machtübernahme der Nationalsozialisten führte.

00:16:23: Und ja du sagst es kommt immer sehr auf den Gast an diese Perspektive aber auch bei deinen Gästen also im klassischen Ronzheimer Podcast Ich lade niemanden ein, weil ich erwarte dass das sozusagen der Weiß heißt letzter Schluss ist.

00:16:40: Das ist so der ultimative Richter, der sagt wie es wirklich war sondern nein, das ist eine Perspektive von einem sehr kompetenten Menschen und es gibt doch sicher andere Perspektiven Und wir belassen's ja nicht bei einer Folge.

00:16:52: das heißt wenns mal Streit gibt kann man ja auch jemand anderen dann wieder einladen.

00:16:56: zum gleichen Thema

00:16:57: Wie oft machen wir das jetzt mit diesem Podcast?

00:17:00: Muss er vielleicht nochmal erklären Das erscheint ja im klassischen Ronsheimer Feed.

00:17:05: Also wer hier uns eh schon abonniert hat, bekommt das dort auch ausgespielt.

00:17:11: also man muss nicht extra suchen oder so.

00:17:13: aber wir verlinken natürlich alles in den Shownotes.

00:17:16: und wie oft hast du vor diese geschichtlichen Einordnungen zu machen?

00:17:20: Ja das ist natürlich beim Ronsimer Podcast eine sehr gefährliche historisch aufgeladene Frage!

00:17:28: Wir fangen an mit jedem zweiten Samstag.

00:17:32: Warum sage ich, wir fangen damit an?

00:17:33: Weil meine Erwartung durchaus ist wenn die Menschen das mögen.

00:17:38: Wenn das ihnen gefällt dann können Können wir die Frequenz auch gerne etwas erhöhen und dann schauen wir mal bald!

00:17:46: Es

00:17:47: geht nicht anders es braucht die tägliche Geschichtstose.

00:17:53: Was für Team werden die Hörer da jetzt noch erwarten können?

00:17:57: in den nächsten Wochen?

00:18:00: Die NS-Zeit wird auf jeden Fall eine wiederkehrende Rolle spielen, weil das eben gerade für Deutschland ein so entscheidendes Thema ist.

00:18:08: Es gibt aber auch andere Teile der deutschen Geschichte die vielleicht etwas unterrepräsentiert sind in der Debatte, aber die nicht mehr interessant sind.

00:18:18: zum Beispiel wie Deutschland eigentlich zu so einer Industrie macht wurde im Zeit des Kaiserreichs oder auch andere Länder natürlich Russland und die Ukraine.

00:18:30: Wie ist Putin eigentlich an die Macht gekommen?

00:18:32: Ich habe jetzt gerade vorhin diese Silvesterrede von Yeltsin erwähnt, aber wie war das eigentlich als der damals noch fast komplett unbekannte Putin plötzlich Präsident wurde.

00:18:41: Wusste man sofort, dass wird jetzt ganz schlimm oder nicht?

00:18:45: und dann natürlich auch die Ukraine.

00:18:48: also auch die Debatten über die Ukraine sind so bestimmt von historischen Fragen.

00:18:55: Wo mit hat zum Beispiel die Russlands Solidarität der SPD sehr viel zu tun?

00:19:00: Mit einem gewissen Schuldgefühl gegenüber der Sowjetunion.

00:19:04: Aber die Ukraine war ebenfalls Teil der Sowjettunion, aber Russland ist zu einem Synonym für sowjetunion geworden gilt als Nachfolgestarte Sowjetunion.

00:19:13: deswegen gibt es gegenüber der Ukraine etwas weniger Schuldgefühle.

00:19:17: So gleichzeitig ist die Frage woher kommt überhaupt dieser Konflikt zwischen den Russen und den Ukrainer?

00:19:22: sind das nicht eigentlich Brüdervölker?

00:19:24: Das sagt ja sogar Putin immer noch So.

00:19:26: und dann lohnt sich vielleicht ein Blick in die Geschichte, was die Ukraine alles durchmachen musste.

00:19:30: Aber immer wieder eben auch mit einem aktuellen Bezug.

00:19:33: also du nimmst kein geschichtliches Thema wo du nicht auch eine aktuelle Frage siehst.

00:19:38: Genau das Ziel ist dass man die Gegenwart mithilfe der Geschichte besser verstehen kann.

00:19:45: Hochspannend Zeitreise so heißt der Podcast.

00:19:51: Ich habe gesagt, wir wollen ein bisschen hin und her springen in den Fragen zum Podcast aber eben auch zu dir.

00:19:57: Und auch mit dir eine kleine Zeitreise machen!

00:19:59: Wir kommen gerade aus den Neunzigern.

00:20:01: da seid ihr nach Deutschland gekommen.

00:20:04: Wie ging das weiter?

00:20:06: Wo bist du aufgewachsen?

00:20:07: Wie bist Du aufgewachsen?

00:20:10: Wir sind fast sofort nach Südbaden gezogen In der Nähe von Freiburg Waren dort in einem Art Flüchtlingsheim Ich weiß gar nicht mehr, wie lange aber schon eine ganze Weile.

00:20:23: Ja und sind dann ausgezogen und meine Eltern haben sich dann so langsam Schritt für Schritt hoch gearbeitet.

00:20:29: Dort habe ich gelebt bis ich... bis ich achtzehn war, achtzehnt oder neunzehn also bis zum Abitur.

00:20:36: Wie war das

00:20:37: in diesem Flüchtlingsheim?

00:20:38: Kannst du dich daran erinnern?

00:20:39: Wie lang habt ihr da gelebt?

00:20:41: Also es war, ich denke dass waren, das müssen so zwei oder drei Jahre gewesen sein.

00:20:46: Das ist schon eine ganze Weile, ich habe aber nur ganz entfernte Erinnerungen.

00:20:52: Ich hab viel von meinen Eltern darüber gehört.

00:20:54: es war natürlich anstrengend und es war auch zum Teil ein deutlich schlechteres Leben als das was man vorher in Leningrad

00:21:05: hatte

00:21:06: also oder auch in der Ukraine.

00:21:08: damals hatte man schon eigene Wohnungen mit mehreren Zimmern.

00:21:13: Man war in der Gesellschaft natürlich angekommen.

00:21:15: Also trotz aller Unfreiheiten, trotz allen Nachteilen die es gab, war man eine gestandene Persönlichkeit mit einem Freundeskreis, mit der Familie... Man wusste wie alles funktioniert.

00:21:24: und dann bist du plötzlich in einem Flüchtlingsheim irgendwo im Südbaden Und das Leben ist zwar einerseits sehr viel freier Aber so richtig partizipierst du ja nicht an der Freiheit.

00:21:37: also Du hast kein Geld, du sprichst die Sprache nicht ziemlich weit unten in der Gesellschaft und fängst von vorne an.

00:21:46: Und sehr vieles was du mal gelernt hast, was du weißt ist nicht mehr so viel wert weil die Sowjetunion einfach ein anderer Planet war.

00:21:56: also es war einfach sehr viel des von dem was man wusste nicht übertragbar.

00:21:59: auch die Abschlüsse wurden ja nicht anerkannt nur teilweise anerkannt.

00:22:04: deswegen habe ich schon sehr großen Respekt davor was meine Eltern da gemacht haben.

00:22:08: aber Vor allem mein Vater war immer ein großer Optimist und konnte sich an der Freiheit erfreuen.

00:22:16: Der durfte ja niemals die Sowjetunion verlassen, und da hat das immer gehasst dass er eingesperrt war!

00:22:21: Und jetzt waren wir plötzlich in Südbaden und das ist das sogenannte Dreiländereck, das ist die Schweiz in der Nähe und Frankreich.

00:22:27: Das heißt du musst es zwanzig Minuten mit dem Auto fahren und standest plötzlich an der deutsch-französischen oder deutschschweizerischen Grenze.

00:22:34: Und das ist ein Gefühl was für ihn unglaublich war... auch einfach in den Supermarkt gehen kannst, ohne zwei-drei Stunden anzustehen.

00:22:43: Dass du dort zwanzig Sorten Joghurt hast und in der Sowjetunion war das absolut unvorstellbar!

00:22:49: Und da geht es ja gar nicht darum dass man diese zwanzigsorten Jogiut braucht.

00:22:52: aber das sagt ja einfach viel über eine Gesellschaft aus wieviel Freiheit der Mensch hat im Großen als im Kleinen.

00:22:59: Kennst Du dich an die Menschen erinnern?

00:23:02: Also die... Man sagt Badensa glaube ich.

00:23:05: also wie fanden die das?

00:23:06: Das ist da.

00:23:08: Flüchtlinge gab am Anfang.

00:23:12: Die Menschen waren ziemlich freundlicherweise.

00:23:16: Ich erinnere mich an eigentlich nichts Negatives, es gab eine relativ große Hilfsbereitschaft.

00:23:22: ich weiß dass ich sehr viel Spielzeug geschenkt bekommen habe.

00:23:26: Es war aber auch ein Flüchtlingsheim das fallen Bestand aus sowjetischen Juden.

00:23:33: Also es war wirklich ein Klischee also Musiker Ärzte und Ingenieure Ja, so Wertunion.

00:23:41: Deswegen ich bin mir sicher das hin und wieder ein bisschen was über den Durst getrunken wurde vor allem wenn man plötzlich so viel Zeit hatte nicht arbeiten musste in Ruhe erstmal zumindest ein Jahr lang die Sprache lernen konnte da bin ich mir sicher dass auch mal etwas daneben ging.

00:23:54: aber Ich erinnere mich an keinerlei konfliktsituationen sondern immer nur sehr große freundlichkeit

00:24:01: weil du von die abschlüsse erwähnt hast dir für Die Menschen, die hatten diese Abschlüsse aber konnten damit in Deutschland nichts machen.

00:24:10: Das ist ja heute auch immer noch ein großes Thema.

00:24:12: wenn ich mit syrischen Freundensprecher die Abschlüße haben, die sie da neu machen müssen gerade im ärztlichen Bereich Wie blickst du darauf?

00:24:23: Also mein Vater beispielsweise hat Ingenieurswesen studiert und das wurde in Deutschland nicht anerkannt.

00:24:31: Er hat sich aber auch nicht so sehr darüber beklagt.

00:24:34: Ich habe ihn auch sagen hören, dass er das durchaus nachvollziehen kann.

00:24:37: Weil wenn man aus der wirklich komplett maroden sowjetischen Wirtschaft kommt in eine der führenden hochtätige Technologinationen, dann kann ich schon verstehen, dass nicht einfach jeder Abschluss eins zu eins so anerkannt wird.

00:24:49: So bei meiner Mutter war das etwas anderes.

00:24:52: Sie ist Musikerin also Geigenlehrerin und da war die Sowjetunion natürlich auf dem Gebiet führend.

00:24:59: Also sowjetische Musiker hat eine sehr anerkannte Ausbildung, deswegen wurde sie in Deutschland dann natürlich mit Kurshand aufgenommen.

00:25:07: Also ich glaube das kommt sehr oft die Einzelfälle an und ich bin mir sicher dass es teilweise Berufe gibt bei denen viel zu bürokratisch viel zu langsam vorgegangen wird.

00:25:17: Ich habe aber auch durchaus Verständnis dafür wenn man aus wirklich wirtschaftlich zurück gebliebenen Ländern kommt Und dann in ein Land kommt indem das wirklich wirksam führend ist Dass man nicht einfach eins zu eins sagen kann ja Dass dein Abschluss dort ist, genauso wertvoll wie ein Abschluss hier oder aus einem anderen wirtschaftlich fortschrittlichen Land.

00:25:36: Also da bin ich nicht so hart im Urteil.

00:25:39: Wenn du auf diese Zeit zurückblickst heute was hat dich da besonders geprägt?

00:25:45: und was nimmst du noch heute jetzt auch mit deiner Arbeit als Journalist?

00:25:50: Als Reporter Was nimmste du da besonders mit?

00:25:54: Ich glaube sehr geprägte mich die Einstellung meiner Eltern Also dieses von vorne anfangen und diese ganzen Schwierigkeiten auf sich nehmen, damit man in Freiheit leben kann.

00:26:03: Damit die eigenen Kinder es mal besser haben als man selbst.

00:26:06: Man blickt vielleicht auch ein bisschen anders auf das Thema Migration wenn man ein paar Dinge erlebt hat.

00:26:13: Und damit meine ich nicht nur dass man sagt Migration ist unengeschränkt großartig sondern man verfolgt manchmal die Debatten.

00:26:21: also wie schon den Satz von Bebelbars angesprochen habe Dass die Sozialsysteme keine Rolle spielen Da muss ich sagen, natürlich spielen Sozialsysteme eine Rolle.

00:26:30: Also die Leute sind ja nicht doof.

00:26:32: und was natürlich auch eine Rolle spielt mich bis heute beeinflusst ist die Art wie Deutschland uns aufgenommen hat.

00:26:38: also wir haben es ist nicht so dass es nie Diskriminierung oder sowas gehabt.

00:26:44: das ist dass wir ganz genauso aufgenommen wurden wie auch die wie auch Die Deutschen.

00:26:49: Nee man wird nicht genau so behandelt von Menschen wenn man die Sprache nicht spricht die Kultur so nicht kennt anderes Essen ist, andere Filme schaut, andere Bücher liest.

00:27:01: Nee das ist schon anders.

00:27:02: aber Deutschland ist trotzdem Land dass uns sehr viele Möglichkeiten gegeben hat und das habe ich nicht vergessen.

00:27:11: Wusstest du dann in der Jugend schon ja irgendwie Journalismus, Politik?

00:27:18: Das interessiert dich wahnsinnig.

00:27:20: also warst du Früher lesert, weiß ich nicht der Lokalzeitung und dann der deutschen Debatten.

00:27:27: Was war so der erste Kontakt mit Medien?

00:27:30: Ich wusste schon immer dass ich irgendwann mal einen History Podcast mache.

00:27:37: Ja klar das Podcast gut gab es damals auch schon nur ein bisschen kleiner an.

00:27:43: Also ich habe wenig deutsche Medien konsumiert bis ich wahrscheinlich vierzehn fünfzehn sechzehn war.

00:27:52: Klar hin und wieder RTL Nachrichten, Tagesschau und so was.

00:27:55: Ansonsten liefen bei uns oft russische Nachrichten.

00:27:58: Ich habe Bücher gelesen aber ich hab nie daran gedacht Journalist zu werden.

00:28:03: Aus irgendeinem Grund, ich weiß gar nicht mehr weshalb ... journalistische Praktiker gemacht in der Schule?

00:28:09: Wo hast du Praktikum gemacht?

00:28:11: Einmal bei der badischen Zeitung.

00:28:13: Kenne ich ja!

00:28:14: Und zwar bei so einem Unterportal von der baden Zeitung das heißt Futter Das ist so.

00:28:19: das Freiburg-Portal Ja

00:28:20: kenne ich auch.

00:28:22: Und dann beim sogenannten Rebland Korea habe ich ein paar Berichte geschrieben.

00:28:29: Aber das hatte vor allem damit zu tun, dass ich gerne geschrieben habe die Berichte, die ich damals für den Reblands Korea verfasst habe.

00:28:38: Die hat nichts mit Politik oder Geschichte oder irgendetwas zu tun.

00:28:40: Worum ging's

00:28:40: da?

00:28:42: Da ging es um den aktuellen Abi-Jahrgang oder sowas.

00:28:45: aber ich war wirklich kein Lokaljournalist oder Reporter sondern das waren reines Freizeitding.

00:28:51: Ich wollte ehrlicherweise nie Journalist werden, ich habe auch gar nicht drüber nachgedacht.

00:28:56: Ich glaube das ist auch ein Teil des Migrantenseins und dass es vielleicht das größte.

00:29:03: dir fehlt einfach bestimmtes Wissen.

00:29:04: also du weißt nicht wie du was wirst, du kennst die Wege nicht.

00:29:07: Du weißt ja nicht wen du fragen kannst.

00:29:10: Es ist ja nicht so der Freundeskreis oder dass dein Eltern- oder ihr Freundes Kreis, dass der aus Journalisten anwälten Ärzten Unternehmensberatern oder sowas besteht, sondern du musst dann sehr viel mehr selbst lernen.

00:29:22: Also klar, du hörst ein bisschen was von Freunden und deinem Freundeskreis vielleicht von Lehrern aber du musst das eigentlich selbst alles in Erfahrungen bringen.

00:29:31: also da kommt nie deinen Vater deine Mutter, dein Onkel, dein Opa und sagt ich kenne hier jemanden oder... Ich habe das so und so gemacht!

00:29:39: Also ich hab diese Ratschläge auch bekommen.

00:29:41: Aber ich habe schnell gemerkt Mit den Ratschlägen kann ich nichts anfangen.

00:29:45: Also wie mein Vater früher, was in der Sowjetunion gemacht hat, hilft mir in den Zwei Tausenden oder Zweitausend Zehnen wirklich sehr begrenzt weiter.

00:29:54: So deswegen musst du halt selbst schauen, wie du etwas wirst und was wie in Deutschland überhaupt was funktioniert, was ein Praktikum ist, was sich lohnt und was nicht?

00:30:03: Ich habe dich das erstmal wahrgenommen als Journalist.

00:30:06: da hast du Kolumnen für die Welt geschrieben.

00:30:09: Das muss so zwanzig dreizehn vierzehn gewesen sein richtig

00:30:13: Genau, ich habe davor angefangen mit einem kleinen Blog und damals war Facebook noch so eine ganz relevante Plattform für politische Diskussionen.

00:30:24: Und zufällig war ich da befreundet auf Facebook mit dem damaligen Chefredakteur der Welt und auch einigen Weltredakteuren.

00:30:32: Der Chefredaktör damals war Jan-Irik Peters und Ende of the Year was das?

00:30:37: Da hat Putin beschlossen in so einer milden Geste den Milliardär und früheren Milliardären-Oligarchen Michael Roddorkowski freizulassen.

00:30:50: Der war zehn Jahre im Gefängnis, weil er... Ja es waren politische Prozesse natürlich, war ein politischer Gefangener und ich hatte den Fall immer verfolgt, weil ich halt die ganze Zeit russisches Fernsehen geschaut hatte und meine Familie war sehr solidarisch mit Roddarkowsky.

00:31:07: deswegen wusste ich einfach ein paar Dinge.

00:31:11: Man kam daraus.

00:31:13: Ich erinnere mich an einige deutsche Kommentare, in denen sie es schon gut, dass da draußen ist.

00:31:19: Aber so ein Engel isst der auch nicht!

00:31:20: Der war ja reich und hat sicher auch was geklaut.

00:31:22: Und ich hatte einfach eine etwas andere Sicht.

00:31:26: Klar, der war auch ein Wild West-Oligarch aber der hat durchaus ein paar Dinge getan sowohl für seine Mitarbeiter und deren Familien als auch gegen Putin die man auch gut finden kann.

00:31:36: Da habe ich einen Kommentar geschrieben und dachte schicke ich dem einfach mal den Chefredakteur der Welt per Facebook

00:31:43: Super

00:31:45: direkt Nachricht.

00:31:46: Und dann hat er geantwortet und meinte, ja den veröffentlichen wir.

00:31:50: Wow!

00:31:51: So.

00:31:52: und dann habe ich den so glaube ich bombardiert mit Nachrichten und Textvorschlägen dass der irgendwann meinte ok jetzt kommen sie mal nach Berlin und dann schauen wir mal weiter.

00:32:01: Dann bin ich noch in Berlin gefahren hab die kennengelernt.

00:32:04: Dann

00:32:04: plötzlich stand es zuvor vom Springer Hochhaus?

00:32:06: Genau

00:32:07: Wie war das da reinzugehen?

00:32:10: Ja, das war irre beeindruckend.

00:32:12: Also ich hab damals in Frankfurt studiert und bin dann nach Berlin gefahren Und da wurde man ja glaube ich immer noch abgeholt von jemandem irgendwo hingebracht und tausend Leute und alle natürlich sehr ganz gut angezogen und sehr geschäftig unterwegs sind.

00:32:28: Es war schon sehr beeindruckt und dann haben wir uns darauf geeinigt dass ich hin und wieder meine Kolumn beschreiben darf

00:32:35: Dann warst du Kolumnist?

00:32:40: Nee, es gab noch einen Zwischenschritt.

00:32:43: Also wie gesagt ich hab damals studiert und das schreiben wir wirklich nur so eine Nebenbeschäftigung.

00:32:46: aber ich habe BWL-VWL studiert... ...und wollte nicht Journalist werden.

00:32:50: Ich dachte man kann von Journalismus in Deutschland gar nicht leben.

00:32:55: Warum dachtest du das?

00:32:57: Das ist so ein Art Vorurteil dass sich bei mir irgendwie durchgesetzt hat.

00:33:01: Wie gesagt, ich kannte auch keine Journalisten!

00:33:03: Ich weiß noch, ich hab mir mal Journalistenschulen angeschaut.

00:33:06: also als ich dabei war mich für Unis zu bewerben Und ich bin Mensch, ich mag Bewerbungen jetzt nicht so sehr.

00:33:13: Ich wollte das hinter mich bringen und bei BWL-VWL musste man nix ausfüllen.

00:33:19: Da musste man im Prinzip seinen Namen eintragen und das Abi Zeugnis anhängen.

00:33:22: Das war dann die Bewerbung.

00:33:23: Bei Journalistenschulen war es ja ein irre Prozess.

00:33:26: Reportagen schreiben und einreichen und mehrere Bewerbbungsrunden.

00:33:29: Dann dachte ich okay...das ist eine Welt, die kenne ich nicht.

00:33:34: Also ich weiß auch nicht wie man eine Reportage oder sowas schreibt.

00:33:37: Das lasse ich!

00:33:38: hab dann Wirtschaft studiert, hab dann noch angefangen in einem Start-up zu arbeiten.

00:33:42: War so anderthalb zwei Jahre in der Start up Welt unterwegs.

00:33:45: Hab zwischendurch ein Buch veröffentlicht, mein Sachbuch über Russland und... Dann hat sich das ergeben dass ich bei Bild ein paar Leute kennengelernt habe und dann gab's die Möglichkeit ins Politikressort zu kommen Und es war das Jahr zehntausend siebzehn, so einen Bundestagswahljahr.

00:34:05: probiere ich das mal aus.

00:34:06: Hattest

00:34:06: du Vorurteile gegen Bild?

00:34:09: Nee, ich hatte ehrlicherweise kein so starkes Verhältnis zu bilden.

00:34:15: Ich glaube dass starke Verhältnisse, also vor allem das negative Verhältnissen das viele zu bild haben kommt aus dem Elternhaus.

00:34:23: aber dadurch dass bei uns im Eltern sind meine Familie überhaupt keine deutschen Medien richtig konsumiert wurden gab es auch kein besonderes verhältnis zum Bild.

00:34:33: man wusste dass Axel Springer eine gewisse Haltung zu Antisemitismus hat, die wir sehr geteilt haben natürlich.

00:34:38: Aber das war es auch schon.

00:34:39: und später als ich dann wirklich politisch interessiert war in meinem Studium habe ich gemerkt... Die Bild weiß oft Dinge sehr schnell!

00:34:50: Und bevor.... andere wissen.

00:34:53: Deswegen dachte ich, da arbeiten sicher Leute die wirklich Profis sind.

00:34:56: Ich hatte ehrlicherweise eher Angst davor zu bildzugehen weil ich überhaupt nicht wusste wie man das schaffen kann dass man vor allen anderen irgendwas aus der Regierung weiß.

00:35:06: Das ist für außen stehend.

00:35:07: also für mich war das völlig unvorstellbar.

00:35:09: Ich kannte auch ein zwei Leute die bei Bildarbeiten erzählt haben was eine Geschichte ist und dass man morgens was anbieten muss was man irgendwo recherchiert hat.

00:35:18: Wie geht das?

00:35:18: Und dann bist du da einfach, also der normale Weg wäre gewesen irgendwie voluntariat oder von anderen Zeitungen.

00:35:26: Ich habe ja damals Axel Springer Akademie gemacht was haben wir auch viele gemacht haben.

00:35:30: aber Du bist sozusagen ohne klassisches, ohne eine klassische Auto hat es ein Kolumne, aber Du hast dann einfach angefangen nach

00:35:38: Genau die Kolumn war da sogar schon vorbei weil ich in meiner Startupzeit gar nichts geschrieben habe.

00:35:46: Aber man hat halt gesehen dass sich offenbar ein bisschen schreiben konnte, dass ich ja meinungsstark war.

00:35:54: Dass ich russisch spreche und auch mich mit der Region ein bisschen auskenne.

00:35:58: Und dann hat man mir halt eine Chance gegeben!

00:36:02: Ich will jetzt gleich hier ein paar zuhörerfragen vorlesen sowohl die wir gestellt haben oder die du gestellt hast bei x bei instagram.

00:36:13: aber bevor ich das mache noch eine frage von mir.

00:36:17: Wenn wir uns vorstellen, dieser Podcast geht jetzt noch ganz lange auf viele Jahre und in, weiß ich nicht, vierzig Jahren machst du eine History-Folge mit aktuellem Bezug zur jetzigen Phase der deutschen Innenpolitik.

00:36:32: Und du beschäftigt sich ja auch in deiner täglichen Arbeit als Reporterfilm mit der Innenpolitik viel auch mit internationalen Themen Trump Putin Ukraine Iran.

00:36:40: aber wie wird man?

00:36:42: Weil Zeitreise dann auf diese Phase der deutschen Innenpolitik schaut.

00:36:47: Ja, ich glaube es wird auf jeden Fall eine sehr entscheidende Phase sein.

00:36:51: Ich glaub das merken wir auch gerade alle Dass es schon um was geht Und wirklich um etwas Grundsätzliches und Wir werden glaube ich in den nächsten Jahren merken ist Es wirklich so existenziell und grundsätzlich wie sich anfühlt oder vielleicht auch nicht?

00:37:06: wenn nicht Ist es auch nicht schlimm Aber vielleicht ja eben doch sowohl was unsere politischen Verhältnisse angeht als auch die wirtschaftliche Stabilität.

00:37:17: Und es kann in sehr unterschiedliche Richtungen gehen, aber dadurch dass Deutschland schon eine historische Erfahrung gemacht hat wie aus einer Demokratie eine Diktatur wird haben wir das natürlich alle im Hinterkopf und zwar aus verschiedensten Richtungen.

00:37:32: Diejenigen die dieses System verteidigen wollen also auch diejenigen die diese System weghaben wollen Ja, und da merkt man glaube ich wie Geschichte all das prägt.

00:37:45: Also hätten wir diese historische Erfahrung nicht gemacht wären jetzt glaube ich alle sehr viel entspannter.

00:37:51: aber wie gesagt die Systemgegner können sagen Systeme sind nicht für die Ewigkeit gemacht und können sehr schnell kippen und zwar auch auf demokratischen Wege wie das damals passiert ist.

00:38:02: Und die Verteidiger dieses Systems haben natürlich auch diese Angst.

00:38:08: Ja, ich glaube mal man muss schauen dass es nicht zur selbsterfüllenden Prophezeiung kommt also das man sich keine Krise keine Existenzkrise herbeireidet.

00:38:16: Also bin nie sicher was ich denken soll wenn ich höre Das ist der letzte die letzte Patrone der Demokratie.

00:38:22: Ist das wirklich so?

00:38:23: Das kann man ja gar nicht wissen.

00:38:25: Ich glaube die meisten Prognosen die man aufstellt sind falsch Aber indem man das sagt schafft man sich selbst eine Realität.

00:38:32: deswegen ich weiß nicht wie man auf diese Zeit schauen wird außer Das ist eine extrem entscheidende Zeit.

00:38:38: Lass mich ein paar Fragen vorlesen von aus unserer Community, Jörg Jessen auf X fragt zur politischen Relevanz besteht nicht die Gefahr dass man Geschichte instrumentalisiert wenn man sie zu direkt auf aktuelle Debatten anwendet?

00:38:53: welche historische Parallele halten Sie für die gefährlichste weil sie heute am meisten missverstanden wird?

00:38:59: Ja das sind sehr gute Frage ist auch einer der Fragen die mich dazu geführt hat jetzt dieses Podcast-Format zu beginnen.

00:39:07: Es ist gefährlich, wenn Geschichte instrumentalisiert wird aber sie wird die ganze Zeit

00:39:11: instrumentalisiert.".

00:39:13: Das geht gar nicht anders denn ja wir sind eine wahnsinnig politische Gesellschaft.

00:39:21: und wenn ihr Kerstin jetzt nach der gefährlichsten Fehlinterpretation fragt es ist natürlich die Lehren aus der NS-Zeit.

00:39:33: Wie konnte es, wie konnte es soweit kommen?

00:39:37: Ist die AfD die neue NSDAP.

00:39:40: Ich will mich da gar nicht darauf festlegen.

00:39:42: was ist jetzt die gefährlichste, was mich aber doch erstaunt an Deutschland.

00:39:45: Es ist so ein Teil der deutschen Identität zu sagen das darf nie wieder passieren und wenn wieder Extremisten kommen dann Dann halten wir sie auf und wir befassen so viel mit unserer eigenen Geschichte dass wir eigentlich wissen sollten wie das geht.

00:39:59: Und gerade erleben wir wirklich in echt Zeit das offenbar überhaupt nicht gelernt hat.

00:40:05: Wenn man der Meinung ist, dass die AfD so eine große Gefahr ist wie vergleichbar mit der NSDRP dann läuft ja wirklich alles falsch.

00:40:13: also die Bekämpfung funktioniert nicht.

00:40:15: die Partei wird immer größer Die der mediale Umgang der politische umgang vor allem die die wirtschaftspolitik.

00:40:24: die Wirtschaft spielt eine wahnsinnig entscheidende Rolle Also wie es die weimarere publik gescheitert im endeffekt erst als die weltwirtschaftskrise ausbrach und die Hyperinflation kam.

00:40:33: Das heißt, wenn das die Lehre ist oder eine der Lehren es darf wirtschaftlich nicht wieder so schlecht werden weil dann die gesellschaftlichen Verhältnisse ins Rutschen kommen müssten wir doch jetzt sagen Wir brauchen eine extrem gute Wirtschaftspolitik!

00:40:46: Wir haben gerade ja das Gegenteil davon.

00:40:49: Also diese ganzen Lehren die man meint gezogen zu haben aus der damaligen Zeit Deutschland ist offenbar nicht in der Lage sie anzuwenden.

00:40:58: Miki rust fragt auf x wird das ein eigener feed oder läuft da im podcaster zwischen den rons haben erfolge rein.

00:41:04: Das habe ich schon beantwortet.

00:41:06: es ist in unserem ronz

00:41:08: immer was

00:41:09: man kann, dass dann automatisch da bekommen jetzt auch schon und ja aber natürlich da auch fleißig genauso kommentieren und liken damit damit viele Leute das in ihren Algorithmus reingespielt bekommen.

00:41:23: Hoth-Texas Ketl bei Campfire fragt, bedeutet das dass Paul einen freien Podcast Tag erhält und die Zeitreise einmal wöchentlich an dieser Stelle erscheint?

00:41:33: Wird die Zeit Reise immer ein thematischer Podcast im einzelnen Plot oder nach chronologischer Reihenfolge aufeinander aufbauen erscheinen?

00:41:40: wird es eine Erzählpodcast oder wird es Zeitzeugen Giste geben?

00:41:43: ab wann ist Zeit und Raum für Themenwünsche?

00:41:46: also die erste Frage Was das für deinen, was für dich und einen Podcast freien Tag bedeutet?

00:41:52: die darfst du dann gleich beantworten.

00:41:54: Also es sind lose Episoden.

00:41:58: ist nicht so dass ich chronologisch eine Geschichte erzähle Und ich lade.

00:42:02: Ich möchte immer Gäste einladen ich möchte nicht selbst durchreden denn was sich glaube ich in diesem im Rondheimer podcast bewährt hat ist Dass man Fachleute einlädt die sich wirklich mit Themen auseinandersetzen.

00:42:14: Und unsere Aufgabe als Journalisten, auch wenn wir uns selbst hier und da etwas auskennen ist es die Aufgabe die richtigen Fragen zu stellen und das möchte ich tun.

00:42:24: Freier Podcast Tag?

00:42:25: Nein!

00:42:25: Wir bleiben bei sieben Tagen.

00:42:26: Das ist ja ein zusätzlicher Podcast.

00:42:29: Wir wollen weiter sieben Tage die Woche hier auch podcasten Jetzt alle zwei Wochen ein und dann sehen wir mal, wie schnell das bei dir geht.

00:42:39: Bei mir ich fing auch einmal wöchentlich an damals und bin jetzt da gelandet.

00:42:43: aber natürlich ist ein Geschichts Podcast nochmal etwas aufwendiger als jetzt ein News-Podcast.

00:42:56: So, werden dann Historiker eingeladen.

00:42:58: Das hast du schon beantwortet.

00:42:59: Maria bei Campfire fragt wie bist du darauf bzw dazugekommen am Ronzheimer Podcast mitzuarbeiten?

00:43:06: Wen würdest du gerne einmal interviewen.

00:43:08: was war der spannendste Moment in deiner bisherigen Berufslaufbahn?

00:43:13: Ja

00:43:14: Wie bin ich dazu gekommen Amronzheimer podcast mit zu arbeiten?

00:43:18: ja wir haben den jetzt zusammen gestartet.

00:43:20: Ich ernehm mich noch gut an ein Gespräch im Kaffee

00:43:24: Neuen

00:43:25: See

00:43:26: im Tiergarten.

00:43:27: Genau, da haben wir das besprochen geplant und dann angefangen zu Skripten.

00:43:33: die ersten Folgen waren ja noch wirklich geskripted.

00:43:35: Reportage wollten wir eigentlich sagen.

00:43:38: Ja und haben das alles geplant wie es so ist bei Plänen?

00:43:42: Die gehen nicht auf aber heißt ja nicht dass es nicht erfolgreich ist.

00:43:47: So bin ich dazu gekommen.

00:43:49: wenn ich interviewn möchte Ich tue mich immer so schwer mit der Frage.

00:43:53: Es gibt wirklich nicht die eine Person, ich kann es nicht beantworten!

00:43:59: Es gibt so viele Interessante, das gibt bei mir nicht die Eine.

00:44:01: Ich kann aber sagen was mein spannender Moment in meiner Arbeit und wenn er journalistisch war vielleicht geht das dir ähnlich?

00:44:08: Das war der russische Überfall auf die gesamte Ukraine.

00:44:11: Wo du vor Ort warst in Lviv...

00:44:13: Genau, ich war in Lviv.

00:44:14: Ich bin damals hingeflogen ohne zu wissen was mich erwartet.

00:44:18: also Ich bin drei Tage vorher hingeflogen.

00:44:22: Ich weiß noch, ich kam aus dem Urlaub und ich hatte da irgendwie.

00:44:25: der Urlaub war so schön... ...ich hatte einfach keine Lust in der Redaktion zu sein!

00:44:30: Und ich bin niemanden, der viel rumreißt ansonsten.

00:44:32: Aber irgendwie...und dann dachte ich, da kam das Thema gerade so richtig hoch.. ..und dachte ich ja, da fliege ich mal hin und habe meinem Chef noch geschrieben wenn es langweilig wird, dann schreibe ich weiter über Corona.

00:44:45: Das war damals ja noch das ganz große Thema Und ich glaube, du hast mitgeholfen das möglich zu machen.

00:44:52: Dass sich da schnell fliegen konnte.

00:44:54: Damals konnte man eben noch fliegen und schon am Flughafen hat Putin dann seine ersten Reden veröffentlicht gegen die Ukraine.

00:45:02: Da merkte man schon bei dem stimmt was nicht?

00:45:05: Dann waren es ein paar angespannte Tage ja und dann kam irgendwann diese WhatsApp-Nachricht von dir dass du erfahren hast, dass am nächsten Morgen die Invasion beginnt.

00:45:15: Ja und dann hat sich alles verändert.

00:45:17: Zinsta-Dreitausend auf Instagram fragt, welche Perioden der Geschichte oder alles von Bronze Zeit bis Mauerfall?

00:45:24: Es wird wahrscheinlich etwas moderner.

00:45:27: Ich weiß nicht ob wir auch mal ins achtzente oder siebzehnte Jahrhundert zurückgehen.

00:45:32: Aktuell beschäftigen mich vor allem Fragen und Themen die im zwanzigsten und neunzehnten Jahrhundert stattfinden vielleicht auch noch moderne.

00:45:41: Wir haben mittlerweile sich eigentlich immer noch sehr aktuell anfühlen, sind immer länger her.

00:45:49: Aber auch sowas wie der Irakkrieg, wie Nine Eleven das ist mittlerweile nicht mehr nur Politik, dass es wirklich Zeitgeschichte und es gibt Historiker die sich damit befassen.

00:46:01: Schöning Heike fragt haben sie Paus schon mal in ein Kriegsgebiet begleitet?

00:46:06: Haben wir schon beantwortet?

00:46:07: Das war die Ukraine da warst du... Ich

00:46:10: habe dich nicht begleitete, haben uns einmal getroffen.

00:46:14: Ich fahre in Kiew, du warst in Leviv und dann bist du aber rumgefahren.

00:46:18: Genau wir haben uns im Osten den Dnipro getroffen.

00:46:20: Ja, Dnippo genau.

00:46:21: Ja Philipp, wahnsinnig spannend!

00:46:25: Ich freue mich jetzt die erste Folge mir anzuhören.

00:46:28: Sag nochmal ganz kurz für die Leute, die vielleicht später eingeschaltet haben.

00:46:32: Nein man hört die Podcast ja durch ich vergaß also... Man kann jetzt hören und die kannst du uns so ein bisschen verraten.

00:46:40: Also warum muss man es hören?

00:46:42: Genau, also für alle die jetzt erst eingeschaltet haben.

00:46:45: Heute um zwanzig Uhr fünfzehn, nein!

00:46:48: Also heute erscheint die erste Folge von Zeitreise.

00:46:52: Das ist ein neues History-Politikformat das ich mache.

00:46:55: es geht darum wie Die erste deutsche Demokratie gescheitert ist und was das vielleicht auch für uns jetzt bedeutet Und Ich interview in der ersten Folge die deutsche Historikerin Katja Heuer, die er Neues Buch ausbringt.

00:47:08: Es geht um Weimar Weimarer Republik und wie es wirklich passiert ist, dass aus einer Demokratie die zum Teil von den Menschen mitgetragen wurde eine Diktatur wurde.

00:47:21: Und zwar eine der schlimmsten Diktaturen aller Zeiten.

00:47:25: Die ganze Welt ins Chaos und in den zweiten Weltkrieg stürzte.

00:47:29: Hochspannend!

00:47:30: Ich werde's mir auf jeden Fall gleich anhören.

00:47:32: ich bedanke mich Dass du dich mal den Fragen gestellt hast.

00:47:37: vielen Dank für Deine großartige Arbeit am Ronserver-Podcast

00:47:42: und

00:47:43: noch großartiger, dass du jetzt einen eigenen hast.

00:47:46: Und ich freue mich ab sofort zweiwöchentlich da reinzuhören!

00:47:50: Vielen Dank,

00:47:51: Philipp.

00:47:51: Danke Paul Danke, dass ihr wieder zugehört habt.

00:47:55: Vielen Dank auch für das viele Feedback auf ronsheimer.tv.

00:47:59: Da findet ihr auch

00:48:00: alle meine Social Media Accounts wo Ihr mich persönlich kontaktieren könnt.

00:48:05: Das glauben manchmal die Leute gar nicht aber ich schauen wir die Kommentare tatsächlich selbst an und ich bitte darum lasst weiter Likes da bei Spotify Apple wo immer ihr den Podcast hört Bei YouTube natürlich wo ihr dem podcast auch sehen könnt Und ich freue mich, wenn ihr uns abonniert

00:48:24: und

00:48:25: das hilft uns wirklich sehr.

00:48:27: Ich bedanke mich natürlich in erster Linie bei meinem großartigen Team, bei Philipp Jatoff in der Redaktion, bei Liven Jenrich in der Produktion

00:48:38: und natürlich

00:48:39: an meinen Producer Daniel van Moll!

00:48:42: Herzlichen Dank und alles Liebe!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.